Transcript
Joel Kaczmarek: High Five, Leute Hier ist Joel und ihr wisst, In unserem Feel Good Friday geht es um Gesundheitsthemen. Und zur Gesundheit gehört ja auch das Innenleben, also auch die Seele und die Psyche. Und in dem Fall auch die Beziehungen. Und ich habe mir gedacht, wir machen mal was ganz Relevantes, nämlich Wir sprechen über die fünf Fehler, die...
Mareike Kaczmarek: Entschuldigung.
Joel Kaczmarek: Was ist denn jetzt los?
Mareike Kaczmarek: Mein Part für Dich ist heute Schluss. Ups. Was passiert hier gerade? Hi. Hallo, Ich bin Mareike. Das zweite Gesicht von digitalkompakt. Und ich finde, das heutige Thema ist definitiv ein Thema, das ich übernehmen sollte. Und ja, der Joel, der ist jetzt erst mal aufs Abstellgleis geschoben worden, Denn heute habe ich gedacht, gehe ich mal aufs Mikro. Wir haben nämlich eine sehr, sehr spannende Folge vor uns. Ich möchte nämlich heute mit dir, Liebe Diana, Über die fünf größten Beziehungsfehler von Unternehmer und Unternehmerinnen sprechen. Und ja, wer ist da am besten geeignet? Eine Paartherapeutin, wie du das bist. Und Hi, schön, dass Du da bist. Hallo, Mareike. Schön, dass ich dabei sein kann.
Ja, ich freue mich. Wird auf jeden Fall eine sehr spannende Folge. Ich werde nachher erstmal bei Joel Gutwetter wieder machen. Dann lass uns doch mal loslegen mit den fünf größten Beziehungsfehler, die man so machen kann. Letztendlich ist es ja immer so, Erfolg hat seinen Preis. Das sind ja so diese klassischen Floskeln, die es gibt. Aber leider ist das ja nicht unbedingt eine Floskel, sondern es ist ja auch die Realität. Und mit wachsenden Unternehmen, Und das habe ich ja bei... digitalkompakt Auch erlebt, kommt es darauf an, Es gibt mehr Stress, weniger Zeit, mehr Termine. Und irgendwie bleibt ja dann auch so ein bisschen die Familie und die Beziehung auf der Strecke, weil es den Anschein hat, Es dreht sich immer nur um das gleiche Thema.
Ja, und wie kommt man dann da eigentlich so richtig raus? Warum kommen da Unternehmer und auch Unternehmerinnen schneller rein als vielleicht klassische Angestellte? Und darum soll es heute gehen. Ja, schön. Hallo, da freue ich mich. Mit dir einzutauchen in dieses Thema, was sehr relevant ist tatsächlich. Okay, super. Was wäre denn für dich? so der erste Fehler, wo du sagst, okay, Da trampelt aus Versehen und mit Absicht vielleicht sogar jeder Unternehmer oder Unternehmerin rein. Bevor es weitergeht, kurze Frage. Trifft es auch wirklich Unternehmerinnen? Oder ist das eventuell ein Männerding?
Diana Boettcher: ja. Ganz schwierig, wenn es beide Unternehmer sind. Also, wenn beide ein eigenes Unternehmen haben, das erfordert sehr viel vom Paar. Aber die erste Falle, die wirklich relativ schnell auffällt, ist gerade, wenn ein Unternehmen gestartet wird oder auch eine Selbstständigkeit, Das hat man ja da ähnlich auch, dass man das am Anfang sehr unterschätzt. Gerade in der Rushhour des Lebens, wo man dann vielleicht auch in der Kinderplanung ist. Oder auch schon Kinder hat. Dann nochmal ein Unternehmen zu gründen, dann einzuschätzen, das klappt schon, Das geht schon irgendwie nebenbei, ist aber tatsächlich wie ein eigenes Kind bekommen und das geht auch nicht nebenbei. Und das ist so einer der ersten Tücken, auf die man leider reinfällt, weil man das einfach unterschätzt, Wie viel Zeit, auch mentale Kapazität, das in Anspruch nimmt. Und es ist ja immer ein Risiko, richtig, wenn wir etwas aufbauen. Wissen wir nicht, klappt es, klappt es nicht und wir sind quasi damit verheiratet. Es wird ja auch so zu einem Teil von uns. Und das wird tatsächlich unterschätzt,
Mareike Kaczmarek: Wie viel dafür nach hinten rücken muss. Okay, also? Das erste Fehler ist, dass man das ganz einfach unterschätzt. Um dem ganzen entgegenzuwirken, was könnte man denn im Vorhinein machen? Also bevor man auch zum Notar rennt. Und sagt, wir gründen jetzt hier eine Firma oder ich gründe eine Firma. Was wäre denn davon Vorteil, um da ein Stück weit den... Die Energie rauszunehmen, dass da gleich irgendwie was in eine Abwärtsspirale geht.
Joel Kaczmarek: Aufgepasst bist Du im B2B-Marketing unterwegs, dann kennst Du wahrscheinlich dieses Problem. Viele Marketing-Tipps klingen erstmal gut, Aber sobald Du Sie auf komplexe Buying-Center, Lange Sales-Zyklen oder erklärungsbedürftige Produkte überträgst, wird's schwierig. Und genau darum ging es in der OMR Masterclass KI im B2B-Marketing von Morefire. Die Session mit Robin Heinzel war restlos ausgebucht. Und genau deshalb gibt es jetzt die Aufzeichnung und das Handout zum Download für dich. Und das Beste, Das ist kein Sales Pitch, sondern pure Praxis. Du bekommst konkrete Tipps und Cases für B2B-Unternehmen von SEO über Content-Erstellung und Customer Journey bis hin zu Marketing Automation mit KI und der Verbindung von Marketing und Sales. Und egal, Ob du gerade erst anfängst, KI in den Marketing-Mix zu integrieren oder schon tief am Thema bist, Die Inhalte sind so aufgebaut, Dass du sie auf dein eigenes Setup adaptieren und direkt in die Umsetzung gehen, kannst. Also schau in die Aufzeichnung und das Handout der OMR Masterclass KI im B2B-Marketing von Morefire. Und sichere Dir die Aufzeichnung Plus Handout ganz einfach unter folgendem Link. digitalkompakt.de/omr Und wie immer flinke ich das auch nochmal auf unsere Sponsorenseite. Ganz einfach unter digitalkompakt.de/sponsoren.
Diana Boettcher: Ja, so ein bisschen zu schauen, ganz realistisch, Wie war unser Leben vorher? Also was gab es so? Fixe Abendbrotzeiten, zum Beispiel. Es ist wirklich auch nochmal ein Unterschied, hat man Kinder, hat man keine Kinder. Das ist eh die größte Herausforderung mit Kindern, weil Da werden uns einfach von außen auch Zeitvorgaben gegeben, dass man sich das Leben, Diesen Zeitplan, den man vorher hatte, mal realistisch anschaut und schaut wirklich, Wie wird der sich realistisch verändern. Was wird vielleicht erstmal nicht mehr stattfinden können. Gerade Themenwochenenden, weil gerade in so einem Start von einem Unternehmen oder einer Selbstständigkeit, Da wird natürlich alles, was man in der Woche nicht schafft, gerne auch aufs Wochenende gepackt. Und wenn dann aber dort Paarzeit oder Familienzeit ist, oder auch Zeit für sich, Die glaubt als Erstes immer dran, oder die muss immer als Erstes dran glauben und da wirklich realistisch zu schauen. Es wird mehr Zeit brauchen als fünf Tage die Woche oder 40 Stunden die Woche. Das ist wirklich das, um das Versuchen einzuplanen, um auch Enttäuschungen, Gerade, wenn es um Partnerschaft geht, Enttäuschungen vorzubeugen. Und auch ins Gespräch zu gehen, Was ist eigentlich unantastbar. Gibt es so Rituale, Zeitfenster, die sich gut bewährt haben? Und die sollten unantastbar sein, dass das kommuniziert wird.
