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Joël Kaczmarek: Kunst trifft digital.
Sebastian Krumbiegel: Der Podcast.
Joël Kaczmarek: Hier erfahrt ihr jede Menge über Kunst in Zeiten der Digitalisierung und das Hautnah von ganz fantastischen Künstlerinnen und Künstlern. Wie immer mit dem gut aussehenden Popprinzen. Sebastian Krumbiegel.
Sebastian Krumbiegel: Und mit dem hochintelligenten und wohlriechenden Joël Kaczmarek.
Joël Kaczmarek: Das geht ja runter. Aber eigentlich muss ich unserem heutigen Gast, Was Gutes Aussehen angeht, einen Lob machen. Ich bin ja sowas von neidisch auf deine Haare, lieber Tom. So viel sei schon mal gesagt. Da hat ein Basecap auf. Das sieht man überhaupt nicht. Heute nicht, aber das ist ja hier wie ein Urwald. Also, Liebe, Hörer und Hörerinnen, Ich muss euch natürlich erstmal einführen zu unserem heutigen Gast. Eigentlich kennt ihr ihn alle schon. Wenn ihr den Fernseher anmacht oder Spotify öffnet, kommt ihr gar nicht an ihm vorbei. Der Liebe Tom Beck ist heute da. Also, wer Alarm für Cobra 11 sieht, kennt ihn sowieso, auch schon in ganz vielen spannenden Shows gewesen. Im Fernsehen, hat ganz viele tolle Sachen gemacht im TV und auch sehr, sehr hörbare Musik, darf ich sagen. Also, ich muss gestehen, Ich habe heute zum ersten Mal reingehört, hat mich gecatcht, was was heißen will. Ich glaube, ich bin kritisch, auch durch den Kollegen Sebastian Krumbiegel. Von daher, erfreut uns sehr, sehr, dass du da bist. Herzlich willkommen und Danke fürs Dasein.
Tom Beck: Ja, Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich.
Joël Kaczmarek: Und ich habe ein Geheimnis schon nicht rausgefunden. Wenn man Wikipedia aufmacht, lernt man, dass du Helmut mit zweiten Namen hast.
Tom Beck: Ja, das ist ja kein Geheimnis. Wenn ich irgendwann mal schauspielerisch weiter ins Charakterfach vordringe, dann werde ich wahrscheinlich nur noch Thomas Helmut Beck genannt. Noch bin ich bei Tom Beck.
Joël Kaczmarek: Du musst Buchautor werden, dann nennst du dich Th Beck. Das fände ich besser.
Tom Beck: THB? Nee, ich war bei TB. TCB. TCB. Genau, nee, das geht nicht. Ja, doch, THB. Ja, wobei, THB, das ist schon zu nah an Scooter dran,
Tom Beck: glaube ich.
Joël Kaczmarek: Hast du auch recht. Aber ist ein bisschen doof, man Thomas heißt ja, dann hat man gleich mit einem Spitznamen Tom aufs Leben bedient. Du hast bestimmt keine peinlichen, nervigen Spitznamen gekriegt, oder?
Tom Beck: Tommy. Tommy, ja. Also in Franken ja, sowieso nicht mit einem harten T, sondern eher mit D.
Sebastian Krumbiegel: Der Domi.
Tom Beck: DER Domi, DER Dom, Der Domas. Es gibt auch Leute, die nennen mich Bomas, warum auch immer. Einfach so ein bisschen aus Scheiß ist das entstanden, so der Bomas. Oder es gibt auch einen, der nennt mich Schäfer. Also, ich habe so ein paar lustige Spitznamen. Oder Halt Helmas für Helmut.
Joël Kaczmarek: Ich meine, wir hatten ja neulich hier den Kollegen hier, Der, hieß Scholle, wenn man auch so dachte, wie kommt man auf sowas manchmal. Und ich habe ein traumatisches Erlebnis, Ich war im Dorffußballverein, wo ich studiert habe, in Greifswald. Deswegen, Liebe, Hörer und Hörer, Wir haben gerade uns drüben im Café getroffen, da, sagt Felix Kroos, Deswegen ist es für mich, Wenn ich Kroos sehe, denke ich mal gleich. Greifswald und Greifswald, zack, bin ich in meiner Unizeit. Und da war ich im Fußballverein. Und wenn du in Greifswald im Fußballverein bist, das ist halt richtig. Hartes Brett. Da ist so angesagt, Bierkasten auf dem Parkplatz saufen nach dem Spiel und so. Was können wir brüllen über einen Platz, was nur eine Silbe hat, dass du dich angesprochen fühlst? So Katsche, Katschi und so. Naja, deswegen. EY Gut, aber nicht zu meinen langweiligen Fußball- Anekdoten, sondern zu dir. Wie bist du zu deiner Kunst gekommen, deinem Schauspiel? War das in die Wiege gelegt? Wie ging das los bei dir?
Tom Beck: Ich könnte übrigens auch noch gerne viel über Fußball reden, also bin ich sofort am Start.
Joël Kaczmarek: Was ist denn dein Verein?
Tom Beck: Der Verein, zu dem Dein Sohn nicht wechseln darf.
Joël Kaczmarek: Bayern München. Gut, dann ist das Interview für heute vorbei. Herzlichen Dank, dass Du da warst.
Tom Beck: Und Union natürlich. Du bist ja, Herr Tanner, hast du gerade, erzählt. Du hast ja eh, nichts zu lachen, eigentlich.
Joël Kaczmarek: Als Herr Tanner bist du natürlich ein Masochist. Aber bist du Bayern München Fan, Weil das mit dir, was mit deiner Region verwurzelt, ist, weil dein Daddy das gemacht hat? Oder ist das so ein Ding, Du willst für die Gewinner sein?
Tom Beck: Lass uns einfach über Kunst trifft Digital gehen. Es ist ja so, dass ich aus Nürnberg komme. Und das ist ja eigentlich dann schon hochverraten, wenn man ein Bayern Fan ist, ja, klar. Aber ich sage, das immer, Es ist wie ein Outing. Also, wenn man jetzt, sagen wir mal, Ich wäre jetzt homosexuell, dann hätte ich auch ein Problem wahrscheinlich, hätte ich lange damit gewartet, mich irgendwann zu outen. Und so war das als FCB-Fan auch schon so. Ich habe das Gefühl, In Nürnberg konnte ich mich nicht outen. Und als ich dann nach München gegangen bin, um zu studieren, Da habe ich dann meine FCB-Liebe offen gelebt.
Joël Kaczmarek: Gut, okay. Dann sei es dir von Herzen erlaubt und gestattet, dann hast du unsere Sympathie, weil wenn das von Herzen kommt, dann ist das okay. Ich hatte mal eine Arbeitskollegin, da meinte ich so, hey, hast du das Spiel gesehen am Sonntag von Hertha? War wieder kacke, ne? Nee, das gucke ich nicht mehr. Ich bin ja nicht mehr Hertha-Fan. Ich sage, hä, wie? Das bist du nicht. Ja, ich bin jetzt Fan von Bayern München. Ich hatte es satt, immer für die Verlierer zu sein. Ich will immer für jemanden sein, der gut ist. Jetzt bin ich Bayern München. So,
Tom Beck: das ist doch mal eine Entscheidung. Einfach mal dem Herzen folgen. Toll.
Joël Kaczmarek: Aber zu deinen Herzensentscheidungen. Wie Kunst. Ja.
Sebastian Krumbiegel: Die Frage ist ja vielleicht erstmal die, was mich ja eigentlich am meisten interessiert, weil wenn man sich stalkt im Netz, findet man Schauspieler, Musiker, Das sind, so die beiden Dinger.
Joël Kaczmarek: Und Unternehmer.
Sebastian Krumbiegel: Und Unternehmer. Aber für mich, wenn wir über Kunst reden, Natürlich kann Unternehmer auch eine Kunst sein, Aber wenn ich über Kunst nachdenke und denke Schauspieler oder Musiker, was bist du mehr? Kannst du das sagen? Oder was wolltest du immer mehr sein? Oder was ist sozusagen dein… Wenn du deinem Herzen folgen kannst oder wenn du dich für eins entscheiden müsstest, So gefragt, Würdest du die Musik anmageln oder die Schauspielerei?
