Transkript
Joel Kaczmarek: High Five Leute, hier ist Joel und ihr kriegt es ein bisschen mit an der Atmosphäre. Ihr wisst ja, ich beschäftige mich mit dem Thema Wachstum und unter anderem mit dem Thema Wachstum im Business. So, und dann gibt es einmal im Jahr ein schönes Event, nämlich die Stripe Tour. Das könnt ihr hier im Hintergrund sehen. Das ist so was wie das Jahresevent von Stripe, wo natürlich alle Leute zusammenkommen, die sich so mit dem Thema Geld im Sinne von Payment beschäftigen. Und da dachte ich, ey, okay, da passiert so viel Innovatives, da wird sich so intensiv ausgetauscht. Da gehst du mal hin und forschst mal ein bisschen zu den Themen, die dich gerade interessieren, die gerade aktiv sind. Und eins davon ist ja Agentic Commerce.
Also wenn die KI anfängt für uns einzukaufen und dann habe ich den lieben Julius dann kennengelernt. ist Product Manager bei Stripe. Wir haben uns darüber unterhalten und er hat mich schon so bisschen abgeholt. Was sind denn eigentlich so die Ebenen? Das heißt wir werden mal so ein Stück weit euch erklären, was genau verbindet sich mit Agente Commerce und nach hinten raus machen wir mal paar innovativeren Thesen, was das bedeuten kann. Vor allem bin ich immer neugierig, ob es deinen Laden in dem Kontext noch gibt. Also ob ihr da eher Probleme oder Chancen habt, lieber Julius. Von daher aber erstmal hallo schön, dass du da bist.
Julius Danek: Dankeschön, freut mich.
Joel Kaczmarek: Ich meine, lass uns doch mal straight einstatten. Ich sag ja, ich fange mal gerne an, die Leute so ein bisschen zu edukatieren, also denen Wissen zu vermitteln, wenn man sich jetzt mit Genticommerce noch nicht beschäftigt hat. Dein Laden hat ja auch eine Studie rausgegeben, wo ihr sagt, eigentlich gibt es so fünf Level. Und wir sind so, kann man schon mal vorwegnehmen, irgendwo zwischen Level 1 und 2. Also da kommt noch ganz viel an Ebenen dazu. Wollen wir die mal durchdeklinieren?
Julius Danek: Sehr gerne. Wir läden uns da einen autonomen Fahren an, wo es, glaube ich, auch fünf verschiedene Ebenen gibt. Mit Gentic Commerce, mit jeder Ebene, die man höher geht, gibt man im Endeffekt mehr Autonomie an die Agenten ab, die dann für einen Einkäufer erledigen können, Aufgaben machen. Und das aller niedrigste Level, bei dem wir anfangen, ist, dass der Agent überhaupt im Internet zum Beispiel eine Checkout-Form für einen ausfüllen kann. Also man ist in einem Checkout-Form.
Die Adresse muss eingefüllt werden, der Agent kann es für einen machen. Im nächsten Level, Level 2, geht es dann eher Produktauswahl und Product Discovery, wo zum Beispiel relativ spezifisch eingegeben werden kann, ich suche nach einer Maltafel für mein Kind, das im Sommer irgendwann in die Schule geht. Und dann kriege ich verschiedene Produkte zurückgespielt.
und kann dann welche aussuchen ich kaufen möchte. Das nächste Level ist dann, der Agent erinnert sich daran, dass ich ein Kind in der Schule habe und kann mir schon automatisch mit diesem Kontext gewisse Vorschläge geben.
Im nächsten Level, im vierten Level werden diese Vorschläge, die dann aus dem Brain oder dem Gedächtnis des Agenten kommen, dann schon umgewandelt in konkrete Kaufvorschläge, die Käufe dann auch ausgeführt werden vom Agenten. Und im fünften Level ist dann komplette selbstfahrende Autonomie, nochmal sich da des Begriffes aus der Autowelt zu bedienen, wo der Agent im Endeffekt allen Kontext über dich weiß und automatisch für dich Einkauf erlegt.
wenn dein Kind im Sommer in die Schule geht, weiß der Agent das basierend auf deines Kalenders, das weiß wann das Kind in welcher Klasse es ist und kann dann automatisch schon Stifte kaufen, sagen wir im Internet.
Joel Kaczmarek: Okay, ich kann es ja dann mal auch, ich habe einen kleinen Spickzettel mit den schönen Titeln versehen, die ihr mitgegeben habt, weil ich glaube das macht es ganz nett. Also Schritt eins ist eigentlich diese ganzen Webforms, also diese Webformulare zu eliminieren, dass er quasi mir diese Hürde schon mal nimmt. Das zweite, was du ja gerade geschrieben hast, ist so eine Art diskriptive Suche. Also ich sage jetzt nicht mehr irgendwie Prolova M blau, sondern ich sage halt, ich hätte gern was schönes für irgendwie einen Sommer Event. Nummer drei Persistenz, also dass es auch immer gleichartig ist. Dann die Ebene der Delegation, also dass du es komplett abgibst und er sich schon
kümmern und als letztes sogar bis hin zum antizipieren, er dir schon Sachen... also ich denke immer an Tiere finde ich immer so. Ich habe jetzt selber keinen Hund, aber ich glaube der Klassiker Katzenfutter, Hundefutter bestellen ist was, was machst du wahrscheinlich alle sechs Wochen und willst da eigentlich gar nicht drüber nachdenken.
