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Matthias Weigert: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen People-First-Podcast von Digital Kompakt. Mein Name ist Matthias Weigert und ich bin Geschäftsführer der Unternehmerschmiede. Die Unternehmerschmiede unterstützt Unternehmen dabei, digitale Innovationen erfolgreich umzusetzen, indem wir die richtigen Teams gewinnen und schmieden. Das heißt vor allem erfolgreich machen. Wenn dieses Thema auch für euch interessant ist, kommt gerne über LinkedIn direkt auf mich zu. In unserem Podcast People First geht es um das Thema Mensch in der digitalen Welt. Heute sprechen wir über ein Thema, das aktueller nicht sein kann in der Covid-19-Zeit. Es geht um die Themen E-Health und Digital Health, also die digitale Transformation im Gesundheitssektor. Das Ganze aus der Sicht eines Unternehmens, das von sich selber sagt, unsere DNA ist es, komplexe gesundheitsrelevante Informationen einfach zu vermitteln. Wir sprechen mit dem Unternehmen, das die größte Gesundheitswebsite im deutschsprachigen Raum betreibt. Wir sprechen mit dem Wort- und Bildverlag. der unter anderem Herausgeber der Apotheken-Umschau, Deutschlands auflagenstärkstem Magazin ist und seit März diesen Jahres mit dem Digital-Ratgeber nun auch ein digitales Ökosystem im Gesundheitswesen aufbaut. Nach dieser Folge weißt du, wie sich ein traditionelles Verlagsunternehmen im Gesundheitswesen digital transformiert, welche Herausforderungen neue digitale Geschäftsmodelle in der Gesundheitsbranche mit sich bringen und warum Gründererfahrung wichtig ist. Zu Gast im Podcast heute ist ein Digitalexperte der ersten Stunde. Herzlich willkommen, Andreas Arnzen. Andreas ist Gründer, Gesellschafter unterschiedlicher Digitalfirmen und heute Sprecher der Geschäftsführung des Wort- und Bildverlags. Herzlich willkommen, Andreas. Hallo. Andreas, du hast über die Notwendigkeit der kontinuierlichen digitalen Transformation einmal mit einem Zitat geantwortet. Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert. Was verändert sich beim Wort- und Bildverlag?
Andreas Arntzen: Oh, das ist eine ganze Menge. Wir haben eine über sechs Jahrzehnte Tradition. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, so wie du es sehr treffend gesagt hast, komplexe gesundheitsrelevante Informationen leicht verständlich wiederzugeben. Das hat unser vor fünf Jahren verstaubender Verleger par excellence gemacht. Er hat 58 Jahre lang dieses Unternehmen auf- und ausgebaut und es war ihm ein Herzensanliegen, diese gesundheitsrelevanten Informationen so zu vermitteln, dass sie wirklich jeder in der Bevölkerung versteht und für sich und für seine eigene Gesundheit letztendlich nutzen kann. Das hat der Verleger in verschiedenen Printpublikationen hervorragend gemacht. Wir haben im Print inzwischen eine Reichweite von über 22 Millionen Menschen pro Monat, eine durchschnittliche Lesedauer von über 70 Minuten. Das heißt, wir erreichen einen Großteil der Bevölkerung mit eben diesen relevanten, sehr neutralen und qualitativ extrem hochwertigen Inhalten. Dazu, das ist dann natürlich im Laufe der Zeit gekommen, haben wir die Digitalangebote auch ausgebaut. Dort haben wir über 8 Millionen unique User in total. Es gibt nur eine kleine Überschneidung dabei. Da haben wir fast 30 Millionen Menschen pro Monat, die wir erreichen. Und das ist eine relativ stolze Zahl. Ist aber natürlich auch verbunden mit einer entsprechenden Verantwortung. Verantwortung in Bezug auf Verlässlichkeit, Qualität, Seriosität unserer Inhalte. Und wir können das immer ganz bildlich darstellen, indem wir belegen können, beziehungsweise sagen können, dass wir in über 64 Jahren Geschichte haben. nicht ein einziges Mal ein Pharmaunternehmen oder ein Präparat genannt haben. Sie finden keine einzige Zeile, in der das jemals vorkommt, weil wir komplette redaktionelle Unabhängigkeit wahren. Wir lehnen Anzeigenvolumen in einem siebenstelligen Eurobereich pro. Jahr ab, weil unsere wissenschaftlichen Beiräte der Meinung sind, dass diese oder jene Anzeige nicht reinpasst oder für den Endverbraucher vielleicht irreführend sein könnte. Ich glaube, das ist ein ganz schönes Qualitätsmerkmal und wir leben eben momentan in einer Zeit, in der, ich will mal sagen, jeder von uns einer Informationsflöte Flut unterliegt. Früher hattest du die Magazine, du hattest TV, du hattest Radio. Du hattest eine ziemliche Souveränität in Bezug auf das, was du konsumierst an Inhalten, an medialen Inhalten. Inzwischen ist es natürlich stark durch das Internet so forciert worden, dass du über alle Kanäle jederzeit eine Flut von informationen bekommst. mit einem marginalen aufwand kann jeder informationen in das netz stellen und das führt natürlich auf der einen seite zu einem überangebot und auf der anderen seite leider auch dazu dass es viele unseriöse inhalte gibt und ich bin zu 100 prozent der überzeugung dass gesundheitsrelevante themen eine absolute null fehlertoleranz grenze haben. und ich glaube es bedarf bei einer solchen flut von informationen gewissen leuchttürmen die dem leser user Patienten, Endverbraucher Orientierung geben. Und ich glaube, dass wir da ein sehr großer Leuchtturm im Gesundheitswesen sind und darauf können wir sehr stolz sein.
Matthias Weigert: Magst du noch ein bisschen eingehen auf den Leuchtturm? Was macht den Leuchtturm aus? Wie groß ist er? Wir haben schon gesehen, wie weit er das Licht werfen kann, aber paar Zahlen. Ich weiß, ihr seid da sehr vorsichtig und zurückhaltend, aber vielleicht weil mit dem Wort und Bild verlag nicht so viele sofort das verbinden, was diese Wirrkraft ist.