Tom Beck: Ach, diese Frage, die wurde mir ja noch nie gestellt. Es ist eine schwierige Frage, und die liegt natürlich auch nah, aber es ist schwierig für mich, die zu beantworten, weil. Natürlich komme ich von der Musik, da hängt mein Herz dran von Anfang an. Also, ich habe mit fünf Jahren angefangen auf dem Akkordeon nach Punkten, nach verschiedenen Farbigen Punkten, die meine Mutter mir aufgemalt hat. Habe ich angefangen, darauf zu spielen. Dann habe ich Orgelunterricht genommen, was ja ein Instrument ist, was es heute, glaube, ich, gar nicht mehr, gibt. Richtig, mit Füßen, auch. Mit Füßen auch, ja. Boah, Hammer. Ja, so richtig. Und ich habe dann auch eine ganz brutale Alleinunterhalterschule gemacht, da auf dem Dorf in der Nähe von Nürnberg. Und habe da von den Zillertaler Schürzenjägern bis den Beatles oder Rolling Stones irgendwie alles versucht, auf meiner Orgel, da zu spielen. Ich hatte dann natürlich auch einen Roland D-50 Synthesizer und einen Drumcomputer. Aber ich habe immer darauf bestanden, dass ich den Bass mit meinen Füßen selber spiele. Und nur das Schlagzeug, also wirklich nur das Puff, Puff, P tatsächlich nicht. Das habe ich erst später entdeckt. Da habe ich mich überhaupt nicht rangewagt. Ich habe in der Konstellation der Zwiebeln, da haben wir mal so drei Songs geschrieben. Ich muss auch sagen, jetzt, mit einem Abstand von 26 Jahren waren die gar nicht so schlecht. Aber ich hatte damals nicht das Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen.
Sebastian Krumbiegel: Das ist ja der Witz, dass du als 15, 16, 17-Jähriger, Dass du irgendwie so viel in dir drin hast, dass du eigentlich nur das Selbstbewusstsein brauchst zu sagen, so Ich schreibe jetzt einen Song. Und dann geht das auch, und dann hast du eben, was zu erzählen. Und dann funktioniert das. Und später, wenn du Anfängst darüber nachzudenken, merkst du, dass du irgendwie verkramst und dass du Schreibblockaden hast in den ganzen Scheiß.
Tom Beck: Absolut, das IST ja... Ich glaube, bei der Schauspielerei ähnlich. Also, wenn man anfängt, zu lernen und darüber nachzudenken oder auch mehr zu wissen darüber, Desto mehr verkopft man natürlich auch automatisch. Genau, da steht man im Weg. Da muss man wieder versuchen, dahin zu kommen, dass man einfach sagt, ich lasse es los und schreibe jetzt einfach einen Song. Weil es gibt Ja, Gott sei dank kein richtig und falsch in der Musik oder auch generell in der Schauspielerei, in der Kunst. Es gibt schon eher gut. und, wobei, weiß ich nicht, Es gibt wahrscheinlich eher qualitativ gut umgesetzt. Ich kann die Töne treffen oder halt nicht. Wobei mittlerweile kann man ja eh auch alles hinziehen, sodass es gerade klingt. Aber es geht viel um Eier, glaube ich. Also viel um Selbstbewusstsein, viel, um einfach behaupten. Also auch in der Schauspielerei gibt es auch viele Kollegen, Die haben keine Ausbildung. Und dann denkst du dir, wie spielen die das? Nö, Die gehen da hin und sagen, ich mach das einfach. Transportiert sich das vielleicht besser, als derjenige, der Hundertmal drüber nachdenkt? Und dann vielleicht am Ende dann keine Entscheidung trifft? Und es ist irgendwie alles so ein bisschen wischiwaschi.
Sebastian Krumbiegel: Das ist echt lustig und interessant, weil ich habe genau darüber gerade gestern mit meinem guten Bekannten, Ich will fast sagen Freund, der mich eigentlich hierher gebracht hat, Jan Müller von Tocotronic gesprochen, der mir dann irgendwann sagte, Ja, irgendwann, Ich kann ja eigentlich wirklich gar nicht so richtig und irgendwann habe ich ein bisschen so das Gefühl, dass irgendwann das alles mal auffliegt, dass irgendwann die Leute mal merken, hey, der ist doch eigentlich nur ein Scharlatan. Und das, so komme ich mir manchmal auch vor. Ich stelle mich auf eine Bühne und denke irgendwie, Leute, ich mache euch jetzt mal hier, Ich mache hier mal einen auf Dufte. Und vielleicht kriegt ihr irgendwann raus, ey, der kann doch eigentlich gar nichts. Und darum geht es aber am Ende.
Joël Kaczmarek: Ich glaube,
Sebastian Krumbiegel: es geht nicht darum, irgendwas toll zu können, glaube ich. Also, es heißt immer der Spruch, Kunst kommt von Können. Ja, hey, prima, aber es ist eine Kunst. Kunst kann auch irgendwie totaler Dilettantismus sein, dass du irgendwie da eben einfach irgendwas machst, was eben irgendjemanden berührt. Und deswegen glaube ich gerade in der Musik, obwohl ich jetzt als einer, der Sozusagen in der Kindheit ausgebildet wurde. Und Thomanerchor und Bla Bla und den ganzen Scheiß, Ich glaube trotzdem, dass einem das eher behindern kann, in irgendeinem freien, sich künstlerischen Entäußern.
Joël Kaczmarek: Ich finde ja auch mal Ulkig bei Kunst, was ist man selber und wo keult man nur wieder? Man sagt Ja eigentlich auch immer, es gibt gar nichts Neues, weil es alles schon mal gegeben hat. Und ich ertappe mich auch dabei, dass man manchmal Musiksachen oder so Titel im Kopf hat oder Melodien. Und dann sagst du, Ah, okay, hab ich schon mal. Irgendwo gehört.
Tom Beck: Also durch zu viel... können, glaube ich, verschwindet vielleicht so ein bisschen die eigene Individualität, die eigene Person, vielleicht auch dahinter, Wenn man zu viel, also, ich habe ja Musical dann studiert und habe dann auch viel klassischen Gesangsunterricht genommen. Und so, also zwangsweise durch das Studium und bin dann dahinter so ein bisschen verschwunden, glaube ich, als Person und Individuum, weil man halt natürlich dann als Instrument, also die Stimme. Ein Instrument wird, mit der man halt dann im besten Fall zwölf Oktaven, genau, einen großen Saal beschallen kann, Ein großes Theater ohne Verstärker, ohne Mikrofon. Und ja, dann hast du natürlich dann so einen ganz anderen Klang. Also, das ist ja, Ich musste danach erst wieder mich für Pop oder für eine Mikrofonstimme wieder zurückentwickeln. sozusagen. Also von der Technik weg, weniger Vibrato, weniger Stütze, alles halt, nur mehr Gefühl, mehr Ausdruck. Ach, das ist, Da könnte man ja stundenlang drüber diskutieren. Ich finde das spannend.
Joël Kaczmarek: Was war dein Motor? Was war deine Triebfeder? Kam das von innen oder hattest du irgendwie einen Also, ich ertappe mich dabei, ich mag Musik und ich kann es leuten nicht erklären. Kannst Du sagen, was es bei dir war, dass du Musik quasi zu deinem, was du tun wolltest, Erkoren hast?
Tom Beck: Jetzt dann aktiv, als ich mich entschieden habe, das zu studieren? Ja, insgesamt.
Joël Kaczmarek: Wenn man mit Fünf schon irgendwie in Richtung Orgel, dann
Tom Beck: Ich glaube, das kann man sich ja gar nicht rational erklären, oder?
Joël Kaczmarek: Habe ich auch den Verdacht, ja.
