
Live-Shopping: Die Strategie hinter eBay, TikTok Shop & Whatnot | K5-Special

Transkript
Saskia Meier-Andrae: Wir haben letztens eine Audemars Piguet, Die hat bei einem Euro angefangen, die ist für 92.000 Euro gegangen. Aber das ist halt total cool, weil da kann jeder mitbieten und für so eine Millisekunde kann jeder eine Audemars Piguet besitzen. Dann bin ich durch Zufall auf das Thema Live-Shopping gekommen, weil ich gesehen habe, dass. Tatsächlich ist der allerstärkste Neukundenkanal für Marken und Händler im asiatischen E-Commerce über verschiedenste Plattformen, aber primär natürlich. Douyin, die Mutter von TikTok. Wenn ich Agentic Commerce mache, dann will ich ja Zero-Time-Invest haben. Bei Live-Shopping investiere ich ja meine Zeit der Händler-Stream für eine Stunde, Aber ich schaue ja auch eine Stunde zu. Das ist ja ein ganz anderes Mindset, Ein ganz anderes...
Joël Kaczmarek: Hi Five Leute, Hier ist Joël und es geht mal wieder um Wachstum im Business. Diesmal mit einem Format, das ich lange abgeschrieben hatte und jetzt richtig spannend, finde. LIVE Shopping. Und dazu habe ich mir live auf der K5, also auch hier live, Gleich zwei geniale Perspektiven eingeholt. Einmal die Liebe. Saskia Meier-Andrae. Die ist Geschäftsführerin von eBay und für die ist live ihr absolutes Herzensthema. Und die gute Caro Junker de Neui von eBay. Etribes und dem Podcast, die die Strategien der ganzen Player einordnet. Und ehrlich, Saskia bringt für Live-Shopping die vielleicht beste Beschreibung, die ich je gehört habe, QVC auf LSD. Klingt schräg, ergibt aber total Sinn, wenn du hörst, Wie da eine Uhr bei einem Euro startet und für 92.
000 Euro zur Tür rausgeht. Was an einem einzigen Tag über die Plattform läuft, hat mich ehrlich gesagt, umgehauen. Und dann wird strategisch, Warum funktioniert das in Asien schon in einer Größenordnung, von der wir hier nur träumen? Und was macht eBay eigentlich an? Anders als zum Beispiel TikTok Shop oder Whatnot. Und der Punkt, der mich am meisten kitzelt, Warum ist ausgerechnet live das perfekte Gegengift zur KI, die bald für uns einkauft? Da hat Saskia eine sehr klare These. Du merkst also, du nimmst da richtig viel mit. Über Strategie, Community, Handel und die Zukunft des Einkaufens. Also, legen wir los. Hier kommt das Gespräch mit Saskia und Caro.
Joël Kaczmarek: Hallo Leute, ich bin Joël und zu diesem Podcast würde ich sagen, gibt es eine kleine Geschichte. Und zwar saß ich mit der Lieben. Saskia Meier-Andrae, der Geschäftsführer von eBay, zusammen. Und wir haben den Sascha Pallenberg getroffen. Und haben uns Unterhalten über Trends aus Asien. Und dann war das eine große Ding, Live-Shopping in Asien, Treffen die sich unter der Brücke, Weil da irgendwie die Netze gut sind. Es war wirklich ein verrückter Ritt, würde ich sagen, oder? Gebe ich nicht zu viel wieder? Unbedenkt. Und dann habe ich mich hingesetzt und habe gedacht, okay, wenn die Saskia jetzt auch, sagt, ich bin da bullisch bei dem Thema, Dann möchte ich ja mal wissen, was ist es denn eigentlich?
Welche Strategie steckt dahinter? Welche Anbieter gibt es? Weil wenn wir mal ehrlich sind, es gibt ja durchaus ein bisschen Auswahl. Also Sowas wie TikTok, Whatnot, About You Macht Live-Shopping Sachen, Douglas macht Live-Shopping und, Dann dachte ich, okay. Saskia, Haben wir eine geile Perspektive und bei der Zweiten holen wir uns die Caro rein. Caro Junker de Neui von Etribes und auch dem Podcast. Und dann können wir mal so ein bisschen nebeneinander legen. Was gibt es eigentlich für Strategien? Was braucht es, um erfolgreich zu sein? Und was ist denn eigentlich so der Grundgedanke dahinter? Weil ich glaube, wenn wir es mal ganz grob aufspannen, bis hin zu KI und gucken, Was dann mit dem Markt passiert, dann wird es richtig spannend.
Weil das ist ja, glaube ich, deine Arbeitshypothese auch, Liebe Saskia. Da steckt einiges hinter. Also von daher erst mal schön, dass Ihr da seid, Ihr beiden. Und ich bin echt gespannt wie ein Witzebogen.
Saskia Meier-Andrae: Ich freue mich sehr, hier zu sein. Hallo, Saskia hier. Und ja, ich meine, 45 Minuten zu meinem absoluten Herzensthema. live, Das ist ja wie ein Gottesgeschenk. Und dann noch mit euch beiden. Von daher, Ich freue mich.
Joël Kaczmarek: Und das schöner Gastfreundschaft, By The way, der K5-Konferenz. Freue ich mich auch immer wieder. Aber gut, steigen wir mal ein bisschen rein. Vielleicht fangen wir mit Dir mal an, weil ich habe ja gesagt, okay, du kamst mit diesem Thema so bullisch um die Ecke. Vielleicht nimmst du uns mal so ein bisschen hinter die Kulissen. Timing ist ja das eine und dann, wie gehe ich es an? Warum jetzt und warum live?
Saskia Meier-Andrae: Also eBay ist ja schon mit Live live in den USA seit über zweieinhalb, fast drei Jahren. Und sieht da sehr, sehr große Erfolge. Und hat jetzt die Entscheidung getroffen, dass wir das Halt in alle Märkte, in die großen Märkte ausrollen. Das heißt, wir sind jetzt in sieben Ländern live, und Deutschland war einer, der ich glaube. Der dritte Markt, der live gegangen ist. Es war super für uns, weil wir noch relativ früh in diesen Markt reinkommen. Und so mit diesem Markt auch wirklich mitwachsen und mitgestalten können. genau, sehen da auch schon echt super. Große Zahlen. Wir haben ich glaube, vier Monate, also. Ende November sind wir live gegangen auf der Comic-Con und auch nur in einigen Kategorien. Und im März hatten wir unseren Live Day. Das war wirklich noch sehr, sehr startupig unterwegs. Und haben trotzdem an dem einen Tag über eine Million Euro Umsatz gemacht. Und das vier Monate in, also wirklich noch sehr jungfräulich unterwegs. Das heißt, da ist Musik drin und wir haben jetzt zu dem Punkt, wie man das operationalisiert, Wir haben jetzt echt viele Ressourcen drauf, intern, Auch globale Teams. Machen großes Marketing. Ich hoffe, ihr habt uns alle mit unserer 3-2-1-Live-Kampagne gesehen.
Joël Kaczmarek: Ich habe mir den Becher-Clown vorhin beschlossen. Ja,
Saskia Meier-Andrae: wo wir unseren lieblingsikonischen Slogan quasi neu wieder reinbringen mit diesem ganz neuen, frischen Thema Live. Und haben vor allem viel Business-Development-Teams dahinter. Also Marketing ist ja das eine, Ich muss ja die Kunden rankriegen, Aber live ist ein Marktplatz, Eine Plattform wie jeder andere, wo du Nachfrage und Angebot gleichzeitig schaffen musst. Und deshalb machen wir jetzt viel, viel Business Development, wo wir wirklich ganz aktiv mit den Händlern zusammenarbeiten, die einerseits schon Live Streamen oder Socially commerce-affin sind, Aber natürlich auch die Tausende und Tausende von Händlern, die bei uns auf der Plattform sind, mit denen ich auch heute schon auf der K5 mit ganz vielen schon Gespräche hatte, wie wir sie denn zum Live, ja, enablen können.
