
Mit Kritik umgehen: Warum sie uns tagelang beschäftigt | Paartherapeutin Diana Boettcher

Joël’s learnings
- Nähe macht verletzlichAm stärksten trifft uns Kritik von Menschen, die uns wichtig sind – Partner:in, Familie, enge Freund:innen oder Autoritätspersonen. Dahinter steckt die Urangst, die Verbindung zu verlieren und nicht mehr dazuzugehören.
- Der eine schlechte KommentarDass 499 Lob abperlen und der eine Verriss bleibt, hat mit eigener Sensibilität und dem Kontext zu tun. Öffentliche Kritik ist besonders schambehaftet – deshalb bleibt sie im Kopf.
- Erst regulieren, dann reagierenSchwitzen und Herzrasen sind Alarmsignale des Nervensystems – der klare Kopf schaltet dann ab. Benenne, was ist („Ich höre deine Kritik und es fällt mir schwer"), nimm dir einen Moment und antworte erst, wenn du wieder ruhig bist.
- Resonanz ist dein SensorDass Kritik dich berührt, ist kein Fehler, sondern ein Hinweis. Prüfe, welcher Teil mit dir resoniert und wirklich zu dir gehört – den Rest darfst du dem Gegenüber zurückgeben.
- Kritik statt VorwurfWillst du selbst etwas ansprechen, beschreibe nur Beobachtbares, zeig in einer Selbstoffenbarung, was es mit dir macht, und bitte um Hilfe – statt mit dem Finger auf dein Gegenüber zu zeigen.