Mareike Kaczmarek: Wenn ich jetzt auf die Anfangszeit von digitalkompakt zurückgucke, das war ja 2015 im Oktober, Das ist ja schon eine ganz, Ganz lange Zeit her. Damals habe ich überhaupt nicht darüber nachgedacht, dass eventuell am Anfang natürlich die Selbstständigkeit viel Raum einnimmt, das ist das eine, aber dass sich ja mit der Zeit aber auch die Rollen wieder ändern, dass ja auch meine Rolle sich ändert als Partnerin, in dem Fall aber auch als Mutter. Wie kann man da gucken, dass man da nicht in so einem... Konflikt Dann reinkommt, wenn man dann nach ein paar Monaten oder nach ein, zwei Jahren merkt, ah, okay, Es läuft einigermaßen und dann aber merkt, okay, Irgendwie ist der Partner, der außerhalb des Unternehmens ist, plötzlich so unzufrieden, weil die große Last des Daily Doings zu Hause plötzlich bei ihm liegt oder bei ihr liegt.
Diana Boettcher: Und die Frage weiß, was ich als Unternehmer oder Unternehmerin tun kann.
Mareike Kaczmarek: Genau, ob man da vorher sozusagen, irgendwie einen Konsens finden kann.
Diana Boettcher: Naja, Das Ding ist, Man kann vorher versuchen, Das machen ja auch die meisten, einen Konsens zu finden. Wichtig ist, wenn der gelebt wird, Wie fühlt er sich dann an? Wie fühlt er sich vor allem für den Part an, der zu Hause bleibt oder irgendwie die Care-Arbeit mehr übernimmt, da den Rücken frei hält, da immer wieder einzuchecken, wie fühlt sich diese? Es ist am Ende die weniger attraktivere Rolle an. Okay, das ist vielleicht jetzt sehr bewertend, Aber das wird einfach auch in den meisten Fällen so empfunden, da immer wieder einzuchecken und nachzujustieren. Was bei diesem Einchecken passiert, ist, dass das Paar sich sieht, also, dass derjenige auch gesehen wird. Und das ist eigentlich das, was meistens als sehr schmerzlich empfunden wird.
Dass es als sehr selbstverständlich gesehen wird. Ja, wir haben es jetzt so ausgemacht. Jetzt wird es ausgeführt. Wenn es jetzt jemandem schlecht damit geht, gibt es den Raum, dass wir darüber sprechen. Gibt es dieses Einchecken, wie geht es dir damit? Wie fühlst du dich? Und manchmal reicht es eigentlich auch, das mitzuteilen, dass es vielleicht nicht so attraktiv ist, Nicht so einen Spaß macht, hier und da auch anstrengend ist. Aber eingecheckt wird, Wir sind aber noch committed. Und man dann so ein Mitgefühl bekommt, gesehen zu werden und auch eine Dankbarkeit zu bekommen. Ja, das ist ja auch ganz wichtig. Ich sehe, was du leistest, ich sehe deine Rolle und was mir das bedeutet. Das ist sowas, was eher auf so ein emotionales Gespräch hinführt.
Quasi miteinander, um diese emotionale Verbindung zu stärken in diesen unterschiedlichen Welten, in denen wir dann unterwegs sind.
Mareike Kaczmarek: Okay, also halt mir fest, Fehler. Nummer eins ist, Das komplette Unterschätzen von Workload und den ganzen Änderungen innerhalb der Familie, innerhalb der Beziehung, Die Dynamiken, die sich ganz einfach ändern.
Diana Boettcher: Genau, ja. Okay, super. Fehler Nummer zwei. Fehler Nummer zwei. Ich gucke mal gerade hier so ein bisschen auf meinen Zettel, und dann nehme ich mal den anderen Fehler raus, der oft passiert, ist natürlich, dass wenn etwas wie ein Unternehmen entstehen ist, Dann ist das natürlich, was sehr aufregendes und was sehr vereinnahmend ist. Und die Gefahr ist einfach groß, dass ganz viel darüber gesprochen wird. Übers Unternehmen, Was da gerade passiert, ja, dass das quasi den gesamten Gesprächsstoff füllt. Das ist am Anfang auch spannend. vielleicht, ja, Und es ist dann auch toll, als der Partner oder die Partnerin mitgenommen zu werden. Wenn sich das dann so entwickelt, Dass das irgendwie zu 80 Prozent nur noch Raum einnimmt, dann kann es schwierig werden, ja, weil es ja auch schon zeitlich so viel Raum einnimmt.
Und wenn dann die Gespräche auch noch damit belagert sind, ja, dann gibt es... Gibt es keine Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit. Und das ist vielleicht auch so ein wichtiges Thema. Und was dann halt auch zu sehen ist, dass derjenige, der jetzt so involviert, ist, in diesem Unternehmen, tatsächlich ja auch nicht wirklich viele andere Themen hat. Also, das ist ja dann auch eine Realität. Worüber soll der oder die sich dann noch unterhalten? Das kann dann manchmal auch schwierig werden. Weil die Realität dann wirklich so ist, dass alles stehen und liegen gelassen wird. Und alles Zeit und Energie in dieses Unternehmen investiert wird. Und dann bleibt nicht mehr viel von der Person übrig, in die man sich damals auch verliebt, hat.
Mareike Kaczmarek: Persönlichkeitsebene miteinander hat oder Hobbys geteilt hat oder andere Erlebnisse geteilt hat, Wenn dann sich alles um das Unternehmen dreht. Naja klar, das ist ja, Letztendlich ist es komplett raumeinnehmend. Also man denkt den ganzen Tag drüber nach und... Wahrscheinlich wird es vielen so gehen, dass sie auch abends im Bett liegen oder nachts dann eventuell Themen wälzen. Und klar, dann verschwinden bestimmte Gesprächsthemen. Was sind so diese typischen Gesprächsthemen, wo du sagst, das sind so die ersten, die dann darunter eigentlich leiden, die dann erst mal aus der Kurve fliegen?
Diana Boettcher: Wenn das Paar noch frisch zusammen ist, Da geht es natürlich schon viel auch um die Paarebene. Ja, wie geht's dir mit mir? Wie geht's Dir mit mir, mit uns? Das da so auch gerade so so... Private Freizeitthemen, Man unterhält sich vielleicht mehr über die Familie, über mehr Freunde, hat dann auch noch Hobbys, wo man da auch noch was teilt. Man plant mehr dieses private Leben auch miteinander. Die Sachen fallen dann eher weg. Und auch wenn Kinder da sind, kann es gut sein, Dass der Part, der so ein bisschen raus ist, Da weniger mitzuteilen hat, weil es weniger Kontakt gibt. Punkte und weniger Erfahrungsräume gibt.
Mareike Kaczmarek: Naja, auch der Punkt, Da spreche ich jetzt aus eigener Erfahrung, wenn das Unternehmen so dominiert. Und das ist ja auch wichtig. Und das macht Spaß. Und da hat ja dann der Partner eine Leidenschaft daran, Dann kommen aber die eigenen Themen plötzlich, kommen sich so plötzlich unwichtig vor. Wenn ich dann darüber erzählen möchte, wow, Das Kind hat heute zum, hat jetzt endlich gegessen und oder? Aber ich habe jetzt den Haushalt geschafft, was können wir denn jetzt noch kaufen? Für die XYZ-Ecke in der Küche? Es wirkt ja alles so belanglos und dieses Gefühl von das, was ich eigentlich in meiner Welt gerade lebe, ist gar nicht so wichtig für den Partner. Das macht, glaube ich, wahnsinnig viel. Ja, und das ist das Spannende, Mareike, tatsächlich,
Diana Boettcher: Ob ich als dieser Part quasi das schon vorwegnehme und denke, Es ist nicht wichtig für den Partner und es damit zurückhalte. Und dann so ein bisschen in so etwas vielleicht Trauriges, auch eingeschnappt. Ob das gehe, weil eigentlich will ich, dass mein Partner nachfragt, wie ist das explizit? Und er fragt es dann nicht nach, weil er es nicht auf dem Schirm hat. Dann ist das eine schwierige Dynamik. Aber wo ich als diejenige da schon etwas entschieden habe, ohne den Partner mit reinzuholen. Das andere ist, das dann natürlich zu teilen, zu sagen, dieses Gefühl habe ich, wie siehst du das? Oder was auch passieren kann, ist, dass ich das für selbstverständlich teile, weil das ist ja mein Leben.