Andreas Arntzen: Also der Wort-und-Bild-Verlag hat inzwischen fast 300 Mitarbeiter. Wir haben über 100 Mitarbeiter in der Redaktion. Damit sind wir Europas größte Gesundheitsredaktion für die Publikationen wie die Apotheken Umschau, Seniorenratgeber, Diabetesratgeber. ärztlichen Ratgeber, Medizini, Baby und Familie, die im 2- bzw. 4-Wochen-Rhythmus produziert werden. Akribisch wird an jedem Artikel gearbeitet. Wir haben keine Zweitverwertung. Wir suchen uns nichts aus den letzten Jahren heraus, sondern alles wird neu produziert. Da wird hart dran gearbeitet. Wir sitzen im beschaulichen Bayerbrunn, welches im Südwesten von München liegt, zwischen München und Starnberg. herrliche Idylle dort und ich würde mal sagen der beste Platz, um in Ruhe auch wirklich an diesen Qualitätsinhalten zu arbeiten. Natürlich haben wir auch die Herausforderung, wenn wir die Aufgabe und die Vision unseres Verlegers vernünftig fortführen wollen, Dass wir diese Inhalte eben auch nicht nur über Print kommunizieren, sondern über alle Kanäle und Möglichkeiten, die uns der technologische Fortschritt bietet. Das heißt, kulturell werden wir natürlich auch ein Stück weit eingeholt von einem exponentiellen Fortschritt im Bereich der Technologie. Das ist für ein solches Team, welches über Jahrzehnte diese Publikationen produziert hat, manchmal gar nicht so einfach. Da muss man auch Verständnis haben. Aber es gibt eben auch eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, die wir nutzen können, um Inhalte noch besser zu transportieren. Mir wird immer so ein bisschen dieses Digitale angeheftet. Das klingt auch gut und klingt auch modern und macht mich dann auch jünger, als ich es bin. Aber ich bin gar nicht so aufs Digitale versteift, sondern mir geht es eigentlich um den Menschen. Mir geht es um den Kunden, um den Endverbraucher, darum, dass wir Bedürfnisse befriedigen. Und wenn uns der technologische Fortschritt ermöglicht, Bedürfnisse besser zu befriedigen, das kann mal sein, dass jemand mehr Informationen haben möchte, als er es in Print findet, weil es ein begrenzter Raum ist. Das kann aber auch sein, dass jemand etwas viel stärker komprimiert haben möchte als jemand anderes. Dann können wir dafür natürlich hervorragend auch das Internet benutzen. Wir haben dann noch die Herausforderung, dass es ja nicht nur um redaktionelle Beiträge geht, bei denen der Leser latent suchend ein Magazin durchblättert und dann Inhalte findet, nach denen er gar nicht gesucht hat. Das macht übrigens auch die Qualität einer Publikation aus. Kleiner Tipp am Rande. Blättern Sie Ihre Magazine durch, zählen Sie die Artikel, die Sie gelesen haben, nach denen Sie nicht gesucht haben und Sie können die Qualität einer Publikation, egal in welcher Branche, können Sie daran festmachen. Da sind wir auch sehr stolz drauf, weil uns wird sehr, sehr oft entgegengebracht, Mensch, da habe ich Dinge gefunden, ich habe gar nicht danach gesucht, aber es ist ja super interessant gewesen. Und wir sind jetzt halt auf dem Weg, diese Angebote redaktionell natürlich im Print immer wieder zu optimieren, das auch zu transferieren ins Digitale. Aber es sind eben nicht nur redaktionelle Inhalte, sondern es sind auch Services. Services wie zum Beispiel Wechselwirkungschecks. Wenn ich die Tablette nehme, kann ich auch die andere Tablette nehmen. Wenn ich das Pulver schlucke, kann ich auch das nehmen oder sollte ich es nicht nehmen. Also Wechselwirkungschecks haben wir zum Beispiel auch in unserer App integriert, haben wir auf unserer Website integriert und diese Dinge bauen wir entsprechend aus. Wir haben seit der Corona-Krise auch angefangen mit einem Podcast bzw. haben zwei Podcasts aufgesetzt. Dr. Ballwieser, mein Geschäftsführungskollege, der für die Redaktion zuständig ist, hat täglich über Corona berichtet. Klartext Corona heißt er und ist in den Rankings sehr weit nach oben gegangen aus dem Stand heraus. Das war sehr, sehr schön. Wir haben die tagesaktuelle und stundenaktuelle Produktion online natürlich deutlich forcieren können während der Corona-Zeit. Wir haben aber nicht nur dort im Digitalen was gemacht. Wir haben beispielsweise auch bereits im März im zweistelligen Millionenbereich Flyer gedruckt, Informationsflyer in sechs Sprachen, die wir den Apotheken gratis zugeschickt haben, damit sie die Bevölkerung letztendlich auch versorgen mit Corona-relevanten Informationen, mit Basisregeln, mit Informationen darüber, wie man Masken reinigt, wie man Masken richtig aufsetzt, was sie für eine bessere Lunge tun können, ihre Lunge stärken können. All diese Dinge haben wir dort platziert. Also situativ haben wir da relativ schnell reagiert.
Matthias Weigert: Also auch die Rolle in der Gesellschaft durchaus angenommen, die es in der heutigen Zeit zu treiben gilt auch ein Stück. Das ist ja das, wie wir euch wahrnehmen in der weiteren Umgebung.
Andreas Arntzen: Also wenn man 30 Millionen Menschen in Deutschland pro Monat erreicht, dann hat man sicherlich auch eine gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Und wenn ich das nochmal kombiniere mit unserem Kernthema, nämlich Gesundheit, dann ist das eine Verpflichtung, die man sehr, sehr ernst zu nehmen hat. Und da geht es nicht nur um die Qualität der Inhalte, die ich vorhin angesprochen habe, sondern auch um die Fähigkeit und Bereitschaft, sehr sensibel jeden Tag von Neuem zu schauen, was uns der Tag bringt und darauf entsprechend zu reagieren. Da kommen wir auch schnell in einen Bereich von Partnerschaften, denn 90 Prozent aller Apotheken beziehen unsere Publikationen. Und ich sage immer, dass wir nicht ein Printverlag sind. Ja, ich würde noch nicht mal sagen reines Medienhaus, sondern wir sind ein Partner der Apotheken. Und als Partner muss ich auch erkennen, in welcher Situation mein Partner steckt und schauen, wie ich ihn entsprechend unterstützen kann. Und dieser Verantwortung werden wir gerecht an diversen Stellen. Wir werden auch nicht müde in der Gesellschaft, die Relevanz, die Bedeutung, die Wichtigkeit der Apotheke vor Ort im deutschen Gesundheitssystem immer wieder zu betonen und darzustellen. Ich fand es sehr schade während der Corona-Zeit, dass man sich bei ganz vielen Menschen bedankt hat. Das war natürlich toll. Aber viele haben dabei die Apotheker und die PTA vergessen, die vielen Mitarbeiter in den Apotheken.
Matthias Weigert: Ganz kurz einhakend, was ist PTA. für die, die es vielleicht nicht wissen und nicht so eingeweiht sind, PTA steht.
Andreas Arntzen: Pharmazeutisch-technische Assistentin, das sind letztendlich die vorwiegend Damen, aber es gibt auch viele Herren, die hinter dem Tresen stehen und die direkte Ansprechpartnerin oftmals sind für die Kunden, die in die Apotheke kommen, mit Ratschlägen zur Seite stehen und sie können sich vorstellen, wie viel Aufwand es war. in der Corona-Zeit diesem Ansturm gerecht zu werden. Viele haben sich mit Medikamenten auch eingedeckt. Viele hatten auch einfach Angst oder waren verunsichert und haben Rat gesucht bei ihrer Stammapotheke. In dieser Phase wurde die Bedeutung der Apotheke nochmal deutlich hervorgehoben. Das war sehr, sehr gut. Auf der anderen Seite war es eine enorme Belastung für das Personal. Man darf nicht vergessen, viele haben sich zu Hause eingeigelt. Das konnten die Mitarbeiter einer Apotheke nicht. Und sie waren auch dieser Gefahr der Ansteckung ausgesetzt, weil primär natürlich auch viele mit leichten Symptomen schon in die Apotheke gekommen sind. Und ich finde, dass die Apotheker und die PTA dort einen hervorragenden Job gemacht haben.
