Cover der Folge „Warum Kunden im Checkout abspringen – und welche Bezahlmethoden wirklich Conversion bringen“

Warum Kunden im Checkout abspringen – und welche Bezahlmethoden wirklich Conversion bringen

31. August 2026, mit Joël Kaczmarek und Erik Meierhoff

Transkript

Erik Meierhoff: Wenn wir Rechnungen nicht angeboten haben im Markt Deutschland, muss ich jetzt dazu sagen, Dann ist die Conversion Rate über 30% runtergegangen. Selbst wenn die Kunden gar nicht mal die Rechnung genommen haben oder nicht bewilligt bekommen haben, war es anscheinend. Ein Trust-Faktor, zu sagen, hier kann ich auch auf Rechnung bezahlen. Ich glaube, es ist wichtig, bei der Wahl des richtigen Partners wirklich darauf zu achten, Wie kann ich mit dem So Individuallösungen ausarbeiten. Da muss man wirklich darauf achten, weil das lohnt sich wirklich. Das auch zu testen. Gewisse Zielgruppen, Die erwarten einfach, dass du eine gewisse Payment-Methode hast. Ansonsten konvertieren die nicht bei dir.

Joël Kaczmarek: Sag, Was hast du gelernt?

Joël Kaczmarek: Und jetzt du High Five, Leute, hier ist Joël. Und ihr wisst ja, Am Money Monday geht es um Wachstum im Business. Und heute ist Money mal wortwörtlich zu nehmen, weil ich habe mit dem Lieben Erik Meierhoff hier eine angeregte Diskussion geführt, Wie bringt man Unternehmen eigentlich noch zum Wachsen? Dann kam er um die Ecke und hat gesagt, passt mal auf, Das ist auch mit Payment ganz eng verbunden. Payment hat Wachstumstreiber, und zwar gleich fünf Stück. Und ich sage, hä, was, Erik, das ist doch irgendwie so... Payment ist doch dieses, was man hinten dran hängt. Das braucht doch eigentlich nur so, also man braucht es, aber es ist doch gar nicht so, erzähl mal mehr. So und darüber kamen wir ins Gespräch.

Und in dieses Gespräch führe ich euch mit ein, weil ich hinterher gesagt habe, ja, Erik, Eigentlich hätten wir die Kamera und das Mikro mitlaufen lassen müssen. Dann hat er gesagt, komm, dann gehen wir halt einen Raum weiter, machen das mal. So, damit ihr aber mal versteht, Wer ist Erik eigentlich? Erik ist der Chief Commercial Officer von der wallee Group AG. Das ist ein Payment Service Provider. Ja, mir geht es genauso, Ich habe auch noch nicht verstanden, was die machen, löchere ich ihn gleich. Und er ist richtig, richtig tief drin in dem ganzen Payment Game. Und dann habe ich gesagt, okay, komm. Dann machen wir mal wirklich hier. Challenge. Du erzählst mir on Air, was Payment für Wachstumstreiber mit sich bringt.

Und da sitzen wir nun. Von daher in diesem Sinne, Ich bin neugierig, lieber Erik. MOIN Moin, Erstmal schön, dass Du da bist.

Erik Meierhoff: Ja, Vielen Lieben Dank, Joël. Danke für die Einladung. Und dass wir unser gutes Gespräch hier weitermachen können. Ich bin ein bisschen aufgeregt, weil ich, glaube ich, Meinen ersten Podcast mache.

Joël Kaczmarek: Guck,

Erik Meierhoff: zähl bei mich.

Joël Kaczmarek: Freut mich ja diese Premiere. Und hol mich mal ganz kurz ab, weil ich bin ehrlich, ich hab... Mit dir schon zweimal drüber geredet, was deine Firma macht und irgendwie, Ich speichere es mir immer so ab als die europäische und geile Variante von PayPal, Aber ich glaube, das wird euch gar nicht gerecht. Ich glaube, ihr seid noch viel mehr und viel komplexer und viel schiefschichtiger. Lange Rede, kurzer Sinn, Bitte hol mich und das Publikum einmal ab.

Erik Meierhoff: Gerne. Also, PayPal ist ein guter Partner von uns, Von daher warst du damit gar nicht mal, so verkehrt. Wir helfen auf gut deutsch Unternehmen dabei, das ganze Thema Payment zu steuern, operativ zu steuern. Wir kommen aus dem ganzen Bereich Technik. Das heißt, Ein Payment Service Provider kann viele Nuancen haben. Wir kommen aus dem Bereich Technik. Wir haben angefangen ganz ursprünglich als Schweizer Engineering Unternehmen, haben wir mal angefangen. Plugins für Shopware, Shopify und Co. Zu bauen, sodass Händler dort ihr Payment anklipsen konnten und managen konnten. Haben das erweitert, dass wir selber gesagt haben, Wir nehmen das ganze Thema Payment auch stärker in die Hand, sind ins Acquiring eingestiegen. Wir bieten sogenannte Added Value Services an, also, was man auch zum Beispiel auch von der PayPal kennt, Kurzkredite für Händler und ähnliches. Das heißt, wir bieten mittlerweile sogar bis zur eigenen Business Card mit angeschlossenem Spending Management, werden dem Händler so einen One-Stop-Shop im Payment an. Das primär in der Schweiz bislang, Aber vor anderthalb Jahren haben wir mit der VR Payment einen strategischen Investor aus Deutschland bekommen. Das heißt, Wir sind auch auf dem deutschen Markt mit der VR Payment unterwegs. Und auch in vielen weiteren europäischen Ländern, Weil wir gerne dem Kunden folgen und das eben nicht nur in der Schweiz.

Joël Kaczmarek: So, dann sind wir schon bei Fachbegriffen. Ich nehme das heute auch mal als Maßgabe, dass ich noch wieder ein bisschen mein. Fintech-Wissen Hier schärfe. Was macht ein Acquirer?

Erik Meierhoff: Ein Acquirer, Das ist sozusagen. Die Acquiring Bank, kommt aus dem klassischen Kreditkartensystem, Das Vier-Parteien-System, Was ja, die meisten Leute, die Sie nimmt. Ein bisschen mit Payment beschäftigt haben, schon kennen werden. Das heißt, ich habe Visa Mastercard als die Brand. Die machen aber eigentlich, außer dass sie ein cooles Netzwerk haben und eine tolle Brand haben, tolle Marke aufbauen, machen die dann relativ wenig, sage ich mal. Jetzt will ich den Kollegen nicht zu nahe treten, Aber es gibt den sogenannten Acquirer, die Acquiring Bank. Die bindet dieses Visa Mastercard, dieses Kreditkarten-Netzwerk für den Händler an, an, sozusagen die Händlerbank. Dann gibt es die Issuer Bank. Issuer-Herausgeber, Das ist dann für dich als Privatperson, Wenn du deine Kreditkarte oder Debitkarte von Visa oder Mastercard von einer lokalen Bank bekommst, dann ist das der Issuer. Und dann gibt es natürlich noch dich als Kunden, Das heißt, Deswegen spricht man immer von vier Parteien, Händler. Händlerbank ist für den Kunden und Visa und Mastercard haben das dahinterliegende Netzwerk. Und dementsprechend ist der Acquirer das, Der macht die Verträge direkt mit Visa und Mastercard und gibt es dann weiter an den Händler. Mal plattgesprochen.

Joël Kaczmarek: Okay, also, ich stelle mir das gerade wie bei so einem Schachbrett vor. Ich habe sozusagen gegenüberstehend Händler und Käufer oder Käuferinnen, Da jeweils hinter eine Bank und dann quasi den Kreditkartenanbieter und quasi die Schnittstelle dazu, so ungefähr. Okay, verstanden.

