
Hochsensibel im Job: Was du brauchst, um nicht auszubrennen
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Joël Kaczmarek: High Five Leute, Hier ist Joël und ihr wisst, Am Feel Good Friday geht es um Gesundheitsthemen. Und vielleicht habt ihr mitbekommen, dass ich auch schon mal die ein oder andere Folge rund um das Thema Hochsensibilität aufgenommen habe. Was das ist, können wir gleich mal ganz kurz anreißen, Aber die anderen Folgen verlinke ich euch auch nochmal in den Shownotes. Und heute ist das quasi eine Anwendungsfolge. Das heißt, wenn du ein Mensch bist, der sich für hochsensibel hält oder vielleicht hochsensible Menschen in seinem Team hat,
Joël Kaczmarek: dann ist das perfekt für Dich heute, weil wir sprechen darüber, was... Brauche ich eigentlich im Job, wenn ich hochsensibel bin? Also Perspektive 1 ist, Ich bin selbst hochsensibel. Was sollte eine Arbeit haben, damit ich da gut funktioniere und mich da wohlfühle? Perspektive 2 Kann sein, Du hast Menschen in deinem Team, von denen du weißt, dass Sie hochsensibel sind. Wie bringst du die gut zum Funktionieren? So, und wie das aussieht, das erklärt mir heute die Liebe. Sandra Quedenbaum. Die ist nämlich Traumatherapeutin. Und genau auf dieses Thema spezialisiert, auf Hochsensibilität und auf Trauma und kennt sich bestens damit aus. Also, ich bin schon neugierig. liebe Sandra, hallo, schön, dass du wieder da bist.
Sandra Quedenbaum: Hallo Joël, Herzlichen Dank für die Einladung.
Joël Kaczmarek: Genau, lass uns doch, wie gesagt, nur so einen ganz kurzen Abriss machen, was Hochsensibilität ist, Weil die anderen folgen unter anderem Ja, auch mit dir schon, die verlinke ich dann mal, Dann können die Leute nachhorchen. Aber vielleicht so in einem Satz, dass wir so eine gemeinsame Grundlage haben, wenn wir gleich reden.
Sandra Quedenbaum: Also bei der Hochsensibilität ist es so, dass hochsensible Menschen Reize stärker aufnehmen als durchschnittlich. sensible, die gleichzeitig weniger gefiltert werden. Also, wenn man sich vorstellt, Man ist zum Beispiel auf dem... Markt, Um was einzukaufen, Ist es so, dass ein durchschnittliches Gehirn diese viele Informationen einfach filtert, sodass fünf bis sieben ungefähr da sind, die bewusst wahrgenommen werden. Und bei Hochsensiblen ist es halt so, dass diese Filter halt kleiner ist. Gleichzeitig werden schneller Reize wahrgenommen, Weil sie die Flöhe Husten, hören, weil sie sensorisch besonders stark sind. Und dadurch ist Halt die Herausforderung, dass es halt öfter auch zur Überreizung kommt, dass Halt Reize einfach zu viel sind, wenn man nicht weiß, wie man damit umgehen kann.
Joël Kaczmarek: Okay, also. Das Gehirn filtert weniger aus und es nimmt auch noch schneller auf. Also im Prinzip mehr und schneller, führt sozusagen zu einer hohen Intensität. Und womit sich das noch so koppeln lässt, haben wir, wie gesagt, in den anderen Folgen schon mal angerissen.
Sandra Quedenbaum: Das ist jetzt ein sehr großer Überpunkt, Da gibt es noch viele wie Empathie oder so, Aber ich denke, Zum Einstieg ist das erstmal hilfreich.
Joël Kaczmarek: Weil ich glaube, es verbinden sich ja auch so bestimmte, Ich weiß gar nicht, ob man Charakterzüge, sagt, Aber so ein paar Eigenheiten, wo wir auch im folgenden drauf kommen, werden. Und deswegen würde ich sagen, erzählen wir die gar nicht jetzt, sondern anhand der Themen, Weil. Wir haben uns ja wieder fünf Dinge rausgesucht. Wir werden also im Bereich der Arbeit zum einen über Sinnhaftigkeit reden, was ein ganz wichtiger Punkt ist, dann über die Arbeitsatmosphäre natürlich. Was brauche ich denn da? eigentlich? Auch ganz spannend, Unser drittes Ding wird Konkurrenzverhalten. Also wie, wenn die Ellenbogen ausgefahren werden, Was ist da eigentlich angesagt? Wie verhält sich so eine Person? Dann reden wir noch über Reizmanagement und über Authentizität. Also, das sind heute unsere fünf Dinge, die wir uns auf der Arbeitsebene mal angucken. So, fangen wir doch mal an. Mit Sinnhaftigkeit. Das ist ja irgendwie... Ein schönes und auch, sage ich mal, irgendwie naheliegendes Thema. Ich würde ja sagen, so ein bisschen braucht es, glaube ich, jeder, so eine gewisse Sinnhaftigkeit. Also ich glaube, keiner arbeitet gerne sinnlos. Aber vermutlich ist es bei Hochsensibilität nochmal auf Steroiden, tippe ich mal, oder?
Sandra Quedenbaum: Genau, weil das sehr verknüpft ist mit dem eigenen Sein. Und häufig werde ich gefragt, was sind denn halt? Berufe, die für Hochsensible sind? Hilfreich sind. Ich habe ja auch einen YouTube-Kanal, da kriege ich immer wieder die Anfrage, mach doch mal ein Video, welche Berufe sinnvoll sind. Der Beruf an sich ist aber gar nicht unbedingt so ausschlaggebend. Es kann jeder Beruf sein, wenn da die Sinnhaftigkeit fehlt, Auch wenn der Hochsensible total kompatibel ist, Dann wird ein hochsensibler Mensch, das in diesem Beruf schwer haben, Weil diese Sinnhaftigkeit ist etwas, was halt sehr, antreibt. Es ist viel wichtiger, dass das, was man tut, sinnvoll ist, im Sinne, Es hilft.
Der Welt, Es hilft dem Betrieb, Es wirkt halt, was Positives. Diese eigene Sinnhaftigkeit von wegen, Ich habe mehr Geld, ist da nicht gegeben. Deswegen ist Geld auch nicht unbedingt ein Ausschlagkriterium, Was sinnhaft ergibt. Also die hochsensible Arbeiten für weniger Geld, wenn der Sinn größer ist, sozusagen. Es kann zum Beispiel sein für jemanden, der sein Handwerk total liebt. Und zum Beispiel eine Verkäuferin, die einfach sagt, Mensch, Und wenn denn da die Frauen zu mir ins Geschäft kommen? Und die kommen dann rein und fühlen sich wohl und fühlen sich schön. Und ich kann denen eine angenehme Atmosphäre machen, So, dass sie sich einfach sich selber feiern können, Sich genießen können, in Ruhe Sich Kleidung aussuchen können, die Ihnen gefällt.
