
Post-Covid: Digitalisierung in der Gastrobranche und was sie bringt
14. Juni 2021, mit Joel Kaczmarek
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Intro: Digital Kompakt. Heute aus dem Bereich Gastronomie mit deinem Moderator Joel Kaczmarek und den Experten von Hospitality Digital. Los geht's!
Joel Kaczmarek: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek. Ich bin der Geschäftsführer von Digitalkompakt und wie immer lade ich dich zu einer spannenden Mischung aus High-Level-Networking und lebenslangem Lernen ein. Grundsätzlich lernt ja jeder viel bei uns und heute lernst du besonders viel, wenn du im Gastro-Bereich unterwegs bist. Das beschäftigt uns heute nämlich wieder zusammen mit unserem Partner, der Metro. Und Networking ist halt wirklich mal ein Thema, denn neben der lieben Yvonne, die gleich ein bisschen erzählt, was man als Global Director eigentlich genau macht bei der Metro, sie ist nämlich quasi die Leiterin der Public Affairs dort, haben wir einen spannenden Gast, der Networking quasi als Hauptberuf hat, nämlich den guten Michael Kuriat. Der ist Vorstand beim Leaders Club, der sich selbst bezeichnet als ein Netzwerk von gastronomiebegeisterten Menschen. Da erfahren wir gleich mehr zu. Und thematisch geht es heute darum, dass wir mal darüber sprechen, post-Covid, was hat sich eigentlich in der Gastronomie verändert? Sie öffnet ja wieder und wir wollen jetzt natürlich verstehen, was hat sich in der Branche getan, was wurde gelernt und wie kann man verhindern, dass in Zukunft wieder Schließungen anstehen. Wir werden also ganz viel reden über Digitalisierung, wir werden darüber sprechen, was passiert eigentlich mit, schrecklicher englischer Begriff, der Workforce, weil durch Corona hat sich da einiges getan, viele Menschen mussten ja den Beruf wechseln oder konnten ihm teilweise nicht nachgehen. und nach Corona ist das echt ein Problem. und natürlich werden wir wirklich insgesamt mal schauen, was ist eigentlich von dieser ganzen Zwangsdigitalisierung, die da passiert ist und diesen ganzen Konzepten eigentlich geblieben und welchen Nutzen hat das. Das mal als kleine Einführung. Liebe Ivonne Bollow, dein schöner Nachname, äh, cooler Name, by the way. Erzähl mal ganz kurz, ich hab dich ja nur kurz angerissen, was machst du bei der Metro genau, wenn man Global Director ist und sich um Public Affairs kümmert?
Ivonne Bollow: Ja, sehr gerne, dass du meinen Nachnamen cool findest, finde ich ja super. Ich fand ihn nämlich über Jahre ganz schrecklich. Habe aber festgestellt, die Ähnlichkeit zu Spaghetti Bollo ist irgendwie so sympathisch, dass ich den Nachnamen dann doch irgendwann lieben gelernt habe. Was mache ich bei der Metro? Ich leite den Bereich Corporate Public Policy, das heißt die Politik oder die Interessenvertretung der Metro global. Das bedeutet, wir haben ein Büro in Berlin, wir haben ein Büro in Brüssel, wir haben ein internationales Team, wir haben ein Team in Moskau, das sind sozusagen die Kernmärkte, in denen wir vor allem arbeiten. unsere Interessen vertreten wollen. Und die Interessen vertreten wir einmal für Metro selber. Das können Handelsgesetzgebungen sein, Gesetzgebungen im Bereich der Digitalisierung, Arbeitnehmerregulierung und so weiter. Also super breit. Aber in den vergangenen zwei Jahren haben wir als Team immer mehr uns auch darum gekümmert, welche politischen, regulatorischen Herausforderungen haben eigentlich auch unsere Kunden. Das war vor zwei Jahren echt noch eine neue Reise. Wir sind ja auch kein Verband, der Interessen vertreten kann. Wir sitzen ja in einer Konzernzentrale. Man ist nicht super direkt am Kunden dran. Aber über diesen Weg, über das politische, gesellschaftliche Umfeld, haben wir uns immer mehr an den Kunden herangerobbt sozusagen. Und Corona war da sicherlich auch ein deutlicher Push für uns, uns mit Herausforderungen für die Gastronomie als unsere relevanteste Kundengruppe zu beschäftigen. Die relevanteste Kundengruppe zumindest in diversen Märkten in anderen Ländern in Osteuropa sind es dann vor allen Dingen die Trader-Kunden. Aber heute geht es ja um Gastronomie. Das mache ich mit einem Team zusammen, die eben auf die verschiedenen Standorte verteilt sind. Und so habe ich nicht nur den Blick auf Gastronomie in Deutschland, sondern auch was die EU-Perspektive auf diese Branche betrifft, aber auch insgesamt international.
Joel Kaczmarek: Sehr spannend. Michael, erzähl doch mal ein bisschen was über dich und den Leaders Club, dass wir dich auch kurz kennengelernt haben, bevor wir hier voll reintauchen in die Gastro-Welt.
Michael Kuriat: Ja, Michael Kuriat, wie du schon richtig vorgestellt hast, auf sehr, sehr vielen verschiedenen Baustellen, Spielplätzen, sage ich mal, unterwegs. Unter anderem darf ich den Dieters Club als Aufsichtsratsvorsitzender momentan mitführen. Das mache ich aber rein ehrenamtlich, wie alle Vorstände und Aufsichtsräte. Und auf der anderen Seite bin ich selbst Gastronom, habe seit über 20 Jahren mehrere gastronomische Betriebe, die während des Studiums eigentlich entstanden sind. Das meiste ist da in Leipzig. Da sind Restaurants dabei, da sind Clubs dabei, Veranstaltungslocations, da sind wir sehr breit aufgestellt. Auch ein Hostel und natürlich auch voll von der Krise da getroffen. Und ich sage mal, eine meiner großen Passionen ist, ich habe noch eine Agentur, die sich schwerpunktmäßig mit digitaler Kommunikation, Und da ist natürlich jetzt in der letzten Zeit wahnsinnig viel passiert, wahnsinnig viel Miet auch da. Eine ganz große Passion ist da wirklich die Digitalisierung unserer Branche. Das ist ja in der Vergangenheit in der Gastronomie immer eher so ein bisschen Stiefkind gewesen. Da sind also die Möglichkeiten bei Weitem nicht ausgenutzt worden. Corona hat uns jetzt eben die Möglichkeiten dort eben aufgezeigt, das, was man machen kann, was man machen muss. Und zumindest einige Teile der Probleme, die durch Corona eben sichtbar geworden sind, können durch Digitalisierung vielleicht nicht komplett ausgemerzt werden, aber doch unterstützt oder eben gemildert werden. Und da werden wir jetzt drüber sprechen. Da gibt es wirklich ganz, ganz viele Fälle. Das geht eigentlich in sämtliche Bereiche unserer Branche rein.
Joel Kaczmarek: Ja, komm, lass uns doch da mitten reintauchen. Wenn man jetzt so die Top 5 vielleicht der Digitalisierungsfaktoren durch Corona mal aufzählen müsste, was würdest du da nennen?