Erik Meierhoff: Vielleicht als Ergänzung noch in in vielen europäischen Ländern, beispielsweise in Frankreich, sind die Händler und die Kundenbank oft dieselbe. Das heißt, Die klassischen Banken sind sehr stark. Auch Händler, im Acquiring-Geschäft unterwegs. Das ist in Deutschland schon länger nicht mehr so. Auch in den anderen deutschsprachigen Ländern wie Österreich oder Schweiz ist es schon länger nicht mehr so. Dort hat sich das Mal getrennt voneinander, Dass die klassischen Banken, die entweder noch über Beteiligung das Thema Acquiring managen, oder Halt ganz rausgegangen sind.

Joël Kaczmarek: Ist es ein Verfügbarkeitsthema oder ist es ein regulatorisches Thema? Also hat man sich jetzt bewusst entschieden, dass man das nicht so will? Oder ist das, dass sich das vom Markt her so entwickelt hat?

Erik Meierhoff: Ja, also, es ist ein bewusstes Thema. Die Banken haben es gemacht. Die haben ihre Unternehmen oder die Anteilunternehmen aber vielfach in den 90ern, 2000ern verkauft. Zum Beispiel die Concardis als letztes großes Konstrukt an der Stelle. Und weil das einfach ein sehr dünnmagiges... Businesses, So ein riesiges Volumengeschäft, hochtechnologisiert, aber halt sehr dünne Margen. Damals, wie wir wissen, War das noch ganz toll. Mit Kreditvergabe und mit Baufinanzierung und Co. War noch sehr viel Geld zu verdienen. Das ist natürlich allen. Auf die Füße gefallen, als dann die Nullzinswende kam oder Negativzinsen sogar waren. Dann waren die, die noch am Thema festgehalten haben, Die waren dann die Lachenden drinnen.

Und mittlerweile haben viele Banken festgestellt, dass das Thema Bezahlen, Payment, Gerade im Endkundenbereich, Etwas ist, was der häufigste Kontaktpunkt zu deinem Girokonto ist. Und das Girokonto, Sowohl im Geschäftskundenbereich als auch im Endkundenbereich, ist eigentlich das Kernprodukt der Banken, wo Sie sagen, okay, wenn ich das Girokonto habe, Da gehen die Zahlungseingänge, Beim Privatkundenbereich gehen die Zahlungseingänge rein, Dann kriege ich auch vielleicht den Immobilienkredit, wenn ich das Auto finanzieren kann. Und das Ankerprodukt ist das Girokonto, und da du nicht jeden Tag Geld abhebst oder Geld einzahlst. Aufs Girokonto selber, ist das ganze Thema. Bezahlen an der Supermarktkasse, an der Tankstelle und Co.

Eigentlich der häufigste Kontaktpunkt zu deinem Girokonto.

Joël Kaczmarek: So und jetzt sagst du, Payment ist irgendwie voll wachstumsrelevant. Nimm mich mal ein bisschen an die Hand, weil unterm Strich, wenn ich mich so umgucke, kommen gerade so verschiedene Richtungen in meinem Kopf. Das eine ist, Ich glaube, vielen, von denen geht es ja, so lala. Also wenn ich mir so ein Nexi angucke, ich habe immer das Gefühl, die Eiern alle eher so rum. Dann hast du, das ist so ein Commodity-Produkt, glaube ich, Für viele Händler und Marken ist, dass die sagen, ja, bezahlt werden muss. halt. Aber das drücke ich irgendwie im Preisniveau mal runter, es sollte mich möglichst wenig kosten. Und dann ist es ja gleichzeitig, wie ich jetzt aus fünf Minuten Gespräch mit dir schon gelernt habe, relativ komplex. Also wahrscheinlich, wenn ihr jetzt fleißig. Im Internationalisieren seid, geht es in den Niederlanden schon mal ganz anders zu als in Frankreich, als in Deutschland, als in Spanien. Also wenn ich mir das so alles so zusammennehme, versuche ich so, ein bisschen nachzuvollziehen. Also ich meine, wo Komplexität ist, ist natürlich auch immer Wertschöpfung, darf man ehrlicherweise auch sagen. Aber was ist so dein Take? Ich meine, wir haben es in fünf Thesen formuliert, können wir ja gleich mal aufgreifen. Aber fangen wir mal so big Picture an, dass Du so Bullish bist, dass Du sagst, okay, Payment ist voll wachstumsrelevant.

Erik Meierhoff: Ja. Genau, also das, was du gerade geschrieben hast, das ist so ein bisschen nach meinem Erfahrung. Das Bild, was es noch bis in die 2010er reingab. Also, Payment war tendenziell eher ein Commodity. Ja, muss sein, möglichst billig, billig, billig, Nicht nur in Deutschland, sondern möglichst billig und deswegen auch angegliedert beim CFO, beim Treasurer, also in der Richtung, wo das gemanagt wird. Und dementsprechend wenig... Darüber nachgedacht, wie es zur Wertschöpfung einen Teil beitragen kann. Und ich habe ja mal für Rakuten in Deutschland den ersten Marktplatz aufgebaut. Und als Rakuten damals 2011, 2012, ging das los. Im E-Commerce gab es damals bei Pizza.de, Die Eltern unter uns werden das noch wissen, haben die ersten Probleme mit der BaFin, mit der Bankenaufsicht bekommen, Weil sie nämlich Geld entgegengenommen haben und das nicht reguliert hatten. Das war damals recht neu, Das ganze Thema Plattformen, wo heute reden alle ganz selbstverständlich über digitale Plattformen, über Marktplätze und Co. Das war neu, damals.

Joël Kaczmarek: Also die Besonderheit war, glaube ich, dass Du hast ein Restaurant und Du hast jemanden, der Essen bestellen will. Und du bist die Plattform dazwischen, die quasi treuhänderisch Zahlungen verwaltet.

Erik Meierhoff: Genau, du nimmst Geld Dritter entgegen und verwaltet das und zahlst das aus. Und das ist in Deutschland oder mittlerweile auch in ganz Europa regulierungsbedürftig. Wenn du nicht reguliert, bist, darfst du es nicht machen. Auf Gut Deutsch und Verstöße und Und wie ich das zumindest gut finde, wenn es um das Geld anderer Leute geht, dann bin ich mal ganz froh, dass da einer drauf schaut. Vor allem, wenn es mein Geld ist. Aber de facto war es so, dass Pizza.de dann diese Abmahnung bekommen hat. Und wir bei Rakuten haben uns sehr früh aufgestellt, dass wir auf jeden Fall reguliert sein wollen, Haben diese BaFin-Regulierung beantragt. Da haben wir aber festgestellt, weil wir eben als Startup waren, in einem sehr, sehr, sehr neuen Marktsegment, Was viele gar nicht verstanden haben.

Damals war nicht klar, Amazon war nicht der Marktplatz, sondern Amazon war erstmal noch 90% Eigengeschäft. Da war eBay noch der große Platz hier. eBay kannte man. Aber es war noch nicht für Händler selbstverständlich, dass sie auf Marktwerte gehen. Da wirklich haben wir da sehr stark daran gekämpft und mussten immer rechtfertigen, warum kommst Du denn zum Rakutenmarktplatz? Und da Ein ganz klares Thema war für uns Payment. Payment war ein großer Treiber in Deutschland. Die deutschen Kunden lieben die Rechnung und die Lastschrift. Das gab es bei eBay nicht. Da gab es PayPal und PayPal noch ohne Lastschrift und ohne Rechnung. Und dementsprechend war es so, dass wir einen großen Vorteil daraus geschlagen haben, wo wir schon gemerkt haben, okay, Der Händler kann besser an Kunden verkaufen, Weil wir eine andere Zahlung anbieten, als es eBay ist.

Das heißt, wir können mit Fug und Recht sagen, lieber Händler, Du bist schon bei eBay, verkaufst da erfolgreich auf dem Markt, Jetzt komm zu uns. Durch das Payment haben wir eine andere Zielgruppe. Das haben wir damals schon gesehen. Menschen, die Älter sind, kaufen eher auf Rechnung oder auf Lastschrift. Das war auch noch vor dem großen Zalando-Boom, bevor Zalando so richtig durchgestartet ist. Oder parallel dazu, sage ich mal. Die sich ja auch sehr stark über Rechnung und Lastschrift in den Markt reinkatapultiert haben. Also Erstmal kriege ich meine Ware, kann das in Ruhe anschauen. Wie gesagt, wir sind 2011, 2012. Internet ist noch was Neues, ist noch ein Neuland. Und da weiß ich noch nicht so ganz so wirklich, ob ich mein Zeug kriege.

