
Was 2026 wirklich zählt 🔮: Die Business-Predictions einflussreicher Männer
7. Januar 2026, mit Joël Kaczmarek
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Joël Kaczmarek: High Five Leute, Hier ist Joël und 2026 beginnt bei uns mit einer geballten Ladung Wissen. Predictions sind ja so ein bisschen wie Neujahrsvorsätze fürs Business. Ambitioniert, selbstbewusst und auch schon mal kritisch. So, und dabei gilt, Es geht weniger darum, ob alles genau so eintritt, sondern darum, Welche Geschichten wir uns über die Zukunft erzählen. Und wir machen es dieses Jahr mal etwas anders. Wir haben gleich mehrere Menschen zu Wort gebeten, deren Meinungen und Einschätzungen ich sehr schätze. Und wir haben uns dazu entschlossen, die Geschlechter zu trennen. Für diese Folge habe ich also Männer. Aus unterschiedlichen Branchen gefragt, wie sie die Businesswelt 2026 sehen. Gründer, Geschäftsführer, Strategen, Menschen, Die Entscheidungen treffen, Budgets Bewegen und Märkte mitprägen. So, Und die männliche Perspektive ist im Business ja nach wie vor sehr präsent. Und genau deshalb ist es spannend, Sie einmal bewusst gesammelt zu hören. Wo liegt der Fokus? Auf Wachstum, auf Technologie, auf Skalierung? Und was wird vielleicht als selbstverständlich vorausgesetzt? So, aber komm, genug der Vorrede. Das sind die Business Predictions 2026 von Männern. Ja, ja, ja, ist ja schon gut. Huch, Meine Güte. Na los, kommt, wir fangen an. Und zwar starten wir mit einem echten Schwergewicht,
Denn jetzt kommt eine Perspektive aus einem Unternehmen, das wie kaum ein anderes den Handel und die Logistik in Europa mitprägt. Rocco Bräuniger ist nämlich Country Manager von Amazon für Deutschland, Österreich und die Schweiz und seit vielen Jahren bei Amazon in verschiedenen Führungsrollen. Warum seine Prediction für 2026 so spannend ist, Wer so nah an Plattform, Retail, Supply Chain und Konsumtrends sitzt, sieht natürlich früher als viele andere, wo sich Verhalten, Erwartungen und Geschäftsmodelle wirklich verschieben. Also, Hier ist Rocco Bräuniger Business Prediction für 2026.
Rocco Bräuniger: Ich blicke positiv ins nächste Jahr. 2026 wird das Jahr, in dem Technologie und KI unseren Arbeitsalltag spürbar leichter und interessanter machen. Und uns damit mehr persönliche Freiheit schenken. Viele unangenehme Aufgaben in Industrie und Haushalt übernehmen ja heute schon Roboter, die aber dank KI auch 2026 immer bessere Ergebnisse liefern werden. Und auch im Büro wird KI im neuen Jahr komplexe Themen einfach einfacher erklären und uns Routineaufgaben abnehmen. So bleibt mehr Zeit für Innovation und das, was wirklich wichtig ist.
Joël Kaczmarek: Na, das nenne ich doch kompakt und schön, wenn jemand, der so viele Dinge sieht, Einen positiven Blick auf die Welt vermittelt. Und hey, gegen Roboter, Die KI gesteuert, unseren Haushalt etwas erleichtern, hat, glaube ich, keiner, was von uns. Außer es geht so in die Richtung von Skynet. Aber gut, so weit wollen wir gar nicht denken, sondern stattdessen bleiben wir im Bereich der Disruption. Denn die nächste Stimme kommt auch von dort, und zwar als Arbeitsmodus. Denn Ruppert Bodmeier ist CEO und Co-Founder von disrooptive, einer Plattform bzw. Beratung, Die Unternehmen dabei unterstützt, ihr Business neu zu denken. Und Innovationen schneller in die Umsetzung zu bringen.
Seine Prediction für 2026 ist besonders spannend, Weil er täglich mit Teams an neuen Geschäftsmodellen, digitalen Strategien und den typischen Blockaden in Organisationen arbeitet. Also dort, wo Zukunft passiert. So, Und hier ist Ruperts Business Prediction für 2026.