Michael Kuriat: Ich sag mal, es ist ja nicht so, dass es durch Corona jetzt erst aufgetreten ist. Vor Corona haben wir eben schon gesehen, dass Unternehmen, die da gut aufgestellt sind, die dort Gas geben, einfach riesengroße Wettbewerbsvorteile haben. Also fangen wir vielleicht mal an, wirklich mit der digitalen Kommunikation, mit der Ansprache der Gäste, ein ganz, ganz großes Thema. Fängt natürlich an, wie werde ich gefunden? dass überhaupt die Leute auf mich aufmerksam werden, gerade eben auch im touristischen Bereich. Geht weiter über das ganze Reputationsmanagement, die ganzen Algorithmen, die da eben greifen in der ganzen Suche. Wir müssen wirklich ganz rudimentär anfangen, dass viele Gastronomen gar nicht ihre Google-Einträge richtig pflegen, was Öffnungszeiten und sowas angeht. Das war bei Corona natürlich ein ganz, ganz wichtiges Element. Also haben die überhaupt offen? Bieten die dann eben Delivery und Takeaway an? Da sind wir schon beim nächsten Thema. Delivery und Takeaway, wenn ich keine gute Beziehung zu meinen Gästen hatte, dann war ich eben jetzt auch komplett, wenn ich Delivery und Takeaway angeboten habe, abhängig von den großen Lieferdiensten. Da haben natürlich die schon einen riesengroßen Vorteil gehabt, die dann eben auch die E-Mail-Adressen ihrer Kunden beispielsweise hatten oder eben große Reichweiten auf Social Media, die das Targeting der Zielgruppen beherrschen und haben dann natürlich ganz anders agieren können, arbeiten können und dann gerade im Takeaway-Bereich natürlich große Wettbewerbsvorteile dann eben gehabt haben. Weiter geht das Ganze natürlich mit der ganzen Unternehmenssteuerung. Da haben sich jetzt wahnsinnig viele in der Zeit weiterentwickelt und die Zeit wirklich genutzt. Das heißt also, Echtzeitdaten zu analysieren. Ich denke, dass wir da in den nächsten Jahren einen ganz, ganz großen Unterschied eben sehen werden, gerade die größeren. gastronomischen Unternehmen. Die Systemgastronomie hatte einen riesengigantischen Schritt nochmal nach vorne gemacht. Und das wird natürlich große Auswirkungen auf den Wettbewerb haben. Und dann hat es am Anfang schon so ein bisschen auch diese ganze Arbeitsplatzthematik, Mitarbeiter in der Gastronomie angesprochen. Auch das ist natürlich ein ganz, ganz großer Punkt. Also auf der einen Seite, wie komme ich zu neuen Mitarbeitern? Wie stelle ich mich überhaupt auch denen gegenüber dar? Das ist, dass ich bei der Mitarbeitersuche ganz einfach auch gut aufgestellt bin. Und dann natürlich auch, ich sage mal, solche Sachen wie digitale Dienstplangestaltung, was ganz, ganz große Effizienzgesichtspunkte sind.
Joel Kaczmarek: Spannender Gedanke. Also auch alles plausibel, wie man quasi auch merkt, dass Sachen, die vielleicht schon vor Corona angestoßen werden, jetzt nochmal intensiviert werden. Also gerade, wie du es auch sehr bildlich beschrieben hast, zum Beispiel diese Google-Einträge, finde ich echt nachvollziehbar. Yvonne, was ist denn so dein Blick auf das Thema? Was hast du beobachtet, was sich im Bereich Digitalisierung tut? Und ich meine, ihr denkt ja sicherlich auch darüber nach, wer sind die Digitalisierungsplayer, die dann zum Versorger der ganzen Gastronomen werden, weil ihr seid ja da unter anderem auch aktiv. Was siehst du denn auch als Anbieter, die mittlerweile quasi vorne dabei sind, wenn es um Digitalisierung und Gastro geht?
Ivonne Bollow: Ja, grundsätzlich würde ich erst mal sagen, es war ja schon enorm, was vor allen Dingen in Lockdown 1 schon an Innovationskraft aus der Branche da rausgetreten ist. Und es wird jetzt echt spannend zu sehen, wie viel sich davon erhalten wird auch in der Zukunft, was Lieferdienste betrifft, Pickup. Alles, was Michael auch gerade gesagt hat, im Hinblick auf die digitale Aufstellung intern, wie auch in der Kundenkommunikation, aber auch solche Dinge wie das ganze Business auf einmal komplett umstellen in Richtung Foodboxen und so weiter. Was wird davon bleiben? Wie wird der Gastronom? Wird er zweigleisig fahren in der Zukunft oder wird er sich dann wieder auf sein ursprüngliches Kerngeschäft fokussieren? Ich glaube, viele dieser Trends werden nicht rückkehrbar sein. Im Gegenteil. Jetzt habe ich natürlich eine sehr politische Brille auch da auf und ich Ich finde, bei aller Kritik auch an der staatlichen Unterstützung, die mit Blick auf zu spät gekommen, zu wenig oder unfair und so weiter, sind ja doch diverse Pfeiler sozusagen eingerammt worden auf Seiten der Bundesregierung, was die Digitalisierung der Branche, aber natürlich auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen an sich betrifft. Also wenn man sich anguckt, wofür Überbrückungshilfe 2 und Überbrückungshilfe 3 auch eingesetzt werden können und ich denke jetzt hier insbesondere an den Digitalisierungszuschuss, der im Rahmen von Überbrückungshilfe 3 dann auch zu beantragen ist, finde ich das eigentlich doch sehr encouraging und auch nochmal diesen Weg auch nochmal zementierend, dass die Digitalisierung, alle möglichen Innovationsprojekte, Investitionsprojekte auf Seiten der Gastronomen eben auch mit staatlichen Geldern jetzt auch sozusagen noch ausgeweitet werden können. Jemand, der das jetzt nicht beantragt sozusagen, hat eigentlich jetzt Weil es liegt sozusagen Geld da, was man benutzen kann, um genau diese Investitionen zu treffen, von denen Michael gerade besprochen hat. Und ich glaube, das unterscheidet Deutschland auch im europäischen Vergleich zur aktuellen Situation nochmal sehr, wenn es um die Hilfen auch geht sozusagen. Es geht nicht nur um die akute Hilfe. sondern der erste Blick ist auch so ein bisschen in die Zukunft gerichtet. Und ich glaube, da ist in der Gesamtdiskussion auch, was natürlich den Einzelhandel betrifft und so viel aufgefallen, wie weit oder wie wenig digitalisiert wurde oder Möglichkeiten der Digitalisierung bisher genutzt worden sind und wie viel getan werden muss. Und da sind bestimmte Entscheidungen getroffen worden, die jetzt auch mit Blick auf unsere Kunden betreffen. natürlich auch wahnsinnig hilfreich sind. Und das geht aber auch weiter. Wenn ich jetzt auf EU-Ebene mir das angucke, wird jetzt zwar auf Ebene der Mitgliedstaaten umgesetzt, aber da gibt es ja den EU Recovery Fund oder Next Generation EU, heißt der sozusagen konkret. Aber da geht es eben auch nicht darum, einfach nur Gelder auszuzahlen, eigentlich gar nicht, sondern wie sieht die Zukunft aus? Welche Bereiche müssen resilient gemacht werden? Welche müssen innovativer aufgestellt werden? Und nicht in jedem Land spielt die Gastronomie bei der Implementierung von, also jedes Land überlegt sich seinen eigenen Plan sozusagen, wie Next Generation, whatever, Spain, France und so weiter aussehen soll. Aber das Thema Gastronomie natürlich gerade in den Ländern, wo Gastronomie eben auch einen bedeutenden Anteil hat an der Volkswirtschaft, in erster Linie aber natürlich auch für die ganze Kultur und Gesellschaft, da sieht man eben auch, dass die Pläne genau das Thema Digitalisierung der Gastronomie umfassen.