Ja, das... Das passiert in meinem Leben, mit den Kindern oder auch mit meinem Job, der vielleicht jetzt nicht so ein großes Unternehmen ist. Und ich erlebe bei meinem Partner dann eine desinteressierte Reaktion. Weil mein Partner das bewertet wie, das ist jetzt wirklich nicht so wichtig. Und nicht so Welthabend und überhaupt. Das tut richtig weh. Und dann, Wie gehe ich dann damit um? Wie erteile ich dann meine Verletztheit? Und spreche über mein Bedürfnis, da auch wirklich gesehen und ernst genommen zu werden. Und dass das nicht verglichen wird in der Wertigkeit. Oder ziehe ich mich da auch eher zurück? Oder gehe ich eher in den Angriff? Und sage, ja, was denkst du denn, wer du bist und überhaupt?
Und tralala. Dann sind wir halt super im Konflikt.
Mareike Kaczmarek: Aber ich glaube, da zeigt sich, glaube ich, Auch ganz viel, wie man in der Vergangenheit damit umgegangen ist. Also was in einem drin liegt, wenn man sich verletzt fühlt. Zieht man sich zurück, geht man ins Schweigen? Oder aber konfrontiert man mit Wut und Aggression oder beendet man sich vielleicht sogar an andere außerhalb?
Diana Boettcher: Oder macht sich voreinander nackig. Das ist dieses sich verletzt zeigen, wenn wir wirklich verletzt sind. Und es stimmt, Mareike, Durch so eine herausfordernde Lebensphase wie eine Unternehmensgründung zeigt sich auch ein Muster in einem Paar, das vorher zwar auf der Oberfläche gut funktioniert, hat, aber in der Tiefe eher dysfunktional war, weil DAS Paar... So schwierige Momente irgendwie vermieden hat oder immer wieder aneinandergeklecht, ist, es aber nicht lösen konnten. Und danach hat sich die See wieder beruhigt und dann bis zum nächsten Mal. Das zeigt sich dann auch, wie stabil. So eine Beziehung in der Tiefe ist, wie sie dann mit so kritischen Situationen, die ganz normal sind, dass die auftauchen, sagt nichts über die Verbindung des Paares aus, sondern wie das Paar damit umgeht.
Das ist entscheidend. Kann man das vorab eventuell schon sehen? Oh, wenn es darauf ankommt, wird es schwierig zwischen uns. Genau, das ist dann wirklich das Thema der Streitkultur, der Konfliktkultur. Wie handhabt das so ein Paar? Wie zeigt sich das? Sind wir eher ein total harmonisches Paar und wir streiten uns nie vor sich? Oder sind wir die totalen Streithähne? Und die ist es dann danach. Klächen wir da immer wieder aufeinander? Ist das unser Muster? Oder haben wir Konflikte? Und die sind natürlich total nervig. Aber können wir trotzdem gut in Verbindung miteinander bleiben? Können wir Sie lösen? Im Sinne von können wir einander sehen? Gibt es Verständnis füreinander? Bleiben wir im Kontakt?
Können wir danach zusammen auf die Situation schauen? Und dafür sorgen, dass es jedem gut geht, dass es beiden gut geht oder halt nicht.
Mareike Kaczmarek: Daran kann man es meistens erkennen. Das ist total spannend. Du hattest das vorhin schon kurz angedeutet. Letztendlich ist so ein Unternehmen gründen, so ein bisschen wie so ein Kind bekommen. Und irgendwie, wenn du das jetzt so sagst, da sehe ich so viele Parallelen, dass man eigentlich sich vorab schon mal Gedanken machen sollte, Wie sind dann die Rollen, Wie ist die Rollenverteilung. Im Gespräch miteinander bleiben, wie es einem geht, Was die Sachen mit einem machen, was bei einem selber los ist. Das ist total spannend und trotzdem ist es ja anders als bei einem Kind. Finde ich sehr schön. Hast du denn eine Idee, wie genau aber solche Gespräche wieder in Schwung kommen können? Also wenn man merkt, bei Joel und mir war das die ganze Zeit auch so am Anfang. Es ging unglaublich viel. Um das Unternehmen und Aufbau und so weiter. Wir hatten da parallel dazu ein neun Monate altes Kind. Also, wir hatten ja die Situation, dass wir ja schon zu dritt waren. Was hast Du so für Tipps und Anregungen, Wie diese Paare wieder in Schwung kommen, Dass es eben auch mal nicht nur ums Unternehmen geht und was da gerade alles total wichtig ist. Und krisiert? Ja, also. Wichtig ist natürlich erstmal diese wertschätzende Kommunikation.
Diana Boettcher: Das anzuerkennen, dass da dieses Bedürfnis da ist, dann darüber viel zu sprechen. Und die Wertschätzung, Anerkennung dafür, dass auf der anderen Seite halt nicht so ein ausgeprägtes Bedürfnis da ist. Und auch ein Bedürfnis nach anderen Gesprächsthemen. Das ist ganz, ganz wichtig. Dann fühlen wir uns gesehen, und dann ist erstmal mit uns alles, mit unseren Bedürfnissen Alles okay. Das ist ganz wichtig, dass das gar nicht diskutiert wird, Dass der eine, dass beide unterschiedliche Bedürfnisse haben. Und wenn... Dann das Paar, sich Krumm Mittel zu sagen, gut, wie gehen wir jetzt damit um? Das ist relativ simpel. Entweder Wir geben uns Zwischendrin einfach ein Zeichen. Wir vereinbaren so ein wertschätzendes Zeichen wie, Ich höre dir jetzt noch, ich merke meine Kapazität, die kommt so ans Ende.
Ich gebe dir jetzt noch so ungefähr fünf Minuten, Teile gerne mit mir, Was total wichtig ist für dich, was ich noch... Wissen müsste oder was du gerne teilen möchtest. Und dann lass uns Bitte das Thema wechseln. Das geht nur, ganz wichtig, wenn wir vorher darüber gesprochen haben, dass wir das machen. Das geht nicht in dem Moment, Ich entscheide das, ich nehme das mal als Tipp mit. Ja, Diana Boettcher hat gesagt, ich soll das so sagen. Und dann fühlt sich der Partner oder die Partnerin schnell auf den Stift getreten. Wie, Ich habe nur noch fünf Minuten, Was soll das denn heißen? So, ganz wichtig, das vorher zu besprechen, sich darauf zu verständigen. Reichen fünf Minuten oder zehn Minuten. Und dann sollte das Signal von demjenigen kommen, der merkt, kann da einfach nicht mehr so lange zuhören.
Das ist eine Idee. Oder wenn diese Situationen sehr unangenehm sind, vorher einfach zu sagen, ich weiß nicht, An den und den Tagen wird bitte nicht über die Arbeit gesprochen oder an dem und dem Date, wenn wir eine Date Night haben, zum Beispiel, Wir nehmen das Thema komplett raus. Also, da gibt es so viele kreative Möglichkeiten, dass das... Das muss das Paar vorher miteinander besprechen. Und dann soll es natürlich Zeiten geben, wo man sagt, da höre ich dir total zu. Oder was auch zum Beispiel wichtig ist, Es stehen bestimmte wichtige Termine an im Unternehmen. Und da braucht man auch diesen emotionalen Support von der Partnerin oder dem Partner, dass man das auch kenntlich miteinander macht und dann auch die Partnerin oder der Partner gut vorbereitet ist, dass jetzt im Gesprächsstoff das Thema viel Raum einnimmt.
