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Joel Kaczmarek: Hallo Leute, heute geht es zur Sache, denn in Anlehnung an eine bekannte Fernsehserie sprechen wir darüber, nämlich How to sell beratungsintensive Produkte online fast. Weil vielleicht kennt ihr das, wenn man im Internet Stuff verkauft, gerade wenn es so ein bisschen in Richtung Design geht oder auch mit Sachen mit vielen Features, dann kann es ja schon mal relativ anstrengend sein, KundInnen zu gewinnen, sie darauf aufmerksam zu machen vorher erstmal und dann noch im Nachgang zu beraten. Also habe ich mir gedacht, Das sollten wir uns mal angucken und haben mir gleich zwei spannende Menschen eingeladen, die das tagtäglich tun. Und zwar zum einen die liebe Astrid Reintjes, die ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von Miss Pompadour, das ultimative Startup in Sachen Farben. Also falls ihr euch gerade mal verändern wollt, dann seien die euch herzlich ans Herz gelegt. Und zum anderen, er liebe Pascal Skrobke. Und Pascal hat einen ganz komplexen Job. Der managt nämlich gerade die Transformation von vier verschiedenen Shops zueinander. Design-Bestseller, Conox, Ambiente Direkt und ich muss nochmal gucken, Flinders. Also, wenn der nicht weiß, wie man komplizierte Designprodukte verkauft, dann weiß ich auch nicht. Und wir werden heute mal genau darüber sprechen. Also wie sieht zum Beispiel Beratung aus? Wie mache ich die? Ist die wertvoll? Ist das eher ein Kostcenter? Was ist mit Konfiguration? Welche Technologie brauche ich? Wie mache ich Marketing für den ganzen Shit? Wir werden auch über Logistik reden und, und, und. Also wenn du selbst dich dafür interessierst, wie du deine Produkte online besser verkaufen kannst, nimmst du heute ganz viel mit. So, jetzt hole ich erstmal Luft und sage Hallo ihr beiden. Schön, dass ihr da seid.
Astrid Reintjes: Hallo, danke für die Einladung.
Pascal Skropke: Danke, dass wir hier sein können.
Joel Kaczmarek: Ja, wenn man 90 Sekunden Intro sprechen muss, dann ist eigentlich auch schon der Inhalt beratungsintensiv. Cool. Ja, ihr beiden. Also wir haben ja schon so ein bisschen kennengelernt, was ihr macht. Und wir können ja mal damit anfangen. Vielleicht erzählt ihr mal ganz grob kurz, was ihr so für Produkte verkauft und wo ihr da eigentlich beraten müsst. Weil wir wollen ja erstmal verstehen, aus welchem Stall kommt ihr? Was habt ihr sozusagen für ein Daily Doing? Und dann werden wir mal euer Wissen anzapfen. Astrid, fang mal an. Die Welt der Farben.
Astrid Reintjes: Die Welt der Farben, genau. Ja, wir verkaufen Wandfarben und Lacke und das dazugehörige sonstige Zubehör, aber vor allen Dingen an klassisch D2C, also Kunden, Kundinnen vor allen Dingen, die alles selber machen und die ihr Hause mit Farbe gestalten, mit Farbe dekorieren und ihre ganz kleinen Projekte machen, selber machen, aber eben auch ganze Häuser renovieren.
Joel Kaczmarek: Kriegst du dann öfters so eine Anfrage, so à la, hallo liebes Miss Pompadour-Team, könnt ihr mir bitte mal sagen, ob sich iDotter zusammen mit Beige verträgt, wenn ich das in einem Bart anbringe? oder was ist so der typische Case?
Astrid Reintjes: Also das natürlich auch, aber meistens ist es eher so, ich möchte mein Bart streichen, was brauche ich dafür, dass es funktioniert? Und es ist tatsächlich so, dass bei uns es sehr häufig so ist, dass die Farbtonentscheidung die letzte Entscheidung ist, die man fällt oder die wir auch für unsere Kundinnen fällen. Weil es doch eher erstmal darum geht, das, was ich mir vorstelle oder das Projekt, was ich habe oder den Pain, den ich habe, kann ich denen mit Farbe entgegenwirken? hilft mir da Farbe bei? Und was brauche ich für Qualitäten? Wie muss ich den ganzen Prozess machen? Und ganz zum Schluss wird sich dann entschieden, mit welchem Farbton arbeite ich eigentlich? Also dementsprechend.
Joel Kaczmarek: Gibt es denn da so viele Abstufungen? Also geht es mit Farbe, ja oder nein? So, okay. Aber macht ihr dann noch ganz viel anderes? Also kommt dann sowas wie, keine Ahnung, dafür musst du einen Acryllack nehmen, dafür solltest du einen wasserbasierten Lack nehmen, dafür nimmst du eine Farbe? Oder was ist dann so die Komplexität, die sich bei euch auftut?
Astrid Reintjes: Bei uns ist es tatsächlich, also jetzt bei uns selber, ist es überhaupt nicht komplex, weil wir sagen, du kannst alles streichen. Das ist ja immer erstmal unser Ansatz und du kannst es auch selber. Aber streichen ist einfach wahnsinnig viel Unsicherheit noch, weil man es früher halt nicht so häufig selber gemacht hat. Und wir halt bei vielen Projekten sagen, ja, das funktioniert, wenn du es so richtig machst. Wir versuchen schon, so wenig Produkte als nötig zu haben. Wir möchten es schon so schlank als möglich machen für unsere Kundinnen. dass es eigentlich gar nicht so erklärungsintensiv ist, aber die Unsicherheit ist einfach wahnsinnig groß, weil eben auch viele sagen, das funktioniert ja nicht. Malermeister, Schreiner, Männer insgesamt, das kann ja nicht funktionieren, Baumarktmitarbeiter. und dadurch ist natürlich erstmal die erste Verunsicherung groß. Ihr sagt, es funktioniert und drei haben mir gesagt, es funktioniert nicht. Dann erklär mir doch bitte, was ich dafür brauche, damit es funktioniert. Und es gibt natürlich fast kein frustrierendes Erlebnis, als wenn du was selber machst. Ikea-Möbel aufbauen, irgendwas Handwerkliches und das funktioniert dann nicht. Also das ist ja wirklich Worst-Case-Szenario tatsächlich. Und das ist unsere Aufgabe, das alles so vorzubereiten, auf der einen Seite produktseitig, also dass wir die richtigen Produkte haben, die funktionieren, aber eben auch erklärungsseitig und dann eben auch insgesamt in der ganzen Kaufjourney, dass die Kundin wirklich sich dann auch final die richtigen Produkte in den Warenkorb legt, um dann nachher ihr Projekt perfekt machen zu können.
Joel Kaczmarek: Ja, stimmt. Ich glaube, die Spitze ist, wenn man dann die Inbusschraube 4730 nur dreimal drin hat, dann brauchst du sie aber viermal. Oder das Kantholz ist weißgesiegt. Und vielleicht nochmal letzte Frage dazu, bevor wir mal in Pascals Welt eintauchen. Was würdest du sagen, wie viel Prozent eurer KundInnen, die Farbe kaufen, habt ihr vorher beraten? Also bei wie vielen legt ihr nochmal Hand an und wie viele sind so im Selbstbedienungsmodus?
Astrid Reintjes: Also ich würde mal sagen, es ist so schwierig, weil wo fängt Beratung an und wo hört Beratung auf? Ist es schon beraten, wenn Sie sich bei uns ein YouTube-Video angeschaut haben? Ist es schon beraten, wenn Sie einen vorher-nachher bei uns gesehen haben mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf Social? Oder ist Beratung in dem Augenblick, wenn wir in den 1-zu-1-Kontakt gegangen sind, das heißt per WhatsApp, per E-Mail, per Telefon? Und da sind wir, würde ich mal sagen, bei 20%.
Joel Kaczmarek: Okay, also jeden Fünften. Na gut, Pascal, tauchen wir mal in deine Welt ein. Also die Welt der Designmöbel. Ich spreche aus Erfahrung, also ich bin ja hart biased, weil wen rufe ich immer an, wenn ich irgendwie Input brauche in Sachen Designmöbel? Pascal, erzähl doch mal kurz so von deinem Job über gleich vier Buden hinweg hier.
Pascal Skropke: Dann kann er dir meistens keine Antwort geben. Nein, es fängt bei uns die Beratung in die Welt ganz oft an, wenn entweder die Kundin schon fertig sind mit dem, was sie bei Astrid und dem Tee gekauft haben oder mittendrin. Das heißt, bei uns gibt es oder im Kern sind wir ein E-Commerce-Firma, die Design, im weitesten Sinne Design, Möbel, Leuchten und Wohnaccessoires vertreibt. Warum sage ich im Kern? Das heißt, dass wir tatsächlich auch noch neben dem E-Commerce-Bereich haben wir noch zwei andere Standbeine, das ist ein Projektgeschäft. Das heißt, wir machen schon signifikanten Anteil unseres Umsatzes auch mit B2B-Kundinnen von der Ein-Mann-Steuerberatungs- oder Ein-Personen-Steuerberatungskanzlei bis hin zu Hotels, Restaurants oder 5000 Arbeitsplätze bei einem Konzern. Und dann da von eigentlich vom ersten Beratungsgespräch bis schlüsselfertig. Das ist das zweite Standbein. Das dritte ist, dass wir auch noch stationäre Geschäfte haben, aber nur klein, also einmal in Paris und einmal ein Outlet auch in Hannover. Die Möbel, die wir verkaufen, ich glaube, das ist immer ganz wichtig, sind Multi-Brand-Retailer. Das heißt, wir haben wenig bis kaum Eigenmarken, sondern es sind alles für uns namhafte Hersteller, großartige Hersteller wie Vitra, USM Halle und im Leuchtenbereich Occhio Floors, Louis Paulsen oder auch, wenn man in Richtung Skandinavien geht, Hay und Entradition, Marken, die wir viel vertreiben. Ich glaube, das ist so der Kern.
