
KI im Unternehmen einführen: 5 Learnings aus dem Rollout an 11.000 Mitarbeitende | Signal Iduna

Transkript
Joel Kaczmarek: High Five Leute hier ist Joel, ey und mal ganz ehrlich geht es euch auch so, ist ja klar, alle Welt führt gerade KI ein und so weiter und so fort, aber was ist denn eigentlich los, wenn ich in eine richtig große Bude bin, also wenn ich ein Unternehmen bin, was schon ein bisschen größer ist, was schon Prozesse am Laufen hat, wo die ganzen Mitarbeitenden erstmal eingeführt werden müssen, wo vielleicht Sachen sich schon eingeschliffen haben und ich mich jetzt frage alles klar, wie geht das schneller, besser, aber so, dass wir keinen Schaden haben. So und genau dieser Frage möchte ich mich heute zusammen mit der lieben Miriam Rose widmen.
Miriam, ist nämlich Change-Männerin, Menscherin bei der Signal Iduna und begleitet dort ganz speziell ein KI-Projekt, da ist sie dann so richtig schön Adopt-a-Fleet, wie das so neudeutsch heißt. Da hat die Organisation nämlich genau das gemacht. Die haben quasi KI genommen und über, haltet euch fest, 11.000 Mitarbeitende ausgerollt. Ganz ehrlich, wenn eine Versicherung das hinkriegt, 11.000 Menschen mit KI zu onboarden, dann kriegen wir das auch hin und dann wollen wir da auch was von lernen. Fairerweise ist die Signal Iduna ziemlich innovativ und trotzdem, ich glaube, wenn die das schaffen, dann können wir uns alle was von abschneiden und da bin ich jetzt mal neugierig. Also liebe Miriam, erstmal schön, dass du da bist. Hello!
Miriam Rose: Hi Joel, ich freue mich sehr, hier zu sein bei dir.
Joel Kaczmarek: So, und wir haben es ja heute uns so vorgenommen, so bisschen in die Richtung 5 Learnings zu bauen. Also 5 Learnings, wie große Unternehmen KI erfolgreich einführen können. Und wir können ja mal so straight in Nummer 1 reinstarten, weil das hangelt sich ja auch so an dem Weg quasi ab, wie ihr angefangen habt. am Anfang, ich weiß ja bei so Unternehmen eurer Größe, beginnt ja alles mal mit einer Vision. Da gibt es immer so die Vision 2030 oder 2035. Nimmt mal so bisschen an die Hand, wie war so euer Setup, wie seid ihr da reingestartet, wie ging das für euch los?
Miriam Rose: Ja, das mache ich natürlich sehr gerne. Grundsätzlich steckt hinter all dem erstmal natürlich unsere Unternehmensstrategie Momentum 2030. Mit dieser Strategie wollen wir natürlich dahin, dass wir letztendlich für unsere Kunden ein besseres Kundenerlebnis schaffen. Weil die Kunden sind natürlich für uns als Versicherung irgendwie das höchste Gut, was wir haben. Und das wollen wir jetzt natürlich auch mithilfe von KI schaffen.
Wir haben dafür unsere KI personalisiert, die wir bei der Signal Iduna haben. Sie heißt COSI, also Co-Pilot der Signal Iduna. Ich werde sie jetzt aber im Folgenden eigentlich immer COSI nennen, weil das etwas leichter von den Lippen geht. Und damit wollen wir das halt erreichen, dass wir bessere Kundenerlebnisse auf die Strecke bringen und natürlich auch eine wesentliche Unterstützung für unsere Mitarbeitenden.
und Mitarbeiter dabei haben.
Joel Kaczmarek: Okay, also Cozy lässt ja schon mal hoffen, heißt ja auch Gemütlich auf Englisch, bisschen anders geschrieben fairerweise, aber... Dankeschön. gut merkbar auf jeden Fall und holen Sie doch mal ab, was ist denn so der Stack, dem ihr gestartet seid? Also was arbeitet ihr da mit welcher KI?
Miriam Rose: Naja, ein bisschen anders geschrieben, genau. Gesundheit.
Miriam Rose: Wir arbeiten jetzt mittlerweile mit Gemini Enterprise. Das hat sich in den letzten Jahren aber kontinuierlich auch weiterentwickelt. Wir sind in 23, also knapp ein paar Monate nachdem JetGPT auch hier alles geflutet hat, sind wir damit live gegangen, haben natürlich eine kleine Pilotphase auch gestartet.
Ich würde noch mal diesen ganzen Abschnitt von vorne machen wollen.
Joel Kaczmarek: Macht's
Miriam Rose: Genau, grundsätzlich steckt hinter all dem, wie wir KI bei Signal Iduna einführen, natürlich unsere Unternehmensstrategie. Das ist aktuell Momentum 2030. Und da ist natürlich auch unser Hauptziel, dass wir ein besseres Erlebnis für unsere Kundinnen und Kunden schaffen, weil die natürlich für uns als Versicherung das höchste Gut sind.
Und in dem Kontext haben wir jetzt natürlich KI, wo wir auch versuchen, unsere Prozesse zu vereinfachen, unsere Mitarbeitenden zu unterstützen, so auch vielleicht schneller neue Produkte auf die Straße zu bringen und so ein noch besseres Kundenerlebnis zu schaffen.