Eine andere Sache ist natürlich, Derjenige, der das Unternehmen gegründet hat, Wenn der nicht noch andere Themen hat, ist wahrscheinlich auch ein guter Hinweis, Da trotzdem auf sich zu schauen und eine gute Work-Life-Balance zu finden. Ja, da spricht ja auch nichts dagegen, Das auch in den Anfangszügen des Unternehmertums irgendwie sich Stück für Stück anzueignen und dann auch größer zu machen. Da auch ruhig hinzuschauen, Welchen Teil von mir. Stelle ich jetzt Dolle zurück, den ich vielleicht jetzt wieder integrieren darf, Stück für Stück, der mich als Mensch, in meiner Persönlichkeit auch ausmacht. Was macht mir noch Freude? Und wie kann ich das ein bisschen mehr in mein Leben integrieren?
Und dann auch das, um auch darüber zu sprechen, zum Beispiel.
Mareike Kaczmarek: Was ich auch so als wirklich guten Tipp empfinde, im Schlafzimmer zum Beispiel nicht über Arbeit reden. Also vor allem auch nicht kurz vorm Einschlafen. Diesen Fehler haben wir ein ums andere Mal auch schon gemacht, dass wir dann... Irgendwelche Finanzthemen gewälzt haben. Oder ja, da kam die E-Mail rein und das hat mich auch geärgert. Und dann hat man sich hochgepusht. Und ja, dann nimmt man das damit in den Schlaf. Also Schlafzimmer nur für Bettgeflüster, aber nicht übers Unternehmen.
Diana Boettcher: Ja, das ist ein sehr guter Tipp. Vor allem auch gerne Orga-Themen rauslassen. So kurz vorm Schlafen gehen über irgendwelche Orga-Themen sprechen, Kinderthemen. Alles, was nochmal Dolle auffüllt und belastet. Lieber dann zu gucken, wenn das immer wieder... passiert, Dann braucht es klare Zeitfenster, wo wir als Paar nicht kurz vorm Schlafen gehen, über Sowas sprechen, sondern vorher. Absolut, guter Tipp. Dankeschön. Super, das war also, Wir reden ständig nur noch über die Firma, beziehungsweise über das Unternehmen. Was ist Fehler? Nummer drei in deinen Augen? Ein großer Fehler, den wahrscheinlich auch viele so kennen, aus ihrem Elternhaus, ist dieser Spruch, Ich tue das doch alles nur für uns.
Ja, genau. Vor allem, Das wird ja dann auch nur gesagt, wenn es in kritischen Momenten irgendwie eng wird, Wenn die Partner oder der Partner Unmut äußert, Unzufriedenheit äußert, auch Kritik äußert. Dann so, diese Packsituation hervorzurufen, die dann sagt, ich bin ja gar nicht schuld, ich mache das ja, ich muss das machen, und ich mache das auch noch für uns, also auch für dich. Deswegen darfst du mich jetzt eigentlich nicht kritisieren, sondern du musst eigentlich dankbar sein. Oder sogar noch schlimmer, du bist ja auch mit Schuld an der Situation. Was kritisierst du mich? Und das ist eine ganz, ganz schlimme Situation, die wirklich ganz schwierig ist, die aber, wenn jemand so einen Satz, sagt.
zeigt, dass jemand einfach auch in der Verzweiflung ist und nicht weiter, weiß. Aber das ist super schädigend, natürlich für die Beziehung und für die Partnerschaft, Weil dann gibt es oft diese, entweder diese Rückzüge. Ja, okay, ich bin ja hier auch. Ich weiß nicht, Manchmal gibt es auch finanzielle Abhängigkeiten, dann in Beziehungen. Dann zieht man sich eher zurück oder man fängt dann wirklich an, zu diskutieren. Ja, aber ich wollte das gar nicht. Das war, Hast du doch ausgesucht. Dann lassen wir das gleich. Ja. Dann will ich das auch so nicht, wenn das so aussieht. Und da kommt so ein Paar dann nicht weiter, tatsächlich.
Mareike Kaczmarek: das ist so ein Totschlagargument. Also letztendlich beendet es. Oder erstickt es eigentlich jedes Gespräch im Keim, weil es halt auch so eine schöne, bequeme ausrede dann ist. Ja, also, ich mache das doch nur alles für euch.
Diana Boettcher: Ja, es ist wie diese Notfallbremse im Zug. Ja, das Zug wird angehalten. Und dann stehen alle so da und wissen dann auch nicht so richtig weiter. Und dann geht es aber dann weiter wie bisher. Es verändert sich dann nicht. Und das ist sehr frustrierend. Und zumal das auch so nicht stimmt. Weil wenn das passiert, dann zeigt es, dass das Paar nicht zusammen unterwegs ist. Dass sie, auch wenn Sie am Anfang Committed waren, Dass der Partner oder die Partnerin ein Unternehmen gründet, Müssen Sie diesen Weg trotzdem gemeinsam gehen. Wenn jemand Sowas sagt, dann zeigt es eigentlich, dass sie gerade getrennte Wege gehen, Dass jeder in seiner Welt lebt, dass es wenig Verbindungen gibt und dass Zeit nicht gemeinsam bestaltet wird, Sondern, dass sich der eine dem anderen gegenüber machtlos und hilflos fühlt.
Mareike Kaczmarek: Was ist da so? Die gängige Reaktion des Partners, der diesen Satz gesagt, bekommt?
Diana Boettcher: Also, wie gesagt, entweder so ein totaler Rückzug aus, so einer Abhängigkeits... Position heraus, ja, und dann immer mehr Abspaltung voneinander, ja, was sehr gefährlich ist, Dann lasse ich dich auch nicht mehr in meine Welt, ja, wenn du mich quasi so zurück, also den anderen wegstoßen, richtig, ja. Und das andere ist natürlich ein Gegenfeuern, ja, so ein Gegenfeuern, so, nee, das stimmt nicht, So will ich das aber nicht, dann halt nicht, ja. Und dann verheddert man sich sehr an so einer Konfliktspirale miteinander.
Mareike Kaczmarek: Erinnert mich so ein bisschen an das Thema Haushalt. Ja, kannst du das nicht mal, ja, aber ich mache doch, ja, aber ich mache ja auch immer, führt am Ende auch zu gar nichts. Wenn jetzt der Partner oder die Partnerin, also der Unternehmer oder die Unternehmerin genau diesen Satz fallen, ist, Was dann? Also wie kann das gegenüber reagieren? Und wenn es dem Unternehmer, Unternehmerin auffällt, Ach, kacke, Was können die nächsten Schritte sein, um da sozusagen rauszukommen? Also erstmal wirklich zu sagen, darum geht es jetzt nicht. Ja, es geht jetzt nicht darum, dass der Partner oder die Partnerin das... Für die Familie tut,
Diana Boettcher: darum geht es nicht. Es ist ein bisschen wie den Schauplatz wechseln. Und darum geht es nicht. Es geht eher zu bleiben bei dem Thema, Es gibt hier eine Unzufriedenheit, und wir müssen gemeinsam auf diese Unzufriedenheit schauen. Weil meine Unzufriedenheit hat auch, was mit dir zu tun. Wir sitzen gemeinsam in einem Boot. Wenn ich mit meiner Unzufriedenheit alleine bleibe, dann wird es das unser Boot vergiften. Es ist einfach so. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe. Und dann dürfen wir wirklich gemeinsam hinschauen. Und dann darf auch wirklich der Partner, der da sozusagen, mit diesem Satz auch, Wie nennt sich das, zum Schweigen gebracht werden soll, ja, das natürlich nicht tun.
Aber auch weder in den Rückzug zu gehen, noch in den Kampf zu gehen, sondern wirklich da zu bleiben. Und sagen, gut, Dann müssen wir die Diskussion jetzt vertagen, weil so brauchen wir nicht weiter diskutieren, ja. Das fühlt sich für mich so und so an. Ich möchte mit dir wirklich gucken, dass sich was in unserem Leben ändert, weil ES so... Ist es für mich schwierig. Ja, so fühle ich mich unzufrieden und ich würde gerne dich integrieren. Ich will dir nicht sagen, was du machen sollst, und ich will aber auch nicht gehört bekommen, was ich machen soll, ja, sondern es ist was Gemeinsames. Und dann ist es wirklich wichtig, lieber das Gespräch zu vertagen und sich ein gemeinsames Setting zu suchen, ja, das ungestört ist, das vorbereitet ist und sich in Ruhe hinsetzen, Weil.