Matthias Weigert: Können wir auch nur bestätigen aus einer direkten Erfahrung. Wir sprechen immer gerne über das Thema Sinn, Purpose, gerade bezogen auf digitale Transformationsthemen. Ausgerichtet so ein bisschen auch an Simon Sinek, der ja aus diesem starken Y kommt. Wir haben schon viel gehört, aber so ein kurzer Ausflug nochmal auch. Was ist der Sinn, der Purpose, den Wort- und Bildverlag mit dem Thema digital, digitaler Transformation verbindet, aus einer Geschäftsführungsperspektive heraus?
Andreas Arntzen: Uns geht es letztendlich darum, so viel wie vorhin schon kurz angerissen, wir haben einen exponentiellen technologischen Fortschritt, diesen überhaupt zu erkennen, die richtigen Fragen zu stellen. Wir haben nicht den Anspruch, auf jede Frage eine Antwort zu haben. Das heißt, diesen Wandel mit einer gehörigen Portion Neugierde zu begleiten und die Dinge rauszufiltern, die gegebenenfalls für das Thema Gesundheit eine Rolle spielen könnten. Weshalb habe ich das so ein bisschen nebulös dargestellt? Weil ich glaube, dass wir in diese Welt eintauchen müssen, persönlich eintauchen müssen, uns austauschen müssen über das, was sich alles verändert, um überhaupt zu erkennen, was für das eigene Business von Relevanz sein kann. weil man das auf den ersten Blick oftmals nicht erkennt. Ein Beispiel, was allerdings schon mehrere Jahre her ist, wenn ich dich frage, was verbindest du mit Uhren, dann sagst du Schweiz. Wenn ich dich frage, wo sind die meisten Uhrenproduzenten und so weiter, sagst du Schweiz. Wenn ich dich frage, wer ist der größte Uhrenhersteller, dann wirst du vielleicht, aber nicht die breite Masse, sagen, dass es Apple ist. Apple produziert mehr Uhren als alle Uhrenproduzenten in der Schweiz zusammen. Wann haben sich Schweizer Uhrenhersteller jemals darüber Gedanken gemacht, ob Apple nur ein Computerhersteller ist oder ob Apple neben Computern und Musik vielleicht auch mal in den Uhrensektor geht? Und ist eine iWatch, wie viel i steckt drin, wie viel watch steckt drin? Das ist das, was ich meine mit dem sensiblen und neugierigen Blick. Wir versuchen unsere Mitarbeiter dahingehend zu sensibilisieren, viele Dinge einfach auszuprobieren und sich dann die Frage zu stellen, kann das eigentlich Relevanz haben in Bezug auf das, was wir machen? hat das Relevanz, hat das Bedeutung für unsere Leser, für unsere User? Und ich finde, das kann man immer am leichtesten ableiten bzw. auch interpretieren, wenn man es an sich selbst ausprobiert. Und das versuchen wir dort zu predigen. Und in dem Kontext tragen wir Technologische Veränderungen in das Unternehmen hinein motivieren unsere Mitarbeiter, daran teilzuhaben und jeden Tag von Neuem zu überlegen, ob man das, was man gemacht hat, nicht vielleicht im Sinne des Lesers und Kunden und Users noch etwas besser machen könnte. Und ich finde, wir leben in einer sensationellen, tollen Zeit, weil ehrlich gesagt haben wir diese Chance jeden Tag. Wer die Augen aufhält, die Ohren offen hält, wird jeden Tag neue Inspirationen auffangen können, die er für sein eigenes Business und für sein persönliches Leben nutzen kann. Das Schöne ist ja auch in unserem Beruf, in unserer Branche, dass wir eigentlich keine trennung haben zwischen dem was für beruflich machen und dem was wir privat machen. das mögen manche jetzt negativ interpretieren weil man natürlich in der work life balance und so weiter dort schon eine trennung braucht. aber was ich damit sagen will ist dass all das was ich in meinem privaten erlebe ob ich sport treibe was ich esse wie mein tagesrhythmus ist hat alles mit gesundheit zu tun und die wahrnehmung dessen kann ich letztendlich in meinen Beruf auch mit reinnehmen. Und es führt auch dazu, dass ich vielleicht aus meinem Privatleben bestimmte Bedürfnisse, bestimmte Services mir wünsche und wir dann aber auch an der Quelle sind und sagen können, okay, dann lass uns doch dazu etwas aufsetzen. Das ist schon ein sehr stark unternehmenskulturelles Thema. Welche Bereitschaft hat man, so ein Neuland zu betreten? Wir kommen natürlich jetzt auch in eine. In der Situation früher hat man gesagt, jetzt bringen wir noch ein neues Magazin raus und dann wurde sehr genau kalkuliert, wie viel Auflage brauchen wir, wie viel Anzeigenvolumen brauchen wir und so weiter. Heutzutage kommt auf einmal Corona und mein Kollege in der Geschäftsführung setzt einen Podcast auf, ohne zu wissen, wie der refinanziert wird. Aber an erster Stelle stand mal, Bedürfnisse zu befriedigen. Und ich glaube, dass das ein sehr, sehr interessanter Nährboden ist für ganz neue Dinge. Und wir spüren, wie es die Unternehmenskultur verändert und noch mehr Unternehmergeist letztendlich nach vorne bringt.
Matthias Weigert: Das führt mich zum nächsten Thema, weil du sehr, sehr klug ja auch an unterschiedlichen Stellen Erfahrungen gesammelt hast. Was hat dich zu dem gemacht, was du heute bist? Was führte dazu? Du hast gegründet, du hast auch große Konzerne geführt. Was waren prägende Elemente und was würdest du sagen, ist besonders wichtig auch nicht nur für heute, sondern für die Zukunft?