Wir sind dabei so vorgegangen, dass wir unsere KI personalisiert haben bei der Signal Iduna. Sie heißt CoSie, also Co-Pilot der Signal Iduna. Das macht das einfach etwas nahbarer, wenn man so einen konkreten Begriff hat. Und wir sind dann ganz klein gestartet im Spätsommer 2023.
haben wir dank unserer strategischen Partnerschaft mit Google Cloud schon eine erste Pilotphase starten dürfen. Damals waren das so rund 150 Mitarbeiter, die schon mal testen durften, wie fühlt sich das an, welche Anwendungsfälle kann ich damit vielleicht machen in meinem Arbeitskontext und haben uns dann da iterativ voran bewegt, haben dann Anfang 2024 auch wirklich diese
KI, damals noch eine Eigenentwicklung auf Basis des damaligen Sprachmodells von Google, haben die dann an 11.000 Mitarbeitenden ausgerollt. Und zwar ist jederzeit sehr wichtig, dass wirklich alle, Leute in unserer Organisation auch die Möglichkeit haben und den Zugang haben, diese KI zu nutzen. Das war in 2024.
Miriam Rose: haben parallel auch einzelne Agenten gestartet, dass zum Beispiel ein bekannter Begriff oder ein Erfolgsfaktor auch der COSI-KV-Agent, also ein Agent, den Mitarbeitenden im Kundenservice in der Krankenversicherung nutzen können nach wie vor.
Und von diesem Ausgangspunkt in 2024, wo es schon alle nutzen konnten, haben wir uns aber dazu entschieden, letztes Jahr im Oktober, und das ist jetzt genau heute auch ein Jahr tatsächlich, her auf Gemini Enterprise zu migrieren. Und das hat uns einfach noch mal sehr viel mehr Funktionsumfang einfach mehr gebracht. Wir sind damit auf dem Marktstandard auch unterwegs.
Und nach wie vor sollten halt alle Mitarbeitenden wirklich mitgenommen werden, ins Tool kommen und diesen Zugang zu dieser neuen Technologie haben. Was dabei vielleicht noch ganz wichtig ist, dass wir COSI quasi als unsere Unterstützung verstehen. Also in all den Tätigkeiten, in all den Themen, die auf den Schreibtischen liegen und, wem erzähle ich, dass alle Schreibtische sind, voll.
ist das natürlich auch das Wesentliche, dass QSI uns als Unterstützung wirklich dient in unserer alltäglichen Arbeit.
Joel Kaczmarek: Okay, also du hast ja jetzt extrem viel sozusagen schon zusammengefasst, also wenn ich so mal durchgehe. Ihr lauft auf der Google Gemini Umgebung. Find ich bisschen lustig, by the way, dass ich den Co-Pilot nenne und Cozy ist quasi so der personalisierte Namen eures Tools. Dann seid ihr im Prinzip im September 23 hingegangen habt ihr's aufgeholt auf 150 Leute und dann im April 24 so roundabout hab ich mitgeschnitten. Also gar nicht mal so viel. Sieben Monate später auf 11.000. Also man darf sagen, auch wenn natürlich so diese ganzen
KI-Entwicklungen, weil sicherlich viele Leute dazu geführt haben, dass sie das möglichst schnell am Arbeitsplatz verfügbar haben wollten. Seid ihr eigentlich relativ schnell vorgegangen für ein Unternehmen eurer Größe, dass ihr quasi mit 150 den ersten Test gemacht habt und dann zack ein halbes Jahr später?
gleich ausgerollt und dann noch mal ein halbes Jahr später im Prinzip wieder aufgestockt habe auf diesen Enterprise Gedanken. Jetzt interessiere mich noch ein, zwei Dinge dazu, weil das erste ist ja mal, ich würde gerne mal verstehen, weil du gesagt hast gerade, ihr habt auf Enterprise geupdatet. In meinem Kopf ist es immer so, die Firmen machen einfach mehr Geld sozusagen, die mir das verkaufen. Aber was ist denn der Benefit auf eurer Seite gewesen? Was ist denn der Unterschied gewesen zwischen wir machen normales Gemini und wir machen Enterprise? Was könnt ihr dann besser dadurch?
Miriam Rose: Genau, also grundsätzlich nutzen wir als Unternehmen natürlich Gemini Enterprise. Also Gemini ist ja quasi die Anwendung für Endkonsumenten, also für dich und mich privat und Gemini Enterprise ist einfach das für alle. Und davor, bevor wir auf Gemini Enterprise quasi umgestiegen sind, war es aber eine Eigenentwicklung. Also natürlich auf Basis der Sprachmodelle von Google, aber es war eine Eigenentwicklung und dadurch waren wir halt einfach nicht
Joel Kaczmarek: Miriam
Rose: schnell in dem also im bringen von neuen Funktionalitäten, sondern es hat natürlich immer etwas gedauert und dadurch, dass wir jetzt inzwischen Gemini Enterprise haben, sind wir da natürlich deutlich schneller auch unterwegs.
Joel Kaczmarek: Und jetzt ist es ja so, man schmeißt das ja nicht einfach so auf eine Belegschaft drauf. Wie habt ihr das dann begleitet in dieser ganzen Anfangsphase? Also ihr hattet diese Vision, von der du gesprochen hast, dann habt ihr getestet mit 150, sechs Monate später auf 11.000, rausgejagt. Pum. Das ist ja so ein typischer, ist ja dein Job-Change-Management-Prozess. Wie seid ihr vorgegangen, das quasi an die Hand zu nehmen bei den Leuten?