Und da hat die Rechnung natürlich unheimlich geholfen, diese Leute zu überzeugen. Das bedeutet, Wir haben eine andere Klientel in einer Zielgruppe als in eBay. Deswegen war es eine gute Diversifikation, dadurch Wachstumstreiber für Merchants, zu sagen, jawohl, Ich habe meinen eigenen Online-Shop, Ich gehe zu eBay, Die haben eine eigene Klientel und ich gehe zu Rakuten, Die haben auch eine eigene Klientel. Einfach nur durchs Payment. Und dementsprechend haben wir da schon festgestellt, Das ist einfach viel mehr als nur ein Commodity, sondern ist wirklich etwas, was den Kunden wichtig ist. Und das hat sich einfach fortgesetzt. Wir haben dann festgestellt, zum Beispiel, WIR geben... Unheimlich viel Geld vorne aus bei Google und damals noch nicht so viel bei Facebook oder Instagram oder ähnliches, Damals war Google noch so der Haupt-Neukunden-Akquise-Kanal.

Geben wir unheimlich viel Geld aus, den Menschen auf die Plattform zu holen, über die Plattform durchzuschleusen. Bis in den Checkout. Und dann ist es uns eigentlich egal, Dann verhandeln wir mit damals mit dem Acquirer oder mit den Zahlmethoden direkt über eine möglichst gute Pricing, Aber wir haben uns nicht darüber Gedanken gemacht. Was denn wirklich ein Hebel ist, wie man eine Akzeptanz verbessern kann. Also zum Beispiel in der Rechnung, möglichst hohes Risiko einzugehen, dass es für den Kunden möglichst leicht ist, zu bezahlen. Wir haben vorne schon, ich sage jetzt mal eine Zahl, 100 Euro kostet das Ding. Wir haben vorne schon 20 Euro für Google ausgegeben. Und hinten mache ich mir Gedanken, ob ich 17 Cent oder 27 Cent an den Acquirer abdrücke.

Das macht gar keinen Sinn. Und das habe ich damals schon gesehen und das war wirklich ein großes Learning für mich. Ich sagte, Mensch, das macht ja echt einen Riesenunterschied, wenn ich das Payment sauber steuere, Intelligenz steuere, Das Risiko sauber steuere, Intelligenz, Steuere. Und dadurch nicht nur die Kosten im Griff habe, was natürlich den CFO gefreut hat, Aber auch vor allem die Kunden, Die Customer Experience im Griff hatte, wo der Kunde sagte, jawohl, das macht Sinn für mich, das macht Spaß, Mir ist die Rechnung wichtig, mir ist PayPal wichtig, mir ist die Lastschrift wichtig, Mir ist die Kreditkarte wichtig, mir ist giropay, gab es, haben wir sofort überholt. Wir hatten bis zu 13 Payment-Tonen angebunden, weil wir halt auch so viele Zielgruppen bedient haben.

Die Jungen, die Alten, die Dicken, die Dünnen, irgendwie alle.

Joël Kaczmarek: Okay, also, wenn ich es mal in Thesen gieße, Das eine, was Du mir ja schon im Vorfeld mitgegeben hast, ist, Payment steht für Dich für Kundenzufriedenheit. Das schwingt ja damit. Und das Zweite ist, Es ist auch UX, also User Experience. Natürlich. Das ist eigentlich sehr nahe aneinander. Das können wir vielleicht zusammenfassen. Und jetzt würde mich ja mal interessieren, siehst du so. Konsolidierung? Weil ich erinnere mich auch noch, wenn du so Shops gebaut hast, musst du eigentlich mal sagen, okay. Was soll sein? Kauf auf Rechnung, Kreditkarte, PayPal, Apple Pay? Gibt es da so eine Zuspitzung, dass Du merkst, es werden weniger? Oder ist dieses Oligopol quasi gleichbleibend breit?

Erik Meierhoff: Ich glaube, IM Kunden-Brand-Gedanken wird es mehr. Die Payment-Methoden werden weniger, konsolidieren sich. Also, es gibt die Karten, vielleicht für Leute, die sich nicht täglich mit beschäftigen. Es gibt die klassischen kartengestützten Payment-Methoden. Das ist eine Visa, Mastercard, also eine Kreditkarte. Es gibt die Kreditkarte und die Debitkarte. Also Kartengestützte Payment-Methoden, Die vermehren sich nicht. Dann gibt es... Die kontengestützten Payment-Methoden, Also ich überweise per Rechnung, Ich gebe eine Lastschrift, Alles, was vom Konto losgeht, Das wird auch nicht mehr, sondern ganz im Gegenteil, Das ist etwas, was wir je nach Land in Europa spätestens durch den SEPA-Raum vereinfacht haben, standardisiert haben, auch über die Grenzen hinaus.

Jetzt gibt es eben durch neue Regulierungen auch noch einen viel einfacheren Zugang, einen viel schnelleren Zugang, sogenannte Instant Payments. Quer durch Europa muss ich innerhalb von 10 Sekunden von einem Bankkonto zum nächsten transferiert haben. Das ist nicht nur in Deutschland, sondern das ist im Europa-Gesetz. Das heißt, das hat sich eigentlich stabilisiert. Kundenbrands, Kunden zahlen nicht nur mit der Visa Card und mit der Mastercard oder mit der girocard, Sondern Kunden zahlen auch noch mit Apple Pay und mit Google Pay. Apple Pay und Google Pay wiederum haben im Hintergrund die Payment-Methoden laufen, die ich gerade genannt habe, nämlich die girocard, DIE Visa Card, DIE Mastercard.

Das heißt, Die Kundenbrands werden mehr. Ähnlich ist es jetzt auch bei PayPal zum Beispiel. PayPal hat im Hintergrund als Standardmetho.de sozusagen fürs Funding, damit PayPal-Zahlen funktionieren, per Lastschrift als Girokonto angebunden, Eine Visa Card, eine Mastercard, eine Amex, was auch immer, eine girocard nicht, aber viele Kartentypen. Das heißt, das bleibt gleich, Kundenbrand nach vorne werden mehr. Und dadurch wird die Konsolidierung eigentlich eher... Im Hintergrund stattfinden als nach vorne.

Joël Kaczmarek: Wie ist das jetzt bei euch? Also, ich frage jetzt immer für Laien auch die Zuhörenden. Die fragen sich jetzt vielleicht, okay, Habe ich bald auch als Bezahlmethode, was ich bei dem Typen da auf der Brust sehe, also kann ich bald auch Wallipay machen oder seid Ihr wieder nur jemand, der andere Bezahlmethoden, was du gerade gesagt, hast, kartenbasiert, kontenbasiert, etc. Quasi rüberschiebt?

Erik Meierhoff: Genau, Wir sind technischer Dienstleister, wenn du so willst, Technischer Payment Service Provider im Kern und Acquirer. Das heißt, Wir unterstützen Händler, wie auch Payment-Methoden, also Visa, Mastercard dabei, die Komplexität rauszunehmen. Also das, was du gesagt hast, da ist die Marge für uns natürlich. Wir versuchen es, möglichst einfach konsumierbar zu machen. Du hast einen Shopware-Shop, super. Du hast einen Shopify-Shop, auch super. Du bist am POS, egal wie. Wir haben eine rein online basierte, in der Cloud liegende, eine einzige Payment-Plattform. Das heißt, für uns oder mit uns zusammen wird es für den Merchant, egal, wie er aufgestellt ist, Ob er am POS ist, Ob er eine eigene App hat, ob er einen Webshop hat, ist egal. Der kann mit einer Plattform alle Kanäle bedienen, Alle Zahlmethoden bedienen und muss sich über das alles, was im Hintergrund stattfindet, nicht so viel Gedanken.