Andreas Arntzen: Ich habe das große Glück gehabt, Eltern zu haben, die mir viel Freiraum gegeben haben. Meine Eltern haben sich dann leider relativ früh getrennt, aber ich habe eine Mutter gehabt, die leider letztes Jahr verstorben ist, die mich hat einfach machen lassen, die mir vertraut hat. Das führte dazu, dass ich viele Dinge ausprobieren konnte. Und ich habe durch dieses Ausprobieren, ich will mal sagen, ein relativ schnelles, sehr positives Denken angenommen. Ich habe auch das große Glück gehabt, dass ich Sport treiben konnte, dass ich einen Mannschaftssport getrieben habe, dass die Mannschaft, in der ich spielen durfte, sehr erfolgreich war. Das hat mich sicherlich sehr stark geprägt, weil es zum einen das Selbstbewusstsein natürlich gestärkt hat, das Auftreten gestärkt hat, das Miteinander, die Empathie, den Spaß an Teamleistung, Teambuilding und dem gemeinsamen Erfolg haben. Aber es hat eben auch eine positive Grundeinstellung mit einer gewissen Dosis von Disziplin in mir hervorgebracht. Denn ohne diese beiden Komponenten ist es auch sehr schwer, wirklich Erfolg zu haben. Und dann gehört immer noch eine ganz ordentliche Portion Glück dazu. Manche sagen vielleicht auch zufällig, manche sagen zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort zu sein. Ich hatte einfach das große Glück, dass ich ganz, ganz viele unterschiedliche Dinge machen konnte. Immer wenn ich mit dem einen Thema gerade so war, dass ich gesagt habe, auch Klasse, jetzt könnten wir das noch so und so ausbauen, kam eigentlich die nächste Option. Es kommt halt immer wieder ein Zug vorbei und du musst selber entscheiden, ob du einsteigst oder nicht. Man muss auch nicht dem verpassten Zug hinterher trauern, weil wenn man positives Denken hat, dann weiß man auch, dass in den nächsten fünf Minuten der nächste Zug kommt. Und das gibt einem, ich will mal sagen, ein deutlich besseres Lebensgefühl. Und so habe ich versucht, auf dieser Welle ein Stück weit zu surfen. Ich habe ganz, ganz viele unterschiedliche Dinge machen dürfen, eben in der Range von Geschäftsführung eines 5000-Mitarbeiter-Unternehmens bis hin zu einem kleinen Start-up, wo man versucht hat, eine Idee, die auf einem kleinen zerknitterten DIN-A5-Zettel stand, den mit Leben zu füllen. Beides hat mir extrem viel Spaß gemacht, beides ist extrem lustig. unterschiedlich. Ich habe alle Mediengattungen betreuen können. Ich war in der TV-Produktion. Ich habe den ersten homosexuellen Sender Deutschlands aufgesetzt und voll gegen die Wand gefahren. Es gab eine Pleite nach drei Jahren. Wir haben ihn leider Ende 2008 zum Beginn der Lehman-Krise gestartet. Das war natürlich kein günstiger Zeitpunkt, aber es war auch nicht planbar. Aber es war ein tolles Projekt. Ich habe im digitalen Parship gegründet. Ich habe radio.de gegründet. Dinge, die extrem viel Spaß gemacht haben. Ich war Geschäftsführer von der Zeit, vom Handelsblatt, von der Matzak-Gruppe. Ich war in der Geschäftsführung der NZZ in der Schweiz. Ich war für 16 Radiosender zuständig, für Kabelnetze. Ich habe selber einige Firmen noch gegründet. Eine Apploft, eine WeSounds und Beteiligung, die ich jetzt noch habe. Also von daher war das extrem bunt. Viele würden sagen extrem anstrengend. Ich habe das nicht als anstrengend empfunden, sondern als Glücksfall und ich war eigentlich nur dankbar, dass ich in diese Felder eintauchen durfte, Erfahrungen sammeln durfte. und die Klammer ist glaube ich, du hattest vorhin so schön gesagt, people first, da musste ich schmunzelnd auch nicken, ich sage immer, it's all about people, weil Es geht einfach um Menschen. Es geht um Menschen, um deren Identifikation, um deren Spirit, um deren Teamfähigkeit, um deren Interesse, eine Unternehmenskultur mit voranzutreiben, zu entwickeln. Und wir müssen uns weiterentwickeln, weil, so wie du auch zu Anfang zitiert hattest, wenn du dich momentan extrem wohlfühlst, Und egal welche Definition man für Erfolg zugrunde legt, du selber glaubst, dass du gerade erfolgreich bist, ist es der Moment, in dem die meisten Menschen vor Zufriedenheit, ich würde mal sagen, in die Unbeweglichkeit wechseln. Deshalb ist Erfolg auch der größte Widersacher von Transformation aus meiner Sicht. Ich glaube, dass wir alle gut daran tun würden, gerade wenn man erfolgreich ist, zu überlegen, was ich tun muss, damit ich erfolgreich bleibe. Und da sind wir wieder bei dem Thema Neugierde, Offenheit. Und das muss ich in Veränderungen einfließen lassen, weil ansonsten ändert sich was an dem aktuellen Agrarzustand.
Matthias Weigert: Erfolg, ein gutes Stichwort. Wir hatten eben schon kurz vor unserem Gespräch darüber gesprochen. Definitionen von Erfolg, unterschiedliche Definitionen von Erfolg. Ich würde dich gerne nochmal kurz dazu auch fragen, was ist deine Perspektive auf Erfolg?
Andreas Arntzen: Dann nerve ich meine Mitarbeiter noch und nöcher. Das ist wirklich ein Dauerbrenner-Thema bei uns und ich glaube, dass ich auch sehr anstrengend sein kann für meine Mitarbeiter, wenn ich ihnen dann erzähle, dass ich früher Leistungssport getrieben habe und dass wir, ich habe Hockey gespielt und da sind wir in dem einen Jahr Deutscher Meister im Feld, Deutscher Meister in der Halle geworden und Europacup-Sieger geworden. Mehr konnte man als Klubmannschaft in einem Jahr nicht gewinnen. Und es kam trotzdem dazu, dass wir uns von unserem Trainer getrennt haben. Und da gab es dann mir gegenüber natürlich totales Kopfschütteln. Wie kann man das tun? Wieso habt ihr das gemacht? Und da sind wir genau bei dem Thema von Erfolg. Ich glaube, dass man einfach zusehen muss oder meine Definition ist eher von Erfolg. Was habe ich von meinem Potenzial abgerufen? Und wir waren so ein starkes Team, bei dem wir der Meinung waren, dass wir wirklich noch besser sein können und wir müssen noch besser sein, um im nächsten Jahr wieder diese Titel zu gewinnen. Und deshalb haben wir uns entschlossen, genau in der Phase etwas zu verändern. Und das war dann, glaube ich, auch der Grundstein dafür, dass wir anschließend noch weitere Titel gewonnen haben. Es ist reine Spekulation, das dann anders gewesen wäre, wenn wir diesen Schritt nicht getan hätten. Aber es ist, glaube ich, wichtig, dass man sich transformiert in einer Phase, in der man sich transformieren kann und das ohne Druck. Es ist mal so ein bisschen die Frage nach Reagieren und Agieren. Ich persönlich fühle mich wohler, wenn ich agiere, wenn ich etwas vorwegnehme, wenn ich eine Richtung vorgebe, als wenn ich reagieren muss. Und das versuche ich in unsere Unternehmenskultur auch mit reinzunehmen, weil das eine hohe Bedeutung für wirklichen Erfolg hat. Denn es gibt viele Situationen, da gibt es äußere Einflüsse, die dazu führen, dass wir zehn Prozent besseres Ergebnis haben. Aber hat dann wirklich das Team erfolgreich agiert, wenn das einen Ursprung hat, welchen es sich gar nicht auf die Fahne schreiben kann? Großes Fragezeichen. Ich glaube, jeder muss selber in den Spiegel gucken und schauen, habe ich das Maximum rausgeholt? Kann ich noch besser werden? Was kann ich tun, um noch besser zu werden? Und dann kann man als Team auch erfolgreich agieren. Und ich muss natürlich auch schauen, was die Menschen neben mir tun könnten, um noch erfolgreicher zu sein. Da sind wir ganz schnell dabei, mal jemanden zu loben, jemanden zu unterstützen, jemanden eine Guideline zu geben, jemanden zu supporten, um seine Ziele zu erreichen, weil dann kann man auch in der Gesamtheit als Unternehmen letztendlich auch besser dastehen.
Matthias Weigert: Wie kriegst du es hin, dass du die Potenziale, die du nicht ausgeschöpft hast, zukünftig erkennst? Diese Kompetenz, dieses auch in die Zukunft zu tragen, also zu verstehen, wo liegen Potenziale der Zukunft? Und wie viel von dem, was du als Gründer und Unternehmer mitbringst, braucht es, um das zu erkennen?
