Cover of the episode “Bewusstsein: Wer bist du jenseits deiner Gedanken?”

Bewusstsein: Wer bist du jenseits deiner Gedanken?

14 August 2026, with Joël Kaczmarek and Dominik Probst

Transcript

Dominik Probst: Also da, wo wir jetzt in drei Wochen hinfahren nach Indien, Da gibt es einen Ort, Da ist sozusagen das höchste Gut oder das höchste Streben, überhaupt nur im Sein oder im Selbst zu verweilen. Das hört sich für uns jetzt im Westen völlig Ballerballer an. Ich meine, was machen die denn da? Die sitzen da rum und machen nichts, das ist völlig gaga. Und das ist dort sogar sehr, sehr hoch angesehen. ICH HABE MIR ja... Jahrzehnte mit den indischen Philosophien beschäftigt. Und da heißt es halt seit Tausenden von Jahren. Ganz einfach, Das, was du in Wirklichkeit bist, ist Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit. So, Sein, Bewusstsein können viele Leute, was mit nicht anfangen, aber Glückseligkeit, Ja, cool, will ich haben. Glückseligkeit ist gut, ja, kann jeder was mit anfangen, aber die Glückseligkeit oder die Liebe, sag ich das jetzt mal, verbinden wir oder verknüpfen wir meistens mit irgendetwas Zweitem. Ja, das heißt, Wir müssen irgendetwas haben oder wir müssen irgendetwas Bestimmtes sein oder wir müssen irgendetwas bestimmtes darstellen, damit.

Joël Kaczmarek: High Five, Leute, Hier ist Joël und am heutigen Feel Good Friday wird es spirituell. Vor allem, Ich begebe mich auf ein Feld, wo ich a wenig Ahnung habe. Und B. Ich gebe es zu ein bisschen nervös bin, weil es nicht so einen klaren Ablaufplan gibt. Also, Ihr kennt mich ja, Sonst ist es immer 1, 2, 3, 4, 5, Wir nehmen 5 Dinge mit 20. Ich habe auch heute wieder fünf Themenschwerpunkte, aber ich glaube, es wird sehr viel Interpretation sein und ganz, Ganz anders, als ihr, das vielleicht sonst von mir, so kennt. Aber wir lieben ja Neues, von daher freue ich mich darauf. Und zwar reden wir heute über das Thema Bewusstsein. Wir sagen uns nämlich, jenseits von Glaubenssätzen gibt es etwas, das du bist und das ist dein Bewusstsein.

Und da lernen wir fünf Dinge kennen. Und wenn ich sage wir, dann ist das neben mir, also eigentlich der, der mich da einführt, der Liebe Dominik Probst. So, Und Dominik hat mit mir was gemeinsam. Ich würde mal sagen, er passt nicht in eine Schublade. Sondern man braucht mal mindestens eine ganze Kommode für ihn, weil Der hat schon im jungen Alter wirklich als Teenager angefangen, so Energiearbeit zu leisten, Reiki und Co. Dann ist er nach Indien gegangen, hat sich dort fortgebildet, viel meditiert und das eine oder andere mitgenommen. Und hier in Deutschland hat er dann gemerkt, okay, Die Energiearbeit mit Menschen, die funktioniert, Aber ich will noch mehr Handwerk haben. Also hat er Physiotherapeut gelernt, Er ist Heilpraktiker und er macht auch mittlerweile sowas wie Quantenheilung, also so richtig abgefahrenes Zeug.

Und ich kann euch sagen, ich habe ihn damals vorgestellt bekommen als den Mann mit den goldenen Händen. Das kann ich bestätigen. Und vor allem ist es so ein bisschen auf Rontarible mäßig. Ich glaube, ich habe noch kein Gesundheitsthema gefunden, wenn ich bei ihm liege. Ihr kennt das, in der Physio redet man viel, was er nicht irgendwie kennt. Von daher gibt es, glaube ich, keinen besseren, weil er ist auch Speaker genau zu diesem Thema. Gesundheit und Bewusstsein. Also ab September, weiß ich, Gibt es auch wieder Vorträge von dir. Falls euch das tiefer interessiert, schaut euch das an. Aber jetzt bin ich erstmal neugierig, mit dir in dieses Thema einzutauchen. Hallo, schön, dass Du da bist, Dominik.

Dominik Probst: Hi, ich grüße dich Joël. Hallo.

Joël Kaczmarek: Das war mal eine Anmoderation. Also das war, oder? Für all das, was du gemacht hast, bin ich gerade sehr zufrieden mit mir.

Dominik Probst: Auf jeden Fall.

Joël Kaczmarek: So, okay. Aber ich habe es ja schon gesagt, das ist so ein bisschen ein abstraktes Thema, Bewusstsein. Vielleicht fangen wir mal so ein Stück weit an, zu ergründen, was das genau ist, Was damit gemeint ist. Weil du hast doch schön zu mir gesagt. Im Vorgespräch, Das Bewusstsein ist immer da.

Dominik Probst: Ganz genau, ja. Also das, was wir sozusagen, den meisten Tag lang wahrnehmen, das sind JA unsere... Gedanken, Unsere Gefühle.

Joël Kaczmarek: Im besten Fall.

Dominik Probst: Und wahrscheinlich auch unsere Körperempfindungen. Also Gedanke ist beispielsweise, Keine Ahnung, Was muss ich nachher noch machen, was muss ich heute erledigen? Und so weiter. Planen, Ablaufen, etc. Gefühle, Emotionen, Unsicherheit, Angst, Freude, Was auch immer, das ist. Und Körperempfindungen. Mein Linkes Knie tut weh oder, keine Ahnung, Mein Nacken ist verspannt, was auch immer. Und aus diesen drei Komponenten könnte man sagen, besteht der größte Teil unseres Alltags. Würdest du mitgehen?

Joël Kaczmarek: Ja, ich klinge erstmal plausibel.

Dominik Probst: Ja, genau. Das heißt, wir gehen durchs Leben, Wir machen unsere Erfahrungen und diese Erfahrungen bestehen aus Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen. Diese Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen, die sind ja sozusagen erstens mal flüchtig. Das heißt, Dein Gedanke von heute morgen irgendwie, der ist jetzt schon wieder weg. Dein Gefühl von gestern Abend ist auch schon wieder weg. Und deine Körperempfindung, okay, wenn du jetzt einen Schmerz hast, der Dich jetzt begleitet, okay, ist der vielleicht noch da, Aber spätestens im Tiefschlaf ist er nicht mehr da. Und über diese Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen bilden wir sozusagen eine bestimmte Persönlichkeit aus. Also zum Beispiel Morgens wachst du auf und dann ist Joël da. Dann ist Joël da und Joël ist sozusagen ein individuelles Muster von Gedanken, bestimmten Gedanken, bestimmten Gefühlen, bestimmten Körperempfindungen und durch Wiederholung sozusagen, weil der dir jeden Morgen begegnet, dieser Joël, hast du sozusagen abgespeichert, okay, das ist Joël und das bin ich. Ja,

Joël Kaczmarek: vor allem auch der Körper, Dazu gehöre ich irgendwie.