Joël Kaczmarek: Also bevor ich gleich mal Caro, so ein bisschen für Big Picture. Noch mit reinhole, bin ich ja mal neugierig. Geht Ihr dann wirklich hin, was weiß ich, und schaut euch an, Wer sind die Top-Münzensammler, Wer sind die Top-Creator für Comics, Welche Ladies sind irgendwie im Pokémon-Game Und schreibt die wirklich alle an, so wie früher damals eBay ja wirklich gestartet ist? Oder wie schafft Ihr da? Sozusagen? Angebot und Nachfrage?
Saskia Meier-Andrae: Unbedingt, genau so. Echt jetzt? Ja, das ist total, Ich liebe, ich bin ja eh ein Typ, ich bin ja, machen. Also Strategie ist ja das eine. Ich finde, man sollte immer 10% Strategie und 90% machen.
Joël Kaczmarek: Bist du im Konzern super aufgehoben?
Saskia Meier-Andrae: Es ist super operativ. Wir haben Teams, die schauen sich wirklich an, also erstmal für bestimmte Kategorien, was schon einige erwähnten. Wir gehen jetzt erstmal in die Kategorien rein, die quasi schon eine gewisse Live-Affinität haben. Sammelware ist es primär, Das ist Trading Cards, also Sammelkarten. Das ist Luxushandtaschen, das ist Münzen, all solche Sachen. Und da suchst du Dir dann die Händler raus, die entweder schon Livestreamen. Oder die quasi schon verkaufen, E-Commerce machen, Aber socially, in sozialen Netzwerken aktiv sind und idealerweise schon bei uns eBay sind oder auch nicht. Und da hast du eine Excel-Liste, da hast du die ganzen Namen drin und gehst auf die Trade-Shows, redest mit denen, connectest dich und versuchst sie dann auf deine Plattform zu holen. Das ist richtig cool.
Joël Kaczmarek: Ich will uns ja auch echt gerne alle mal ordentlich abgeholt wissen, weil ich war die Tage. Essen bei einer Family, Zwei Kids, Mom so richtig, so Poster, Child, Wohnung, alles schick. Dann habe ich gedacht, okay, Die sind eigentlich klassische eBay-Käuferin und Verkäuferin. Das heißt, wenn die Kinder rauswachsen, dann verkauft sie, Die Sagen garantiert. Und dann hat sie gesagt, ja, kennst du die eBay Live schon? Ja, ja, kenne ich. Und ich sage so, aber wirklich? Und ich habe gemerkt, die hat Auktionen gedacht. Und dann meinte ich so, nein, live. Guck mal, hol Dir das Ding raus und zeig Dir das. Und ich glaube, das muss man mal transportieren, weil, obwohl es gut abhebt, glaube ich, haben nicht alle eine Vorstellung, darunter. Wie beschreibst du das? Also, wie funktioniert das, wenn ich in Eure App komme? Was Heißt Live-Shopping in Eurer Welt?
Saskia Meier-Andrae: Das ist eine sehr gute Frage, weil Live ist eigentlich ein neues Konzept. Ich beschreibe das immer in Kurzform wie QVC auf LSD. Und was es ist, also Du siehst bei uns in der App, Wenn Du reingehst, dann siehst du oben so einen grünen Tab und dann klickst du drauf. Und das ist eBay Live. Und dann öffnet sich quasi das eBay Live-Feld Und da siehst du verschiedene Streams. Ja, das sind alles Streams, Die quasi derzeit zu dem bestimmten Zeitpunkt Händler bei sich in ihrem Büro, in ihrem Warehouse streamen. Und wenn du da reinklickst, dann bist du halt in so einem Stream. Und da siehst du einen Händler. Und der Preist ein bestimmtes Produkt an. Du siehst, wie viele Leute da drin sind.
Das sind irgendwas zwischen 20 und 400, 500 Leute, je nachdem, was es ist. Und da werden dann Produkte beschrieben, gezeigt, auch physisch gezeigt. Oft sind das Einzelstücke, die Halt dann vor die Kamera gehalten werden, beschrieben werden. Und du hast unten ein Kommentarfeld, wo ich als Zuschauer halt reintippen kann. Hey, zeig mir. Doch bitte mal die Innenseite der Handtasche. Zeig mir mal die Ecke oder von der Sammelkarte. Ist da nicht oben noch ein Kratzer? Was auch immer kann halt, mit der der Verkäufer liest, das kann darauf reagieren. Die Community kann sich auch untereinander schreiben. Das ist auch ein großer Aspekt. Ich kann Hearts geben, wenn ich das liken möchte. Und dann, wenn quasi alle Fragen beantwortet sind, fängt die Auktion an.
Und meistens fängt die Auktion bei einem Euro an. Und das ist inklusive auch bei solchen Sachen, Wir hatten letztens eine Audemars Piguet. Die hat bei einem Euro angefangen. Die ist für 92.000 Euro gegangen. Aber das ist halt total cool, weil da kann jeder mitbieten. Und für so eine Millisekunde kann jeder eine Audemars Piguet. besitzen. Und du siehst halt, wie der Preis halt hochgeht. Ich habe mich einmal verwischt und dann war es irgendwie schon bei 14.000 Euro. Ich dachte, hoppla. Aber es ging Gott, sei dank noch weiter. Aber so ist halt ein Livestream. Ich habe jetzt gerade das sehr extreme Beispiel. Luxus-Uhr beschrieben. Bei einer Sammelkarte, Da gehen die dann zwischen 4 Euro, aber teilweise auch 400 Euro, wenn das, was ganz rares ist.
Und wie gesagt, jeder Stream ist da anders. Und so, genau, so stellt man sich das vor. Aber es ist halt hochgradig. interaktiv. Das ist dieser Thrill, Das ist dieses 3-2-1-meins, 3-2-1-Live-Gefühl. Und es geht auch viel um Vertrauen, um Authentizität, sowohl des Händlers oder der Händlerin als auch der Ware.
Joël Kaczmarek: So, Caro, jetzt bin ich immer neugierig. Wir sind ja schon ein bisschen alte Eisen, also ich mehr als du. Wir haben ja schon ein bisschen, was gesehen und Live-Shopping war ja alles schon mal da. Also, ich erinnere mich, vor zehn Jahren teilweise sowas gelesen haben, Es hob nie so richtig ab. Was ist denn so dein, sag ich mal, Blick von früher zu heute, was sich da getan hat? Welche Strategien du auch schon gesehen hast? Was ist denn so dein Big Picture darauf?
Karolin Junker de Neui: Was ich alles schon gesehen habe und was jetzt neu ist, also, ich habe mich, Ich hatte Live Shopping eigentlich gar nicht auf dem Schirm. tatsächlich, bis ich vor zwei Jahren in China war. Und ich war nicht wegen Live Shopping da, sondern ich war da, weil ich so dem Geheimnis von Temu und Shein eigentlich auf den Grund gehen wollte und verstehen wollte, was machen denn diese Player so gut, dass Sie bei uns halt dieses krasse Wachstum irgendwie erzielen können. Und dann bin ich durch Zufall auf das Thema Live Shopping gekommen, weil ich gesehen habe, dass tatsächlich, Das ist der allerstärkste Neukundenkanal, für Marken und Händler im asiatischen E-Commerce über verschiedenste Plattformen, aber primär natürlich.