Miriam Rose: Genau, also das kann man natürlich nicht einfach auf die Belegschaft so drauf werfen, sondern wir haben das die ganze Zeit mit einem umfangreichen Change- und Befähigungskonzept eigentlich begleitet. schon in der Testphase haben wir mit diesen Pilotteilnehmenden uns vorangelernt, haben geschaut, was klappt gut, was klappt vielleicht nicht so gut, was hilft den Personen bei der Nutzung des Tools und was können wir da als Hilfsangebote
auch bereitstellen. Und dann haben wir das natürlich fortlaufend auch fortgeführt. Es gab beispielsweise schon relativ früh auch eine Power Week zu COSI, wo es diverse Angebote gab, insbesondere natürlich auch Trainings, wo man sich mit neuen Funktionalitäten auseinandersetzen konnte. Und das haben wir dann jetzt fortlaufend natürlich auch so gemacht, die
Organisation, die Menschen in der Organisation einfach damit vertraut zu machen und nicht alleine zu lassen und mitzunehmen.
Joel Kaczmarek: Okay, also erstes Learning, wenn ich es quasi einführe. Punkt eins, ihr habt es angedockt an eine Gesamtlogik, also an so eine Gesamtvision und auch eine Strategie, die ihr verfolgt. Da mit drin enthalten ja eigentlich auch so das Learning, dass ihr quasi durch den Eigenbau relativ langsam wart. Sobald ihr dann, also hat euch den Zeitvorsprung gebracht, was das Know-how angeht. Aber was das Tooling angeht, war dann sozusagen das nächste Ding, dass ihr in der Lage wart, wenn ihr das sozusagen off the shelf nehmt, so wie es vorkonfiguriert
hat es sozusagen an der Stelle mehr geholfen. Man darf ja auch sagen, seit September 23 hat es ja auch viel getan. dann kamen irgendwie die GPTs mal auf und dann kamen irgendwie Skills und dann Agents und so weiter und so fort. Also da gab es ja ganz viel Bewegung im Markt. Okay, so und jetzt ist es so der zweite Learning Faktor, den ich mit dir mal anschauen möchte, eine Hypothese. Und das ist so ein bisschen die Frage des Nährbodens, weil mich würde mal interessieren, wie war so die Reaktion? War das eher positiv oder war das eher negativ oder war es sowas dazwischen? Weil ich habe so bisschen den Verdacht, wenn man
so viel kulturelle Arbeit macht, wie ihr ja schon macht, dass ihr da so einen kleinen Startvorteil habt. Aber erzähl du doch mal aus eurer Warte, wie hast du das so erlebt, die Adoption, wie man so in Neudeutsch sagt?
Miriam Rose: Ja, gerne. Genau. Also aus meiner Sicht war ein wesentlicher Erfolgsfaktor oder eine wesentliche Basis, die... Aus meiner Sicht war ein wesentlicher Erfolgsfaktor, dass wir in den letzten Jahren eine umfangreiche, agile Transformation bei der Signaliduna durchgeführt haben.
Also wir haben in den letzten Jahren neue Strukturen entstehen lassen, Strukturen umgebaut. Wir haben neue Teams zusammengesetzt. Das sind in vielen Teilen mittlerweile cross-funktionale Teams, die viel schneller Produkte auch entwickeln können. Es wurden auch neue Rollen an Bord geholt, neue Kompetenzen wie beispielsweise Agile
Begleitrollen, hatten wir damals noch nicht, oder auch UX-Designer, die waren damals noch nicht in der Signal Iduna vertreten. es gab auch, also wir haben auch neue Führungsrollen eingeführt. Es wurden natürlich auch die Büroräume überarbeitet, neue Zusammenarbeitstools eingeführt. Es fand viel mehr Austausch auch in der Organisation statt, einfach Transparenz dazu herzustellen.
Und all diese Veränderungen der letzten Jahre haben uns einfach zum einen dabei geholfen, dass wir heute eine viel anpassungsfähigere Organisation sind, die halt viel schneller auch auf Veränderungen auf dem Markt reagieren kann. Und zum anderen hat das natürlich auch was mit den Menschen in der Organisation gemacht. Also sie sind viel offener für Veränderungen auch.
geworden und das sieht man jetzt einfach ganz gut.
Joel Kaczmarek: Ich finde das einen ganz wichtigen Punkt. Also man darf ja sagen, KI ist, glaube ich, so eine der aufrüttelsten Entwicklungen, die man unternehmerisch haben kann, ja, oder in der Welt auch. Und dass im Prinzip dieses Mindset, wie man ja auch auf Englisch so schön sagt, also diese Bereitschaft, so etwas anzunehmen, halt so ein Stück weit bei euch schon angefüttert hat. Weil ich glaube, viele Unternehmen tun sich genau damit schwer. So diese Bereitschaft zur Veränderung, diese Angst vor neuem, dieses ich probiere einfach mal was aus, ich mach was, ich lasse mich mal auf einen anderen Weg ein, als wir das bisher
gemacht haben. Wie hast du es denn noch mal so ganz konkret erlebt? Also war das bei KI so genau so, als wenn ihr einfach vorher was umgestellt habt oder war es da noch mal anders auf eine Art?