Und letztendlich, das eine schöne Begegnung war, die Sie irgendwie... Bereichert hat, die sie glücklich gemacht hatte, Dann ist das für diese Person, was total sinnhaftes und was ganz wichtiges. Und das ist auch, finde ich, was sehr wertvoll ist. Also, das sind dann auch häufig einfach auch diese Leute, die ihr Handwerk total lieben. Und dann sind es manchmal so Handwerke, wo man denkt, naja, das ist jetzt nicht so spannend, Aber wenn die dann erzählen, welchen Sinn sie dahinter sehen? Und diese Zusammenhänge, dann ist das was ganz Großartiges, so. Und wenn das fehlt, dann ist das was sehr kräftezehrendes, weil das ein ganz wichtiger Motor ist. Für Hochsensible in Aktion zu gehen. Die Hochsensible arbeiten gerne sehr engagiert, sehr professionell, haben einen sehr hohen Anspruch.
Und wenn der Sinn aber fehlt, dann wird es ganz zäh, ganz anstrengend, weil sie sich dann immer wieder selber in Frage stellen. Es ist letztendlich eigentlich immer ein Kampf gegen sich selbst.
Joël Kaczmarek: Verstehe, also, damit ist gar nicht so direkt gemeint. Es muss jetzt so eine Weltrettungsmission sein, was weiß ich, ich rette gefährdete Arten oder ich bekämpfe den Klimawandel,
Joël Kaczmarek: sondern es ist einfach so, Es hat sozusagen eine Bedeutung, also Es verändert etwas zum Besseren. Es gibt sozusagen, Man sieht einen Sinn darin, was man da tut. Also egal, ob es jetzt das ist, was du gerade geschildert hast, Ich bereite Menschen eine schöne Zeit, oder ich trage irgendeine Veränderung in die Welt. Also darum geht es, dass es ganz den Sinn hat, dass es nicht sinnlos ist, dass sozusagen nicht Arbeit um der Selbstwillen ist.
Sandra Quedenbaum: Genau. Also, ich habe zum Beispiel und viele Menschen im Coaching gehabt, die sind im Vertrieb gewesen, im Versicherungsverkauf. Und als sie angefangen haben, da haben Sie Ihren Job noch sehr sinnvoll empfunden, weil sie das Gefühl hatten, Mensch, Ich verkaufe hier günstig, Also passende Produkte, die einfach hilfreich sind für die Leute. Und mit der Entwicklung dieser Versicherung war es wohl immer mehr so, dass es mehr auf Quote ging, auf Abschlagszahlen. Und die mussten halt zusehen, dass sie möglichst vielen Leuten möglichst viel verkaufen. Und dann halt doch einfach auch. Ganz gezielt eine Oma mehr verkaufen, als sie eigentlich bräuchte, zum Beispiel. Und da haben Hochsensible es total schwer. Das ist dann auch, das sind häufig, sind HSP, Das steht für hochsensible Personen, Sehr gute Verkäufer, weil die Halt sehr empathisch sind, weil die gut spüren können, was das gegenüber braucht, weil die gut auf das Gegenüber eingehen können und sind da sehr erfolgreich. Wenn aber denn solche Sachen sind, dass Sie etwas, wo Sie sagen, wenn ich jetzt diese Versicherung verkaufe, das macht überhaupt keinen Sinn, dann schlägt es genau über, Weil das bringt dann in die Erstarrung, dann fehlt die Lust und fehlt die Begeisterung. Und dann wird es halt einfach schwer und Kräfte zerren und letztendlich auch sehr ungesund für hochsensible Menschen. dann.
Joël Kaczmarek: Das kann ich total nachvollziehen. Mir geht es auch, so, Ich merke immer, wenn ich was verkaufe, wo ich nicht dran, glaube, das mache ich dann einfach nicht. Dann ist es so ein bisschen wie angezogene Handbremse,
Joël Kaczmarek: weil. Es muss sozusagen, so mit meinem Wertekompass übereinstimmen und dass ich das Gefühl habe, dass es einen Mehrwert stiftet. Wenn das der Fall ist, dann kriege ich auch immer ganz oft gespiegelt, Oh wow, das ist irgendwie so mitreißend, was du da erzählst. Du sagst jetzt so begeistert, Die Augen leuchten und das ist total glaubwürdig, was du da sagst. Wenn ich das nicht tue, also? Ich fange da meistens gar nicht erst an, weil ich dann so merke, genau wie du beschreibst, wenn die Oma jetzt noch eine Hausratsversicherung kriegt, obwohl sie in den nächsten Monaten das heimzieht, so ungefähr, dann ist das irgendwie nicht kompatibel. Das heißt, Beim Thema Sinnhaftigkeit kommt mir ja noch so die Frage, welche Rolle spielt denn Moral? Weil Moral ist ja da ein bisschen was Mitschwang, gerade.
Sandra Quedenbaum: Das ist etwas, was einfach ganz stark zusammenhängt. HSP haben ein sehr starkes Wertesystem, auch sehr eigene Werte. Und da ist zum Beispiel sowas wie Ehrlichkeit und Sinnhaftigkeit einfach ganz oben. Und wenn ich jetzt etwas, so wie du gesagt, hast, verkaufen muss. Und manchmal hat man ja vielleicht auch jobmäßig nicht unbedingt die Wahl. Du hast ja jetzt das Privileg, dass du das Aussuchen kannst. Aber wenn du angestellt bist, kannst du das ja nicht unbedingt aussuchen. Kannst natürlich kündigen, aber es ist ja nicht unbedingt gleich, wenn das Mal passiert, dass du dann gleich verschalten darfst. Dann kündige ich oder so. Sondern das ist jetzt auch ein Prozess. Und da ist es halt so, dass wenn ein hochsensibler Mensch denn jetzt, sag ich mal, So eine Versicherung verkauft, Dann ist es nicht so, dass sie dann abschalten kann.
Und sagen, naja, habe ich jetzt verkauft, okay, war halt so. Sondern das ist immer wieder im Gedanken, Mensch, Und das habe ich gemacht und das war nicht korrekt. Und dann tut einem diese Oma leid, die da ausgenutzt wurde oder wie auch immer. Und das schwingt dann immer mit. Und diese Gedanken, denn jeder neue Verkauf, wo man das dann machen muss, packt es nochmal drauf, und dann wird es immer schwerer und immer schwerer. Und dann fühlt es sich so an, als würde man sich selber verkaufen. Weil diese Moral, weil diese Wertevorstellungen einfach sehr wichtig für HSP sind. Die sind nicht so gut darin zu sagen, ist mir auch egal, Die sind ja erwachsen oder so, sondern da ist auch ganz viel Verantwortung mit drin.
Joël Kaczmarek: Wo führt das hin, wenn ich da sozusagen als HSPler gegen diesen Wert arbeite? Also ist es dann irgendwie, Die Kündigung ist unausweichlich. Oder brennen die Leute aus oder stumpfen die ab? Was macht das mit denen, wenn die dagegen handeln?
Sandra Quedenbaum: Also wenn die dagegen handeln, ist es letztendlich immer wieder wie ein Kampf gegen sich selbst. Und das ist total anstrengend. Und das sorgt dann dafür, dass die Stück für Stück ins Burnout gehen, dass sie ausbrennen. Dass sie erst auf die die Freude am Job verlieren. Und wenn sie dann an den Job halt gebunden sind und machen weiter, dann kostet es immer mehr Kraft, Dann kommen irgendwann körperliche Einschränkungen, Verspannungen, Sie können nicht mehr schlafen, Der Kopf dreht sich die ganze Zeit darum, Oh, Mensch, ich muss diese Sachen machen und ähnliches. Und das ist sozusagen vorprogrammiert, dann ins Burnout zu gehen. Obwohl die Arbeit an sich vielleicht sonst total toll ist und gar nicht so anstrengend ist. Oder so, dass man sagt, boah, da ist jetzt jemand, der ist so am Rumpen. arbeiten, rumkloppen, Dass der Halt ausgebrannt ist, sondern dieser Zustand, das auszuhalten, kostet unheimlich Kraft, weil letztendlich ist es immer, kann man sich vorstellen, als wenn man immer gegen sich selber kämpft.
