Konfliktdynamik

Konfliktdynamik beschreibt die Eigengesetzlichkeit, mit der sich ein Konflikt im Zeitverlauf verändert: Positionen verhärten sich, Wahrnehmungen verengen sich, und das Verhalten der einen Seite bestätigt die Befürchtungen der anderen. Damit rückt der ursprüngliche Sachstreit in den Hintergrund und die Beziehung selbst wird zum Gegenstand. Wer diese Dynamik kennt, kann früh eingreifen, statt darauf zu warten, dass sich ein Konflikt von allein legt.

BeispielNach einer strittigen Zuständigkeitsfrage laden zwei Teams sich gegenseitig nicht mehr zu Abstimmungen ein; jede ausgelassene Einladung gilt der anderen Seite als Beweis für Absicht, und die ursprüngliche Sachfrage wird gar nicht mehr besprochen.

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