Inbox Zero 📭 : Der Weg zum E-Mail-freien Büro

Opportunitätskosten sind der entgangene Nutzen der besten Alternative, auf die man verzichtet, wenn man Geld, Zeit oder Aufmerksamkeit in eine bestimmte Option steckt. Sie tauchen in keiner Buchhaltung auf, weil ihnen keine tatsächliche Zahlung gegenübersteht – trotzdem sind sie ein zentrales Argument bei Investitions- und Priorisierungsentscheidungen. In Unternehmen werden Opportunitätskosten häufig gegen neue Vorhaben ins Feld geführt: Wer die knappe Zeit der Führungsebene in ein kleines Innovationsprojekt steckt, kann sie nicht ins große Bestandsgeschäft stecken. Genau darin liegt allerdings auch die Gefahr, dass sich mit diesem Argument jede Neuerung rechnerisch kleinreden lässt.
BeispielEin Medienhaus überlegt, ob ein dreiköpfiges Team ein halbes Jahr an einem neuen Podcast-Format arbeitet. Die direkten Kosten sind die Gehälter. Die Opportunitätskosten sind der Umsatz, den dasselbe Team in dieser Zeit mit der Weiterentwicklung des bestehenden Newsletters erwirtschaftet hätte. Rein rechnerisch gewinnt dabei fast immer das Bestandsgeschäft – strategisch kann das neue Format trotzdem richtig sein, weil es Lernkurve und Anschlussfähigkeit für künftige Angebote schafft.