Ruppert Bodmeier: Ich denke auch, Das Jahr 2026 wird ganz massiv, eben durch das Thema Künstliche Intelligenz und AI bestimmt werden. Und vor allem werden wir einen ganz großen Themenschwerpunkt sehen, nämlich das nächste Internet, das gebaut wird, Das wird nicht mehr für uns Menschen gebaut, sondern das wird für Maschinen gebaut. 25 hat uns hier schon einen kleinen Formengeschmack gegeben. Anthropic hat MCP als Standard etabliert, also Model Context Protocol (MCP). Google hat versucht, gerade das Agent-to-Agent-Protokoll-System zu etablieren. In dieser Hinsicht werden wir noch viel, viel mehr sehen, Völlig neue. Offene Standards, Protokollsysteme, die alle nur ein Ziel haben, Nämlich, dass Daten, Inhalte, Interaktionen in Lichtgeschwindigkeit zwischen Plattformen, KI-Modelle fließen können. Und zwar in eine Geschwindigkeit. Wie wir es uns heute einfach schlicht und ergreifend noch nicht vorstellen können. Und darauf basierend werden einfach völlig neue Dienstleistungen gebaut, die unsere Fantasie sprengen. Schwerpunktmäßig werden sich dabei diese neuen Systeme auf zwei Themenschwerpunkte konzentrieren. Das eine ist, Wie kriege ich eine Fertigkeit, für die ich in der Vergangenheit unglaublich lange gebraucht habe, diese zu erlernen. Wie kann ich diese in Rekordgeschwindigkeit durch simple Interfaces zugänglich machen. Das Thema Coden, Bildgenerierung. Das ist nur ein Vorgeschmack. Alles Dinge, die ich früher unglaublich hart mir aneignen konnte, heute massentauglich zugänglich gemacht. Und das Zweite ist, sich Tätigkeiten, Prozesse, Workflows anzuschauen, die heute enorm zeitintensiv sind und die um Faktor 10 Schneller oder Faktor 10 besser zu machen. Da wird 26 Unglaubliches hervorbringen. Wir werden komplett neue Startups, Plattformen haben, die da einfach neue Standards setzen. n8n, Parloa, Langdock, PAI, alle Startups aus Deutschland. Die haben nur einen Vorgeschmack dafür gegeben, was 26 auch kommen wird. Und diese Plattformen werden nicht nur Nutzer anziehen, sondern sie werden auch wirklich harten Umsatz generieren können. Und diese werden auch in einem frühen Stadium, wenn sie das möchten, auch hoch profitabel sein können, Weil eben die Kosten dafür so vernichtend gering sein werden, Gleichzeitig der Mehrwert, so unglaublich hoch werden ist. Und diese neuen Protokollsysteme werden dem ganzen nochmal sozusagen ein neues Level geben. Insofern deswegen 26, haltet die Augen offen und nutzt diese einmalige Gelegenheit, die sich euch da bietet und lasst euch nicht zu sehr durch die negative Stimmung, die wir aktuell in unserem Land haben, zu sehr runter zu sehen, sondern Aufbruch. 26, Neues Spiel, neues Glück, Das ist die Devise. Insofern wünsche ich euch viel Spaß und vor allem auch viel Erfolg.
Joël Kaczmarek: Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich finde, Rupert bringt das natürlich bekannte Phänomen, dass KI dieses Jahr voll an Fahrt aufnehmen wird, Doch nochmal ganz schön anders auf den Punkt. Und so, dass man einiges daraus lernen kann und für sich bei mitnehmen. So, Und jetzt hören wir einen Kollegen und eine der bekanntesten Stimmen der Deutschen Digital- und Marketingwelt. Philipp Westermeyer ist Gründer von OMR und bringt jedes Jahr tausende Menschen aus Marketing, Tech und Medien zusammen. Er sieht also sehr früh, Welche Themen, Plattformen und Geschäftsmodelle in der Branche wirklich Traktion bekommen und welche wieder verschwinden. Und genau deshalb ist seine Business Prediction für 2026 besonders spannend. Hier kommt sie.
Philipp Westermeyer: Meine Prognose für 2026 ist more of the same. Also, ich glaube jetzt nicht, dass sich so massive Dinge ändern, auch keine Blase platzt oder ähnliches, sondern dass wir vielleicht sogar ein kleines bisschen wachsen. Hier in Deutschland, also in der Breite mit der Wirtschaft. Denn das Jahr 25 war jetzt ja nicht so stark, also Die Vergleichsbasis ist entsprechend niedrig, also ist das Wachstum vielleicht dann realistischer. Das kann ich mir vorstellen und spezifisch glaube ich, dass wir einen Trend hinsehen zu Live-Events, noch mehr als ohnehin schon, weil die Menschen in KI-Zeiten sich sehen wollen, auch mal, was anderes haben wollen als irgendwelche anonymen KIs. Und auch mit schlechter Laune lässt sich besser umgehen, wenn man irgendwie gemeinsam in der Gruppe ist. Die gibt es ja nun gerade irgendwo an verschiedensten Ecken. Deswegen, wer auch immer im Live-Event in irgendeiner Form tätig ist, als Veranstalter, als Unterstützer, als Technologieanbieter, wie auch immer, Der wird davon profitieren. Es gibt jetzt ja auch gerade zwei Live-Events im kommenden Jahr, also die Olympischen Winterspiele und die Fußball-WM, die werden das auch weiter pushen. Deswegen glaube ich, dass das ein spannender Sektor ist. Ich bin da selber auch investiert, ja in verschiedenster Form, insbesondere mit OMR. Also ist das meine Hoffnung, vielleicht auch ein bisschen dem eigenen Tun geschuldet, aber ich meine, Da gibt es auch Gründe dafür. Und ansonsten bin ich auch in der Breite vorsichtig optimistisch.