Joel Kaczmarek: Krass. Aber wie kriegst du das eigentlich auch alles orchestriert? Weil, also ich weiß ja, ihr macht ja von Vorhängen über, wie du gerade gesagt hast, Beleuchtung, Bodenbelag bis Mobiliar quasi alles. Ist ja gar nicht so einfach, das alles unter einen Hut zu kriegen.
Pascal Skropke: Absolut. Ich glaube, das ist aber auch vor allem, weil die Teams dann teilweise, ja, man kann jetzt diskutieren, ob es gut oder schlecht ist, aber aktuell ist es gut, dass die Teams sehr getrennt sind voneinander. Das heißt, wir haben einmal das E-Commerce-Team, was sich halt auf, sag ich mal, eher die Standardprodukte dann fokussiert, wo wir dann trotzdem irgendwie von so bis zu 70.000 FKUs sprechen. Und alles, was dann Richtung bespoke geht, also aus Bodenläge, Vorhänge, das ist alles, das machen wir nur in einem 1-zu-1-Beratung. Das ist nichts, was online passiert. Also aktuell nicht. In der Zukunft sieht das vielleicht anders aus. Oder auch viele, also die großen Projekte, gerade wenn es so um Hotels, Hotellerie oder so geht, da sind es auch immer ganz spezielle Stoffe, die gebraucht werden für die Betolsterung und so. Das ist alles, das decken wir online überhaupt nicht ab. Und es ist damit auch noch ein separates Team. Genau, ansonsten wäre das auch gar nicht möglich. Und so muss man auch schon gestehen, dass wir immer wieder vor dieser Thematik stehen. Paradox of Choice für Kundinnen, die kommen und sagen, hey, ich hätte gerne einen Stuhl und dann öffnet man irgendwie die Schulkategorie und dann gibt es dann da irgendwie, ich weiß gar nicht, 2500 Stühle, die irgendwie alle irgendwie sehr ähnlich sind, aber auch wieder ganz anders.
Joel Kaczmarek: Ja, krass. Also ich habe das auch mal gelernt, dieses Marmeladenproblem, dass so in den 80ern die Supermärkte wohl angefangen haben, die Anzahl an Marmeladenausfall signifikant zu erhöhen. Da gab es dann nicht nur Erdbeere und irgendwie Quitte, sondern 20, 30, 40 Sorten. Und der Effekt war, man hat gar nicht mehr Umsatz gemacht. Also ihr merkt es auch im Designbereich, wenn es zu viel Angebot gibt, dass dann der Kauf eher, also gar nicht mehr wird. der Umsatz.
Pascal Skropke: Sowohl als auch, mit Sicherheit ist ein Teil unseres Wachstums, lag daran, dass wir die Sortimente immer erweitert haben. Aber irgendwann merkt man, dass dann der zehnte Stuhl mit Holzbeinen und einer Kunststoffschale in weiß, dass er dann doch nicht mehr den Mehrwert bietet. Das ist definitiv absolut. Und da merkt man dann, dass das Thema, was du auch gerade meinst, von da aus kommt man dann in die Beratung. Man merkt, okay, Ich brauche einen Stuhl für meinen Esstisch. Was bedeutet das? Inspiration mit Sicherheit kommt oft über noch Social-Media-Kanäle etc. Aber sobald man dann auf die Seite kommt, geht es in die Beratung und dann stockt es manchmal ganz oft.
Joel Kaczmarek: Verkauft ihr eigentlich auch Eigenmarken oder seid ihr nur in Anführungsstrichen Händler?
Pascal Skropke: Wir haben auch Eigenmarken, aber ganz wenige. Wo wir uns ganz bewusst von, ich sage mal kurz, abgrenzen, wenn man es so nehmen möchte, ist, dass wir Eigenmarken bauen, die unsere Kernprodukte irgendwie kanalisiert. Wir gehen nur dann in eigene Produkte rein, wenn wir merken, dass wir aktuell in unserem Sortiment eine Lücke haben und die irgendwie schließen können. Also für uns ist tatsächlich diese Beziehung zu den ganzen Herstellern, die wir haben, eins unserer wichtigsten Assets. und das ist etwas, was wir sehr hoch halten und dementsprechend auch uns sehr schwer damit tun, irgendwie so MeToo-Produkte zu bauen, die dann vielleicht wieder als Bestseller-Produkt sind und dann aber ein bisschen anders und günstiger, weil wir glauben auch dann, dass es Sinn ergibt. Also gerade im Design-Bereich, da steckt oft so viel Research und Development drin. Das muss man irgendwie unterstützen. und dann gerade bei vielen ikonischen Produkten auch da hat es irgendwie einen Mehrwert. Ich komme da noch mal kurz in der Beratung. Ein Thema, was wir auf jeden Fall haben, auch was man in Gesprächen merkt, ist, gerade wenn man im Design ist, Also wir sprechen ganz oft so, wir kommen glaube ich dann rein, wenn so die End-IKEA-Risierungsphase anfängt bei vielen Kundinnen. Okay, vielleicht doch nicht mehr das IKEA-Regal, sondern ein neues Regal. Und dann fängt man auch nochmal an, in anderen Preisregionen zu agieren und dann ist schon auch eine Aufgabe teilweise, den Preis zu rechtfertigen. Also wo kommt das her? Und ich glaube, das geht dann ganz oft nur über das Handwerkliche und diesen Designprozess, der dahinter steht.
Joel Kaczmarek: Ja, spannender Aspekt, stimmt. Da sollten wir auch gleich nochmal drauf eingehen. Und jetzt nochmal ganz kurz auch abschließend die Frage an dich, die ich auch an Astrid gerade hatte. Was würdest du schätzen, wie viel Prozent eurer Verkäufe sind Beratung verbunden?
Pascal Skropke: Ich kann das nur am Umsatz ausmachen, weil wir das so tracken. Also circa 10 Prozent des Umsatzes läuft wirklich über eine nie direkte Beratung. Und was man auch sagt, was wir auch tracken, ist, wir haben eine zwölffach höhere Wahrscheinlichkeit eines Kaufs, nachdem eine Kundin einen Kontakt hat zur Kundenberatung. Das merken wir auch. Das ist ein riesen Unterschied.
Joel Kaczmarek: Crazy. Ja, lass uns doch mal auf den Aspekt näher eingehen. Also lustigerweise habe ich von Astrid auch gelernt, erzähl doch mal gerne was dazu, dass ihr Beratung unter Sales verortet, weil ganz viele betrachten das ja eher so wie Kundenservice und so notwendiges Übel, aber ihr nicht.
Astrid Reintjes: Genau, wir nicht. Ja, ich glaube, das hängt natürlich auch so ein bisschen mit meinen Wurzeln oder mit unseren Wurzeln zusammen, auch den von meinem Mitgründer, dem Bruder Erik. Wir sind klassische Verkäufer, so immer auch schon auf der Fläche selber gestanden und da ist Beratung natürlich wahnsinnig wichtig und das habe ich eigentlich von Anfang an gemacht, dieses Beratungsthema. Und natürlich über die Beratung dann auch sofort verkauft. Also das ist natürlich, wir haben von Anfang an überlegt, wie können wir eigentlich die Chance, die Kundin am Telefon zu haben, sozusagen nutzen, um sie dann auch sofort, zum Kaufen zu bringen. Das ist natürlich, also sie sofort konvertieren zu lassen. Und wir waren, glaube ich, in Deutschland die Zweiten, die WhatsApp Business tatsächlich genutzt haben. Das heißt, ich habe davor schon mit meinen Kundinnen immer per WhatsApp mit meiner privaten Nummer gesprochen. Ich hatte dann irgendwann eine Sehnscheidentzündung, weil ich auch das tatsächlich noch übers Handy machen musste. Das waren wirklich so die absoluten Anfänge. Und mittlerweile ist es so, auch schon bevor es Charles & Co. gab, dass unsere Kundenberaterin zum Beispiel den Kunden einen Warenkorb fertig packen und dann im WhatsApp-Channel diesen Warenkorb der Kundin schicken und sie muss einfach nur noch kaufen und damit tatsächlich eine Conversion von 50%. Und dementsprechend muss die Kundenberatung bei uns unter Sales mitlaufen. Unsere KundenberaterInnen, also wir haben fast nur Frauen tatsächlich, weil die alle aus unserer Community kommen, das sind alles Hardcore Miss Pompadour Fans. die mit unseren Farben gearbeitet haben, die uns gut kennen, die einfach richtige Fangirls sind und deshalb auch mit dieser Begeisterung unsere Produkte weiterverkaufen. Und die können alle richtig viel, die können wahnsinnig gut beraten und diese Begeisterung transportieren. Und natürlich gibt es auch das Thema, dass Reklamationen sind, wo ist mein Paket? und so weiter. Aber ganz viele haben für sich auch den Anspruch, eigentlich dann in der Situation schon den nächsten Sale vorzubereiten. Also auch aus einem Negativerlebnis, was die Kundin vielleicht hatte, weil ein Projekt nicht funktioniert hat oder weil die Farbe kaputt angekommen ist, sofort dann auch wieder ein Positiverlebnis zu machen und vielleicht eben auch schon den nächsten Sale anzubahnen. Und das ist aber eher so Sport und Hobby und Begeisterung, als dass es jetzt muss ist. Also die haben jetzt auch keine Sales-Vorgaben oder sowas, um Gottes Willen überhaupt nicht, also gar nicht. Aber sie sehen sich schon eigentlich eher als Verkaufskanal auch selber, als jetzt unbedingt nur Support.