Julius Danek: Genau, das ist einer der Fälle. ich glaube, wenn man dann an Level 5 nachdenkt, drückt sich das ja auf gewisse Weise schon aus, indem die Leute bei Amazon zum Beispiel Subscribe and Save nutzen. Dass alle sechs Wochen kommt eben dein Tierfutter oder du hast die, früher gab es diese Amazon Dash-Buttons, die du klicken konntest. Die Realität ist, dass das eine sehr eingeschränkte, also aus Konsumenten sich durchaus eingeschränkt ist. Du musst dich tatsächlich darauf einlassen, dass es wirklich alle sechs Wochen kommt. ich glaube, wo Agents
eine interessante Rolle spielen können, ist, dass sie dir mehr Varianz in dieses Thema reinbringen können. Du musst nicht immer dasselbe Hundefutter bestellen. Die können dir neue Produkte vorschlagen. Sie können auch basierend darauf, wie sich zum Beispiel, sagen wir, die Diät deines Haustieres verändert mit der Zeit, andere Produkte herantragen. Und ich glaube, diesen Schritt zur Autonomie ist nochmal ein ganz anderer Level und Unlock, den man sehen könnte durch AI, den es davor eben nicht gab, wo das alles
deterministischer und viel vorgeschriebener war, nur mit Regeln im Endeffekt.
Joel Kaczmarek: Ich fand ganz nett, du hast mir so ein Vorgespräch auch gesagt, das ist so bisschen so, als hätte ich so einen Shopping-Begleiter eigentlich. Als wenn ich jetzt irgendwie ein Superpromi bin, der nicht mehr in den Laden geht, weil er da irgendwie vielleicht qua Bekanntheit Probleme hat, der aber sich vielleicht Produkte aussucht und dann jemand anderen die ganze Arbeit machen lässt. Ist das sozusagen so dieses Bild, wie ihr das auch denkt bei euch im Unternehmen?
Julius Danek: Also ich würde sagen, ist eines der Elemente, wie auch ich als Konsument mir Agente Commerce wünschen würde, ist, dass ich eine ähnliche Shopping-Erfahrung habe online, wie Kim Kardashian, die heute in den Laden geht. wenn Kim Kardashian einkaufen geht, sagen wir, Gucci-Laden, dann geht sie in den Gucci-Laden rein mit ihrer Entourage. Die schaut sich alle Taschen an, probiert ein, zwei aus. Dann nimmt sie vier, fünf Stück, vielleicht auch Sachen, die sie nicht anprobiert hat, und läuft einfach aus dem Laden raus.
Warum läuft sie aus dem Laden raus? Ganz klar, weil eine aus der Entourage, ihr Assistent, zückt dann ihr Portemonnaie, wo irgendwie 50 Karten drin sind, wählt dann die Karte aus und zahlt einfach im Gucci-Laden für sie.
Diese Erfahrung haben wir normalos natürlich nicht und vor allem nicht online. Meine Online-Shopping-Erfahrungen sind oft mit Friktion und schwierigen Checkouts und Komplexität verbunden. glaube, Agente Commerce ist da eine große Chance, das viel einfacher zu machen. Es kann über diese verschiedenen Einkaufserlebnisse hinweg variieren. Es muss nicht immer die automatische Variante sein. Kim Kardashian will sich ja trotzdem noch Produkte aussuchen und ich auch. Aber ich will mich nicht rumschlagen müssen mit dem ganzen Rattensprung.
der dahinter hängt. Ich will nicht irgendwelche Formulare im Checkout ausfüllen. Ich will nicht sogar Zahlungsmethoden auswählen. Ich will einfach, dass mein Agent, der vielleicht ein Budget hat, dass der sich darum kümmert und dass ich nur sagen kann, hey, ich möchte die Captain- und Sun-Uhr zum Beispiel. Geh die mal kaufen. Das finde ich eine total spannende Vorstellung. Natürlich es ein gewisses Level an
Kontrolle, die man üblicherweise noch ausführen möchte. Aber auch mit der Zeit, wenn sich die Menschen daran gewöhnen, über Agenten einzukaufen, wird man dem Agenten mehr und mehr Kontrolle geben. Es gibt zwei total interessante Parallelen. Die eine ist, früher war es sehr komisch, du einfach deine Kreditkartendaten, deine Zahlen einfach eingibst in irgendwelche Online-Formulare. Heute ist es selbstverständlich, jeder macht das. Wir haben keine wirkliche Angst davor, weil es Programme gibt, vor Betrug im Internet
Julius Danek: zu schützen, weil es eine User-Erfahrung ist, der wir uns dann gewöhnt haben. Und die andere Parallele ist, wenn man sich Cloud Code anschaut oder die Coding-Tools, die ja sehr on vogue sind im Augenblick.
wie ich es benutze und viele andere meiner Peers, du gibst Cloud Code kompletten Zugriff über deinen Computer, inklusive aller Fire Systems, wo alle möglichen Sachen drinstehen, weil du diese Defriction nicht möchtest. Und deswegen würde ich sagen, wenn die User Experience wirklich einfach wird mit Agentic Commerce, dann wird es auch ein Verkaufskanal werden, der immer relevanter ist. Und für Product Discovery ist es jetzt schon.
Joel Kaczmarek: Ich hab gerade eine Folge aufgenommen zum Thema Smartphonesucht. Und dann hat der mir so erzählt, wenn du die Apps löscht, zum Beispiel, wenn du bisschen älter bist, viele von denen nutzen zum Beispiel T-Online oder Spiegel, wenn die Convenience weggeht, merkst du dann, wenn du im Urlaub sagst, okay, den Urlaub lösche ich die App und ich lese es dann im Browser, machst du aber nicht. Weil dieser Convenience-Faktor sozusagen im Prinzip Conversion-Bringer ist, so könnte man es übersetzen. Und jetzt würde ich mit dir gerne so ein paar Thesen dazu mal durchdeklinieren. Oder vielleicht gar nicht Thesen, sondern eher so Zukunftsgedanken hegen. Vielleicht fangen wir mal mit euch auch an, weil du hast ja gerade so bisschen über Handel auch
redet. Ich weiß, hier auch einen Vortrag gehalten über Marktplätze, über Plattformen. Und da fände ich ganz spannend mal zu verstehen, was so die Implikationen sind. Vielleicht setzen wir mal einen davor. Holst du mich mal eine Sekunde noch mal ab oder vielleicht das Publikum? Ich weiß ja so grob, was ihr macht, aber dass man doch mal einordnen kann, wie ihr als Unternehmen so tickt. Von da aus können wir meine freche Frage am Anfang sozusagen diskutieren. Was bedeutet das eigentlich für euch auch?