Joël Kaczmarek: Also, es ist gar nicht so sehr ein Ausbrennen durch Last, sondern eher durch emotionalen Konflikt sozusagen.
Sandra Quedenbaum: Genau.
Joël Kaczmarek: Stimmt. Okay.
Sandra Quedenbaum: Es kann zum Beispiel auch sein, dass jemand auf der Arbeit, Ich hatte auch mal einen Kunden, der war, nee, die Firma kann ich jetzt nicht sagen, aber der Halt, das war's. angestellt. Er hat gesagt, er hat, eigentlich wird er, er wird super bezahlt, aber hat total wenig zu tun. Und da ging es halt. Über dieses Boreout, gibt es ja auch, also, dass es halt zu langweilig ist auf der Arbeit. Und das ist einfach überhaupt nicht gerechtfertigt, dass ich das bekomme. Und hier sind andere, Die kriegen viel weniger Gehalt und sind die ganze Zeit. Am Kloppen, Arbeiten, Schicht und Sowas. Und ich sitze hier und mache eigentlich viel zu wenig, da ist immer dieses schlechte Gewissen damit bei. Und während schlechtes Gewissen kennt, der weiß, wie das körperlich sich auch niederschlagen kann, wenn man schlechtes Gewissen hat. Das kann ja richtig schmerzhaft sein.
Joël Kaczmarek: Okay, also? Bis dahin geht es Sinn auch, dass es auch irgendwie quasi ein richtiges Verhältnis geben muss. Zwischen dem, was ich leiste und dem, wie viel ich da bezahlt werde und wie das im Vergleich zu anderen ist. Also bis auf solche Ebenen trägt sich das?
Sandra Quedenbaum: Genau, weil ein durchschnittlicher, Sensibler würde dann häufiger sagen, ist doch egal, Ich kriege mein Geld, da habe ich doch Glück, so wenig ich machen muss. Und beim HSP ist halt immer dieses Moralische auch zu gucken, Wie geht es den anderen, Was machen die im positiven Sinne zu Sachen, ist es gerecht. Gerechtigkeit ist zum Beispiel auch ein ganz hoher Wert. Und wenn ich mir da eine ruhige Kugel schiebe und einfach gar nicht, so gut wie gar nicht arbeite, Dafür total hoch bezahlt werde, Dann ist es ungerecht, und das ist dann halt wieder. was, was die Sinnhaftigkeit wieder infrage stellt. Und dann ist es so eine Wertekette, letztendlich.
Joël Kaczmarek: Wahrscheinlich auch umgekehrt, wenn ich irgendwie einen extraordinary Job mache, also außergewöhnlich und werde schlechter bezahlt als jemand, der in meinen Augen einen schlechteren Job macht, dann ist es ja wahrscheinlich eher ähnlich, sozusagen destruktiv. Also zumindest ertappe ich mich dabei, dass ich da immer sehr sensitiv bin, weil ich das Gefühl habe, Jemand wird da überbezahlt oder andere Leute sind besser, und jemand ist sozusagen aber so ein Outperformer. Oder ist das falsch?
Sandra Quedenbaum: Also ich beobachte das... Eher häufiger, dass es bei solchen Vergleichen mit anderen, Weil das ist ja wieder Konkurrenz, zu gucken, Was macht der andere. Diesen Blick haben die erst gar nicht. Das ist natürlich faktisch, so. Und gleichzeitig ist da aber gar nicht so der Fokus drauf. Das ist da weniger Thema. Gibt es natürlich auch, Aber würde ich jetzt nicht sagen, ist was typisch hochsensibles.
Joël Kaczmarek: Verstehe. Okay, Bereich 1 abgeschlossen, Sinnhaftigkeit. Jetzt haben wir das Zweite. Und es ist ja so, wo man glaube, ich als erstes dran, denkt, Arbeitsatmosphäre. Also Nebengehalt und so, klar. Wenn man sich einen neuen Job aussucht, ist das erste, Was verdiene ich, was sind meine Aufgaben? Und dann ist aber, glaube ich so, die Atmosphäre. Also da so reinzukommen, Wie ist es mit den KollegInnen, Wie fühlt sich das Büro an? Oder die Arbeitsstätte. Was ist denn da wichtig, wenn ich jetzt HSPler bin für so eine Arbeitsatmosphäre?
Sandra Quedenbaum: Im wahrsten Sinne des Wortes ist die Atmosphäre das Miteinander ganz wichtig, weil HSP haben ein sehr gutes Gespür für Stimmungen, für Spannungen. Die können gut zwischen den Zeilen lesen, wenn E-Mails geschrieben sind, wo vielleicht noch irgendwie nachgehakt wird, wo Fingerpointing gemacht wird, Wo versteckte Vorwürfe sind und solche Sachen. Und das nehmen die sehr wohl wahr, wenn Kollegen untereinander halt irgendwie gegeneinander arbeiten. Das muss die gar nicht selber betreffen. Es langt schon, in einer Atmosphäre zu sein, wo andere miteinander so zu arbeiten. Wenn man sich vorstellt, Man ist irgendwie im Büro mit vier Leuten. Und dann sind da zwei, die sich halt irgendwie nicht grün sind.
Das ist für HSP den Topf. Total anstrengend, Obwohl die sich vielleicht mit allen gut verstehen. Das ist häufig so, dass HSP dann auch so Vermittler sind. Die kommen dann mit dem einen gut zurecht und mit dem anderen gut zurecht. Und dann vermitteln die da so, dass sie wieder zueinander kommen. Und gleichzeitig ist es aber, in so einer Atmosphäre zu arbeiten. Total anstrengend. Weil es ist ein Stück weit sind die immer eigentlich mit im Konflikt. Wenn Sie selber einen Konflikt haben, noch viel mehr. Oder wenn Sie einen Chef haben, der Halt irgendwie diktatorisch ist oder so. Wenn es HSP brauchen, So Arbeit auf Augenhöhe. Und auch mit dem Chef. Das heißt, die sind total loyal, wenn Sie mit dem...
Die Der Chef hat, einhergehen. Also, wenn Sie d'accord gehen, dann sind Sie super loyal. Wenn die aber was machen, müssen vom Chef aus, was Sie mit ihren Werten nicht geht, dann wird es total schwierig. Dann sind die nicht illoyal, aber dann kommt halt wieder. Dieses Kämpfen gegen sich selber, kämpfen gegen die eigene Persönlichkeit. Und dann wird es wieder schwer.