Miriam Rose: Ich denke oder wie ich das empfunden habe, es war natürlich auch anders auf einer Art, weil jeder künstliche Intelligenz oder auch generative künstliche Intelligenz seit dem Go Live von JetJetGPT natürlich auch privat nutzen konnte. Das hat natürlich auch dazu beigetragen, dass die Menschen sich privat damit beschäftigt haben, ausprobiert haben, wie hilft mir das jetzt in meinem privaten Umfeld und dadurch war das natürlich auch noch...
adaptierbarer für die Menschen in der Organisation als jetzt nur, sag ich mal, wenn man agile Arbeitsweisen einführt, was man im privaten Kontext halt einfach nicht oder wenig zu spüren bekommt.
Joel Kaczmarek: Habt es eigentlich mal gemessen? Also habt ihr so Messzahlen, wie das bei euch ankam?
Miriam Rose: Ja, wir haben tatsächlich schon relativ zu Beginn, wo wir jetzt COSI in der nächsten Stufe letztes Jahr, also vor einem Jahr eingeführt haben, haben wir eine sogenannte COSI-Befragung durchgeführt, einfach besser zu verstehen, wo steht die Organisation auch, wie ist die Stimmung in der Organisation, wo hilft COSI uns auch schon weiter. Und da waren zwei wesentliche Punkte, dass
Zum einen schon 87 % der Mitarbeitenden, das muss man sich mal vorstellen, motiviert sind, neue Wege zu entdecken, wie COSI ihre Arbeit erleichtern kann. Das ist so ein hoher Weg, womit wir alle auch zu dem Zeitpunkt gar nicht gerechnet hatten, weil zu dem Zeitpunkt haben sie es drei Monate lang genutzt. Und der zweite Punkt ist, dass 77 % zugestimmt haben.
dass die Nutzung schon zu dem Zeitpunkt den Arbeitsalltag bereichert hat. Und das zeigt ganz schön, wie hoch die Akzeptanz schon früh für COSI war und wie offen die Menschen auch dafür waren.
Joel Kaczmarek: Schön, okay, also haben wir als erstes schon mal gelernt, es muss angedockt sein an der Vision. Ihr habt dann auch gleichzeitig diese Technischen Learnings gemacht. Zweites Learning war, dass das quasi ja auch, wenn ich sowas schon gemacht habe, mich zu transformieren, dann natürlich leichter fällt. Also so ein Muskel, sozusagen mit Training irgendwie immer stärker wird. Jetzt bin ich da neugierig, dann habt ihr ja so diese Big Bang Einführung gemacht vor genau einem Jahr hast du gesagt, also Oktober 25. Wie darf ich mir das vorstellen? Was war denn da so das Motto, das vorge-
Was war da vielleicht noch mal anders als bei den 150 Testläutchen vorher?
Miriam Rose: Ja, Big Bang klingt so groß, aber war es auch, denn genau heute vor einem Jahr haben wir den sogenannten COSI-Tag veranstaltet. Also einen Tag, der wirklich im Zeichen unserer KI COSI stand. Und an diesem Tag gab es verschiedenste Formate, angefangen auch mit einer Veranstaltung, einem Format mit unserem gesamten Vorstand. Also das war auch
wirklich wichtig dabei, dass das gesamte Top-Management geschlossen hinter dieser Entscheidung steht, dass alle CoSY auch nutzen sollen. Dann gab es auch weitere Angebote an diesem Tag, natürlich auch einige Trainingsangebote, sich dann mit CoSY, also Gemini Enterprise da einfach vertraut zu machen, die Funktionen.
kennenzulernen und auch zu schauen, wie kann mir das denn im Arbeitsalltag eigentlich helfen. Und wir haben an diesem Tag auch wirklich alles in unseren Bürogebäuden im CoSY-Style erscheinen lassen. Wir hatten das unter dem Motto CoSY zündet die nächste Stufe. Wir haben in dem Zuge auch CoSYMA eingeführt. CoSYMA wird also heute
Eins, Kusima ist eine Astronautin, also ein Avatar als Astronautin, so bisschen im Comic-Stil, der uns quasi auf der KI-Reise begleitet in der Organisation und immer an verschiedensten Stellen auftaucht. Und so war Kusima halt auch am 6. Oktober letzten Jahres einfach sehr, sehr präsent in der Organisation vertreten, hat einen aus allen Richtungen irgendwie angeblickt.
Und das hat natürlich auch dazu beigetragen, dass die Leute jederzeit an Kusi auch erinnert wurden. Und zusätzlich, Trainingsangebote habe ich gerade schon gesagt, das ist natürlich auch sehr, sehr wichtig, dass die Leute die Möglichkeit haben, ihr Wissen zu erweitern, aufzufrischen, sich damit vertraut zu machen.
Joel Kaczmarek: Ja.
Miriam Rose: Und deswegen gab es auch jederzeit und auch nach wie vor einfach unfassbar viele Trainings dazu.
Joel Kaczmarek: Okay, also wenn wir uns mal so auseinander sind wir ja schon einiges drin. eins, ihr hattet Rückendeckung von ganz oben, dann ist die Aufmerksamkeit eine andere und es fühlt sich in so einer Organisation quasi viel sicherer an, so was zu machen. Punkt Nummer zwei, fleißig trainieren, dazu gleich mehr. Und Punkt Nummer drei, dem Ganzen so bisschen Gesicht geben. Was wir erstens erlebt, warum war denn das wichtig, dass das irgendwie einen Namen hat, Ding, dass da irgendwie ein Gesicht drauf ist, auch wenn es so Comicavatar ist. Was war damit anders als vorher?