Douyin, die Mutter von TikTok. Und ich glaube, Ein Drittel der gesamten E-Commerce-Umsätze in China laufen über diese Formate. Und das war mein Blowing. Und wenn man dann mal wirklich die Augen aufmacht und so links und rechts von sich schaut, was machen die Leute auf Ihren Handys? Die haben diese Streams wirklich konsumiert. Also in der U-Bahn quasi als Teil der Alltagsbeschäftigung. Glaube ich, dass es bei uns genauso funktionieren wird, auf gar keinen Fall. Aber ich habe dann trotzdem gesehen, okay, Da steckt aber irgendwas dahinter, und da steckt auch ein Konsumentenbedürfnis dahinter, was ein Stück weit Relevanz hat. Und habe dann angefangen, mich hier damit zu beschäftigen. Dann bin ich auf Whatnot gestoßen.
Als nächstes, Die machen ja mittlerweile auch drei Milliarden Umsatz. Das ist ja wirklich richtig relevant, auch. Und habe dann den Launch von TikTok Shop sehr intensiv beobachtet. In den ersten Wochen und Monaten. Und jetzt natürlich über Live genau das Gleiche. Vielleicht der Transparent halber. Wer es nicht weiß, ich war mal ganz lange... Sehr erfolgreiche eBay-Verkäuferin. Das ist allerdings schon über zehn Jahre her. Ja, das war lange vor Saskia gewesen. Das war sozusagen noch in der alten. 3-2-1-meins-Zeit. Ich habe erst über Auktionen Second-Hand-Designer in Taschen verkauft, dann immer über Festpreismodell. Und dann gab es von eBay. Aber diesen strategischen Shift eher so in Richtung Neuware.
Und ich konnte nicht mehr so richtig gut wachsen und habe dann einen eigenen Online-Shop auch draufgeschaltet, nachgeschaltet und so weiter. Aber nur das einmal der Transparenz halber. Ich verstehe, glaube ich, ganz gut, wie eBay auch als Verkäufer funktioniert. Wir haben den Schwenk jetzt wieder zurück gemacht, Von daher kannst du jetzt gerne wieder kommen.
Joël Kaczmarek: Was würdest du sagen, was ist heute anders? Weil ich meine, Wir haben ja auch diese ganze QVC und Shopping-TV-Ecke gehabt. Und irgendwie gab es immer mal Ansätze, dass irgendwie ein E-Commerce-Einzug nie geklappt hat. Was ist denn jetzt anders?
Karolin Junker de Neui: Ja, es gab sozusagen diese QVC-Welt, Die gibt es ja auch nach wie vor, ist aber einer sehr alten Kohorte quasi vorbehalten. Dann gab es eine Welle, die in Corona so sehr stark aktiv wurde, Einfach, weil uns ja so ein bisschen die Möglichkeiten gefehlt haben. Wir haben alle versucht, Wege zu finden, wie wir wieder in Interaktion mit Menschen kommen und auch vor allem mit unseren Käuferinnen und Käufern. Das war aber auch eher so ein Strohfeuer. Und jetzt die nächste Welle, Ich glaube, was man prinzipiell immer wieder überbewertet, ist, Dass es schon auch eine ganze Weile braucht. Und ganz viel Konsequenz in der Umsetzung, Bis so ein neues Format wirklich etabliert, ist.
Und da sind wir, glaube ich, viel zu ungeduldig. Also Wir bewerten viel zu schnell. Erfolg oder Misserfolg. Und ich glaube, wir sind auch nicht anspruchsvoll genug, wie wir es tatsächlich inhaltlich testen. Wir probieren, habe ich relativ häufig, auch erstmal einen pragmatischen Start, was ich sehr gut finde. Aber wenn wir unsere bisherigen Kampagnen oder unsere bisherigen Creator einfach nur das Format wechseln lassen, dann kann das nicht gut funktionieren, weil jeder Kanal, jedes Format hat halt so wirklich seine ganz spezielle Logik, wie das funktioniert. Und das musst du erst lernen und auch ausbilden. Das hat man nicht automatisch. Und wenn wir das verstanden haben und das jetzt mit viel mehr Konsequenz in der Umsetzung berücksichtigen, kann das erfolgreich sein.
Joël Kaczmarek: Ich glaube, es ist ein bisschen wie bei den Videoplattformen. Es fühlt sich erstmal so an, okay, YouTube-Shorts, Instagram-Reels, TikTok ist irgendwie alles same, same, Kurzes Video. Und Du merkst aber so, Oh nee, Jede Plattform hat so eigene Gesetze. Wie ordnest du die denn ein? Also, wir haben ja jetzt schon mal so drei sehr dicht beieinander. liegende, aber alle mit eigenem Twist gesehen oder besprochen. Whatnot HATTEN wir, TikTok Shop, eBay. Und dann gibt es ja, wie gesagt, auch nochmal so Spezialisten. Also Douglas hat ja zum Beispiel auch eine ganze Zeit lang gesagt, Unsere Apps oder Sowas wie das Wikipedia für Kosmetik und Beauty werden. Und deswegen passiert da auch ganz viel live. Was würdest du denn sagen, was sind so die strategischen Winkel, aus denen, die alle kommen?
Karolin Junker de Neui: Also ich glaube, Es gibt natürlich den sehr offensichtlichen strategischen Winkel, der so Discovery-first-Entertainment ist. Das ist die Social-Commerce-Ecke, Die TikTok ja im Wesentlichen prägt. Dann gibt es schon so eine sehr Nischenartige. Sammler, Collectibles, Kategoriegetriebene Logik, So würde ich es hier mal zusammenfassen. Das ist noch nicht so richtig. catchy, Aber da fällt mir noch ein besserer Begriff ein. Enthusiasts. Enthusiasts, Das ist gut. Und es gibt aber natürlich auch die dritte Ecke, die du gerade beschrieben hast. Da ist im Wesentlichen Live ein Feature auf einem Marktplatzmodell. Und das hat halt eher einen edukativen, beratenden Charakter, als die anderen zwei strategischen Eintrittswinkel, würde ich sagen.
QVC Würde ICH da... Fairerweise nicht mehr so richtig reinzählen. Ich glaube, die Zeiten sind total vorbei. TV ist einfach kein Medium, was aufstrebend ist. Was an QVC und HSE und wie sie alle heißen, Aber so spannend ist. Und ich glaube, Da müssen sich die neuen Plattformen für Live-Commerce erst noch reinentwickeln. Die haben das absolute Verkäufer-Skill. Also zu verstehen, wie man über mehrere Stunden, mehrere Kategorien im Zweifel auch hinweg, Produkte entertainig verkauft, aber dabei auch so im Instant-Austausch mit der Community ist, versteht, was funktioniert, was funktioniert nicht, Regieanweisungen zu befolgen, Dieser Artikel fluppt jetzt irgendwie gar nicht, sofort weg, das nächste Produkt und dann immer wieder live zu verstehen, was sind gerade die Bedürfnisse meiner Audience, die in diesem Moment gerade zuguckt, das können wir noch nicht, das müssen wir noch ausbilden.
Aber deswegen würde ich QVC eigentlich schon auch nochmal nennen.
Joël Kaczmarek: Aber das ist ja eine ganz interessante Richtung. Also, eigentlich kann man vieles schon lernen, es kommt ja auch alles wieder, ist ja, wie bei Klamotten und bei Musik, so ein bisschen gibt es ja Nähe. Wie geht Ihr denn daran, das ist ja bei eBay. Ihr müsst ja wahrscheinlich ganz viel edukativ machen, auch, dass ihr den Leuten noch ein paar Sachen beibringt.