Joël Kaczmarek: Bestimmt hat Philipp da einen Punkt, wenn er sagt, dass es uns allen gut tut, wenn wir wieder mehr miteinander in Kontakt kommen. Und da habe ich eine gute Brücke zu unserer nächsten Stimme. Die ist nämlich eine der prägendsten, wenn es um Arbeit, Räume und Netzwerke geht. Ansgar Oberholz ist nämlich Unternehmer, Gründer und Mitideengeber von St. Oberholz, dem Café und Creative Hub in Berlin-Mitte, das seit 2005 als einer der Ursprungsorte der Coworking-Szene gilt. Und ein Treffpunkt für GründerInnen, Selbstständige und digitale Vordenkerinnen wurde. Er wird auch vielfach als Veteran der Berliner Startup-Szene und Experte für neue Arbeitsformen bezeichnet. Und gerade, weil er den Wandel von Arbeit, Raum und Gemeinschaft schon früh beobachtet und mitgestaltet hat, Sind wir jetzt neugierig auf seine Prediction für 2026.
Ansgar Oberholz: Wenig überraschend ist sicherlich, wenn ich sage, dass KI noch weiter alles verändern wird. Aber meine Vorhersage ist weniger, was die KI direkt verändern, wird, sondern was sie indirekt verändert. Und ich glaube, wir werden deshalb eine... Rückbesinnung, Ein Revival des Andreas Ronken, des Realen, des Materiellen erleben. Es wird so wichtig sein, zu wissen, dass man mit einem echten Menschen spricht. Es wird also Situationen betont werden, in denen genau das beweisbar ist. Wenn ich also ein echtes Meeting habe, wenn ich zum Beispiel im Theater sitze und weiß, da vorne, Das sind echte Schauspieler, Denen fliegt ja sogar Spucke aus dem Mund, wenn Sie sprechen. Das wird uns prägen und das wird ein megatrend werden, dass gerade durch die KI das Materielle, das Anfassbare, das Reale betont wird. Und darauf werden vorhandene Geschäftsmodelle, aber ganz sicher auch neue Geschäftsmodelle entstehen. Und das finde ich persönlich natürlich auch schön und beruhigend.
Joël Kaczmarek: Also das Mit der Spucke im Theater fand ich ja persönlich ein bisschen eklig, aber die Idee ist gut, die er da hat, dieses nahbare, sich anfassen, spüren, mehr ins Echte zu kommen. Also, wir sehen hier schon langsam erste Trends aufkommen. Und die erweitern wir jetzt mal um eine noch sehr stark businessorientierte Perspektive. Denn was nun folgt, ist eine Stimme aus der Welt des modernen E-Commerce und Startup-Entrepreneurships.
Johannes Kliesch ist Mitgründer und CEO von SNOCKS, einem aus Mannheim stammenden Lifestyle-Brand, das mit Socken, Unterwäsche und mehr inzwischen Millionen Umsätze erzielt und international wächst. Er gehört auch zu den Forbes 30 Under 30 Europe im Bereich Retail und E-Commerce Und teilt seine Erfahrungen rund um Marke, Wachstum und digitale Skalierung regelmäßig auf Podcast und Bühnen. Und seine Prediction für 2026 ist besonders spannend, weil Johannes seinen Finger immer am Puls der Zeit hat. Und Unternehmenswachstum im digitalen Zeitalter versteht. Wie kaum ein Zweiter. Hier ist also Johannes' Business Prediction für 2026.