Dominik Probst: Genau, der Körper, Dazu gehöre ich, alles genau. Und wenn du dir das Mal ein bisschen genauer anschaust, dann wirst Du ja, sehen, okay, und darüber, Das ist halt für mich das Faszinierende, Darüber macht sich halt nie jemand. Gedanken. Der Gedanke, Das ist ja ein Objekt. Wenn ich jetzt sage, was weiß ich, Roter Sportwagen, so. Jetzt hast du ein Bild von einem roten Sportwagen, Vielleicht ist es ein bestimmter, roter Sportwagen, wie auch immer. Du hast ein Bild davon und es taucht auf und es taucht auch wieder ab. Das heißt, das ist ein Objekt, weil Du kannst es ja wahrnehmen. Du kannst ja sagen, da ist ein roter Sportwagen, das ist ein Bild, das sehe ich. Und dann muss es ja etwas geben, was das wahrnimmt, richtig?

Genauso mit Gefühlen, genauso mit Körperempfindungen, zum Beispiel. Sehr bekannt ist ja bei den Buddhisten das Vipassana. Also ich weiß nicht, ob du es vielleicht schon mal gehört. hast, eine bestimmte Meditationstechnik. Da sitzen Leute, habe ich auch mal gemacht, Irgendwie zehn Tage in Schweigemeditation. Kein Blickkontakt, Es wird kein Wort geredet. Über zehn Tage. Und du machst da irgendwie elf Stunden am Tag Meditation und guckst dir nur Körperempfindungen an. Also nur, was in deinem Körper sozusagen alles abgeht. Warum? Weil Körperempfindungen sehr, sehr langsam sind. Also, Gedanken sind super, super schnell. Absoluter Affenzahn an Gedanken. Wenn du versuchst, Gedanken zu beobachten, wird es sehr, sehr schwierig.

Gefühle, ja, kann man auf jeden Fall beobachten, Aber Körperempfindungen sind am langsamsten, Deswegen sind sie am besten zu beobachten. Aber der Punkt ist, Alles diese drei Sachen, was wir sozusagen. Erfahrungen nennen, Das braucht ja ein Subjekt, um etwas wahrzunehmen. Dieses Subjekt, was ist denn das eigentlich?

Joël Kaczmarek: Ich habe mir gerade so ein bisschen gedacht, das erinnert mich. Wie an so einen Pilot, der irgendwie in so einem Cockpit sitzt und sich verschiedene Sachen anguckt. Gefühlsmonitor ist da, Dann hast du irgendwie den Körperempfindungsregler links und die Gedanken in der Mitte. Von daher wäre, glaube ich, Die Antwort, die die meisten Menschen geben würde, oder was mich ad hoc angesprochen hat, wäre, Ich hätte gesagt, das Gehirn. Das Gehirn ist quasi das Zentrum, in dem alle diese Eindrücke zusammenkommen und verarbeitet werden.

Dominik Probst: Ja, aber das ist ja auch nur eine Information. Das ist ja sozusagen auch nur ein Glaubenssatz, sozusagen. Also das kann sein, dass jedes Wissenschaftler sagen, irgendwie ja im Gehirn passiert das alles. Nur das interessante ist, Die Neurowissenschaft, Die weiß ja seit vielen Jahrzehnten, dass das, was wir als Ego, also als Identität bezeichnen, in Wirklichkeit. Einfach nur ein zusammengesetztes Konstrukt ist, so ähnlich wie ein Hologramm. Also, es gibt keinen Sitz im Gehirn. Wo diese Identität, dieses Ego überhaupt ist. So, Darüber ist sich jetzt auch die Neurowissenschaft mittlerweile schon ziemlich einig. Dann ist ja halt die Frage, ja, okay, was ist denn das dann überhaupt? Und das Rauszufinden bedeutet natürlich in erster Linie, dass Du erstmal guckst, was bist du nicht? Und wenn Du sagst, okay, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen, das ist richtig. Die kommen und die gehen, und die kann ich ja beobachten. Wenn ich die beobachten kann, sind die ja Objekte, Dann kann ich ja ich selbst ja nicht ein Gedanken, ein Gefühl oder eine Körperempfindung sein.

Joël Kaczmarek: Ja, klar.

Dominik Probst: Das macht Sinn. Das heißt, die Reise geht ja dann eigentlich los in dem Moment, wo du dich fragst, ja, wenn ich das nicht bin, was bin ich denn eigentlich? Und kann ich das überhaupt erfahren? Ist es überhaupt möglich, das zu erfahren? Weil für die meisten Leute ist es ja dann irgendwie eine Form von Nichts. Also eine Form von leerer Raum sozusagen. Weil auch die Tatsache, Wenn du sagst, ja, dann bin ich ja das Gehirn, ist ja auch ein Gedanke.

Joël Kaczmarek: Das auszusprechen, das zu verfassen, ja. Aber ich glaube, ich hätte jetzt gerade den Begriff zu sagen, es ist ja ein gern genutztes Bild, den Körper mit einer Maschine zu vergleichen. Ich finde das nicht so schön. Aber es ist ja so ein bisschen dieses, okay, es gibt irgendwie einen Motor, das ist das Herz, Es gibt irgendwie Stoffe, die reingehen, Es gibt Stoffe, die Rausgehen, und es gibt quasi diese Empfindungen, Die laufen in so einer Schaltzentrale zusammen. Und du bist das gesamte Gebilde. Und die Schaltzentrale ist das, was das ganze Gebilde steuert.

Dominik Probst: Ja, aus rationaler Sicht könnte man das so sehen, genau. Deswegen ist auch manchmal der Ansatz sozusagen von Bewusstsein, Es gibt ja diese, also, das ist ja sozusagen die Lehre, Es gibt nur ein Bewusstsein. Und die verschiedenen... Diese Identitäten, die wir uns geben, sozusagen, die sind flüchtig und das ist nicht das, was wir wirklich sind. In Wirklichkeit gibt es nur einen Stoff, aus dem wir alle quasi gemacht sind. Und letzten Endes sogar alles gemacht ist.

Joël Kaczmarek: Naja, Es gibt ja eine charmante Sache daran, das hat vielleicht jeder schon mal festgestellt. Man ist ja anders, wenn man sich mit seiner Mutter verhält, als mit seinem Schwiegervater, als mit seiner Frau, als mit seinem Sohn. Also, wir haben ja Sozusagen Rollen, die wir einnehmen und dann so ein bisschen wie Eigenschaften, die aktiviert und deaktiviert werden. Mit deinen Freunden bist du vielleicht ein bisschen kindischer, mit deinen Eltern ein bisschen Ernster und so weiter. Also wir haben auf jeden Fall so eine Art Klaviatur, die wir irgendwie spielen.