Julius Danek: Also Stripe ist eine globale finanzielle Infrastruktur Plattform. Wir ermöglichen es Unternehmen Zahlungen anzubieten für ihre Kunden. Wir ermöglichen Geldbewegungen über Kontinente hinweg. Wir bewegen uns sehr stark im Bereich stablecoins und agentic payments, also wirklich zukunftsnahen Themen. Wir arbeiten sehr viel zusammen. Das ist eigentlich unser Brot und Butter. wissen die meisten Leute aber nicht wirklich. Es gibt ein Produkt namens Stripe Connect mit dem Plattformen, also wie zum Beispiel Shopify.
oder Volt ihre Zahlungen abwickeln und dann sicherstellen können, dass die Geldströme dahinter, also wenn Volt Geld erhält, dass es sicher aufgeteilt wird zwischen dem Fahrer, dem Restaurant, dem Volt, der Plattform, uns, ohne dass das Geld jemals irgendwie in Gefahr wäre. Und da haben wir sehr viel Infrastruktur gebaut.
Joel Kaczmarek: Wenn du euer Geschäft jetzt mal andenkst, mit dem was wir gerade besprochen haben über Agents commerce, was glaubst du sind die Implikationen auf euch?
Julius Danek: Ich glaube, es ist eine Riesenschance für uns. Ich finde, Agentic Commerce ist ganz interessant. Was ich unter Agentic Commerce verstehe, hauptsächlich, das sehe ich eher von mir aus der Konsumentenbrille. Wie werde ich im Internet bezahlen als Konsument für irgendwelche Güter? Ja, Beispiel für suche mir eine Uhr und dann kommt die Captain und Sonnenuhr und dann kauf ich die. Da würde ich sagen, die Auswirkungen...
sind nicht...
Wir bauen da sehr viel Infrastruktur für. sehe das als Chance, eben auch anhand dieser Infrastruktur, damit da vorne dabei zu sein, diese Infrastruktur zu definieren, ist extrem wichtig. Und der Kernbereich unseres Geschäfts wird dadurch auch, glaube ich, sogar noch stärker, weil viele dieser Produkte komplementär ineinander übergreifen. Man muss sicherstellen, also wir haben zum Beispiel eine Technologie entwickelt, das Stripe Payment Token, wo man eine Karte, aber auch eine Zahlmethode wie Clana für einen Agenten tokenisieren kann. Das heißt, man gibt dem Agenten die Autorisierung,
diese Zahlmethode in meinem Namen zu verwenden, sodass die Zahlmethoden, ich preferiere, ob das Karten sind oder Vero oder Klarna, ich auch später mit einer Mergantin nutzen kann. Riesen Chance aus unserer Sicht, weil da ein gemeinsames Standard zu schaffen ist, glaube ich, sehr sehr wichtig. Das andere Thema, was ich total spannend finde, ist die Idee von Machine Payments, dass wir eine völlig neue Art von Zahlungsarten und Weisen ermöglichen, indem wir Microtransactions auf ein
mal salonfähig machen sozusagen. Weil wir entwickeln auch eine eigene Blockchain Tempo, die bis zu 100.000 Transaktionen pro Minute unterstützen könnte und dadurch auch Transaktionen, die wirklich auf Cent-Basis basieren möglich macht. Und du musst es dir so vorstellen, es hat hauptsächlich einen Anwendungsbereich bei uns im B2B-Business. Startups, zum Beispiel
Julius Danek: APIs verkaufen, API-Schnittstellen, also Datenschnittstellen. Stell dir vor, möchtest die Öffnungszeit vom Bürgeramt wissen. Entweder kann der Agent
Auf die Webseite vom Bürgeramt gehen, alle Daten auslesen, es kostet einen Haufen Tokens. Oder es gibt irgendwo eine API-Schnittstelle, wo der Agent vielleicht einen Cent bezahlt. Und diese API-Schnittstelle weiß ganz genau, wo die Informationen hingeroutet werden müssen und gibt dir dann zurück, hier sind die Öffnungszeiten. Aber dafür zahlst du diesem Provider einen Cent. Das ist heutzutage natürlich nicht möglich, weil die Minimumbeträge, die man für so einen Service verlangen muss...
sind 10 Dollar im Monat, ist irgendwie eine Subscription, aber du ermögligst auf einmal eine komplett neue Art von Geschäftsfeld, wo Agenten selber shoppen gehen für verschiedene Services, die sie brauchen, ihre Tasks zu erfüllen, die ihnen von einem Menschen gegeben werden.
Joel Kaczmarek: Ihr denkt natürlich nicht mehr hier, weil diese Musik ist zu laut. Macht euch schon Probleme. Äh, Klaas meinst du? Naja, wir machen mal weiter. Wir hoffen, dass man es nicht so hört. Ich geh mal ganz kurz rüber.
Julius Danek: Klasse, hallo, kannst du mal kurz herkommen? Wir müssen kurz unterbrechen, weil die Musik so laut ist.
Julius Danek: Ich habe den Klaas gerade angerufen, also der kommt jetzt gleich runter.
Joel Kaczmarek: Sollen wir lieber warten solange?
Julius Danek: Ja, wie es dir lieber ist.
Joel Kaczmarek: Ich höre es nicht so richtig auf den Kopfhörern, aber die sind auch nicht so isoliert. kann ich es nicht hören bei anderen Hörspreisern.
Julius Danek: Wird es dir da zurückgespult, die Tonspur oder in den Kofferaden?
Joel Kaczmarek: Wahrscheinlich. Ich bin relativ sicher, dass man das hier drauf hört.
Julius Danek: Schaut mal, Sie ausmachen können. Danke schön. Einfacher Such.
Joel Kaczmarek: So, ready?
Julius Danek: Red D, let's go!
