
Rückenschmerzen vorbeugen 1: Schau auf deine deine Statik | Chiropraktiker
Transcript
Oliver Mack: Und jeder denkt, Ah, ja, Rücken hat doch jeder, Es ist der Bürojob, Es ist das lange Sitzen, Es ist keine Ahnung, irgendwas für Stress, gerade im Leben. Nein, das ist ja so einer der Hauptprobleme, dass man immer fragt, wo tut es weh, Aber das ist ja nur ein Symptom. Wenn da schon ein Kommunikationsproblem besteht, dann kann ich mich am Gelenk todtherapieren, Aber ich werde das nicht langfristig in den Griff kriegen.
Joël Kaczmarek: High Five Leute, Hier ist Joël und ihr Wisst. das, Gesundheit interessiert mich sehr. Und ein großes Thema im Bereich Gesundheit ist ja der Rücken. Ich hab Rücken. Wer hat das nicht schon mal von sich gesagt? Und vielleicht habt ihr es mitbekommen. Ich verlinke es euch sonst auch nochmal unten in der Beschreibung. Den Lieben Oliver Mack, Den hatte ich ja schon mal zu Gast. Der hat mir über amerikanische Chiropraktik erklärt, was das eigentlich ist und wie man mit seinem Körper so umgeht. Dann habe ich ihn gefragt, hey, können wir das nicht nochmal vertiefen? Weil Oliver Mack kennt sich ja extrem gut damit aus. Wie gesagt, Chiropraktiker als Hauptberuf, Auch den Heilpraktiker und den Yoga-Therapeuten hat er auch noch drauf.
Also wirklich so eine ganz geile Mischung. Und ihr werdet sehen, wir machen nämlich... Fünf kleine, kurze, Knackige Folgen über den Rücken. Ich habe ihn nämlich gefragt, Sag, mal, Wir haben jetzt über amerikanische Chiropraktik geredet, was ist denn aber der Hauptgrund, warum Leute zu dir kommen? Also, was sollte ich vermeiden, um gar nicht bei dir zu landen? Also, es ist immer mal wieder gut, sich justieren zu lassen. wahrscheinlich, aber, dass ich möglichst die Zyklen breiter machen kann. Was sind so die fünf Hauptgründe? Dann haben wir gesagt, okay, Pass auf, Jeder Grund eine Folge, Knackige 10 bis 15 Minuten, Dass ihr hier richtig viel mitnehmt und das Raussuchen könnt, was zu euch passt.
So, that being said, würde ich sagen, erstmal schön, dass Du da bist. Hallo, Lieber Oliver Mack. Hallo Joël, Danke für die Einladung. Starten wir mal rein. Ich habe ja so ein bisschen die Top 5 versprochen. Was würdest Du sagen, ist so das Erste, was man sich angucken sollte, um Rückenschmerzen vorzubeugen?
Oliver Mack: Die Statik und die Steuerung, die die Statik regelt, also das Nervensystem.
Joël Kaczmarek: Okay, Statik, kenne ich sonst aus der Architektur von Gebäuden. Ist damit sowas gemeint? Haltung, Also, wie ich dastehe oder was meinst du mit Statik?
Oliver Mack: Genau, also im Prinzip, steuert das Nervensystem. Ja, unsere Haltung permanent, bewusst und unbewusst, also auch autonom. Und je nachdem, wie gut die Informationen fließen, stimmt die Berechnung oder Sie stimmt nicht. Das ist die neurologische Seite und die statische oder physische Seite, wie ich Sie gerne nenne, ist dann die gelenkspezifische Seite. Das heißt, Auch Gelenke können unbeweglich werden oder Muskeln können. zumachen, um Gelenke zu schützen. Und dadurch nimmt man dann eine Schonhaltung ein. Also, es betrifft sowohl die eigentliche Statik über die Gelenke, als eben auch das Nervensystem, das die Statik betrifft. steuert.
Joël Kaczmarek: Ah, okay. Also Statik ist jetzt gar nicht nur, Bin ich in Gänze, Schief oder gerade, Sondern es ist im Prinzip auch, also der Blick, dann auf die einzelnen Elemente, also mal zu gucken, was ist im Knie los, Ellenbogen, So habe ich dich gerade verstanden, dass teilweise vielleicht ein Teil manchmal irgendwie dicht macht. Und man dann, Kennt man ja, wenn man irgendwie schwer getragen hat und macht man dann so eine Seite, ein bisschen die Schonhaltung, wie du gerade gesagt, hast. Also, es ist schon so die Idee, sich die verschiedenen Körperteile anzugucken.