Saskia Meier-Andrae: Den Händlern meinst Du und Händlerinnen? Absolut. Also, ich habe gerade darüber gesprochen, dass man quasi die Ärmel hochrollt. Das fängt natürlich damit an, dass ich die Händler und Händlerinnen dazu bekomme, bei uns Live-Shopping zu machen, Aber da muss ich die auch enablen. Viele von denen können das ja noch nicht aus dem Stehgreif. Und da haben wir unser Durchstarter-Programm, Das haben wir generell für alle Händler und Händlerinnen, die neu bei eBay anfangen. Und da haben wir quasi eine Live-Sparte, die jetzt ganz dediziert den Händler und Händlerinnen zeigt, okay, so benutzt Du Live. Ja, so wirst du Neuer Live-Händler. Und da arbeiten wir jetzt auch immer weiter.
Ich habe jetzt gerade mit meinem Team gesprochen, hey, wir wollen irgendwie so einen Coach einstellen, der dann wirklich die Leute nochmal ganz explizit coacht, auf dieses Entertainment. Auch Fragen wie Mechanismen. Ich habe jetzt gerade über die 1-Euro-Aktion gesprochen. Das ist natürlich ein super Engagement-Faktor. Aber wenn ich jetzt irgendwie Restposten verkaufen möchte, vielleicht möchte ich die ja gar nicht an einem Euro verkaufen. Ich möchte die bei einem Fixpreis verkaufen. Wie kann ich dann trotzdem Urgency kommunizieren und vermitteln? Das heißt, da gehen wir ganz stark rein und arbeiten mit den Händlern und Händlerinnen zusammen. Um die zu enablen und auch um gemeinsam mit denen zu lernen.
Also ich glaube, einige Formate, ich würde sagen Sammelkarten, da weiß man jetzt, Wie Live-Shopping geht, Aber Restposten müssen wir, glaube ich, noch, Da können wir noch alle gemeinsam lernen. Das heißt, Viel wird da auch mit den Händler und Händlerinnen zusammen sein, dass wir sagen, hey, probiert das doch mal mit mir aus, lasst uns das gemeinsam bauen. Und so bauen wir den Markt. Den Markt gibt es ja als solches noch gar nicht in Deutschland. Der ist ja noch total klein. Und ich glaube, da gibt es ganz viel Spielraum, den jetzt zu shapen. Auf eine Art und Weise, die wirklich mit der lokalen Kultur auch passt.
Joël Kaczmarek: Muss das eigentlich immer Spitz sein oder könnte ich jetzt sagen, ich ziehe ins Ausland, ich möchte meinen Haushalt hier abstoßen, Ich mache jetzt mal eine Tour durch meine Wohnung und verkaufe sozusagen alles live. Oder ist das immer wirklich klar? An Kategorien gekoppelt?
Saskia Meier-Andrae: Ich sage zu nichts, nie. Ich glaube, derzeit sind wir sehr darauf fokussiert, auf bestimmte Kategorien und auf professionelle Händler, Auch weil wir da ein bestimmtes Vertrauenslevel mit einhergehen. Auch, dass du da halt als Käufer oder Käuferin die gesetzlichen Rücknahmebedingungen hast. Das ist alles quasi gegeben. Und... Weil, zu dem Punkt, Wieso das auch noch nicht funktioniert hat. Und zu dem Punkt Konsequenz, Damit du als Händler oder Händlerin erfolgreich brauchst, Einmal streamen wird dir jetzt nicht den Riesenabverkauf bringen. Wer wählt sich denn da ein? Ja, wenn du aber über die Zeit hinweg, programmatisch, immer um 17 Uhr, Wir haben so diesen Uhrenhändler, der die 90.000 Euro Uhr verkauft hat, Der hat jeden Donnerstagabend um 17 Uhr seinen Stream, und der ist ein totaler Instagram-Star Und da wählen sich in jedem Stream 400 Leute ein, weil die einfach wissen, Köklaus, heißt der, der kommt jeden Donnerstag um 17 Uhr, ist der da.
Karolin Junker de Neui: Kölklaus. Kölklaus, ja. Lass mich anschauen.
Saskia Meier-Andrae: Der ist unglaublich. Der ist so authentisch, so toll. Und da haben wir aber ganz viele von solchen Charakteren, die einfach in ihrer Community bekannt sind, wo einfach deren Followership weiß, okay, der ist irgendwie. Am Montag um 18 Uhr, kommen die Sammelkarten. Und dann wählen die Leute sich ein. Das heißt, ja, es kann sicherlich irgendwann ein Format geben, wo wir irgendwie, aber ich glaube, wo wir so private Personen, DIE irgendwie... Ihre Hausauflösung machen, Aber ich glaube, das muss auch irgendwie programmatisch sein. Dann würde ich wahrscheinlich irgendwie sagen, okay, dann machen wir jetzt irgendwie jeden. Sonntag um 17 Uhr gibt es einen Hausdrop. Und heute ist es Joël. Ja, ich spinne jetzt. Aber ich glaube, du musst dann überlegen, wie, Das ist ein Fernsehprogramm, was du baust. Und ein Fernsehprogramm kann nicht Random sein. Das muss, das muss, Da müssen natürlich immer wieder Überraschungsmomente sein, Aber du musst dich auch darauf verlassen, um Viertel nach acht Am Sonntag gibt es ein Tatort. Und da wählen sich halt die Leute ein. Und ja, können dann halt ihren Leidenschaften krönen.
Joël Kaczmarek: Heißt das nicht in der Konsequenz, dass ihr eigentlich auch über Studiobau nachdenken müsstet, über Kurse, über Powered By? Also, da geht Ihr so all in?
Saskia Meier-Andrae: Naja, Das ist ein total neuer Muskel, den wir bauen. Wir bauen jetzt gerade, Ich glaube in Hoppegarten bei uns im Authentifizierungscenter auch ein Live-Studio, wo wir dann quasi auch daraus verkaufen können. Wir arbeiten mit Creatoren zusammen. Ich habe gerade erwähnt, dass wir mit einem Coach arbeiten. Das ist alles noch total. start. Aber wir sind erst im November am Markt. ABER ALL die... Sachen, die du machen musst, um einen Entertainment-Kanal aufzubauen. Mit einer sehr hohen Programmdichte und der Professionalität, die wir auch als eBay als Anspruch haben. Das muss ja quasi allem unserem eBay-Anspruch genügen. So investieren wir da rein in der Stärke.
Joël Kaczmarek: Und wie beantwortest du jetzt, wenn ein Händler vor dir steht und sagt, okay, Meine zeitlichen Ressourcen sind begrenzt. Ich denke darüber nach, mache ich jetzt TikTok Shop, mache ich Whatnot oder mache ich eBay Live? Was ist dann so dein USP, wo du sagst? Was ist dann so dein USP, wo du sagst, das kriegst du. Nur bei uns oder aus dem und dem Grund glauben wir, dass wir das beste Angebot haben?
Saskia Meier-Andrae: Würde ich sagen, wir haben schon 18 Millionen Kunden bei uns auf der Seite. Wenn ich dir eine Push-Notification schicke für deinen Shop und du noch deine Community aktivierst, dann hast du sofort Kunden, die bei dir den Stream schauen. Ich glaube, es kann kein anderer Player im Markt bieten.
Joël Kaczmarek: TikTok hat, glaube ich, auch ganz gut. Reichweite, oder?
Saskia Meier-Andrae: Ja, okay, aber ich weiß eher so in Richtung der anderen Player. Ich glaube, bei diesen Community, also bei den Kategorien, die wir machen, wenn du da quasi, dann auch noch, Es geht ja um verschiedene Sachen, es geht ja um. Das Thema Community, Es geht in das Thema Vertrauen und es geht in das Thema Entertainment. Und ich glaube, diese Dreifaltigkeit, Die bieten wir in der Gänze gegenüber den anderen ab,
Karolin Junker de Neui: sehr gut ab.