Johannes Kliesch: Also Meine Prediction für 2026 ist zu einem, dass es sehr spannend wird, zu sehen, wie Mitte des Jahres für den deutschen E-Commerce Es wird, hoffentlich leichter durch die Einschränkungen der Importeure von Temu und Shein. Es soll ja 3 Euro Pauschalversteuerung pro Paket sein. Das könnte uns allen sehr, sehr helfen. Im E-Commerce. Darauf freue ich mich auf jeden Fall. Also, da bin ich positiv, dass es ja 26 für E-Com, was für meine Heimat ist, deutlich besser wird. Eine weitere Prediction ist, dass AI-Apps den Markt überfluten werden. Also wenn wir mit Nano Banana 3 bzw. Gemini 3, Nano Banana 2. Haben wir gesehen, was geht. Jetzt, vor ein paar Tagen hat gerade OpenAI mit Image 1.5 auch ein neues Image-Modell rausgehauen. Ich glaube, und das habe ich schon letztes Jahr gesagt, wir sind jetzt, Was Text angeht, einfach schon am Limit, Mehr geht nicht.
Gerade passiert viel im Coding und das ist auch meine nächste Prediction, Dass die Hälfte aller neuen Online-Shops in 2026 mit fast nur KI erstellt werden, also Lovable und Shopify, haben eine große Kooperation, und da wird auch vieles passieren. Und letzte Prediction dann ist, dass sämtliche Agenturen einmal einige Pleite gehen werden und die richtig guten werden fast alle Tools rausbringen, weil früher war es sehr schwer, ein Tool zu entwickeln, war sehr teuer. Jetzt mit dem ganzen Vibe. Coding. Trend ist es deutlich leichter und dadurch werden viele B2B Dienstleister werden in Richtung Technologie Tools et Cetera gehen. Und das soweit meine Prediction für nächstes Jahr, ich bin positiv gestimmt für e-commerce durch verschiedenste Entwicklungen. Und auch wenn viele sagen gerade eine Bubble, ist es so Business Impact wie noch nie. Mit Lovable bauen wir extrem viel für sämtliche Businesses von Agenturen, wo ich beteiligt bin bis hin zu unserem Café die Karte, die komplett damit automatisiert ist. Gerade bauen wir ein eigenes Reservierungssystem. Also, da geht echt Viel, viel und im Gegensatz zu dieser ganzen AI-Bubble wird platzen, Was die Börse und Bewertungen sind, sei mal dahingestellt, Aber der Business Impact 2026 von der AI wird so groß wie nie zuvor.
Joël Kaczmarek: Geil, also irgendwie hat Johannes so richtig Aufbruchstimmung und Energie in seiner Stimme, oder? Da können wir uns doch was von abschneiden. Und dann habe ich jetzt für dich jemanden, Der befindet sich wirklich an einem der zentralsten Knotenpunkte des Deutschen Handels. Dominik Dommick ist Geschäftsführer von Payback. Einer Plattform an, die große Teile des stationären und digitalen Handels angebunden sind.
Er hat dadurch natürlich einen außergewöhnlich tiefen Blick auf Konsumverhalten, Kundenbindung und datengetriebene Geschäftsmodelle, ergänzt durch frühere Stationen bei PayPal und Beiersdorf. Und genau diese Daten- und Handelsperspektive macht seine Business Prediction für 2026 besonders spannend. Also, Hier kommen die Ideen und Gedanken von Dominik Dommick.
Dominik Dommick: 2026 ist Schluss mit Ausreden. KI ist dann kein Wettbewerbsvorteil mehr, sondern sie ist letztendlich Grundausstattung. Und wer 2026 noch sagt, wir sind in der Findungsphase, der hat bereits verloren. Der Unterschied aus meiner Sicht liegt in der Führung. Wer trifft Entscheidungen, wenn es ungemütlich wird? Wer übernimmt Verantwortung ohne Deckung, ohne Absicherung? Viele Unternehmen werden 2026 extrem effizient und automatisiert. scheitern. Warum? Weil sie Prozesse optimieren, aber keine Richtung haben. Die KI verstärkt das alles. Letztlich auch die Feigheit in Bezug auf Entscheidungen.
Joël Kaczmarek: Pragmatisch, würde ich sagen. Und vor allem legt es wieder die Verantwortung zu uns selbst, dass wir uns halt Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft führen wollen. Und da habe ich noch eine super passende Ergänzung für dich. Denn als Nächstes hören wir eine Gründerperspektive mit richtig internationaler Flughöhe. Lars Jankowfsky ist nämlich Seriengründer. Unter anderem hat er Swoodoo und Podcast gegründet und lebt seit vielen Jahren in Südostasien.
Dort baut er aktuell Gradion auf, das sich mit der Skalierung von Unternehmen mit Deep-Tech, KI und digitaler Präzision beschäftigt. Er sieht also sehr nah, wie sich Märkte, digitale Geschäftsmodelle und Konsumverhalten außerhalb der europäischen Bubble entwickeln. Und genau deshalb ist sein Blick auf 2026 so wertvoll. Er kommt aus echter Skalierungserfahrung und aus einer Region, In der Trends oft früher sichtbar werden. Hier ist also die Business Prediction für 2026 von Lars.