Joel Kaczmarek: Ja spannend, da haben wir ja eigentlich gleich mehrere Angriffungspunkte, die mir einfallen. Vielleicht gehen wir mal von der Ecke rein. Weil wir haben ja mit euch jetzt über euch geredet. Ich hab vor kurzem auch, weil du gerade Vero erwähnt, mit dem Erik gesprochen. ich frage mich halt dabei so ein Stück weit, ob ihr quasi die Schaufeln für die Goldgräber gerade verkauft oder ob ihr unter die Gefahr kommt, irgendwie ersetzt oder zumindest Teil des Geschäfts sozusagen abzugeben. Und einen Strich hast du ja ganz schön gerade beschrieben. Es läuft ja so ab zwischen, mich interessiert ein Produkt, ich sage Kauf und
Abbuchung in meinem Konto, da wird ja ganz viel zusammengekürzt, was ich selber als User nicht mehr mache. Und da werden ja auch ganz viele Player dann rausgestrichen. Und ihr seid ja genau an dieser Stelle, wobei ihr ja bisher quasi sozusagen die Schienen seid, die von Bankkonto zu Shop führen. Glaubst du also eher, dass das für euch sogar förderlich ist, wenn das eine Maschine jetzt macht, weil sie halt, ihr habt ja super dankbare Anknüpfungspunkte, Schnittstellen und so weiter, oder wird es eher schwierig dadurch?
Julius Danek: Es wird auf jeden Fall förderlich. Was wir sehen ist einen gigantischen Anstieg an Nachfrage für unser Produkt. Stripe ist ja bekannt als Developer First. Developer First heißt, wer ist deine neue Zielgruppe? Sind Agenten. Es tolle Webseite, Amplifying.ai. Wenn man da mal guckt, wir haben einen Report geschrieben darüber, wenn du Cloud Code irgendwie 1000 mal fragst, implementiere eine Payment Solution.
Zeit wird Stripe vorgeschlagen. Eine der Gründe dafür ist, dass wir einfach eine exzellente Abstrahierung geschaffen haben über diese ganzen komplexen Themen hinweg und die Welt wird nur noch komplizierter. Ich sehe Stripe ist noch ganz am Anfang unserer Journey. Wir sind in USA sehr, stark, wir sind in Europa sehr stark, wir sind in Teilen Asiens sehr stark, aber
Unsere Ambition ist es wirklich Unternehmen zu ermöglichen, weltweit zu verkaufen. Mit einer Lösung, die so viele Probleme oder so viele Herausforderungen am Anfang wie möglich weg abstrahiert, aber es auch Unternehmen dann ermöglicht, tiefer zu gehen, wenn sie es denn möchten. Und dieses Produkt zu schaffen ist sehr, schwierig und es wird sich auch nicht in der Zeit mit Agentech Commerce verändern. Es wird sogar noch komplexer werden, meiner Meinung. Zum Beispiel haben wir hier kurz über Machine Payments geredet.
Jetzt übertragen wir mal das Ganze, machen wir mal ein Extrembeispiel.
Cloud Code verbraucht ja die ganze Zeit Tokens, wenn du es verwendest. Ja, Input Tokens und Output Tokens. Jedes Mal, du Daten an Cloud sendest und Daten zurück erhältst, kostet es im Endeffekt eine Ressource. Diese Tokens werden im Augenblick üblicherweise abgerechnet über Budgets. Das heißt, du hast entweder eine Subscription, die all you can eat ist, oder du hast eine API Subscription, die sagt, so und so viel zahlst du für eine Million Tokens. Wenn wir uns jetzt überlegen mit Machine Payments, wo du keine Limits mehr auf Transaktionen hast, die du
Julius Danek: pro Sekunde durchjagen kannst und auch wirklich niedrige Transaktionskosten, könntest du dir überlegen, dass jedes Token, das du verbrauchst, in Echtzeit abgerechnet wird, Beispiel über einen Agenten im Hintergrund. Wenn das jetzt passiert...
Was passiert mit einem Card-Dispute? Also wenn jemand eine Zahlung anfechten möchte, kannst du 10.000 Zahlungen gleichzeitig anfechten? Wie wird das funktionieren? Das sind so Fragen, ich mir denke, okay, wir entwickeln uns ständig weiter, wir bauen neue Systeme auf, wir bringen neue Komplexität hinein. Jedes Mal, wenn du neue Layer, neue Komplexität hineinbringst, gibt es auch Appetit dafür, das zu abstrahieren und einfacher zu machen. Deswegen glaube ich, dass Firmen wie Stripe eben an der Infrastruktur an diesen Themen arbeiten
nahe dran sind, davon immens profitieren werden.
Joel Kaczmarek: Okay, also ich verstehe, sozusagen eure Architektur quasi euch sozusagen in eine Vorteilsituation versetzt, dass ihr auf das, jetzt kommt, quasi einen kleinen Startvorteil habt oder vielleicht gar nicht mehr so klein, sondern signifikant. Jetzt können wir nochmal daran also da bleiben bei den Machine Payments, weil was du gerade beschrieben hast mit den Tokens ist ja eigentlich eine Übersetzung. Also eigentlich ist ja eine Übersetzung von die Rechenkapazität kostet mich dies das jenes in Energiekosten, in irgendwie...
Julius Danek: Genau, ja.
Joel Kaczmarek: Und das in Echtzeit handelbar machen. Ja. Und skalierbar vor allem handelbar machen. So, darum geht's ja.
Julius Danek: Genau. Und einer von unseren großen Wachstumstreibern gerade ist Software, die es hilft, das abzurechnen tatsächlich. Das ist verdammt schwer. Wie rechnest du denn diese Tokenkosten ab? Was ist das genau, Pricingmodell, das du da drauflegst? haben wir eine Firma akquiriert namens Metronome, die sich genau das zum Steckenpferd gemacht hat und das ist ein Riesenthema, weil wenn du nicht mehr...