Joël Kaczmarek: So, Und jetzt kommen wir zurück zu unserer Debatte. Also Du hast jetzt gesagt, Pass auf Joël, meine ersten beiden Thesen. Payment ist einerseits wichtig für die Kundenzufriedenheit und andererseits UX-relevant. Dann käme ich jetzt und würde sagen, aber Moment mal. Erik, ist das nicht eigentlich so? Das ist doch wirklich Commodity, ob ich das jetzt mit euch oder über euch anbinde, die Bezahlmethoden oder über einen Stripe. Oder wen es denn noch alles? So gibt. Das ist doch eigentlich alles dasselbe, es funktioniert doch alles. Wo ist denn der Qualitätsunterschied? Also welchen Hebel habe ich denn, dass ich jetzt sagen kann, okay, wenn ich das schlecht mache, so und so viel Verlust versus, wenn ich es gut mache, weil es wirkt für mich alles so durchstandardisiert.

Erik Meierhoff: Ja, genau. Also, wie ich schon sagte, Im Backend wird immer mehr. Also die Protokolle und Anforderungen, die eine Visa, Mastercard rausgibt, die eben durch Sowas wie Instant Payment oder Open Banking kommen, Das wird immer stärker standardisiert. Ich glaube, es ist wichtig, bei der Wahl des richtigen Partners wirklich darauf zu achten, Wie kann ich mit dem So Individuallösungen ausarbeiten. Stripe zum Beispiel mal einen netten Wettbewerber zu nennen, Die kommen ja ähnlich, wie wir auch aus der technischen Ecke, Das heißt... Natürlich sind deren Stärken, genauso wie bei uns, darin, wirklich sehr individuelle Kundenlösungen zu machen. Ich habe das Thema Customer Experience ja eben schon angerissen.

Für viele war das ganze Thema der sogenannte Uber-Moment im Payment. War so ein Game-Challenger, kann man schon fast sagen, wo die Leute angefangen haben, anders auf Payment zu schauen. Nämlich Du steigst, du rufst ein Uber, sagst, wo du hin willst über die App, steigst ins Uber ein und steigst aus. Da wirst du gar nicht mehr gefragt, Wie wollen Sie bezahlen, mit Karte oder Bar. Sondern du hast schon bezahlt. Und damit das so funktioniert, musst du im Hintergrund, egal, ob du Uber zahlst, mit deiner Karte normalerweise, heutzutage zumindest hier in Europa, Und was dann im Hintergrund passiert, ist hochstandardisiert, aber damit das so funktioniert mit Uber, Da muss jemand, wie wir, jemand wie die Stripe, muss unheimlich viel an Technologie bereitstellen.

Und das wiederum ist natürlich auch für den Uber. Die einzige Möglichkeit, eben diese Customer Experience herzustellen, zu sagen, Boah, geil, Ich muss ja gar nicht mehr bezahlen. Eigentlich schon, Aber dieser Willensakt, der nicht nur hier bei Euch in Berlin, sondern vielerorts auch schwierig ist, ja, Das Lesegerät ist gerade kaputt, Ich nehme nur Bargeld und ähnliches, diese Diskussion habe ich dann gar nicht.

Joël Kaczmarek: Naja, Jetzt überlege ich so, Wo kann dann sozusagen der Schaden herkommen? Ja, eigentlich nur, wenn ich, Also entweder beim Thema Fraud, wenn ich Risiko habe, betrogen zu werden. Oder wenn ich die negative Erfahrung mache, dass meine Bezahlung abgelehnt wird. Was dann auch wieder auf Fraud zurückzuführen, ist, weil wahrscheinlich irgendein Alarm angesprungen ist, okay, Der Typ Kreditwürdigkeit, Risiko Zu hoch, pipapo. Ich gehe gerade so im Kopf durch, wenn ich mich jetzt mal so durch die Handelswelt bewege, Also nehmen wir mal ein Payback, Es gibt ein PAYBACK Pay, nämlich im Supermarkt. Da gibt es einen REWE Pay oder einen Lidl Pay. Ich weiß nicht, Gibt es auch einen ALDI Pay? Aber es sind schon mal drei Pays, die ich auf meinem Handy alleine habe, die mir einfallen. Ist sozusagen das Wohl und wehe dieser Bezahlumsetzungen nur davon abhängig, dass ich jemanden habe, der es technisch gut beherrscht und der dieses ganze Risikomanagement im Griff hat, zu wissen, okay, der Kunde, der da gerade bezahlen will, Dem dürfen jetzt die Euros Rüber transferieren zu Lidl. Oder gibt es noch weitere Faktoren, wo du sagst, da macht es einen Unterschied?

Erik Meierhoff: Ich glaube, gerade bei den drei von dir genannten, Das Payment hängt sehr stark, immer zusammen mit dem Thema Loyalty. Also alle Punktesysteme, Nicht nur Payback oder eben mit seinem eigenen Thema oder auch Lidl, hat es natürlich sehr stark daran geknüpft. Die drei zum Beispiel versuchen, das primär über QR-Codes zu lösen, damit zu sagen, ich habe mit der Zahlung zusammen, verbinde ich das ganze Thema. Loyalty. Auch das ist natürlich ein sehr technisches Thema und da auch wieder. Im Hintergrund laufen die Karten, die Wertenkarte oder das Bankkonto, also auch da keine große Innovation im Hintergrund, Die Innovation ist dann im Frontend, die Kombination mit Payment und eben Loyalty.

Und das ist etwas, Was wiederum natürlich in einer App funktionieren muss, was auch von einem, Du hast gerade das Thema Schaden angesprochen, was natürlich. Leider muss man so sagen, hat sich Lidl damit sehr stark in die Nässe gesetzt. Heute noch, Wenn man nach Lidl Pay und Betrug googelt, findet man auch die Einträge. Ich glaube, Die BILD hat damals sogar eine eigene Landingpage dafür gebastelt, weil es wirklich zu Massiven fort gekommen ist, weil sie etwas ganz toll gemacht haben. Sie haben an den Kunden gedacht, wollen es dem Kunden so einfach wie möglich machen, dass der Kunde so einfach wie möglich mit Lidl Pay bezahlen kann. Leider haben Sie das Zulasten der Sicherheit gemacht, sodass viele...

Einfach Abbuchungen bekommen haben von Lidl Pay, ohne dass sie jemals eingekauft haben. Und da, glaube ich, Ist die Kombination zwischen Sauberes Processing, also die Abwicklung der Zahlung im Hintergrund, Saubere Frontend-Gestaltung mit einem guten technologischen Partner, Dann wird es wirklich, sage ich mal, In solchen Use Cases, wird es wirklich wichtig, jemanden an der Seite zu haben, der sich eben dann auch wiederum mit Fraud auskennt und dann wieder sagen kann, okay, Pass mal auf. Sorry, Lidl, Aber ihr macht das jetzt hier zum ersten Mal. Es ist vielleicht nicht der beste Gedanke, jetzt nur das UX-UI-Team drauf schauen zu lassen, sondern auch mal das Fraud-Team drauf schauen zu lassen, Weil vielleicht ist es nicht gut, wenn ich einfach nur meine Bankdaten eintrage.

Ich kenne jetzt deine E-Bahn-Licht-Drelle, Aber wenn ich die kennen würde, dann würde ich dich eintragen. Und dann wäre es von dir kommen, konnte abgebucht. Weil so funktioniert die Lastschrift. Sehr einfach. Sehr, sag ich jetzt mal, convenient, wie man so schön auf Marketingdeutsch sagt, aber auch sehr forderfiehlend.