Lars Jankowfsky: So, Liebe Joël, Hier sind meine Top 4 Predictions für 2026. Also fangen wir direkt an. Erstens, Top-Thema natürlich AI. AI wird nicht zur Selbstverständlichkeit, sondern zur Messlatte. Aber die Zeiten sind vorbei, wo es spurblige AI-Strategien gibt, Wo irgendwelche Hunderttausende oder gar Millionen in irgendwelche komischen LLMs gesteckt werden oder wo es unklare Use Cases geben. Sondern was bleibt und gewinnt, sind ganz klar. Implementation mit messbaren Effekt, klare Prozessoptimierung, Kleine spezialisierte Agenten, die einen Impact erzeugen und konkrete Einsparungen und produktiv Zählsgewinne. Das sehe ich ganz deutlich.
Zweitens, unsere Dienstleisterbranche verändert sich dramatisch. Nicht nur Consulting, auch Agenturen und Dienstleister verändern sich dahingehend, dass sie richtigen Impact bringen müssen. Wirksame Systeme, Output produzieren. Die Zeiten, in denen irgendwelche Dienstleister Zeit vergeuden, können, aber keine Wirkung erzeugen, sind vorbei. Denn egal, ob Beratung, Agentur oder Tech-Dienstleister, dieses viel Aktivität, wenig Impact, Das wird vom Markt nicht mehr akzeptiert. Kunden heute oder nächstes Jahr erwarten einen klaren Beitrag zum Geschäftsergebnis, Verantwortung über die Implementierung hinaus. Und am allerbesten. Skin in The Game. Big Topic. Und das sehe ich auch. Deutlich ist, dass das eigentliche Skalierungsproblem nicht mehr Technologie, sondern im Kopf. Der Manager ist. Gute Dienstleister können heute in ein paar Tagen ein MVP bauen, Prozesse automatisieren oder direkt reale Effekte sichtbar machen. Aber die Organisation, Führung und Management sind überhaupt nicht in der Lage, mit so einer Speed umzugehen. Typisches Symptom ist so eine Überforderung durch das Entscheidungstempo, endlose Abstimmungsschleifung und auch eine Angst vor Kontrollverlust. Und das wird ein Riesenthema. 2026. Da wird sich die Spreu vom Weizen tennen, Welche Leader in den Unternehmen sozusagen, entscheidungsfähig auch unter Geschwindigkeit sind.
Und das letzte Thema von mir ist das Thema Global Delivery. Die Zeiten, wo wir sagen, wir machen Nearshoring, Offshoring oder wir entwickeln lokal, sind komplett vorbei. Talent ist und bleibt der Engpass. Standorte verlieren an Bedeutung. Sondern entscheidend ist, wo finde ich gute Leute. Employer of Record, Globale Dienstleister, Verteilte teams sind heute Standard.
Was zählt, ist nicht wo, sondern wer denkt in Systemen, Wer übernimmt Verantwortung und wer versteht den Kontext? Und nicht nur das Ticket. Unternehmen, die 2026 noch Standortdebatten führen, haben das eigentliche Thema komplett verpasst. Das war's von mir direkt aus Bangkok.
Joël Kaczmarek: Du merkst also, Lars ist da wirklich schonungslos, offen und ehrlich, aber auch jemand, der Halt jederzeit bereit ist, zu wachsen und sich zu verändern. Und diese Perspektive ergänzen wir jetzt durch jemanden, der wirklich gut darin ist, strategisch zu denken und die Zukunft zu skizzieren. Und vor allem kennt er auch genauso wie die anderen, den Handel von innen. Thomas Lohner ist Geschäftsführer von ScaleCommerce und gilt als einer der profiliertesten Strategen für Handels- und Geschäftsmodellentwicklung im deutschsprachigen Raum. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Handelsunternehmen an zentralen Zukunftsfragen, von Sortiments- und Plattformstrategien bis hin zu Skalierung und Profitabilität. Und genau deshalb ist seine Business Prediction für 2026 besonders wertvoll. Sie basiert nicht auf Theorie, sondern auf tiefem Marktverständnis und echter Umsetzungserfahrung. Hier ist die Business Prediction von Thomas.