Miriam Rose: Aus meiner Sicht hat Cosima einfach die Leute direkt angesprochen. Also das hat das Ganze so etwas spielerischer vermittelt. Man hatte irgendwie eine Person, die man mit Cosi identifizieren kann, die auf charmante Art und Weise irgendwie motivierende Sprüche mitgebracht hat. Und das hat einfach was mit der Organisation gemacht. Also wir haben dann zum Beispiel irgendwann auch den
prompt für diesen Avatar zur Verfügung gestellt, wie man den so anpassen kann, dass man selber quasi Cosima wird. du glaubst gar nicht, wie viele Leute jetzt mittlerweile wirklich diesen Avatar im Cosima-Look quasi als ihr Profilbild bei Teams nutzen. Also das hat wirklich was bewirkt in der Organisation.
Joel Kaczmarek: Und die Trainings von denen du gesprochen hast, wie darf ich mir die vorstellen? Weil 11.000 Männlein und Weiblein und dazwischen ist ja jetzt nicht gerade wenig. Also was hieß denn Training bei euch?
Miriam Rose: Das waren verschiedenste Trainingsangebote. Das fing zum Beispiel auch mit einer Pflichtschulung zu den regulatorischen Rahmenbedingungen an. Man hatte Schulungen zu verschiedensten Funktionalitäten, sich überhaupt erstmal mit dem Tool vertraut machen zu können. Und dann auch darauf aufbauen, gab es auch Schulungen, wo man sich wirklich mit konkreten Anwendungsfällen auseinandersetzen konnte.
konnte jede Person aus der Organisation sozusagen ihre Problemstellung aus dem Arbeitsalltag auch mitbringen und dann hat man sich da gemeinsam vorangelernt, wie quasi COSY einem dabei helfen kann.
Joel Kaczmarek: Und sag mal, ich fand irgendwie ganz lustig, ich hab bei euch in den Unterlagen gelesen, dass es so eine Art Vorgehensplan gab. Man kennt ja dieses englische Wort Use Case, also wie ich etwas anwende. Und bei euch hieß es irgendwie erst Use, dann Case und dann gab es auch ein drittes Element. Ich krieg's nicht mehr ganz zusammen. Hol mich dann mal ab, weil das las ich interessant.
Miriam Rose: Ja, genau, also dahinter steckt eigentlich die Strategie, mit der wir COSI eingeführt haben. Wir haben gesagt, erst use, dann case, dann value, also quasi drei aufeinander folgende Phasen. In der Phase use ging es darum, was ich ja auch eingangs schon gesagt hatte, wirklich alle Mitarbeitenden ins Tool zu bekommen, dass sie sich damit vertraut machen können, dann Anwendungsfälle zu entdecken, weil jeder, jede einzelne
kennt natürlich ihre Tätigkeit viel besser als jetzt irgendwie ein zentrales Team. Und letztendlich sollen diese Anwendungsfälle aber natürlich auch Wert für die Signal Iduna bringen. so diese drei Phasen und jetzt nach einem Jahr lässt sich auch wirklich sagen, mit Blick auf die Phase Use, wir haben es geschafft, dass alle Mitarbeitenden zumindest einmal COSI auch aufgerufen haben.
Wir haben mittlerweile wirklich über 4000 tägliche Nutzen in QoSy und wir haben auch rund 15.000 Promts pro Tag. Also nur was unsere KI QoSy quasi angeht.
Joel Kaczmarek: Okay, 15.000 pro Tag, das kann nicht mal schlecht. Das ist schon eigentlich bei 11.000 Mitarbeitenden jeder mindestens ein. Also ist ja schon mal ein bisschen was. jetzt habe ich über euch was gelesen und da können wir ja quasi uns zu unserem vierten Learnings Baum mal nähern, dass ihr solche KI-Champions auch hattet. Also ich kenne den Begriff Champion aus dem Sale. Aus dem Sales meint, ich habe ein Champion, dass der sich so für mich einsetzt. Also wenn ich jemandem einem Unternehmen was verkaufen will, habe ich in dem Unternehmen ein Champion und der hilft mir da besser rein zu verkaufen. Ist das bei euch ein
ein ähnlicher Gedanke gewesen, dass so ein KI-Champion quasi so eine Art Evangelist ist für künstliche Intelligenz in einem Unternehmen oder wie habt ihr das irgendwie aufgebaut?
Miriam Rose: Genau, wir haben schon vor dem Go Live im letzten Jahr von Gemini Enterprise, haben wir die Rolle KI-Champion geschaffen. Dahinter steckte so der Gedanke, dass wir für unser zentrales Team Arme in die Organisation brauchen, die dort KI vermitteln, die dort Fragen beantworten, die dort als erste Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen fungieren.
und auch sozusagen die KI-Fahne in den Teams hochhalten. Daneben sollen diese KI-Champions aber auch natürlich Potenziale für KI in den Einheiten identifizieren, weil sie sind einfach viel näher dran. Das heißt nicht, dass immer der KI-Champion die KI-Champion irgendwie eigenständig alle Potenziale entdecken muss, sondern sie ist einfach eine
wertvolle Schnittstelle in dem Kontext zwischen uns als zentralen Team, den anderen KI Champions in der Organisation und auch dem COSI Team, die quasi die technische Weiterentwicklung verantworten. Und so war halt der Gedanke, die KI Champions ins Leben zu rufen und wichtig war, dass wir die halt auch schon vor dem Go Live geschult haben zu dem neuen Tool. Also sie waren als erste quasi da drauf, sich schon mal
damit vertraut zu machen und dann auch zum Go Live ihren Kolleginnen und Kollegen helfen zu können.