Oliver Mack: Genau, aber eben nicht symptombezogen. Das ist ja so einer der Hauptprobleme, dass man immer fragt, wo tut es weh, Aber das ist ja nur ein Symptom. Das heißt, Jedes Gelenk kann meckern durch eine Fehlbelastung, heißt aber nicht, dass da die Ursache des Problems sitzt. Und wir haben halt den Ansatz in der amerikanischen Chiropraktik im Nervensystem, weil das die Statik und die Motorik steuert. Und wenn da schon ein Kommunikationsproblem besteht, dann kann ich mich am Gelenk todtherapieren, Aber ich werde das nicht langfristig in den Griff kriegen. Prüfen wir die gesamte Statik und besonders die Neurologie dahinter, die die Statiker kontrolliert.
Joël Kaczmarek: Können wir das nochmal eine Sekunde vertiefen, Was mit Neurologie gemeint, ist? Also wenn du auch, du redest ja viel von Nervensystemen. Viele Menschen, glaube ich, kennen, Nerven immer nur so mit, mich nervt etwas, ich bin angestrengt. Aber was meint das in deiner Welt?
Oliver Mack: Also Das zentrale Nervensystem besteht aus Gehirn und Rückenmark. Und das steuert alle Funktionen im menschlichen Körper oder überhaupt in organischen Körpern. Und letztendlich... Die Peripherie muss ja irgendwie gesteuert werden, heißt das Gehirn oder das zentrale Nervensystem, Auch das Rückenmark, ist auf Informationen von der Peripherie angewiesen, Um ja dann das Ganze vergleichen und irgendwie koordinieren zu können. Und das läuft nur über Kommunikation. letztendlich, also über Nervenbahnen, über chemische Prozesse, über elektromechanische Prozesse. Das ist sehr umfangreich, aber letztendlich kann man es zusammenfassen. Es ist ein Sollwert, wird mit einem Istwert verglichen, wenn du so schön hier von Statik sprichst und von Mechanik. Und wenn das nicht stimmt, wird das korrigiert. Habe ich jetzt aber ein Problem in meiner Messstelle oder in irgendwelchen Messfühlern, um das jetzt mal technisch auszudRücken, Dann kann die Steuerung natürlich auch nicht gut. Das ganze regeln. Also, dann würde ein Gerät nicht gut funktionieren, und genauso ist das bei uns im menschlichen Körper. Jetzt mal ganz grob und Salopp gesagt, wenn das Gehirn nicht sieht, was ist los, wird die Steuerung ungenau. Und das ist natürlich nicht gut. Das heißt dann irgendwann, reagiert der Körper mit Schmerz und sagt, Hör, mal,
Joël Kaczmarek: bei mir stimmt, was nicht. Ich glaube, ich habe auch mal aufgeschnappt, dass der Mensch, wie einige Tiere, funktioniert, so Horizontsbetrieben.
Joël Kaczmarek: Also, dass man immer quasi sich ausrichtet, am Horizont gerade. Wenn man dann schief ist, ist sozusagen sofort. Stress im System. Und vielleicht können wir ja mal so den, Also korrigiere mich, wenn es falsch war, Aber vielleicht können wir es ja auch mal von dir, von deiner Art, wie du mit Menschen umgehst, wenn du die behandelst, sprechen. Weil ich fand das lustig, das hat mich damals echt interessiert, als ich zu dir gekommen bin mit meiner Freundin, hat die gesagt, ja, der macht so lustiges Zeug, Der stellt dich auf zwei Waagen, gleichzeitig, Du stehst mit jedem Fuß auf einer Waage und dann guckt er, ob du gerade bist. So, und den Prozess, Ich glaube, das ist doch genau das, was du auch meinst, Der zahlt doch genau auf diesen Gedanken ein, oder?
Oliver Mack: Auch, ja, weil wenn das Gehirn nicht mehr weiß, wo ist die Mitte, Also die Berechnung nicht stimmt, Dann habe ich eine Disbalance auf der Plattform. Das heißt, dann habe ich auf meiner rechten Körperhälfte vielleicht mehr Gewicht als auf der linken. Und das ist ja ein Koordinationsproblem. Ja, das ist ja ein neurologisches Problem. Erstmal, wenn es jetzt nicht schmerzbedingt ist. Oder ich sage mal, weil wirklich eine Verletzung da ist. Oder eine Behinderung. Und dann ist es ein Rechendefizit. Und das mit den Augen, du hast das so schön gesagt, ja, das hat tatsächlich viel mit dem... Horizontalismus zu tun, Denn unsere Augen sind der wichtigste Sinn fürs Überleben, und die müssen immer Horizontal stehen.