Joël Kaczmarek: Karo-Nick-bedächtig, Also ist das so ein strategischer Winkel, den du auch so einordnest?
Karolin Junker de Neui: Ja, glaube ich schon. Also ich glaube, Der Vorteil von eBay gegenüber anderen Formaten ist, dass Sie ja wirklich auch diese Heritage haben. Und auch diese Routine, die Saskia eben angesprochen hat, die gab es ja schon mal. Für mich war sonntagsabends. Ganz viele Jahre in meinem Leben, Super wichtiger Zeitpunkt, wo ich auch keine Zeit für Freunde, Partner oder irgendwas hatte, weil Auktionen ausgelaufen sind. Und das wirklich für mich sowohl als Verkäuferin, aber auch als Käuferin. Also das war ja so, Typischerweise hat man Artikel damals irgendwie am Wochenende vorbereitet und am... Wochenende, Abend, Sonntag eingestellt. Und dann lief das ja so. Sieben Tage, 14 Tage.
Und deswegen lief es dann auch genau zu dem gleichen Zeitpunkt wieder aus. Und das war irgendwie so eine Art von Routine. Und darauf konnte man sich verlassen. Und dann war ich auch entsprechend immer online, Sowohl wie gesagt, als Käuferin als auch als Verkäuferin. Und dieses Vertrauen, dass eBay sich damit quasi erarbeitet hat, in diesen bestimmten Kategorien, wo eBay ja auch sehr stark ist, Plus dieses Händlernetzwerk, Was ja auch schon da ist, Das gibt ja auch wirklich sehr, ein sehr krasses Inventar, auf das eBay zugreifen kann, ist, glaube ich, schon Asset gegenüber Plattformen, die nicht Asset in der DNA haben und noch nicht so diese Heritage. TikTok ist ja erstmal primär Entertainment und das ist total gut.
Dann sind die auch richtig, richtig stark in diesem sehr algorithmusgetriebenen Discovery. Da hat eBay, glaube ich, noch sehr viel Potenziale. Aber in der sehr verlässlichen Erreichbarkeit von besonderen Sortimenten sind die gut.
Joël Kaczmarek: Also ehrlich gesagt, ich finde es ja auch ein bisschen surreal. Ich war in München ein Jahr TikTok Shop-Event und redete mit so einem Typen. Er sagte, Ich bin top. Drei TikTok Shop-Creator Und dann fragte ich, wie sieht dein Leben so aus? Und dann sagt er mir, Ich nehme pro Tag 100 bis 150 Videos auf und eher gehen 80 bis 100. Mein Rekord war 140 oder so in einem Tag. Und es ist de facto so, Der kriegt Items geschickt und bequatscht die einfach.
Saskia Meier-Andrae: Ja, weil das ist ja der Punkt. Das ist ja ein ganz anderes Modell. Der bequatscht. Sicherlich sehr erfolgreich. Ich möchte es gar nicht schlecht machen. Hat der eine wahnsinnige Authentizität hinter seinem Item? Das glaube ich dem wirklich. Also vor allem, wenn ich das weiß, dass er hinter jedem von diesen 80 Items total steht. Ich glaube nicht, ja. Aber bei uns, wenn ich da an die Verkäufer denke, Die Halt in bestimmten Kategorien sind, dieser Münzhändler, der kennt jede Münze in den Ausländischen. Der kann jede Frage zu dieser Münze genauestens beantworten. Das hat eine Kredibilität. Das ist eine Authentizität, die ist nicht matchable. Und ich glaube, gerade bei hochpreisigen Items, wenn ich jetzt so einen Lippenstift kaufe und den quatscht mir jemand auf, Ja, mein Gott, da habe ich irgendwie. 3,99 Euro in Bündnis, ist auch nicht schlimm. Aber wenn ich irgendwie eine Münze für 220 Euro ausgebe, dann möchte ich schon sicherstellen, dass die echt MINT Condition ist, dass die echt ist. Mint Condition. Mint condition ist perfekte Condition. Ich bin im Sammlerjargon. Nee, aber das ist immer ein ganz anderes Level von Vertrauen. Da will ich nicht von irgendeinem Typen, der irgendwie einmal eine Münze, Dann eine Rolex-Uhr, dann eine Luxushandtasche und am nächsten Tag ein refurbished Smartphone. Das ist total unglaublich, also nicht glaubwürdig. Ich glaube,
Karolin Junker de Neui: das ist ein ganz wichtiger Punkt, In welchen Kategorien sind wir unterwegs. Und gerade, wo es irgendwie knapp ist, wo es erklärungsbedürftig ist, wo Qualität und Authentizität vor allen Dingen eine Rolle spielt, das hast du ja bei diesen Kategorien. Da ist es, glaube ich, bei eBay noch stärker. Vertrauenswürdiger ausgeprägt. Ich habe auch zu dem Punkt heute schon von zwei verschiedenen Parteien die Steile These gehört, dass Gentic Commerce für Männer eher relevant ist und Live Commerce eher für Frauen.
Saskia Meier-Andrae: Dem würde ich vehement widersprechen, weil ich glaube zu dem Punkt, Es geht um die Kategorien. Ich glaube, wenn viele Leute Live Commerce hören, dann denken die Halt irgendwie. Lippenstift und Puderdose. Aber in Wirklichkeit ist es ein Kategorienklick. Also bei uns, zum Beispiel auf der Plattform ist live noch deutlich männlich orientiert, weil es Halt Sammelkarten und Münzen sind. Und ich glaube, deshalb muss man wirklich diese Kategorien, Die sind ganz, ganz unterschiedlich. Und auch diese Live-Formate, Auch diese Social Commerce versus Live Commerce, Das sind unterschiedliche Tiere und die haben unterschiedliche Use Cases.
Joël Kaczmarek: Aber Caro, das ist ja quasi dein Job, Strategien zu entwickeln und sich zu überlegen, wie ich mich verhalte, in einem Markt. Jetzt haben wir ja schon mal grob die Positionierung verstanden von den dreien, die wir jetzt besagt haben. Wie würdest du so eine Landkarte legen, Also in den unterschiedlichen Rollen? Was würdest du dem einen sagen, was irgendwie eine schlaue Phase wäre, und was würdest du dem anderen sagen?
Karolin Junker de Neui: Den Meinst du mit
Joël Kaczmarek: TikTok Shop hatten wir jetzt als Beispiele. Whatnot haben wir gar nicht so vertieft, aber die sind nochmal ganz Krasser. Spezialisten. Nur auf dem Thema, mit eigener App, mit, glaube ich, nochmal sehr, sehr spitz. Und die Kollegen von eBay natürlich.
Karolin Junker de Neui: Okay, dann schalten wir mal bei TikTok Shop. Ich glaube, was TikTok Shop gut gemacht hat, ist, dass sie eigentlich der erste Kanal waren, der dieses Element der Discovery zurückgebracht hat, beziehungsweise überhaupt Introduced, hat, Weil das gab es einfach im E-Commerce nicht bekommen, Sozusagen MIT einem... Mit einem Suchbedürfnis geben das irgendwo ein, Klicken uns die Kategorieseiten und so weiter. TikTok hat es geschafft, dass wir aus dem Algorithmus heraus mit Dingen konfrontiert werden, die wir entsprechend, die uns gefällt und über die, Und das ist immer so banal, aber über diese nahtlose Integration des Checkouts, dass ich innerhalb von einem Format direkt kaufen kann, ist sozusagen dieses Transaktionsproblem gelöst, was wir vorher eigentlich im Social Commerce hatten.
