Liebende Güte (Metta)

Liebende Güte, im Pali Metta genannt, ist eine Meditationspraxis aus der buddhistischen Tradition, bei der Übende bewusst wohlwollende Wünsche formulieren – zuerst für sich selbst, dann für nahestehende, neutrale und schließlich schwierige Personen. Ziel ist nicht Entspannung, sondern das Einüben einer freundlichen Grundhaltung gegenüber sich und anderen. Die Praxis ist relevant, weil sie in der Psychologie als Übung zur Stärkung von Selbstmitgefühl und zum Abbau von Grübeln und Selbstabwertung untersucht wird.

BeispielEine Person nimmt sich morgens zehn Minuten Zeit und wiederholt innerlich Sätze wie „Möge ich gesund sein, möge ich sicher sein", zunächst auf sich bezogen, dann auf eine Kollegin, mit der es zuletzt Konflikte gab. Nach einigen Wochen fällt es ihr leichter, in Konfliktsituationen nicht sofort in Abwehr zu gehen.

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