Pascal Skropke: Ich habe den tatsächlich auch schon mal getestet bei euch. Ja, sehr gut. Schon was länger her, muss ich gestehen. Ja.
Astrid Reintjes: Hast du denn dann auch gekauft und gestrichen oder nur getestet?
Pascal Skropke: 20. Juni, 23. Tatsächlich, ich muss gestehen, ich glaube, wir haben nicht gekauft. Ich war dann im lokalen Baumarkt auch nochmal. Aber es lag eher an, ich weiß gar nicht, ich weiß gar nicht, woran es lag. Also ich fand den Service aber super.
Astrid Reintjes: Nee, aber da sind wir ja auch genau bei dieser Thematik, also Verkaufen von komplexen Produkten und so. Das ist genau unser Daily Job, worauf wir permanent drauf rumdenken. Wie kann es uns gelingen, dass eben genau dieser letzte Schritt dann nicht doch in den Baumarkt geht? Nein, das ist die Realität natürlich immer noch. Uns gelingt es immer besser. Unsere Zahlen werden immer besser. Die Baumarktzahlen werden immer schlechter, was das Thema Farbe betrifft. Der Trend ist einfach gerade ganz klar zu sehen. Aber daran arbeiten wir tatsächlich täglich, diese Komplexität aus dem Thema rauszunehmen und unseren Journey so zu verbessern, dass man eben sagt, ich fahre dann doch nicht in den Baumarkt, sondern ich warte super gerne auf das Paket von Miss Pompadour.
Joel Kaczmarek: Ja, ich glaube, das ist das Gemeine bei euch. Man hat die Ungeduld, man will anfangen, man will streichen, hat den Kern verstanden und dann loslegen. Weil lustigerweise ist es ja sonst genau umgekehrt. Du gehst in den Elektronikfachmarkt und sagst, können Sie mir bitte mal von diesem Router die 15 Funktionen erklären und dann macht er das aufwendig. Und wenn du es verstanden hast, sagst du, danke, ich denke nochmal drüber nach, bestellst es online und hast die Hälfte am Preis gespart.
Astrid Reintjes: Ja, streichen ist halt was, was, glaube ich, von sehr vielen sehr lange prokrastiniert wird. Und wenn man sich dann mal dazu durchgerungen hat, dann muss man es dann aber auch sofort machen, weil ja dann wieder der Drive weg ist.
Joel Kaczmarek: Und die Ladies, die das vor allem, also vorwiegend Ladies, die das für euch machen, sind das sozusagen Affiliate-mäßig Kunden und die werden provisioniert oder sind die richtig bei euch fest im Team?
Astrid Reintjes: festangestellte Mitarbeitende. Also unsere Kundenberatung besteht wirklich nur aus Festangestellten. Also wir haben ein paar Aushilfskräfte mit dabei, die das aber auch teilweise schon jahrelang machen, die dann halt einfach nur eine Samstagsschicht bei uns machen in der Kundenberatung. Aber wir haben jetzt ein Team von 22 Mitarbeitenden in der Kundenberatung und jetzt zum 1. Februar fangen sechs neue an tatsächlich. Und nee, das sind ganz normale Miss Pompadour Mitarbeiterinnen.
Joel Kaczmarek: Und WhatsApp ist so euer Primärkanal oder habt ihr auch noch andere?
Astrid Reintjes: Also WhatsApp wird schon sehr, sehr, sehr, sehr gerne benutzt, weil es ja auch sehr häufig so ist, dass viele haben eine große Hemmschwelle zum Telefon tatsächlich zu greifen, auch vielleicht übers Telefon zugeben zu müssen, dass sie was nicht wissen, wie was funktioniert. Ja, sich vielleicht eine kleine Blöße geben zu müssen. Ich sage immer mit Miss Pompadour stehen wir jetzt zwischen Mama und Monika, also zwischen meiner Mutter und meiner besten Freundin. Und wir sind quasi dann auch so ein bisschen die beste Freundin. Wir sind mit in der Handtasche, wir sind mit auf dem Sofa, wir sind mit auf dem Nachttisch. Und das ist natürlich super für uns. dass die Kundin immer dann mit uns kommunizieren kann, wenn sie auch gerade möchte und wenn sie gerade eine Frage hat. Wir können nicht immer sofort darauf reagieren und antworten, aber es ist eine super gute Möglichkeit. Wir können sehr gut Fotos verschicken. Die Kundin kann uns sehr, sehr gut Fotos schicken, Fotos von ihren Projekten schicken. Wir können sehr gut Material zurückschicken. Wir können Links zum YouTube-Kanal schicken, zu Blogbeiträgen schicken, zu Vorher-Nachher-Beispielen. Da gibt es natürlich ganz viel Bausteine, die unsere Kundenberatung hat. Das ist für uns ein super wichtiger Kanal, aber wir sind natürlich am Telefon erreichbar, wir sind per E-Mail erreichbar, wir sind per Instagram erreichbar, per Direktnachricht oder natürlich ganz normal. unter unseren Postings wird beraten. Wir haben eine Facebook-Gruppe mit über 95.000 Abonnenten. Streich-Enthusiastinnen, die sich den ganzen Tag darüber austauschen, was sie mit unseren Produkten machen können. Und da wird natürlich wahnsinnig viel drin beraten. Die beraten sich gegenseitig natürlich. Aber wir haben natürlich mittlerweile, ich glaube, sieben Admins, die da auch tätig sind. Facebook ist immer noch, es wird weniger, aber auch ganz normal auf Facebook über 100.000 Follower. Das sind die TikTok-Follower. Das sind bei uns alles Beratungskanäle. Also natürlich Social Media, aber es ist Social Selling. Live, ich gehe seit fünf Jahren, ich habe jetzt mein fünfjähriges, immer freitags um zehn normalerweise. Ich habe den Termin heute für euch geskippt, will ich nur mal kurz sagen. Also freitags um zehn gehe ich immer für eine Stunde live auf Insta und erzähle und beantworte alle Fragen zum Thema Streichen. Und es ist immer Ich weiß nicht, da schauen dann so zwischen 1000 und 2000 Menschen zu, nicht immer gleichzeitig, aber schalten sich rein, stellen ihre Frage und gehen wieder raus. Und ich denke immer, also vermeintlich natürlich auf Instagram nicht viel so, aber ich denke mir immer, es gäbe den ein oder anderen Künstler in Deutschland, der froh wäre, wenn er eine Halle mit 2000 Leuten gefüllt kriegt, denen er irgendwie seine Kunst zeigen kann. Oder als Ladenbesitzer. Eine Stunde und du hast tausend Kunden im Laden. Das schafft wahrscheinlich nur Ikea in unserer Branche. Das wäre natürlich ein Traum und das habe ich jeden Freitag um zehn. Und meine Mitarbeiterinnen, die das auch machen, zu anderen Terminen in der Woche auch nochmal. Also das sind unsere ganzen Beratungskanäle tatsächlich. Und auch über Instagram verkaufe ich. Ich sehe auch, wenn ich eine Stunde live war, gibt es da natürlich schon auch kleine Peaks. Wobei man fairerweise dazu sagen muss, Farbe ist kein Impulskaufgeschäft. Und ich glaube, das ist ziemlich ähnlich wie bei euch auch, Pascal. Also mir kann es schon mal passieren, dass wenn mir ein Stuhl gefällt, dass ich denke, oh jo, den will ich jetzt haben und ich bestelle ihn spontan. Aber ich glaube, das ist schon auch was, worauf man drum denkt. Und bei uns ist es eigentlich immer so, vom ersten Touchpoint bis zum Sale sind es bei uns einfach drei Monate. Das muss man ganz klar so sehen.
Pascal Skropke: Man trägt das Projekt dann auch ein bisschen mit sich rum.
Astrid Reintjes: Ja, richtig, genau.
Pascal Skropke: Und ich meine, ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Ich glaube, das kann ich mir ähnlich vorstellen, dass wir merken, dass das eine Entscheidung ist, die ganz oft, Vielleicht fängt sie an mit, das sind Sachen, die mir gefallen. Oder ich sehe, hier ist ein Problem, das sind Sachen, die mir gefallen. Aber die Entscheidung passiert immer zwischen uns. Und auf einmal hat man, also da ist immer noch eine Beziehungsebene dazwischen. Zwischen Impuls, also erst Impuls von, es muss was ändern, bis Impuls, man kauft etwas. Dazwischen ist nochmal auch teilweise eine Partnerschaftsbeziehung dazwischen. Und die muss ja auch, also nicht muss moderiert werden, aber auch die braucht Zeit oft, ne?
Astrid Reintjes: Ja, muss auch manchmal moderiert werden. Also bei uns am Telefon, unsere Kundenberaterinnen sind häufig mal dafür da, auch Beziehungsprobleme irgendwie zu begleiten. Und wir bieten auch teilweise wirklich eins zu eins, also man kann bei uns auch einstundentermine buchen tatsächlich. Also mit Vorbereitung, wo die Kundin einfach einen Fragenkatalog von uns geschickt bekommt und dann wird was vorbereitet und dann geht das Ganze über Videocall und man geht dann eben auch gemeinsam durch die Räumlichkeiten und da sind sehr häufig eben dann auch die Partner mit dabei. Und das sind eigentlich immer die besten Geschichten für unsere Sommerfeste, die unsere Kundenbehörden aus diesen Terminen erzählen können. Nee, aber das ist natürlich immer auch sehr, sehr viel Persönliches immer mit dabei. Das stimmt.