Tom Beck: Ich glaube, das ist einfach ein Gefühl, IN die... Vielleicht auch die Eltern, die das dann auch spüren, aufnehmen, Wittern oder sagen, Da könnten wir ihn fördern in der Richtung, Da hat er Talent. Ich habe im Radio Direkt Songs gehört und ich habe weniger gern geübt, muss ich dazu sagen. Aber ich habe halt alle Songs, die ich im Radio gehört habe, die habe ich direkt nachgespielt. Aber auch so mit Transponieren und überall. Also, ich kann überall, ich könnte auch bei euch mal mitsingen. wahrscheinlich. Also keine Ahnung, Ich möchte nicht zu viel. zumuten, Aber ich kann halt überall eine zweite, dritte, vierte Stimme dazu knallen. Also die Schule von früher, dieses Musikmachen zusammen. Wir haben zum Beispiel nach dem Training zusammengesessen und haben Musik gemacht. Wir haben zwar auch gesoffen, aber wir haben halt dabei, Ich hatte das Akkordeon oder mein Cousin? Und wir haben abwechselnd Akkordeon, Gitarre gespielt. Und wir haben dann einfach da so ein Liederbuch gehabt und wir haben dann bestimmt noch so ein, Zwei Stunden irgendwelche Gassenhauer so geschmettert. Das war toll. Ich vermisse, da kriege ich direkt Gänsehaut, weil ich das so vermisse, dass man so, Das ist einfach das Schönste, was es gibt, zusammenzusitzen. Und Musik zu machen.
Sebastian Krumbiegel: Na, ist das vielleicht dann schon, also ich bin ja, Der kleine Prinz verzichtet nie auf die Antwort auf eine Frage, die er gestellt hat, ja. Weil ich vorhin fragte, auf, was du am Ehesten verzichten könntest, sozusagen. Ist das dann schon die Antwort drauf, dass du dann doch im Herzen mehr Musiker bist als Schauspieler?
Tom Beck: Ich glaube, man kann sich daraus so ein bisschen ableiten. wahrscheinlich. Also ich glaube, wenn Du mir jetzt garantieren würdest, dass ich mit der Musik einen ähnlichen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Wie mit dem Standbein, das ich mir natürlich mit der Schauspielerei jetzt über die letzten, naja, fast 20 Jahre schon aufgebaut habe, Dann würde ich wahrscheinlich sagen, wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich es vielleicht wagen. Aber es ist auch nicht so, dass mir, also mir macht das andere genauso viel Spaß. Ich beschäftige mich in meiner Freizeit schon, also, wenn ich dann wieder am Set stehe und drehe, ist das... Toll und denke mir so, Wahnsinn, was für ein geiler Ausgleich. Ja, ich kann A, meine Musik auf der Bühne machen, kann mich selber verwirklichen. Als Person, als Tom Beck, als Thomas Helmut Beck sogar. Und kann dann aber auch auf der anderen Seite in irgendwelche anderen Figuren schlüpfen. Und mich dann total austoben. In irgendeiner Rolle.
Sebastian Krumbiegel: Vielleicht ist es ja auch müßig, weißt du, vielleicht ist die Frage ja auch wirklich Quatsch. Also obwohl, Ich denke ja immer, wenn du wirklich, wenn du für irgendwas brennst, mit wem hatten wir das jetzt? Wir hatten irgendein Gespräch mit irgendjemandem, der gesagt hat, ich habe keinen Plan. B. Susan, Glaube ich. Ich glaube, es war Susan Sideropoulos, die irgendwie gesagt hat, Ich wollte immer schon irgendwie, obwohl sie ja auch sehr divers unterwegs ist, Aber sie wollte immer schon irgendwie Musik machen. War das das Ding?
Joël Kaczmarek: Sie sei übrigens hier herzlich gegrüßt, weil sie mir sozusagen, den Kontakt zu Tom bereitet, hat.
Tom Beck: Von mir auch, vielen Dank.
Joël Kaczmarek: Susan, Warme Grüße, wenn du uns hörst.
Sebastian Krumbiegel: Grüße. Wie gesagt, sie hat damals gesagt, ich hatte nie einen Plan B, was anderes zu machen. Und das war mir total nah, weil ich immer denke, dass du nur da besser sein kannst als andere, wenn du irgendein... Etwas nachgehst, was du wirklich selbst richtig doll willst. Dass das die einzige Chance ist, in irgendeiner Weise aus einer Masse rauszustechen. Also, wenn ich jetzt versuchen würde, irgendwie Leichtathlet zu werden, hätte ich keine Chance. Kugelstoßer vielleicht. Warum nicht? Ja, Kugelstoßerin. Ich würde gerne Kugelstoßerin werden.
Joël Kaczmarek: Naja, Ich ertappe mich auch dabei. Ich hatte hier wirklich so eine kleine, Wie sagt man das, wenn Tiere so von Kokonstatus zur Entfaltung gehen, Da gibt es doch so einen Begriff für, oder? Metamorphose. Bei mir war es in der Kindheit so, mein Vater hat mir immer eingetrichtert, Junge, in der 10. Klasse muss das Zeugnis gut sein. Und in der 13. Weil wenn du es in der 13. verkackst, hast du einen guten Realschulabschluss und so weiter. Und immer Leistung, wenn ich eine 1. gekriegt habe, gab es 10 Euro, für eine 2 5. Und wenn ich eine 5. geschrieben habe, musste ich zahlen. 5 Euro und bei einer 6 10. Das heißt, ich war echt so getrimmt auf Leistung.
Sebastian Krumbiegel: Das ist echt Hardcore, ey. Das ist wirklich harte Jugend, ey.
Joël Kaczmarek: Es klingt hart, aber ich fand das total motivierend. Und ich war halt immer so getriebener. Ich glaube, ich war in der Schule auch ein Penner wahrscheinlich. Ja,
Sebastian Krumbiegel: ich auch. Aber anders. Wir hatten jemanden in den Arsch getreten.
Joël Kaczmarek: Aber ich habe hier dann auch für mich so entdeckt, manchmal, dass ich so dachte, Das ist einerseits eine sehr wertvolle Schule, weil man halt was lernt, was kann. Das ist ja, glaube ich, Bei deinen Kindern sagst du wahrscheinlich auch, Junge, Studiere was? Und dann hast du eine Basis, wie man das immer seinen Kindern sagt. Aber ich habe auch für mich so festgestellt, als ich ein Kind war, habe ich auch, so. Mareike Amado Mini Playback Show, Da wusste ich genau, welchen Song ich da gerne performen würde. Und habe ich auch so ertappt. Und es gibt ja immer so diese Kinder, Die sagen, Sie sind auf dem Geburtstag und führen irgendeinen Scheiß vor. Ich weiß nicht, so Krass wie so eine Minkai oder Susan, oder so, aber so ein bisschen. Deswegen, was ich jetzt mal, um wieder zu dir zu kommen, man muss ja mal aufpassen, dass man nicht als Moderator mehr laut als der Gast. Was mich bei dir noch interessieren würde, ist, ehe wir das gleich weiter verfolgen, du hast gesagt, Dein Herz steht eigentlich für die Musik, aber deine Bekanntheit hast du lustigerweise im Schauspiel. Ist es manchmal schmerzhaft für dich, Dass das, was du am liebsten tust, nicht unbedingt. Das ist, für das Du am bekanntesten bist?
Tom Beck: Nee, das nicht. ICH BIN ja, wie gesagt, DAS Diese Entscheidung treffe ich wirklich auch nur, wenn man mir die Pistole auf die Brust setzt. Also, ich möchte mich dafür nicht entscheiden müssen. Ich bin froh, dass ich das beides so leben kann. Nee, also klar Würde ich mir wünschen, Natürlich will das jeder Musiker wahrscheinlich machen, also, ich glaube, es gibt ganz wenig Musiker, die sagen, Ich möchte einfach nur für zwei Leute Musik machen. Oder das heißt einfach im besten Fall. Nur fünf Leute hören, also, natürlich wäre das toll, wenn man irgendwann mal in einem Stadion steht. Und 15, 20.000 Menschen dazu bewegt, irgendwie deine Songs mitzusingen, Das wäre natürlich der absolute Wahnsinn, Ja, klar, deswegen. Hoffe ich natürlich, dass ich, und ich arbeite sukzessive daran, dass ich an meinem Bekanntheitsgrad als Musiker weiter arbeite. Aber ich finde das amüsant. Also ich meine, ich mache jetzt, Ich habe ja diese Serie Alarm für Cobra 11 gemacht, von 2008 bis 2013. Das ist jetzt sieben Jahre her, im August, genau sieben Jahre. Und dank RTL und den Wiederholungen, die immer noch gestrahlt werden, wofür ich übrigens keinen Cent kriege. Leider vielen Dank für nichts, RTL.