Andreas Arntzen: Bei dem Punkt ist es vollkommen egal, ob man eine Analogie zum Unternehmen, zu einer bestimmten Branche, zum Privatleben oder zum Sport herstellt. Es ist immer wieder die Bereitschaft, auch in Grenzbereiche zu gehen. Es ist immer wieder die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren und auch die Fähigkeit, vermeintlich oder in Anführungszeichen gesetzte Rückschläge richtig einordnen zu können. Jeder von uns hat Laufen gelernt. in dem er hingefallen ist. Oder richtig gute Skifahrer sind geprägt von einer Zeit, in der sie ganz oft hingefallen sind, weil sie eben in Grenzbereiche gegangen sind, um zu schauen, wo ist eigentlich mein Potenzial. Und diese Bereitschaft muss man mitbringen. Wenn ich ängstlich einen Hang runterfahre und mir stolz am Ende des Hangs auf die Schulter klopfe und sage, oh, ich bin ganzen vormittag nicht einmal hingefallen dann ist es schön und natürlich vielleicht auch gesünder. aber wenn ich ein richtig guter skifahrer sein möchte dann muss ich eben auch mal hinfallen. das gehört einfach dazu und das kann man glaube ich übertragen auch auf das berufsleben. ich muss dinge ausprobieren ich muss fehler machen. wenn ich keine fehler mache kann ich mich nicht entwickeln. ich muss diese bereitschaft mitbringen und zu dem ausprobieren gehört eben auch wieder diese neugierde dass ich andere dinge sehe und sage mensch könnte man das nicht für uns nutzen könnte man das nicht. Ich erlebe so oft Menschen, die über digitale Angebote sprechen. Ich höre mir das dann auch wirklich in Ruhe an. Und dann stelle ich oftmals die Frage, haben Sie denn selber schon mal Uber benutzt oder Amazon benutzt? Oder haben Sie Digital Payment, Fintechs ausprobiert und so weiter? Haben Sie E-Scooter ausprobiert? Und dann kommt meistens ein Nein. Und dann habe ich gesagt, dann haben wir relativ wenig Grundlage, um über diese Dinge zu sprechen. Du musst es ausprobieren. Ja, du musst diese Neugierde haben und das über alle Ebenen in einem Unternehmen, weil du ansonsten unterschiedliche Sprachen sprichst.
Matthias Weigert: Und das heißt, du gibst diesen Rahmen vor, du förderst, forderst diese Neugier täglich als einer, der das vorlebt und es dann eben auch an der Stelle von dem Team.
Andreas Arntzen: Definitiv. Also ich kann das nicht von meinem Team erwarten, wenn ich es nicht selber lebe. Ich kann das auch nicht authentisch vermitteln, wenn ich diese Philosophie nicht selber mit Leben fülle. Ich gebe ein Beispiel aus dem Gesundheitsbereich. Wir haben momentan sehr, sehr viele neue technologische Möglichkeiten, Vitalwerte zu messen. Ich habe beispielsweise hier, siehst du diesen kleinen schwarzen Ring, den habe ich jede Nacht an meinem Finger. Der misst meine Vitalwerte, sagt mir am nächsten Morgen exakt wieviel. wie viel Tiefschlaf ich hatte, wie viel REM-Phase ich hatte, wie meine Resting-Heart-Rate war und so weiter und so fort. Den habe ich nicht aufgesetzt, weil ich mich irgendwie unwohl fühle oder schlecht schlafe oder das Gefühl habe, nicht gut zu schlafen, sondern um zu schauen, was kann da eigentlich an Vitalwerten gemessen werden und wie werden die eigentlich dargestellt. Das geht weiter bei einer Waage, die zwölf verschiedene Werte meines Körpers widerspiegelt. Bis vor einem Monat hatte ich eine, die hat mir nur gesagt, wie schwer ich bin. Die jetzige zeigt mir auf meinem iPhone meinen Body Mass Index an, meinen Fettwert, mein Gewicht der Knochen und Muskeln und Wasserhaushalt und was auch immer. Ich versuche meinen Mitarbeitern auch so etwas nahezulegen, weil es einen sensibilisiert dafür, wie die Menschen Gesundheit erleben. und daraus vielleicht auch Fragen ableiten. Und da verändert sich vieles. Es ist ja nicht gleich so, dass ich Informationen auf meinem Handy habe und sage, was bedeutet das? Es ist vielleicht übergeordnet auch eine Bewegung, die dazu führt, dass ich durch die Wahrnehmung solcher Vitalwerte sensibilisiert werde, gar nicht erst krank werden zu wollen. Das heißt, das Thema Prävention spielt im Gesundheitsbereich inzwischen eine komplett andere Rolle und ich kann die Prävention ganz anders unterstützen und spielen, als das noch vor zehn Jahren der Fall war.
Matthias Weigert: Vielleicht nochmal kurz zusammengefasst, auch Wort und Bild Verlag irgendwie als Hidden Champion verstanden mit einer großen Rolle. Was ich besonders toll fand war, als du dich selber noch vorgestellt hattest, auch nochmal der Appell vielleicht auch gerade jetzt in heutigen Zeiten an Eltern, wie du deine Eltern wahrgenommen hast, wie du deine Mutter wahrgenommen hast, die dir Freiräume gegeben hat. Ich glaube, dass es heute auch ein toller Appell sein kann an die heutigen Eltern, die viel im Homeschooling sind, also auch da dran zu denken, Freiräume zu geben. Jetzt würde ich gerne mal auf ein nächstes Thema mit dir kommen. Das ist das Thema tatsächlich Gesundheitssektor. Und du bist ja einer der wirklichen Experten, der tief auch in dem Thema steckt, was Veränderungen betrifft. Ihr macht eigene Foren dazu, ihr ladet ganz viele kluge Köpfe ein und bringt Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Du hast Pharmaunternehmen angesprochen und die zwar nicht genannt werden, die aber ein wichtiger Spieler auch in dem Markt sind. Was sind so Trends, die vielleicht aktuell in der Diskussion sind, die, wenn wir später wieder auf das Thema Team kommen, auch eine Rolle spielen in der Veränderung in Teams. Also jetzt mal beginnend aber schon mit dem Thema Trends, die auch ein profunder Wandel für einen ganzen Sektor darstellen können.