Absolut, weil die Bilder auf dem Kopf, die das Gehirn gespiegelt kriegt, Daraus muss das Gehirn ja irgendwas errechnen und schnell genug erkennen, wo kommt die Gefahr auf mich zu. Das ist ein evolutionäres Überlebensprinzip. So, Und wenn die Augenachse nicht stimmt, weil irgendwas im Hals klemmt oder in der Hüfte. Und ich stehe nicht mehr gerade, dann stimmt meine Augenachse nicht. Das heißt also, Meine Reaktionszeit wird deutlich verlangsamt. Das ist dann sozusagen eine Hochpotenz langsamer. Mein Rechenprozess ist wie ein Rechner, der lahmt, wo ich mich vielleicht ärgere, dass er so ewig braucht, um was zu berechnen. Und wenn ich das jetzt aber auf eine Überlebenssituation beziehe, wie auf einer Kreuzung, wo einer bei Rot drüber fährt, schlecht.
Eigentlich muss ich schnell erkennen, wo kommt die Gefahr auf mich zu und muss schnell reagieren. Und das geht nur, Wenn ich erkenne, wo kommt die Gefahr auf mich zu? Und deswegen will die Natur nicht, dass wir einen Schiefstand im Kopf oder im Hals haben. Und da geht es schon mal los. Also steht mein Kopf gerade, Stehen die Schultern gerade, stehen die Hüften. gerade, habe ich das GleichGewicht auf den Waagen, und somit kann ich ja schon mal ganz schnell feststellen, aha, Liegt da ein Problem Zugrunde oder nicht. Und der Rest ist dann Feinarbeit. Rauszufinden, Wo in der Statik klemmt es, Wo ist das Kommunikationsproblem? Und so weiter.
Joël Kaczmarek: Verstehe. Ich glaube, das ist auch mal ein wertvoller Punkt, weil. Ich habe das irgendwann relativ früh gelernt, in diesem ganzen Prozess, mich mit Gesundheit auseinanderzusetzen, wie alles miteinander zusammenhängt. Weil ich glaube, manche Menschen können sich das gar nicht vorstellen, dass man manchmal Kopfschmerzen hat, Aber es ist, was mit dem Fuß oder das Knie tut weh. Und das hat gleichzeitig auch eine Auswirkung auf die Hüfte. Also, es ist ja alles sozusagen in Beziehung zueinander. Wie beschreibst du oder lebst du das, wenn du mit Menschen zu tun hast?
Oliver Mack: Ja, genau so, wie du das eigentlich gerade gesagt hast. Wir gucken die ganze Statik an, weil... Du kennst es ja von mir, Ich schicke die Leute auch zum Fußvermessen. Weil wenn es Leute mit Platzseng, Spreiz, sonst was, Füßen kommen, Knickfüßen, Natürlich hat das eine Auswirkung auf die gesamte Statik darüber. Das heißt, wenn mein Kopf schief, ist, Kann das durchaus sein, dass das mit einer schlechten Fußanatomie zusammenhängt, weil sich natürlich das Statisch fortpflanzt. Also eine Disbalance zeigt sich oder hat Auswirkungen auf den gesamten Körper. Das hängt ja alles miteinander zusammen. Nicht nur mit Faszien und Muskeln, sondern es ist ja alles miteinander verbunden. Das heißt, habe ich irgendwo, und das spielt jetzt erstmal gar keine Rolle. wo, Eine Disbalance in meiner Statik, betrifft das immer das gesamte System. Und deswegen gucken wir natürlich nicht nur den Hals an. Oder wie der Kopf steht. Oder die Schultern, oder wie funktionieren die Arme, Die Hände, die Finger, die Hüften, die Wirbelsäule, die Kniegelenke, die Sprunggelenke, Sondern wir gucken natürlich auch, Wie ist denn... Insgesamt die Haltung. Und sag mal,
Joël Kaczmarek: Was sind so die Auswirkungen? Also, das kann man sich ja manchmal nur so abstrakt vorstellen. Wenn ich Schieflage drin habe, was passiert, dann mit mir? Was ist sozusagen der Nachteil,
Joël Kaczmarek: Der negative Effekt?
Oliver Mack: Okay, Der negative Effekt ist, dass der Körper kompensieren muss. Das heißt, er hat irgendwo Druck. Und zwar auf Dauer ist das nicht gut, weil wir wissen, auf Dauer kommt dann halt Verschleiß. Wir sprechen da jetzt, was eine Bandscheibe angeht. Oder auch Arthrose sprechen wir so statistisch. Ungefähr in einem Rahmen von 20 bis 30 Jahren, um überhaupt so einen Verschleiß erzeugen zu können. Es ist natürlich nur eine grobe Statistik und man muss jeden Fall einzeln betrachten. Es sind auch immer verschiedene Bedingungen, die da mit rein spielen. Aber das heißt auf Dauer Verschleiß und natürlich auch Schmerzen, weil der Körper wird irgendwann signalisieren, hör mal, so kann ich nicht.