Joël Kaczmarek: Ehrlich?
Tom Beck: Ja, ja, Na klar.
Sebastian Krumbiegel: Bist du auch selbst dran? schuld? Hast du irgendwelche Rechte abgegeben? Es gibt keine. Hast du irgendwelche Verträge unterschrieben, Die Scheiße waren?
Tom Beck: Ich glaube, das machen die nur noch beim ZDF. Und wenn überhaupt, also so Wiederholungsgage, glaube ich, gibt es eigentlich in den seltensten Fällen.
Sebastian Krumbiegel: Gibt es nicht so eine Art GVL, Leistungsschutzrechte oder sowas? Ja,
Tom Beck: GVL gibt es, aber ich glaube IN DER Zweit-, Dritt-, Viert-Verwertung ist das auch nicht mehr gut. Vielleicht kriege ich da noch 5 Euro, ich weiß nicht, muss man nachrechnen. Ist ja auch egal, das geht mir auch nicht darum, dass ich damit noch was verdiene. Aber der Preis ist trotzdem, dass ich halt immer noch irgendwie mit Cobra 11 angesprochen werde. Auf der Straße. Hey, Alarm für Cobra 11. Hey Ben, wo ist dem hier? So finde ich ziemlich witzig, weil ich meine, Ich mache sieben Jahre nicht mehr. Ich denke mir so, wow, krass. Andererseits ist es aber auch ein Kompliment, weil das eine Phase war, Diese fünf Jahre, die die Leute irgendwie, Also, wo wir ein Team gebildet haben, das irgendwie eine gewisse Art von Humor oder Buddy-Team transportiert hat, mit dem die Leute halt, was anfangen konnten. Von daher kann ich jetzt, bin ich jetzt nicht einer, von denen, die sagen, boah, es nervt mich oder so. Nee, eigentlich gar nicht. Ich finde es halt amüsant, aber irgendwie nehme ich das auch dann doch als Kompliment.
Sebastian Krumbiegel: Ja, ist ja. Also sagen wir mal, so, Erstmal ist es natürlich geil, wenn du sowas hast, worauf Du angesprochen wirst, was dir sozusagen eine Popularität gibt, was dir vielleicht dann sogar auch noch Türen öffnet, woanders irgendwie unterzukommen. Aber ich musste gerade dran denken, wir haben ja hier auch schon über die Antilopen Gang gesprochen. Die Antilopen Gang haben irgendwann mal vor vielen Jahren, nachdem, glaube ich, Frei.Wild zum Echo nominiert waren oder so, haben die abgesagt, dem Echo da nicht hinzukommen. Mit der Begründung. Wir können an dem Abend nicht, weil an dem Abend wollen wir unsere Lieblingsserie. Alarm für Cobra 11 im Fernsehen sehen. Und das fand ich so geil. Das fand ich irgendwie so, also natürlich total despektierlich. Weil natürlich wissen wir alle, dass die das nicht deswegen gesagt haben, weil sie auf ARTE irgendwas gucken wollen, sondern eben Alarm für Cobra 11. Also so ein bisschen eben sehr kommerzielles Fernsehen. Und da sind wir vielleicht gleich beim nächsten Thema. Eine kurze Pause.
Joël Kaczmarek: Eine Sache muss ich mal dazwischen fragen, weil ich dich das auch mal fragen wollte. Und nervt einen das eigentlich, wenn man auf alte Erfolge angesprochen wird, dass man sagt, hey, aber guck, mal, Ich habe doch da auch noch ein neues Album. Also ist es manchmal die Freude, klar, erkannt zu werden und Leute bewegt zu haben, Aber ist es manchmal auch irgendwie so, ach, Eigentlich fände ich ja nett, wenn man mich auch jetzt für meine Gegenwart... Wie ist das bei euch beiden?
Sebastian Krumbiegel: Ich finde es total, bescheuert, wenn irgendjemand sagt, Ich werde so auf meine alten Erfolge angesprochen, und ich mache zurzeit schon, so die dermaßen. Große Nischenkunst, die mir keiner wissen. Nein, komm, freu dich doch darüber, dass du die Erfolge hast. Und freu dich doch darüber, dass du irgendwie Hits hast. Natürlich ist es auch wichtig, dass du da nicht stehen bleibst. Und dass du dich nicht als sprichwörtlich auf deinen Lorbeeren ausruhst, sondern dass du eben weitermachst. Und wie gesagt, ich habe es dir, glaube ich, schon öfter, erzählt, Wir sind gerade dabei. Eine Platte vorzubereiten, Ein neues Album für nächstes Jahr, 30.000 Jahre, die Prinzen. Und da schreiben wir gerade Geile, Songs. Und das ist für mich wichtig, dass ich nicht rückblickend sage, Oh geil, hier einen Haufen Hits gehabt und so in 90er und 0er Jahren. Nee, es geht weiter und wir wollen irgendwie bitte nächstes Jahr nochmal einen Haufen. Hits haben. Und ich glaube, das sieht gerade ganz gut aus. Also, ich glaube, das ist für mich der Motor, einfach zu sagen, Einerseits sich zu freuen über das, Was war, aber andererseits zu sagen, hey, was kommt, wird noch geiler.
Joël Kaczmarek: Ich kaufe dir schon mal mindestens eine CD ab. Ich habe die Songs schon gehört, die sind gut. Kann ich schon mal sagen.
Sebastian Krumbiegel: Bis dahin kauft doch keiner mehr CDs.
Joël Kaczmarek: Ah, ich wollte mal hier wieder retro sein. Entschuldigung.
Tom Beck: Ist bestimmt alles nur geklaut. Das ist immer so, das finde ich immer schon schlimm. Ehrlich gesagt,
Tom Beck: so Leute, die von so nebenbei so was fallen, dass Sie sich wahnsinnig witzig fühlen. Aber kann man auch drüber lachen. Ich meine, Im Endeffekt haben ja diese ganzen Hits einen großen Teil dazu beigetragen, dass du eben jetzt da bist, wo du bist. Und deswegen finde ich das auch damit irgendwie, ja, mit so einem... Arg wohnen oder so darauf, zurück zu blicken oder irgendwie das zu belächeln.
Tom Beck: Ich finde das auch, das gehört ja dazu und das finde ich auch wichtig.
Sebastian Krumbiegel: Ich wollte ja gerade fragen, weil wir eben bei Cobra 11 waren. Und ich wollte das auch überhaupt nicht so abwertend, sagen. Was bilde ich mir denn ein, das zu beurteilen? Natürlich ist es geiler, irgendwie einen Oscar zu kriegen und irgendwelche Grammys und Grimme-Preise abzuräumen. Aber es ist am Ende auch geil, wenn du... In der Serie mitspielst und dadurch erstens eine Bekanntheit und zweitens eben auch was. verdienst, Wofür du deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst. Aber meine Frage ist jetzt die, wenn wir jetzt mal wirklich nur auf die Schauspielerei eingehen, Es gab ja früher immer so das Ding, Es gibt Theater-Schauspieler, Es gibt Fernsehen und es gibt Film. Heute gibt es eben auch Netflix oder irgendwie Streaming-Dienste, Also noch andere Anbieter oder andere Möglichkeiten, sich zu verwirklichen oder eben Geld zu verdienen. Hast du jemals auch Theater gespielt? Hast du jemals irgendwie richtig sozusagen? Das Grundhandwerk? ausgeübt? Also richtig, wenn jetzt auch professionell, nicht Schülertheater, sondern wirklich irgendwie beruflich?
Tom Beck: Also, ich habe ja 1999 an der bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater in München Musical studiert. Das gab es da als Studiengang, gibt es immer noch. Es gibt ein paar staatlich anerkannte Studiengänge, Ich glaube in Berlin an der UdK, jetzt UdK, damals. HdK, in Leipzig, in Essen, in Folkwang und in München, Glaube ich. Genau, ich habe
Sebastian Krumbiegel: bei uns, hieß das damals noch. Tanz- und Unterhaltungsmusik. Also, ich habe ja auch Musik studiert und da gab es nur klassische Musik und TUM. T-U-M. Tanz- und Unterhaltungsmusik. Und meine, nur ein ganz kurzer Einwand. Als ich mit 15 damals, Als wir in der Schule aufschreiben sollten, was wollten die Mal werden, habe ich Musik in Klammern TUM. Und keiner wusste, was das bedeutete. Und ich musste meine Eltern und meine Lehrer und alle Leute erstmal aufklären.