Joël Kaczmarek: Ich hab das mal ganz blöd gefragt. Für mich fühlt sich dieser Markt immer so standardisiert an, weil ich ja natürlich auch auf so einer kleineren Brille drauf gucke. Ist es so, wenn ich jetzt mit einer riesigen Anzahl an Kunden um die Ecke komme, wenn so ein Lidl jetzt bei euch aufschlägt und sagt, Pass mal auf. Erik, war zuerst irgendwie ein schmerzhaftes Thema, Wir wollen es jetzt mal richtig machen, hilf uns mal. Aber wir sind ja, so fett. Das machst Du Bitte für einen Bruchteil des Preises, den du sonst aufrufen würdest. Bei vergleichbaren Playern oder bei anderen Playern. Läuft das so? Also gibt es da Verhandlungsspielraum. Und ist es sozusagen, so, dass die Qualität von so einem Payment sich dann auch danach bemisst, wie viel ich bereit bin, zu zahlen oder ist das nicht so?

Erik Meierhoff: Ja, absolut. Also das gibt es immer wieder leider. In diesem Fall, weil es nicht öffentlich ist, würde ich den Namen nicht sagen, aber mir ist durchaus bewusst, dass es manchmal gerade große Handelsketten, Dieses muss man verstehen, wo kommt der Handel her? Wir kennen alle die Klischees, Da werden die Einkaufsverhandlungen im kleinen Kämmerlein viel zu heiß und dunkel. Und so. Das ist ja die Legacy, die der Handel mit sich rumschleppt. Und da geht es natürlich über billig. Einkaufen und teuer verkaufen. Das ist in der DNA des Handels. Und natürlich, wenn ich irgendwie versuche, eine Leistung maximal im Preis zu drücken, Das mag in der Automobilindustrie noch bis zu einem gewissen Grad gehen.

In Klammern früher, heute leider auch nicht mehr so. Aber das wird dann wirklich schwierig, wenn man zum Beispiel sagt, in dem Fall, der mir gerade vorschwirbt, Wenn man dann das ganze Thema so einer abgesicherten Lastschriftzahlung rausgibt. Und sagt, ich zahle dir ABER nur... Keine Ahnung, nur einen Cent für so eine Transaktion oder fünf Basispunkte für so eine Transaktion, Dann kann der Dienstleister auch nur bis zu einem gewissen Grad natürlich haften, Weil diese Absicherung ist wie eine Versicherung. Und das kannst du dir vorstellen, Ich habe ein Haus für eine Million und will es versichern. Und dann sagt das Versicherungsunternehmen, Das kostet sich im Jahr 10.000 Euro. Dann sagst du, ich will es immer nur für 1.

000 haben, dann versichere ich dir halt nur für 100.000. Das ist ja kein Problem, machen wir es halt, so. Und dann kann das natürlich nach hinten losgehen.

Joël Kaczmarek: Okay, so, also. Wir haben jetzt schon mal zwei Dinge sozusagen durchgekliniert. Jetzt hast du mir jetzt Drittes gesagt, Payment ist auch Sales. Was meinst du damit?

Erik Meierhoff: Also die Verknüpfung zum Sales, glaube ich, hatte ich eben schon kurz angedessen. Ganz viel der Loyalty-Funktionen funktionieren direkt oder indirekt über Payment. Das heißt, in der technischen Verknüpfung, in der logischen Verknüpfung. Und dann habe ich natürlich noch, wie ich vorhin auch schon gesagt habe, Es gibt gewisse Affinitäten, gewisse Zielgruppen, Die erwarten einfach, dass du eine gewisse Payment-Methode hast. Ansonsten konvertieren die nicht bei dir. Das heißt, nehme ich jetzt mal die Jüngeren, die primär mit dem Handy unterwegs sind, ganz Stereotyp, Aber diese Studien gibt es wirklich, Deswegen ist das auch so. Wenn ich jetzt... Ein Lieferando, ein Bolt, ein Wolt bin oder ähnliches, also ein Geschäftsformat, Was primär am Handy, wahrscheinlich zu 95% am Handy stattfindet, Ist es je nativer, das Payment ins Handy eingebaut ist, siehe Apple Pay, siehe Google Pay, Desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute auch konvertieren.

Natürlich kann ich theoretisch eine Lastschrift am Handy machen, indem ich meinen. IBAN-Code in die Tastatur Eingebe auf dem Handy. Wird das jemand machen? Ich glaube, meine 18 oder 14-jährige Tochter wird es nicht machen. Die 14-jährige ist noch nicht geschäftsfähig, Die 18-jährige schon. Die wird es einfach abbringen. Die wird sagen, Okay, Lieferant, sorry, Dann bestelle ich doch bei Uber Eats, weil da kann ich einfach Apple Pay machen. Also geht bei beiden Apple Pay, deswegen nicht, dass es falsch verstanden wird, aber halt sinngemäß. Und deswegen glaube ich, wenn du dort nicht wirklich Payment mit 1 hießt, Verpasst du Sales oder wirst halt völlig nebenher einfach stattfinden.

Joël Kaczmarek: Hm, ja, ich verstehe schon, was du meinst. Es geht so ein bisschen auch Hand in Hand, ne? Also Du hast jetzt gesagt, das wirkt sich auf die Kundenzufriedenheit aus, auf die User Experience. Damit wird es verkaufsrelevant. Das ist ja eigentlich sozusagen eine logische Folge, aus dem, Was du vorher schon gesagt hast, ne?

Erik Meierhoff: Absolut.

Joël Kaczmarek: Ich meine, wir können es ja mal so ein Stückchen weiter treiben, weil wir angedroht. Fünf Dinge immer bei uns. Und ich glaube, das knüpft da ganz gut an. Business Enabler. Hast du gesagt. Payment ist für mich auch Business Enabler. Geht das sozusagen so in diese gleiche Scharte rein, die du gerade schon so ein bisschen aufgemacht hast, dass sozusagen Geschäft kommt, weil Vertrieb, weil ich diese Kundenzufriedenheit habe, aus dem Bezahlmoment heraus?

Erik Meierhoff: Ja, und wie gesagt, Es gibt mittlerweile so viele Businessmodelle, die ohne das entsprechende Payment nicht funktionieren würden. Viele von uns kennen ja das ganze Thema In-Car-Payment. Also, es gibt ganz viele Apps auf dem Handy, womit ich parken kann. Es gibt ganz viele Apps auf dem Handy, womit ich tanken kann. Also auch nicht mehr in die Zapfsäule. Fahre und sage, Ich bin jetzt hier per GPS-Ordnung an der XY-Tankstelle in Berlin. Wo bist du? Bist Du Zapfsäule 5 oder 6? Nee, ich bin 6. Dann tanke ich mal und dann zahle ich darüber über die App. Das gibt es mittlerweile auch in vielen Autos fest. verbaut, sozusagen, dass die Apps dort nicht tief laufen. Und ganz groß im Vorfeld war dort Mercedes.

Ich glaube, mittlerweile sind auch viele weitere Hersteller im Europäischen Raum, in China sowieso, aber auch im Europäischen Raum unterwegs. Und wenn ich jetzt so ein In-Car-Payment nehme, wenn ich jetzt sage, okay, was muss ich denn machen, damit ich ein tolles Erlebnis habe? Mercedes-Benz definiert sich ja als Luxushersteller. Also Die wollen ein ganz tolles Erlebnis haben. Die wollen sagen, mein Kunde muss super zufrieden sein und nur dann kann ich etwas anbieten. Das Auto, Ich sitze im Auto, unabhängig vom Handy, muss ich feststellen, Ist das jetzt der Erik, der da im Auto sitzt, Also Die Authentifizierung muss funktionieren, Die Autorisierung möchte ich jetzt bezahlen und dann auch das tatsächliche Bezahlen an sich muss funktionieren, obwohl ich im Auto sitze und ich glaube, das ist bei allen OEMs, Also.

Bei allen Autoherstellern, die das anbieten, ist es ähnlich mittlerweile. Ich kenne es aus dem Mercedes, weil wir das mal getestet haben. Ich fahre auf der Straße, Parke hier bei dir in Berlin vor der Haustür. Und das MBUX, so heißt Das Kommandosystem bei Mercedes, spricht mich an, willst du parken? Weil die identifiziert haben, dass ich jetzt auf einer öffentlichen Parkfläche stehe. Und sie haben auch sofort das richtig zugeordnet. Bei GPS-Ordnung. Und dann kann ich jetzt sagen, jawohl, ich fälle einen Motor ab, das will ich parken, jawohl, Ich will parken. Und wenn ich losfahre, stoppt das Parken automatisch. Und das glaube ich... Das wäre ohne ein richtiges Payment nicht möglich, also deswegen Business Enablement, Weil ich muss eben all diese Autorisierungs- und Authentifizierungsstrategien, Da muss ich eine minutengenaue Abrechnung machen und eine Rechnungszustellung machen.