Joel Kaczmarek: Arbeitet ihr denn ähnlich wie Astrid und ihr Team, Pascal?
Pascal Skropke: Ich wünsche, ich könnte jetzt sagen, ja. Aber wir sind auf jeden Fall nicht so ganzheitlich unterwegs, gerade auf den Social-Kanälen. wünschten wir uns, glaube ich, alles wieder noch ein bisschen mehr machen. Die Ausrede wäre, ist wahrscheinlich ein, wir haben größere Produkte und dann ist das Thema der Beratung oft schwieriger. Also wir haben jetzt nicht, hier sind 20 Tische, let's go. Das ist dann einfach nochmal ein anderes Game. Da wollen wir aber auf jeden Fall auch noch mehr machen. Haben wir, glaube ich, den Schlüssel für uns noch nicht so gut gefunden. Also da fände ich, habe ich mir aufgeschrieben, ein Austausch auf jeden Fall auch nochmal interessant. Wo wir aber, also am Telefon passiert bei uns sehr, sehr viel. Telefonberatung Die per E-Mail auch, aber tatsächlich am Telefon noch viel mehr. Wir haben über Social ein bisschen Anfragen, aber nicht viele. Also deswegen ist wirklich der Kern ist diese Telefonberatung. Wir haben vor, ich muss jetzt mal gedanklich nachkramen, vor vier Jahren circa, vor vier Jahren etwas ins Leben gerufen, das wir Design Service Plus nennen, wo Leute sich auch Slots buchen können. Von der Produktberatung, Raumberatung über quasi eine komplette Wohnberatung, wo wir dann auch wirklich verschiedene Termine haben, Fragebogen vorhinein, verschiedene Termine, Bilder, Grundrisse, um dann auch wirklich ein bisschen zu 3D-Modellen die Beratung gemeinsam zu planen. Online, das passiert alles. Wenn wir auf dieses Projektgeschäft schauen, was ich eben auch erwähnt hatte, Und da ist natürlich auch WhatsApp ein sehr, sehr mächtiges Tool. Wir merken, dass die Kundenberaterin oder direkt die Interior-Designerin und Consultants mit den Kunden, da passiert sehr viel Kommunikation am Ende über WhatsApp. Selbst im B2B-Bereich, wenn das Geschäft abgeschlossen wird, okay, hier kommt noch schnell die Präsentation per WhatsApp und durchgescrollt, okay, doch, super, machen wir so. Aber auch da vielleicht, gerade wenn man da in diesen B2C-Bereich guckt, sind die Projekte teilweise von vielleicht nur einer Produktberatung, aber bis hin zu, also Ganz abgespaced wird es dann, okay, wir haben irgendwie eine neue Finca gekauft auf Mallorca und die muss komplett eingerichtet werden. Und das ist so die Welt, in der man sich dann irgendwie bewegt. Und natürlich gibt es immer wieder auch so technische Beratung, gerade wenn man so Richtung Licht geht und Neubau und Licht, dann gibt es im Vorhinein im Endeffekt auch schon Pläne, die man für den Elektriker mitarbeitet. Dementsprechend ist dann vielleicht die Beratung an der Hersteller immer ein bisschen intensiver, wenn es über so große Projekte geht.
Joel Kaczmarek: Aber sag mal, ist dein Geschäft nicht eigentlich prädestiniert dafür, dass ihr mit KI und Bild arbeitet? Also eigentlich stelle ich mir das so vor, Kundin schickt dir ein Foto und sagt, guck mal, das ist mein Wohnzimmer. Und dann bist du in der Lage zu sagen, hey, guck mal, wenn du da eine Hey-Couch reinmachst, sähe das so aus. Wenn du eine Vitra-Couch reinmachst, so. Und wenn du irgendwie, keine Ahnung, den skandinavischen Nordanbieter nimmst, dann so. Also ich könnte mir vorstellen, dass das doch ein Riesen-Business für euch wird, oder?
Pascal Skropke: Absolut, absolut. Das ist auf jeden Fall etwas, wo wir gerade sehr intensiv dran arbeiten. Wir sind jetzt ein bisschen so KI-unterstützt. Beratung, weil wir merken, okay, am Ende noch kriegen wir die Qualität nicht hin, die wir brauchen. in der Visualisierung, also gerade wenn es darum geht, quasi das echte Produkt da drin stehen zu haben, dann sind oft noch so, da fehlt irgendwie, sind die Proportionen manchmal nicht ganz so korrekt und so, das merkt man dann schon auch noch in den Bildern, aber definitiv, also was wir sehen ist, also wir haben zum Beispiel eine 90-prozentig höhere Conversion-Rate wenn das Angebot innerhalb von einer Stunde verschickt wird. Das nimmt dann rapide ab. Wenn es mehr als 24 Stunden sind, ist die Annahmekote schon super gering.
Astrid Reintjes: Also doch Impuls.
Pascal Skropke: Ja, also gut, aber man muss sagen, oft ist es dann schon, also dann ist man schon so weit, dass man eine Entscheidung getroffen hat, welches Produkt. Also davor hat dann schon noch einiges an Beratung stattgefunden, also nicht immer, aber meistens. Sobald man aber die Entscheidung da ist für das Produkt, dann muss es sehr, sehr schnell gehen. Weil dann merkt man doch auch, also die Treue von Kundinnen hört dann oft auch bei dem Thema Preis und Verfügbarkeit auf. Aktuell noch. Und ja, ne, genau, Entschuldigung.
Joel Kaczmarek: Ne, ich überlege aber gerade, was Astrid so geschildert hat, ich würde mich krass gebondet fühlen, wenn ich dauernd mit der Simone irgendwie per WhatsApp geschickt habe, die mir Bilder schickt und pipapo, da fühlt man sich nochmal signifikant viel schlechter, wenn man da dann sagt so, na okay, jetzt gehe ich doch hier um die Ecke und hole mir da die Farben bei.
Astrid Reintjes: Ja, das ist richtig. Das ist natürlich schon bei uns auch ganz klar eine Kundenbindungsmöglichkeit. Und deshalb kaufen dann auch final viele Kundinnen bei uns. Also das ist schon ganz klar. Oder aber auch, wir haben jetzt zum Beispiel letztes Jahr als 24 haben wir so eine Miss Pomper Tour gemacht. Da sind wir mal zu unseren Kundinnen gegangen und haben unsere Kundinnen eingeladen, uns zu treffen und mit unseren Farben zu arbeiten, waren in unterschiedlichen deutschen Städten unterwegs. Und da haben sich dann eben viele Kundinnen auch angemeldet und haben dann aber vorher schon gefragt, ist denn eben auch die da, mit der ich immer schreibe oder kann ich die treffen oder was? ich kann leider nicht kommen, aber liebe Grüße an dich, ich hätte sie gerne kennengelernt oder so. Also da gibt es schon einfach viel tatsächlich auch emotionale Beziehungen und Bindungen, das ist richtig. Aber unsere Kundinnen sind natürlich auch sehr häufig in der Situation, die wir dann am Telefon haben, die erzählen dann einfach, dass jetzt das letzte Kind auszieht und dass sie deshalb dann das Kinderzimmer umgestalten wollen und müssen und machen sich dann Gedanken über die Farbe und in diesem Ganzen kommt dann dieser ganze Schmerz raus und dann haben unsere Kundenberater dann vielleicht auch mal jemanden länger als sechs Minuten in der Leitung und Man kriegt dann auch eine ganze Menge Leben mit. Oder einer meiner liebsten Cases, wie mir noch passiert in der Kundenberatung. Ich hatte eine Kundin Farbe für eine Küche verkauft und anderthalb Jahre später meldete sie sich wieder bei mir und sagte, Frau Reinches, ich brauche wieder Farbe für die Küche. Und dann habe ich gedacht, hier hat es nicht funktioniert. War die Qualität nicht gut? Was ist passiert? Nein, nein, alles gut. Aber ich habe mich scheiden lassen. Ich bin wieder neu verheiratet und die neue Küche braucht jetzt auch wieder eine Farbe. Also das sind dann diese Erlebnisse, die man eben auch hat. Treue Kundin, sehr gut, keine treue Ehefrau gewesen.
Joel Kaczmarek: Okay, aber ich leite jetzt schon mal ein paar Learnings ab. Also Punkt eins, es menschelt, es bondet und direkt in der Kanal, wenn du da stattfindest, wo die Menschen sind, sprich in der Hosentasche bei WhatsApp, dann macht das was Intensives. B, es braucht oftmals den Schritt ganz vorne, das Verstehen und dann über die Erklärreise kommt man irgendwann an den Punkt, wenn es dann an den Kauf geht, dann sollte es schnell gehen, damit Verfügbarkeit, Preis stimmen, dass ich sozusagen in dem Schweinehund den überwinde. Okay, cool. Jetzt beschäftigt mich natürlich noch die Frage der Skalierbarkeit. Also ich habe auch so gedacht, dass wahrscheinlich so ein Beratungsgespräch bei dir durchschnittlich irgendwie 25 bis 40 Minuten dauert. Dann hast du elf Leute, zahlst elf Gehälter und, und, und. Also sogar mehr als 22 Mitarbeiter waren es, glaube ich sogar. Also rechnet sich das für euch und kriegt ihr das mal nach oben gebaut?