Joël Kaczmarek: Ich kann das von mir total nachvollziehen. Also, ich weiß gar nicht, ob ich es erwähnt habe, Aber offensichtlich falle ich auch in diese Kategorie hochsensibel. Und ich habe mich immer für führungsunfähig gehalten, also, dass ich nicht geführt werden kann, weil mir geht es genau, so, wenn jemand mir eine Entscheidung vorgibt, die ich völlig sinnfrei finde, dann kann ich die nicht umsetzen. Oder da ströbt sich alles gegen mich. Ich weiß noch, ich hatte mal einen Chef, Der hat dann mal gesagt, ich sag so, ja, Aber wenn wir es so und so machen, ist ja viel sinnhafter. Ja, stimmt, aber ich bin der Chef der Firmengruppe, hat er dann mal gesagt. Und ich sag so, ja, wieso, was soll das jetzt heißen? Ja, wir machen das so, dass es mir dabei gut geht, dass ich sozusagen hier optimal durcharbeiten kann. Ich sag so, ja, aber du weißt schon, dass mir es dadurch schlecht geht. Und anderen ja auch. Also, das geht auf unsere Lasten, dass du jetzt gerade einen guten Effekt hast. Ja, natürlich, aber ich bin der Chef der Firmengruppe. Und das ist so für mich so ein, da stellen sich mir die Nackenhaare auch. Bist du blöder? Natürlich nicht. Gibt es gar nicht. So, was ist denn das hier? Also, das ist so ein bisschen, was du mit diesem Gedanken auch meinst. Dieses auf Augenhöhe sein, Team, Sinnhaftigkeit. Da kommt sozusagen der erste Punkt richtig, auch nochmal mit reingezogen.
Sandra Quedenbaum: Genau. Daran sieht man auch, dass HSP häufig wirklich sehr gute Führungskräfte sind. Weil die Halt erstmal den Überblick gut haben. Die haben alle Leute im Blick und die Gucken halt. Das große Ganze an und das Zusammenspiel an. Und die würden nicht so eine Entscheidung treffen, die für sie selbst gut ist und für die anderen nicht. Sondern da würden immer geguckt, wo kann man Kompromisse haben. Und ich denke, gerade in Führungspositionen sind hochsensible. Total hilfreich für diese ganzen Social Skills, die ja wichtig sind und die häufig ja durch Vorgesetzte kaputt gemacht werden, Weil die gar nicht in der Lage sind, das zu halten.
Joël Kaczmarek: Ich habe ja sogar manchmal den Effekt, dass manche Leute bestaunen, wie selbstkritisch ich an manchen Sachen bin, an manchen Bereichen. An manchen Ecken bin, wie auch immer. Also wenn ich in so einem Austausch bin, dass ich dann manchmal sage, du guck, mal, Ich finde das Thema schwierig. Ich weiß, ich habe da das und das falsch gemacht, ABC. Und dann bist du darauf eingegangen. Und mein Gedanke ist jetzt folgend, Und das ist für die manchmal so völlig unverständlich, dass ich in so eine Selbstreflexion reingehe. Dass ich jetzt erstens Mal vor der eigenen Tür kehre und sage, naja, okay, Da habe ich irgendwie Kacke gemacht, das hätte ich anders sagen können und so, sehe ich ein, aber oder und. Und das kennen die gar nicht. Also, es scheint irgendwie so ein bisschen, Ich weiß nicht, Ob das jetzt in meiner Vita eine Besonderheit ist oder ob sich das mit diesem mit diesem Hochsensiblen verbindet?
Sandra Quedenbaum: Also das ist was ganz typisch. Hochsensibles, ist die Selbstreflexion. Die fangen schon von ganz klein auf, an, sich selbst zu reflektieren. Also schon im Kindergarten, Wo Sie dann, wenn Streit war oder so, dass sie sich immer auch selber hinterfragen. Das ist super spannend. Ich habe halt jetzt keine kleine Tochter mehr, Jetzt wird sie 18. Aber wie früh die schon, Ich bin halt Erzieherin, ich kenne halt viele Kinder im Vergleich, so. Und wie früh hochsensible Kinder wirklich sich selbst reflektieren und Gedanken machen, wie sie wirken, Wie Zusammenhänge wirken. Das ist auch ein schöner Vorteil, den Sie haben, wenn Sie irgendwann vielleicht mal später in Therapie gehen. Dann haben die schon ganz, ganz viel Vorarbeit getan. Deswegen geht nach meiner Beobachtung eine Therapie einfach auch schneller, weil die sind schon viel weiter als durchschnittlich. sensible, wenn die irgendwie mit 30 oder so in eine Therapie kommen.
Joël Kaczmarek: Okay. Dann denke ich jetzt so, wenn sozusagen schon die Teamstimmung so wichtig ist, Also, was wir ja gerade gesprochen haben, eigentlich Stimmung, Dann muss ja so eine toxische Arbeitskultur quasi so das absolute No-Go sein für jemanden, der hochsensibel ist, oder?
Sandra Quedenbaum: Ja, wenn das Toxisch ist, wenn das so viel auch mit Konkurrenz ist oder wenn so ein Hauen und Stechen, Sticheleien und sowas, das ist Hölle. Die HSP mögen es dann gerne, wenn dann Sachen einfach klar sachlich angesprochen werden, dann kann man gucken, okay, was können wir tun, wie können wir ein Problem lösen, Aber wenn dann dieses hier, du hast das gemacht, du hast das gemacht. Es wird gar nicht auf das Problem geguckt, sondern es wird nur von sich weggeschoben, so zum anderen hin, dass man bloß selber nicht verantwortlich ist. Das ist für HSP oft schwierig. Die können selber dann sehr gut sagen, Na, ja, da müsste ich das anders machen oder so, aber das machen halt andere nicht. Und das wird dann zum Teil aber auch noch gegen sie verwendet. Weil die Leute, die Halt ihre Verantwortung abschieben wollen, wenn dann einer sagt, nee, Da IN die... In die Selbstreflexion geht, ist natürlich dann auch erstmal angreifbarer. Ein guter Punkt, wo man dann sagen kann, ja, aber guck mal, du hast ja selber gesagt.
Joël Kaczmarek: Ist es dann so in der Konsequenz? so, dass Leute, die hochsensibel sind, dass das so eine Weichflöten sind? Also sind die so ein bisschen in diesem Haifischbecken-Arbeit dann zum Scheitern verurteilt, weil sie gerade nicht so diese Ellenbogen-Mentalität haben, weil sie dieses Harmonische brauchen, weil Sie diese Stimmung merken. Und also ist das ein Nachteil, oder ist das eine Fehldenke?
Sandra Quedenbaum: Es kommt darauf an, wie gut HSP bei sich selber sind und wie gut sie sich abgrenzen können. Also normalerweise, wenn alles gut läuft, hat eine hochsensible Person, einen sehr guten Vorteil, Dass sie sehr die eigenen Grenzen wahrnimmt, sehr gut, andere Grenzen wahrnimmt und deswegen sehr schnell auch sagen kann, hier ist Stopp, Hier ist eine Grenze überschritten und das dann kommuniziert. Oder ich brauche hier was anderes, oder da kann ich jetzt nicht zuarbeiten, da brauche ich erstmal mehr Informationen. Oder wie auch immer. Wenn WIR aber... Die Erfahrung gemacht haben, dass vielleicht in der Hochsensibilität unsere Ganzen Unser sein immer in Frage gestellt wurde, so nach dem Motto, Du bist zu empfindlich und jetzt Stell dich nicht so an, du machst doch schon mal, Andere können das doch auch, denn passiert bei Hochsensiblen, dass sie halt ihre eigenen Bedürfnisse halt hinten anstellen und nicht ernst nehmen oder vielmehr nicht warnen, die nehmen Sie wahr, aber Sie nehmen Sie nicht ernst.
