Eigenmarke aufbauen mit dm: Die Langhaarmädchen-Erfolgsstory

Ein Private Label – im Deutschen Handels- oder Eigenmarke – ist ein Produkt, das ein Handelsunternehmen unter eigenem Markennamen verkauft, statt es von einer Herstellermarke zu beziehen. Produziert wird es meist von externen Lohnfertigern. Weil Markenwerbung und Herstellermarge entfallen, liegen Handelsmarken im Regal typischerweise deutlich unter dem Preis der Markenprodukte; als Faustregel gelten rund 25 Prozent Preisabstand. Private Labels folgen dem Markt in der Regel, statt ihn zu prägen: Sie greifen Konzepte auf, die sich bereits etabliert haben, und rechnen sich vor allem bei standardisierten Produkten mit hohen Stückzahlen.
BeispielEine Drogeriekette verkauft neben den bekannten Windelmarken auch eine eigene Windel unter dem Namen der Kette, hergestellt von einem Auftragsfertiger. Sie ist spürbar günstiger, nutzt aber Standardmaterialien. Eine Nischenmarke, die auf teure pflanzenbasierte Rohstoffe setzt, steht damit kaum im Wettbewerb: Bei dem Preisabstand, den das Handelsmarken-Modell verlangt, ließen sich solche Materialien gar nicht abbilden.