Andreas Arntzen: Mhm. Also es sind im Prinzip drei Themen, die du angesprochen hast. Das erste ist überhaupt mal dieser Veranstaltungssektor. Wir haben dieses Element, dieses Format. Bei uns heißt das International Health Forum, welches wir einmal im Jahr bei uns in Bayer Brunn veranstalten. Das haben wir deutlich ausgebaut. Es geht uns dabei um ein Netzwerken auf Internetseite. internationaler Ebene. Wir sind zwar zu, ich will mal sagen, 98 Prozent rein in Deutschland tätig, aber korrespondierend zu der Neugierde, die ich angesprochen habe, zählt es eben auch dazu. Es ist wichtig, dass wir internationale Wissenschaftler einfach extrem smarte Köpfe auch nach Bayerbrunn bekommen, um mit ihnen darüber zu diskutieren, wie bestimmte Entwicklungen Einfluss auf das Gesundheitswesen haben können. Aber wir laden nicht nur nach Bayerbrunn ein, wir waren auch im Januar. zum Glück noch Noch vor Covid-19 waren wir beispielsweise mit einer kleinen 30-köpfigen Delegation in Tel Aviv, haben uns dort eines der modernsten Krankenhäuser der Welt angeschaut. Wir haben mit verschiedenen Venture-Capital-Firmen, die ausschließlich im Health-Sektor investieren, uns ausgetauscht. Und wir konnten dort einfach Erfahrungen sammeln und auch Netzwerke knüpfen, die uns einfach helfen, am Puls der Zeit zu bleiben. aber ist wichtig, das sind keine Erfahrungen, das ist kein Netzwerk, bei dem man sagt, okay, und das kommt jetzt direkt in die nächste Publikation. Es hilft einem eher, ein Grundverständnis zu entwickeln, in welche Richtung sich Gesundheit entwickeln kann und könnte. Und dafür sind solche Plattformen, ein solcher Austausch elementar wichtig. Das Gesundheitswesen erlebt eine Transformation, wie sie andere Branchen schon vor mehreren Jahren erlebt haben. Man hat mal Jeff Bezos, den Gründer und Eigentümer von Amazon, gefragt, was glauben Sie, was sich in den nächsten zehn Jahren alles verändert? Und seine Antwort fand ich hervorragend, denn er hat eine Gegenfrage gestellt, nämlich, was glauben Sie, was sich in den nächsten zehn Jahren nicht verändert? Und damit hat er, wenn wir die letzten zehn, zwanzig Jahre reflektieren, natürlich auch recht. Es gibt so gut wie keine Branche, die nicht das die nicht beeinflusst wird durch den technologischen Fortschritt. Und bei den Medienbranche, aus der ich komme, war das halt schon, ich will mal sagen, zwischen 95 und 2000 ging es schon los. Online Classifieds, Stellenmärkte, Automärkte und so weiter haben die Geschäftsmodelle der klassischen Printmedien, klassischen Medien deutlich verändert. Aber wie gesagt, das ist 20, 25 Jahre her und Retail, Musikbranche, Fotobranche, ja, das hat sich alles geändert. komplett verändert. Und wenn Sie genau hinschauen, da gibt es ganz, ganz viele Marken, die für uns zumindest im Hinterkopf noch einigermaßen präsent sind, die jetzt teilweise überhaupt keine Rolle mehr spielen. Und dieser Wandel, wenn man sich den vor Augen führt, dann kann man auch ableiten, dass das Tempo der Veränderung deutlich zugenommen hat. Und damit steigen natürlich auch die Herausforderungen für strategische Entscheidungen und die Notwendigkeit, sich mit Veränderungen auseinanderzusetzen, hat quasi parallel zu dem technologischen Fortschritt auch entsprechend zugenommen.
Matthias Weigert: Was bedeutet das konkret für den Gesundheitssektor? Also wir reden über Dinge wie Digital Health. Vielleicht kannst du auch zwei Worte sagen, was Digital Health von E-Health unterscheidet. Aber wir reden ganz viel von KI, von Blockchain.
Andreas Arntzen: Ich glaube, dass wir vor elementaren Veränderungen stehen. Es geht einfach darum, dass wir Möglichkeiten haben, Daten zu erheben, gesundheitsrelevante Daten erheben können, die die Möglichkeiten der Medizin deutlich verbessern. Nicht nur der klassischen Prävention, sondern auch der Behandlung und auch der Rehabilitation. Es wird unglaublich viel passieren, passiert jetzt schon, aber da wird noch viel, viel mehr kommen. Die Diskussion darüber wurde natürlich jetzt durch Covid-19 nochmal verstärkt. Digitalisierung hat in der Gesellschaft einen ganz anderen Stellenwert als noch vor drei Monaten, weil jeder auf digitale Kommunikation in einem ganz anderen, ganz neuen Maße angewiesen war. Und von daher gibt es auch eine neue Bereitschaft, Digitales zu nutzen. Bevor ich auf die zweite Frage von dir tiefer eingehe, lass mich vielleicht noch kurz etwas sagen zu diesem Thema Digitalisierung und Gesundheit. Wir haben, wie du angemerkt hast, im März den Digitalratgeber rausgebracht, eben zum Thema Digital Health. Es ging darum, ich habe letztes und vorletztes Jahr einfach mal geschaut, welchen Grundtenor Artikel, Meldungen, Stories über Digital Health eigentlich in der Medienlandschaft haben. Und da ist aufgefallen, dass zu 90 Prozent diese Beiträge, egal in welcher Mediengattung, eigentlich immer geprägt waren von Gefahr, Risiko, Datenschutz, Grundverordnung, was passiert damit, was könnte damit passieren und so weiter und so fort. Ich habe natürlich auch nichts davon, wenn auf meinem Grabstein später steht, meine Daten hat nie jemand bekommen. Aber es hätte vielleicht mich jemand retten können, wenn er meine Gesundheitsdaten gehabt hätte. Man darf das Thema Datenschutzgrundverordnung und persönliche Daten natürlich auch nicht kleinschreiben. Das steht vollkommen außer Frage. Aber uns ging es darum, dass wir auch mal die Chancen beleuchten. Und mit einer, ich will mal sagen, motivierenden redaktionellen Ausrichtung zu diesen Themen, Menschen animieren, in diese Welt einzusteigen, sich damit auseinanderzusetzen, Dinge auszuprobieren und für sich selbst dann zu entscheiden, in welchem Ausmaß und in welchem Grad sie bereit sind, solche neuen Möglichkeiten auch für sich zu nutzen. Und da wollten wir ein gewisses Zeichen setzen. Das ist in der Politik als auch in der Wissenschaft bei den Apothekern sehr, sehr gut angekommen. Wir werden das fortführen. Wir werden im Spätherbst mit einer zweiten Ausgabe kommen. Wir haben natürlich, ein Digitalratgeber kann nicht nur in Print erscheinen, sondern wir haben das natürlich auch in Entsprechend garniert mit einem Online-Auftritt und verschiedenen Online-Angeboten und werden auch dieses Feld definitiv ausbauen. Übrigens, kleine Anekdote am Rande. Mich hat mal ein Arzt gefragt, welches die häufigste Todesursache in Deutschland ist. Und ich habe etwas besserwisserisch gesagt, ja, selbstverständlich sind das Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Standardantwort, die man irgendwie so auf diese Frage kennt. Und dann lachte er mich an und sagte, nee, Andreas, das ist die Datenschutz-Grundverordnung. Was er damit ein bisschen pointiert zum Ausdruck bringen wollte, ist eigentlich die Thematik, wenn er viel mehr Informationen über seine Patienten hätte, dann könnte er viel, viel mehr Leben retten und viel, viel mehr Krankheiten besser behandeln. Und ich glaube, das ist ein springender Punkt für die Gesundheit oder das Gesundheitssystem der Zukunft. Und wir haben dort einen sehr, sehr engagierten, sehr digital affinen Gesundheitsminister, Herrn Spahn. der dort unglaublich viel Dynamik und Bewegung reinbringt, auch eine entsprechende Experimentierfreudigkeit und quasi fast Unternehmertum an den Tag legt, was diesen Prozess nochmal beschleunigen wird. Ich glaube, dass das sehr, sehr gut ist für das Gesundheitswesen, weil wir dürfen auch nicht vergessen, das sind Entwicklungen. Da geht es nicht darum, ob wir das jetzt gut oder schlecht finden. Die wird es so oder so geben. Es geht nur darum, wie wir damit umgehen und ob wir es letztendlich auch für uns nutzen. Und ich habe, um deine Frage zu beantworten, auf der einen Seite beleuchtet, dass wir ganz neue medizinische Möglichkeiten bekommen, Krankheiten zu bekämpfen und zu therapieren. Wir werden aber auch andere Dinge haben. Ein Riesenthema ist beispielsweise die Patientenakte bzw. digitale Patientenakte. Ein sehr, sehr großes Thema ist jetzt, was auch beschleunigt wurde, das E-Rezept. Wir haben Millionen von Rezepten. Alle Rezepte sind auf Papier. Das wird sich verändern. Minister Spahn hat verkündet, dass zum 01.01.2022 E-Rezepte verpflichtend sind. Diese E-Rezepte werden zu Beginn des nächsten Jahres eingeführt. Da sind sie noch nicht verpflichtend. Man braucht auch ein bisschen Vorlaufzeit. Aber zum 01.01.2022, das sind anderthalb Jahre, ist es verpflichtend. Das heißt, da werden aus 100% Papierrezepten zumindest, ich sag mal, vermutlich 90% digitale Rezepte und das wird zu einem fundamentalen Shift und Game Changer in dieser Branche führen und das wird sehr interessant sein, was man da dann noch alles mit andocken wird.