Es ist ein hochsensibles Thema für beide. Und das zu respektieren, das kann man nicht zwischen Tür und Angel machen, Was leider die meisten Gespräche bei Paaren sind, dieses Setting zwischen Tür und Angel, kurz vorm zu Bett gehen. Oder beim Essentisch, wo ein Appetit vergeht. Und dann noch irgendwie die Kinder vielleicht noch dabei sind.
Mareike Kaczmarek: Das ist ganz, ganz wichtig. Ich bin nicht immer wieder erstaunt, dass das bei uns gut funktioniert hat. Bis dato. Also war es doch schon eine wahnsinnige Herausforderung, nicht nur als Beziehung, wenn man nur sich... Zu zweit hat, sondern wenn dann ein oder zwei Kinder oder noch mehr, dann dazukommen und die ja schon per Se. Eine Herausforderung sind für Eltern. Und wenn dann sozusagen das Unternehmen, wo eine finanzielle Abhängigkeit oder ein finanzielles Risiko mit drin ist, Auch viel Persönliches, was man reinsteckt, eine Leidenschaft und natürlich auch dieses, Ich will das schaffen, Das sind unglaublich, viele Dynamiken. Also ein Kompliment an Joel und mich, dass wir das bis dato gut hinträgen. Ja, ich glaube,
Diana Boettcher: eure Stärke ist auch wirklich so dieses, Ihr seid ja da gut strukturiert, auch aufgestellt. Also, so wirkt es im Außen. Und ihr habt halt diese emotionale Verbindung, auf die ihr auch immer wieder acht gebt. Ja,
Mareike Kaczmarek: das hattest du vorhin auch angesprochen. Und das ist ein ganz, ganz großer Punkt, diese Kommunikation. Und reden bis zum Abwinken. Und wenn es einem stört und auch wenn es einen selbst beschämt. Und ich glaube, das ist aber ein ganz großes Problem, dass ganz viele gar nicht äußern können oder sich trauen, zu äußern, was Sie eigentlich beschäftigt oder wie sie es gerade anfühlt. Sobald es in eine Richtung geht, das kann ich nicht sagen. Ich schäme mich. Ich traue es mir ja gar nicht richtig zu denken, geschweige, denn auszusprechen. Und das ist schwierig, da reinzukommen. Das verstehe ich total. Ich habe dafür auch jahrelang gebraucht, das zu machen. Mittlerweile sage ich mir, was bringt es mir, mich da zurückzuhalten? Dann lieber sage ich das einmal und gehe einfach durch diese Peinlichkeit. So empfinde ich das auch. Ich merke dann, wie meine Wangen dann rot werden und wie mir so die Hitze in den Kopf steigt. Aber ich denke mir dann, dann sage ich das einmal und dann kann man dann damit arbeiten. Wohingegen das zurückhalten und das nichtzumachen? Führt uns ja am Ende dann eigentlich nur zu dieser Mauer, die dann langsam entsteht. Also das war Fehler. Nummer drei. Ich tue alles nur für uns. Fehler Nummer vier. Was hast du dir, Hadi, überlegt?
Diana Boettcher: Da habe ich überlegt und zwar. Diese andere Seite, dieses, dass der Unternehmer oder die Unternehmerin so ein Stück weit denkt, dass der Partner oder die Partnerin diese ganze Unternehmerwelt gar nicht versteht. Das ist ja auch ein Mikrokosmos für sich, muss man ja auch sagen, richtig? Aber wir leben alle irgendwo in unserem Mikrokosmos. Wenn wir dann quasi in unserer Welt unterwegs sind, ist das ja auch immer irgendwie ein kleiner Mikrokosmos. Aber ich sage mal, wenn wir jetzt bei Unternehmern bleiben, Die sind natürlich dann auch mit anderen Unternehmern in Kontakt. Der herrscht ja dann auch so ein bestimmter Vibe. Und man spricht dann über diese Themen, die dann quasi gerade da je nach Branche auch angesagt sind.
Und wenn man dann quasi einen Partner oder eine Partnerin zu Hause hat, die aus einer ganz anderen Welt kommt, das spürt man früher oder später schon. Und da ist es dann wirklich wichtig, können wir einander immer wieder mitnehmen in unsere Mikrokosmen, denen wir so unterwegs sind. Wir müssen das nicht gleich empfinden, das ist ganz wichtig. Wir müssen auch nicht so super eng sein. Also die Partnerin oder der Partner muss jetzt nicht auf jedes Event mit, um da wirklich voll mit einzutauchen. Das muss nicht sein. Aber, dass es so eine Offenheit und Interesse gibt. Und auch, das ist wichtig, gerade wenn wir uns auf einem neuen Feld befinden. bewegen. Und das ist nicht nur mit Unternehmensgründung, so, sondern auch.
Manchmal entdecken wir ja sowas wie ein neues Hobby oder eine neue Leidenschaft. Und dann gehen wir da voll auf. Und wie können wir da trotzdem unseren Partner mitnehmen? Oder unsere Partnerin? Das erfordert oft das Thema Zeit. Das heißt, ich muss mir ein bisschen mehr Zeit nehmen, um dem anderen mehr zu beschreiben, mehr zu erklären. Und dann Es darf natürlich auf der anderen Seite auch Interesse da sein, weil macht das natürlich viel mehr Spaß. Wenn wir aber merken, es wird irgendwie alles beschwerlich, und das sind dann auch die Vibes zwischen uns. Ich erzähle, was aus meiner Unternehmerwelt. Meine Partnerin oder mein Partner reagiert jetzt nicht sofort total euphorisch oder interessiert.
Dann habe ich natürlich auch weniger Motivation zu teilen. Dann teile ich weniger, ziehe ich mich mehr zurück und gehe dann auch eher, Also bilde mir so ein Narrativ. Afro Der andere kann diese Welt einfach nicht verstehen.
Mareike Kaczmarek: Deswegen kann er sich nicht so für mich freuen, wie ich das gerade tue. Was mache ich denn aber als, jetzt in meinem Fall? Partnerin, jetzt nicht auf digitalkompakt zu besuchen, das muss ich jetzt immer noch dazu sagen, nicht, dass das die Leute auf digitalkompakt beziehen. Aber was mache ich denn, wenn es mich einfach nicht interessiert, was der da macht? Also was mache ich dann? Also wenn ich dann ganz ehrlich sage, du, Ich finde das ganz toll, dass du mir das alles erzählen willst und ich freue mich total für dich. Aua Es interessiert mich nicht. Das macht ja auch viel mit dem Partner. Also was tue ich denn da? Ergebe ich mich dem Ganzen und versuche mich da rein zu wursteln, gehe aber über meine eigenen Bedürfnisse hinweg. Und dann ist es ja auch nicht authentisch. Oder aber versuche ich Verständnis beim Partner zu. Zu bekommen, was es mich interessiert.
Diana Boettcher: Ja, es ist natürlich so, also eine Idee wäre natürlich auch, wirklich differenziert hinzuschauen, was genau interessiert mich davon nicht, ja. Weil wenn mich so gar nichts interessiert, dann ist es natürlich auch schwierig, ja, weil dann haben wir wirklich nicht so ein, Also so ein Grundinteresse am Leben des anderen sollte schon da sein, ja, um eine gute Beziehung zu führen, ja. Also ohne ist es halt wirklich schwierig. Dann haben wir was Platonisches. Und Funktionales, aber nicht was verbundenes und Lebendiges. Deswegen ist es da, wichtig zu schauen, Was genau killt das Grundinteresse? Ist es das Ausschweifende? Erklären? Ist es das Detailverliebte? Erklären, wo ich einfach kognitiv auch aussteige?
Und dann dürfen wir uns in so einem Gespräch eine Rückmeldung geben. Ich höre dir prinzipiell total gerne zu und möchte gerne wissen, was bei Dir passiert. Sei aber bitte so nett. Verlier dich nicht in Details, weil dann verlierst du mich im Gespräch. Oder halte dich? Bitte bei den und den Themen ein bisschen kürzer, weil die mich an sich gar nicht so doll interessieren. Aber ich würde schon ganz gerne auf der Oberfläche, was mitbekommen, weil ich sehe, dass dir das wichtig ist. So Kommunikation lebt viel von Rückmeldung. Backschleifen. Jemand sendet mir was und ich merke, es macht was mit mir. Wenn es irgendwo ein Störgefühl auftaucht, gleich mitteilen, sich synchronisieren miteinander, sich aufeinander einstellen.