Und dann kann es schwierig werden, Weil dann fehlt halt diese Abgrenzung. Jemand, der da fest ist, in der Abgrenzung, der da ein gutes Grenzgefühl hat. Und es gibt viele Hochsensible, die das auch haben, einfach, weil sie ein Umfeld hatten, in dem Sie groß geworden ist, wo das sein durfte, wo das unterstützt wurde, Dann sind die gerade besonders klar, im Grenzen zu wahren. Das macht sie ja auch so gut in Konflikten. Zum Beispiel, dass Grenzen nicht überschritten werden oder anderen sehr taktvoll zu sagen, wo vielleicht Grenzen, anders sind, als Sie Sie wahrnehmen oder so, weil Sie das eben so können.
Joël Kaczmarek: Dann lass uns doch mal diesen dritten Bereich jetzt etwas anschauen. Wir haben es ja schon angerissen, Konkurrenzverhalten. Also was braucht jemand, der HSPlerin oder HSPler? ist, in Sachen Konkurrenz untereinander? Was ist da wichtig?
Sandra Quedenbaum: Also wichtig ist eigentlich, dass keine Konkurrenz da ist, in dem Sinne. Früher mein ehemaliger Chef hat immer gesagt, ja, unsere Mitbewerber. Und da geht es, das sind halt einfach. Kollegen. Und es geht darum, gemeinsam etwas zu machen. Und jeder gibt sozusagen sein Bestes. Der eine hat da Vorteile, der andere hat da Vorteile, und es geht weniger um den Vergleich. Und dieses in Konkurrenz gehen, immer verglichen werden. Mit den anderen, ist für HSP total unangenehm. Wenn ich auf Konkurrenz gehe, dann muss ich mich immer erheben. Das möchte ein HSP nicht. Also der hat in der Regel keine Interesse daran, irgendjemanden kleiner zu machen oder so. Im Gegenteil, es sind eher so, dass es auch dann die Leute sind, Die Leute auch pushen und sagen, hier guck mal, das hast du gut gemacht, mach mal mehr und da empathisch unterstützen und Leute noch protegieren.
Und wenn es aber so ist, dass sie in einem Umfeld sind, wo die Ellenbogen ausgefahren sind, Da ist dann häufig passiert, dass HSP, weil die das, was Sie alles machen, häufig gar nicht kommunizieren. Das andere denn, das, was die HSP gemacht haben, ist, als Ihr es verkaufen, das ist was, was ich immer wieder erlebe, so, Die Schaumschläger, die Halt viel sagen, aber nicht so viel machen, verkaufen dann einfach die Ideen, zum Beispiel von den Hochsensibler oder so, als ihr es. Und ein HSP ist denn, weil das so gar nicht in das Wertesystem passt. Und es steht dann, was ist das denn? Jetzt sind wir hier in einer Dienstbesprechung, Die Person erzählt hier das, was ich ihr erzählt, habe, irgendwie als seine Idee.
Und so eine Fassungslosigkeit, weil das einfach in dem eigenen moralischen System so einfach unvorstellbar ist, Sowas zu machen. Und das gehört ja auch alles mit zur Konkurrenz. Also, wie kann man jemanden klein halten? Wie kann ich mich auf den Schultern des anderen höher heben?
Joël Kaczmarek: Und sag mal, was ist denn aber in so Umgebungen, wo hohe Konkurrenz angesagt ist? Weil ich hatte ja irgendwie auch mal den Holger Fischer zu Gast, der hat so über Erfolg gesprochen, Der hat sich ja sogar zu der Theorie versteift, dass er meint, oder verstiegen, also, ich will das gar nicht negativ, meinen, Seine Theorie ist, dass zum Beispiel im Spitzensport eigentlich fast nur noch hochsensible sind. Wenn bei denen noch das Thema Hochgeschwindigkeit mit dazu kommt, Sind das eigentlich die einzigen, die auf diesem hochgradig fortgeschrittenen sportlichen Level noch performen können, Weil Sie diese Sachen Halt so schnell prozessieren, weil sie so viele Details merken und das so schnell machen. Und das widerspricht ja aber so ein bisschen diesem Konkurrenzthema, was wir gerade besprochen haben. Also würdest du sagen, hat er da recht? Ist es sozusagen ein bisschen Exot oder ist es ausgeschlossen, dass man HSPler in konkurrenzintensiven Situationen sieht?
Sandra Quedenbaum: Das hieße denn ja, dass wenn im Umkehrschluss, dass jeder, der Halt erfolgreicher Spitzensportler ist, Gleichzeitig auch ein Konkurrenzgefühl hat. Ich denke schon, dass es einige Sportler gibt, wo es nicht darum geht, ich muss jetzt. Besser sein, sondern die geben ihr Bestes, Die wollen gut sein, aber die freuen sich auch, wenn jemand anders das macht. Das ist einfach ein anderes Herangehensweise. Klar ist der Anspruch dran, die Sachen gut zu machen. HSP sind auch häufig Perfektionisten, und die wollen ihre Sachen gut machen. Und wenn es denn besser ist als die anderen, freuen Sie sich auch. Aber es geht halt nicht, so, ich bin jetzt besser und du bist nichts. Diese Wertigkeit ist halt nicht da. drin. Und wenn denn der andere einfach eine Leistung besser gemacht hat, dann wird das auch gewürdigt. Dann kann man vielleicht sagen, scheiße, ich hätte es so gerne gehabt, Aber man gönnt es den anderen Halt auch.
Joël Kaczmarek: Also du meinst damit Leistungsorientierung und jetzt nicht so auf das Gegenüber bezogen, sondern auf die Leistung. Ist man dann trotzdem kompetitiv als
Sandra Quedenbaum: Hochsensibler? Wenn du mir verrätst, was das heißt, das Wort kenne ich nicht.
Joël Kaczmarek: Und kompetitiv heißt eigentlich genau dieses, Ich begebe mich in einen Wettbewerb mit anderen und möchte schauen, ob ich der Beste oder die Beste bin.
Sandra Quedenbaum: Das schon, so im Sinne von einfach. Auch Spaß haben an einem Wettbewerb, schon. Gleichzeitig ist es aber, Die Freude ist da, etwas Gutes erreicht zu haben, Aber es geht nicht darum, oh, ich war jetzt besser als die anderen.
Joël Kaczmarek: Es geht nicht auf Kosten von jemand anderem.
Sandra Quedenbaum: Genau, es geht wirklich die Freude über das eigene Schaffen und nicht die Freude darüber, dass die anderen aber schlechter waren.