Joel Kaczmarek: Und du kleiner Schlinger hast ja meine Frage nicht beantwortet. Was siehst du denn als Player? Also seid ihr auch jemand, der jetzt sehr gut Fuß gefasst hat in dem ganzen Bereich Digitalisierung? Weil ihr bietet ja zum Beispiel im Bereich da was an. Ich will dir jetzt gar nicht eine Werbeplattform hier hinstellen, aber vielleicht einfach mal so zu langsam verstehen. Ist das so, wie das oft ist, so eine Oligarchie, dass es wieder ganz viele Große gibt, von denen so eine Handvoll den ganzen Markt bedient? Oder ist das eigentlich im Gegenteil noch sehr dezentralisiert, dass man ganz viele Anbieter hat? Was siehst du denn da so?
Ivonne Bollow: Ich finde, es kommt natürlich jetzt auf die Lösung drauf an. Corona ging los und da sind enorm viele Angebote auf einmal aus dem Boden gestampft worden. Jetzt ist Metro schon deutlich länger mit Hospitality Digital natürlich am Markt vertreten mit diversen digitalen Tools, die sich aber auch verändert haben während der Krise und auch teilweise super schnell. Jetzt denke ich nur an das Registrierungstool. Also letztes Jahr, ihr erinnert euch, wenn man Genau wie jetzt wieder, wenn man in die Gastronomie möchte, musste man ja seine Daten hinterlassen. Da ist dann kurzfristig so ein Tool entstanden und mit doch großem Erfolg vertrieben worden. Neben den Tools, die vorher schon da waren, wenn es um, sagen wir, effizientere Geschäftsprozesse ging. Was das betrifft, war Corona für uns natürlich auch ein Einfallstor, sowohl kurzfristig auf Short-Term-Need sozusagen in der Krise einzugehen. Du hattest eben auch das Thema Lieferdienste angesprochen. Da wollte ich gleich nochmal zurück. Aber eben auch langfristig die zunehmende Bereitschaft der Digitalisierung, wo auf einmal klar war, was Michael beschrieben hat, es geht gar nicht ohne. Es ist jetzt auf einmal essentiell, wenn ich Lieferdienst anbiete, müssen das Leute auch wissen. Das zu nutzen und diverse neue Tools auf dem Markt zu platzieren, Du hattest eben von Zwangsdigitalisierung gesprochen. Und ich glaube, unser Anspruch ist dabei, es soll nicht bei einer Zwangsdigitalisierung bleiben. Wenn Lieferung, Pick-up der einzige Kanal ist, über den Gastronomen in dem Lockdown überhaupt in welcher Form Einnahmen erzielen können, soll das nicht zwangsmäßig sein, sondern es soll das Beste dabei rausgeholt werden, um eben nicht noch sowieso große Player darin zu stärken und Monopol eben auch nochmal zu untermauern. Und ich glaube, Das ist unser Anspruch, eine faire Digitalisierung an der Stelle zu machen. Und wenn sich jemand digitalisiert, soll er eben auch was davon haben.
Joel Kaczmarek: Okay, verstanden. Michael, sag mal, wie ist es denn eigentlich? Jetzt hat ja Yvonne eben berichtet von diesen Check-in-Tools auch. Also die Metro bietet eins an, aber Luca war ja auch ein Riesenthema. Sehr viel Sichtbarkeit mit dem Smudo, sehr stark in die Breite getrieben worden. Und dann, nennen wir es mal ein bisschen flapsig, so eine Art Daten-Fuck-up. Also an allen Stellen irgendwie unsicher und gab auch wieder einen Artikel gerade in der Zeit, dass man sogar das Gesundheitsamt hacken kann über die Luca-App. Also die Geschwindigkeit, mit der man natürlich Digitalisierung eingeführt hat, hat auch dazu geführt, dass das ein oder andere vielleicht nicht auf dem Niveau war, wie es man sich gewünscht hätte. Hast du beobachtet, dass es vielleicht auch mal Negativeffekte gab durch den ganzen Digitalisierungspart, dass man auch das ein oder andere Lehrgeld gezahlt hat und da sich vielleicht auch mal verbrannt hat?
Michael Kuriat: Also grundsätzlich befinden wir uns dann natürlich in einer Krise, in einer nie dagewesenen Situation und deswegen bin ich jetzt nicht der Typ, der da irgendwo draufhaut und Vorwürfe macht, wer hätte was wie wo besser machen sollen. Aber ich sag mal, das ist natürlich schon krass gewesen, dass alle staatlichen Versuche so lange gebraucht haben. dass beispielsweise so eine Corona-Warn-App so lange gebraucht hat, bis es diese Funktionalitäten jetzt eben mitbringt. Und die Jungs um Luca, die haben da einen mega Job sicherlich gemacht. Aber ich glaube, es ist wirklich der falsche Ansatz, in so einer nationalen Pandemie dann eben auch auf ein Unternehmen irgendwie zu setzen, was in Kürze das Ganze machen soll und was natürlich gewinnorientiert irgendwo arbeiten muss. Und da sind wir bei einem ganz heiklen Punkt. In der Phase sollte es natürlich nicht um Gewinnoptimierung oder sowas gehen, sondern da müssen eben Lösungen her, die dann für alle auch umsetzbar sind. Und da hätte ich mir natürlich gewünscht, sage ich mal, dass die Unternehmungen des Bundesgesundheitsministeriums, ich sage jetzt gerade mal Corona-Warn-App, dass das ein bisschen solider hätte von Anfang an laufen können. Dann hätte man sich da natürlich wahnsinnig viel Ärger gespart. Das Nächste ist natürlich, wenn dann eben ein Anbieter wie die Luca-App dann eben da ist und die ersten Länder oder Gesundheitsämter dann eben genau darauf pochen und anfangen, das zu kaufen, dann haben wir wieder genau das, was wir gesehen haben, dass ein Kaulderwelsch praktisch entsteht, keine Einheitlichung. Und wir haben ja ganz, ganz viele Regionen, wo man eben einmal in einem Bundesland, andere mal in einem anderen Bundesland irgendwo hinfährt, essen geht oder shoppen geht. Und das führt dann natürlich zu zusätzlicher Verwirrung. Also aus meiner Sicht muss dort eine, ja ich sag mal, staatlich geregelte Lösung der Kontaktnachverfolgung da sein, wo auch die Verantwortung dafür übernommen wird, was mit den Daten passiert. Und es muss vor allen Dingen möglichst einfach für Gewerbetreibende sein. Das ist jetzt auch ganz egal, ob es der Handel ist oder ob es die Gastronomie ist. Da sitzen wir, glaube ich, alle im gleichen Boot. Und es muss eine Lösung für alle geben. Es kann nicht sein, dass in jedem Bundesland oder in jeder Stadt dann andere Regeln gelten. Das machen eben dann ganz einfach die Gäste oder die Kunden, wenn wir über den Handel sprechen, eben einfach nicht mit. Eine Lösung für alles, das ist wirklich dringend nötig. Und da sollte man, glaube ich, schon von ausgehen, dass sowas möglich sein sollte, bundeseinheitlich auf ein System zu setzen, was dann auch funktioniert und wo einer dann auch die Verantwortung trägt. Nämlich der Staat, was mit den Daten, wie, wo passiert.