Und das alles an den richtigen Menschen mit den richtigen Zahlungsmethoden.

Joël Kaczmarek: Das ist ja total faszinierend. Also, ich kannte jetzt irgendwie Podcast oder auch diese Parkhäuser, wo die dann hier dein Nummernschild auslesen, Dann geht die Dings hoch und so weiter und so fort. Aber da verstehe ich, was du meinst mit Business Enabler, Weil sozusagen so ein komplett neues Geschäft aufmacht oder eine andere Art, wie ein bestehendes Geschäft umgesetzt wird. Und es funktioniert nur, ich meine, Jetzt kommt fairerweise neben Payment noch ein paar andere Sachen zusammen, Aber weil dieser Prozess sozusagen, so reibungslos ist. Also, wenn man es mal so durch die Klinik, das ist ganz spannend. Ich meine, klar, jetzt kannst du sagen, ich frage mich gerade für so eine Tankstelle, ist nicht eher schädlich, wenn die Leute nicht aussteigen, weil sie dann nicht mehr den Kaugummi, die Cola oder was weiß, ich kaufen. Aber Kern verstanden.

Erik Meierhoff: Und da ist es ja auch so, da kommt wieder Leute zusammen, das heißt, wenn du dich registriert, hast, kriegst du zum Beispiel oder kannst du, Das ist nicht automatisch, so, Aber kannst du halt getargetet werden, kannst du halt sagen, jawohl, das, was du sagst, heute die Cola oder du tankst über 50 Euro und dann den Kaffee für einen Euro dazu, Dann gehst du halt auch wieder rein. Also das geht ja Hand in Hand, Das ist ja das Schöne.

Joël Kaczmarek: Charming. Gibt es so Industrien, die Du siehst, die viel auf solche Faktoren... Sitzung, Wo Payment genau so ein Motor wird, also Autoindustrie, Haken hinter. Aber gibt es da so Schwerpunkte oder ist das irgendwie, also wenn eigentlich überall wo Handel ist, hätte ich jetzt wahrscheinlich mal vermutet.

Erik Meierhoff: Also klar, Primärhandel, Das kriegt jetzt natürlich einen wahnsinnigen Push durch das ganze Thema. KI und Stichwort Agentic Commerce, Agentic Payment, Das ist gerade so Böse gesprochen, die Sau, die durchs Dorf getrieben wird, Aber tatsächlich ist es etwas, wo ähnlich des Uber-Moments, den ich vorhin beschrieben habe, Payment ganz stark nach hinten tritt und natürlich man dem Agenten sagen soll, jawohl, Ich will dieses Wochenende Campen gehen mit meinen Töchtern, Die sind 14 und 18. Ich war noch nie campen, ich habe eigentlich nichts, Was brauche ich denn überhaupt? Achso, Und außerdem habe ich 500 Euro. Budget und gute Nacht, Wir haben Montag, es müsste bis Freitag da sein.

So, lauf mal los, lieber Agent. Und dann läuft er ja los und screent und macht und tut und schlägt was vor. Und das ist alles ganz schlau. Und dann will ich das auch kaufen. Wahrscheinlich ist es über vier Shops verteilt, was ich alles brauche. Von Zelt bis Schlafsäcke bis Isomatten bis Gaskocher und sonst irgendwas. Und dann möchte ich das natürlich alles auch bezahlen. Und nicht viermal einzeln auschecken, sondern so, wie ich das von klassischen Marktplätzen kenne, Wahrscheinlich möchte ich mit einem Klick das auschecken. Und dann muss auch dort wieder das Payment in der Lage sein, entweder mit dem einmalwilligen Aktes auschecken, jawohl, Will ich, will ich, will ich, das zu bestätigen. 1 zu M oder halt sogar, Dass ich dem das mitgebe und dem Agenten sage und kauf gleich für mich ein.

Dann mache ich noch nicht mal mehr diesen Schritt. Das ist so gerade das Thema, was auch natürlich sehr stark den hochregulierten Payment-Bereich betrifft, weil alles, was mit Geld zu tun hat, ist ja mindestens mal in den westlichen Ländern sehr stark reguliert. Da kann ich nicht einfach sagen, jawohl, mach mal, weil es technisch geht, Sondern ich muss natürlich auch den Anforderungen der Bankenregulierung entsprechen.

Joël Kaczmarek: Ich wollte dich gerade fragen, gibt es für Sowas schon einen Standard? Also gibt es also a regulatorisch, aber B auch technisch, Weil am Ende des Tages kauft ja gar nicht der Erik, Eigentlich kauft ja der Claude oder das OpenAI oder Whoever it is. Also gibt es das schon sowohl technisch als auch von der Abwicklung. Her Standards?

Erik Meierhoff: Ja, absolut. Also, das ist so ein, wie immer. Bei solchen neuen Technologien, gibt es so einen kleinen, kleinen Wettbewerb, natürlich gerade. ALLE großen... Digital Player haben ihren Hut ins Rennen geschmissen, also neben Google und OpenAI mit eigenen Standards. Haben auch Visa und Mastercard schon ihre eigenen Standards entwickelt. Aktuell ist es noch nicht wirklich entschieden und das Event ist offen. Es gibt nicht viele agentische Transaktionen. Neulich an der Veranstaltung hat jemand von Visa gesprochen, der hat gesagt, es gibt global irgendwie mehrere hundert Transaktionen am Tag. Das ist jetzt nicht so viel. Aber es geht jetzt mehr darum, die Infrastruktur für Morgen zu bauen. Und da sind jetzt wirklich alles, was Rang und Namen hat, sind dort dran. Nach meinem persönlichen Verständnis hat Google mit dem UCP und dem Unified Commerce Protocol einen ganz guten Wurf gemacht. Die haben es geschafft, mindestens mal neben ein paar Payment-Playern auch noch eine Amazon mit zu überzeugen, dort zu partizipieren. Muss man schauen, wie das Ganze ausgestaltet wird, Aber ich glaube, da wird sich einer der großen Wirts machen, wird sich eine Koalition bilden. Und dann werden sie wahrscheinlich den einen Standard bilden.

Joël Kaczmarek: Was ist so deine Bewertung davon, weil du gerade gesagt, hast, eine Sau, die durchs Dorf getrieben wird? Betrachtest du es eher als problematisch? Oder ist es einfach gerade so, dass es noch ein bisschen wilder Westen ist? Und sich findet? Wie ist denn so dein Urteil darüber?

Erik Meierhoff: Ja, so ein bisschen letzteres. Es ist gerade Wilder Westen. Die typischen Beratungsfirmen verdienen viel Geld. damit, dass sie jetzt tolle Slides dazu bauen und so ein bisschen vom FOMO profitieren. Das sollen sie auch machen, finde ich auch gut. Es ist halt alles hochreguliert, und jetzt ist es wahrscheinlich, eine typisch deutsche Sicht darauf zu sagen, bevor das nicht komplett mal jemand durchstoßen, hat, mal so einen Durchstich gemacht hat, Können wir alle ruhig bleiben. Nee, so ganze sehe ich es nicht, Aber es ist primär jetzt technisch gedacht und das ist halt. ohne, Nehmen wir jetzt mein Beispiel von eben. Ich war ja zweieinhalb Jahre bei Idealo und hab... Dadurch glaube ich ganz gut verstanden, wie nicht nur Deutsche, sondern wie Menschen in Mitteleuropa im E-Commerce agieren.