Joël Kaczmarek: Wir haben jetzt über Sinnhaftigkeit gesprochen, dass es den Leuten wichtig ist, dass es einen gewissen Sinn hat und wir haben über Werte geredet, Also Was wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Sinnhaftigkeit. Also, das kommt ja schon mal zusammen, und wenn man das dann aufs Thema Konkurrenzverhalten überträgt, verstehe ich, was du sagst, dass halt der Gedanke ist, leistungsorientiert zu sein, Aber jetzt nicht auf Kosten anderer, sondern um der Leistung willen, Also, um das Sozusagen etwas sein Bestes zu geben. Und jetzt würde ich gerne mit dir so in diesen ganzen vierten Bereich mal eintreten. Nämlich das ganze Thema Reizmanagement, Weil damit haben wir ja im Prinzip angefangen, dass du gesagt hast, naja, Die empfangen mehr und die empfangen schneller. Dann ist ja das Managen von Reizen. Ich habe gerade so gedacht vorhin, so ja, Die traumhafte Umgebung ist wahrscheinlich so schön. Großraumbüro. Und immer kommt jemand an deinen Tisch, wenn du Hochsensibler bist. Aber was würdest du denn da sagen? Also was ist denn rund um Reizmanagement? etwas, was ich da wissen sollte?
Sandra Quedenbaum: Also erstmal zum Eingang, möchte ich dazu sagen, dass das ein ganz, ganz wichtiges Thema ist, Häufig ist das, so das Haupt Hauptthema, was genannt wird, wenn es um Berufe mit Hochsensiblen geht, dass Sie ja darauf achten müssen, auf diese Reize, dass das nicht zu viel ist. Und das stimmt auch und gleichzeitig, aber auch jein. HSP nehmen mehr Reize auf, Können die weniger filtern. Wenn du Dir vorstellst, Die sind im Großraumbüro, viel Trubel, drumherum, viel Bewegung, drumherum, Das ist dann leicht, viel zu viel und viel zu anstrengend. Dann kommen die nach Hause und sind völlig platt, wenn sie nicht vorher schon irgendwie während der Arbeit auf Klo gehen. Und erstmal...
durchschnaufen, um runterzukommen. Zum Beispiel Koch, Da ist es heiß, da ist es laut, da ist es hektisch. Also alles, da sind es Multitasking, alles, was HSP nicht so gut finden. Und da ist das, was ich ganz wichtig finde. Wenn aber die Sinnhaftigkeit, diese Werte so groß, da sind, dann kann es sein, dass es, Obwohl es diese Arbeitsstelle ist, wo man sagt, normalerweise für HSP überhaupt nicht kompatibel, Wenn das aber das übersteigt, dann ist das auch ganz oft auch möglich. Ich habe zum Beispiel eine Kundin, die ist Köchin und die liebt das total. Die ist, Wenn die erzählt über ihren Job, dann ist es ein bisschen wie diese Ratatouille in den Filmen, die das so liebt mit dem Kochen und so. Und das ist für sie etwas Hochkreatives.
Und weil sie das so liebt, kann sie das andere einfach viel besser nehmen. Das ist für sie natürlich auch super anstrengend und auch anstrengender als für durchschnittlich Sensible, was sie macht. Dass sie sich aber... Die Die Umgebung So schafft, dass sie das aushalten kann, dass Sie wirklich ganz strikt, dann auch auf ihre Pausen guckt, dass wenn Sie zu Hause ist, Dann geht sie halt Gärtnern und macht einfach ganz ruhig im Garten und muckelt Da rum, ohne irgendwelchen großen Anspruch und gibt einen Gegenpart, damit Sie das, was Sie so liebt, trotz der Reize machen kann. Oder dass sie, die hat, dann so In-Ear, das sind, so Ringe, die Filtern Halt Lautstärke, Dass man das Reden noch hört, Aber diese ganzen anderen Geräusche ausgefiltert werden und solche Sachen.
Und von daher finde ich es immer schwierig zu sagen, was sind bestimmte hochsensiblen Berufe. Deswegen habe ich auch noch nicht ein Video darüber gemacht, weil ich finde, so richtig wirklich gibt es das nicht. Also schon gibt es Sachen, die einfacher sind, wenn es halt eine ruhige Arbeitsumgebung ist. Und gleichzeitig kann das der perfekte Job für einen Hochsensiblen sein von dieser Reizüberflutung oder Reizüberflutung nicht. Um Gottes willen genau das Gegenteil. Also von den Reizen, wenn dann aber Werte nicht stimmen oder. Wenn sie nicht authentisch sein können oder ein ähnliches Konkurrenzkampf da ist, dann ist dieser Job nicht geeignet. Und wenn aber dieses andere, diese Authentizität da drin ist, Diese Werte da drin sind.
Und das passt alles so doll. Und die lieben das so doll, dass sie diesen Beruf trotzdem lieben, Dann können die auch das auf einmal aushalten. Also deswegen finde ich das, würde ich das nie, wenn jetzt, also? Ich habe das manchmal im Coaching. Dann sagen, sagen die, Ich würde gerne diesen und diesen Beruf machen, Aber das wäre ja viel zu viel. Und da würde ich eher sagen, nee, Probier es erstmal, guck, wie es ist, mach ein Praktikum, Schaust dir an, ob du es machen kannst. Und manchmal ist es dann so, dann ist es wirklich zu viel. Und manchmal ist es dann so, dass sie sagen, Mensch, und es geht. Und dann guckt man halt, wie man mit den Herausforderungen, die es hat, einfach umgeht und da Wege findet.
Und dann können die das machen.
Joël Kaczmarek: Also, es ist eigentlich ein bisschen wie so eine Vierfelder-Matrix. Auf der einen Achse hast du sozusagen die Intensität in Sachen Reize und auf der anderen Achse hast du die Sinnhaftigkeit. Und dann hast du ja vier Quadranten, kannst quasi sagen... Hohe Reize, aber hohe Sinnhaftigkeit funktioniert, niedrige Reize und hohe Sinnhaftigkeit funktioniert und am Schlechtesten ist sozusagen niedrige Sinnhaftigkeit und hohe Reize, weil dann bist du sozusagen vom Input her, übersteuert, Aber hast nicht dieses Ausgleichsmoment, dass es sich sinnhaft anfühlt, was ich da tue. Genau,
Sandra Quedenbaum: das ist ein sehr schönes Bild dafür, genau.
Joël Kaczmarek: Aber das setzt ja auch im Glück ein bisschen voraus, habe ich gerade so gedacht, wenn du jemanden bei dir sitzen, hast, dass die Leute sozusagen, so diese eigenen Signale auch irgendwie lesen können müssen. Und das, was bei Ihnen sozusagen, innerlich vorgeht, interpretieren. Weil manchmal hat man das ja, dass man so erschöpft ist und weiß gar nicht, warum. Und wenn du dieses Thema hast, dass du hochsensibel bist, also erstmal zu wissen, dass das Kind einen Namen hat und dann, was sich damit verbindet und dann zu verstehen, was brauche ich eigentlich. Das ist ja eine ganz schöne sozusagen. Eindruckskette, die da erstmal zusammenkommen muss.
Sandra Quedenbaum: Häufig ist, so das Bild, das viele von Hochsensibler haben, das sind halt eher so, dass Hochsensible so Mimosen sind und eher immer mit Samthandschuhen angefasst werden müssen und nichts vertragen. Und das ist einfach nicht so. Das gibt es natürlich auch. Dann ist es aber in der Regel nach meiner Erfahrung, so, dass da ein Zusammenhang ist, dass da meistens auch Traumaerfahrungen mit im Paket sind. Da haben wir auch schon einen Podcast drüber gemacht, Weil wenn Hochsensibilität und Traumaerfahrungen dazukommen, Dann ist das Nervensystem einfach sehr, sehr stark belastet, so. Und wenn das aber nicht ist, dann ist es so, dass HSP, Die haben ein sehr gutes Körpergefühl, und die sehen sehr schnell ihre Grenzen.