Wenn du auf einmal auf Nutzungsdaten abrechnest, so wie eine Stromrechnung zum Beispiel, ist es eine ganz andere Art Weise abzurechnen, als wenn du diese SaaS-Modelle hast, wo du ein 100 Dollar All You Can Eat. Und das ist, ich bin in die augenblickliche Welt in Payments und Finanzinfrastruktur ist total spannend, weil du eben diese zwei großen Trendwellen hast. Die eine Trendwelle ist agentic, was passiert, wie werden Agenten irgendwie als ökonomische Aktoren oder ökonomische
economic actors auftreten und der zweite trend ist, Firmen wollen immer mehr global, weltweit verkaufen und weltweit verkaufen wird nicht einfacher in unserer heutigen politischen Zeit und wie schaffst du es da technologisch Brücken zu schlagen? Total interessante Aufgabe.
Joel Kaczmarek: Wie ist das eigentlich jetzt gerade? Also wenn ich es richtig verstehe, es doch so, dass du im Prinzip Kontingente kaufst zu Halbwegs. Also das klawt zu dir, sag pass mal auf, du zahlst einen Monatsbetrag von X, dafür hast du ein ungefähres Kontingent am Tag. Wenn du da irgendwie das Limit reißt, dann gibt es irgendwie mal so einen kleinen, wirst du ausgebremst für eine Zeit lang und dann geht es am nächsten Tag wieder weiter. Und unverbrauchtes Kontingent kriegst du aber auch nicht aufgestockt, sondern es ist so ein bisschen, wie du sagst bei Olken, jedes Jahr der Witz, wenn du nichts mehr isst, dann das Essen geht dann aber auch weg. Die Komplexität dahinter stelle ich mir schon krass vor.
wie du gerade so einen Stromzähler für das Internet machst. Das gar nicht mal so abstrakt, Bild, weil Dinger fressen ja vor allem Strom. Richtig. Also das ist was euch auch beschäftigt, diese Logik dahinter sich zu überlegen, wie ich das abbilden kann.
Julius Danek: Absolut, weil die meisten von unseren AI-Startups, oder die AI-Startups, die Stripe nutzen, fangen tatsächlich an mit den klassischen SaaS-Modellen irgendwie 100 Dollar im Monat und dafür kriegst du eine bestimmte Art von Credits oder ganz am Anfang haben sie sogar All You Can Eat gemacht und was natürlich dann passiert ist, du hast diese Power, du hast einen Bell Card mit
Power-Nutzern, ja extrem viel diese Tools benutzen und dich im Endeffekt deine Margen komplett auffressen. Und dann sind die meisten Start-ups, die denken, okay, da müssen wir es irgendwie begrenzen. So, jetzt hast du auf einmal Subscriptions mit einem Cap drinnen. Also wenn du dieses Cap triffst, sagen wir 100 Dollar an Kosten. Dann musst du dir nochmal Credits obendrauf kaufen. Jetzt hast du schon eine neue Komplexität, weil jetzt musst du die Subscription abrechnen und gleichzeitig noch einen sogenannten Top-Up, heißt das, auch mit einbeziehen.
oder zahlungstechnisch ab hast du eine Kreditkarte die hinterliegt vielleicht haben die die subscriptions nicht über eine Kreditkarte gekauft sondern die ist auf UPI weil es ein indischer Konsument ist das gekauft hat UPI unterstützt diese Top Ups nicht obendrauf so jetzt hast du eine interessante Frage die du da lösen musst dann wird es natürlich noch interessanter wenn du anfängst dann geht es auch ins enterprise territory wo wenn du mit Claude oder OpenAI große enterprise contracts hast kriegst du üblicherweise Rabatte auf deinen token spend die werden dann
monatlich irgendwie abgerechnet über klassische Abrechnungssysteme, über die eine Rechnung zugeschickt wird. Das ist doch irgendwie auch ein bisschen veraltet. Warum hast du nicht Agenten, zwischen den beiden Firmen im Endeffekt die Abrechnung tagtäglich machen? Also das ist total interessant, wie sich das alles weiterentwickelt und ist sehr, sehr, sehr dynamisch.
Joel Kaczmarek: Das ist ja die nächste spannende Frage. Bisher machen wir das ja alles in Fiat-Money. Also da ist ja dann auch Währungsgeschichten drin und Transfers und so weiter.
und Fiat-Geld ist ja in der Regel auch gebunden an Goldreserven und so weiter und so fort, die haben ja auch einen eigenen Impact. Wie siehst du denn den ganzen Faktor Krypto dann da? Weil ich könnte mir vorstellen, dass so ein Agent, wenn der sich halt sagt, alles klar, ich will jetzt hier irgendwie hochkomplizierte, schnell getaktete Berechnungen, sehr volatil, sehr sozusagen intensiv in der zeitlichen Taktung machen, dann ist ja eigentlich digitales Geld aus unterschiedlichen Faktoren auch irgendwie interessanter eigentlich, oder?
Julius Danek: Auf jeden Fall. ich glaube, die Kryptos, ich war auf der Berlin Blockchain-Wi letzte Woche, es sind jetzt mittlerweile fast alle AI-Entwickler geworden. Aber auch aus guten Gründen, weil... Krypto...
Krypto hat ein Mainstream-Problem. Ich war auch lange in der Krypto-Szene unterwegs. Und die verschiedenen Wallets lassen sich kaum als Otto-Normal-Verbraucher und sogar ich, der sich damit auskennt, lassen sie sich kaum im Alltag richtig verwenden, weil es einfach so nervig ist mit den Keys und die Verantwortung darüber, dass du irgendwie 10.000, 20.000 Euro auf einem Konto rumliegen hast und vielleicht sind die auf einmal schwupps weg und du kannst zu keine Bank anrufen, ist für die meisten Leute unvorstellbar. Und agentenwitzigerweise können die
das Management, diese Infrastruktur perfekt nutzen eigentlich, ohne dass ich mich jetzt mit rumschlagen muss mit den verschiedenen Aspekten von Krypto-Transaktionen, Krypto-Wallet-Management. Und wo Krypto dann im Endeffekt sehr interessant wird, dass es die perfekte Währung ist, für Agenten untereinander Geschäfte zu betreiben oder auch im Internet zum Beispiel einzukaufen. Weil du kannst dir vorstellen, es ist relativ einfach einem Agenten einen Krypto-Wallet zu geben, wo du begrenzt Geld drauf.
auflädst, mit dem der Agent dann frei oder eigenständig einkaufen könnte. Unter dem Aspekt finde ich Crypto da sehr interessant und dann gibt es natürlich auch noch die anderen Schienen, über die wir Crypto bespielen. Einerseits der globale Use-Case, dass du relativ einfach Geld zwischen Ländern hin und her schicken kannst, auch sehr hohe Transaktionsbeträge innerhalb von Sekunden und nicht innerhalb von Tagen. der dritte Use-Case, dass du
das Krypto es auch relativ einfach macht Geld zu lagern in Anführungsstrichen.