Dankbar sein für die Rückmeldung, Das ist auch wichtig. Da kann ja dann auch, was Empfindliches passieren. Deswegen wertschätzende Rückmeldung ist immer ganz wichtig. Aber auch die kann nicht garantieren, dass es dem anderen, dass sich der andere auf den Schlips getreten fühlt. Da müssen wir dann auch wieder als Paar emotional gut wieder in Balance kommen. Miteinander und sich dann so einstimmen aufeinander. Also, das ist das Einzige, was wir machen können. Und das ist ein bisschen Arbeit, gerade bei einer neuen Thematik. Und gerade, wenn wir das so vorher nicht hatten. Und diese Arbeit vermeiden wir in der Regel. Und was dann passiert, ist leider das, was du ja auch gesagt hast. Ich lasse es dann bei mich ergehen.
So weit, dass mein ganzes Grundinteresse, was ich vorher hatte, total gekillt wird. Und ich dann irgendwann an dem Punkt bin und sage, ich möchte davon nichts mehr hören, bitte. Und der andere versteht das überhaupt nicht, Weil bis dato hat die Partnerin oder der Partner immer zugehört.
Mareike Kaczmarek: das hat man auch schon bemerkt, aber dann dieser harte Cut, Der ist dann auch eher beziehungsschädigend. leider. Aber kann es funktionieren, dass man... Sich darauf einigt, okay, du, das ist deine Welt, Ich mag davon gar nichts hören, ich kann damit nichts anfangen. Und der Partner das akzeptiert. Also kann das funktionieren? Es kann so vieles funktionieren. Die Frage ist immer, funktioniert das für das Paar? Funktioniert das für beide? Klar, es gibt Paare,
Diana Boettcher: die, wenn man Sie fragt, die sagen, die sind glücklich, Ich will von seiner Welt oder von ihrer Welt da überhaupt nichts wissen. Und dann haben die vielleicht genug andere Bereiche, ja, wo Sie sich verbunden. Oder es ist prinzipiell ein Paar, Das sagt, Wir sind froh, dass wir einfach nur irgendwie unter einem Dach wohnen. Und wir wollen dann gar nicht so viel. Also, es gibt ja so viele Paar-Modelle. Es gibt natürlich auch immer ein Ideal, aber bei Idealen ist es immer wichtig, passt es zu uns, fühlt sich das für uns gut an. Das kann durchaus sein, Die Krux ist ja immer, In einer Partnerschaft für den einen passt es, für den anderen aber nicht. Und dann haben wir ein Thema miteinander, was wir in unserer Beziehung.
Behandeln dürfen und einen Mittelweg finden dürfen, der für beide passt. Ist das für Paare, wo beide selbstständig sind, eine besondere Herausforderung? Oder ist das eher nur von Vorteil? Das ist eine tolle Herausforderung, weil Zeit einfach so eine verknappte Ressource ist. Wie kriegt man, wenn beide sozusagen selbst und ständig, So nennt man das. Unterwegs sind, das muss passen. Wann begegnen, die sich? Wann sind Sie füreinander verfügbar? Wann sind Sie ansprechbar? Wie organisieren Sie sich mit Kind und Kegel? Wie lässt Sie so ein Leben gestalten? Das erfordert viel Flexibilität, unheimlich, viel Kommunikation und Organisationstalent. Viele Paare wursteln sich da irgendwie durch. Und das ist oft ganz schlimm.
Das geht nur bis zu einem gewissen Grad und dann kollabiert das System regelmäßig. Und dann wird man nichts gerecht.
Mareike Kaczmarek: weil. Wir haben dann oft sehr hohe Ansprüche und wollen die überall bedienen und gehen hoffnungslos unter, ja, irgendwann. Wie wichtig findest du eigentlich? Transparenz, was das Ganze angeht? Also jetzt im Hinblick darauf, der Unternehmer, Unternehmerin, Was erzählt sie dem Partner oder der Partnerin, wie es ums Unternehmen steht? Vor allem auch, wenn es um finanzielle Themen geht. Also weil es bringt ja dann auch nochmal eine andere Dynamik mit rein, wenn es dann heißt, es läuft gerade echt schwer. Naja, Wir kriegen das schon irgendwie hin. Dann hat der andere Partner natürlich die finanziellen Sorgen und so weiter. Wie wichtig findest du da Transparenz? Also bis zu welchem Grad sagst du, okay, das ist okay? Alles andere muss der Unternehmer mit sich erstmal ausmachen und dem Unternehmen selbst.
Diana Boettcher: Da ist es natürlich auch wiederum wichtig, es ist egal, was ich sage, wie erlebt es das Paar und worauf verständigt sich das Paar. Wenn es eine finanzielle Abhängigkeit gibt, Wenn der Partnerin oder die Partnerin vom Unternehmen, der Partnerin oder des Partners abhängig ist, Dann ist eine finanzielle Transparenz prinzipiell wichtig. Aber die Partnerin, Ich sage mal, die zu Hause bleibt oder den Rücken frei hält, darf das selber sagen. Will ich das wissen, oder will ich das nicht wissen? Und beides geht, wenn ein Paar darüber sehr transparent gesprochen hat. Da kann man von außen schwer. Eine Empfehlung, Also, man kann eine Empfehlung aussprechen, Aber man kann nicht sagen, so sollte man es machen. Ja, weil, ja. Man kann auch total Vertrauen in den Partner, die Partnerin haben und sagen, hey, wenn das Schiff untergehen sollte, sagt mir dann fünf Minuten vorher Bescheid. Und dann rochen wir das,
Mareike Kaczmarek: bevor der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht und alles kondensiert.
Diana Boettcher: Oder es gibt auch andere Partnerinnen und Partner, die eher in der Angst sind. Die ganze Zeit, weil sie nicht die Kontrolle haben und eine schlechte Laune, wenn jemand von Arbeit nach Hause kommt, gleich identifiziert als. Das Schiff geht unter. Wie steht es um die Finanzen? Können wir morgen die Miete noch zahlen? Dann braucht so ein Partner mehr Transparenz. Und das ist wichtig. Was für zwei Menschen begegnen sich da in einer Beziehung und in dieser Situation? Und was ist jedem wichtig, um sich sicher zu fühlen?
Mareike Kaczmarek: Hast Du da auch Tipps, wenn wir jetzt gerade bei diesen finanziellen Themen sind? Und Engpässen, wie da ein paar? Gemeinsam sozusagen, nach vorne blicken kann, wenn dann wirklich so eine finanzielle Krise auf sie zusteuert? Ja, wichtig ist natürlich so, Gibt es Puffer,
Diana Boettcher: die das Paar irgendwie gemeinsam aufgebaut haben und die auch unantastbar sind? Also gibt es Grenzen? Also wird alles irgendwie in das Unternehmen gesteckt oder gibt es da klare Grenzen? Das ist wichtig, ja. Und ansonsten ist da wirklich viel, also so dieses realistisch zu planen, dass wenn, also auch vorher schon, ja, was machen wir mit Engpässen? Was bedeuten Engpässe? Bis wohin gehen wir? Wann müssen wir die Reißleine ziehen? Das sind alles, so Szenarien, die das Paar vorher besprechen muss. Und wenn die dann da sind, ergibt ja, dann oft die Situation, wie man damit umgeht, richtig?
