Cover of the episode “Rückenschmerzen vorbeugen 3: Was Ernährung und Trinken bewirken | Chiropraktiker”

Rückenschmerzen vorbeugen 3: Was Ernährung und Trinken bewirken | Chiropraktiker

30 October 2026, with Joël Kaczmarek and Oliver Mack

Transcript

Joël Kaczmarek: Man hört doch eigentlich immer, Leitungswasser ist das bestgeprüfte Lebensmittel in Deutschland. Und wir haben das beste Wasser.

Oliver Mack: Unser normales Wasser ist halt immer mehr belastet, auch mittlerweile Medikamentenrückstände, Hormone und dergleichen.

Joël Kaczmarek: So klassisches Leitungswasser hatte bei mir irgendwie einen Wert von 300 Parts per million. Nachdem ich so eine Filteranlage hatte, war ich irgendwie bei 7.

Oliver Mack: Und ich habe mal wissenschaftliche Auswertungen gelesen. Von einem französischen Wissenschaftler, der mal den Grenzwert auf 120 Parts per million festgelegt hat. Das heißt, das ist für den menschlichen Organismus, sage ich jetzt mal, noch verträglich. Also Ich in meiner Berliner Praxis habe. 340. Wir sind da also fast schon im dreifachen Wert über den zulässigen Grenzwert.

Joël Kaczmarek: High Five, Leute Hier ist Joël. Und ihr wisst, mit dem Lieben Oliver Mack, Chiropraktiker. Und wir haben in der letzten Folge auch gemerkt, Absoluter Profi in Sachen Yoga als Yogatherapeut, reden wir darüber, Wie kann ich denn Rückenschmerzen vermeiden. Und in dieser Folge beschäftigt uns das Thema Ernährung inklusive Trinken. So aber erstmal, schön, dass Du da bist. Hallo. Hallo Joël, danke. Ja, also, ich habe ja hier auch schon mein Wässerchen parat, du? Auch deine Apfelschorle, also für Elektrolyte, ist gesorgt. Aber das ist ja schon das Thema. Trinken. Die Aufgabenstellung, die wir hatten, war jetzt, okay, wie kann ich vermeiden, dass ich bei dir lande oder zu oft bei Dir lande? Was siehst du sozusagen als Ursachen, die irgendwie Rückenprobleme machen? Und da hast du mir als Drittes gesagt, oder sagst du mir jetzt, Ernährung und Trinken. So, geht es ein bisschen darum...

Oliver Mack: Was ich esse, wie ich esse, wann ich esse, gibt es Gesetze, worauf guckst du? Es ist ein sehr breites Thema. Und genau, Wie wird man nicht am schnellsten wieder los? Indem man sich ein bisschen gesund verhält. Und wir haben ja schon gesprochen über Statik, über die Neurologie, die das steuert. Wir haben über Bewegung gesprochen. Warum spielt Ernährung und Trinken mit eine Rolle? Ja, weil im Prinzip wir ja die Gesundheit... Sozusagen verbessern wollen.

Oliver Mack: Also, wir wollen ja nicht nur, dass der Rücken nicht wehtut, sondern wir wollen ja auch, dass das Gesamtsystem funktioniert. Und das geht nur, wenn der Wasserelektrolythaushalt gut aufgestellt ist. Von daher ist das Trinken so wichtig. Und auch, was ich trinke. Elektrolyte sind wichtig, aber auch, Dass ich gefiltertes Wasser trinke. Denn unser normales Wasser ist halt immer mehr belastet, auch mittlerweile Medikamentenrückstände, Hormone und dergleichen und Nitrate. Belastet und Chemikalien, Langzeitchemikalien. Oder wie sagt man es, Dauerchemikalien, Das wird immer mehr und je mehr. Ich belastetes Wasser zu mir nehme, Umso weniger hat mein Organismus, die Chance zu entgiften und zu entschlacken, weil das Wasser ja schon auch gesättigt ist.