Joel Kaczmarek: Gut, und jetzt nehmen wir mal die Kamera, machen mal den Schwenk in Richtung Zukunft. Also bisher ist man ja viel damit beschäftigt gewesen, irgendwie im Tagesgeschäft klarzukommen, irgendwie mit dem Rückblick auch versuchen zu lernen, was sich jetzt irgendwie umgesetzt gehört. Und das ist ja so, die Außengastro öffnet jetzt immer mehr und klar, so eine ganze Branche hofft natürlich auf Gesundung. Und jetzt frage ich mich, was muss denn jetzt geplant werden? Was hat die Gastro vielleicht auch gelernt? Und was gibt es eigentlich für nachhaltige Strategien, damit es nicht nochmal zur Schließung eigentlich in sechs Monaten oder sowas kommt? Was siehst du da?
Michael Kuriat: Also ich glaube, wir wissen heute viel mehr als beispielsweise nach der ersten Welle. Man sollte wirklich diese Learnings genau analysieren. Wir haben jetzt auch diese ganzen Modellregionen. Mit dem Leaders Club haben wir gleich die ersten Tage die Modellregion in Sylt besucht, wo ja auch die Innengastronomie mit geöffnet war. Haben natürlich ein Augenmerk auf Österreich, die gerade eröffnet hatten und waren da praktisch live mit vor Ort, haben uns das Ganze angeschaut und sind mit den, ich sag mal, verschiedensten Institutionen und Wissenschaftlern da eben auch im Austausch. Bei unserem letzten Leaders Club Exchange hatten wir den führenden Aerosolforscher, den Dr. Scheuch, eben da mit dabei, der eben ganz klar sagt, auch Innenraumgastronomie ist möglich, wenn Luftreinigung stattfindet. Und dann ist es natürlich die Verkettung von allen Maßnahmen. Das ist ja nicht nur die Luftreinigung, sondern ich muss dann eben sagen, wenn ich arbeite mit Tests, mit Luftreinigung und Kontaktnachverfolgung, dann habe ich natürlich doppelten Netz und doppelten Boden. Und das gleich mehrfach. Also nach dem Motto, alles Mögliche tun, um auszuschließen, dass es zu Infektionen kommen kann. Und wenn dann irgendetwas durchrutscht, dass ich dann den Schaden enorm begrenzen kann. Und dann muss man auch mal ganz ehrlich sagen, wir werden keine hundertprozentige Sicherheit bekommen. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir dieses Virus komplett besiegen. Und es kann nicht unser Anspruch sein, 100 Prozent sicher zu sein. Also wenn ich ins Auto steige und auf die Autobahn fahre, begebe ich mich in ein gewisses Risiko. Es gibt auch andere Krankheiten, also das dürfen wir alles nicht außer Acht lassen. Und Ziel muss es eben sein, das so sicher wie möglich zu machen und dann das Leben auch wieder normal stattfinden zu lassen und auch, ich sag jetzt mal wieder runtergebrochen auf die Gastronomie, die Innenraumgastronomie da wieder zuzulassen. gehört jetzt natürlich auch der Mut dazu, Unterscheidungen zu machen. Da muss ich unter Umständen auch sagen, okay, es gibt vielleicht gastronomische Betriebe, die das nicht gewährleisten können, aufgrund da von baulicher Situation. Ich kann mir das schwer vorstellen, also ich bin ja selber davon betroffen, weil wir auch Clubs haben, dass man in Kürze in einem Keller wieder eng beieinander irgendwo tanzt, egal wie groß die Lüftung ist. Aber dann muss ich da eben auch nochmal Unterschiede machen. Und da, wo das gewährleistet werden kann, wo Luftausstausch stattfindet, wo Luftreiniger zum Einsatz kommen, wo eine gewisse Luftqualität gewährleistet werden kann und überwacht wird, da muss das dann auch wieder möglich werden. Und ich kann das nicht alles über einen Kamm scheren. Das ist, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
Joel Kaczmarek: Um dir nochmal so ein paar Stichworte auch zuzuwerfen, wo mich deine Meinung interessieren würde. Testen, digitale Nachverfolgung, Impfpässe, Reservierungspflicht, sind das alles Faktoren, die ihr zukünftig als Gastronomen quasi im Handbaukasten mit dabei haben müsst? Oder bist du dir noch unsicher, was davon eigentlich relevant wird und was auch wirklich was bringt?
Michael Kuriat: Ja, also da schlagen meiner Brust zwei Herzen. Also ich habe es eingangs noch nicht gesagt, ich habe ein Medizinstudium abgeschlossen und lege natürlich auch sehr, sehr großes Augenmerk darauf, dass es wirklich ernst genommen wird. Also wir müssen wirklich Lösungen finden, die genau darauf abzielen, was ich gerade gesagt habe, Infektionen zu vermeiden, alles so sicher wie möglich zu machen, aber dann hinterher auch nicht überängstlich davon ausgehen zu wollen, wir müssen jegliches Risiko auf null setzen. Und deswegen ist dieser Blumenstrauß, das, was du gerade gesagt hast, Joel, also dieser Maßnahmenkatalog, glaube ich, genau der richtige Ansatz, nämlich zu sagen, wenn ich höhere Inzidenzen habe, okay, dann muss ich testen. Wenn ich eine Inzidenz habe, die sich um 10 oder 20 irgendwas dreht, muss man wirklich die Kirche auch vielleicht im Dorf lassen und sagen, muss ich jetzt hier wirklich jeden testen, der meinen Laden betritt. Also ich teste ja auch großteils dann eben wirklich gesunde. Und wenn ich damit anfange, müsste ich auch sagen, wollen wir nicht auf Grippe testen und wollen wir nicht auf alle anderen Krankheiten testen. Also man muss die Verhältnismäßigkeit bewahren. Aber gehen wir davon aus, die Inzidenzen steigen, ja, dann ist der Test natürlich ein tolles Mittel. Dann habe ich die Innenraumreinigung da, dann habe ich die Kontaktnachverfolgung, die da ist, dann habe ich vielleicht eine Maskenpflicht da, wo die Abstände nicht eingehalten werden können und ansonsten eine Eine sinnvolle Abstandspflicht. Auch da ist die Forschung viel, viel weiter. Wenn man sich jetzt in Österreich anschaut, da wird die Abstandspflicht dann irgendwie auf einen Meter in Kürze wahrscheinlich runtergesetzt, weil man eben sagt, einer der wirkliche Hauptüberträger ist diese Aerosol-Thematik. Und das kann man eben mit Luftreinigung, guter Lüftung wirklich bekämpfen. Aber im Ende ist es dieser Maßnahmenkatalog, der uns dazu bringen sollte, zu sagen, wir können wieder in einen gewissen Normalbetrieb übergehen.