Joël Kaczmarek: Du warst doch bei Jan Müller im Podcast und hast du doch, erzählt, Wie war das ostdeutsche Wort für DJ? Unterhaltung?
Sebastian Krumbiegel: Schallplattenunterhalter. Schallplattenunterhalter.
Tom Beck: Stark. Und wo war der Tanz dann bei dir im Endeffekt? Der ist auf der Strecke geblieben.
Sebastian Krumbiegel: Der Tanz liegt mir im Blut.
Tom Beck: Okay, innerlich.
Sebastian Krumbiegel: Nee, komm, Auf der Bühne gehe ich schon ganz schön ab. Also, ich bin ansonsten, glaube ich, überhaupt kein Tänzer. Ach, du meinst wegen Tanz und Unterhaltung? Ja, genau, das wäre es, dachte ich. Das hieß eben damals deswegen so, weil es irgendwie, war, eben Tanzmusik, Es war eben keine ernste Musik. Und ich hasse ja diese Unterscheidung. Ach,
Tom Beck: Tanz, Ich habe es als zwei unterschiedliche, also als eigenständiges Wort, Tanz. Nein,
Sebastian Krumbiegel: ich habe nicht Tanz studiert, obwohl das wäre noch eine Idee, eigentlich. Ach,
Tom Beck: Tanz und Unterhalt, Tanzmusik, das ist ja. Genau,
Sebastian Krumbiegel: genau.
Tom Beck: Ach, deswegen bist du auf DJ gekommen, verstehe. Ja, jetzt habe ich es auch begriffen. Aber habe ich auch falsch gedacht.
Sebastian Krumbiegel: Aber wir haben dich jetzt unterbrochen, wegen irgendwie, ob du Theater gespielt hast. Ach, so, genau, habe ich.
Tom Beck: Ich habe das studiert und habe dann eben auch. Schon während des Studiums, haben wir viele Auftritte gehabt. Im Prinzregententheater. Also, ich habe natürlich viele Musical-Produktionen gespielt und habe danach im Metropoltheater, habe ich Elling gespielt, EIN Vier-Mann-Vier-Personen-Stück. Das war ein kleines Off-Theater, Aber da habe ich über ein Jahr Elling gespielt und habe dann halt, Also, das war mein einziges, richtiges... Theater, Theater. Ansonsten habe ich halt Musicalproduktionen gespielt. Am Stadttheater St. Gallen habe ich Fame und Grease gespielt. Und dann in Nürnberg nochmal Moulin Rouge und in Heilbronn The Wild Party. Und ja, ich glaube, das war's.
Sebastian Krumbiegel: Also schon, aber auch der Unterschied, den ich jetzt meine, den uns auch Dietmar Bär erzählt, hat, weil er eben doll unterschieden hat. Zwischen was ist vor einer Kamera zu spielen und was ist vor Publikum zu spielen. Das ist auf jeden Fall schon. Also Du kriegst ja das direkte Feedback. Von der Kamera kriegst du ja kein Feedback. Du kriegst ja von den Leuten Feedback. Und viele Schauspielerinnen, Schauspieler, wir als Musiker sowieso, sagen Ja, immer, dass so ein Abend, wenn du auf einer Bühne stehst, Ein Gesamtkunstwerk ist, das eben nicht nur von dem, was auf der Bühne passiert, abhängt, Sondern dass es eine Interaktion ist zwischen Publikum und der Kunst von der Bühne. Und das finde ich ja einen echt interessanten Gedanken, was ich jeden Abend wieder merke, weil die Abende natürlich immer unterschiedlich sind. Und weil ich immer irgendwie, denke, dass, dass Publikum nur, in Anführungsstrichen, nur gecatcht werden muss. Und dass es nie die Schuld des Publikums ist, wenn irgendein Abend vielleicht mal nicht so geil ist. Und dass es sozusagen, dann doch dein Ding ist auf der Bühne, Was du machst und ob du den Draht, den Funken zu überspringen, kriegst. Ich wollte jetzt gar nicht so einen Monolog halten, Also Die Frage wäre eigentlich wirklich, ob du diese Erfahrung auch gemacht hast, So ähnlich. Was ich dich jetzt so erst tief frage.
Tom Beck: Ich habe die Erfahrung, Ich habe ja nie jetzt wirklich einen ernsten Klassiker oder so gespielt. Ich glaube, da ist das nicht so entscheidend. Und ich finde, da sollte man vielleicht auch nicht so drauf achten, weil eine Interaktion mit dem Publikum ja vielleicht auch irreführend ist, Dass man sich davon ein bisschen verleiten lässt, die ein oder andere Pointe vielleicht mal ein bisschen größer auszuspielen oder so. Also, ich weiß nicht, ob das immer wichtig ist, dass das Publikum so mitgeht. Also im Boulevardtheater auf jeden Fall und auch bei den Musicalproduktionen, die ich gemacht habe, wo er natürlich auch viele... Gags so eingebaut waren oder ein paar Lacher, Da versucht man das natürlich, Da versucht man natürlich, den auch zu zünden. Und so, dass der Halt irgendwie dann auch ankommt. Und da hat man natürlich gemerkt, wie unterschiedlich, Das merkst du ja wahrscheinlich auch, wenn du in unterschiedlichen Regionen singst oder performst, Musik machst, dass die Leute halt unterschiedlich auf Sachen reagieren. Die haben einen ganz anderen Humor. Also in der Schweiz, Da war das so ein richtig süßer Humor, der war schon fast kindlich. Also, wir haben da so Jokes gebracht. Die waren wirklich sowas von Flach und die Leute haben sich weggeschmissen. Haben wir damit in Berlin gespielt, Da hat noch nicht mal einer einen Mundwinkel, da hat kein Mundwinkel gezuckt. Da hat jemand gedacht, was ist das denn? Oder in, nee, Das war jetzt ein bisschen Pott, was ich gerade gemacht habe. Und dann ist es wieder in Hamburg, ganz anders als in Köln und so. Das habe ich gemerkt, dass das sehr unterschiedlich ist. Merkt man natürlich auch, wenn man Musik macht. Aber klar ist das immer ein großer Unterschied, wenn man ein direktes Feedback vom Publikum hat. Also logisch, das vor der Kamera weißt du ja, nie. Aber du fängst ja manchmal irgendwie mit der letzten Szene des Films am ersten Drehtag an. Dann hast du drei Tage später oder am nächsten Tag hast du eine Szene, Die ist so in der Mitte ungefähr. Also, du musst ja deinen eigenen Film im Kopf selber zusammen basteln. Und die Figur, Die Entwicklung der Figur und wo die dann eben gerade ist. Und dann siehst du das Halt irgendwann vielleicht mal ein Jahr später oder so auf der Leinwand, wie das dann zusammengeschnitten wird. Und dann hast du nochmal den Einfluss des Cutters eben, der daraus nochmal einen ganz anderen Film machen kann. Das kann ja dann sein, dass du irgendwie... Dass die Pausen, dieses Timing, was du beim Drehen hattest, dass der das nochmal total zerschneidet und einen anderen Film Draus macht. Also, das ist schon, ist nicht vergleichbar.
Joël Kaczmarek: Ja, Voll spannend. Aber ich habe echt gerade so einen augenöffnen Moment gehabt, weil bei mir, was mit Publikum ja oft passiert, sind Vorträge. Und ich glaube immer, dass wenn man Leute zum Lachen bringt, man den Vortrag auch viel, viel besser. rüberkriegt. Und ich habe so oft auf Bühnen gestanden und habe nicht verstanden, warum in der einen Sekunde Du machst denselben Witz oder du erzählst Ähnliches. Manchmal haben Leute angefangen, schallend zu lachen, und ich habe es noch nicht mal mitgekriegt. Warum? Weil ich den Vortrag schon fünfmal woanders gehalten habe und da hat keiner gezuckt. Und ich habe noch nie über Geografie nachgedacht. Ich habe immer gedacht, das liegt daran, In welcher Branche die Leute sind. Ob ich jetzt vor möbelspediteuren Rede oder irgendwie vor Internet-Fuzzis. Aber interessant, dass du sagst Geografie.