Dominik Probst: Genau, weil das natürlich anhand von sozusagen Konditionierungen irgendwie geschieht, So, wie wir uns verhalten, so würde ich das sagen. Genau.

Joël Kaczmarek: Bin ich immer mal neugierig, was Dein Bewusstsein für dich ist. Wenn du jetzt sagst, es ist nicht das Gehirn, jetzt komm mal weg. Virtuell von dem Gedanken, Du bist hier sozusagen eine Fleischhülle mit, was drin und dein Bewusstsein ist in dieser Fleischhülle. Wie siehst du es denn sonst?

Dominik Probst: Also Das Bewusstsein ist, wenn man es erfahren kann, Ein grenzenloser Raum und dieser grenzenlose Raum beinhaltet sozusagen alles und auch alle Möglichkeiten.

Joël Kaczmarek: Jesus, das ist ja jetzt aber abstrakt.

Dominik Probst: Also als Gefühl würde ich sagen, ist Bewusstsein, Liebe. Oh Gott,

Joël Kaczmarek: jetzt wird er noch abstrakt.

Dominik Probst: Nee, guck mal. Das, was uns als Menschen antreibt, ist ja letzten Endes, Wir wollen glücklich sein. Richtig? Da machst du verschiedene Sachen für. Du wählst einen bestimmten Weg in deinem Leben, weil du glücklich sein möchtest. Das Meiste wird ja sozusagen an etwas gebunden und da ist ja auch überhaupt nichts. Verkehrt dran. Also alle Leute wünschen sich eine total schöne Beziehung, Alle Leute wünschen sich ein total schönes Leben und keine Ahnung, Ganz viel Geld auf dem Konto. Oder was auch immer. Und das heißt, wir heften dann quasi unser Dasein, heften wir an etwas Externes. Das heißt... Wenn ich jetzt eine super schöne Beziehung und ein super schönes Leben und ein super tolles Bankkonto habe, dann kann ich mich lieben, zum Beispiel.

Oder dann fühle ich mich glücklich. Das heißt, ich brauche etwas Externes, um glücklich zu sein. Also da, wo wir jetzt in drei Wochen hinfahren nach Indien, Da gibt es einen Ort, Da ist sozusagen das höchste Gut oder das höchste Streben überhaupt nur im Sein oder im Selbst zu verweilen. Das hört sich für uns jetzt im Westen völlig Ballerballer an. Ich meine, was machen die denn da? Die sitzen da rum und machen nichts. Das ist völlig gaga. Und das ist dort sogar sehr, sehr hoch angesehen. Also, das ist dort, hat einen sehr hohen Stellenwert. Dann sagen Leute, wow, Das ist ja ein hoher Entwicklungszustand, sozusagen, dass Leute sich nur auf das Bewusstsein fokussieren. Und hier sagen die Leute, das ist einer an der Waffel.

Also das ist ja total verrückt. Und weil wir uns natürlich hier immer sehr stark darüber definieren, was wir machen, was wir leisten und was wir erreichen.

Joël Kaczmarek: Okay, aber ich möchte jetzt noch ein bisschen mehr Form reinbringen. Also das erste Thema, dem wir uns ja gewidmet haben, ist zu sagen, das Bewusstsein ist immer da. Also Du hast jetzt gesagt, das sei die Emotion, Liebe. Vielleicht kannst du das nochmal ganz kurz vertiefen, dass wir uns da mal näher ran.

Dominik Probst: Wenn du sozusagen, ja, also. Das Bewusstsein ist die grundlose und anlasslose und völlig bedingungslose Liebe. Die, die immer da ist, Nicht wegen etwas, Nicht, weil irgendetwas passiert ist. Und nicht, weil irgendein Umstand eintritt, sondern aus sich heraus. Also an der Stelle, Ich habe mich ja Jahrzehnte mit den indischen Philosophien beschäftigt. Und da heißt es halt seit Tausenden von Jahren. Ganz einfach. Das, was du in Wirklichkeit bist, ist Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit. So, Sein, Bewusstsein können viele Leute, was mit nicht anfangen, aber Glückseligkeit, Ja, cool, will ich haben. Glückseligkeit ist gut, kann jeder, was mit anfangen, Aber die Glückseligkeit oder die Liebe, sag ich das jetzt mal, Verbinden wir oder verknüpfen wir ja meistens mit irgendetwas Zweitem. Das heißt, wir müssen irgendetwas haben oder wir müssen irgendetwas bestimmtes sein oder wir müssen irgendetwas bestimmtes darstellen. damit. Und wenn wir sozusagen, die Aufmerksamkeit weglenken, da bin ich jetzt wieder bei Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen, von dem, Was passiert und die Tatsache oder die Aufmerksamkeit eher darauf lenken, dass wir da sind. Ist ein Shift. Das verändert was. Und das ist sozusagen die am meisten verkannte und nicht gesehene Tatsache für mich, wo es sich am meisten lohnt, hinzuschauen.

Joël Kaczmarek: Ich habe noch ein Bild im Kopf. Vielleicht macht es ja etwas Spannendes jetzt auf. Ich habe mal mit einem Medium gesprochen und habe sie gefragt, wie ist es, wenn man tot ist? Dann sagte sie so, ja, Eine Seele inkarniert, kommt zu einem Körper. Und wenn das Leben vorbei ist, dann geht die Seele wieder zurück. Es gibt sozusagen, so diese, Auf Englisch würde man sagen, Spiritual world, ja, so diese Seelenwelt. Und manchmal entscheidet sie sich auch wieder zu inkarnieren und so weiter und so fort. Und dann meine ich so, okay, wie darf ich mir das denn aber vorstellen? Und dann hat sie mir ein Bild mitgegeben und hat gesagt, Pass auf, es ist wie folgt. Stell dir vor, Du bedienst einen Computer und bist jetzt auf verschiedenen sozialen Plattformen eingeloggt.

Das heißt, du bist auf. LinkedIn, bist auf Instagram unterwegs, guckst Dir Videos bei YouTube an. So, bist du YouTube? Nein. Oder bist Du der User bei YouTube? Oder bist Du der User bei LinkedIn? Nö, das ist sozusagen ein Abbild von dir. Aber das bist nicht du. Das heißt, In ihrer Logik war das sogar theoretisch, so, während der Joël jetzt hier sitzt, kann ein anderer Teil von meinem Bewusstsein sozusagen. Auch irgendwo anders auf der Welt. Und vielleicht auch zu einer anderen Zeit inkarniert sein. Das wird richtig abgefahren. Im Kopf, finde ich. Aber es war so ein bisschen ihr Bild von, Es gibt den Benutzer, und es gibt die Inkarnation. Das ist so wie in Social-Media-Plattformen eingeloggt.

sein. Und wenn Exitus ist, dann hast du halt sozusagen, das Fenster zugemacht. Ist das auch so dein Verständnis von Bewusstsein, dass es so eine Art Energieform gibt, die sich mal was Körperliches gibt und dann das Körperliche wieder verlässt, vielleicht sogar gleichzeitige Körperlichkeiten, hat?