Joel Kaczmarek: Das war jetzt so viel Informationsdichte, ich frage da nochmal nach. viele, vielleicht hast es aber auch schon gesagt, wie viele von den Leuten hattet ihr und machen die das sozusagen so on top zu ihrem normalen Job oder ist das so eine extra Rolle, die ihr richtig eingeschaffen habt, dass die quasi wie Angestellte nur auf das Thema sitzen?
Miriam Rose: Genau, sind jetzt aktuell 103 KI Champions über die ganze Organisation, also die kommen aus verschiedensten Bereichen. Wir hatten halt eingangs auch die Führungskräfte gebeten, uns KI Champions zu nennen, mindestens eine Person im besten Fall pro Bereich, die dann bestmöglich aussagefähig ist und dort unterstützen kann. Dort ist noch ein zweiter Aspekt.
Joel Kaczmarek: Und ob das sozusagen eine eigene Rolle ist oder ob die das on top machen zu ihrem eigentlichen Job?
Miriam Rose: Genau, also die KI Champions, das ist zwar eine Rolle, die wir geschaffen haben oder ein Verständnis, was wir damit kombinieren und auch wie wir diese KI Champions quasi nach wie vor weiterentwickeln. Aber es ist leider on top für viele. Also das gehört auch zur Wahrheit, dass teilweise werden natürlich Absprachen mit den jeweiligen Führungskräften.
getroffen, dass sie dafür weniger ihrer alltäglichen Arbeit machen müssen, weil sie ja diese Rolle des KI-Champions in erhaben. Aber in vielen Fällen passiert es auch leider, leider on top und da sind wir den KI-Champions einfach
Miriam Rose: Genau, also grundsätzlich ist es eine Rolle, die wir geschaffen haben. Es ist jetzt aber nicht in Mitarbeiterkapazitäten oder dergleichen dokumentiert. Das hängt sehr davon ab, wie der einzelne Fachbereich das Ganze auch lebt. Teilweise weiß ich das, dass die Führungskräfte
da sehr viel Wert drauflegen und so den KI Champions auch Freiräume ermöglichen, dass sie weniger von ihrer alltäglichen Arbeit machen müssen, dann mehr die Rolle als KI Champion auch ausfüllen zu können. Und teilweise ist es aber auch so, wenn sehr viel einfach los ist in den Einheiten, man gar nicht hinterherkommt mit dem Abarbeiten, dass dann diese Rolle der KI Champions auch leider und top ist.
Umso mehr wertschätzen wir es natürlich, dass die KI Champions wirklich so motiviert auch dabei sind und so wissbegierig und ihre Kolleginnen und Kollegen da auch einfach unterstützen wollen.
Joel Kaczmarek: Ja gut, ich meine, ich fände es jetzt auch nicht so unattraktiv, wenn ich da immer zu denjenigen gehöre, die wahrscheinlich vorneweg so die besten Schulungen kriegen, die sich in der Organisation da auch so bisschen unabdingbar machen, die halt auch von anderen mitlernen. Also ich glaube, da hat man auch ganz viel, sage ich mal, Währung drin in so einer Rolle. So klingt es für mich jetzt zumindest mal. Und mich würde natürlich auch interessieren, wie ihr das orchestriert. Weil wenn ich da jetzt über 100 Personen habe, die so eine Rolle einnehmen, muss ich auch ein Stück weit aufpassen, dass ich nicht so einen Wildwuchs habe. Also dass das irgendwie noch orchestriert und in einer Rinne, sage ich
mal bleibt. Wie macht ihr sowas?
Miriam Rose: Genau, da sprichst du was an. Das ist tatsächlich eine große Herausforderung, das Gut zu orchestrieren. Wir versuchen das darüber zu lösen, dass wir einen regelmäßigen Touchpoint mit den KI Champions haben. Also alle zwei Wochen haben wir ein Bi-Weekly, wo wir wirklich die neuesten Informationen immer mitbringen, wo wir auch den Raum für Austausch untereinander bieten, also was die KI Champions da in ihren Einheiten...
teilweise schon so gemacht haben, einfach voneinander zu lernen und wir versuchen sie auch frühzeitig in Testphasen für neue Funktionalitäten einzubinden. Dann machen wir eine dedizierte Testphase, fragen vorher ab, wer Interesse und auch Kapazität hat, diese neue Funktion zu testen und dann holen wir sie dazu entsprechend ab und nehmen sie damit.
Genau, das ist ein Teil, also biweekly Testphase. Und wir haben auch pro Ressort, also die Signal Iduna ist in acht verschiedenen Ressoren unterteilt. Und pro Ressort haben wir auch eine Ressort-Community unter den KI Champions, wo eine agile Begleitrolle quasi den KI Champions unterstützt, dass sie sich untereinander austauschen können.
und da auch noch mal spezifischer voneinander lernen können, weil das einfach natürlich sehr ähnliche Bereiche dann sind, wo sie unterwegs sind und über die ganze Signaliduna ist die Organisation halt auch einfach sehr, sehr heterogen.