Das nennt man dann Parts per million. Das heißt, das kann man auch messen, Auch das Wasser kann man messen, den elektrischen Widerstand und kann sozusagen rausfinden, Wie belastet ist mein Wasser generell, ohne jetzt auf die Details einzugehen, Welcher Stoff da vielleicht nicht reingehört, sondern nur von der Grundsubstanz. Und wenn ich jetzt durch osmotische Gesetze sozusagen, mein Wasserelektrolythaushalt sozusagen? In Balance halte, habe ich die beste Voraussetzung, dass mein Körper gut funktioniert, inklusive dem Nervensystem. Und deswegen ist Trinken so enorm wichtig. Und die meisten Menschen trinken Wohl eher statistisch gesehen, zu wenig. Also habe ich jetzt schon öfters gelesen. Und ich muss zugeben, auch.

Ich muss mein Trinken tracken. Oder ich mache es, damit ich auf meine Trinkmenge komme. Auch wenn ich vielleicht durch eine bestimmte Ernährung oder Lebensweise, gesunde Lebensweise, Auch mit 30 Jahren Yoga und So und auch Fastenphasen, ich vielleicht gar nicht so eine... Intensive permanente Entschlackung brauche. Also, ich kann dann auch mal eine Zeit lang wenig trinken, fühle mich da auch recht gut. damit, Aber das möchte ich jetzt in einer Dauerbelastung, in der ich momentan beruflich bin, Eben möchte ich meinem Körper das nicht zumuten, und deswegen achte ich drauf und tracke immer ein Trinken. Und jetzt hast du eben dein Fach fortfallen lassen, osmotische, Wie heißt das genannt? Ja, also ein osmotisches, physikalisches Gesetz, Das heißt also Eine Konzentration wandert ja immer von einem höheren Gefüge in ein niedrigeres, um einen Ausgleich herzustellen.

Das ist ja ein Naturprinzip. Die Natur will immer einen Ausgleich schaffen, auch in uns. So und wenn wir von irgendetwas zu viel haben, muss der Körper das ja wieder loswerden. Dafür muss er das an ein Medium abgeben. Das wird teilweise durch unsere Nieren gesteuert, also die ganz bewusst bestimmte Stoffe abgeben und ganz gewisse Stoffe zurückhalten, die wir eben essentiell brauchen, damit, die uns nicht verloren gehen. Aber ein wesentlicher Punkt ist halt, Wie viel Wasser, also wie viel... Und neutrale Flüssigkeit gebe ich zu mir, jetzt mal unabhängig von den Elektrolyten. Und dadurch, sage ich jetzt mal, kann ich dafür sorgen, dass natürlich alles besser in Balance kommt.

Joël Kaczmarek: Jetzt hast du eben gesagt, unser Wasser sei so belastet. Ehe wir jetzt hier irgendwie Zuschriften kriegen, man hört doch eigentlich immer, ja, Leitungswasser ist das bestgeprüfte Lebensmittel in Deutschland. Und wir haben das beste Wasser und so weiter und so fort. Ich habe fairerweise auch mal den Test gemacht. Ich habe ja auch so eine Umkehrosmoseanlage, auf deinen Hinweis hin, auch, lustigerweise, weil ich das Wässerchen, so lecker fand. Und habe so einen TDS-Tester da reingetan, kann man sich für 10, 12, 15 Euro irgendwie kaufen, beim Onlineshop des eigenen Vertrauens. Und habe dann auch ganz fasziniert festgestellt, so klassisches Leitungswasser hatte bei mir irgendwie einen Wert von 300 Teilchen, also Parts per million. Nachdem ich so eine Filteranlage hatte, war ich irgendwie bei 7 oder so. Und diese Logik kann ich jetzt erstmal einleuchten, zu sagen, wenn das Wasser voll ist, Weil es sozusagen schon Stoffe trägt, kann es deine Schlacke, sozusagen. Deinen entgiften nicht mehr ermöglichen. Hast du dich ein bisschen tiefer? Damit beschäftigt, mit der Wasserqualität in Deutschland?