Dominik Probst: Natürlich, Da das Bewusstsein grenzenlos und unendlich ist, kann es natürlich theoretisch überall zur gleichen Zeit auftreten. Nur das Entscheidende ist ja, wo ist unsere Identität? Also du merkst es ja noch ein bisschen sozusagen, ähm, Und weswegen sind sozusagen Kinder, Also alle lieben neugeborene Babys. Also wenn jemand ein neugeborenes Baby sieht, dann denken alle, wow, das ist ja so schön, und du siehst ja sozusagen, du bist von Freude, erfüllt. Und warum? Weil natürlich das Bewusstsein eines Babys oder auch eines kleinen Kindes sozusagen noch nicht, Ich sag, das mal, sich komprimiert hat in eine Form. In dem Moment, also, wenn wir kleine Kinder waren, als wir kleine Kinder waren, Da haben wir uns ja noch keine Gedanken darüber gemacht, was wir sind.

Später kamen dann unsere Eltern und haben gesagt, ja, du bist Joël, du bist Dominik, das ist dein Körper, das bist du. Und in dem Moment, Es ist ja jetzt nicht unbedingt ein Moment, sondern eher ein Prozess, hat sich natürlich das eher grenzenlose, weite und freie Bewusstsein komprimiert und gebündelt. In eine Form, die dann natürlich viel, viel Eingeschränkter ist sozusagen. Es war mal ganz interessant, Ich habe ja mit meinen Jungs darüber gesprochen. Und da meinte mal einer So und so, ja, das macht ja total Sinn, was Du sagst. Ja, aber da muss ich dich jetzt eine Sache fragen, ja, warum hast du denn uns als Kinder, wenn du das schon wusstest, warum hast du denn uns gesagt, ja, du bist Arjun und du bist dieser Körper, Du hättest es ja einfach nicht machen können und uns sagen können, ja, Ihr seid grenzenloses, freies Bewusstsein.

Und dann meinte ich so, ja, das hätte ich machen können, aber ihr hättet echt. Verdammte Probleme in der Schule bekommen. Und in dem Sinne sehe ich sozusagen die Identität, die Identifikation, die wir uns geben, die wir uns selbst wählen. darüber, dass wir sozusagen, sagen, okay, wir sind diese begrenzte Form. Es ist wie eine Form von Sprache. Es ist wie eine Form von Kommunikation. Wenn du diese Kommunikation, wenn du diese Sprache nicht sprichst, dann kannst du dich sozusagen. In der Welt nicht bewegen, weil du weißt ja gar nicht, wie es funktioniert, sozusagen. Aber natürlich bist du diese Identität nicht. Natürlich bist du nicht, Das ist ja wie ein Kleidungsstück sozusagen. Du gibst dir eine Identität.

Das ist ja zum Beispiel sehr stark sichtbar, wenn leute sich total mit etwas, keine Ahnung, die sind, Was weiß ich, Manager oder sowas. Die sind dann Manager. Das ist sozusagen... Deren Identität oder Mutter, oder was auch immer, Vater, keine Ahnung. Und das ist dann natürlich begrenzt, weil wenn diese Hülle, wenn die wegfällt, ja, was ist denn dann? Was machst du dann?

Joël Kaczmarek: Hast du mal Soul gesehen, den Film?

Dominik Probst: Nee.

Joël Kaczmarek: Diesen Zeichentrickfilm von Disney, Pixar, Ich weiß gar nicht. Weil daran erinnert mich das ein bisschen, da ist ganz niedlich, da hast du oben so. Diese Seelen und die Schweben so über dem Planeten. Erde, So, als wenn die so vom Mond aus drauf gucken würden. Da gibt es mal so einen runden Ring. Und dann kriegen die alle immer hier so auf die Brust so fünf Items, sozusagen Fünf Eigenheiten drauf gedruckt. Das hat so ein bisschen so einen Touch von Human Design, Also kennt vielleicht der ein oder andere, dass man ja so mit bestimmten Eigenschaften auf die Welt kommt. Dann kriegen die ihre fünf Dinger drauf und dann hüpfen die immer so in dieses Ding. Und dann inkarnieren die so auf der Erde.

Dann haben die Sozusagen eine Erfahrung, die sie machen, Ein Leben, das sie führen und so weiter und so fort. Und es ist ja so, was du gerade beschrieben hast, geht mir auch oft so, dass ich mich halt frage, wenn wir jetzt mal hingehen und sagen, okay, Die Buddhisten haben recht, Wir kommen wieder, es ist sozusagen nur, Körper ist nur ein Gefäß für ein Bewusstsein, und das geht hinterher nach dem Tod wieder irgendwo hin, Also, es zieht sich wieder da raus, dann ist ja so, dass du dir denkst, okay, warte mal, Wenn ich jetzt in dem Leben sau unordentlich war, ist dann mein Bewusstsein unordentlich? Oder wenn ich ein schlechter Mensch war oder wenn ich cholerisch bin oder bei positiven Eigenschaften, finde ich das toll, Aber wenn du jetzt Massenmörder bist oder Kriegsverbrecher, so, äh.

Ja, und ich glaube, das ist ein spannender Mindshift, so sich zu sagen, alles klar, so wie ich in diesem Leben bin. Man muss aber nicht mal im Bewusstsein sein, sondern das Bewusstsein macht hier eine Erfahrung. Und vielleicht gerade genau mit dieser Idee, okay, ich bin in einem Leben inkarniert, wo die Eltern mich schlagen, was macht das mit einer Seele, Wie verhalte ich mich unter den Bedingungen, Nächstes Mal ist es was anderes, Es ist ganz harmonisch, nächstes Mal hast du gar keinen, weißt du, was ich meine? Das ist ein bisschen wie so eine Petrischale, eigentlich, wo du Erfahrungen sammelst und immer guckst, was passiert, wenn ich in welchen Settings bin.

Dominik Probst: Ganz genau.

Joël Kaczmarek: Also, wenn man in der Dimension anfängt, zu denken, wird es ja irgendwie spannend, weil... Dann finde ich, machen auch manche Sachen Sinn. Manchmal sagt man ja so, okay, Warum kriegt jemand mit neun Jahren Krebs oder warum wird deine Mutter überfahren? Das ist so sinnlos. Wo ist Gott, wenn er sowas zulässt? Wenn du natürlich aber das ganze Mal so über mehrere Leben hinweg siehst und sagst, alles klar, Hier ist ein Bewusstsein, Das will Erfahrung machen. Und vielleicht war es in einem Leben Täter und im nächsten ist es Opfer, Dann passiert auf einmal eine ganz andere Dynamik, wie man auf so ein Leben draufguckt,

Dominik Probst: finde ich. Ja, absolut. Du nimmst halt quasi eine andere Dimension des Sehens auch ein.

Joël Kaczmarek: Ist das aber so, wie du es meinst auch, wenn wir über Bewusstsein reden? Kommt das deinem Verständnis nahe?