Das ist zum Beispiel auch bei HSP, dass die im Körper sehr gut spüren, wenn da irgendwas nicht stimmt. Also gesundheitlich oder so. Lange noch, bevor der Arzt das feststellen kann. Wissen die, hier, da muss mal was geguckt werden. Und da sind die besonders gut. Und wenn die nicht das verlernt haben, weil gesagt haben, ey, du spinnst, Also, weil denen das gesagt wird. Wurde und die damals nicht ernst genommen worden sind als kleines Kind, Dann können die das auch noch, und dann können die sehr gut darauf achten. Und dann muss man halt beim Job, wenn der Halt auch erstmal so nicht so hochsensible kompatibel wirkt, gucken, okay, die und die Herausforderungen sind da, was kann ich konkret tun, um damit gut umzugehen.
Und dann sind viele Jobs möglich, wo man erstmal sagt, nicht. Ich habe zum Beispiel mal eine Kundin gehabt, Die hat sich denn In der Mittagspause in dem Notfallraum, hat sie dann sich den reserviert, Da konnte sie dann rein, und dann hat sie einfach eine halbe Stunde geschlafen. In der Mittagspause. Und danach war die total fit. Und bevor sie ins Coaching kam, wollte sie kündigen, weil es ihr zu viel war, weil sie gesagt hatte, Sie kann das nicht mehr tragen. Und sie hat auch überhaupt, bis sie natürlich reinkam, hatte überhaupt keine Vorstellung, wie Sie das machen kann. Und eigentlich ging es darum, was nehme ich jetzt für einen neuen Job, wo soll es hingehen. Und dann haben wir da dran halt gearbeitet, weil es halt sehr merkbar war, die hat ihren Job eigentlich geliebt, die wollte da nicht weg, weil Atmosphäre, alles stimmte, Die Arbeit fand sie toll und alles.
Es war halt nur, dass sie einfach mehr Ruhe zwischendurch brauchte. Und dann hat sich das eingerichtet. Und jetzt ist sie total glücklich. Und ganz viele körperliche Beschwerden sind damit dann auch weniger geworden.
Joël Kaczmarek: Ja, das ist wirklich interessant, weil. Ich habe mich gerade so erinnert gefühlt, ich bin, wenn ich bei meinem Chiropraktiker bin, der feiert mich immer, Ärzte lieben mich, weil ich halt immer so sehr spezifisch sagen kann, was, wo los ist und auf so einem Niveau. Dass die manchmal gar nicht glauben, dass ich das gerade merke. Ich weiß nicht, ob man MRT gemacht hat, Der Arzt hat gesagt, da ist nichts zu sehen, war eine teure Untersuchung, und ich lese mir die Unterlagen durch. Und genau an der Stelle, wo ich was ist, war eine kleine Ablagerung oder irgendwas in der Art. Und ich dachte, das ist doch genau das. Und dann bin ich zu jemandem hingegangen, der damit arbeiten konnte, ist so Patin, zack, war es gelöst. Und der Chiro sitzt auch mal da und sagt dann mal zu mir, ja, es ist super, Du merkst die Sachen halt immer extrem früh, Andere merken die gar nicht, das schlägt gar nicht auf. Die kommen dann her, wenn sie schon halb im Bandscheibenvorfall sind, wo ich dann denke, ach, schön. Also ein guter Vorteil, den man da macht.
Sandra Quedenbaum: Ja, auch, so, wenn ich beim Osteopathen bin und dann macht er hier irgendwas am Hals. Und ich merke dann genau im Körper, wo sich das widerspiegelt. Also dann so und das zu spüren, das ist halt auch einfach eine Stärke der Hochsensiblen. So die kleinsten Sachen im Körper wahrzunehmen.
Joël Kaczmarek: Vielleicht auch da nochmal die Frage, wenn man jetzt sich bei dem Thema Reize, das nochmal anguckt, wohin führt denn auch das, wenn ich dem nicht folge? Also wenn Deine Klientin, die jetzt das Mittagsschläfchen da irgendwie macht, jetzt nicht gekündigt hätte und auch nicht sich da zur Haia gelegt hätte, mal eine halbe Stunde. Bubu machte in der Mittagspause. Was passiert denn dann mit dir?
Sandra Quedenbaum: Also, das kann man sich vielleicht so ganz gut vorstellen, wenn man sich denkt, Man ist in Hannover oder in irgendeiner Großstadt am Samstag in einer Fußgängerzone. Und geht dann Einkaufen. Und steht dann vielleicht die ganze Zeit im Eingang eines gut frequentierten Einkaufshauses. Dann ist, denke ich, Auch bei den meisten durchschnittlich sensiblen ziemlich schnell, dass es anstrengend ist, dass es bedrohlich ist, dass es einfach viel zu viel ist. Und für einen HSP, der nicht auf diese ganzen Reize achtet, kann es sein, Dass der Alltag sich denn so darstellt, aber über den ganzen Tag, über den ganzen Arbeitsalltag. Und das ist einfach, Es geht massiv auf das ganze System. Es geht auf die Nerven, Man kriegt dann Konzentrationsstörungen, Man kriegt Durchschlafstörungen, Man kriegt Verspannungen, Tinnitus kann kommen. Chronische Schmerzen. Also, wenn ich das über längere Zeit dann immer wieder habe, dann geht es einfach sehr wahrscheinlich ins Burnout.
Joël Kaczmarek: Also man somatisiert, wie ich so mal gelernt habe. Dafür bin ich mal richtig schlau, wenn ich das Wort benutze. Also ich gebe sozusagen körperlich wieder, was mich emotional irgendwie anstrengt. Genau. Verstehe. So, ich habe aufgepasst. Also Wir hatten Sinnhaftigkeit, Wir hatten eine Arbeitsatmosphäre, wir hatten Konkurrenzverhalten und wir hatten Reizmanagement. Und das Letzte, Gefühlt haben wir es schon ein bisschen beantwortet. Also, ich glaube, man kann sich so erahnen, was da jetzt kommt. Das Thema Authentizität. Also das ist so die fünfte Achse, die du mir noch mitgegeben hast im Vorhinein. Dass man da sozusagen darauf achten sollte. Hast du noch, was Wesentliches dazu zu erzählen? Was ist daran wichtig?
Sandra Quedenbaum: Wir haben ja schon viel darüber gesprochen, weil es ist ja auch sehr ähnlich mit Sinnhaftigkeit. Es ist schon schwierig genug mit der Außenwelt, mit den ganzen Konflikten, die da sind. Aber wenn man mit sich selber immer im Konflikt ist und sich selber immer in Frage steht, dann hat man das, Was eigentlich gerade die Basis der Hochsensibilität ist, sich so gut zu spüren, bei sich zu sein, sich wahrzunehmen. Attackiert man denn in dem Moment immer selbst? Und dadurch macht man halt das eigene Fundament, Was eigentlich, wo die Hochsensibilität stärkend ist und was auch ein Vorteil ist, wird dadurch halt einfach bröckeliger, weil man da immer die ganze Zeit irgendwie dran kratzt.