Joel Kaczmarek: Yvonne, wie ist das bei dir? Wie siehst du so diese Gratwanderung zwischen Gebot und Verbot? Überhaupt diese ganzen Herausforderungen, die sich einem da stellen? Du hast ja auch den panneuropäischen Blick. Wie ist das vielleicht auch im Vergleich?
Ivonne Bollow: Also ich unterstütze erstmal alles, was Michael gesagt hat. Und einmal, wir reden hier sehr tiefgehend über Raumluftreiniger, Testen vorab und so weiter, wenn es um Innenraum, Gastronomie als den nächsten zentralen Schritt geht. Im Moment, da wo Inzidenz unter 50 ist, wird jetzt ja einfach wieder so geöffnet, sozusagen ohne Verbot. Ein Katalog, der eine nachhaltige Öffnung vielleicht auch erlauben könnte. Das finde ich jetzt erstmal sehr ärgerlich. Ich gehe aber auf den europäischen Blick erstmal ein. Es gibt kein anderes Land außer Österreich, wo die Maßnahmen so stark sind, was das Testen vorab betrifft, auch schon für die Außengastronomie und so. Über Raum, Luft, Raum. einiger Rede da gar keiner. Das mag man jetzt gut finden oder schlecht finden. Ich will nur einfach sagen, Deutschland ist super vorsichtig, was das betrifft. Um uns herum ist es weniger reguliert. Da wird reguliert, wenn es auch um Innengastronomie geht und viele Länder um uns herum sind ja schon so weit, entweder haben sie schon innen geöffnet oder sind kurz davor oder es gibt konkrete Daten. Wenn geöffnet wird, dann geht es um Kapazitätsbegrenzung und Sperrstunden und natürlich, also die AHA-Regeln und so weiter, das ist natürlich Aber das sind sozusagen die Regulationsmaßnahmen. Wir reden hier also sehr viel tiefgehender darüber. Und das ist sicherlich auch der Weg zu einer nachhaltigen Öffnung. Denn niemand hat was davon, wenn geöffnet wird und dann wird wieder zugemacht. Von daher, also wir sind da schon besonders, würde ich sagen, in Deutschland, was unsere europäischen Nachbarn betrifft, wenn es jetzt um das Thema Innovation geht. Mein Eindruck ist, und Michael hat ja auch schon diverse Studien angesprochen, gerade wenn es um die Raumluftreiniger geht, dass wir wenig genutzt haben. Auch in der politischen Kommunikation wurden diese Raumluftreiniger, die Möglichkeiten übrigens nicht nur für die Gastronomie, Schulen, da war das ein Riesenthema. Da sind Studien auf dem Markt sozusagen, die eigentlich auf der politischen Ebene in der Kommunikation keine Berücksichtigung gefunden haben. Das heißt, jeder Gastronom, der sich im letzten Jahr Raumluftreiniger für nicht so wenig Geld gekauft hat, und Metro hat ja selber auch eine Kooperation, um das auch anzubieten, deswegen haben wir das auch sehr auf dem Schirm gehabt, hat das gemacht, weil er überzeugt war, dass es ihm hilft, in den Winter letztes Jahr zu kommen. Und dass er überzeugt war, dass es wichtig ist, einen Beitrag zur Sicherheit zu leisten. Und dieses Investment seitens der Gastronomen, einen Beitrag für unsere allgemeine gesundheitliche Sicherheit zu leisten, ist natürlich überhaupt nicht wertgeschätzt worden an der Stelle. Es war letztes Jahr sozusagen perdu und es sollte eigentlich in diesem Jahr meiner Meinung nach wieder aufgegriffen werden. Wenigstens in der politischen Kommunikation, dass ein Gastronom, eine Gastronomin, die da wirklich eine Extrameile läuft, weil es ist nichts Vorgegebenes. Jeder, der das macht, läuft eine Extrameile für the greater good sozusagen. Und in der Kommunikation findet das nur sehr indirekt, eigentlich ist das alles sogar eher irritierend, was von Seiten der Politik in Richtung Raumluftreiniger und die Möglichkeiten überhaupt kommt. Was wir wissen ist, dass auch über, ich habe eben schon genannt, Überbrückungshilfe 2 und 3, da werden Investitionen jetzt gefördert. Daher erkennen wir, dass das schon irgendwie okay ist. Zertifizierung und so weiter, welches Gerät kaufe ich überhaupt? und so, da hast du dann natürlich auch wieder gute und nicht so gute Geräte und so. Es gibt nicht wirklich eine. Wir reden eigentlich immer noch über Lüftung per Fenster, so ungefähr, um das mal ganz fies zu sagen. Und da ist super viel verpasst worden. Auch wenn wir jetzt über Modellregionen sprechen, viel zu wenig geguckt, was in der Innengastronomie möglich wäre. Also wir haben eigentlich ein Jahr verstreichen lassen aus meiner Sicht, um Erkenntnisse für die Zeit, wenn es kalt wird, zu gewinnen.
Michael Kuriat: Da kann ich die Yvonne mal ganz schnell wirklich unterstützen und reingrätschen. Es gab einen Lüftungsgipfel, auf den ich mit eingeladen war in Berlin vom Bundesumweltministerium mit dem Fraunhofer Institut, dem Robert-Koch-Institut der Berufsgenossenschaft. Es waren wirklich alle zusammen und da muss man sich wirklich festhalten, das Ganze hat stattgefunden im Oktober letzten Jahres. Da wurde darüber gesprochen. Welche Grenzwerte, also wir haben die Möglichkeit, die Raumluftqualität ja auch über die CO2-Messer zu kontrollieren. Da wurde gesprochen, welche Grenzwerte eingehalten werden müssen, wie man die einhalten kann, welche Geräte dafür zur Verfügung stehen. Da bin ich jetzt hundertprozentig bei Yvonne. Da ist wirklich ganz, ganz viel Zeit verstrichen, die man ganz anders hätte nutzen können und wo der Mut einfach gefehlt hat, auch da zu sagen, da möchte ich gerne Erfahrungen sammeln, das möchte ich gerne ausprobieren. Und dann muss ich unterscheiden, wer kann gute Raumluftqualität garantieren und wer eben nicht. Also das ist schon wirklich ein Unding. Das muss anders werden.