Astrid Reintjes: Also rechnen tut sich's auf jeden Fall. Es ist eher das Problem des Bauens in Anführungszeichen. Wenn so ein Team wächst, du willst ja deine Standards halten, die Leute müssen gut geonboardet werden, müssen auch, Kundenberatung ist ein harter Job, muss man ganz klar sagen. Man kriegt ja, man hat ja nicht nur die netten Kundinnen, so. Man hat ja auch viele, die auch ihren Lebensfrust bei einem ablassen. und unsere Kundenberater sind Beraterinnen, sind eben selber Miss Pompadour Fangirls und die trifft es teilweise sehr hart, wenn jemand mit der Company nicht zufrieden ist. Und da geht es eben auch darum, dass wir unsere Mitarbeitenden da schützen, dass wir ihnen Möglichkeit zur Supervision geben, dass wir ihnen immer wieder Seminare anbieten, wo sie sich da einfach auch Strategien entwickeln können oder Hilfe bekommen für Strategien, wie man mit solchen Kunden auch umgeht. Damit wir die einfach nicht zu schnell verheizen. Also Kundenberater ist wirklich einer der härtesten Jobs, die es auch einfach geben kann. Man muss sich wahnsinnig schnell auf jemanden einstellen, auf dessen Situation einstellen. Also das ist schon irre. Und das ist schon ein Thema, wir arbeiten natürlich mittlerweile mit ganz vielen technischen Möglichkeiten, mit Bausteinmodellen, mit vielen Sachen, die man auch einfach technisch sehr gut lösen kann, wo man eigentlich keine Kundenberatung mehr braucht. Wo ist mein Paket? und so, das kann man mittlerweile sehr, sehr gut abbilden, auch mit Bots abbilden und so weiter. Das heißt, darüber versuchen wir zu skalieren. Ich glaube, es ist elementar wichtig, einen super Team Lead Kundenberatung zu haben, also wirklich jemanden zu haben, der das auch aufbaut, der selber Herzblutberater ist, aber eben auch ein Team gut führen kann. Also das ist elementar wichtig. Und ja, bis jetzt kriegen wir es noch skaliert. Und wir wollen auch dabei bleiben. Wir wollen den Standard halten. Wir sehen es als elementar wichtig. Und ich glaube, da wird sich in Zukunft wahrscheinlich einfach auch so ein bisschen die Spreu vom Weizen trennen oder wie man es auch immer sagen will. Ich mache meinen schnellen Sale bei Amazon. Ich gebe das in meine Alexa ein und mein Produkt kann auch da gekauft werden. Wenn jetzt jemand noch eine Versiegelung braucht, dann sagt er, Alexa, schick mir einmal zum Versiegeln von Miss Pompadour zu. Und da kann es kurz und knackig sein. Das muss keine tolle Verpackung sein. Da muss keine Beratung sein, kein gar nichts. Das ist einfach nur, ich weiß, was ich will und ich kaufe es. Und da möchte ich den möglichst perfekten Prozess als Kunde haben. Und auf der anderen Seite möchte ich aber E-Commerce-Händler haben, die handeln und die Händler sind und die mit Begeisterung verkaufen und das mit Herzblut haben. Und ich glaube, die werden sich auf Dauer durchsetzen gegen die ganz Großen, die einfach schnell sind und wo man das alles wie mit einem Bot machen kann und von mir aus auch mit irgendeinem, keine Ahnung was. Dieses Mittelmaß, ich glaube, das wird sich auf Dauer einfach verabschieden. Das möchte der Kunde nicht mehr. Also schlechten Service, keine Beratung und aber irgendwie dann auch noch sieben Tage auf ein Produkt warten und so. Darauf haben die keinen Bock mehr in Zukunft. Also jetzt schon nicht mehr, aber noch weniger. Das heißt, ich kann mich nur absetzen, indem ich einfach immer diese extra Meile und diesen extra Schritt gehen werde. Egal welches Produkt ich verkaufe. Auch bei Farbe, das unsexieste Produkt, was es gibt auf der Welt, wo jeder gesagt hat, wie soll man das online verkaufen und E-Commerce vollkommener Schmarrn und man geht in den Baumarkt und so weiter. Nee, auch Farbe kann wahnsinnig sexy und emotional sein, wenn man es so verkauft und mit Begeisterung verkauft. Und ich glaube, das gilt quasi wahrscheinlich sogar für irgendwelche Profilleisten. Also ich glaube, das ist so ein bisschen das Thema für die Zukunft oder was E-Commerce sich einfach auch überlegen muss. Und die, die jetzt so gerade auch verschwinden, bei dem einen oder anderen tut es mir wahnsinnig leid, aber bei vielen denke ich auch. ja ganz ehrlich, wo war euer Mehrwert? Habe ich nie gesehen und deshalb bleibt einfach auch keine Daseinsberechtigung.
Joel Kaczmarek: Welche Rolle spielt denn in dem Zuge eigentlich Content-Marketing für euch? Weil Astrid hast du ja eben auch schon so ein bisschen erzählt, dass ihr YouTube-Videos macht, pipapo. Und wie wichtig ist das, dass dieses Content-Marketing jetzt in euren Fällen, wenn es designige Produkte sind, visuell ist?
Pascal Skropke: Ist auf jeden Fall ein ganz, ganz, ganz, ganz wichtiger Baustein. Gerade weil viele, wenn es um Inspiration geht, dann ist ja immer so eine schnittschätzliche Inspiration und Beratung irgendeiner Form, passiert visuell. Was wir merken auch in Kundengesprächen ist, Wir Menschen sind nicht gut da drin, uns einen leeren Raum mit neuer Farbe oder aber auch Möbeln vorzustellen. Ein schönes Beispiel finde ich immer ist, wenn man sich mal versucht, wie sieht denn eine Deckenleuchte mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern über einem Esstisch aus? Wie schwer ist denn 60 Zentimeter? Also da fängt es schon an. Und das sind Themen, das kriegt man visuell so toll abgebildet und kriegt Menschen so gut damit abgeholt. Deswegen ist das ein mega wichtiger Baustein. Und vielleicht dann kommen wir noch hinzu, was du eben auch hattest. Auch da sehen wir tatsächlich generative KI als einen total, also einen riesen Hebel für die Zukunft für uns. Auch da, weil wir bestellen relativ wenig Content selbst her, dadurch, dass wir, wir führen irgendwie 400 verschiedene Marken, eben kurz gesagt 70.000 SKUs. Da mit allen immer wieder neuen Content zu kreieren, ist nicht so, nicht trivial. Also nicht für uns. Das ist mit Fashion auf jeden Fall etwas leichter zum Beispiel. Und da sehen wir jetzt schon, dass wir mit guten Renderings und Nachgang dann auch irgendwann mit generativer KI und so einer Hebel oder einer Multiplizierung von verschiedenen Modellen ganz viel erreichen können. Und da sehen wir auch in der Zukunft viel, viel, viel Möglichkeiten.
Joel Kaczmarek: Wie ist es bei euch so, Astrid? Ihr seid ja wahrscheinlich Gurus drin, oder?
Astrid Reintjes: Wir sind da Gurus drin, genau. Also Content ist bei uns natürlich A und O. Also es ist einfach so, wir haben von Anfang an immer viel. Wir produzieren selber auch wahnsinnig viel Content. Wahnsinnig viel. Also wir haben ein eigenes Studio bei uns. Wir arbeiten natürlich viel mit UGC-Kreatoren zusammen. Wir haben ganz, ganz früh schon auf KI gesetzt, tatsächlich. Wir haben schon vor, also wirklich in den absoluten Anfängen, hatten wir einen Abiturienten. der sich da angefangen hat, reinzufuchsen und können mittlerweile ganz viel KI-generiertes Bildmaterial zur Verfügung stellen, entweder für den Shop, aber wird auch super gerne von Presse zum Beispiel aufgenommen. Die sind auch immer sehr, sehr, sehr dankbar. Wir können das jetzt mittlerweile schon sehr, sehr gut skalieren. Das hilft tatsächlich wirklich. Aber wir haben ja eine Wahnsinns-Content-Maschinerie einfach bei uns, auch über die ganzen Kanäle verteilt. Bei uns arbeiten quasi so viele Menschen im Content-Wiederkunftsberatung. Also ob das jetzt eben Produktion oder dann Verwertung ist. Also ich meine, man muss ja auch, man braucht ja auch immer andere Formate. Also ich meine, du musst für YouTube das Ganze anders machen als für Instagram, als für TikTok, als für Pinterest. Also wir versuchen das natürlich schon immer mehrmals zu verwerten, aber bei uns wird immer alles hoch und quer geshootet und gedreht und ganz viele Erklärvideos. Und ja, das ist eine Riesenmaschinerie bei uns dahinter tatsächlich.
Joel Kaczmarek: Was ist denn dann so die Art von Inhalten, die ihr macht? Ist es erklären? Ist es inspirieren? Ist es so ein bisschen Live-Shopping-mäßig? Also was für Content funktioniert da bei euch eigentlich am besten?
Astrid Reintjes: Genau, also es ist eine Mischung aus erklären, how to, was brauchst du, wie funktioniert es? Und von Inspiration. Das kannst du alles mit Farbe machen. Und da unsere Kundinnen das ja alles selber machen, ist natürlich schon auch viel einfacher erklären, wie streiche ich was, wie tapeziere ich. So ganz klassische YouTube-Thematiken. Farbsychologie, also welche Farbe verwendest du für was, was funktioniert gut miteinander. Aber auch einfach Trends aufgreifen. Also ich meine, bei uns gibt es eben ganz viel Trendgeschichten auch. Irgendwelche Sachen schnell basteln und schnell dann streichen. In dem Bereich müssen wir immer das alles aufgreifen. Farbtöne natürlich auch viel aufgreifen, klar. Also was da an Trendgeschichten ist. Auch immer ein bisschen vor dem Trend sein natürlich, Trends machen, tonangebende Farbfirma sein und das halt auch einfach kommunizieren. Und das geht bei uns wirklich von ganz normaler Pressearbeit über alle Social-Media-Kanäle, die es tatsächlich einfach gibt und jetzt auch Fernsehwerbung. Also das ist dann ein bisschen die Königsdisziplin jetzt gewesen, dafür einen Spot zu kreieren und zu machen.