Joel Kaczmarek: Naja, ich würde sogar ein Stück weit zuspitzen. Eigentlich wird es dann mal seiner eigentlichen Bedeutung zugeführt. Weil bis dato ist ja das Problem, dass wir es als Anlageobjekt benutzen. Das heißt, ich kaufe mir Kryptowährungen mit dem Ziel einer Wertsteigerung. Aber eigentlich hat eine Währung ja immer den Gedanken gehandelt zu werden. Richtig. Richtig. Und ich gebe dir vollkommen recht. hat sozusagen aufgrund der, sind wir bei Convenience glaube ich, ein Stück weit und der Zugänge ein Problem gehabt. Du kannst ja jetzt nicht im Supermarkt in der Kasse mit deinem Bitcoin zahlen oder mit deinem E-Fast. Von daher macht es eigentlich Sinn, dass sich da viel tut.
Wie bereitet ihr euch jetzt so was vor? Weil braucht es da vielleicht auch eigene Währung oder nimmt man die bestehenden Kryptowährungen? Hast du da schon so erste Prothese bei euch?
Julius Danek: Also wir nutzen natürlich Stablecoins. Wir glauben hauptsächlich, dass es Sinn macht, Kryptowährungen an bestehende Währungen dran zu koppeln und im Endeffekt zu replizieren. Sodass die Volatilität, die den verschiedenen Kryptowährungen inhärent ist, dass du der nicht ausgesetzt bist. Weil im Endeffekt zahlen, also ein Geschäft heutzutage tätigt seine Ausgaben nicht in Ethereum oder Bitcoin, sondern eben in Euro oder Dollar. Und deswegen ist es klar,
dass für im normalen Geschäftsleben müssen es Viat Währungen sein, die repliziert werden auf der der Kryptoebene. Und was du übrigens sagst, finde ich, stimme ich ab und zu, absolut zu, dass Krypto ist für mich das perfekt für Agenten gemachte Zahlungsmittel.
Joel Kaczmarek: Ich war gerade beriftig zu fragen, was glaubst du denn, wie wird so die Phase sein? Weil am Ende des Tages entscheidet ja der Agent, welches Zahlungsmittel er wählt und es kann ja ein Fiat-Geld sein, kann ein Kryptogeld sein, kann irgendwie digitale Geschichte sein. Was ist doch eure Arbeitshypothese, wie sich das entwickelt?
Julius Danek: Je nachdem was der Konsument oder der Betreiber des Agenten, der Principle, seinem Agenten zur Verfügung stellt, ob das eine Karte ist oder ein Cryptowallet, das sei dahingestellt, ich glaube der Gedanke, dass du...
Was wichtig ist, ist, dass es ein, je nachdem auch was der Use-Case ist, mit dem der Agent unterwegs sein muss. Es ist eine B2B-Transaktion, es ist eine B2C-Transaktion, welche Höhe wird die wiederholt. Ist es von einem Händler, den du kennst, ist es von einem Händler, den du nicht kennst, weil im Endeffekt sind Zahlungen ja im Internet ein Du musst dem Gegenüber
muss verstehen, ob du dem Gegenüber vertrauen kannst, dass du das Geld überweisen kannst oder Geld senden kannst. Und Visa und Mastercard, die Kartennetzwerke am Ende, das ist die gesamte Infrastruktur, die sie aufgebaut haben, ist eigentlich eine Ebene von Vertrauen, dass ich der Gegenüberpartei vertrauen kann, wenn ich meine Visa- oder Mastercardkarte benutze. Und wenn es sich herausstellt, dass ich der Partei nicht vertrauen konnte, dann habe ich Mechanismen, mein Geld zurückzubekommen.
Das ist ein riesiges... Das irgendwie nachzubauen ist sehr sehr sehr schwierig. Aber ich glaube mit Agenten und Stablecoins wird es möglich sein eine eine äquivalente Infrastruktur zu bauen. Du wirst dich wahrscheinlich mit deinen Agenten auch ausweisen können im Internet später. Dass sie wissen, dass es tatsächlich du bist, der da irgendwas bezahlt. Also...
Joel Kaczmarek: Treibt ihr eure Überlegungen bis zu so was hin? Weil es gibt ja auch die Ansätze, die hier Zimmer Altman mitfinanziert hat, auch mit diesen Orbs, die du in Hand hältst, die dein Gesicht dann dreidimensional scannen, weil Deepfakes ja mit KI halt ein Riesenthema sind. Also schaut ihr bis zu solche Sachen auch an, oder ist bisher noch so bisschen Zukunftsmusik?
Julius Danek: Das ist eher Zukunftsmusik. Wie wir es sehen, ist, wir bauen die Infrastruktur. Wir bauen die sogenannten Rails, die Schienen, auf denen alles laufen kann. Und dann wollen wir eigentlich sehen, was andere Leute damit machen. Das war immer die Hypothese von Stripe. Wir haben nicht gedacht, die verschiedenen Anwendungen, unsere Produkte auf der Welt finden. Also das hätte sich niemand ausdenken können vor zehn Jahren. Und das ist genau die Hypothese hinter Crypto und Agents. Wir wollen einfach die Infrastruktur bauen. Wir arbeiten ja sehr nahe mit unseren Kunden zusammen, immer Users first, und finden darüber
die ganzen Use Cases raus und unsere Kunden kennen sich in ihren Geschäftsmodellen viel besser aus als wir. Die wissen ganz genau, welche Probleme sie lösen wollen und wie man dann Stripe dafür nutzen kann und dann passen wir uns eben dementsprechend an. Also ein tolles Beispiel sind ja die...