Ivonne Bollow: Insgesamt, der ganze Ansatz ist immer noch jetzt mit Blick auf das, was wir alle wissen, was kommt. Irgendwann wird es kühler werden, Wetter ist eh nicht stabil, um jetzt wirklich eine Gesundungsgrundlage, Außengastronomie schafft keine Gesundungsgrundlage für die Branche. Also wir brauchen jetzt klare Pläne für den Winter sozusagen und wir fahren die ganze Zeit auf Sicht immer noch an der Stelle. Mit all den Erkenntnissen, die wir haben. Michael hat da ja super viel genannt. Und ich finde, es ist noch zu wenig. Wie können wir es ermöglichen, dass so wenig Restriktionen wie möglich bestehen? Möglich, aber nötig sozusagen. Was können wir alles einsetzen, um ein sicheres Umfeld zu haben, was vielleicht mit möglichst wenig Einschränkungen sozusagen daherkommt, um eben eine wirtschaftliche Gesundung eben auch einzuleiten? Und das ärgert mich, dass wir so lange So tun, als ob das irgendwann mal passiert und nicht jetzt sozusagen eine Grundlage dafür schaffen, wie sieht es aus ab September. Und das muss ja auch vorbereitet werden. Und wir haben einen Ansatz, der dann eher Schulterzucken meiner Meinung nach oder zu kurzfristig irgendwie einen Weg einleiten, der dann vielleicht eine Gesundung erlaubt, aber so kurzfristig kommt, dass er alles schnell wieder überfordern könnte.
Joel Kaczmarek: Winter is coming ist ja ein gutes Stichwort. Was seht ihr beide denn als Hausaufgaben, sowohl jetzt auf Seite von Regierungen als auch von den Gastronomen, dass man nicht irgendwie in sechs Monaten schon wieder die Pforten schließen muss? Vielleicht kann ich ja immer anfangen.
Michael Kuriat: Im Großen und Ganzen geht es in allererster Linie darum, einfach die ganzen Learnings mal zusammenzufassen. Wir sind in einer Pandemie, wo keiner weiß, was richtig und was falsch ist. Das kann man niemandem vorwerfen, auch wenn irgendwo Fehlentscheidungen in der Vergangenheit getroffen werden sind. Aber diese Untätigkeit und dieser mangelnde Mut, der muss weichen und wir brauchen eben jetzt einfach Lösungen für die Geschichten. und ich glaube, da kann man eben jetzt auch wirklich mal in die Branche reingucken. Also man muss jetzt mal auf unsere gastronomische Branche beziehen. Da ist so viel Wissen auch da. Also man kann wirklich auch aus den Erkenntnissen, ob das jetzt Modellregionen sind. Ob das Erkenntnisse aus den anderen Ländern sind, das alles mal zusammenfassen und muss dann eben auch den Mut haben und zu sagen, okay, dann versuchen wir jetzt mal diesen Weg zu gehen. Und man kann nicht einfach sagen, Stempel drauf, wir machen wieder alles zu, dann gibt es keine Infektionen, dann sind wir auf Nummer sicher. Also diese lösungsorientierte muss meiner Meinung nach jetzt für die nächsten Monate das oberste Gebot sein. Es wird uns noch eine ganze Weile verfolgen. Sicherlich wird die Ausgangslage sich grundsätzlich verbessern durch die Impfungen. Aber wir sind uns glaube ich alle einig, dass die Pandemie nicht in den nächsten Wochen irgendwie einfach komplett beendet ist. Und jetzt gilt es mit all dem Wissen, was wir haben, Lösungen zu finden, wie ein relativ normales Leben dann auch wieder möglich sein wird.
Joel Kaczmarek: Wie schätzt du das ein, Yvonne?
Ivonne Bollow: Ich stimme erst mal Michael zu. Ich schließe mich auch an. Das hast du eben gesagt, Michael. Maßnahmenkatalog über Raumluftreiniger haben wir schon gesprochen an der Stelle. Was muss von der politischen Seite kommen? Förderung tendenziell ist ja auch da. Mir geht es um eine klare Kommunikation an der Stelle. Jetzt können wir noch mal ein bisschen weniger digital denken und sagen, letztes Jahr gab es sehr viel Solidarität nach dem ersten Lockdown mit der Gastronomie. Gastronomie in Richtung Außenbereiche, größere Terrassenflächen, Parkplätze, die dann auch für Gastronomen nutzbar gemacht worden sind, für kein Geld oder keine Konzession und so. Auf städtischer Ebene ist das natürlich jetzt genauso zentral. Dann wird uns irgendwann die Diskussion in ein paar Wochen ereilen, wie sieht es aus mit Heizpilzen. Also wir wissen alle, Heizpilze sind hier und da verboten. Wenn sie nicht verboten sind, werden sie kritisch beäugt. helfen aber natürlich, wenn man nur Terrassengeschäft hat oder das noch eine große Rolle spielt, eben auch ein bisschen. Metro hat letztes Jahr angeboten, die CO2-Kompensation für Kunden zu übernehmen. Das machen wir dieses Jahr auch weiter. Das ist jetzt aber natürlich nur ein Bruchteil der ganzen Thematik. Das Thema wird wiederkommen. Wir stehen vor einer möglichen neuen Bundesregierung mit grüner Beteiligung. Das Thema wird sicherlich dieses Jahr noch stärker diskutiert werden als letztes Jahr. Da wünsche ich mir Prognosen. viele pragmatische Lösungen auf dem Weg. Das ändert aber nichts daran, dass wir einen klaren Maßnahmenkatalog brauchen, wo Gastronomen ganz klar wissen, was von ihnen erwartet wird. Dabei, sie sind ja Partner, das haben wir immer gesagt, sie sind Partner im Kampf gegen die Pandemie. Und drumherum Wir reden dann immer schnell über schwarze Schafe und so weiter. Man braucht eine Umwelt, in der tatsächlich falsches Verhalten schnell verurteilt wird von Gästen und Gastronomen. Aber die, die sich daran halten, und das ist ja nur eine große Mehrheit, eben auch geschützt und unterstützt wird und eben auch einen Teil dazu beitragen kann, in dieser Pandemiebekämpfung dabei zu sein und die Verantwortung zu übernehmen.
Joel Kaczmarek: Wie ist es insgesamt? Was für Herausforderungen hat die Gastronomie denn, also wenn jetzt die Öffnungen anstehen sukzessive? Also was ich mitgekriegt habe, ist ja Personal ein großes Thema. Ist das so, Michael? Habe ich das richtig wahrgenommen, diese Schwingung? Also ich meine, es ist immer, Personal ist immer Thema in der Gastro, aber anscheinend in Corona-Zeiten nochmal mehr, oder?