Mareike Kaczmarek: Persönlich bin ich immer Fan vom Worst-Case-Szenario. Das sozusagen erst mal zu überlegen. Und dann, Ja, Und was ist dann? Und was ist dann? Dann hat das schon mal so eine Beruhigung, wenn ich weiß, okay, Ich habe nicht nur Plan A und B, sondern ich habe vielleicht noch KLM als Plan. Und letztendlich merkt man, es geht halt immer irgendwie weiter. Super, also Fehler Nummer vier, Der Partner versteht meine Unternehmenswelt nicht. Last but not least, Fehler Nummer fünf. Was ich hier noch habe, ist so ein bisschen das Thema,
Diana Boettcher: dass man ja sehr aufgeht in seinem Unternehmen. Und dort irgendwie so diese beste Version, das beste Bild von sich auf Arbeit quasi repräsentiert. Und zu Hause fallen dann quasi alle Masken und alle Bemühungen. Und dann ganz oft ist das so, ist ja ganz spannend, da lebe ich auch oft in der Therapie, Dass dann der Unternehmer oder die Unternehmerin ein Kommunikationsmeister und Konfliktlöser Par Excellence auf Arbeit ist. Ja, aber so. Sobald man zu Hause oder im Beziehungskontext ist, wenig bis gar nicht kommuniziert, wird, Konflikte vermieden werden. Und das ist natürlich auch keine gute Version von sich. Man teilt dann quasi das, was noch übrig bleibt, und da bleibt dann oft nicht viel übrig. Und damit gibt sich dann eine Partnerin oder ein Partner natürlich nicht zufrieden, weil sie sehen, du steckst all deine persönliche Energie, so wie du als Mensch bist. Bist und wie ich dich auch kennengelernt habe, All deine Freude, Die ist irgendwie da, aber nicht bei mir oder nicht bei uns.
Mareike Kaczmarek: Das klang jetzt gerade so, als wenn das zwei verschiedene Personen sind. Im Unternehmen zeigt sich die Person total aufgeschlossen und kommunikativ und dynamisch und kreativ. Und sobald es sozusagen, aus dieser Unternehmerinnenrolle rausgeht und dann wieder zu Hause ist, ist es so eine komplett andere. Was ist denn aber dann die richtige Person? Also, was ist denn die tatsächliche Person? Ist es, die im Unternehmen oder die andere? Das gilt es herauszufinden. tatsächlich.
Diana Boettcher: Erst mal so eine Unternehmensgründung kann man das ja schon sagen, wie man die Person vorher erlebt hat. Und die Person kann dann auch sagen, wie sie vorher eigentlich war. Was davon quasi eher angetriggert wird. Durch diese Unternehmenssituation her. Und was irgendwie der eigene Anteil ist, richtig. Das Spannende ist allerdings, da hinzukommen, Das ist so schwer, weil die Begründung oft ist, Tagsüber habe ich noch Energie und wenn ich nach Hause komme, habe ich keine Energie mehr. Und da haben wir dann wieder so eine Patz-Situation dann auch für die Partner oder den Partner, Weil Was heißt das? Das heißt, ICH habe... Abends kein Partner oder keine Partnerin. Da kommen wir natürlich auch nicht weiter.
Mareike Kaczmarek: Man ist ja auch relativ schnell, dann wieder in diesen Konfliktthemen drin, wenn es dann darum geht, im Haushalt noch was zu machen. Oder aber auch sich, um die Kinder mit zu bemühen und rundherum halt einfach mitzumachen. Und da bin ich wieder, das ist total spannend, Bin ich wieder bei, dass das Unternehmen wie ein Kind dann am Ende ja auch ist. Und gleichzeitig übrigens auch, Ich weiß nicht, ob dir das auch aufgefallen ist, du hast gerade gesagt, im Unternehmen total engagiert und gibt... Gibt sich Mühe und wie auch immer. Bestnote 1. Und zu Hause klappen Sie zusammen, wie so ein Klappspaten. Und woher kennen wir beide das? Von unseren Kindern. In der Schule und im Kindergarten ist alles Juhu. Und sobald man sie abholt, beginnt das Theater. Ja, absolut.
Diana Boettcher: Und mit den Kindern ist es natürlich schon so, dass da eine Überstimulation stattfindet.
Mareike Kaczmarek: Bei den Unternehmern vielleicht aber auch. Absolut.
Diana Boettcher: Na klar. Das ist ja dann sehr herausfordernd. Und dann geht es ja, Wir haben ja auch alle nur eine begrenzte Menge an Energie in unserem System. Und da gilt es dann auch, mit dieser Energie gut zu haushalten. Das bedeutet dann vielleicht, wenn man daran arbeiten möchte, Weil man hat auch einfach ein Privatleben. Und wenn einem das wichtig ist, braucht es auch, was von einem. Das bedeutet, Man muss was abzwacken. Und das ist oft der schmerzliche Teil für viele, Was abzwacken aus dieser Arbeitswelt, eine Energie und die zur Verfügung lassen für das Privatleben. Aber was stecken da so für Muster dahinter, wenn ich im Unternehmen so ein komplett anderes Wesen eigentlich bin als zu Hause?
Also manchmal ist das ja so, dass dann jemand da tatsächlich durch den Kontext eine bestimmte Rolle spielt und sich total… Also meistens dann auch leider, wenn es was sehr sozial erwünschtes ist. Es gibt auch übrigens die andere Version, dass man auf Arbeit total der Choleriker oder die Cholerikerin ist. Und zu Hause langfromm, ist. Das gibt es auch. Das ist die andere Seite. Aber wir gehen mal von diesem ersten Aspekt aus. Dann spielen wir, also, da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass da jemand eine Rolle spielt, in der er sich auch gefällt. Die einfach immer, Wenn wir rollen, spielen, erfordert das von uns doppelt so viel Energie. Das dürfen wir immer nicht vergessen, weil wir etwas künstlich aufrechterhalten, künstlich erzeugen, Nicht in unserem Naturell sind, oft auch nicht in unserem Flow sind, sondern wir halten was aufrecht, Wir strengen uns an.
Wir bekommen, wir werden, das ist das Schlimme, Deswegen bleibt es auch aufrecht, Wir werden gleichzeitig dafür belohnt. Ja, wir bekommen die Anerkennung, wir werden gesehen. Wir werden bewundert vielleicht sogar auch, ja, aber eigentlich sind wir das gar nicht. Eigentlich sind wir das im Kern nicht, Aber wollen das gerne sein und kreieren uns dann auch so Kontexte, wo wir das spielen. Und zu Hause klappt dann alles natürlich zusammen, weil das ist der sichere Ort. Und das ist auch oft so mit schlechter Laune. Die bekommen die Menschen, die uns am nächsten sind, einfach Doller ab als Menschen, die etwas weiter entfernt. Von uns sind, wo wir uns eher zusammenreißen. Und da können wir dann versuchen, wir selbst zu sein, Aber da ist dann nicht mehr so viel übrig davon.
Dann klappt das System eher zusammen. Und da ist immer ein Partner, eine Partnerin, eine gute Korrekturinstanz, die dann sagt, hey, stopp, so geht das nicht weiter. Weil wo sind wir, wir eigentlich in der Beziehung? Und wenn wir dann da nicht wir sind oder wo ich dann nicht, ich bin, Dann bekomme ich ein Warnsignal von meiner Partnerin oder meinem Partner und darf da dann auf mein Leben schauen, um da... Mit mir selber in Balance zu kommen.
Mareike Kaczmarek: Letztendlich kommt irgendwie alles immer auf das Stichwort Kommunikation zurück. Also miteinander reden, Nehmen wir das Mal als erstes. Was sind denn noch so Gewohnheiten, die einfach sich Paare aneignen sollten, um da sozusagen, langfristig im gleichen Fahrwasser zu sein?
Diana Boettcher: Ja, das ist ein bisschen so das Thema, Was ist so ein paar wichtig? Sind das die Gespräche oder ist das die gemeinsame Zeit? Ja, Rituale, das kann man ja auch im Netz hoch und runter lesen. WAR so... Was es so alles an Ratschlägen gibt. Wichtig ist, dass das Paar sich selbst gut kennt und weiß, was es braucht. Da ist auch wirklich jedes Paar anders. Es gibt auch Paare, die zum Beispiel da sehr von profitieren, wenn jeder auch genug Zeit für sich alleine hat. Wenn die auf der Strecke bleibt, dann können wir auch nicht mehr viel geben in unserer Beziehung oder Miteinander. Also Der Pool an Tipps ist da total groß. Wichtig ist... Was passt zum Paar? Was will das Paar? Natürlich brauchen wir Gespräche, wir brauchen Nähemomente, wir brauchen gemeinsame Zeit.
