Cover der Folge „Rebuy 📱: Wie funktioniert der ReCommerce-Markt?“

Rebuy 📱: Wie funktioniert der ReCommerce-Markt?

12. März 2024, mit Joël Kaczmarek und Philipp Gattner

Joëls Learnings

  1. \- Rebuy ist ein auf Consumer Electronics und Medien spezialisierter ReCommerce-Anbieter, der pro Jahr rund 10 Mio. Produkte handelt und 2022 ĂĽber 200 Mio. Umsatz gemacht hat, wobei 80-90% Umsatzes aus Deutschland kommen (neben AT, NL, FR, ES und IT)
  2. \- Die Marge zwischen Ankauf und Verkauf liegt bei Consumer Electronic bei ca. 30%, bei Medien aufgrund des niedrigen Preispunkts mit ca. 70% deutlich höher – allein der Markt für gebrauchte Bücher liegt bei 6 Mrd. und 4% Wachstum YoY
  3. \- Das Bewerten der Ankauf-Ware wird "Grading" genannt und ist für bestimmte Elektronik schon komplett automatisiert über Roboter möglich: ein Greifarm legt das Smartphone in eine Klappe und macht ca. 3 Minuten funktionale Tests (Display, Audio, Kamera), dann folgt ein zweiter Greifarm, der die optische Auswertung mittels hochauflösender Kameras ansteuert – in schlechterer Qualität sind Grading-Automaten sogar schon dezentral an Publikumsorten denkbar
  4. \- FĂĽr ReCommerce sind versendbare Produkte mit hohem Preispunkt und niedrigem Preisverfall attraktiv und die Ankaufquote ist eine wichtige KPI (weil sonst hohe Logistikkosten und unzufriedene Kundschaft entstehen), wobei ReBuy seine Quote von 75% auf ĂĽber 90% steigern konnte
  5. \- Fashion ist trotz hoher Nachfrage (mit Ausnahme von Luxusmarken) aufgrund der vielen Billiganbieter schwierig als Gebrauchtgeschäft umsetzbar, weil dies sehr hohe Volumina und eine sehr hohe Effizienz erfordert; im Elektronikbereich sind Ersatzteile oft das Problem, weil die Hersteller diese künstlich verknappen, wo die Politik mit einem Recht auf Reparierbarkeit Abhilfe schaffen möchte
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