Und wir Deutschen sind sehr preisgetrieben, im besten Preis, aber wir Deutschen haben auch gelernt, nicht nur, dass viele, viele, Viele Millionen Deutsche ein Amazon Prime Abo haben. Und deswegen eine hohe Affinität zu Amazon haben, sondern auch, Ich gehe davon aus, dass Amazon ein relevantes Angebot für mich hat. Das heißt, wenn ich ein cooles Thema habe, wo ich sage, okay, Auf der Idealo-Page fehlt das Amazon-Angebot, dann gehen die Leute trotzdem zu Amazon und suchen bei Amazon, Ob es das Produkt da auch gibt, weil sie es vermissen. Das heißt, Für den Kunden ist ein Produkt, mindestens mal in Deutschland und in kerneuropäischen Märkten, auch UK, ohne ein Amazon-Angebot kaputt. Und ein kaputtes Produkt, also ein Gen-D-Commerce ohne Amazon dabei, Das ist, glaube ich, in vielen Märkten nicht durchsetzbar.

Und das sind, so Sachen, Neben der Regulatorik, würde ich sagen, so aus der Kundenbrille heraus betrachte, wo ich sage, jawohl, klingt erstmal schlüssig, klingt gut, das mache ich zweimal, Ich habe Amazon Prime und erwarte, dass etwas von Amazon dabei ist, Ich kriege nicht Amazon angeboten, funktioniert für mich nicht. Das ist so ein bisschen, das und so gibt es, glaube ich noch, ein paar Herausforderungen zu lösen, aber ich bin sicher, das wird sich lösen, nur... Bis das wirklich on Scale in unseren Gefilden ankommt, Da müssen noch ein paar Hausaufgaben gemacht werden.

Joël Kaczmarek: Ein passendes Stichwort zu der nächsten Frage, die ich dir stellen wollte, on scale in unsere Gefilde. Wenn man mal in den asiatischen Markt schaut, sieht man ja sehr stark. Diese ganze WeChat-Geschichte. Also, da ist ja alles in Messenger eigentlich integriert. Sowohl die Shops fairerweise, aber auch das ganze Bezahlen. Also, du hast quasi eine Sache, die überall anwendbar ist. Was ist so dein Blick darauf, wenn Du mit einer Payment-Brille drauf guckst? Warum ist es in Deutschland oder Europa nicht so? Dass wir nicht so eine Super-App haben, dass das bei uns nicht an den Kommunikationspfad gedockt ist, Weil. Wir gehen immer an einen Ort hin, um zu kaufen. Dort kommen die Orte quasi in deine. Kommunikationsumgebung. Warum ist das bei uns anders?

Erik Meierhoff: Meine Lieblingsantwort darauf ist, in China Essen Sie Hunde. Also nicht nur, weil ich den Film so gut finde.

Joël Kaczmarek: So habe ich auch gerade daran gedacht.

Erik Meierhoff: Sondern weil tatsächlich, nur weil etwas dort funktioniert, heißt es noch lange nicht, dass es zu uns passt, weder kulturell noch technisch. Was wir haben, ist eine unheimlich starke Legacy. Man kann jetzt sagen, die Deutschen, Die haben so ein bisschen Angst davor, German Angst sagt man ja auch gerne. Wir haben den Riesen Vorteil, wir haben eine sehr starke Legacy. Und vor den ganzen Alipay und WeChat Pay Diskussionen gab es aus Kenia ein mobile Payment Thema, was durch die Beraterfolien getrieben wurde. M-Pesa hat dabei einen ähnlichen Ursprung wie auch in China. Es gab einfach keine Infrastruktur. Das heißt, die mussten es schaffen.

Joël Kaczmarek: Also, leapfrogging quasi. Genau. Also eine Entwicklung wurde übersprungen.

Erik Meierhoff: Mindestens eine, genau. Und das ist halt hier schwierig. Wir haben halt hier eine perfekte Abdeckung. Also viele Leute wundern sich oder haben sich vor zehn Jahren gewundert, wie schlecht in Anführungszeichen. Die Zahlinfrastruktur in den USA war. Wo doch die USA so technisch advanced sind und so offen sind und sonst irgendwas. Aber es war wirklich nicht einfach, dort eine gute, funktionierende Thermal-Dichte zu finden, wo man einfach da eine Karte ranhält. Und so ist es so, dass wir sozusagen unter der guten Legacy zum Teil leiden. Das ist das eine. Zum anderen haben wir natürlich eine große Fragmentierung, nicht nur durch Europa, für verschiedenste Märkte, verschiedenste Sprachen, Steuern und eben dadurch auch lokale Payment-Methoden.

Das heißt, wir haben sehr etablierte Payment-Methoden in den Märkten in Deutschland, nach wie vor noch am POS sehr stark die girocard, aber eben auch die Player dann. Wenn du siehst, weil ich eben Amazon hatte, Ich habe mich sehr oft stark mit Amazon aufeinandergesetzt. Deutschland war zum Beispiel immer der zweitstärkste Markt in den USA. Von Amazon, von eBay, von PayPal. Andere Länder wurden davon... Verschonen In Anführungszeichen nehmen wir Holland, die sich sehr starke, unabhängige Infrastruktur aufgebaut haben, sowohl im E-Commerce als auch dadurch im Bezahlen und die teilweise bis heute noch vorhanden sind. Das heißt, so einen großen Player hat sich nie durchgesetzt, Ein oder zwei großen Player in ganz Europa, die dann dort einen entsprechenden Standard reindrücken können.

Und in Ich glaube, was uns noch unterscheidet, ist, Das kenne ich vielleicht auch durch meine Marktplatz-Historie bei Rakuten, ein idealo sehr stark geprägt, was den europäischen Händlern sehr wichtig ist, ist. auch noch Kontrolle zu behalten. Also alles abzugeben, ja, Bei Amazon gebe ich alles ab, das ist wohl wahr, aber das ist nicht so die beste Opportunity, wo jeder Händler sagt, juhu, Ich gebe alles ab. Das hat sich erst in den letzten zehn Jahren so ein bisschen geändert. Eine größere Bereitschaft dazu. Und viele Händler gehen nach wie vor. Nicht zu Amazon, weil sie dort kein Geschäft machen wollen, sondern weil sie den Kundenkontakt haben wollen, die Kundendaten haben, wollen, den Kunden kontrollieren wollen.

Das glaube, ich ist auch noch etwas, was uns sehr früh sozusagen neben der funktionierenden Legacy davon abgehalten hat, So ein WeChat Pay, ein Alipay oder ein Alibaba-Ökosystem hier zu haben, mit entsprechendem Payment integriert. Wobei, wie gesagt, die Berater, das auch seit 10, 15 Jahren erzählen.

Joël Kaczmarek: Gut, jetzt noch mal kurz das Kassenschutz. Also, wir haben gesagt, also von dir, Wachstum durch Payment Kommt A, durch Kundenzufriedenheit, durch UX, durch Sales. Wir haben gesprochen über das ganze Thema Business Enablement mit den Autos, was wir gesagt haben. Jetzt wäre noch so ein fünfter und letzter Punkt. das, was wir eigentlich schon mal angerissen haben, nämlich, Wie kriege ich denn eigentlich? Podcast in den Griff, weil die sind ja auch ein Wachstumshebel. Wenn ich quasi in dieser Falle, bin, So Pay Peanuts, Get Monkeys, Wenn ich zu wenig zahle, dann laufe ich auch in ein Problem rein. Was siehst Du denn da für einen Pfad, wie ich da? Quasi ein gutes Wachstum durch Podcast in den Griff stehe?

Erik Meierhoff: Genau, also ein ganz wichtiges Thema. Und da wäre es am Anfang, habe ich es gesagt, so ein bisschen eher negativ, weil es zu einseitig in der Vergangenheit war. Aber natürlich ist Payment einer der Cost of Sales, die je nach Geschäftsmodell teilweise echt einen Großteil einnehmen können. Wenn ich an meine Plattform-Zeiten zurückdenke, bei Rakuten oder ähnliches, wenn Du 5% Take-Rate hast beim Händler. Und davon sind 2% Podcast, dann kannst Du Dir vorstellen von den 3% Punkte. Und von den 3% Punkten, wenn du dafür Google und Facebook bezahlen musst und noch die Plattform bezahlen musst, da bleibt nicht mehr viel für dich über. Das heißt, Das ist für die klassischen, modernen, digitalen Plattform-Themen, die alle sehr dünn, marschig aufgestellt sind, ist es eins der Kernthemen, um wirklich Cost of Sales zu optimieren.