Dominik Probst: Ja. Dein Gesicht sagt gerade nein. Ne, Pass auf. Die Frage von der Seele, Natürlich ist es schon so. Also, die Seele hat natürlich auch noch eine gewisse Identität. Also die Seele hat ja auch noch eine Form von Individualität sozusagen. Noch vor der, also Das Bewusstsein ist noch größer als eine Seele. Oder du könntest auch sagen, Deine Seele ist unendlich groß.

Joël Kaczmarek: Also Seele ist für dich nochmal was anderes als Bewusstsein?

Dominik Probst: Ja, weil Seele hat schon eine Form von Individualität. Dann ist ja da eine Seele und die inkarniert, das ist ja schon eine Wesenheit, Das ist ja eine feinstoffliche Wesenheit. Also, so ein Körper, ist halt eine sehr grobstoffliche Wesenheit. Man könnte sagen, die Seele ist da drin, inkarniert, Aber auch die Seele ist ja sozusagen noch eine individuelle Form.

Joël Kaczmarek: Und Bewusstsein ist keine individuelle Form?

Dominik Probst: Entweder ist Bewusstsein keine individuelle Form oder alle.

Joël Kaczmarek: Aber ich wollte gerade sagen, dann müsste ja du und ich eigentlich dasselbe sein.

Dominik Probst: Ja, klar, natürlich. Genau, das ist ja sozusagen, die Lehre von der Einheit oder von der Nicht-Zweihheit sozusagen, also Non-Duality.

Joël Kaczmarek: Kennst du Andy Weir, den Buchautor? Gerade in Kinos wieder gewesen. Der hat Marsianer geschrieben. Oder auch dieses Project Hail Mary, was jetzt als Astronaut verfilmt wurde. Der hat eine Kurzgeschichte geschrieben, das Ei. Und es handelt, so, Es ist eine Kurzgeschichte, die handelt davon, dass jemand halt stirbt, ist oben. Und dann sagt der Huf, was ist denn jetzt hier? Ja, bist tot, sorry, Alter, Lkw von rechts und so. Hast du die Vorfahrt nicht gesehen? Bin ich jetzt tot? Bist du Gott? Ja, könnte man so sagen. Und Long Term Short, Der stellt dann natürlich diese gleichen Fragen auch. Okay, äh... Wie läuft denn das ab? Ja, du gehst jetzt gleich wieder runter ins China des dritten Jahrhunderts, Du bist da irgendwie eine Bäuerin. So, hä, wie? ZEIT IST nicht, IST relativ, ja, ja. Und ich kann alles sein, ja, ja. Und im Prinzip kommt dann so ein bisschen am Ende raus, dass er halt so sagt, eigentlich ist er alle Menschen, also, er ist eigentlich jeder. Weil dann meinte er so, Gott, dann war ich auch mal. Hitler? Dann sagt er, ja, du warst mal Hitler, und du warst auch mal jeder der drei Millionen Juden, die du vergast. hast, als Hitler. Also Du hast alle sozusagen, jede Erfahrung immer von jeder Seite durchgemacht. Und wenn du dann sozusagen, wenn dein Erfahrungsschatz voll ist, dann kommst du über eine höhere Ebene und steigst auf.

Dominik Probst: Ja, genau. Diese Ebene ist ja immer in Zeit und Raum. Und ein Verstand, also eine Identifikation, kann auch immer nur in Zeit und Raum stattfinden. Das heißt, wenn es etwas vor Zeit und Raum gibt, etwas, was immer da ist, Dann spielt natürlich auch Zeit und Raum keine Rolle mehr.

Joël Kaczmarek: Also, ich sehe schon, das ist sehr komplex. Aber gut, wir haben jetzt mal so grob ein erstes Verständnis geschaffen. Jetzt bin ich immer neugierig. Wir haben uns ja so im Vorfeld auch ein bisschen abgestimmt, was wir besprechen wollen.

Dominik Probst: Das Harte denn mal aus.

Joël Kaczmarek: Das Thema Erfahrungen. Also, ich bin da mal neugierig, weil ich habe das ja auch gerade so beschrieben, so ich inkarniere einen Körper, Ich nehme eine Erfahrung mit, Ich düse wieder ab, ich gehe wieder rein und so weiter und so fort. Was sind denn für Dich dann die Erfahrungen, die man als Bewusstsein macht? Wie funktioniert sowas? Wie würdest du es beschreiben?

Dominik Probst: Also, wenn du natürlich bestimmte Sachen vermisst. hast, da kann ich dir ein praktisches Beispiel sagen. Wann war das? Letztes Jahr oder sowas, sagt eine gute Freundin zu mir, so sinngemäß, Sie hatte irgendwie ein bisschen mit Beziehungen sozusagen, war gerade aus einer Beziehung raus. Und dann sagt sie, ja, ich muss die Erfahrung machen, dass mich irgendwie ein Menschenpartner richtig durch und durch liebt. Und wenn ich die Erfahrung nicht mache, dann muss ich nochmal inkarnieren. Das fand ich, das hat mich irgendwie beeindruckt, weil es ist ja ein total verständlicher Wunsch. Aber das ist dann natürlich ein sehr, sehr starker Wunsch. Und es ist natürlich etwas, was Du dir von außen quasi vom Leben wünschst. Und in dem Setting könnte man sagen, ja, wenn du so einen starken Wunsch hast. Und wenn der so intensiv ist, dass du den erfüllt haben musst, dann musst du so lange inkarnieren, bis dieser Wunsch erfüllt, ist. Egal, was es so ist. Also Buddha hat ja mal gesagt, entweder musst du Dir alle deine Wünsche erfüllen oder gar keinen. Und klar. Also auch da, in dem Moment, wo du dich natürlich als etwas, als eine abgetrennte Wesenheit erfährst oder identifizierst oder siehst, da hast du ja natürlich schon die erste Trennung von dem, was immer da ist, gemacht. Ist das zu abstrakt?

Joël Kaczmarek: Nee, nee, macht Sinn.

Dominik Probst: Also in dem Moment, wo du dich sozusagen als Individuum erfährst, da hast du natürlich schon eine Abtrennung, weil dann hast du ja immer einen Schmerz in dir, Nämlich den Schmerz der Trennung von dem Ganzen, wenn Du so willst. Und dieser Schmerz muss ja irgendwie gestillt werden. Der muss ja irgendwie, also irgendwas versuchst du ja dann sozusagen zu machen, damit dieser Schmerz weggeht. Und meiner Meinung nach der einfachere Weg ist ja, du kannst natürlich das alles quasi über die Manifestation machen. Du kannst ja in der Manifestation alle Wünsche erfüllen. Das dauert wahrscheinlich sehr, sehr lange. Ja, und dann irgendwann hast du sozusagen keine Wünsche mehr, und dann bist du wunschlos glücklich. Und dann Vielleicht kommst du dann wieder, vielleicht kommst du dann nicht wieder, Vielleicht hast du dann auch wirklich, die ultimative Freiheit zu entscheiden, ob du wiederkommst, weil du nicht mehr gezwungen bist. Weil solange es sozusagen noch eine Energie gibt, sozusagen, die sagt, ja, ich muss das und das machen, wirst du natürlich. Auf jeden Fall wiederkommen müssen, wieder inkarnieren müssen. Was ja auch Spaß sein kann. Also, klar.