Michael Kuriat: Also Personal war schon immer ein großes Thema. Da muss man auch, glaube ich, wirklich mal uns an die eigene Nase in der Branche fassen. Das hat man vielleicht in der Vergangenheit auch nicht wirklich ernst genug genommen. Also dieses ganze Personalthema Ausbildung. Aber das hat sich jetzt durch Corona natürlich enorm verschlimmert. Also wir sind jetzt in der Situation, dass unglaublich viele Mitarbeiter aus der Gastronomie und auch aus der Hotellerie der Branche den Rücken kehren. Ich glaube, das kann man auch überhaupt niemandem übel nehmen. Also die Perspektive war eben einfach völlig unklar. Da haben sich viele umorientiert und bleiben jetzt natürlich auch in anderen Jobs, in anderen Branchen. Das hören wir wirklich an allen Ecken und Enden. Teilweise wird eben auch mal gesehen, dass die Arbeitszeiten verschwinden. vielleicht viel besser sind und viel attraktiver als in der Gastronomie, auch die Bezahlung unter Umständen attraktiver sein kann. Und dann bleibt ja bei uns die Ungewissheit. Also das muss man auch ganz klar sagen. Also wir können ja jetzt niemandem versprechen, dass es das jetzt war und dass wir jetzt aus der Situation raus sind und dass keine Einschränkungen, keine Lockdowns irgendwo mehr. Die Arbeitsbedingungen sind natürlich echt krass, wenn ich an die Maske und solche Sachen denke. Also jetzt im Hochsommer da mit einer Maske rumzulaufen für Mitarbeiter. Also ich sage mal, da sind schon sehr, sehr viele Faktoren, die das jetzt gerade nicht besonders attraktiv machen. Und das kriegen wir jetzt gerade richtig, richtig zu spüren. Die ganzen geringfügig Beschäftigten, die sind natürlich komplett weg. Also die mussten ja auch wirklich gekündigt werden. Da gab es ja kein Kurzarbeitergeld. Die mussten sich komplett anders orientieren. Bei den Festangestellten, sage ich mal, haben jetzt natürlich die Unternehmen einen ganz, ganz großen Vorteil, die sich um ihr Personal gekümmert haben in der Krise. Die also Maßnahmen errichtet hatten, um denen die Stange zu halten, um auch das Team zusammenzuhalten. Das sieht man jetzt schon so an den ersten Tagen, wo es wieder losgeht, wer ganz gut aus dem Restart rauskommt und wer nicht. Und man braucht einfach nur mal rumzuscrollen, egal ob das jetzt Facebook, Instagram oder eben normale Stellenanzeigen sind. Alle suchen händeringend nach Mitarbeitern und das nicht nur in Deutschland, sondern ganz extrem auch in Österreich in der Hotellerie. Also ich glaube, das wird ein riesengroßes Problem in der nächsten Zeit werden. Und dann kommt man aus der Corona-Krise raus und wird dann eben dastehen und sagen, ich kann jetzt gar nicht alles aufsperren, weil ich gar nicht genug Leute habe. Das ist eine Herausforderung für die nächsten Monate.
Joel Kaczmarek: Abschließend, wenn wir mal Fazit ziehen und vielleicht auch so einen Zukunftsblick auf eine Art wagen, wie wir es ja eigentlich schon tun, aber nochmal zugespitzter auf Konzepte. Wie stellt sich die Branche denn jetzt eigentlich neu auf? Also was machen Gastros jetzt nochmal wirklich auf Feature-Ebene quasi, um den nächsten Monaten zu begegnen?
Michael Kuriat: Ja, also da wird sich in der Branche wahnsinnig viel tun. Also viele der Dinge, die wir in der Krise gesehen haben, die als Notlösung galten, werden bleiben und das werden wir mitnehmen. Also ich sage immer, Delivery und Takeaway war vorher natürlich auch schon ein Thema, aber durch Corona ein Riesenthema geworden und das ist gekommen, um zu bleiben. Das heißt also, die Leute haben gelernt, sich jetzt auch wirklich das Essen im Meer zu bestellen. Das ist bequem gewesen, das Essen abzuholen und vielleicht an irgendeinem Lieblingsplatz im Park oder am See irgendwo zu konsumieren. oder sich da direkt hinliefern zu lassen. Wir sehen Konzepte, wo digitale Biergärten in irgendwelchen Parks entstanden sind. Ein tolles Beispiel da in Münster, Biergarten.ms, wo sich viele Gastronomen zusammengetan haben und man eben einfach Bänke im Park aufgestellt hat und sich das Essen aus der Stadt dann dort praktisch hinliefern lassen kann. Das wird alles nicht verschwinden. Das heißt also, diese Einflüsse werden sicherlich eben auch bleiben. Dann im Bereich der Digitalisierung, das haben wir am Anfang ja schon mal irgendwo gesagt, da wird eben auch ganz, ganz viel für die Zukunft jetzt mitgenommen werden. Wenn vorher, ich sag mal so, Kartenzahlung und Cashless ein Thema war, über das man gesprochen hat, dann ist es jetzt überall richtig, richtig angekommen. Also wir haben einige Unternehmen, die gesagt haben, okay, wir nutzen das Ganze jetzt und stellen auf 100% Cashless um und das wird nicht mehr wieder zurückgedreht werden. Und die Gäste haben es mitgemacht. Also ursprünglich dann vielleicht, um Kontakte oder um Bargeld zu vermeiden. Jetzt ist es eben einfach, Ja, gelernt in der ganzen Situation. Dann das ganze Thema auch sowas wie digitale Speisekarte, Mobile Ordering. Das werden jetzt Themen sein, die durch Corona, ja ich sag mal durch Impulse, ich wollte vermeiden, dass die Leute die Karte alle anfassen und dass ich die desinfizieren muss. Wurde am Anfang ein PDF erstellt von der Speisekarte, die man runterladen konnte. Dann haben die ersten angefangen jetzt interaktive digitale Speisekarten zu machen. Und dann ist natürlich auch naheliegend das Mobile Ordering, was vor Corona nicht wirklich attraktiv war. Ich tippe dann eben einfach gleich drauf und es kommt im Kassensystem dann eben auch raus. Also das werden ja so die Themen der Zukunft sein, die wir aus Corona mitnehmen und die dann eben auch uns in der nächsten Zeit wirklich beschäftigen werden. Insgesamt glaube ich, dass die Großen, die Systemer, besser aus der Krise rauskommen werden als der Individualgastronom. Die haben die Zeit teilweise besser genutzt. Da hoffe ich natürlich, dass es den Individualgastronomen genauso gelingt, dass wir eine bunte Gastronomievielfalt weiter sehen werden. Aber wenn man so ein bisschen schaut, wer sich wie aufgestellt hat, die Zeit genutzt hat, dann könnte das so ein kleines Indiz sein, dass ich sage mal alles, was größere Multigastronomen sind, dass das System Gastronomie einer der Faktoren sein wird, die vielleicht sogar ein bisschen Gewinner der Pandemie sein können. Und abschließend vielleicht noch, die Lagen werden sich verändern. Das sehen wir ja jetzt schon in den ganzen Innenstädten. Innenstadtlagen werden nicht mehr so attraktiv sein. Ausflugsziele, die Gastronomie irgendwo im Grünen, auf dem Berg, am See oder einfach nur wirklich auf dem Land. Das war natürlich jetzt auch Gewinner, sage ich mal, der Krise und da glaube ich persönlich, dass das auch so erstmal bleiben wird. Das heißt also, da wird sich eine große Verschiebung von gastronomischen Lagen über einen längeren Zeitraum heraus einstellen.
Joel Kaczmarek: Yvonne, wie ist das bei dir? Was werden wir noch so sehen von Sachen Lieferung zum Beispiel, Digitalisierung, Foodboxen?