Tom Beck: Ja und Tagesform bestimmt auch. Klar, man kann das nicht nur an der Geografie festmachen. Also, ich habe bestimmt nicht jedes Mal gleich gut oder schlecht gespielt. Deine Tagesform, okay. Und auch die der Zuhörer natürlich.
Sebastian Krumbiegel: Ja, hat auch viel, glaube ich, mit Stadt und Land zu tun. Also ob sich die Leute kennen oder ob du im Publikum eher anonym bist. Ich glaube, das sind alles viele Dinge, die da mit reinspielen. Und ich meine übrigens mit der Interaktion, meine ich nicht vordergründig, nur irgendwie die Schenkelklopf flacher, Sondern ich glaube, ich meine mit der Interaktion auch, was weiß ich, dass Du Pausen setzt, dass du irgendwie eben, dass du eine Spannung erzeugst, Ein Knistern erzeugst. Und das ist auch eine Interaktion, sozusagen. Ob die Leute... Da sitzen und gelangweilt gucken. Oder ob die Leute wirklich den Atem anhalten und ob du eine Stecknadel fallen lassen. Hören kannst. War das richtig gesagt? Kapitulatisch? Absolut.
Joël Kaczmarek: Aber er hat ja was Interessantes eingeleitet, als er, meinte TV-Schauspieler versus Theater-Schauspieler. Merkst du auch so oder hast du dich mal auseinandergesetzt mit der ganzen Netflix-Amazon-Welt? So wie zum Beispiel Schweighöfer, der eine eigene Serienregel für die produziert hat. Hast du damit Berührungspunkte gehabt?
Tom Beck: Ja, ich habe ja in der ersten Staffel von Matthias' Serie mitgespielt. You Are Wanted, Da habe ich den Antagonisten gespielt. ABER das... Was soll da anders sein?
Joël Kaczmarek: Bei Susan kam das nämlich so, Die meinte, das ist nochmal anders da. Weißt du noch, warum?
Sebastian Krumbiegel: Ich glaube, es war das, Der große Unterschied war, glaube ich, der, dass sie sagte, bei mehr Serie als Viertel. Also das ist zum Beispiel wie bei Fernsehsendern. Bei Fernsehsendern gibt es einen Redakteur und bei Streamingdiensten gibt es den bislang noch nicht so wirklich. Also du bist sozusagen freier und hast nicht so. DIE Make-a-Life von irgendwelchen Leuten von außen, die genau wissen, was Sie wollen. Und du hast vor allem auch, glaube ich, rückblickend, wenn du das dann siehst, Du hast eine extreme Kontrolle darüber, wie es konsumiert wird. Du siehst ganz genau, Wie viele Leute haben es gesehen, Wie viele Leute haben nach zehn Minuten ausgemacht, Wie viele Leute haben wirklich bis zum Schluss das durchgezogen, Wie viele Leute haben sich durch den Cliffhanger zur nächsten Folge über fünf oder sechs oder sieben Folgen in der Nacht hinreißen lassen, Wie viele Leute haben gleich ausgemacht. Das ist, glaube ich, auch noch ein großer Unterschied.
Tom Beck: Das dachte ich am Anfang auch tatsächlich, dass es da keine Leute gibt, Die gucken, was man da macht und einem freie Hand lassen. Mit Sicherheit haben die auch so ein, zwei Produktionen gemacht, wo es denen darum ging, irgendwie mal eine gewisse Marke zu setzen. Ein gewisses
Sebastian Krumbiegel: Glaubwürdigkeit, Künstlerisches Wettbewerb. Ja genau, einen gewissen künstlerischen Standard auch zu pflanzen.
Tom Beck: Aber natürlich wollen die alle Geld verdienen. Die machen das auch nicht alle irgendwie, um einfach Kunst for Free, so in die Welt rauszublasen. Deswegen gucken die schon genau auch, wie die Zahlen und die Streaming-Ergebnisse sind. Und dann wird dementsprechend auch angepasst. Also das ist, glaube ich, kommerzieller, als man denkt. Aber ich glaube,
Sebastian Krumbiegel: dir wird trotzdem als Macher mehr Freiraum gelassen. Oder?
Tom Beck: Also, ich habe nicht den Eindruck, aber ich habe jetzt auch nur für Amazon gedreht. Der einzige große Unterschied ist, Dass sie noch einen sehr, sehr guten Ruf haben. Und dass jeder unbedingt für Netflix zum Beispiel drehen will. Und dann machst du auch so Sachen wie, okay, Dann habe ich zwar nur zwei Drehtage bei einer internationalen Produktion, Aber ich halte mir trotzdem drei Monate komplett frei und nehme nichts anderes an, weil das ist immer meistens, so die Bedingung, dass wenn man da mitmachen will. Dann muss man sich halt auch, natürlich. Bei einer amerikanischen Produktion ist das Eh Gang und gäbe, Dass man sich einfach dann drei Monate frei hält und keine Sperrtermine hat. Und meistens auch bei amerikanischen Kinofilmen ist das teilweise so, dass die Halt dann auch jeden Tag am Set sind. Und dann sagt der Regisseur, auch wenn du nur fünf Drehtage hast, dann sagt der Regisseur, Heute drehen wir die Szene mit dir, gut, dass Du da bist. Und das ist bei Netflix ähnlich, Also, da musst du dir schon ziemlich viel Zeit frei schaufeln, Aber die meisten Leute machen es halt, weil sie denken, ja, Netflix, Wenn das auf der Vita steht und so, das ist doch toll. Im Endeffekt kochen alle mit Wasser und überall wird gespielt. Mal gibt es ein besseres Drehbuch, und mal gibt es ein schlechteres Drehbuch. Und der Schauspieler, der bei Sturm der Liebe spielt, Der kann das mit Sicherheit auch spielen, Aber der hat halt einfach andere Texte. Der muss viel wiederholen, Da wird nicht viel verhandelt, Da wird viel Information transportiert. Wenn du nur Information transportierst, Damit der Zuschauer, der es drei Tage oder vielleicht sogar drei Wochen oder drei Monate nicht geguckt hat, direkt wieder einsteigen kann oder anknüpfen muss, dann musst du mal wieder, dann setzt du, Ach Maria, ach. Du meinst Maria, die sich vor zwei Wochen den Fuß gebrochen hat? Ja, genau, Maria, die sich vor zwei Wochen den Fuß gebrochen hat. Also, du machst immer sehr viel, das hat sich angehört, wie Otto ein bisschen, Du machst immer sehr viel Information, damit der Zuschauer wieder einsteigen kann. Und da kannst du nicht wirklich glänzen als Schauspieler, so komplett, wie du in einer anderen Serie glänzen kannst oder in einem Spielfilm, wo da richtig was verhandelt wird, wo es zur Sache geht. Deswegen, ich bin da immer so ein bisschen vorsichtig. Also ich, wahrscheinlich, weil es mich selber auch so ein bisschen nervt, dass da so kategorisiert wird in Deutschland, ja, SO zwischen... Es gibt die gute Kunst und dann gibt es die schlechte Kunst oder die Wertige. Und die, Also weiß ich nicht, da sind wir, glaube ich schon sehr speziell in Deutschland.
Joël Kaczmarek: Wobei ich sagen muss, Ich habe mir den Schweighöfer auch so abgespeichert. Ich fand das damals auch innovativ, dass der gesagt hat, so ein Gefühl der ersten deutschen Originals auf Amazon. Aber irgendwann ist der Drops natürlich auch gelutscht. Also, ich höre bei dir raus, das war jetzt keine Outstanding-Erfahrung für dich, für Amazon zu drehen.
Tom Beck: Also, es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und auch mit Matthias und so und mit seiner Regie, Das ist toll und ich arbeite immer wieder gern mit ihm und wir verstehen uns ja auch super, Aber das war jetzt nicht so, dass man sagt, Klar, da ist alles ein bisschen größer und es gibt auch ein bisschen mehr Kohle und so vielleicht, Aber das war jetzt auch nicht weniger chaotisch als bei anderen Drehs. Da ist auch nicht alles glatt gelaufen, Aber das ist auch okay, das ist auch gut so, Das wäre ja auch schade, wenn das anders wäre. Ich hatte nicht den Eindruck, dass man jetzt auf einmal mit was anderem als Wasser kocht. Sagen wir es mal so.