Joël Kaczmarek: Das klingt immer ein bisschen wie so eine Loser-Nummer. Die Erleuchteten, Die wissen, eigentlich musst du dir keinen Wunsch erfüllen, eigentlich musst du gar nichts wollen. Dann geht es auf die höhere Bewusstseins-Ebene. Und du sagst, ich will noch das, ich will noch mal Popstar werden.

Dominik Probst: Ja, klar.

Joël Kaczmarek: Aber es ist wahrscheinlich bewertungsfrei.

Dominik Probst: Es ist völlig bewertungsfrei. Das eine ist nicht besser als das andere.

Joël Kaczmarek: Kann man denn dann in diesem ganzen Setup eigentlich einen anderen Standpunkt einnehmen? Weil Wenn Du Ja.

Dominik Probst: Klar, du kannst in diesem, ja, die Frage ist, nimmst du sozusagen den Standpunkt? ein, dass du dich als abgetrenntes Individuum siehst, ja, oder nimmst du den Standpunkt ein, das kannst du wahrscheinlich auch nicht immer machen, weil in der Welt zieht Dich natürlich alles raus, weil die Welt wird dir immer sagen, ja, du bist ein Individuum, Du musst dich selbst verwirklichen, aber die Frage ist, ob du das halt irgendwie brauchst? Und wenn du den Standpunkt einfach mal spaßeshalber, testhalber einnimmst, also ein großer Meister, hat mal gesagt, ja, Jetzt haben Sie die letzten, wie auch immer derjenige, der da war, 40, 50, 60 Jahre. Haben Sie jetzt den Standpunkt eingenommen, die Persönlichkeit zu sein.

Versuchen Sie nun mal das Gegenteil. Weil Joël, Joël hat ja eine Eigenschaft, eine Grundeigenschaft, Und zwar Joël hat die Eigenschaft, dass er joelt. Also Joël Ja, das stimmt. Joël, Joël einfach. Das heißt, der macht halt die Dinge, die Joël macht. Was auch immer, das ist, sozusagen. Der hat seine Eigenschaften, und das kann der ja auch machen. Und das macht der ja auch weiter. Ob du Dich nun damit identifizierst? Und da sind wir natürlich wahrscheinlich. Bei der Frage, okay, gibt es einen freien Willen? Da ist man dann sehr schnell. Bei der Frage, gibt es einen freien Willen bzw. Wer hat den? Also alleine In unserem Körper laufen ja, ich weiß es jetzt nicht genau, Mehrere Milliarden Prozesse pro Sekunde.

Diese Prozesse können wir nicht kontrollieren. Wir können die nicht kontrollieren. Das geht nicht. Das ist völlig unmöglich. Wir haben darauf ja gar keinen Einfluss. Warum dann nicht das ganze Ding loslassen? Weil das, was uns sozusagen, festhält, ist ja eigentlich nur der Glaube, dass wir diese Identität sind. Also der Glaubenssatz, dass... Du eine Persönlichkeit bist, dass Du Joël bist, dass ich Dominik bin. So, das ist ja nur ein Glaubenssatz, stelle ich jetzt mal, so Kühn. Die Behauptung auf. Und wenn du sozusagen diesen Glaubenssatz loslässt, dann macht Dominik eh, was er halt macht und Joël macht, was er macht, ja, aber du verweilst quasi in dem Zustand, der davor ist, der nicht daran gebunden ist.

Ob Joël jetzt nach links geht oder nach rechts geht, Ob er jetzt irgendwie, ob Dominik dies macht oder das sagt oder was auch immer. Davon ist das sozusagen unberührt, was immer da ist.

Joël Kaczmarek: Ja, gut, das ist ja jetzt logisch. Wenn wir jetzt sagen, es gibt sozusagen, was Übergeordnetes, was einfach in so einen Körper inkarniert, um eine körperliche Erfahrung zu machen. Es gibt, was Größeres, nämlich dieses Bewusstsein, was hinter dem Ganzen steht. Dann ist ja klar, dass diese eine Inkarnation, Es gibt zwar Datenpunkte, Ich sage jetzt mal ein bisschen technisch.

Dominik Probst: Verknüpfungspunkte.

Joël Kaczmarek: Ja, so. Nach oben rein, Aber das heißt nicht, dass das, was da oben ist, sozusagen dadurch unten bestimmt wird. Es prägt einen wahrscheinlich, hätte ich jetzt gesagt. Aber es ist ja jetzt schon so, wenn du jetzt in deinem Leben bist, du kannst ja jetzt nicht sagen, okay, Autopilot. Ich mache jetzt einfach nichts mehr. Ich entscheide mich nichts mehr. Also du bist doch die Steuerungskraft trotzdem, die in deinem Leben irgendwie... Nehme ich den Job an, ja oder nein? Gehe ich vor die Tür, ja oder nein? Ist ich heute chinesisch oder italienisch? Ja,

Dominik Probst: ja. Ich weiß nicht genau, ob das... Ich glaube, das ist mal untersucht worden, auch neurowissenschaftlich. Es gibt ja sozusagen eine Instanz im Gehirn. Die wir sozusagen, wo wir das Gefühl haben, sozusagen, der persönlich Handelnde zu sein. Und da wurden Tests gemacht mit Leuten und die mussten eine Entscheidung treffen. Und dann kam immer raus, dass die Entscheidung getroffen wurde, sozusagen in einem Teil des Gehirns, der uns gar nicht zugänglich ist, den wir sozusagen gar nicht mit unserem Bewusstsein, also mit unserem Verstand greifen können. Und die Entscheidung ist sozusagen schon gefallen, bevor wir gesagt haben, dass diese Entscheidung gefallen ist. Ist natürlich wahnsinnig spannend, weil das führt dann zu der Frage aus Sicht der Persönlichkeit, des Individuums, Eine sehr krasse Frage. Ja, wenn ich keine Entscheidung mache, wer macht denn das dann? Das kann natürlich auch eine ziemlich beängstigende Frage sein. Wenn ich nicht Auto fahre, wer fährt denn dann eigentlich Auto? Und ist das vielleicht ein bisschen gefährlich? dann? Das im Prinzip, ja, weil dieser Ausschnitt, den wir jetzt mit unserem Verstand beobachten, Das ist ja ein winzig kleiner Ausschnitt, ein ganz kleiner Ausschnitt.