Remittances, also Geldsendungen, Geldübersendungen aus den USA zum Beispiel nach Mexiko, wo mittlerweile 5 % ist der größte Währungskorridor der Welt. 5 % davon wird mittlerweile über Stablecoins über eine Firma namens Felix abgewickelt, die auch mit Stripe zusammenarbeitet dafür. Das sind zum Use Cases, die...
Joel Kaczmarek: Echt, wie kommt das zustande?
Julius Danek: kommt dadurch zustande, dass die
kommt dadurch zustande, es eben, also es ist erstens mal der größte Remittance-Markt der Welt natürlich, USA, Mexiko, klar, viele Geldströme und über traditionelle Wege, also Western Union, Wise oder auch sogar die eigene Bank, es ist sehr teuer und dauert auch lange und Felix hat eben eine extremst gute UI UX gebaut dafür, die es super einfach gemacht hat und dadurch, dass die Stablecoins nutzen, sind die Transaktionen im Endeffekt instant und die konnten viele von den
Bankintegrationen, die du da üblicherweise machen musst überspringen im Endeffekt. Weil Firmen wie, wenn die Deutsche Bank zum Beispiel Geld nachher die USA von Deutschland überträgt, die haben ein ausgeklügeltes Netzwerk an Banken, über das das alles läuft. Wenn du als Startup anfängst, hast du nicht Zugriff auf dieses Netzwerk. Und da sind Stablecoins im Endeffekt ein Shortcut dafür. Wenn du es dann kombinierst mit einer geilen UX und günstigeren Preisen, dann kann das schon sehr gut funktionieren.
Joel Kaczmarek: Ich war gerade begrifflich zu fragen, dass ja eigentlich so Cross-Border-Commerce auch zunehmen wird dann massiv, weil Agenten können ja nach komplett eigenen Maßgaben einkaufen. Also entweder gibst du was vor oder sie gucken. Wie birgt ihr da drauf? Was haben Sie für Effekte?
Julius Danek: Wir sind auch digitale Güter natürlich. Die Anzahl von Unternehmen, die auf Stripe aktiv sind und in mehr als 100 Ländern verkaufen, hat sich seit 2020 vervierfacht.
Joel Kaczmarek: Mehr als 100 Länder.
Julius Danek: der Grund dafür ist, dass sehr viele digitale Güter heutzutage weltweit verkauft werden können, also vor allem AI-Produkte. Man muss nicht das AI-Produkt für Deutschland bauen und dann das AI-Produkt für Frankreich, sondern man kann es weltweit verkaufen. Und wir sehen, dass vor allem eben, wie gesagt, digitalen Gütern, dein erster Markt ist nicht Deutschland, sondern ist die Welt direkt. Und dafür die Infrastruktur zu bauen, ist eben eine der großen Herausforderungen. ja, Cross-Border-Commerce wird immer, immer wichtiger.
sein, auch wenn natürlich politische Entwicklungen das schwieriger machen. Aber da ist es eben wichtig, eine Plattform zu haben, die diese Themen weg abstrahiert.
Joel Kaczmarek: Und wenn wir uns jetzt mal wieder das Abstraktionsniveau ein bisschen reduzieren, wenn wir jetzt mal so aus dem Äther von irgendwie Cross-Border-Commerce, von B-Maschinen kaufen und so, mal wieder ins normale Leben kommen.
Julius Danek: Wir haben jetzt sehr viel in der Zukunft verbracht, aber ich finde es total interessante Themen. Ja, ich auch. ich stundenlang drüber sprechen.
Joel Kaczmarek: Ja, genau so. Weil war ja heute ein Stück weit dein Thema auf dem Vortrag ganz normale Plattform- und Marktplätze. Was bedeutet das denn für die? Weil wir haben ja gerade über, du hast ja auch schon gesagt, Rails, also eigentlich ist es ja wirklich genau wie ich von gesagt habe, hier Kaufanweisung, Konto, so. Und dazwischen passiert ganz viel. Was ist denn so der Impact, den du auf Plattform- und Marktplätze siehst dadurch? Von Händen ganz zu schweigen.
Julius Danek: Ja, Platform & Marketplace ist tatsächlich ein ganz interessantes Thema, die Frage natürlich ist, wohin gehen die Kunden in Zukunft, ihre Transaktionen abzuwickeln.
was ist die Oberfläche über die es passieren wird? Werden die innerhalb von Chachipiti bleiben, innerhalb von Claude, gehen die immer noch auf die Webseiten der Marketplaces, ist der Marktplatz irgendwo, was ist der Value-Ad, den der Marktplatz bieten kann, via wie einem von einem Agenten geführten Einkauf und was...
Da muss ich ganz ehrlich sagen, weiß ich die Antwort nicht, weil ich glaube, ich habe ein paar Umfragen gesehen, die gesagt haben, wenn ein Konsument einen Aggregator, also ein Booking.com zum Beispiel, den ChatGPT sieht, dass sie trotzdem lieber die Transaktion mit Booking machen als mit ChatGPT. Was mir sagt, und es würde mir wahrscheinlich auch so ähnlich gehen, und es sagt, dass die Brand und die Recognition und das Vertrauen, das man aufbaut zu diesen Providern, dann doch sehr, sehr, wichtig ist und die reine Transaktion
Saktionsebene überflügelt. Das geht ja auch bei Amazon so. Bei Amazon kauft man ja ein, nicht nur weil man die Marke kennt, sondern weil man weiß, im schlimmsten Fall kann man es ja einfach zurückleben, die Waren. Und da ist natürlich die Frage, wie als Marktplatz kannst du dich da behaupten? Und was ich auch noch spannend finde, ist, ich für den Longtail von Händlern wird es durch Agenten, glaube ich, noch mehr Opportunities geben, weil man, weil...