Joël Kaczmarek: Wie läuft es eigentlich so mit der Pinke? Kriegst Du da einmal deine Gage und fertig bei solchen Produktionen oder wirst du auch an? Ausstrahlung, also bei Netflix und Co. Wäre ja sogar pro Stream denkbar. Gibt es da Bezahlung oder ist das für dich einmal Cash? Kriegen und abziehen?
Tom Beck: Ich glaube, in der Regel ist es schon so, dass du deine Drehtaggage bekommst. Und da gibt es vermutlich nicht so wirklich viele, die in der Position sind, das zu verhandeln. Außer man sagt halt, okay, wir haben jetzt hier eine Low-Budget-Produktion, Ihr kriegt erstmal gar keine Kohle und ihr werdet dann beteiligt am Umsatz. Das gibt es natürlich auch öfter, ja.
Joël Kaczmarek: Ja, ist ulkig. Ich muss ja gestehen, obwohl ich mich mit Digital Tag ein Tag aus beschäftige, Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass Netflix auch so bleibt, wie es ist, weil die Rechnung kann für mich eigentlich nicht aufgehen, nur über 10, 14 Euro Abos da, mit Millionen von Kunden so ein Kram zugegen zu finanzieren. Also, irgendwann bin ich mal gespannt, was sich da noch so tut in Richtung Werbung. Was ist denn so? Deine? Hypothese, wo das TV-Geschäft hingeht? Wir sagen ja, Kunst trifft digital. Überlegst du Dir das manchmal?
Tom Beck: Ja, ich habe mir das, ehrlich gesagt, Gerade so. Aktuell ist das nicht so Bestandteil meiner Überlegungen. Vor, weiß ich nicht, zwei Jahren habe ich... Auch gedacht, Das Fernsehen, Das stirbt irgendwie aus. Und jetzt gibt es nur noch Streaming. Und ich glaube, das wird beides so weiterlaufen, wie es jetzt ist. Also ich meine, In Amerika funktioniert das ja auch, Da gibt es das nationale Fernsehprogramm. Und dann gibt es halt super viele Streaming-Anbieter, Schon vor, weiß ich nicht, 10 Jahren oder so oder 20 Jahren gab es da schon HBO und diese. Hulu und so. Genau, also ich, dann, Und die Leute leisten sich es dann eben auch, Die sagen dann, okay, das erwartet mich da, das kann ich da gucken. Genauso wie die Leute ja, auch Sky und teilweise DAZN haben, ja, also das machen ja auch viele, weil sie halt einfach das gucken wollen. Und wenn es das nur da gibt, dann holst du dir vielleicht noch den Eurosport Player, damit du am Freitagabend auch noch ein Spiel gucken kannst. Gibt Leute, die das machen. Also deswegen glaube ich. Ich habe jetzt auch mehrere Streamingportale, die ich monatlich bezahle. Ich glaube den Luxus, das wird vielleicht so ein bisschen zum Lebensstandard, zur Lebensqualität, die man sich so gönnt, dazugehören irgendwann. Neben dem normalen staatlichen Fernsehen. Aber
Sebastian Krumbiegel: Fernsehen als solches hat sich doch auch schon total verändert und verändert sich immer mehr. Also jetzt diese, was ich aus meiner Kindheit noch kenne, Diese straßenfähige Abende, wenn irgendwie, wenn das war oder was weiß ich, wenn Dallas kam. War das am nächsten Tag? Schulhofgespräch, Weil es wirklich alle gesehen hatten, gefühlt. Oder weil es eine unglaubliche Quote war. Und dass du heute noch irgendwie, also gerade so Unterhaltungssendungen wie die alten Flaggschiffe eben, Was weiß ich, wer denn das, oder wie verstehen Sie? Spaß, Die hatten ja früher wirklich teilweise, weiß ich nicht, 10, 12, 15 Millionen Zuschauer. Und Sowas gibt es ja heute gar nicht mehr. Also so ein Event, das sozusagen die Nation vor die Glotze lockt. Und da hat sich schon mal viel verändert. Heute wird ja selbst... Also, wenn ich als Alter Tagesschau-Fan, wenn ich irgendwie denke, 20 Uhr, Tagesschau-Time, Wenn ich zu Hause bin, wenn ich irgendwie nicht auf Tour bin. Und so, bin ich echt da. Oldschool und gucke mir das an. In letzter Zeit denke ich dann manchmal, okay, schaffe ich eben nicht ganz, dann gucke ich es mir eben eine Viertelstunde später an.
Joël Kaczmarek: Ich wollte gerade sagen, der Modus Operandi ist, glaube ich, ein anderer. Wenn du jetzt mal so Netflix-Abonnenten fragst, hast du irgendwie Stranger Things geguckt? Oder hast du hier irgendwie mit Kevin Spacey, Wie heißt der nochmal in der Präsidentenserie, Ich vergesse es immer. House of Cards. Danke Schön gesehen. Das ist wahrscheinlich eine ähnliche Quote, ja, Nur, dass man es irgendwie selber entscheidet. Und das Spannende, finde ich, ist ja dann, und das würde mich an deinen Erfahrungen noch interessieren, wie, also Du bist ja als Plattform, wenn das so on Demand ist, also, es ist nicht mehr so. 20.15 Uhr Ist die Instanz, Sondern das kann ich auch nachts um 3 gucken oder morgens gleich um 7, wenn ich nicht mehr schlafen kann. Das heißt, Amazon, Netflix und Co. Können eigentlich genau entscheiden, was wir deutschen gucken. Wie war das bei Euch mit dieser Amazon-Serie? Hast du das so ein bisschen mitgekriegt, wie Amazon sozusagen steuert, Wie viele Zuschauer es gibt? Weil die können ja im Prinzip selbst, indem sie es hoch oder runter anzeigen, entscheiden, Ob gefragt oder nicht.
Tom Beck: Nope, Keine Ahnung. Da bin ich natürlich als Schauspieler immer das letzte Glied in der Kette. Und am unternehmerischen Teil von so einer großen Produktion natürlich überhaupt nicht involviert.
Joël Kaczmarek: Hast du Zahlen gekriegt? Also weißt du, wie viele ich gesehen habe, zum Beispiel?
Tom Beck: Nee, also, das kann man sich ja, glaube ich auch dann direkt. Wird das nicht direkt? Nee, Es gibt nur so Sternebewertungen und wie viele Bewertungen es dann davon gibt. Und nicht jeder bewertet die Serie. Da müsste ich Matthias mal fragen, weil der weiß das mit Sicherheit. Wir haben ja noch nicht darüber gesprochen. Nee, das ist mir auch ehrlich gesagt relativ wumms, wenn ich ehrlich bin. Da tatsächlich freut man sich, wenn das natürlich auch viele Menschen gucken, aber das mache ich jetzt nicht. Das mache ich dann auch für mich, weil ich da eine Rolle habe, die ich so noch nicht gespielt habe und die ich dann mal bedienen kann. Also das Aber ich möchte trotzdem noch mal ganz kurz darauf eingehen, auf dieses Happening. Das stimmt, Du hast jetzt halt. Keine fixe Verabredung mehr mit dem Fernseher. Das, was es früher gab, dass du sagst, okay, Für mich war das immer so, Sonntagabend, Samstagabend, Auch Wetten, dass..?, Ich komme ja auch so aus der Zeit noch. Und 1810 am Sonntag war Sportschau, war für mich klar. Und dann 1840, Die Melodie der Lindenstraße hat für mich schon das Wochenende beschlossen.
Sebastian Krumbiegel: Für mich ganz kurz gibt es noch einen. Pavlovschen Reflex sozusagen Sonntagabend Weltspiegel. Und das war für mich das Zeichen, dass mein Vater uns jetzt ins Internat des Thomanerchor zurückführt. Das war für mich immer so ein bisschen so ein bisschen Scheiße. Irgendwie von zu Hause. Na, echt jetzt, das ist ganz komisch, dass du solche Trigger hast. Wann war das?