Joël Kaczmarek: Ja, das ganze Unterbewusstsein merken wir jetzt nicht so viel von in der Regel. Aktiv oder bewusst, sagt dir der Name. Was übrigens eine interessante Wendung ist. Also wir reden über Bewusstsein, Was ist denn dann Unterbewusstsein?

Dominik Probst: Unterbewusstsein, würde ich sagen, ist die Summe aller Konditionierungen, die wir mitbekommen haben. So siehst du das ja aller Glaubenssätze, also wahnsinnig spannendes Thema, aber das ist ja, ich liebe das Thema Epigenetik, also Epigenetik, damit meine ich Das, was wir sozusagen als Muster, als Persönlichkeitsmuster irgendwie jetzt mitbekommen haben, wo wir uns manchmal wundern, ja, hey, warum handele ich denn so, warum handele ich nicht anders? Das ist ja meistens eine Folge von Generationen vor uns, die irgendwelche Erfahrungen gemacht haben. Diese Erfahrungen wurden dann weiter transportiert. Ich sage jetzt mal ganz grob, irgendwie, Männer mussten in Kriege, Frauen mussten immer alles aushalten. Und so weiter. Das sind natürlich auch bestimmte Frequenzmuster, die dann weiter quasi vererbt werden und die unser Unterbewusstsein formen. Natürlich formt auch unser Unterbewusstes, was. Wo sind wir geboren? In welchem Land sind wir geboren? In welcher Zeit? Also um 1600 würden wir jetzt ein anderes Gespräch haben als jetzt in 2026. Das ist ja völlig klar. Und das Unterbewusste ist quasi diese Ansammlung von uns nicht zugänglichen Konditionierungen, Glaubensmuster, Epigenetik.

Joël Kaczmarek: So wie der MS-DOS-Code sozusagen. Dieses schwarze Ding, wo man was reingeschrieben hat. Der Quellcode, ja, genau. Aber wieder, okay, in deiner Logik dann wieder, was an den Körper gebunden ist. eigentlich, ne?

Dominik Probst: Ja, an den Körper gebunden ist.

Joël Kaczmarek: Du hast ja in dem Leben gemacht, Diese ganzen Konditionierungen. Wurde ja in dem Leben so, dass der... Ja gut,

Dominik Probst: aber, ja, okay, so gesehen schon. Ja, klar, aber über deine Ahnen wurde es transportiert und du, wir haben jetzt sozusagen, ja, das ist Epigenetik. Also Epigenetik heißt ja ein Verhaltensmuster, was du selbst gar nicht mitbekommen hast, Was zum Beispiel dein Urgroßvater, den du nie kennengelernt hast, hatte. Das hat einen Einfluss auf Dich heute, und du hast damit gar nichts zu tun. Du hast dieses Verhaltensmuster nie gesehen, du hast den nie kennengelernt. Und trotzdem hat es einen Einfluss auf dich.

Joël Kaczmarek: Wie ist es, wenn jetzt jemand zuguckt? Kennst Du mal diese Memes, wenn die immer so ein Lade-Screen über dem Kopf haben, wie so eine Verbindung? Diese Memes, wenn du sozusagen, so nach dem Motto, Der prozessiert es noch im Kopf, Die verstehen gar nicht, worum es hier geht. Wenn ich mich jetzt mit dem Thema Bewusstsein schwer tue, wie komme ich da hin? Und vielleicht, Was gibt es mir dann auch, was kann ich daraus ziehen?

Dominik Probst: Dann willst du es ausprobieren. Okay. Okay. Ja, wir machen mal eine kleine Übung. In dieser kleinen Übung, Was kann passieren, um dir den Stress zu nehmen? Also im Worst Case ist es eine kleine Meditation. Im Best Case fällt sozusagen die Idee, dass du der Handelnde bist, weg.

Joël Kaczmarek: Ja, toll. Sehr beruhigend,

Dominik Probst: danke.

Joël Kaczmarek: Klingt richtig einladend,

Dominik Probst: was du hier sagst. Genau. Ja, wir können es ja mal ausprobieren. Mach mal die Augen zu, Check mal kurz bei Dir ein, Check mal einfach in deinen Atem, in deinem Körper ein. Okay. Und Ich nehme mal an, da sind jetzt ein paar Gedanken, die vorbeiziehen. Kann das sein?

Joël Kaczmarek: Geht.

Dominik Probst: Manchmal auch ein Gedankenstrom sozusagen, Strom von Gedanken, wie so ein Radiosender, wie so ein Hintergrundrauschen. Aber du kannst Gedanken wahrnehmen, aber dir ist klar, dass Du diese Gedanken nicht bist. Weil du Sie ja wahrnehmen kannst. Und vielleicht sind da auch Gefühle, welche Gefühle auch immer, völlig wertfrei. Ob jetzt völlige Freude, Angst, was auch immer. Kannst du auch wahrnehmen? Das bist du auch nicht, oder? Du bist auch nicht diese Gefühle. Vielleicht sind da auch Körperempfindungen, die du wahrnehmen kannst. Zum Beispiel?

Joël Kaczmarek: Angespannte Hände.

Dominik Probst: Angespannte Hände, ja. Genau. Hände sind angespannt, Du kannst es wahrnehmen. Also Du könntest sagen, da sind angespannte Hände, richtig? Aber du bist das nicht. Und kannst du, oder hast du eine Idee? Hast du irgendeinen, wenn ich dich jetzt frage, okay, was ist das, Was das wahrnimmt? Was ist das, was die Gedanken sieht? Was ist das, was die Gefühle sieht? Was ist das, Was die Körperempfindungen? wahrnimmt?

Joël Kaczmarek: Für mich ist es wie so eine Leuchtkugel, so eine leuchtende Seele.

Dominik Probst: Ja, und diese Seele, hat die irgendeinen speziellen Ort, wo die ist?

Joël Kaczmarek: Nur temporär, wenn dann. Das ist eine Suggestivfrage.

Dominik Probst: Nö, ist die irgendwo? Gibt es einen Ort, wo diese, Es ist ganz pragmatisch, eigentlich.

Joël Kaczmarek: Ja, die hält sich so in mir auf.

Dominik Probst: Und ist die begrenzt? Also geht die jetzt irgendwie 10 Zentimeter weit, einen Meter weit, 100 Meter weit oder keine Ahnung?

Joël Kaczmarek: Ich würde schon sagen, dass die begrenzt ist, ja.

Dominik Probst: Wie weit?

Joël Kaczmarek: Kann ich dir gar nicht sagen. Vielleicht ist sie auch nicht begrenzt. Die Skripte ist gar nicht begrenzt.

Dominik Probst: Ah. Okay.

Joël Kaczmarek: Es ist eher so, dass ihre Aufmerksamkeit auf etwas eingegrenzt ist, Aber sie selbst ist nicht begrenzt.

Dominik Probst: Mhm. Das ist ein sehr schöner Satz. Genau. Die Aufmerksamkeit auf etwas ist begrenzt oder macht vielleicht Begrenzung, aber das selbst sozusagen, Dieses Licht hast du es genannt oder Leuchten?