Joel Kaczmarek: Und sag mal, du hast ja jetzt schon öfters erzählt, dass ihr Leute trainiert, ausbildet, fortbildet und so weiter und so fort. Wer macht denn das eigentlich? Also ist es hier so eine Google Checkbox on top, dass irgendwie Google Teams vorbeischickt und sagen, die bringen denen das bei. Habt ihr am freien Markt Berater, die euch einkauft? Sind das Leute aus eurer Organisation? Wer macht denn diese ganzen Trainings eigentlich für euch?
Miriam Rose: Genau, also grundsätzlich machen wir das tatsächlich ja fast ausschließlich aus eigener Kraft. Also wir haben eine Personalentwicklung bei uns bei der Signal Niduna, die diese ganzen Trainings auch macht, auch für die Organisation. Für die KI Champions versuchen wir das auch immer so ein Stück weit mit mit abzubilden, natürlich im Zusammenschluss mit der Personalentwicklung. Und teilweise werden auch Trainings von Google angeboten, aber da
gucken wir immer, wie sich das am besten auch anzieht.
Joel Kaczmarek: Gut, so und vielleicht als letzter Themenkomplex, das ist ja immer wichtig, Einführung ist das eine, warm machen sozusagen ist so eine Phase, aber dann heißt es ja Betrieb. Also es heißt ja, Dauerhaftigkeit da reinzubringen, so eine fortlaufende Begleitung auch. Was würdest du sagen, ist so euer Setup, wir jetzt schon ganz viel verstanden über
Wir haben geschult, wir haben dem Gesicht gegeben, wir haben diese Champions, begleiten. Aber trotzdem, was ist sozusagen fortlaufen, wenn ihr jetzt mal von hier aus weiter guckt in nächsten Jahren, was ihr eigentlich tut und wie das aufgesetzt habt, damit das quasi Bestand hat?
Miriam Rose: Fortlaufend versuchen wir natürlich die Organisation nach wie vor auf dem Laufenden zu halten, also zu allen Neuerungen, die bei COSI oder im KI-Umfeld passieren, zu informieren. Das machen wir über unser COSImas Logbuch. Da taucht auch wieder unsere COSIMA auf. Das ist ein monatlicher Newsletter, wo wir quasi alle News zu COSI kommunizieren, aber damit gepaart auch so ein paar
Tipps, wie nutze ich COSI am besten, was könnte ich vielleicht nochmal ausprobieren. Und wir haben auch einen KI Hub, der bei uns. Das ist so eine zentrale Informationsquelle zu COSI bzw. KI bei der Signal Iduna. Das ist so eine sehr auch schön ansehbare SharePoint Seite, wo man wirklich alles findet von was ist COSI, was ist die Vision dahinter, welche Trainings gibt es, wie funktionieren die Funktions-
Also da sind Leitfäden drin, da sind auch die Ansprechpartner, also die KI Champions, vermerkt, damit man halt einfach diese eine Wissensquelle hat, wo ich alles rund COSI finden kann. Genau, also das ist so ein Aspekt, immer kommunizieren, was gibt es für Neuerungen, was gibt es für Hilfestellungen. Wir haben auch ein regelmäßiges Format, das nennt sich COSI Mass Demo Day.
Da zeigen Leute aus der Organisation, das ist ganz schön, dass das wirklich immer verschiedenste Personen auch aus der Organisation sind. Sind natürlich auch oft die KI Champions, zeigen da wirklich ihre COSI-Anwendungsfälle. Also was haben sie herausgefunden, wo COSI ihnen bei hilft und das soll dann einfach alle Kolleginnen und Kollegen inspirieren. Dann nehmen auch wirklich regelmäßig, also diese vier Wochen, die wir das aktuell haben, das war auch schon mal noch häufiger.
immer so rund 350 Kolleginnen und Kollegen teilen. Also es hat wirklich eine relativ hohe Reichweite und das hilft uns auch einfach, diese Beständigkeit von COSI in der Organisation, das tagtäglich auch hochzuhalten, dass auch alle daran erinnert werden. Weil wir können das alle, unsere Schreibtische sind irgendwie voll, da gerät es vielleicht auch schnell wieder in Vergessenheit und das regt uns vielleicht dann an der einen oder anderen Stelle nochmal an.
Miriam Rose: Cozy nochmal auszuprobieren.
Joel Kaczmarek: Macht ihr eigentlich wie gefühlt alle Unternehmen gerade auch so Hackathons? dass ihr mal hingeht und sagt, komm wir bauen mal was mit KI, kann ja was Prozessuales sein, muss ja nicht immer gleich ein Softwareprodukt sein. Gibt es sowas bei euch auch?
Miriam Rose: Ja, tatsächlich schon, hast du dir wahrscheinlich schon gedacht. Genau, haben zuletzt, also der letzte Hackathon, der war im Mai diesen Jahres, den haben wir auch bei Google in Hamburg durchgeführt. Das war dann auch ganz schön da einfach noch mal rauszukommen, einer anderen Arbeitsumgebung zu sein. haben die Leute auch sehr geschätzt und da konnten halt vorher wirklich aus der gesamten Organisation Ideen eingeliefert werden für Anwendungsfälle.
wo dann die bestgeeignetesten für dieses Format ausgewählt wurden und die wurden dann bei dem Hackathon wirklich mit Tech-Unterstützung auch weiter umgesetzt.