Joel Kaczmarek: Und sag mal, wenn ihr sowas macht, also ihr beide. Ich habe mich so dabei ertappt. Ich baue gerade mein Studio neu und dann habe ich hier hinten immer diese tollen Akustikpaneele. Denke mir so, die hat ja mittlerweile aber jeder Penner. Wie kannst du die denn mal interessanter machen? Habe dann angefangen zu googeln nach Studiodesigns. Dann habe ich sowas Lustiges gesehen. Habe gedacht, du könntest doch mal was mit Farbe machen oder was bauen. Und ich habe mich so bei dem Gedanken ertappt, bestimmt gibt es doch ganz viele Menschen, die sowas, die, also, kennt ihr diese Sendung, wenn die immer in die Häuser gehen? Die sind so voll am dran, die Leute. Och Mann. Und dann helfen die denen und hinterher wohnen die in so einem Luxus und es sieht so richtig schön aus. Und dann kommen die Leute immer da rein und dann sagen die immer so, oh. Das ist genau mein Geschmack. Und ich sitze da manchmal da und denke so, du hast uns im Intro eigentlich bewiesen, dass du gar keinen Geschmack hast, weil vorher sah es einfach furchtbar aus. Furchtbar. Und dann komme ich so an den Punkt, dass ich mir so denke, gibt es nicht ganz oft die Situation, dass Leute ein Design sehen und wollen dann genau das, also dass die im Prinzip sich so eine Pinterest-Seite von euch ansehen und sagen, ach toll, die Lampe und die Couch und den Tisch, die in der Pascal, die will ich haben. Der Bilderrahmen vielleicht nicht, aber die drei Items hätte ich gerne. Oder hier die blaue Heizungsfarbe kombiniert mit der beigen Wandfarbe. Super, danke schön, bitte einpacken.
Pascal Skropke: Das haben wir ganz oft tatsächlich, gerade in den Beratungen, dass Kundinnen schicken einen Link mit von ihren Pins oder ihren Pinterest-Boards, schicken Bilder, also nicht nur die Bilder von ihrem jetzigen Zuhause, sondern auch tatsächlich die Inspiration, die sie im Vorhinein schon geholt haben. Und dann kommt es von da aus. dann nochmal, sagen wir mal, ist unser Job dann ganz oft die Kuration oder das Zusammenstellen davon. Aber definitiv, ich glaube, was ihr eben meint, Kunden haben oft das, haben glaube ich eine Idee im Kopf, aber die Verbalisierung davon ist halt total schwierig. Und da helfen einfach dann diese Bilder im Vorhinein, weil ich glaube ansonsten wird es wird es schwierig, die Erwartungshaltung gemeinsam irgendwie übereinander zu legen.
Astrid Reintjes: Ja, ich kriege das jetzt einfach auch mit. Wir verkaufen jetzt auch im Möbelhandel in Deutschland. Wir sind jetzt in 120 Möbelhäusern. Und da sind dann quasi die Kojen mit unseren Farben gestrichen. Und die Kundinnen und Kunden sagen wirklich, ich hätte gerne einmal diese Koje inklusive des Farbtons. Also die wollen dann noch nicht mal mehr sich darüber Gedanken machen, wie sie dann eigentlich die Wand streichen. Aber denen gefällt das so, wie das ist. Und das ist jetzt die einfachste und schnellste Lösung.
Pascal Skropke: Das ist so ein Safe Space. dann, ne?
Astrid Reintjes: Genau, kaufe ich das einfach, denn das gibt Sicherheit. Man hat es schon mal so gesehen und das ist die Sicherheit, dass es gut und richtig ist.
Joel Kaczmarek: Weil ich finde, also für mich führt es so zu einem Thema, was glaube ich, wenn man sowas wie ihr macht, der Klassiker ist und wo man sich so voll verheben kann, Konfiguration. Also wie viele Startups haben schon so für Aberzehntausende von Euro irgendwelche Online-Konfiguratoren gebaut? Und egal, ob es jetzt Schuhe sind, Anzüge, Tische, Wandfarben. Wie seid ihr das denn angegangen, wenn man viele Varianten hat und will viel zeigen? Habt ihr das auch über Konfiguratoren gelöst? Also was ist denn da so? eure Empfehlung, eure Haltung zu?
Pascal Skropke: Wir haben auf jeden Fall Produkte, für die wir Konfiguratoren haben und die super gut funktionieren. Gerade so Regalsysteme, da hilft uns wahrscheinlich auch Ikea ganz gut, glaube ich, die das jetzt ein bisschen salonfähig gemacht haben, auch mit dem Küchenkonfigurator. Aber das merken wir auf jeden Fall. Ich hatte eben eine Marke genannt, so USM Haller zum Beispiel. Ich kenne viele dann auch eher aus dem Bürobereich, aber die sind auch tatsächlich zu Hause mittlerweile sehr, sehr beliebt. Und da gibt es eine Ja, eigentlich eine unglaubliche Schier an Möglichkeiten. Und da, dass da Kunden in einem Self-Service irgendwie in dem Konfigurator einmal rumklicken können, sich Sachen einmal zusammenklicken, Farbkonstellationen sich anschauen können. Die meisten der Konfiguratoren sind auch direkt, glaube ich, die 3D-Modelle schon gut drin sind. Da hat man auch die Möglichkeit, per AR das Ganze mal in ihren Raum zu stellen, um mal zu sehen, wie sieht denn eigentlich so ein vier mal drei Meter Regal aus an dieser Wand. Und das hilft bei uns wirklich sehr. Also gerade auf diesen Produkten, so Regalsystemen, machen wir mittlerweile die Hälfte des Umsatzes eigentlich über Konfigurationen. Das ist ein Riesenmehrwert.
Astrid Reintjes: Ja, bei uns spielt sich das meistens in der App tatsächlich ab, weil es gibt ja auch eine Miss Pompadour App und da kann man sich eben einfach auch unterschiedliche Farbtöne quasi zusammenstellen, gucken, wie die miteinander funktionieren könnten. Und ansonsten sagen wir halt auch schon sehr häufig irgendwie, du hast dein Projekt Küche streichen, dafür machen wir dir einen Projektvorschlag, was du alles dafür brauchst. Und du musst dir dann eigentlich nur noch den Farbton aussuchen und vielleicht die Quadratmeter eingeben, wie viel du streichen möchtest und dann hast du quasi den fertigen Warenkorb.
Joel Kaczmarek: Was seid ihr denn für krasse Streber bitte? Ihr habt ja alles.
Pascal Skropke: TikTok, WhatsApp, eigene App, KI.
Astrid Reintjes: Ja, also unser großes Glück ist ja, dass wir zu dritt gegründet haben und der Niklas ist ja unser Techie, der sitzt mit seinem Tech-Team in Finnland und wir können einfach alles in-house programmieren und das ist natürlich ein wahnsinniger Luxus, also das heißt, wir müssen überhaupt nichts rausgehen und jetzt gerade so App oder so, das ist natürlich, Da spielen die sich und das ist deren grüne Wiese und da gibt es wahnsinnig viele coole Ideen. Da ist unser Pomp-Club drin, Bonussystem und so. Das ist schon ein, wir versuchen schon die Kundin einfach so in unseren Kosmos zu ziehen, dass sie gar nicht mehr raus muss. Sie muss wirklich nicht raus, sie bekommt alles bei uns. Aber das ist natürlich eine wahnsinnige Möglichkeit, die wir da haben, dass jede Idee, die irgendwie gesponnen wird und bei der wir denken, die sollten wir mal verfolgen, dass wir da einfach unsere Techies haben, die das auch immer alles dann echt cool umgesetzt bekommen. Also wir müssen nicht irgendwelche Ausschreibungen machen, irgendwelche Agenturen uns mit dem rumschlagen und so weiter, sondern die sitzen dann im Finnland. Im Winter ist es da eh nur dunkel, ob die da programmieren oder nicht, ist eigentlich Sitzen die da in ihrem Hub und programmieren uns richtig, richtig coole Sachen.
Joel Kaczmarek: Genau, kriegen sie wahrscheinlich noch mehr Licht ab, wenn sie euch was programmieren, als wenn sie rausgehen, verstehe ich. Aber Technologie war auch so ein Aspekt, auf den ich jetzt mit euch mal hin wollte. Also Astrid haben wir dann schon kennengelernt. Wie ist es bei euch, Pascal? Muss ja eigentlich für dich eine der krassesten Aufgaben sein, wenn ich vier Online-Shops habe, die gerade alle technologisch zusammenzubringen. Dann noch die ganzen Produktkategorien. Ist wahrscheinlich Killer, oder?