Fühle ich mich nicht wohl, so kann ich nicht gut funktionieren. Und irgendwann wird die Struktur natürlich zerstört, Egal, ob es ein Gelenk oder eine Bandscheibe ist. Das heißt, Eine dauerhafte Fehlbelastung ist immer ungünstig. Aber damit geht es ja nicht los, sondern in der Regel, Wie du schon Eingangs gesagt, hast, es geht ja oft um Rücken. Und jeder denkt, Rücken hat doch jeder, Es ist der Bürojob, es ist das lange Sitzen, Es ist keine Ahnung, irgendwas für Stress, gerade im Leben. Nein, also wir Menschen sind adaptive. Wesen. Wir können uns an alles adaptieren. Wird nochmal spannend, wenn wir jetzt dann über das Thema Bewegung sprechen und dann auch Sport. Oder was kann man eigentlich idealerweise richtig machen?
Mit Bewegung in Bezug auf Rücken? Dass der Mensch ein anpassungsfähiges Wesen ist. Das heißt, wir adaptieren. Und zwar egal, ob ich sitze, ob ich über Kopf arbeite oder einen anderen Job habe. Mein Körper kann sich der Situation anpassen. Voraussetzung? Er funktioniert, also in der sozusagen Beweglichkeit, der Bewegungsapparat funktioniert und er wird neurologisch richtig gesteuert. Und sobald ich auf einem dieser zwei Ebenen ein Problem habe, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich auf beiden Ebenen ein Problem habe. Und dann kann das nicht gut gesteuert werden. Und dann kann ich auch Rücken. kriegen, So wie andere Beschwerden im Körper. Aber das ist meistens nur das Symptom. Und das Symptom, wie du schon schön gesagt hast, kann überall her.
Also Die Ursache kann überall sitzen. Die kann im Fuß sitzen, im Sprunggelenk, Weil ich vielleicht mal einen dreifachen Bänderriss hatte, in den Außenbändern, in den Instabilbändern beim Auftreten. Das kann eine Schulterverletzung sein. Das kann alles Mögliche sein.
Joël Kaczmarek: was mit meiner Statik los ist? Also, ich könnte mir jetzt auch noch eine zweite Personenwaage holen und nicht an einem Bad, so zündiges Rechtsfilm stellen. Aber gibt es so Merkmale, auf die ich achten kann, dass ich merke, dass ich früher das, was im Magen?
Oliver Mack: Das könntest du machen, Aber das Ergebnis wäre nicht gut, weil du guckst runter und in dem Moment manipulierst du deine Statik. Also, dann ist die nicht mehr neutral. Habe ich am Anfang auch probiert, hat selten funktioniert. Interessanterweise sagen das die meisten schon, die zu mir kommen. Die sagen Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin schief oder ich weiß, dass ich schief bin, oder ich sehe es sogar im Spiegel. Denn wir haben ja hinter uns dann immer entweder einen Türrahmen oder einen Fließenspiegel. Oder irgendwo, wo wir vielleicht sehen, Mensch, Mein Kopf ist ein bisschen schief. Meine Ohren sehen so unterschiedlich lang aus oder ich sehe, Meine Schultern sind nicht gerade. Oder meine Frau sagt mir immer, du ziehst immer die rechte Schulter hoch. So die meisten wissen das ja sogar. Aber man denkt immer zuerst, naja, ich bin da halt ein bisschen verspannt. Keiner denkt jetzt, sage ich jetzt mal als Laie so weit, Vielleicht liegt das an der Neurologie, an der Steuerung dahinter. Oder dass da irgendwo Stress ist zwischen den Schulterblättern, in einem Brustwirbel und einem Rippengelenk.
Joël Kaczmarek: Stehe. Gut. Abschließend vielleicht zu unserer ersten Folge. Gibt es was, was du empfiehlst, wenn ich jetzt merke, oder ich habe das Gefühl, mit meiner Statik ist was im Argen, was ich da tun sollte?