Da kann man unheimlich viel machen. Also, das ist etwas, Jetzt will ich nicht dazu aufrufen, Wie gesagt, PayPal ist ein guter Partner von uns, aber... PayPal, Wie gesagt, ist ja eigentlich nur eine Brand, eine Hülle, Ein Container für mein Bankkonto, für meine Kreditkarte, für meine Debitkarte oder für eine Vorauszahlung. Das kann ich eigentlich auch anbieten. Heutzutage, in der jetzigen Zeit, schauen wir uns mal. Ryanair an, Die bieten jetzt auch Payment per Bankkonto an. ganz, ganz, weil es eine nicht deutsche Firma ist, Ist das für den englischen, irischen Geschäftsraum ist das etwas revolutionär? Ist dieses Pay by Bank. Das bieten immer mehr große Player an, weil sie eine eigene Brand haben.

Die sind sehr vertrauensvoll, also insofern, für einen eher vertrauensvollen Mann. Aber die Kunden auf jeden Fall wissen, ihr Geld ist, sie wissen, man muss sich darauf einlassen. Das hast du vor 10, Vor 20 Jahren hat es das nicht im Internet. Da war es nur eben die Frage, kommt dein Geld, kommt dein Paket überhaupt an. Das heißt Zalando hat es vorgemacht. Mit wirklich einem großen Fokus auf Kaufaufrechnung und Kaufauflautschrift. Damit kannst du deine Kosten natürlich sehr stark runterdrücken, wenn du das, was am Markt funktioniert, Du hast eine starke Brand als Merchant, Du hast einen tollen Kundenservice als Merchant, und dann kannst du eigentlich selber, Gerade in der heutigen Zeit mit der starken Standardisierung, Sowas Wie Bezahlen per Bank, selber aufstellen.

Das wäre sicherlich eine Möglichkeit. Geschickten Mix machen, Auch wem bietest Du so ein dynamisches Routing von Payment-Methoden, wem bietest du teure Payment-Methoden an, wem bietest du günstige an. Auch da kannst du sicherlich sehr viel noch optimieren, weil du auch dort, Selbst in den Standard-Payment-Bezahlmethoden Wie Kreditkarte gibt es Acquirer, die eher günstig sind. Weil die teuer sind, was ich auch gesagt habe vorhin, Dienstleister, Die sagen, wo du das Aus der Zahl hast, die ist besonders teuer, Bei manchen ist die günstiger, vielleicht mit einer geringen Akzeptanz, weil der Risikoprofil darunter schraubt, Aber dann schicke ich es erstmal dahin. Und wenn der ablehnt, kann ich es ja mal noch zum teuren schicken.

Aber ich stelle mich so auf, dass ich wählen kann. Das machen mehr und mehr Händler, und dadurch kannst du wirklich die Podcast signifikant runterdrehen.

Joël Kaczmarek: Ist das wirklich so, was wir vorhin hatten? Wenn der eine sagt, du für den Preis, kann ich dir nur so eine gewisse Risikoklasse geben, dass man den Bucht für dann 80 Prozent der Zahlung. Und wenn der aber rausflippt bei einem Kunden, dass man dann sozusagen. Einen zweiten hat, dem man die Bezahlung anbietet?

Erik Meierhoff: Ja, absolut. Also hier stehen sie, BUZZ wird So Payment Orchestration, Payment Routing. In vielen Industrien ist das Gang und gäbe, gerade so. High-Risk-Bereich, Gaming, Gambling. Leicht dunkelgraues,

Joël Kaczmarek: Die Malta Connection,

Erik Meierhoff: richtig, du kennst Sie ja aus, Da ist es durchaus Gang und Gebe, dass Du halt irgendwie drei, vier angeschlossen hast, Acquire angeschlossen, hast und erstmal nach Kosten optimierst. Und das sind halt logische Sekunden, die da irgendwie durchgepingt werden, Das fällt dem Kunden nicht groß auf.

Joël Kaczmarek: Gibt es eigentlich sozusagen Zahlenmaterial, inwieweit das ein Conversion-Killer ist, Welche Bezahlmethode du bei dir eingebunden hast? Also wenn du jetzt sagst, aus kostenlöhnen, lasse ich irgendeiner weg, also hast du da? Zahlenmaterial, Was sich das kosten kann? Im Abschlussverhalten?

Erik Meierhoff: Ja, absolut. Also gibt es viele Studien, die man nachlesen kann, die öffentlich einsehbar sind. Ich weiß es auch noch, das Gute ist, Rakuten gibt es im deutschen Markt nicht mehr, Da kann ich relativ offen sprechen. Aber da haben wir früher auch sehr viel auf Konferenzen darüber gesprochen. Das heißt, Die Conversion rate beispielsweise, Wenn wir Rechnungen nicht angeboten haben im Markt Deutschland, muss ich jetzt dazu sagen. Dann ist die Conversion Rate über 30 Prozent runtergegangen. Selbst wenn die Kunden gar nicht mal die Rechnung genommen haben oder nicht bewilligt bekommen haben, war es anscheinend. Ein Trust-Faktor. Also, ah, hier kann ich auch noch eine Rechnung bezahlen. Also, das ist so, da muss man wirklich drauf achten. Das lohnt sich wirklich, das auch zu testen. Kann ich nur jedem nahelegen. Früher war das noch der Riesen-Hack, wenn man im Checkout einen TÜV-Siegel angezeichnet hat. Oder Ähnliches, um wirklich so Trust da zu bringen. Aber Zahler dienen auch sehr stark dafür.

Joël Kaczmarek: Und das war dann irgendwie das TÜV-Siegel deiner Eingangstür oder so?

Erik Meierhoff: Böse Zungen würden sagen, der TÜV Saarland hat. Da glaube ich ein ganz tolles neues Geschäftsfeld damals erschlossen mit diesem Internet. Weil der glaube ich. Der erste war, der da sehr aggressiv TÜV-Siegel vergeben hat. Die sicherlich auch gut, Ich kann es aus Rakutenhand nur bestätigen, sehr gut geprüft worden sind, auch sehr seriös waren und man nicht ein bisschen anstrengen musste, um das zu bekommen.

Joël Kaczmarek: Na gut. Hey Erik, ich finde aber doch mehr am Fleisch, am Knochen, als man erst so denkt, sogar signifikant mehr, weil genau, wie wir es eigentlich Eingangs gesagt haben, wenn es sozusagen, so magisch funktioniert, dass man es gar nicht merkt, dann steckt wahrscheinlich so viel unter der Haube, damit das so funktioniert, dass man es nicht merkt. Von daher ganz lieben Dank, dass du mich mit an die Hand genommen hast. Und ich glaube, wir werden jetzt ein oder andere Mal nochmal weiter über Bezahlgeschichten und Co. reden. Für heute aber vielen Dank und alles Gute.

Erik Meierhoff: Ja, ganz lieben dank dir. Schönen Gruß nach Hause. Bis bald.

Joël Kaczmarek: Sehr gut.

Erik Meierhoff: Wow,

Joël Kaczmarek: Das waren inspirierende Gespräche, oder?

Joël Kaczmarek: Denk dran, Abonnier den Podcast unbedingt, damit du keine Episode verpasst. Und teile die noch total gerne mit deinen Freunden oder Kollegen. Bis zum nächsten Mal. Bleib inspiriert und neugierig. Dein Joël. Und jetzt...

Automatisch erstellt und redaktionell nicht durchgesehen – vereinzelte Fehler sind möglich.

Cover des Podcasts digital kompakt

Abonnieren

Keine Folge verpassen

Jeden Montag, Mittwoch und Freitag eine neue Folge – abonniere da, wo du ohnehin hörst.