Joël Kaczmarek: Verstehe. Also, was einen selbst angeht, Quasi keine Rollen spielen. Und irgendwie bei dem sein, womit man sich komfortabel fühlt und was sich authentisch anfühlt. Aber ich glaube, das ist ja auch in Bezug auf andere so, oder? Also, ich habe gerade so eine Situation im Kopf. Vor Jahren, einem meiner ersten Jobs, wo dann jemand immer so, Für mich sah der aus wie so ein Tanzbär im Zirkus, der auf so einem Ball balanciert,
Joël Kaczmarek: wo du so sehen kannst, okay, was ist das denn hier gerade für eine Show? Und der hat sich so darin gewähnt, dass das so doch voll die Geschichte ist, wie er eigentlich agiert. Dem war so gar nicht klar, dass man das sofort so durchschaut, hat. Und ich habe so gemerkt, ich reagiere auf Sowas halt, super, schnell und intensiv, wenn ich merke, also, es heißt nicht, dass ich nicht auch mal auf Leute reinfalle, die irgendwie sich unauthentisch geben. Aber dieses Thema Authentizität bei anderen finde ich halt in so einer Rolle auch ganz merkbar. Ich schätze mal, das ist doch auch da. Eine Komponente, oder?
Sandra Quedenbaum: Genau, Da sind HSP einfach super Seismografen. Die erkennen das sofort. Die kleinsten Widersprüche und sowas, Das nehmen die sofort wahr, wenn die Mimik nicht zu dem Gesagten stimmt, wenn vorher mal was gesagt wurde, was in einem anderen Kontext einfach widerlegt wurde. Da reagieren die sofort darauf und das auch gespürt. Also... Viele, viele HSP, Die sagen, Die brauchen einen Mensch gar nicht groß wahrzunehmen, Die spüren ihn und dann fühlen die, Ist diese Person authentisch oder nicht. Ich glaube, das hat auch viel mit Körpersprache zu tun, weil HSP gehen ja sehr gut ins Pacing, also in die Spiegelung des Gegenübers. Wenn ich mich jetzt zum Beispiel so hinsetze. Und als HSP ist es dann häufiger.
so, dass ich mich auch so hinsetze automatisch. Das ist unbewusst, eine Situation. Wenn ich mich aber so hinsetze, dann habe ich... Kann man mal machen, wenn man, Das ist ganz faszinierend, wenn man die Körperhaltung des anderen annimmt oder die Bewegungen des anderen einnimmt, Dann merkt man, dass sich auf einmal das eigene Gefühl ändert. Und ich glaube, das hat auch, was damit zu tun, dass man einfach diese Körperfunktion so spiegelt. Und dann kriegt man halt, wie sich das anfühlt und spürt. dann, weil das Körpergefühl halt, dieses Körperbewusstsein einfach sehr gut ist bei HSP, Wenn es gut gelaufen ist in der Kindheit, so dass man dann sofort dissonanzen, merkt.
Joël Kaczmarek: Also ein bisschen hier, so die Spiegelneuronen-Nummer Und dann merkst du, ja, verstehe ich.
Joël Kaczmarek: Das ist schon auch ein ganz schön, hoher Anspruch an so einer Arbeitsplatz, dass du sagst, da soll es immer authentisch zugehen. Das ist hier nicht Konkurrenzgedanke, sondern leistungsorientiert, aber nicht gegeneinander. Es muss irgendwie voll den Sinn haben. Als Atmosphäre soll es irgendwie auf Augenhöhe sein. Und dass wir uns alle gut verstehen und von Räumlichkeit. her, Ich brauche so ein bisschen Ruhe, Zurückgezogenheit, kann es mit einem Unfall mit Sinnhaftigkeit ausgleichen, Aber wichtiger wäre, dass ich wegen Reizmenschen meine Reize runterhalte. Also, das ist ja eine sehr komplexe Anforderung.
Sandra Quedenbaum: Da denke ich auch wieder Jein, weil, also auch ein Hochsensibler kann mal was machen, was nicht sinnvoll ist. Also du kennst es selber, bist ja selbstständig, da macht man manchmal Aufgaben, wo man denkt, oh, Das ist jetzt nicht gerade das sinnhafteste oder Spaßbringste. Also, für mich ist Spaß zum Beispiel ein großer Sinn. Und wenn ich dann irgendwelche Stumpfen, Büroarbeiten mache oder so, Das hat natürlich einen Sinn, aber es ist nicht unbedingt ein Sinn, der bei mir hochsteht. Und das kann ich denn auch machen. Und wenn ich das Mal mache, ist das total okay. Dann geht das. Aber wenn ich das Halt permanent mache, Wenn das sozusagen der Grundton ist, dann wird es schwierig. Genauso mit Konflikten, mit der Atmosphäre. Auf jeder Arbeit gibt es mal eine Atmosphäre, Die Spannung hat. Da gibt es mal Konflikte. Das gehört ja dazu. Wenn das aber der Grundton ist, Das heißt immer Diese Grundschwingung Da ist, dann ist es halt total belastend. Und da ist es dann halt einfach wichtig. Und da sind HSP in der Regel eigentlich gut drin, das zu spüren und dann zu handeln, wenn sie merken, Oh, da stimmt jetzt was nicht, einfach gegen zu gehen. Und damit meine ich nicht gegen die Situation, sondern zu gucken, okay, jetzt ist da die Situation, was brauche ich in dem Moment, was kann mir jetzt helfen. Und da dann für mich nach einer Lösung finden.
Joël Kaczmarek: Also so ein bisschen Die Dosis macht es, Gift schwingt da auch mit.
Sandra Quedenbaum: Genau. Wenn ich denn gerade mal auf der Arbeit ganz viel trubel habe, Ich bin in einem Büro. Und es wird ganz viel E-Mails kommen rein, ganz viel Telefone, Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich zu Feierabend kaputter bin als ein durchschnittlich Sensibler. Wenn ich dann aber gucke, dass ich mich nicht mit Social Media vollpacke und eigentlich die Reize einfach weiterführe, sondern irgendwas mache, wo ich vielleicht in eine Badewanne gehe. und... Musik höre, wo mein System wirklich runterfahren kann, Dann ist das auch aushaltbar. Also, da ist wirklich diese Waage total wichtig. Es geht nicht darum, diese ganzen Sachen zu vermeiden. Ganz im Gegenteil, weil dann vermeidet man das Leben. Weil das Leben ist manchmal turbulent, Das Leben ist manchmal laut. Es gibt Konflikte, das gehört dazu. Das macht ja auch die Lebendigkeit aus. Wichtig ist, immer wieder so ein Gegenpart zu treffen, wo das Nervensystem zur Ruhe kommen kann.
Joël Kaczmarek: Sehr schön. Das ist ja quasi fast eine schöne Zusammenfassung des Gesagten. Also liebe Sandra, Ich hoffe, wir haben hier einigen Leuten, was mitgegeben. In Sachen Hochsensibilität im Job. Vielen, vielen Dank dafür. Ich werde jetzt auch nochmal mehr darauf achten, was bei mir so. Da kann ich hier gleich nochmal durchgehen, Die Punkte, was bei mir wichtig ist. Und ja,
Joël Kaczmarek: dann bin ich mal gespannt aufs nächste Mal mit dir. Vielen, vielen Dank.
Sandra Quedenbaum: Ja, sehr, sehr gerne. Pass auf euch auf und tschüss.
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