Oliver Mack: Also unabhängig, was jemand schon gemacht hat, Wir empfehlen immer, mal, die Statik prüfen zu lassen. Und zwar schon bei Kindern. Denn je früher man das korrigiert, umso weniger Stress hat man später im Leben. Die Statik korrigieren zu lassen und einfach mal den Stress rausnehmen lassen. Und zu gucken, dass die Neurologie die Statik sauber steuern kann. Damit hat man eigentlich schon mal... Was sinnvolles gemacht. Und die anderen Therapien haben ja auch alle ihre Daseinsberechtigung. Aber das, sage ich jetzt mal, ist halt was, was wir halt als Fachgebiet machen.
Joël Kaczmarek: Und ihr nehmt sowas raus als Chiropraktiker.
Oliver Mack: Bitte?
Joël Kaczmarek: Ihr nehmt sowas raus.
Oliver Mack: Genau, Die Chiropraktik hat das Fachgebiet, die Statik zu korrigieren. Und auch sozusagen, die neurologische Steuerung dahinter anzusprechen und gegebenenfalls auch zu korrigieren, durch neurologische Impulse, die natürlich im Gehirn Was bewirken.
Joël Kaczmarek: Können das auch andere Disziplinen, was weiß ich, Physiotherapie, Osteopathie, Orthopädie, Geht das da auch oder ist das jetzt was? Exklusives bei Chiropraktikern?
Oliver Mack: Im Prinzip Leider muss ich sagen, ist das, Ich kenne das nur von der Chiropraktik tatsächlich. Also man denkt immer so, ja. Der Orthopäde ist der Fachmann für die Gelenke, und er ist es auch, Aber wenn wir es jetzt rein schulmedizinisch betrachten, hat der leider nicht mehr so viele Möglichkeiten. Also schon zeitlich und auch von unserem Gesundheitssystem vorgegeben, Da sind nicht mehr so viele Möglichkeiten da überhaupt. Ganzheitlich drauf zu gucken und ranzugehen. Und wenn man wenig Zeit hat, dann will man halt den Schmerz schnell lindern. Und das endet halt meistens dann schnell in der Spritze oder in einem Physiotherapie-Rezept, was ja nicht verkehrt ist. Aber wenn die Statik keiner überprüft? Und wie gesagt, dieser Gelenksstress nicht rausgenommen wird und die neurologische Kommunikation nicht verbessert, Dann wird es in der Regel nicht nachhaltig sein. Also, das ist ja der Grund, warum die Leute zu uns kommen, hauptsächlich.
Joël Kaczmarek: Alle allerletzte Frage. Gibt es... Gibt es bestimmte Dinge, die ich mir angucken sollte? Vielleicht greift das auch schon auf unsere späteren Folgen vor. Aber wo Statik am häufigsten durcheinander kommt? Sind das eher Unfälle? Ist das? Ich sitze schlecht? Ist das? Ich liege schlecht? Gibt es da so ein paar Klassiker?
Oliver Mack: Ja, also noch, sagen wir mal, Wissenschaftlich gesagt können wir definieren Subluxationen. Das sind eben diese Gelenkstörungen, die auch eine Nervenstörung erzeugen. Die entstehen durch Stress, weil Stress heißt immer Anspannung im System. Hat immer eine sympathische Nervenreaktion. Stress zur Folge. Und das heißt immer Muskelanspannung. Und dabei können natürlich auch immer Gelenke eng werden. Oder auch zumachen. Natürlich haben wir in der Mehrheit, würde ich mal behaupten, traumatische Ereignisse. Geburt geht's los, wurde vielleicht ein bisschen zu viel am Köpfchen manipuliert. Bei der Geburt, natürlich guten Willens, aber da passiert oft, dass Stress reinkommt, schon zervikal, also heißt ins Rücken, mag in der Halswirbelsäule.
Es ist so, wir müssen laufen lernen, fallen hin. Spielplatz, Wir fallen ständig hin. Dann Fahrradfahren lernen, fallen hin. Schulsport, Wir fliegen mal über regbaren Kasten. Dann Fußballer, Wir Jungs. Also sowieso, Wir stecken da einiges ein. Aber leider wird es heute noch nicht gemacht, dass wir standardmäßig die Menschen immer nach traumatischen Ereignissen einfach mal auf die Statik überprüfen. Und das wäre für mich aus meiner Sicht ein Riesen Game Changer, Weil man so viel Folgebeschwerden und auch Folgebehandlungen sich sparen könnte. Ich sage nicht, dass das besser ist als was anderes, Aber es ist ein wesentlicher Punkt, der noch viel zu wenig Beachtung findet, eigentlich in unserer Gesellschaft.
Joël Kaczmarek: Das ist ein Baustein, sozusagen. Also einer von fünf, die anderen kommen demnächst. Schaltet ein und dir schon mal ganz herzlichen Dank. Danke, tschö.
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