So, war das TikTok Shop auch? Sehr gut gemacht hat, finde ich, ist, Dass sie sehr schnell geschafft haben, Seller zu enablen und sehr viele Seller auf die Plattformen zu holen. Ab dem Moment, wo das Format, also Shopping allgemeine, Das war nicht nur live, Das war auch das in Video, in Feed und so weiter. Haben Sie auch geschafft, was Sie nicht so gut gemacht haben, war Nutzer zu enablen. Ich habe nicht verstanden, was in diesen ganzen Formaten abgeht, wie es eigentlich funktioniert, was diese Badges und Geschenke und so weiter sind. Und ich glaube, da muss noch viel stärker investiert werden, in so die Maturität. Einfach dieser Commerce-Funktionalitäten. Bei eBay ist es ein Stück weit andersrum.
Bei eBay ist man ja schon mit einem sehr klaren Intent. Ich gehe ja nicht, ich wache ja nicht morgens auf und denke mir, euch. Stöbern wir ein bisschen bei eBay, Sondern ich habe ja schon so einfach einen sehr klaren Fokus, und da nutze ich wiederum dahingehend zu. Educate. Ein Stück weit, dass es sehr wohl auch sich lohnen kann, auf eBay mal rum zu stöbern. Oder dass es einen Event-Charakter hat. Ein Stück weit, dass ich dort auch was entdecken kann, ohne dass ich jetzt einen sehr konkreten Suchbedarf habe. Das wäre, glaube ich, also, das, was ich bei eBay sehen würde, wo noch Potenzial steckt.
Saskia Meier-Andrae: Ich glaube, da stimme ich dir völlig zu. Also eBay, UNSER Kern-eBay ist eher SO Lean-In. Ich weiß, was ich will. Ich suche vielleicht nochmal weiter. Ich gehe da wirklich aktiv rein. Da finde ich halt unglaublich viel. Aber es ist jetzt das Gegenteil von TikTok Shop. Ich lasse mich mal quasi berieseln. Live wiederum ist vielmehr, klar, ich suche mich, ich bäme mich jetzt in einen bestimmten Stream. ein, wo ich eine Affinität zu habe, sei es Sammelkarten, Angeln, was auch immer. Aber dann schaue ich mal, was kommt. Und das ist halt dann Content, der dann ja dieses Discovery-Element hat.
Karolin Junker de Neui: Ja, stimme ich dir völlig zu. Müssen wir auch noch weiter ausbauen und schärfen. Und ich glaube, Das Format Live-Commerce ist extrem gut für Kundenakquisition und tatsächlich auch Conversion. Also ich glaube, das konvertiert tatsächlich, wenn ich es schaffe, das Format so entertaining, So aufklärend und so auch conversionorientiert aufzubauen. Dann funktioniert das gut. Was ich noch unter Beweis stellen muss, Und ich glaube, wo das aber auch noch ein bisschen zu früh ist, um das zu beurteilen, wo Quasi Stufe 2 hingehen muss, ist natürlich zu verstehen, Wie verhalten sich die Kohorten, die ICH über... Live-Commerce-Akquiriere. Gerade bei TikTok Shop habe ich ein sehr großes Fragezeichen, weil die natürlich auch sehr kampagnenorientiert sind. Also, es wird ganz viel auch mit starkem Rabatt verkauft. Ich glaube, du gibst auch sogar ein bisschen deine Preishoheit ab in Teilen.
Joël Kaczmarek: Das ist aber, Ich glaube, das wird von TikTok dann ausgeglichen. Also, wenn Sie dein Produkt günstiger verkaufen, übernimmt TikTok Shop Die Differenz.
Karolin Junker de Neui: Die machen quasi Coupons drauf. Ja, aber es ist ja trotzdem, gebe ich halt die Preishoheit quasi ab. Und genau, nach draußen, Auch im Vergleich zu anderen Kanälen, finde ich schon ganz schön heftig. Aber ich glaube, dass es sicherlich unfassbar gut zur Neukundenakquisition und auch für die Conversion natürlich trägt. Ganz klar. Aber was passiert denn mit diesen Käufergruppen, die ich über TikTok Shop bekommen habe, gewonnen habe? Wie verhalten, die sich dann danach? Das weiß ich noch nicht. Und bei eBay weiß ich es natürlich auch nicht. Aber es geht natürlich dann in Stufe 2 darum, da wirklich irgendwie eine Routine Draus zu machen. Heaven Control.
Saskia Meier-Andrae: Total. Aber da sehen wir schon echt erste super positive Resultate. Also die Leute, die in den Streams sind, ob die kaufen oder ob die nur zuschauen, die kommen wieder. Wir sehen eine sehr hohe Repeatability. Und auch die Zeit, die sie in den Streams verbringen, Die verbringen im Durchschnitt, Ich glaube, 22 Minuten bei uns im Stream. Find mal eine App, wo jemand 22 Minuten, Das ist ja unglaublich. lange. Und das ist ja auch ein guter Predictor dafür. Du bleibst ja nicht 22 Minuten und kommst dann nie wieder.
Karolin Junker de Neui: Ja, ja.
Joël Kaczmarek: Da bist du mir aber schuldig geblieben.
Karolin Junker de Neui: Das ist richtig.
Joël Kaczmarek: Weil du noch keinen Bits hast?
Karolin Junker de Neui: Doch, doch habe ich schon. Also, Whatnot ist natürlich unfassbar stark in den einzelnen Nischen. Und das GMV spricht ja da auch für sich. Es ist halt so ein bisschen die Frage, ob Sie es da auch rausschaffen. Ich glaube, eBay hat da schon auch nochmal einen breiteren Zugang zu Händlern. Wesentlich breiteren und dementsprechend, glaube ich, auch ein bisschen einfacher in der Kundenansprache. Allen Dreien würde ich aber tatsächlich auch aktuell, also... Noch potenziale zusprechen in dem Hosting der Sessions. Also auch bei Whatnot, wo man ja irgendwie, Also, da hätte ich das Gefühl, dass die da schon ein bisschen professionalisierter sind, sieht man ganz oft Streams, die immer noch sehr stark eigentlich so dem klassischen E-Commerce ähneln.
Also, wie so eine Produktgeteil-Seite. Ich habe irgendwie so eine Kollektion an, beispielsweise gebrauchter Kleidung und halte eins nach dem anderen vor die Kamera. Und beschreibe, okay, Das iST ein... Dunkelblaue Ralph Lauren Polo, Irgendwie ein Podcast, größte XL, fühlt sich voll gut an. Nächstes Item. Und das ist doch genau das, was eine Artikel-Detail-Seite eigentlich auch kann. Also, dafür muss ich ja keinen Menschen eigentlich vor die Kamera stellen, der genau das eigentlich nur wiederholt. Und da, also? Ich habe auch mal im Einzelhandel als Verkäuferin gearbeitet, VOR MEINER Second-Hand-Zeit, Wirklich irgendwie Storys zu erzählen, Die Produkte authentisch, leidenschaftlich, mit Details, mit...
Allem, was dazu gehört, zu präsentieren und eventuell auch noch Cross-Sales und so anzusteuern. Also da müssen halt alle drei dran arbeiten.
Joël Kaczmarek: Mit Condition, Boxy fit, Also heute lerne ich allein nochmal vokabeln von euch. Ich sehe schon, jetzt bin ich nochmal neugierig, es ist ja gerade angerissen, im YouTube-Game ist ja Retention. Sozusagen das Ding, dass die Leute möglichst lange dranbleiben, dass sie möglichst wiederkommen. Was habt Ihr denn für Hebel, um Sowas zu befördern? Also, dass es eben nicht nur das ist, was du vorhin gesagt hast mit, Ich mache mal einen Push und dann kommt einmal was, sondern dass es so Repeated ist.