Das ist immer wichtig. Sie muss qualitativ sein. Und je älter Wir werden, desto weniger Zeit haben wir, und desto mehr qualitative Zeit verbringen wir miteinander. Sie ist dann weniger, aber qualitativ. Das ist wichtig. Und qualitativ bedeutet natürlich nicht, irgendwie nebeneinander herzuleben, weil wir im gleichen Raum sind und die gleiche Zeit miteinander verbringen, Sondern wie begegnen wir uns? Und können wir das immer wieder machen? Können wir diesen Begegnungs... Immer wieder auch dafür nutzen, uns zu erden. Weil wir sind ja alle in diesem Hamsterrad irgendwo drin. Und da auszusteigen, das hilft in Beziehungen, da immer wieder sozial zu connecten, miteinander.
Mareike Kaczmarek: Jetzt hören untergehandt viele Leute zu oder gucken zu, die vielleicht kurz davor sind zu gründen. Oder sich da mit dem Gedanken so ein bisschen herumtragen. Was würdest du, denen für einen Tipp geben? In Vorbereitung auf Ihr Unternehmertum? Um ja auch ihre Beziehung zu schützen.
Diana Boettcher: In so ein bisschen das, was wir am Anfang gesagt haben, zu schauen, Was wurde, also? Wie hat sich das Paar bis hierher aufgestellt? Was ist dem Paar wichtig? Was wollen Sie beibehalten? An Ritualen, an Zeitfenstern? Was soll unantastbar sein? Was muss aber auch weichen für die erste Zeit, dass da realistisch drüber gesprochen wird? Das wird mir nicht mehr möglich sein, ja, keine Ahnung, jeden Abend Essen zu gehen, zum Beispiel, ja. So, ich werde abends die meiste Zeit im Büro noch sitzen, ja, und werde der Erste sein, der kommt und der Letzte, der geht wahrscheinlich, ja. Das zu besprechen, richtig, ja. Versuchen nicht so viel zu planen, dass dann sehr enttäuschend dann über den Haufen geworfen wird, ja, sondern erst mal losgehen und dann lieber die Planung. machen, wenn man dabei ist. Dann spreche ich so von Urlaubsplanung oder Ausflugsplanung oder sowas, weil da oft die Erwartungen sehr hoch gesteckt werden, Dass das alles normal weiterläuft wie bisher. Das wird es nicht. Und das ist auch okay. Es ist sehr wichtig, dass das nicht für immer so ist, sondern für die erste Zeit,
Mareike Kaczmarek: bis dann der Milliarden-Exit kommt.
Diana Boettcher: Ja, darauf fiebern ja alle immer hin. Die hoffen und ich weiß nicht, wie viele Prozent der Alter wirklich auch ankommen. Und wichtig ist aber auch hier, Zu welchem Preis. Wir können natürlich uns auch dahin quälen und uns dahin irgendwie hetzen. Wenn aber zum Beispiel, wo es so ein Beziehungsterm gibt, Die Beziehung auf der Strecke bleibt und verloren geht, Ist es den Preis wert. Und jetzt heißt es, wenn diese Frage kommt, darf das auch kein Totschlagargument sein, von wegen, Ich darf jetzt kein Unternehmen gründen. Nein, Sondern es kann dann vielleicht sein, dass das Ziel anders erreicht wird oder es ein bisschen länger dauert. Aber es ist wichtig, wen nehme ich da mit. Und mit wem kann ich dann auch das Ziel genießen, weil ich am Ende alleine da stehe. Super, habe ich es geschafft. Aber wir wissen alle, dass soziale Beziehungen das sind, woran wir uns am Ende des Lebens erinnern und darüber uns bereichert fühlen. Nichtsdestotrotz Dürfen wir unsere Ziele trotzdem haben. Aber die Königsdisziplin ist, dass wir das alles unter Einbruch bekommen, weil wir beides brauchen als Menschen.
Mareike Kaczmarek: Wenn du an Deine Praxis denkst, siehst du da schon auch so in der Persönlichkeit. Unterschiede zwischen Unternehmer, Unternehmerin und Angestellte? Also siehst du das schon so im Verhalten, in der Struktur maßgeblich Unterschiede? Ja, was mir tatsächlich auffällt, dass gerade aus dieser Unternehmerwelt, Vielleicht hat das auch, was mit der Generation zu tun,
Diana Boettcher: dass dieses Interesse an dieser Persönlichkeitsentwicklung und auch Optimierung ehrlich gesagt. Da sehr groß ist und dementsprechend auch gerne in die Beziehung investiert, wird. Wichtig ist dann aber, Beziehung ist kein Projekt, wie wir das auf Arbeit angehen. Wir müssen Ziele erreichen, sondern Beziehung ist das Projekt, sein zu können. Wie können wir sein in Beziehung? Nicht, was können wir gemeinsam erreichen, sondern wie können wir miteinander sein? Und da sehe ich schon für diese ganzen Entwicklungsthemen, Persönlichkeitsthemen tatsächlich bei Unternehmern ein größeres Interesse. Aber ich muss dann immer mit denen aufpassen, dass es nicht in totale Überoptimierung geht, sondern eher so, Es geht dann viel Beziehung entschleunigen. Das ist auch der Sinn von Beziehung. Sie entschleunigen uns, weil Kommunikation, Kontakt braucht Raum und Zeit,
Mareike Kaczmarek: damit sich das auch wieder lebendig anfühlt. Spannend. Okay, also die fünf größten Beziehungsfehler, die Unternehmen und Unternehmer machen können. Fehler Nummer eins. Unterschätzende Auswirkungen von Unternehmertum auf Familie, Beziehung, Zeit, Prozesse, Abläufe. Fehler Nummer zwei. Wir reden nur noch über die Organisation oder über das Unternehmen. Fehler Nummer drei. Ich tue das ja alles nur für uns. Fehler Nummer vier. Der Partner versteht meine Unternehmenswelt nicht. Und Fehler Nummer fünf. Die Firma bekommt die beste Version von mir. Dein Schlusswort, Liebe Diana? Mein Schlusswort, ja.
Diana Boettcher: Mein Schlusswort ist tatsächlich so, da darf ich mal kurz in mich gehen. Also ich finde nach wie vor, Das schönste und größte ist es, beides zu schaffen. Ja, beides. Weil in so einem Unternehmen steckt ja immer auch ein individuelles Ziel, Ein individueller Wunsch, der da realisiert wird. Da ist ganz viel Selbstwirksamkeit drin. Wir erleben uns wirksam, indem wir was aufbauen, was in die Welt raustragen, Anerkennung. Dafür bekommen, auch vergütet werden am Ende mit dem schönen großen Exit. Ein total legitimer Traum und Wunsch und Bedürfnis am Ende. Und das andere ist aber auch wichtig, dass wir das nicht aus den Augen verlieren. Unsere Beziehungen zu unseren Menschen und das beides, da etwas zu finden, wo beides Raum einnehmen darf. Vielleicht nicht immer 50-50, aber immer wieder in Balance kommen miteinander. Das ist das, was ich gerne mitgeben möchte. Ist kein Entweder-oder, sondern das ist ein Das, was bereichernd ist, beides zu haben. Und das ist eine große Herausforderung. Und wenn man daran Freude hat und Freude entwickeln kann, macht es das Leben so viel leichter.
Mareike Kaczmarek: Das ist ein sehr schönes Schlusswort. Ich gucke jetzt mal, ob Joel immer noch sauer ist, dass ich ihn vom Mikrofon weggezerrt habe. Und bis ganz bald, Liebe Diana. Danke, bis bald. Tschüss, Hat Spaß gemacht.
Joel Kaczmarek: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch, oder? Denk dran, Abonnier den Podcast unbedingt. Du keine Episode verpasst. Passt und Teile, die noch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen. Bis zum nächsten Mal. Bleib inspiriert und neugierig. Dein Joel.
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