Pascal Skropke: Definitiv. Ist auf jeden Fall ein Riesenprojekt, was bei uns läuft, wo Kurs beschlagen, wahrscheinlich 40 Leute daran arbeiten. Also das ist wirklich groß, weil wir haben vier Shops, alle vier mit unterschiedlichen Shop-Systemen. Wir haben zumindest nur drei verschiedene ERP- oder Backend-Systematiken. Das ist ein Riesenthema für uns gerade. Wir sind gerade dabei, die komplette Logistik in Larzen zusammenzuführen. Das heißt, wir haben dann noch Hubs in den verschiedenen Standorten, aber der Hauptteil wird dann in Laatzen stattfinden. Das heißt, auch da die Zusammenführung der Produktdaten, auch das ist dann bei 70.000 SGUs und 4.400 verschiedenen Herstellern, die zum Teil wahrscheinlich noch nie etwas von ERN gehört haben. Das heißt auch so organisch gewachsene Datenstrukturen in verschiedenen Shops. Das ist definitiv eine große Herausforderung, Dann erscheint bei uns gerade nicht noch zu viel die Sonne dann. Nein, aber es ist tatsächlich so, es ist eine riesen Herausforderung. Macht, glaube ich, den Teams aber trotzdem auch immer noch sehr viel Spaß. Läuft auf jeden Fall auch schon ein bisschen, wird aber jetzt im Sommer dieses Jahres fertig sein. Ich hoffe, da werden wir sehr viel zu feiern haben, wenn das durch ist. Von da aus dann, glaube ich, auch viele neue Entwicklungen starten können, die.
Joel Kaczmarek: Hast du Empfehlungen darunter in diesem Prozess, was ihr gelernt habt, so Do's und Don'ts?
Pascal Skropke: Machen wir in der nächsten Folge.
Joel Kaczmarek: Okay, ihr seid noch on the fly.
Pascal Skropke: Ich glaube, das Wichtigste ist tatsächlich, ja, man redet viel dann über Prozesse, redet viel über Datenstrukturen etc., aber das Wichtigste ist immer der Mensch, der im Mittelpunkt steht. So sind viele Menschen, die mit einem arbeiten müssen. Es sind vier verschiedene Standorte, verschiedene Kulturen, verschiedene Ways of Working und die Menschen zusammenzuführen, das ist der Knackpunkt am Ende immer.
Joel Kaczmarek: Und ich meine, du hast ja ein anderes Genickbrecher-Thema angesprochen, ERP. Also wie viele komplexe Produkte oder die Unternehmen dahinter sind schon verreckt, weil das ERP irgendwie Ärger machte. Wie geht ihr beide damit um?
Astrid Reintjes: Also bei uns ist es tatsächlich jetzt nicht so komplex. Erstens haben wir nicht so viele SKUs. Also das ist einfach, wir haben ja gar nicht so viele Hauptprodukte bei uns im Shop. Es gibt, weiß nicht, drei Wandfarbenqualitäten, zwei Lackqualitäten, so, also. Überschaubar. Kommt ein bisschen Komplexität durch die Farbtöne rein. Wir tönen das meiste tatsächlich bei uns in der Produktion noch selber. Also das heißt, in dem Augenblick, wenn eine Kundin einen Farbton bestellt, wird der bei uns produziert. Dadurch hört sich jetzt komplex an, aber wird eigentlich Komplexität bei uns rausgenommen nochmal. Und deshalb ist es das jetzt kein großer Pain bei uns. Also es ist klar, es ist immer mal wieder Thema, wenn man irgendwelche Fremdfirmen anbinden muss oder irgendwelche Logistiker mit anbinden muss oder so. Aber wie gesagt, Techie-Team im Haus und es ist bei uns. Also die haben immer keinen Bock drauf, weil es natürlich andere Themen machen mehr Spaß. Aber wir haben Gott sei Dank eigentlich keinen Case mit viel Komplexität. Und wir haben Gott sei Dank auch keinen Case, wo wir jetzt, wir machen ja die Logistik selber, aber auch jetzt so Lagerhaltung und solche Themen. Also wir haben nie mehr als 17 Tage Ware auf Lager. Pascal sieht bei euch wahrscheinlich ein bisschen anders aus. Aber genau.
Pascal Skropke: Ja, ein Kompliment, dass man auch damit klarkommt.
Astrid Reintjes: Ja, ja, richtig. Wobei häufig ist es ja auch so, dass ihr wahrscheinlich einfach Ware durchschleust. Also ich meine, ich bestelle ja auch häufig bei euch und dann ist irgendwie Lieferzeit, weiß nicht, sieben bis zehn Wochen und dann kommt das von einem Lieferanten direkt von euch oder einmal bei euch und dann weiter verschickt. Also da liegen haben werdet ihr es auch nicht immer. Aber deshalb ist die Komplexität bei uns tatsächlich Gott sei Dank nicht so wild. Aber da bin ich auch froh drüber, ehrlich gesagt.
Pascal Skropke: Das ist tatsächlich bei uns auf jeden Fall ein Thema, was gerade angesprochen wird, wenn man so Richtung Lager und Logistik denkt, letzte Meile, das sind Themen, die bei uns sehr viel Anstrengung quasi zum Start auch kosten. Da fängt man ja schon an mit, also es gibt so, da gibt es glaube ich immer wieder auch schöne Anekdoten, die dann Richtung Service auch gehen, aber das ist gerade mit das eine, wir verschicken zwar viel auch mit DHL und Postpaketen, aber es gibt ganz viel, was in Richtung Spedition geht, Zweimannhandling, teilweise Spezialhandling mit Helikopter und Kran. Das ist aber schon wieder länger her. Für einen Penthouse, einen riesen Marmortisch, der tatsächlich nur mit Helikopter dann reingeflogen werden konnte, bevor das Dach fertig gemacht wurde. Oder wie ein anderer Marmortisch in einem Altbauwohnung in Berlin, da musste vorher das Ganze mit einem Statiker geklärt werden, ob der Tisch überhaupt auf die Holzdecke kann, auf den Boden kann. Das sind so Themen, mit denen man sich dann in der letzten Meile vor allem auch noch beschäftigt. Und wo wir auch merken, da ist noch mal kurz ein Service auch gedacht, Riesenmehrwert hinter. In den Niederlanden machen wir alles, was zweimal Handling ist, zum Beispiel mit einer eigenen Flotte. Das bringt einen Riesenmehrwert in der Form, dass wir nicht nur das ein bisschen kontrollieren können, dass das Ganze auch, wie ich eben schon meinte, für mich ist die letzte Meile, das ist ja am Ende der erste echte menschliche Kontakt, wo man sogar noch jemanden sieht. Das Produkt ist dann auch endlich zu Hause. Man hat ich weiß nicht, vielleicht sogar ein Jahr drauf gespart, das neue Sofa und dann kommt es nach Hause. Das ist irgendwie ein besonderer Moment. Und dieser besondere Moment kann theoretisch dann aktuell übernächst in der Firma teilweise kaputt gemacht werden, weil hier wird einfach reingeworfen. Oder was ist mit dem Müll? Wird der Müll mitgenommen? Ja oder nein? Sofa ist ein gutes Beispiel auch mit, wo dann vielleicht nicht nur die Beratung komplex ist, sondern auch das Thema Anlieferung. und die Frage, die man sich dann oft stellt, ist, okay, wann wird es denn geliefert? Wie viel Zeit habe ich dazwischen? Also Same, der Delivery bei einem Sofa kann sehr schlecht sein, wenn man noch ein altes Sofa zu Hause hat. So, was macht man mit dem alten Sofa? Wie viele Nachbarn kennt man, mit denen man das noch runterträgt und irgendwie wegbringt? Das sind so Themen, die man dann zwar nicht technisch, so ERP-seitig hat das nicht immer eine Bewandtnis, aber gerade in der Logistik schon ein Thema hat. Wenn man dann auch WMS und Lagerhaltung denkt, welche Sachen sind leicht entflammbar, welche nicht. Welche Sachen können ein Hochregal, welche nicht. Wie länger kann man eine Tischplatte irgendwie flach lagern, hochkant lagern. Oder ein schönes Beispiel, was bei uns immer Thema Lagerhaltung ist auch, Welche Stühle sind stapelbar, welche nicht. Volumen ist nicht gleich Volumen.
Joel Kaczmarek: Ja, das war echt interessant, da kriegt man mal die Komplexität mit. Also ich weiß jetzt, wenn ich mal mein Penthouse in Monaco einrichte, dann rufe ich da einen Helikopter an, aber was macht ihr denn sonst mit dieser Chance? Also, weil du hast ja vollkommen recht, ich erinnere mich, ich hatte mal mit Thilo von Konox einen Podcast und da hat er gesagt, ja Wir haben eine Retoure bekommen, da waren in der Couch zwei Gabelstaplerlöcher drin und die Spedition hat gesagt, lag am Kunden. Was war passiert? Die haben beim Verladen den Gabelstapler an das Sofa reingehauen, haben es zum Kunden ausgeliefert, haben sich beim Abgeben, als es noch verpackt war, im Karton unterschreiben lassen, hat man die kleinen Risse im Karton nicht gesehen. Der Kunde packt sie aus und ihn trifft der Schlag und der Frust ist groß. Also du hast es ja im Positiven wie im Negativen, dass das irgendwie Chancen und Risiken birgt. Was macht ihr da, wenn ihr sonst eigentlich 80 Prozent über DHL und Konsorten angewiesen seid?