Joel Kaczmarek: Und sag mal, es ist viel ja dauernd das Wort Google und Gemini. Was ist denn, wenn bei euch jetzt jemand in der Belegschaft sagt, die besseren Texte schreibt aber Chetchipiti oder Grog oder ich möchte gern auch mal Clot einsetzen. Also ist es so, dass ihr trotzdem auch erlaubt, dass andere KIs parallel quasi mit eingesetzt werden oder seid ihr so eine Gemini-only-Welt und da geht wirklich nur das?
Miriam Rose: Genau, also das hören wir an der einen oder anderen Stelle, also auch, dass Gemini Enterprise natürlich auch mit den Endkonsumenten Lösungen verglichen wird und wir da auch nicht immer auf dem aktuellsten Stand sind, weil wir als Unternehmen ja einfach andere Anforderungen auch haben an so eine KI. Aber grundsätzlich haben wir natürlich durch unsere strategische Partnerschaft mit Google auch den Fokus Gemini Enterprise.
zu nutzen in der Breite.
Joel Kaczmarek: Bist du bisschen schuldig geworden? Darf man denn trotzdem auch andere Sachen nutzen bei euch oder regt ihr die Leute an, dass sie das nur mit Jamming einmachen?
Miriam Rose: Also aktuell ist es so, dass ausschließlich Gemini Enterprise genutzt werden kann für den Arbeitsalltag. Kann sich natürlich noch mal weiterentwickeln, aber aktuell ist Gemini Enterprise only.
Joel Kaczmarek: Ich meine, du darfst ja jetzt mal frei quasi dir Gedanken drüber machen, weil es ist ja eigentlich nicht deine Aufgabe, sondern da muss dich so ein Vorstand drum plagen. Aber wenn du dir das so anguckst, Setup, was ihr habt, machst du dann manchmal auch dir Sorgen, dass ihr eine Abhängigkeit aufbaut? Weil ich könnte mir vorstellen, es stellen sich viele Unternehmen diese Frage. Wenn ich mich jetzt komplett so in diese Gemini-Enterprise-Welt begebe, dann habe ich ja irgendwie eine Abhängigkeit. Wenn die Preise anheben, was ja absehbar ist bei allen KI-Anbietern angesichts der Kosten im Vergleich zu den Erträgen. Was passiert denn dann mit mir?
Was ist denn da dein Blick drauf als jemand, da mitten drin steckt?
Miriam Rose: Das ist natürlich eine berechtigte Frage Joel. Aktuell bietet das einfach auch viele Vorteile für uns, weil wir einfach so einen sehr engen Draht auch zu Google haben. Wir haben unmittelbare Ansprechpartner bei Google, die wir jederzeit kontaktieren können und auch involvieren können, wenn wir beispielsweise bei Trainings oder dergleichen auch Unterstützung brauchen. das ist einfach sehr, sehr wertvoll.
Grundsätzlich macht es aber natürlich schon Sinn, auch weiter zu beobachten, wie entwickelt sich der Markt weiter, welche anderen Produkte entstehen da und natürlich auch mal zu schauen, gibt es irgendwie eine Möglichkeit, zu vertesten, dann halt zu gucken, wie hilft uns das bei der Signaliduna und bei unseren Tätigkeiten auch einfach weiter.
Joel Kaczmarek: Gut, also liebe Miriam, wir hatten ja wirklich eine ganze Menge an Learnings rund das Thema Einführung von KI als großes Unternehmen. Ich mache mal noch so einen kleinen Wrap-Up. Also wir haben zuerst darüber gesprochen, dass ihr das angedockt habt an eure ganze Strategie, in eure Vision und wie ihr quasi auch so bisschen von ich baue mir was eigenes hinzu, ich nehme eher das, was sozusagen genau für mich konfiguriert ist, gekommen seid. Dann hatten wir als zweites den Gedanken, diesen Nährboden zu haben, dass halt, wenn man schon transformiert hat, es einfach wie so ein Muskel ist, den ich trainieren kann und es fällt immer leichter, dass ihr quasi auf ein Team trefft, die Bock drauf haben.
Und dann, so im Zuge eurer ganzen Big Bang-Integration, ging es ja darum, dass im Prinzip a. wichtig ist, so Top-Level-Backing zu haben, b. dass ihr die Leute trainiert und c. dass ihr dem ganzen auch so bisschen Gesicht gegeben habt. Gefolgt von, und das finde ich echt ganz charmant, diesen KI-Champions, die quasi so als vierte Säule in dem ganzen Konstrukt, den Menschen halt immer helfen, das zu on-boarden und jetzt als letztes nach hinten raus halt auch den Gedanken immer zu haben, dass man es auch irgendwie fortlaufend begleitet und wie man dann eigentlich auch so ein bisschen dieses Tue-gutes und Sprich darüber lebt, ja.
ihr das irgendwie teilt. daher ganz ganz vielen dank. Also ich würde ja fast sagen es waren gefühlte 10 Learnings würde ich fast sagen und nicht nur fünf. Und ich bin ja mal gesp... Ja wir heben uns noch ein bisschen was auf. Also ich kann ja schon mal vorwegnehmen, dass wir mit euch öfters jetzt noch auf einige KI-Themen in der Zukunft gucken werden. Für den Moment ganz ganz herzlichen Dank und ja war mir eine Freude. Lieben Dank dir.
Miriam Rose: Ich habe glaube ich auch noch mehr, aber das vielleicht mal die Wesentlichen.
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