Joël Kaczmarek: Mhm.

Dominik Probst: Ist nicht begrenzt. Genau. Es hat keinen Bezugspunkt. Oder hat es einen Bezugspunkt? Oder ist es einfach da?

Joël Kaczmarek: Es ist einfach da.

Dominik Probst: Was macht es mit dir, wenn du das wahrnimmst?

Joël Kaczmarek: Ich finde das befriedend.

Dominik Probst: Ja. Was macht es mit den angespannten Händen?

Joël Kaczmarek: Es lockert sie.

Dominik Probst: Ja, und das ist natürlich eine andere Form von zu Hause. Als wenn du sozusagen. In dem Joël, der jetzt macht er jetzt tut, der jetzt dies macht, der jetzt das macht, drin ist. Was viel tieferes und was viel erfüllenderes und auch was viel Nährenderes und viel Glücklichmachenderes als sozusagen. Die Begrenzung der Form.

Joël Kaczmarek: Ja, ich wollte gerade sagen, es ist viel friedlicher. Es ist sehr friedlich. Gut, können wir aufhören für heute, danke.

Dominik Probst: Ja.

Joël Kaczmarek: Aber vielleicht, weil wir uns ja auch als letztes Thema, Ich habe es jetzt schon so ein bisschen eingebracht, Dieses Thema Inkarnation, Reinkarnation gesetzt haben. Was ist denn dann dein Blick darauf? Also wie, Mit welcher Absicht passiert das? Wie ordnest du das ein?

Dominik Probst: Hatte ich vorhin so ein bisschen schon angekratzt, sozusagen. Also, wenn du natürlich unfinished bist, Business hast sozusagen. Also, wenn du für dich sagst, ich muss sozusagen dies und das noch erfahren. Und wenn ich dies und das nicht erfahre, dann geht es nicht so. Dann bin ich als Seele nicht vollkommen oder nicht glücklich oder was auch immer. Dann hast du natürlich einen triftigen Grund, dann musst du ja sozusagen nochmal wiederkommen. Und Parasympathikus geht an. Genial, geht in nichts. Adrenalin fährt runter. Ja, cool. Und natürlich ist es was anderes, wenn du sozusagen, also weswegen ich auch ein bisschen, Es ist jetzt wirklich ein Blöder Satz, warum ich ein bisschen Werbung fürs Bewusstsein mache.

Ich sage oft, wenn alle Menschen sich darauf besinnen würden und auch versuchen würden, sogar zu erfahren, Was Bewusstsein ist, Dann hätten wir eine andere Welt. Wir hätten einen anderen Planeten. Weißt du, also nur aufgrund von dem sehr starken Glauben an Identitäten, an Egos, an Grenzen. Und so weiter gibt es Trouble hier auf der Erde. Das ist ziemlich problematisch, sogar im Moment. Und ich sage es mal einfach, Würden sich eine Million Menschen darauf besinnen, dass Sie das sind, wovon du gerade nur einen kleinen Eindruck bekommen. hast. Die Welt sähe anders aus. Und um nochmal auf Reinkarnation zurückzukommen, Ich glaube, wir können dieses Licht, wenn du so willst, diesen offenen Raum hier inkarnieren.

Also ein bisschen Weg von der Idee, Wir sterben und dann müssen wir was inkarnieren, sozusagen, Dann müssen wir nochmal inkarnieren oder nicht oder haben den freien Willen nochmal zu inkarnieren, Sondern wir können dieses Licht sozusagen. Hierher bringen. Also, wir können das inkarnieren.

Joël Kaczmarek: Also, es ist nicht oben definiert, wird dann unten nur umgesetzt, sondern du bist sozusagen unten. Und das ist ja Next Level.

Dominik Probst: Ja und das... Wenn das sozusagen genügend Menschen sich darauf ausrichten, ja, meiner Meinung nach wäre die Welt, dieser Planet ein friedlicherer, besserer, Schönerer Ort, auf jeden Fall.

Joël Kaczmarek: Also, es ist so ein bisschen, Eigentlich gibt es ja zwei Elemente. Das eine ist ein bisschen, Was hält dich hier in der Form?

Dominik Probst: Ja.

Joël Kaczmarek: Und das andere ist, Was hält Dich eigentlich in diesem wiederkehrenden Prozess immer wieder zu kommen?

Dominik Probst: Genau.

Joël Kaczmarek: Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, Im Prozess hält Dich quasi das Unfinished Business. Und in der Form, die eine Erfahrung, die du machen willst. Also eigentlich ein bisschen in beiden Ebenen hält Dich sozusagen dieses Unfinished Business. Du hast ja vorhin eingehend, so erzählt, Oder man kann es ja mal an einer interessanten Richtung festmachen. Ich habe lustig, dass gerade eine Drei-Frage-Zeichen-Geschichte dazu gehört. Im Buddhismus ist es ja so, dass ja die... Heißen die denn eigentlich Dalais oder Lamas oder Dalai Lamas?

Dominik Probst: Lamas Würde ich sagen.

Joël Kaczmarek: Okay, du kennst es besser. Ja,

Dominik Probst: also Buddhismus, Ich bin eher im Hinduismus, aber spezielle Form von Hinduismus unterwegs, Aber Buddhismus kenne ich mich ein bisschen aus, ja.

Joël Kaczmarek: Aber bei denen ist es ja im Prinzip so, dass sie ja sagen, dass wenn ein Dalai Lama stirbt, er sozusagen mitgibt, wo er wieder inkarniert in eine neue Seele. Also jemand, DER DALAI Lama... Eine neue Form. So. Und die Message Dahinter ist, glaube ich, Das ist eigentlich jemand, der schon erleuchtet ist, der nur wiederkommt, um anderen zu helfen. Genau. Also, das kann auch sowas sein, was dich dann in diesen Kreislauf nochmal reinbringt.

Dominik Probst: Ja, allerdings aus einer anderen Motivation. Nicht aus der Motivation von Unfinished Business, sondern aus der Motivation sozusagen der Fülle heraus. Und natürlich, um hier dem Planeten weiterzuhelfen. So könnte man das sagen.

Joël Kaczmarek: Also, ich gehe jetzt hier. Ähm... Tief und entspannt raus nach kurzem Panikmoment. Oh Gott, ich bin hier gar nicht im Driver-Seat. Ach, du Scheiße. Was ist denn hier los? Ja,

Dominik Probst: wenn ich das nicht mache, wer macht das dann? Oh, ja, okay.

Joël Kaczmarek: Von daher, danke. Also du hast mir viel abverlangt. Wahrscheinlich auch dem Publikum.

Dominik Probst: I don't know. Ich wusste gar nicht, worauf ich mich hier einlasse. Das ist wahrscheinlich echt das Gute. Ich hatte keine Ahnung.

Joël Kaczmarek: Aber von daher war das eine spannende Reise. Vielen, vielen Dank.

Dominik Probst: Ja, gerne. Danke dir auch.

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