Ich glaube, dass Agenten weitaus besseres Wissen über einen selbst, über die Zeit entwickeln können, so dass sie deine Präferenzen noch viel besser ausdrücken können. Zum Beispiel, ich habe eine Tochter, ich will mir schöne Kindermöbel kaufen für sie. Die möchte ich nicht unbedingt bei Amazon kaufen, sondern bei einer schönen Kindermarke. Und ich glaube, da bietet sich auch eine große Chance. Und da ist aber dann die Frage natürlich, wie wählen die Agenten diese verschiedenen Marken aus? Wie kommen die dahin?
Joel Kaczmarek: Ja, ich habe auch gerade drüber nachgedacht, ob es so eine Art Cluster Bildung gibt, dass es vielleicht auch nochmal Zwischenplayer gibt, weil der einfachste Weg wäre jetzt, so wie so ein Agent wissen kann, ok, Stripe ist der Standard, irgendwie eine Spezialmethode anzubinden, könnte man ja auch sagen, Amazon ist der einfachste Weg aus Verfügbarkeit, halbwegs okay im Preis und Convenience, dann lasse ich doch für meinen Master sozusagen oder Master-Rest bestell ich mal da. Aber man könnte ja genauso überlegen, ob man nicht sozusagen Konglomerate bildet, dass sich mehrere kleine zusammen schließen unter einem Dach und dieses Dach vertrauensvoll wird und dass eine Maschine da da besteht.
Auf so einem Abstriktionsniveau muss man so was ja eigentlich dann denken.
Julius Danek: Ja, auf jeden Fall. Ich finde diesen ganzen Gedanken von, ich nenne es die Headless Economy, ist wenn der Käufer und auch zum Teil Konsument nicht mehr ein Mensch ist, sondern ein Agent. Ich schreibe witzigerweise auch einen Blog dazu neben meiner Stripe Zeit, get-headless.ai, wenn man sich das anschauen will, wo ich genau diesen Fragen nachgehe, weil die Reise von
Discovery, Selection, Purchase, Post-Purchase wird für Agenten komplett anders sein als für Menschen. Weil ein Mensch, muss man überlegen, wie gehst du auf Google?
schaust du dir die ersten 15, 20 Resultate an. 20 überhaupt. Und dann suchst du dir eins aus. Ein Agent kann potentiell 1000 gleichzeitig sich angucken und dann eine Entscheidung treffen für dich. Wie soll der Agent diese Entscheidung treffen? Was sind die Kriterien? Also diese Gedanken finde ich super interessant.
Joel Kaczmarek: Ja, und es stimmt.
Julius Danek: Jede Website muss sich auch überlegen, wie cater ich dann an einen Agenten. Wie stelle ich sicher, dass wenn ein Agent von der Website kommt, dass der dann auch die Sachen findet, für den Intent, mit dem er losgelaufen ist, die der Principle ihm gegeben hat, dass er auch den erfüllen kann im Sinne des Websitenbetreibers.
Joel Kaczmarek: Es ist ja mal bisschen undankbar zu weit in die Zukunft zu gucken, wenn sich alles so beschleunigt hat, wie es gerade der Fall ist. Was ist so deine Arbeitshypothese heute in zwei Jahren? Wie wird sich das ganze Thema entwickelt haben und wo wollt ihr dann stehen?
Julius Danek: Ich glaube...
In zwei Jahren wird die Infrastruktur noch weiter reifen. Wir sind gerade super am Anfang. Es gibt viele verschiedene von den Commerce Protokollen. Wir ja auch einen, Gentile Commerce Protokoll. Es gibt das Machine Payments Protokoll. Ich das wird noch weitaus stabiler und reifer werden, was man bauen kann. Ich glaube, ein richtiger Mainstream in zwei Jahren wahrscheinlich noch nicht sein Ich denke, das wird noch zwei bis fünf Jahre.
dauernd aber in zwei jahren bin ich mir sicher dass wir die ersten use cases identifiziert haben wo diese arten des einkaufs ob das jetzt ein konsumenten einkauf über gente komm das ist oder ein machine payment bei einem api provider zum beispiel dass wir die ersten use cases sehen wo das aus skalierbar funktioniert für einige nischen player und dann werden wir in drei vier fünf jahren glaube ich auch die ganz großen damit sehen also ich da bitte mich nicht darauf fest nageln
Ja, ich glaube, ist eine geile Zeit, gerade damit zu beschäftigen, weil die Zukunft da neu erfunden wird. Und die Unternehmen, also eine meiner Lieblingsdeutschen Firmen ist ja, habe ich ja vorhin kurz erwähnt, die Uhren von Captain & Son. Ja, Captain & Son war die erste Firma in Deutschland, so richtig dieses...
eine Direct-to-Consumer-Marke aufgebaut hat mit Hilfe von Influencern. Wenn du derjenige bist, und da waren Influencer super billig noch, das sehr billig gute Reichweite bekommen, wenn du der erste bist, der diese Wellen von Distribution entdeckt und für dich als Kanal zu eigen machst, dann kannst du dir einen eklatanten Wettbewerbsvorteil erschaffen, der auch wirklich langfristig dich als Unternehmen herausstechen lassen kann. Und deswegen würde ich allen Leuten raten, sich mit diesen Themen
Julius Danek: einfach auseinanderzusetzen und es ist recht einfach mit Cloud Code mit der tatsächlichen Infrastruktur auch einfach rumzuspielen, kleine Shops aufzubauen, zu testen wie das funktioniert, wenn man mit über den Agenten einkauft.
Joel Kaczmarek: Na, mein Tschüss. Also vielen Dank. Spannend. Hätte ich gar nicht gedacht, wie weit wir das treiben können, aber das ist vollkommen angemessen, so darüber zu denken. Und da bin ich ja mal neugierig, wenn wir uns ja in zwei Jahren dann wiedersehen in Berlin auf ein Tour-Event. Was es bis dahin getan hat. Also schonmal vielen, vielen Dank.
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