Oliver Mack: Nee, das ist jetzt nicht mein Fachgebiet, Aber ich habe mich mit Wasser schon sehr intensiv beschäftigt. Und ich habe mal wissenschaftliche Auswertungen gelesen. Von einem französischen Wissenschaftler, der mal den Grenzwert auf 120 Parts per million festgelegt hat.

Oliver Mack: Das heißt, das ist für den menschlichen Organismus, sage ich jetzt mal noch verträglich. Eine höhere Belastung wird halt zunehmend schwieriger für den Körper. Und weil du es so sagst, also ich in meiner Berliner Praxis habe 340, und zwar egal, aus welchem Wasserhahn ich das entnehme. Das heißt, wir sind da also fast schon im Dreifachen Wert, über den zulässigen Grenzwert. Und mein Wasser, was ich in der Praxis anbiete, hat irgendwie so um die 20. Also 7 finde ich schon recht niedrig.

Joël Kaczmarek: Das war die Neuwa.

Oliver Mack: Also, ich habe so um die 20 bis 27 Parts per million, weil man darf ja nicht vergessen, das ist ja kein destilliertes Wasser, Das wäre ja sogar schädlich für den Organismus, sondern da müssen ja noch Spurenelemente enthalten sein. Also Ich brauche ja eine gewisse Leitbarkeit des Wassers, auch für meine Biochemie und für meine Bioelektrizität im Körper. Deswegen Die Leitfähigkeit muss gegeben sein, und die Mineralien sind wichtig. Ich kann die Elektrolyte nicht weglassen. Deswegen ist es wichtig, dass eine Anlage, das nicht rausfiltert. Aber die ganzen Fremdstoffe, die da nicht reingehören, kann ich ja mit so einer Anlage ausfiltern. Aber um nochmal auf den Punkt zu kommen, je mehr gesundes Wasser. Ich trinke, umso besser habe ich den Effekt der Entschlackung, Umso mehr habe ich auch selber festgestellt, habe ich wieder mehr Lust zu trinken. Ich habe wieder mehr natürlichen, Durst. Vorher war das so,

Oliver Mack: Ich trinke halt, weil ich es muss. Mittlerweile kann ich es gar nicht erwarten, an meinem Wasserglas zu nuckeln oder an meiner Flasche. An meiner Trinkflasche, ja, weil ich wieder richtig Lust habe, zu trinken. Also Mein Körper signalisiert mir auch, hey, das ist gut, das will ich haben.

Joël Kaczmarek: Du treibst es ja auch noch ein bisschen weiter. Du machst ja hier auch noch mit so Wasserstoff angereichert im Wasser. Das ist ja dann der Real Shit, Das ist so der neueste Trend, gerade.

Oliver Mack: Naja, sagen wir es mal so, Ich bin auch immer gerne auf Weiterbildungen und bilde mich selber weiter. Der Mensch ist einfach nicht nur im Podcast unvollkommen, sondern Er ist ja dazu da, um zu lernen und sich weiterzubilden, so im philosophischen Kontext. Und ja, Es gibt fast 2000 Studien, Die beweisen, dass Wasserstoffwasser tatsächlich einen positiven Effekt hat. Nicht nur, dass die Blutplättchen nicht so schnell verkleben,

Oliver Mack: also, dass die Thrombozyten sozusagen länger in einer Homöostase existieren. Da gibt es viele Studien, mittlerweile drüber. Und deswegen, ja, natürlich. Also wir leben in einer sehr... Wie soll ich sagen, in einer sehr stressigen Welt, die dem Körper sehr viel abverlangt. Und ich sage immer so gerne, ja, Der Körper ist das Boot,

Oliver Mack: das uns über den Ozean des Lebens treibt. Und es ist einfach blöd, wenn der Leck schlägt. Weil dann gehe ich irgendwann unter. Das ist ja philosophisch. Ja, dann komme ich nicht ans andere Ufer. Und ich möchte also schon noch eine Weile gut funktionieren und habe auch noch ein paar Jahre vor mir, denke ich. Und die will ich auch meinen Patienten widmen und auch meiner Berufung letztendlich.