Thomas Lohner: Die alten Zeiten sind einfach vorbei. Wenn früher ein Geschäftsmodell in 2007 funktioniert hat und in 2017 immer noch funktionierte, Dann konnte man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, Dass es in 2027 auch noch funktionieren, wird. Aber das gilt heute nicht mehr. Im kommenden Jahr können sich Unternehmen nicht mehr auf den Status quo verlassen, sondern werden daran gemessen, ob sie echten Mehrwert erzeugen können oder nicht. Wir sehen das heute schon, Zum Beispiel in der Dienstleistungsbranche bei der Software. Wenn dein Geschäftsmodell als Agentur darin besteht, deinen Entwickler zum Vierfachen des Gehalts an Kunden weiter zu vermieten, Dann erzeugt das keinen echten Mehrwert mehr. Und damit verliert diese gesamte Dienstleistung auch ihre Daseinsberechtigung. Ich denke, dass jetzt das Zeitalter von Unternehmen beginnt, die in der Lage sind, sich neu zu erfinden. Und deswegen wird das Business Buzzword in 2026 Agilität heißen.
Joël Kaczmarek: Das Zeitalter von Unternehmen, die in der Lage sind, sich neu zu erfinden. Pass auf, Da habe ich genau die richtige Stimme als nächstes, nämlich, wenn es um die Zukunft der Arbeit geht, und zwar mit Wissen aus der echten Feldforschung. Raphael Gielgen ist nämlich bei Vitra der Future of Work Trendscout und reist dafür regelmäßig zu Unternehmen, Laboren und Campusen auf der ganzen Welt, um Muster zu erkennen, Wie nämlich Arbeit, Räume und Organisationen sich verändern. Wer könnte also besser geeignet für eine Prediction sein als Rafa, der genau mitbekommt, Welche kulturellen und organisatorischen Veränderungen sich global wirklich durchsetzen. Hier ist seine Business Prediction für 2026.
Raphael Gielgen: Hallo, Meine erste Annahme für das neue Jahr ist, Die Phase des Redens über Transformation, Die ist de facto vorbei. Es wird kein Jahr sein einer neuen Vision, Es wird eher ein Jahr sein von klaren, harten Entscheidungen. Viele Unternehmen haben lange über KI, Nachhaltigkeit, New Work und Transformation gesprochen, Aber wir haben die alten Annahmen nicht losgelassen. Das ist jetzt de facto vorbei. 2026 geht es darum, Wer wirklich bereit ist, Prozesse, Machtstrukturen und Geschäftsmodelle zu hinterfragen und eben nicht an den Begriffen oder alten Systemen kleben zu bleiben. Meine zweite Annahme für das neue Jahr ist, Dass der Engpass bei all dem, was wir tun, eben nicht. Die Technologie ist. Sondern unsere Denkfähigkeit. Wir alle sind konditioniert über Denkschulen, über Logiken. Uns fehlt es aber an der Fähigkeit, Signale zu erkennen, Annahmen zu hinterfragen, Prioritäten zu setzen. Das heißt, Vielleicht wird es sogar 2026 das Jahr sein, dass Unternehmen, Organisationen ihre Denkschulen, Industrielogiken hinterfragen, Viel mehr mit Annahmen über die Zukunft arbeiten und darüber einen großen Schritt machen. Und meine letzte Annahme für das neue Jahr ist... ist, in einer Welt permanenter Ablenkung, wird die Aufmerksamkeit zu einer neuen Kompetenz. Aufmerksamkeit ist im neuen Jahr eine der wichtigsten Ressourcen. Uns mangelt es nicht an Information, sondern an Fokus. Viele Organisationen sind gefühlt dauerhaft beschäftigt, aber selten bei der Sache. Und so wird es eine entscheidende Fähigkeit sein, unsere Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Auf das Wesentliche, auf Signale. Auf das, was wirklich zählt. Und ich glaube, auch, Aufmerksamkeit ist eben keine persönliche Eigenschaft, sondern diese ist trainierbar. Und als Zugabe, Es hat immer geholfen, mit Freude, Optimismus, Mut und Neugierde bei der Sache zu sein.
Joël Kaczmarek: Also wenn Denkfähigkeit zu einer wichtigen Funktion wird, Dann habe ich jetzt den Nächsten für dich, der da genau gut zu passt. Denn jetzt kommt jemand, der den Handel seit Jahren mit Spitzer Feder und viel Praxiserfahrung analysiert.
Alexander Graf ist Co-CEO von Spryker, einem Softwareanbieter für digital kompakt. Und außerdem der Kopf hinter dem Podcast Kassenzone, wo er regelmäßig die großen Handels- und Plattformfragen diskutiert. Alex verbindet also Produkt- und Technologieperspektive mit einem sehr klaren Blick auf Geschäftsmodelle und benennt Trends. Meist erst dann, wenn Sie wirtschaftlich wirklich relevant werden. Hier ist seine Business Prediction für 2026.