Pascal Skropke: Es ist am Ende, sagen wir mal, so ein gutes Service bedeutet, irgendwie auch kreativ zu sein und versuchen da schon immer sehr schnelle Lösungen zu finden. Sei es jetzt, dass man erstmal noch ein Ersatzprodukt so schnell wie möglich liefert, was gerade auf Lager ist, was man danach wieder mitnimmt. Wenn es jetzt gerade auch so, also Es muss geschehen, dass das passiert bei uns sehr oft oder häufig, zum Beispiel zwischen oder zu besonderen Tagen wie Ostern oder Weihnachten, wo Leute jetzt gerade doch noch diesen neuen Esstisch bestellt haben und sich zwei Tage vorher melden mit, hey, der ist noch nicht da. Ich habe morgen irgendwie zwölf Gäste. Wir wollen irgendwie toll Weihnachten oder Hochzeit feiern. Und das ist ein emotionales Problem, dass wir dann schon noch sagen, okay, welche Tische haben wir denn gerade auf Lager? Wie schaffen wir es irgendwie schnell jetzt eine Lösung zu finden über eine Express-Lieferung? Oder wir hatten auch zum Beispiel auch schon mal das Thema, dass eine Kundin ein Sofa bestellt hat. Tatsächlich war das dann aber hochschwanger. In dem Moment hat sich der Mann irgendwie auf Geschäftsreise befasst. ist auf Palette geliefert worden. Das heißt, einhändiges Lieferung. Das heißt, man kriegt es nicht hoch. Da haben wir tatsächlich dann Fahrradkuriere organisiert, die irgendwie schnell noch um die Ecke kamen und uns geholfen haben, das Sofa hochzutragen. Deswegen, wir sehen tatsächlich da total Chance dran. Jedes Mal, wenn etwas schief geht, ist das eine Chance, es wieder gut zu machen. Kaufen Kundinnen bei uns dann ist das am Ende immer ein Vertrauensvorschuss und dem müssen wir irgendwie gerecht werden, indem wir alles dafür tun, dieses Vertrauen irgendwie hochzuhalten.
Astrid Reintjes: Du hast gerade eine neue Kundin gewonnen, Pascal.
Pascal Skropke: Ja, ich kaufe schon neue.
Astrid Reintjes: Aber jetzt noch mehr, noch mehr.
Pascal Skropke: Gutscheincode kommt später.
Astrid Reintjes: Lass uns nochmal sprechen.
Joel Kaczmarek: Aber Gutscheincode ist eine spannende Überleitung zu meinem letzten Fragekomplex sozusagen, nämlich das Thema Preis. Weil normalerweise ist es ja so, dass man solche Beratungen irgendwie auch in einem Preis wiederfinden möchte. Und Pascal hat jetzt nochmal den Sonderfall Designprodukte. Der Benchmark ist einfach so fies. Also wenn du das auf so ein irgendwie Ikea-Regal für 80 Euro mappst und fragst dich, warum kostet das jetzt auf einmal 1200? und dann erklärst du mal den Unterschied zwischen irgendwie Hartholz zu irgendwie funiertem Presssparen, pipapo. Also das kommt ja bei dir auch nochmal on top. Wie geht dir denn da vor, dass ihr dann auch, sage ich mal, diese Komplexität, die unter der Haube schlummert, in Preis ausdrückt, wenn ihr vorher eigentlich auch gesagt habt, dass Verfügbarkeit und günstiger Preis so ein Schmerzpunkt für die Leute sind?
Pascal Skropke: Definitiv. Unser Ziel ist natürlich nicht, irgendwie automatisch Rabatte zu geben. Das ist es nicht. Wir wollen aber trotzdem schauen, dass wir alles, was wir tun, so günstig wie möglich für unsere Kundinnen anbieten können. Das ist, glaube ich, schon ein wichtiger Baustein. Nichtsdestotrotz gibt es Serviceleistungen, die einen gewissen Preis haben und haben müssen. Ich glaube, Logistik ist ein schönes Beispiel. Es macht halt einen Unterschied, ob man ein Produkt irgendwie auf der Palette zur Bordsteinkante geliefert kriegt oder es irgendwie per Zwei-Mann-Handling nach Hause in den vierten Stock gebracht wird, da eventuell noch aufgebaut wird und alles, was an Müll da ist, entsorgt wird. Und da versuchen wir schon, dass dieses Service auch einem gewissen Preis irgendwie entgegensteht. Also das lassen wir uns auch. Es ist oft ein zahlter Service. Es ist nicht immer all-in. In einer größeren Beratung kann das schon mal sein. Ähnlich sieht das aus, ich hatte ganz am Anfang mal so den Design-Service angesprochen, den wir haben, auch der ist ein bezahlter Service. Das ist jetzt nicht alles for free. Wenn es darum geht, zu sagen, es geht um eine Beratung für einen neuen Wohnraum und da gibt es das eine Beratungsgespräch, das ist for free, gehen wir aber weiterhin und sagen, es wird eine 2D-Zeichnung, es wird ein 3D-Modell gebaut, dann gehen da ja auch oft relativ schnell auch mal sieben, acht Stunden von einer ausgebildeten Innenarchitektin rein. Und das ist schon auch ein Service, den wir uns bezahlen lassen. Wird das immer auch so gesehen? Nicht immer. Ich glaube, das ist dann auch vielleicht unser aktuell noch unser Schicksal im E-Commerce, dass vieles irgendwie immer als Umsonst-Service wahrgenommen wird. Das versuchen wir mit der Qualität irgendwie zu verbessern, dass es dadurch besser wahrgenommen wird und eben, kurz auch gesagt, auch einfach anhand von Datenpunkten und KI-Modellen auch einfach zu beschleunigen, um dann wieder einen günstigeren Service anbieten zu können, aber der in der gleichen Qualität bleibt, weil das hat Astrid eben, fand ich, total gut gesagt. Am Ende Herzblut und Qualität ist das, glaube ich, was den Händler irgendwie ausmacht und das muss man gewährleisten.
Joel Kaczmarek: Wie ist denn das bei euch, Astrid? Ich habe nämlich auch gedacht, so eine Stunde Farbberatung mit Fragebogen vorher, das ist ja durchaus… Genau.
Astrid Reintjes: Also das lassen wir uns tatsächlich auch bezahlen. So eine Stunde kostet, glaube ich, 80 Euro bei uns. Es ist dann eben nicht nur die Stunde, sondern eben auch eine Stunde Vorbereitung und zwei Stunden Nachbereitung. Die Kundin kriegt dann im Nachgang eben auch noch so ein… So ein großes Moodboard mit allen Themen. Allerdings bekommt die Kundin auch diesen Preis dann wieder erstattet, wenn sie eine bestimmte Menge an Farbe dann oder Tapeten bei uns auch kauft. Also das heißt, die Kundin weiß eigentlich im Vorhinein, ja, ich muss erst einmal in Vorleistung gehen, aber wenn ich dann wirklich damit zufrieden gewesen bin und dann auch die Artikel kaufe, kann ich das dann quasi wieder, bekomme ich das Geld wieder zurück. Aber das ist für uns so ein bisschen eine Absicherung, ne? Dass sie sich nicht wahnsinnig beraten lassen, da ein tolles Giebers kriegen und damit dann eben im Baumarkt gehen oder sonst wie und sich dann ähnliche Farben holen. Und ich finde schon auch, dass das, was auch einen Preis haben muss, also auch Versand muss einen Preis haben. Also wir nehmen ja auch wirklich Versandkosten. Man kann sich das ein bisschen bei uns erarbeiten als Kundin mit unserem Pomp Club. Also je mehr Pomp Points du irgendwie gesammelt hast, desto weniger Versandkosten zahlst du bei uns. Also das heißt einfach Daten gegen Versandkosten. Also das vielleicht so ein bisschen ein Punkt. Und wir haben ja So ein bisschen den Vorteil dadurch, dass wir nur Eigenmarke haben. Wir können uns sehr gut überlegen, wo unser Pricing ist insgesamt. Pricing ist bei uns ein ganz wichtiges Thema, wo auch ganz viel darüber gesprochen wird. Wir sind ja nicht vergleichbar als solches. Also klar kannst du zweieinhalb Liter Wandfarbe mit zweieinhalb Liter Wandfarbe vergleichen, aber du kannst eben nicht gut Marken miteinander vergleichen. Und final ist es dann die Entscheidung des Kunden oder der Kundin zu sagen, diese Farbe ist oder das Gesamterlebnis Miss Pompadour, diese Experience ist mir diesen Preis wert. So, es gibt Kunden, die sagen, nee, es ist mir nicht den Preis wert und die gehen in den Baumarkt. So, okay, dann haben sie eine andere Experience, schlechtere Qualität, was auch immer. Also go for it, habe ich überhaupt kein Problem mit. Aber unsere Aufgabe ist, das alles so gut zu machen, dass die Kundin sagt, okay, den Preis ist es mir wert. Und ich gönne mir auch was. Und wenn dann die Erfahrung stimmt, dann gönnt sie sich das auch immer wieder. Und da denken wir halt an allen Stellschrauben. Klar, das Produkt muss perfekt sein, das Erlebnis muss perfekt sein, die Beratung muss perfekt sein. Und das Ganze ist dann aber eingepreist, schlicht und ergreifend bei uns. Und dann ist es final die Entscheidung der Kunden.
Joel Kaczmarek: Ja, also, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn man jetzt nicht Bock hat, bei euch beiden zu bestellen, dann weiß ich auch nicht. Aber vor allem habe ich und ich glaube auch die Zuhörer ganz viel daraus gelernt. Von daher ganz, ganz herzlichen Dank. Jetzt habe ich selber richtig ein bisschen Bock, irgendwie schöne Designprodukte zu verkaufen, aber ich bleibe mal lieber beim Content, ist wahrscheinlich besser. Und ich drücke euch ganz, ganz feste die Daumen für weiterhin tolles Wachstum und Kundentreue im E-Commerce.
Astrid Reintjes: Ja, vielen herzlichen Dank.
Pascal Skropke: Danke.