Oliver Mack: Deswegen achte ich sehr auf meine Gesundheit und bleibe da auch immer am Ball. Und nehme natürlich auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf, Versuche, die zu integrieren und versuche, auch meine Patienten zu motivieren, das mal auszuprobieren. Warum denn nicht? Also, letztendlich kann ich damit ja nur gewinnen.

Joël Kaczmarek: Aber was ist jetzt nochmal, bevor wir zum Thema Ernährung kommen, Der spezifische Faktor, Warum sich Trinken auf den Rücken auswirkt? Weil wir haben ja spezifisch. Jetzt rücken als Thema. Was ist da sozusagen? Immer der ganz genaue Weg?

Oliver Mack: Ein schlechter Wasser-Elektrolyt-Haushalt stört das Nervensystem. Damit kann natürlich die Statik und auch der Rücken nicht gut gesteuert werden, Beziehungsweise Verspannungen sind schneller da, sind wahrscheinlicher. Und ich kann dadurch insgesamt schlechter funktionieren. Rückenschmerzen sind ja jetzt nur ein Symptom, was sehr, sehr viele Ursachen haben kann. Es ist ja in den seltenen Fällen rein muskulär, bedingt. Also der Schmerz vielleicht, dass der Muskel meckert. Aber die Ursache ist ja eine ganz andere. Und das ist einfach ein wesentlicher Bestandteil. In den Säulen der Gesundheit. Und jetzt beim Thema Ernährung. Also mir ist sofort eine Sache präsent gewesen, die ist jetzt, glaube ich vielleicht schon ein bisschen zu spezifisch, Aber es ist das Erste, was mir beim Thema Ernährung und Essen einfällt. Ich weiß nicht,

Joël Kaczmarek: wenn man bei der Osteopathin hätte gesagt, Ganz viele Rückenschmerzen haben eigentlich mit falscher Ernährung zu tun. Und mir ging es so, ich habe das manchmal gemerkt, wenn ich bestimmte Lebensmittel abends gegessen habe, habe ich unglaublich schlecht geschlafen und nachts mit Rückenschmerzen mich rumgequält. Teilweise war es so, wenn ich einen Schokoriegel, einer bestimmten Marke oder Markennamen um 19 Uhr gegessen habe, Konnte ich die Uhr nachstellen oder habe ich es schon öfters gemerkt. Dass ich dann so von vier bis sechs Uhr morgens mich richtig im Bett gequält habe. Und morgens auf einmal wieder wunderbar. So, Und da habe ich gedacht, okay, Moment, mal, Da muss ja irgendwas los sein. Mit Verdauungsprozessen im Darm,

Oliver Mack: dass das irgendwie so eine Beschwerden macht. So, das war so das Erste, was ich an Berührung hatte. Aber wie bringst Du Ernährung und Rücken zusammen? Im Prinzip war das ein ganz guter Einstieg. Also im Prinzip Mein Darm und meine Verdauungsorgane, ALSO Magen-Darm-Trakt Sozusagen reagierte auf das, was ich ihm gebe.

Oliver Mack: Und wenn der unter Zug kommt oder unter Stress kommt, zieht der an den Faszien. Die Faszien sind aufgehängt, wo? Natürlich auch im Bauchraum mit, unter anderem an der Wirbelsäule. Das heißt, da kriege ich einen Zug auf die Wirbelsäule, und das müssen meine Muskeln sozusagen kompensieren. Also von daher kommen Rückenschmerzen tatsächlich auch oft durch einen Faszienzug.