Alexander Graf: Also ich glaube, Aus Business-Sicht wird es super relevant sein, dass man sich mit chinesischen Partnern zusammentut. Wenn man also in dem Bereich unterwegs ist, bei dem man Angst hat. Vor chinesischem Wettbewerb, muss man sich in die Lage versetzen, Was eigentlich chinesische Hersteller oder Händler gerade für einen Druck verspüren im eigenen Markt. Und mit welcher Werft Sie dann eigentlich nach Europa kommen. Und wir können in Europa eines besonders gut, und zwar den Marktzugang kontrollieren, insbesondere im B2B-Umfeld. Und das... Können chinesische Unternehmen noch nicht so gut. Selber eine Marke werden, selber Marken aufbauen, obwohl sie teilweise bessere Produkte produzieren. Darin liegt aus meiner Sicht eine große Chance für 2026 aus Business-Perspektive. Ich glaube auch, dass es wichtig ist, einmal zu verstehen, Was diese ganzen neuen EU-Initiativen, zum Beispiel der EU AI Act für Relevanz in Europa entfachen werden. Das ganze Thema Cloud Sovereignty wird wichtiger, also wieder selber hosten, Beziehungsweise bei europäischen Hyperscalern wird ein Thema werden. Kosten müssen bei allen runter. Das gilt sowohl für die Vendoren, als auch für die Dienstleister, als auch bei den Unternehmen selber. Das fängt bei Personal an. Oft an im Mittelmanagementbereich, aber zieht sich dann durch bis in die letzte Applikation, bis ins letzte Abo der Zoom-App Und da glaube ich, Wird es bei vielen SaaS-Anbietern viel, Viel enger werden im nächsten Jahr. Also, es gibt eine ganze Menge zu tun. Es gibt mehr Chancen als Risiken. Aus meiner Sicht, weil man jetzt noch gut handeln kann. Und weil wir in Europa, obwohl es ja mit der Regierung nicht so aussichtsreich läuft, besser dastehen als in den meisten anderen Regionen dieser Welt. Daraus können wir, glaube ich, was machen.
Joël Kaczmarek: Man merkt, Alex hat ein wirklich komplexes Verständnis der unterschiedlichen Prozesse, die in der Geschäftswelt so vor sich gehen. Und das ergänzen wir jetzt noch durch jemanden, der ebenfalls sich schon auf mehreren Ebenen profiliert hat. Denn als Nächstes hören wir eine echte Größe aus der Deutschen Digital- und Johannes Rath. Marcus Diekmann ist Chief Strategy, Digital- und E-Commerce Officer bei Sanicare. Ehemaliger Geschäftsführer und Mitgesellschafter von ROSE Bikes und einer der profiliertesten Digital- und E-Commerce-Strategen im deutschsprachigen Raum. Seine Prediction für 2026 ist deshalb spannend, weil sie auf tiefen Einblicken in Handel, Digitale Strategien und organisatorische Veränderungsprozesse basiert. Hier kommt also die Business Prediction für 2026. Von Marcus.
Marcus Diekmann: Moin moin, 2026 ist definitiv das Jahr der Entscheidung für den deutschen Handel. Es geht überall entweder runter oder hoch. So ein Mittelgut gibt es nicht mehr. Und Deutschland ist in der Krise, weil es jeder jetzt die Frage gibt, wie wir da rauskommen. Und zwar wird gewinnen nur noch der, der wirklich radikal sein gesamtes Unternehmen, seine ganze Organisationsform, auf der einen Seite Social First ausrichtet und da einfach zusieht, dass er der bekannteste wird. Das Zweite ist dann nach hinten raus. In der Organisation, maximal AI First wird. Und das Ganze kombiniert mit starken eigenen Produkten, eigenen Handelsprodukten, die zu echten Marken werden. Und wenn dir das gelingt, dann gewinnst du auch in einem Zeitraum des AI-Commerce Und auch in der Zukunft des Handels. Wenn du das nicht machst, dann kannst du nur noch abschöpfen und diese Strategie mitnehmen. Dies gilt natürlich nicht für alle. Die Geschäfte, die wirklich in 1A-Lagen noch liegen und dadurch die Frequenz noch irgendwelche Mehrwerte mitnehmen, Aber alles andere wird schwierig. Aber nutz die Chance und mach das jetzt.