Ivonne Bollow: Ja, Lieferungen. Ich glaube, da wird zunehmend das Bewusstsein auf Kundenseite und natürlich auf Gastronomenseite der Art, wie ich hatte ja vorhin gesagt, Lieferdienste, die sozusagen nicht zwangsmäßig sind. Ich glaube, das Bewusstsein auf beiden Seiten wird sich dafür noch schärfen und es werden neben unserem Tool noch mehr Modelle auf den Markt kommen, um eben eine selbstständige Lieferung sozusagen zu erlauben. Und wir Wir haben ja hier und da immer schon regionale Initiativen gesehen. Und ich glaube, es braucht noch mehr Beispiele von Gastronomen, die sich zusammenschließen, an der Stelle regionale Lieferdienste, lokale Lieferdienste sozusagen zu betreiben, die auch gut funktionieren, um eine gesündere Form von Lieferdiensten weiter zu begleiten, ohne natürlich, dass die großen Player gleich darunter leiden werden. Aber ich glaube, es wird sich ein nachhaltigeres System parallel noch entwickeln, was vielleicht lokaler ist, aber dann dadurch auch flächendeckender werden könnte. Generell glaube ich, dass wenn ich mir jetzt Trends auf Kundenseite oder Gästeseite angucke, dass das Thema Wertschätzung für Gastronomie enorm gestiegen ist in den letzten Monaten. Also Leute haben wirklich was vermisst, das was vorher normal war, ob das jetzt der Gang in die Kantine war. Oder das Essen abends mit Freunden und Familie beim Italiener, dieses Gefühl von nicht selber kochen, sich servieren lassen um einen rum, schöne Geräusche, Duft und so weiter. Also dieses Teil einer Gemeinschaft sein, aber gut behandelt zu werden sozusagen und sich bedienen lassen. Dass das echt vermisst worden ist und dass das zu einer enormen Wertschätzung der Branche beigetragen hat, ist einfach nicht mehr so selbstverständlich zu nehmen. Ich hoffe auch, dass daraus auch eine Bereitschaft erfolgt, die Gastronomie stärker auch zu unterstützen. Also ich glaube, Support Your Local ist tatsächlich bei vielen angekommen. Ich glaube, es hat sich auf vielen Ebenen tatsächlich ein Bewusstsein für die Verantwortung jedes Einzelnen für seine Umwelt entwickelt. Und Umwelt meine ich hier dann auch die selbstständigen Unternehmer. Ich hoffe auch, dass es vielleicht dazu beiträgt, besseres Trinkgeld zu geben, vielleicht höhere Preise zu bezahlen für das Essen, was man jetzt dann wieder essen kann. Denn ich glaube, das wird nicht laufen ohne zumindest gewisse Preissteigerung. Was ich auch sehe im größeren Kontext um die Gastronomie drumherum, es wird super viel gesprochen über Innenstadtentwicklung, so viel wie noch nie, auch wenn das Thema schon sehr, sehr lange natürlich präsent ist. Und was ich hier erlebe, ist, dass die Gastronomie mittlerweile Teil des Diskurses. Ich finde, früher haben wir sehr viel über Einzelhandel gesprochen. Und was macht man mit aussterbenden Innenstädten mit Blick auf Geschäfte und Büros? Und ich glaube, die Gastronomie ist als zentraler Treiber für Innenstädte auch erkannt worden. Wir erleben das auch in politischen Diskussionen, dass die Gastronomie deutlich präsenter ist an der Stelle. Das finde ich natürlich super. Und dann finde ich, Michael hat gerade von Gewinnern und Verlierern gesprochen. Wer schlägt sich da jetzt sozusagen am besten, auch aufgrund von Trends und so? Ich finde, dass die Branche im letzten Jahr doch sehr zusammengewachsen ist. Nicht durchgehend vielleicht, aber es ist ein größeres Wir-Gefühl und ich glaube, das kann die Branche auch, wenn es darum geht, geein zu sprechen. Und es gab sehr viel mediale Präsenz, vielleicht auch längerfristig noch unterstützen. Und das Gleiche gilt für Partner wie Metro. Wir sind alle betroffen, wir saßen alle in einem Boot sozusagen und haben da auch sehr unwahrscheinliche Allianzen teilweise auf die Beine gestellt, wenn es um die Unterstützung der Gastronomie geht. Und die Krise wird noch lange da sein, auch wenn vielleicht dann irgendwann keine Masken mehr getragen werden müssen. Aber ich würde mir sehr hoffen, dass von dem Innovationsgedanken, dem Unternehmertum, was wir in der Gastronomie gesehen haben, aber auch beim Verantwortungsbewusstsein auf Seiten von Politik und Gesellschaft wir wirklich noch länger was haben.
Joel Kaczmarek: Michael, hast du vielleicht auch noch ein ähnlich gutes Fazit wie Yvonne, gerade ein Schlusswort?
Michael Kuriat: Ja, also grundsätzlich mein Glas ist ja immer halb voll und man kann natürlich auch überlegen, was sind jetzt auch so ein paar positive Dinge, die wir aus der Krise irgendwo mitnehmen können. Und da haben wir jetzt wirklich gesehen, wir waren in einer nicht vorstellbaren Situation, wie jetzt auch alle zusammenrutschen. Das ist jetzt ganz egal, ob das die gastronomischen Kollegen sind, die normalerweise vielleicht in Konkurrenz stehen. Das bezieht sich aber eben auch auf das Miteinander von Gastronomen und Industriepartnern. Ich glaube, wir sitzen ja alle im gleichen Boot, beziehungsweise Eigentlich nicht im gleichen Boot, sondern in verschiedenen Booten, unterschiedlicher Größe die Boote, unterschiedlicher Herausforderungen. Aber wir fahren alle durch den gleichen Sturm. Und da hat es gezeigt, wie man jetzt wirklich zusammenrückt und miteinander Lösungen findet, zusammenhält. Und das wäre natürlich ein ganz, ganz großer Wunsch, dass das aus der Krise heraus mitgenommen werden kann. Wir haben auch gerade im Leaders Club gesehen, dass auch Unternehmen, die miteinander in Konkurrenz stehen, das alles über Bord werfen und gemeinsam Lösungen suchen. Und das ist natürlich auch was super, super Positives, was man aus der ganzen Geschichte mitnehmen kann. Ja, da würde ich mir wünschen, dass wir aus dieser Erfahrung heraus nicht jeder für sich selber immer einfach nur kämpft, sondern eben diesen Gedanken eben einfach mitnehmen und in Zukunft da einfach auch aufeinander ein bisschen mehr schauen. Und was kann man für die Branche tun? und wie kommen wir alle gemeinsam weiter?
Joel Kaczmarek: Gut, also ihr sitzt nicht alle in einem Boot, aber ihr fahrt gemeinsam in einer Flotte, lerne ich. Hervorragend. Ich danke euch beiden ganz herzlich. Gefühlt können wir wahrscheinlich ein Update alle spätestens sechs Monate fahren und neue Einsichten zu Tage fördern. Vielleicht machen wir das ja auch noch. Aber für den Moment schon mal ganz herzlichen Dank für euren Input und eure wertvolle Zeit. Danke, ihr Lieben.
Ivonne Bollow: Dankeschön.
Outro: Danke fürs Zuhören beim Digital Kompakt Podcast. Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus. noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen. Und hey, je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen. Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns. Bis zum nächsten Mal.