Oliver Mack: Oder wenn ich jetzt länger zum Beispiel über Ernährung hinaus, Es ist immer multifaktoriell. Nehmen wir mal die Leber. Das ist das wichtigste Stoffwechsel- und Verdauungsorgan, was alle Stoffwechselvorgänge im Körper regelt. Fettstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel und so weiter. Aber wenn ich jetzt sozusagen, meine Leber dauerhaft überfordere, dann kriege ich ein Problem mit der gesamten Verdauung. Das muss jetzt nicht unbedingt der Darm sein, sondern das kann jetzt auch ein anderes Organ sein. Oder Bauchspeicheldrüse, die da mit reinspielt. Das können Sorgen sein, die sich auf ein Organ legen. Das kann alles Mögliche sein. Aber um mal ganz pragmatisch und praktisch zu bleiben, wenn ich die Wirbelsäule oder die Statik behandle und jemand berichtet mir immer noch von diesem Phänomen. Oder ich merke,

Oliver Mack: dass der immer wieder die gleichen Stellen bringt aufgrund dieser faszialen Geschichte, Ja, dann wird es Zeit, halt nicht nur mal über Ernährung zu sprechen. Also, welche Ernährung ist überhaupt für diesen Typ? Mensch geeignet? Ernährung ist ein sehr einfaches Thema. Prinzipiell gesehen, aber sehr speziell und sehr schwierig, wenn man es richtig machen will, auf das Individuum abgestimmt. Denn man muss jeden Menschen einzeln betrachten und nicht nur das, sondern immer auch auf die Lebensumstände. Also je nachdem, Wie viel Stress habe ich, was habe ich für einen Stoffwechsel, Was für eine Jahreszeit ist es denn, In welcher Lebensphase bin ich. Also, da wird es schon sehr individuell, Deswegen ist das so ein schwieriges Thema.

Und deswegen gibt es keine Allerheilmethode in Sachen Ernährung. Weil das so nicht machbar ist, Weil man Menschen dadurch immer individuell betrachten muss, wenn man ans Ziel kommen will. Aber Fakt ist, Die Ernährung spielt eben immer mit rein. Über die Bauchorgane, auch zum Rücken, klar. Und wenn ich es jetzt gut machen will, dann schaue ich mal, was brauche ich überhaupt. Viele denken ja nur, das, was mir schmeckt und was sich gut anfühlt, ist auch gut für mich. Aber wir haben halt viele Beweise, dass das oft gar nicht stimmt, Dass das Halt dann ein mentales Thema ist oder ein emotionales Thema. an. Wenn wir da mal näher... Blutgruppenanalyse machen oder, Sagen wir es mal, Ernährungsplan nach Blutgruppendiät oder so, oder jetzt nach einer ayurvedischen Dosha-Bestimmung, Dann kommt was ganz anderes raus, wo man dann sagt, ja, stimmt.

Also jetzt, wo ich das sehe und lese und mal gespiegelt kriege, das merke ich, das tut mir wirklich gut. Und das andere habe ich zwar gerne, aber jetzt verstehe ich, Warum ich vielleicht nachts nicht gut schlafe oder warum ich mich so träge, so energielos fühle oder dadurch vielleicht sogar Rückenschmerzen kriege.

Joël Kaczmarek: Okay, jetzt wirf es ja hier los mit Dingern. Das wird ja spannend. Also Ich glaube, wir können jetzt fairerweise eine ganze Reihe machen. Nur zum Thema Ernährung. Da gibt es ja wirklich aber Dutzende von Themen. Ich fand aber ein paar Sachen jetzt sehr interessant. Also zum einen, um nochmal für mich zu dokumentieren, Faszienzug finde ich total plausibel. So nach dem Motto Ausdehnung findet statt oder Bewegung, dann muss irgendwas nachrücken. Dann denke ich mir so, okay, Dann sollte man abends wahrscheinlich kein Kohl essen oder so oder Sachen, die man nicht verträgt. Und das andere fand ich aber... Den Gedanken zu sagen, Ich werde mich jetzt hier nicht hinsetzen und sagen, es gibt hier eine Wahrheit, Ihr müsst jetzt alle euch vegan ernähren oder keine Ahnung, Lasst mal hier Gluten weg oder sowas. Sondern zu sagen, okay, ich gucke mir das individuell an. Und jetzt hast du eben so nonchalant. Blutgruppenbasierte Ernährung erwähnt und Dosha-Bestimmung. Magst Du uns mal ein bisschen abholen, weil das könnte ja ein ganz netter Weg sein, um das Thema Ernährung, sage ich mal, so zu betrachten, dass es für jeden so einen Winkel gibt, der da einen Quasi hinführt.

