Cover der Folge „Neurotraining Teil 2: Rückenschmerzen loswerden ohne Dehnen | Luise Walther“

Neurotraining Teil 2: Rückenschmerzen loswerden ohne Dehnen | Luise Walther

4. September 2026, mit Joël Kaczmarek und Luise Walther

Joëls Learnings

  1. Alles hängt zusammenKiefer, Nacken, Becken, Füße – über Spiegelgelenke, Faszien und die Wirbelsäule ist der Körper eine einzige Bewegungskette. Wer an einer Stelle etwas verbessert, verbessert automatisch vieles andere mit. Deshalb ist es egal, wo du anfängst.
  2. **Beckenbodenentspannen statt anspannen**: Auch Männer haben einen Beckenboden. Bei vielen ist er dauerhaft überspannt – 70 bis 80 Prozent der Frauen haben zu viel, nicht zu wenig Spannung. Das eigentliche Training ist, ihn erst locker zu lassen, bevor man ihn wieder anspannt. Das wirkt auf Kontinenz, Sexualität und sogar auf Emotionen.
  3. Nicht dehnen, Vielfalt bewegenDehnen gegen eine vermeintliche „Verkürzung" bringt oft nichts, weil die Spannung im Gehirn entsteht, nicht im Muskel. Wer dem Nervensystem über viele Bewegungsrichtungen zeigt, dass eine Position sicher ist, wird beweglicher – ganz ohne in den Schmerz zu gehen.
  4. Kraft ohne Gym – Griffkraft als LebensversicherungIsometrisches Training – Hände oder Beine gegeneinander oder gegen die Wand drücken – baut Kraft überall auf, sogar auf dem Sofa. Griffkraft ist einer der stärksten Marker für Langlebigkeit und entscheidet mit, ob man sich bei einem Sturz noch abfangen kann.
  5. Gleichgewicht ist trainierbar – und wirkt bis zum Blutdruck: Das Gleichgewichtssystem steuert unsere Grundspannung. In Kanada und Neuseeland wird Balance-Training verordnet, bevor Blutdrucksenker verschrieben werden. Schon zwei bis drei Minuten Vorwärts-Rückwärts-Gehen am Tag können Schmerzen spürbar senken.
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