Saskia Meier-Andrae: Also viel läuft da auch über die Seller, Also Wenn ich in einem Stream bin, dann kann ich dem Seller folgen. Und von mir aus Halt aussuchen. Also eine Push ist ja eine Sache. Wenn ich jetzt weiß, es kommt ein Trading Card Stream, Dann kann ich natürlich allen Kunden, die bei uns Trading Cards gekauft haben, was sehr, Sehr viele sind, so eine Push Notification schicken. Aber viel, viel, viel, viel, viel, Viel stärker ist es ja, wenn das vom Händler auskommt, wenn der Händler oder die Händlerin selber ihre Followership aufbaut. Sowohl auf eBay, in dem Shop folgen, aber auch in ihrer eigenen Social Community. Und da, mit den Händlern zusammen zu arbeiten, Dass sie das aufbauen und dann auch dementsprechend auch aktivieren. Auf regelmäßiger Basis, Das ist was, was sehr viel Retention treibt. Dann kannst du natürlich auch noch mit Gutscheinen und Loyalty-Programmen, was auch immer, Aber ich würde eher über diesen Community-Faktor, dass du halt da deine eigene Community aufbaust, gehen.
Joël Kaczmarek: Weil ich darüber nachdenke, ist es vielleicht auch so ein bisschen, so ein Retail-Media-Game für euch, dass ihr theoretisch dann auch Marketing-Umsätze erzeugen könnt, indem ihr anregt, dass Leute für ihren Livestream werben und, und, und, dass da viel mehr Bewegung rein kommt?
Saskia Meier-Andrae: Never say never. Also derzeit machen wir kein Retail Media innerhalb von Live. Aber natürlich, als ich mir jetzt in die Jahre in die Zukunft gedacht habe, Wenn wir dann eine riesige Plattform gebaut haben. Mit ganz viel Content und ganz vielen Kunden und Kundinnen, die kommen, Natürlich überlegt man sich dann alles. Das ist Werbefläche am Ende des Tages. Kann man sich natürlich überlegen, wie und ob man das monetarisiert. Aber derzeit nicht. Und das ist auch nicht die... Kurzfristige Ambitionen.
Joël Kaczmarek: Ich meine, du hast ja vorhin gesagt, 20% Strategie, 80% machen, glaube ich, war so die Richtung.
Saskia Meier-Andrae: Ich habe sogar 90-10 gesagt. Okay,
Joël Kaczmarek: ich wollte in Your Favor das noch mehr wissen.
Saskia Meier-Andrae: Why? Warum in my favor? Was ist falsch mit machen?
Joël Kaczmarek: Wir machen schon richtig, aber man muss auch wissen, in welche Richtung man macht.
Saskia Meier-Andrae: Richtig 10%. Ich habe in der Beratung aber für 10 Jahre, als ich ins Business gewechselt bin, das ist, In zwei Monaten hast du eine gute Strategie. Wenn du ein echtes Business verstehst, kannst du in zwei Monaten eine sehr, Sehr gute Strategie, schreiben. Aber setzt die mal um. Ich glaube, Faktor 10 im Sinne von Zeit, bis so eine richtig intensive Strategie umgesetzt wird, dauert.
Joël Kaczmarek: Weil ich bin ja neugierig, was sind denn, so die KPIs, die ihr bei eurer Strategie anschaut? Also wann ist zum Beispiel euch ein Livestream gut gewesen oder nicht, oder ein Händler erfolgreich oder nicht?
Saskia Meier-Andrae: Super Frage. Also, es ist mehrschichtig. Also ich glaube, vorweggenommen, Umsatz muss natürlich kommen und kommt auch, aber ist nicht das primäre Ziel am Anfang. Viel wichtiger ist für mich, nicht mein Umsatz, Viel wichtiger ist für mich der Umsatz auf Händlerbasis. Schaffen, die das in Ihrem Stream? Ist deren Zeit, es für Sie Wert zu verkaufen? Und dann sind es auch ganz, ganz viele. Lead Indicator. Also Umsatz ist ja irgendwie der Output Faktor, aber der Lead Indicator ist für mich, Wie viele Händler sind bei mir auf der Plattform? Wie oft streamen die? Wie viele Stunden Streamings habe ich denn? Wie lange bleiben die Leute in dem Stream drin? Wie oft kommen die wieder?
Also viel mehr, Wie viel Interaktionen haben die? Die müssen ja gar nicht kaufen. Wenn die liken, wenn die einen Kommentar schreiben, das sind alles Sachen, die ich tracke. Das ist alles wertvoll. Und deshalb, Ich glaube, man muss das viel ganzheitlicher betrachten, Mehr so auch in solchen Social-Media-Metriken, Daily Active Users over Monthly Active Users. Solche Metriken, sich anzuschauen, die wirklich Stickiness, Repeatability, Engagement mit sich bringen. GMV, Umsatz kommt später. Und wie viele Leute in den Streams sind, fragt ihr das auch regelmäßig? Kann man da schon eine Entwicklung sehen? Klar, also ganz, ganz unterschiedlich. Ich habe eben Kürklaus erwähnt, Der hat regelmäßig 400 Leute bei sich im Stream.
Andere haben dann vielleicht nur 20. Am Ende des Tages brauchst du aber nur zwei, Die bieten. Da muss man sich auch immer vor Augen halten. Nee, das stimmt. Ich finde das natürlich toll, wenn ich in den Stream reingehe. Wo 400 Leute drin sind. Natürlich ist das mega. Und natürlich hast du dann noch mal ein paar mehr Leute, die bieten. Aber ganz oft siehst du. Am Ende bieten nur zwei. Und deshalb für den Händler, für den Umsatz, musst du eigentlich nur ein paar, zwei, Drei High-Quality-Bidders haben. Und der Rest sind Zuschauer. Und das ist ja auch toll. Die Zuschauer sind ja auch wertvoll. Mit denen baue ich ja auch eine Affinität auf. Und vielleicht kaufen die nicht diese Uhr, vielleicht kaufen die erst in vier Mal eine Uhr.
Das ist halt alles wert. Aber es geht gar nicht so um die Masse. Es geht mehr um die Qualität und das Engagement.
Joël Kaczmarek: Den Satz nehme ich, aber am Ende braucht es nur zwei. Ich meine, es sind immer doppelt so viele, wie du im Shop brauchst, aber makes sense. Und jetzt bin ich ja nochmal neugierig. Nach hinten raus finde ich eine Frage spannend. Auf der K5 ist ja auch ein großes Thema, Agente Commerce. Und ich finde, Live hat ja in der KI-Welt schon mal einen Faktor. Es ist sehr schwer zu faken. Also, du kannst sehr schwer mit Deepfake-Videos arbeiten, sondern es ist halt brutal. Plain in Your face. Seht Ihr das so ein bisschen auch als Stärke? Ist das so ein bisschen so ein Bulletproof-Modell in so einer KI-Welt für so eine Plattform auch?
Karolin Junker de Neui: Ich habe da eine sehr klare These. Also, ich glaube...
Joël Kaczmarek: Du bist da fast biased. Ich bin zu dir, genau.