Oliver Mack: Es gibt ja verschiedene Blutgruppen, und dementsprechend haben wir auch ein bisschen eine eigene Anforderung. Je nach Blutgruppe an den Körper, weil jede Blutgruppe seine Besonderheiten hat. Und das kann man jetzt natürlich ganz naturwissenschaftlich angucken, Welche Blutgruppe habe ich und kann dementsprechend, Sage ich jetzt mal, mich darauf ausrichten und kann ja mal zumindest schauen, ob das der Schlüssel ist, Ob das die Lösung des Problems ist oder ob es was verbessert. Das, was ich gerne mache, eben aus meinem Yoga-Hintergrund, ich habe... Ich habe natürlich laute Spezialisten in meinem Netzwerk, Kennst du, Egal, ob es um das Thema schlafen geht oder Ernährungsberatung. Das mache ich nicht alles selber. So viel Zeit habe ich nicht, und ich lasse das lieber. Die Leute machen, die so professionell darin sind, wie ich jetzt in der Chiropraktik. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit und gebe das andere ab. Aber ich habe jemanden, der das eben studiert. Auch hat, also Ayurveda, der ganz genau weiß,

Oliver Mack: wie. Der individuelle Stoffwechsel funktioniert anhand von verschiedenen Analysen. Dadurch kann man dann mit so einem Dosha-Typ rauskriegen, Welche Nahrungsmittel sind überhaupt für mich geeignet und welche nicht. Damit kann man das System schon mal auch sehr, sehr gut entlasten. Das heißt nicht, dass man das ein Leben lang machen muss, Aber zumindest sorgt das oft dafür, dass es den Leuten viel besser geht,

Oliver Mack: dass sie besser schlafen, dass sie mehr Konzentration haben, dass sie weniger Blähungen haben, Weniger Verdauungsstörungen, einen regelmäßigeren Stuhlgang, bis hin zu weniger Rückenschmerzen. Ist es denn westlich tauglich? Weil ich weiß, jemand hat dich mal angemault. Und sagte, Das ist eine paar tausend Jahre alte Geschichte aus dem Osten des Planeten, also aus Indien.

Joël Kaczmarek: Was hat das hier im Westen zu suchen? Also, wenn du mit Patienten so arbeitest, merkst du dann, dass das einen guten Effekt hat. Auf Ihr Rückenthema, wenn Sie so Dosha machen? Ist das stimmig für viele oder gibt es da auch irgendwie? Leute, die sagen, nee, das ist einfach gar nicht in meiner Liebesgewohnheit dran?

Oliver Mack: Ne, muss ich sagen, jetzt. Also in meiner gesamten Yoga-Karriere, Ich habe in diesen über 30 Jahren jetzt noch nicht eine... Nee, noch nicht eine negative Rückmeldung gekriegt. Eher sind eher so ein bisschen Aha-Effekte. Heißt nicht, dass es immer der durchschlagende Erfolg ist, den man sich vielleicht wünscht, Aber es ist immer sinnvoll, immer besser hinzugucken, statt zu ignorieren, sage ich. Und es geht ja nicht darum, sage ich jetzt mal,

Oliver Mack: das jetzt über was anderes zu stellen, Sondern es geht darum, einfach mal noch eine Möglichkeit zu haben, zu gucken. Und wie du so schön sagst, warum haben wir das im Westen? Ja, aus einem ganz einfachen Grund, genauso wie Yoga. Wir haben genug Sport hier. Warum ist Yoga so populär im Westen geworden? Aus dem einfachen Grund, Weil wir das nicht, weil wir verlernt haben, die richtige Dehnung und Entspannung im Sport zu integrieren. Oder wir haben es verloren. Und deswegen lehrt uns solche Systeme, die lernen uns quasi, wie wir wieder mehr in Balance kommen können. Und deswegen ist Yoga so ein Hype, weil es einfach so sehr gut tut und uns genau... Diese Dinge gibt, die wir im normalen Sport einfach nicht mehr finden und nicht mehr haben.