Joël Kaczmarek: Das war mal echte Druckbetankung in Sachen. Zukunftsdenken für dich, oder? Und eine letzte Business Prediction habe ich noch für dich, nämlich meine eigene. Ich darf heute sozusagen, der zwölfte Apostel in Sachen 2026 sein und habe folgende Gedanken dazu. Wie meine Vorredner gehe auch ich davon aus, dass uns das Thema KI weiter in Atem halten wird. Es wird darum gehen, konkrete Anwendungsfälle zu finden, deren Effizienz sich wirklich in harter Währung belegen lässt. Also Wir kommen von der Ausprobierphase nun sukzessive in die Phase der Konsolidierung. Wo es gilt, echte Ergebnisse zu zeigen.
Und dieser Gedanke des Zeigens von Ergebnissen wird sich, denke ich, Auch auf die KI-Unternehmen selbst erstrecken. Denn wer verfolgt, wie viel Geld große Unternehmen in den letzten Jahren in dieses Thema investiert haben? Und vor allem, wie sie dies getan haben, Der weiß, dass ein gewisses Cluster-Risiko dahinter hängt. Viele der großen Konzerne haben ihre KI-Aktivitäten zum Beispiel in eigene Gesellschaften, externalisiert, die sie oft durch Investorengeld finanzieren lassen. Es ist ja mittlerweile so, dass selbst Immobilienfonds zu großen Teilen in das KI-Game investiert sind, weil sie statt Bürogebäuden oder Handelshäusern in Serverfarmen und damit KI-Chips investiert haben.
Was heißt das konkret? Wir haben ein gewisses Risiko, dass, Wenn sich keine relevanten KI-Geschäftsmittel finden lassen, Ein Absturz sich einstellen könnte. Also wir alle Zahlen ein Stück weit mit. Und vermutlich werden die Börsen 2026 noch eine gewisse Geduld haben, Denn den KI-Trend auslassen, ist ja auch keine wirkliche Option, Doch wir sollten dort wachsam bleiben. Und ein Stück Weit wird hier ja auch die geopolitische Lage interessant werden. Wird sich der Ukraine-Konflikt nachhaltig befrieden lassen? Wie wird sich das Spannungsverhältnis zwischen Taiwan und China weiterentwickeln? Was tut sich mit dem nationalen Handel? Haben wir in dieser Folge auch schon einiges gehört.
Und ganz ehrlich, ich bin, was Deutschland angeht, in diesem Kräftespiel eher pessimistisch. Bei uns ist der Karren schon an ziemlich vielen Fronten in den Dreck gefahren. Von den hohen Renten- und Sozialausgaben, über die steigenden Belastungen im Gesundheitssektor, bis hin zu den geringen Investitionen in Bildung. Und da im kommenden Jahr auch einige Landtagswahlen anstehen, darf man schon gespannt sein, Wohin sich die politische Lage entwickelt.
Für mich heißt das aber vor allem eines, dass wir unser Schicksal so gut es geht, selbst in die Hand nehmen sollten und uns nicht auf die Politik verlassen, Da dort mit wenig Beweglichkeit zu rechnen, ist. Wir sollten unsere Zukunft unternehmerisch angehen, denn immerhin bietet uns KI ja eine ungeahnte Geschwindigkeit beim Ausprobieren neuer Geschäftsmodelle und Strategien. Es bieten sich viele, viele Chancen. Und Deutschland hat mehr Assets, als es dieser etwas kritische Blick zunächst vielleicht vermuten lässt.
Lasst uns also etwas mehr Aufbruchswillen in 2026 mitnehmen und eine unternehmerische Grundhaltung. Einfach mal machen! So, Und jetzt wünsche ich dir einen guten Start in ein sicher mit vielen neuen Entwicklungen gespicktes 2026. Lass die gehörten, Predictions, noch einmal Revue passieren und diskutiere auch gerne mit uns. Zum Beispiel über die Kommentare auf Spotify oder schreib uns bei LinkedIn. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir und achso, falls dich. Auch die weibliche Perspektive auf 2026 interessiert, Dann hör unbedingt auch in unsere Predictions der Frauen rein. Bis zum nächsten Mal.
Vielleicht gibt es ein Gedanken aus dieser Folge, den du mit in deinen Alltag nehmen möchtest. Etwas, das Dich auf deiner eigenen Reise begleiten kann. Weil diese Next Level Journey ist genau dafür da, dir beim Wachsen zu helfen. Und dabei Menschen und Perspektiven an die Seite zu stellen. Und wenn du dabei bleiben, willst, Abonnier den Podcast. Wenn Du magst, hilf uns mit einer 5-Sterne-Bewertung, diese Gespräche noch sichtbarer zu machen. Danke fürs dabei sein. Bis zur nächsten Etappe.