Karolin Junker de Neui: Ich antworte Du erst. Ich halte mich zurück. Ja, ich glaube, das ist ein totales Asset. Also nicht nur, weil du das Format nicht faken kannst oder nicht irgendwie auswerten kannst. Oder ähnliches, sondern vor allen Dingen, weil es ja auch um sehr besondere Artikel geht. Und genau da gewinnt ja eigentlich irgendwie das Produkt total, Was ist die Maschine, weil es eben sich der kompletten Vergleichbarkeit ja auch hinzieht. Wohl... Über die Eigenschaften per Se als auch über das Format dann nochmal. Genau, also stimme ich dir völlig zu, vielleicht noch darauf aufbauen. Bei Live geht es ja eigentlich um das Gegenteil von Agentic Commerce. Ich würde sagen, AgentIC Commerce,
Saskia Meier-Andrae: Da geht es um Effizienz, da geht es um Optimierung, algorithmisch, ja. Und bei Live-Shopping geht es um das genaue Gegenteil. Da geht es um Menschlichkeit, Da geht es um Authentizität, Da geht es um Emotionen, da geht es um Community, da geht es um Dabeisein. Ich investiere ja auch meine Zeit. Wenn ich Agentic Commerce mache, dann will ich ja quasi nebenbei meine Waschmaschine kaufen, Wie ich Klopapier kaufe, will ich JA Zero-Time-Invest haben. Bei Live-Shopping investiere ich ja meine Zeit, Der Händler streamt für eine Stunde, Aber ich schaue ja auch eine Stunde zu. Das ist ja ein ganz anderes Mindset, ein ganz anderes Investment. Und ich sehe das deshalb als Gegenpol oder zumindest komplimentär zu KI oder zu Agentic Commerce, Weil ich glaube, ganz viele Produkte, ganz viele Produkte, DIE quasi...
Ich würde sagen, Routinekäufe sind, Die Standardkäufe sind, Die werden, glaube ich, Über die nächsten paar Jahre über Adjantic Shopping gekauft werden. Und das ist auch okay. Aber dann ist ja schon die Frage als Marktplatz, die du dir stellen musst, wie baue ich denn dagegen? Eine Resilienz auf? Wieso sollten denn Kunden noch zu mir kommen? Und zu deinem Punkt einzigartige Ware, Community, Erlebnis, Haben wir, finde ich, bei eBay auf unserer Grundseite schon sehr viel. Aber Live-Shopping ist da quasi natürlich nochmal. Ein ganz anderes Modell, mit dem Du da gegenhalten kannst und die Kunden wirklich zu dir bringst.
Joël Kaczmarek: Und das ist, so die Abschlussfrage, die ich dazu noch habe. Vielleicht kannst du auch mal deine Perspektive aufmachen, Caro. Saskia und ich haben ja fairerweise schon ein bisschen nach unserem Panel auch gerade dazu geredet. Weil die Frage ist ja, wenn irgendwann eine KI für Dich bestellt. Und eigentlich gibt es nur noch das Interface, wo Du sagst, was du brauchst. Und das Ding kümmert sich. Und dein. Bankkonto, wo die Kohle weggeht. Dazwischen ist ja sozusagen ein ziemlicher Wirbelsturm angesagt. Was ist denn so deine Hypothese, Wer quasi in dieser Welt und durch was noch Bestand haben, kann? Wer bleibt denn da noch übrig?
Karolin Junker de Neui: Also wenn wir über Genetic Shopping sprechen, dann finde ich das immer ein bisschen schwierig, weil wir das sehr stark verallgemeinern und sagen, also heute kaufen Menschen, Morgen kaufen Maschinen. Aber ich glaube, das ist Quatsch. Ich glaube, wir müssen uns sehr stark unterscheiden, über welche Kategorien sprechen wir. Jetzt mal das eine, Es gibt Kategorien, Da will man sich nicht mit beschäftigen, hast du gerade sehr schön beschrieben, Es gibt Kategorien. Das soll mir niemand wegnehmen. Ich liebe das am Wochenende, mich durch verschiedenste Seiten durchzuklicken und zu suchen und zu gucken. Es ist für mich auch irgendwie eine Art von Entertainment. Darüber hinaus natürlich verschiedene Personas.
Welche Bedürfnisse habe ich? Und so weiter. Also deswegen, man kann das nicht so richtig, glaube ich, sagen, heute, so, morgen, so. Grundsätzlich, Wo funktioniert es nicht mehr? Fangen wir mal da an. Ich glaube, einfach nur generisches verfügbar machen von vergleichbaren Sortimenten. Ja, also Handelsmodelle. Die Produkte anbieten, die noch 4, 5, 6, 12 andere Player und dazu auch noch die großen Marktplatzplattformen anbieten, haben im Wesentlichen keine Daseinsberechtigung mehr. Wenn du dich nur noch über Preis quasi abgrenzen kannst, ist es kein erstrebenswertes Geschäftsmodell. Ich glaube schon, dass Händler Potenzial haben, die ihren Teil der Wertschöpfung wieder sehr ernst nehmen, also nämlich echte Kuration, Beratung, Sehr gutes Kundenverständnis.
Und, sorry, und darauf aufbauen, glaube ich, nochmal eine Bindung aufbauen können. Das glaube ich schon auch. So, Und dann gibt es aber natürlich auch die Plattformen, die Sortimente verfügbar machen müssen, die dann auch per Maschine irgendwie ausgelesen werden können, Um ein sehr pragmatisches Kaufbedürfnis an der Stelle agentisch aber eben zu lösen.
Joël Kaczmarek: Also so ein bisschen Großkauf auf Steroiden, durch die Maschine, auf der einen Seite und Spezialisierung auf der anderen?
Karolin Junker de Neui: Ja, ja, das hast du gut zusammengefasst. Spezialisierung für enthusiastische Käufe, würde ich sagen, wo eine Leidenschaft, eine Einzigartigkeit dahinter ist.
Joël Kaczmarek: Na, gut, also. Neben Podcast und Condition habe ich auch noch einiges andere hier gelernt. Ganz, ganz herzlichen Dank. Ich werde das weiter aufmerksam verfolgen. Habt Ihr noch einen Tipp? Gibt es noch irgendwas, was ich mir unbedingt angucken muss? Im Bereich Live-Shopping? Habt Ihr so einen Geheimtipp? Gerade du?
Saskia Meier-Andrae: Ich würde sagen, für mich der Restposten-Stream. Also, trading cards. kennt, Glaube ich, jeder. Aber es gibt ein paar Restposten-Streams, wo wirklich sehr, sehr, authentische Händler. Der eine, wo die Frau immer im Off ist und immer die Pakete reinschmeißt. Es ist so toll. Da bin ich quasi addicted, weil das wie so eine Mysterybox ist. Und der verkauft wirklich echt, also vor allem die Summen. Schaut euch mal die Summen an, die der Macht in einer Stunde mit Restposten. Das ist irre.
Joël Kaczmarek: Eigentlich müsste doch, so die Deutsche Bahn oder Lufthansa, wenn die so Koffer übrig haben, Sowas auch machen, oder? Das gibt es ja auch immer, so.
Saskia Meier-Andrae: Ruft den Bahnchef an, oder die Bahnchefin.
Joël Kaczmarek: Also ich danke euch ganz, ganz herzlich fürs Aufschlauen und freue mich daran zu bleiben. Und drücke euch natürlich fest in die Daumen. Keep Me posted. Ja, Und spätestens bis zur nächsten K5 würde ich sagen. Danke euch.
Saskia Meier-Andrae: Danke, dass wir dran sein durften. Vielen Dank, hat sehr viel Spaß gemacht.
Joël Kaczmarek: Wow, das war ein inspirierendes Gespräch, oder? Denkt dran, abonniert den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst. Und teile ihn auch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen. Bis zum nächsten Mal. Bleib inspiriert und neugierig. Dein Joël. Gelernt und jetzt...
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