Institutionelle Diskriminierung

Institutionelle Diskriminierung bezeichnet Benachteiligung, die nicht aus der Absicht einzelner Personen entsteht, sondern aus Regeln, Abläufen und baulichen oder technischen Standards von Organisationen. Sie wirkt oft unbemerkt, weil sie als normaler Verfahrensweg erscheint, und trifft dennoch bestimmte Gruppen systematisch härter. Der Begriff ist wichtig, weil er den Blick von individuellem Fehlverhalten auf veränderbare Strukturen lenkt.

BeispielWenn ein Bahnhof nur über eine Treppe erreichbar ist und der Aufzug regelmäßig ausfällt, sind Menschen im Rollstuhl faktisch vom Nahverkehr ausgeschlossen – ohne dass eine einzelne Person diese Benachteiligung beabsichtigt hätte.

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