Matthias Weigert: Super. Lass uns final nochmal auf das Thema Team kommen. Wir haben jetzt viel verstanden, was sich verändert in der Umgebung, wie sich der Wort-und-Bild-Verlag transformiert. Was braucht es konkret im Team an Kompetenzen? Wir haben verstanden, du bist ein Teamplayer. Was braucht es, um diese Veränderungen zu begleiten?
Andreas Arntzen: Super, super spannendes Thema, auch gerade in der jetzigen Zeit. Vor ein paar Jahren war es so üblich, dass man eine solche Grafik mal dargestellt hat mit den Achsen Potenzial und Performance. Kennt jeder von uns. Und dann wurde genau eingezeichnet, wer hat eigentlich wie viel Potenzial und was kann ich machen, um das zu fördern? und so weiter und so fort. Wir sind inzwischen dazu übergegangen, dass wir Potenzial und Performance eigentlich auf eine Achse geschrieben haben und auf der anderen Seite, wir nennen das Cultural Fit. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, es geht weniger um das, was ein Mensch weiß oder an Wissen mitbringt, sondern vielmehr um die Fähigkeit und die Neugierde, Neues zu entdecken, Neues zu erlernen, weil sich die Welt so schnell dreht, dass ich auf Basis der Vergangenheit nicht ausreichend gewappnet bin für die Zukunft. Das heißt, die Fähigkeit zu erkennen und zu nutzen und mir zu eigen zu machen, hat deutlich an Relevanz gewonnen. Das ist der eine Punkt. Und der andere Punkt, der Cultural Fit, und das ist ein Thema, was wir in den letzten drei Monaten sehr, sehr aufmerksam beobachtet haben, ist, Wie verhält sich jemand in einer Gruppe, in einem Team? Wie wichtig ist er sich selbst und wie wichtig ist ihm sein Kollege, sein Team? Und wir haben natürlich absolute Extremsituationen erlebt, zumal das Thema Covid-19 in einer Schnelligkeit auf uns zukam. Natürlich kann man darüber diskutieren, hätte man das früher in der oder der Form erkennen können. Aber wenn man sich mal die ersten zwei Märzwochen anschaut, da ist schon unfassbar viel passiert. Wir waren relativ früh an dem Thema dran. Natürlich als Gesundheitsverlag haben wir dort auch noch mal eine etwas andere Sensibilität und schauen eher aufs Ausland bei gesundheitsrelevanten Fragen, als das jetzt viele andere Unternehmer oder Branchen in Deutschland tun. Das ist ganz klar. in der ersten Märzwoche einen Krisenstab gegründet. Wir haben die einzelnen Häuser, Bürokomplexe bei uns isoliert. Die Menschen durften nicht mehr von dem einen zum anderen Haus gehen, damit beim eventuellen Positivfall wir dort eine Trennung auch vornehmen konnten. Wir haben über 75 Prozent unserer Belegschaft sehr frühzeitig ins Homeoffice geschickt. Viele davon haben vorher noch nie Videoconferencing gemacht. Wir waren zum Glück, was das technische Equipment, was die softwareseitige Ausstattung anbelangt, schon sehr, sehr gut vorbereitet, weil wir schon vor zwei Jahren das Homeoffice allen Mitarbeitern angeboten haben. Und konnten jetzt in dieser Stressphase davon profitieren. Aber die Art und Weise, wie die Menschen dann kommuniziert haben, füreinander da waren. Und da ging es weniger um, ich will mal sagen, das Geschäft und die Inhalte, sondern vielmehr, wie die Menschen füreinander da waren. Das war schon unfassbar interessant zu sehen und war in ganz vielen Fällen eine wirklich schöne Bestätigung für ein funktionierendes Team, dass wir das in dieser Form, in dieser Qualität durchgestanden hätten, füreinander im Team spielende Menschen in Bayer Brunnen gehabt hätten.
Matthias Weigert: Das ist die gesamte Organisation, die Kernorganisation, die sich natürlich auch mit Digitaltrieben befasst. Aber was ergänzt du auch aus einer Skill-Perspektive mal auf das Thema digital guckend? Also transformiert ihr euch in einen Datenkonzern, der in der Lage ist, aus Daten Muster zu erkennen? Kommen dadurch neue ergänzende Profile bei euch aufs Radar, die ihr so vorher im redaktionellen Bereich eher nicht hattet? in der Entwicklung aller derjenigen, die relevant betroffen sind, abbildet?
Andreas Arntzen: Also die Frage lässt sich generell extrem einfach beantworten, weil du in dem klassischen Printmedium, wie wir es über Jahrzehnte erfolgreich publiziert haben und vertrieben haben, hast du den Anspruch, dass die Redaktion vorausahnt, welche Themen zu welchem Zeitpunkt eine Relevanz für eine breite Öffentlichkeit haben. Und die müssen dann mit anderen Themen so kompiliert werden, dass man ein interessantes Magazin hat und der Leser eintaucht. Und das gelingt uns sehr gut. Ansonsten hätten wir nicht diese enorm langen Lesedauern, also durchschnittliche Lesezeiten unserer Magazine. Das Digitale funktioniert ganz anders. Das Digitale ist getrieben durch eine aktive Suche. eine klare Information. Eine Person möchte eine ganz bestimmte Information zu einer bestimmten Zeit haben. Und da möchte er auch nicht drauf warten, sondern die möchte er jetzt direkt haben. Und diese Situation wird es in der Zukunft immer häufiger geben, weil wir mehr und mehr Daten generieren. die dann letztendlich im Gesundheitsbereich auch eine Erwartungshaltung in Bezug auf gesundheitsrelevante Informationen mit sich bringt. Nehmen wir mal das Beispiel großes Blutbild. Du gehst zum Arzt, es wird ein großes Blutbild gemacht. Dein Arzt bekommt die Werte, ruft dich an oder gehst nochmal hin. Dann wird vielleicht drei Minuten über ein oder zwei Werte gesprochen. Das ist nicht mal ein Prozent dessen, was an Informationen aus deinem Blut herausgezogen worden ist. Vielleicht hast du aber das Interesse daran, auch zu wissen, was bedeutet eigentlich hier Cholesterinwert und da Fettwert und so weiter und so fort. Und diese Information oder diesen Bedarf. Den möchten wir gerne befriedigen. Wir möchten gerne bei allen digitalen Transaktionen im Gesundheitsbereich da sein und gesundheitsrelevante Informationen dort vermitteln, wo sie benötigt werden. Und genau so portioniert, und damit meine ich nicht nur in der Menge, in der Tiefe, sondern auch in der Darreichungsform, dass sie einen optimalen Mehrwert bieten für die Person, die diese Information haben möchte.
