Cover der Folge „Rausch Schokolade 🍫 : Mit D2C und Lidl aus der Preisdruckfalle“

Rausch Schokolade 🍫 : Mit D2C und Lidl aus der Preisdruckfalle

6. November 2023, mit Joël Kaczmarek und Robert Rausch

Joëls Learnings

  1. \- In einem Preisdruck-Markt (im LEH zahlen viele für eine Tafel ungern mehr als 1€) hat sich Rausch für einen Premium-D2C-Ansatz entschieden und alle seine Handelsmandate zurückgezogen, gleichzeitig stützt es dieses Vorgehen indem es 16.000 Tonnen (!) Schokolade pro Jahr als Lidls Hersteller für Premium-Schokoladeneigenmarken fertigt
  2. \- Neben dem Preisdruck (welcher niedrigere Qualität zur Folge hätte) zog man sich aus dem Handel zurück, weil es dort kein Marken-Storytelling am Regal gibt, das Unternehmen aber komplett auf eine starke Markenführung und Nachhaltigkeit ("Tree-2-Door")statt Hyper Growth setzt
  3. \- Weil Rausch merkte, dass die Kakaobauer:innen Ratschläge zum Anbau nicht annahmen, hat das Unternehmen eine eigene Plantage in Costa Rica aufgebaut, wohin es seine Bauer:innen einlädt und ihnen zeigt, wie sich mehr Ertrag bei gleichzeitig hoher Nachhaltigkeit erzielen lässt (weniger Dünger, zu viel oder zu wenig Regen abfangen usw.)
  4. \- Roberts Hypothesein 20 Jahren wird Schokolade mit echtem Kakao für die meisten nicht mehr erschwinglich sein, weil der Klimawandel und Raubbau an der Natur ihren Tribut zollen – schon jetzt wird mit Alternativprodukten, etwa aus fermentiertem Hafer experimentiert
  5. \- Im Food-Bereich gibt es Wellen der Veränderung (z.B. XXL-Packungen in den 1990ern) und derzeit kommt es zu Rezepturveränderungen (=higher processed Food), weil die Pandemieknappheit und teurere Rohstoffe den Herstellern Sorgen bereiten – daher kommen auch Ersatzstoffe wie Vanillin, oder Sojalecithine zum Einsatz, um den Wegfall von teuren Inhaltsstoffen wie Kakaobutter zu übertünchen
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