Und das hat eine Daseinsberechtigung. Also ich sage immer, wer heilt, hat Recht. Also ich meine, wenn die Leute sagen, Yoga ist das Beste, was mir widerfahren ist, Dann kann ich das kritisieren und kann sagen, es ist nicht so. Dann muss ich aber auch sagen, ja, Aber dann begründe es. Ich bin ja auch ein bisschen wissenschaftlich strukturiert und gelernt und komme ja auch aus der Schulmedizin. Und sage, Ich lasse ja alles zu, aber ich hätte auch immer gerne einen Beweis dafür. Und dann beweist mir es, dann beweist mir das Gegenteil. Aber ich kenne eben keinen, der sagt, das ist nicht gut. VON daher, ja, Wir haben verlernt, abzuschalten. Wir haben verlernt, nach innen zu hören. Wir haben verlernt, zu meditieren.

Wir haben, also in der westlichen Welt, Natürlich kann ich ins Kloster gehen, Es ist nicht ganz aus der Kultur raus, aber es ist nicht mehr so in unserem Alltag verankert, wie jetzt in so östlichen Systemen. Für die ist das noch relativ... Selbstverständlich. Jetzt natürlich auch nicht in Delhi oder so, in der Hauptstadt. Aber ich sage jetzt mal, insgesamt in der Kultur noch anders verankert als bei uns. Und da es so hilfreich ist, ja, schwappt das natürlich zu uns und hat eine gewisse Daseinsberechtigung. Auch eine Dosha-Bestimmung kann so viel Gutes tun. Also warum nicht? Abschließende Frage.

Joël Kaczmarek: Hast du trotzdem Lebensmittel, von denen Du sagst, oh, das sehe ich gehäuft, wenn Leute mit einem Rücken Probleme haben, was weiß ich, zu viel Fleisch, zu viel Zucker, Kaffee, vegan, You never know, Gibt es so Patterns oder ist es ganz unterschiedlich?

Oliver Mack: A, ist es ganz unterschiedlich und B, Das Einzige, was ich dazu sagen kann, sinnvollerweise aus meiner Sicht,

Oliver Mack: ist einfach kein extremes Gut. Egal, ob es jetzt um den Veganismus geht oder jetzt um den Fleischverzehr, Da reden wir ja auch mehr, selbst im spirituellen Kontext. Über ethische, Moralische Geschichten bei der Fleischernährung. Da geht es eigentlich meiner Meinung nach viel mehr um diesen Aspekt als um den ernährungsphysiologischen. Weil der ist, sage ich jetzt mal,

Oliver Mack: schon lang hinreichend bekannt. Aber da geht es um andere Aspekte, die das heute begründen, dass man dieses Leid nicht erzeugen muss. Das sind andere Aspekte. Ich sage immer aus meiner Sicht, Kein Extrem ist auf Dauer gut. Das hat auch Buddha damals erkannt im Extremfasten. Da schließe ich mich einfach an. Und sage, Der Goldene Mittelweg ist es, den jeder für sich finden muss. Aber eben, um das abschließend nochmal zu sagen, wenn mir da ein System hilft, in meine Mitte zu finden, Egal, wie das heißt,

Oliver Mack: dann ist es einfach mal sinnvoll.

Joël Kaczmarek: Also, Wilhelm, du bist, was du isst. Das war Nummer drei unserer Rückenthemen, die wir uns angucken. Beim nächsten Mal reden wir über Schlaf. Also in diesem Sinne, Danke dir und bis zum nächsten Mal. Danke.

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