Matthias Weigert: Sehr gut. Das, glaube ich, ist ein schöner Schluss. auch nochmal. Ganz zum Schluss, Andreas, habe ich immer noch ein paar persönliche Fragen. Meine erste Frage ist, wie bildest du dich selber fort, dass du immer auch diese Aktualität hast? Was machst du? Kannst du ganz konkrete Tipps vielleicht sogar geben, was du verfolgst, was du liest, wie du das machst?
Andreas Arntzen: Also erstmal habe ich das große Glück, dass ich zwei gesunde, tolle Kinder habe. Ich sage auch gerne dazu, ich bin auch glücklich verheiratet, habe eine tolle Frau, aber ich ziehe jetzt gerade auf die Kinder ab, die sehr neugierig durch die Welt laufen und mich teilhaben lassen an dem, was sie so erleben. Das führt einfach dazu, dass ich Berührungsprobleme punkte habe zu ganz neuen dingen. dem versuche ich sehr offen gegenüber zu stehen daran teil zu haben dort einzutauchen. ich habe aber auch situationen. ich habe vor kurzem in einem hotel gesessen habe auf einen kollegen bzw gast gewartet. er rief an und sagte sein zug hätte verspätung. ich hatte also noch 45 minuten und habe nun gesehen dass vor diesem hotel fünf verschiedene scooter waren. es war ein buntes sammelsurium an diesen scootern mit denen man halt durch die gegend fahren kann und diese zeit habe ich genutzt und habe alle fünf scooter mir die apps runtergeladen meine daten hinterlegt und bin mit allen jeweils einmal im block gefahren und hatten heiden spaß gemacht. aber die erkenntnis war zum beispiel dass ich mir dann die frage gestellt habe welchen fand ich jetzt am besten? und Ich fand in der Tat den am besten, bei dem ich am wenigsten Klicks brauchte, um dieses Gefährt auch benutzen zu können. Hätte mich jemand vorher gefragt, spielt es eigentlich eine Rolle, ob du zweimal klicken musst oder viermal klicken musst, hätte ich gesagt, ist völlig egal. Wenn du es aber ausprobierst, merkst du auf einmal, was die Usability einer App, welchen Wert das hat. In der Bewertung nehme ich das eine oder nehme ich das andere. Und das bedeutet für mich einfach Neugierde, Eintau. Und ich versuche jeden Tag so zu gestalten, dass ich am Abend sagen kann, ich habe was dazugelernt. Sei es auf der technologischen Ebene oder sei es nur, weil ich tolle Menschen kennengelernt habe oder eben solche Gespräche wie jetzt führen durfte, bei denen ich heute Abend sicherlich meiner Familie erzähle, dass es irre viel Spaß gemacht hat, sich mit Matthias Weigert auszutauschen über die Gesundheit und unser Leben.
Matthias Weigert: Super, vielen Dank. Du hast ja auf die zweite Frage schon ein Stück geantwortet. Wie hältst du dich digital? Also das war ja schon ein Teil. Gibt es andere Sachen? Probierst du aus? Das haben wir verstanden. Gibt es andere Dinge, die du nutzt?
Andreas Arntzen: Ja, lass mich diese zweite Frage vielleicht noch ein Stück weit ergänzen, wenn so viel Zeit noch ist. Ich will ganz offen sein. Ich finde es unfassbar anstrengend, Schritt zu halten bei dem, was wir an digitalen oder sei es technologischen Möglichkeiten haben. Ich glaube, dass wir als Individuum als auch als Unternehmen ganz neue Formen finden müssen, dort, wenn wir sagen, am Ball zu bleiben, weil es so komplex, so dynamisch und so schnell geworden ist, dass wir mit unfassbar vielen Fragen alleine im Raum stehen. Du hast vorhin angesprochen, künstliche Intelligenz, AR, VR, ja, ist ein anderes Thema. Wie wird das meine Branche, wie wird das unseren Verlag tangieren? Und wenn ich jetzt etwas gefunden habe, nehmen wir mal Virtual Reality. Wir schreiben einen Artikel über einen Kreuzbandriss. Dann könnte ich den verlängern ins Digitale und könnte eine Virtual Reality Tour durch das Kniegelenk machen und erklären, wie dort ein Kreuzbandriss eigentlich zustande kommt oder wie man eben das Kreuzband wieder fliegt. Eine hervorragende Ergänzung. Dann habe ich aber Eine einzige Sache, nämlich Virtual Reality und Augmented Reality habe ich genutzt. Aber es gibt ja noch so viele andere Dinge. Und wir versuchen in Partnerschaften, in teilweise auch wirklich exotischen Partnerschaften, uns bestimmten Themen gemeinschaftlich zu nähern. Und so setzen wir lieber zehn Projekte mit fünf oder sechs Partnern auf, als dass wir eines ganz alleine angehen. Und das ist, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger Punkt, um dieser Situation auch nur ansatzweise gerecht zu werden. Und ganz wichtig ist sicherlich die eigene Einstellung. Man kann frustriert sein, weil man das nicht alles versteht. Man kann aber auch positiv denkend herangehen und sagen, wie viele neue Chancen tun sich dort auf? Wie viele Herausforderungen sind das, die es auch Spaß macht, letztendlich anzugehen?
Matthias Weigert: nicht zu leben. Perfekt, vielen Dank dafür. Abschließend, lieber Andreas, wie können unsere Hörerinnen und Hörer mit dir in Kontakt treten?
Andreas Arntzen: Also zum einen natürlich direkt über den Wort- und Bildverlag. Das andere ist, gehen Sie einfach auf mein Profil bei LinkedIn. Ich freue mich, ich werde auf jeden Fall reagieren. Manchmal kann es ein Stück weit dauern, aber kommen Sie einfach auf mich zu. Ich freue mich auf den Austausch und in diesem Sinne, bleiben Sie gesund.
Matthias Weigert: Vielen Dank für die klugen Antworten und das wirklich interessante Gespräch.
Andreas Arntzen: Vielen Dank.
Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Digitalisierung: Der Spagat zwischen digitaler Transformation und Unternehmenskultur ist eine echte Herausforderung. Doch keine Sorge, mit Mathias Weigert hatten wir dazu regelmäßig einen Gastmoderator, der dir zeigt, wie echter Kulturwandel funktioniert, wie das digitale Mindset ins Team kommt und wie du digitale Talente findest.