Tom Beck: Das war schon später, ne?
Sebastian Krumbiegel: Das war 19.15 Uhr. Heute nach wie vor. Weltspiegel Nach wie vor irgendwie heute ARD. Da siehst du,
Tom Beck: Da habe ich schon ausgemacht, weil bei mir waren 1910. Dann mit der Lindenstraße war es dann vorbei. Da habe ich es zum Weltspiegel nicht mehr geschafft. Und dann dieses Hans W. Geißendörfer und Else Kling noch schön über fluchend über den Flur. Oh, Gott, merkt man wirklich, dass man alt ist. Aber das war für mich da, ja. Und dann Das hat das Wochenende dann so beschlossen. Und man musste ins Bett, und da habe ich noch schnell Hausaufgaben gemacht. So, da gab es noch fixe Zeiten. Jetzt muss man ja sagen, ich habe ja netterweise an dieser Show The Masked Singer teilnehmen dürfen. Und da war das zum ersten Mal wieder so, dass man wirklich, dass viele eine Verabredung hatten. Stimmt schon, ja. Also zum ersten Mal seit langem. Dieser Wetten, dass..?-Effekt ist da in dieser Show, glaube ich, ein bisschen, Man hat sich da ein bisschen wiedergefunden, weil...
Sebastian Krumbiegel: Aber die Quote ist dann trotzdem nicht 12 Millionen, sondern irgendwie, weiß ich nicht, 5 oder 4? Nee,
Tom Beck: also. 5. Vom Fernseher, glaube ich. Aber es wird ja mittlerweile Streaming auch eingerechnet. Und es haben bis zu 10 Millionen Menschen geguckt, insgesamt. Also, es ist schon eine ordentliche Zahl. Und glaube, ich trifft halt aber auch so ein bisschen den Nerv der Deutschen. Das verändert sich ja alles, und ich glaube dieses Show, der Showcharakter, dieses typische, Ich will wissen, wer der Mörder ist.
Joël Kaczmarek: Was passiert denn bei der Show, Mal blöd gefragt?
Tom Beck: Da steckt man, das hat Susan auch mitgemacht, da steckt man in einem Kostüm, Ich glaube, Susan war der Schmetterling, wenn ich mich richtig erinnere, war ein Jahr vor mir da.
Sebastian Krumbiegel: Man singt und wird nicht erkannt, wir müssen raten, wer das ist.
Tom Beck: Genau, richtig, man singt und wird dann weitergewählt oder halt nicht. Und dann gibt es dann sechs Wochen bis zum Finale, dann eben diese Show. Und dann wird halt immer einer, also einer Lüftet, quasi sein Kostüm, seine Maske. Und am Ende gibt es dann halt nur noch einen.
Joël Kaczmarek: Auch die, die rausgewählt werden, sieht man dann, Wer rausgewählt wird?
Tom Beck: Ja, klar. Und da, das habe ich total verstanden, weil ich habe das letztes Jahr auch geguckt und habe total mitgefiebert, weil ich immer wissen wollte, wer versteckt sich dahinter? Und dann dieses Raten, Dieses Ermitteln, dieses Tatort-Ding, auch herausfinden, Wer der Mörder ist irgendwie so und dann aber gleichzeitig dieses Quiz-Show-Feeling, Die laufen ja auch rauf und runter in Deutschland, also das nur mal ganz kurz am Rande.
Joël Kaczmarek: Wie weit bist du gekommen?
Tom Beck: Ich habe es gewonnen.
Joël Kaczmarek: Echt?
Tom Beck: Mann.
Tom Beck: Sehr gut, recherchiert. Das war nur ein Winner.
Tom Beck: Ja, ja,
Tom Beck: wir sind hier top vorbereitet, wie du merkst. Top recherchiert. Und das schneiden wir raus.
Joël Kaczmarek: Aber du, wenn ich dich jetzt eben nach deinen Hypothesen zur Zukunft von Fernseh- und TV gefragt habe, wo ich natürlich auch so ein bisschen drauf abhebe, ist, Man liest über dich und habe aber schon gelernt, hier. Meine großartige Vorbereitung war für den Arsch, Dass du dich ja eigentlich auch so im YouTube-Bereich engagiert hast. Was hast du da so gemacht?
Tom Beck: Also, es war so, Ich hatte damals eine GmbH. In die ich mich damals auch mächtig reinquatschen habe lassen und ich auch so nie wieder machen würde.
Tom Beck: Und ich bereue es zutiefst, aber man lernt ja aus seinen Fehlern.
Joël Kaczmarek: Gleich will ich wissen warum, aber es ist noch so spannend.
Tom Beck: Also, wir haben dann das eigentlich gegründet, um so als label zu fungieren, um meine Musik zu veröffentlichen und Synergien daraus sich erschließen zu lassen, wie auch immer halt irgendwie als Netzwerke auch zu fungieren. Und dann wurde meinem Manager und Geschäftsführer Firmen. Partner, also Gesellschafter, Eine YouTuberin irgendwie zugespielt, und er hat die dann irgendwie gemanagt. Und alles war super. Und wie auch immer, also fand er toll und hat das dann auch hauptsächlich gemacht Und ja, das war dann eben Bibi, BibisBeautyPalace, und ich wurde dann quasi, weil man ihn ja jetzt nicht so kannte, weil er nicht in der Öffentlichkeit steht und ich Gesellschafter dieser GmbH war, wurde ich dann bei Böhmermann quasi zum Unternehmer und YouTube-Manager gemacht und werde ich auch. Da wurde ich von vielen YouTubern auch drauf angesprochen.
Joël Kaczmarek: Aber warum hast du es bereut? Warum würdest du es nicht mehr machen?
Tom Beck: Ich bereue die ganze GmbH-Kiste einfach, weil das war von vornherein, War das unter keinem guten Stern. Und das würde mir jetzt aber auch zu privat werden. Und ich möchte da jetzt auch keinen hinhängen. Deswegen würde ich es einfach dabei belassen.
Sebastian Krumbiegel: Aber hat die Böhmermann-Kritik damit, was zu tun? Er hat dich Ja deswegen angemacht, dass du sozusagen, Ich sage es wirklich alles in Anführungsstrichen, dass du 13-Jährigen Die Kohle aus der Tasche ziehst mit irgendwelchen fragwürdigen Dingen, die Du da machst. Das nervt ja, wenn sowas vor allem, wie du es jetzt sagst, eigentlich am Ende nicht stimmt, ist es ja kacke. Und dann ist es ja natürlich, wenn du sagst, Diesbezüglich bereue ich das auch, mich da, irgendwie so weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Und überhaupt dieses Ganze mit dem Scheiß angefangen zu haben, dann war das ein Grund?
Tom Beck: Nein, eigentlich nicht, weil ich habe sie weder gemanagt, noch habe ich jemals irgendeinen Cent damit verdient. Das kann ich ja auch belegen. Mir war es nur damals zu blöd, darauf überhaupt einzugehen, weil war für was, also da noch ein bisschen Wind. Drum machen, dann merken, kriegen das noch viel mehr Leute mit, was eigentlich überhaupt nicht stimmt. Und eine Gegendarstellung war mir dann auch zu doof. Deswegen habe ich gedacht, das hat mich auch gar nicht so berührt. Die ganze Phase, das Ganze, Ich habe da viel daraus gelernt, aber ich möchte es nicht normal machen.
Sebastian Krumbiegel: Also nochmal, Ich will da noch einmal drauf rumreiten, weil dieses Böhmermann-Ding hat für mich natürlich auch in irgendeiner Weise ein Bild von dir. Geprägt oder gezeichnet. Und wenn du jetzt sagst, das ist alles Quatsch, hätte ich mich schon darum gekümmert, dass ich das irgendwie aus der Welt kriege. Also, es steht ja bei dir, wenn man nicht googelt, kannst du... Steht in der Wikipedia ein Tag auch drin und so. Da würde ich schon dann irgendwie, also wenn es wirklich so ist. Und du musst ja gar nicht irgendwie jetzt, Ich weiß gar nicht, wie man das da macht. Also, ich persönlich habe es auch nie gemacht. Ich habe mal die Story, erzählt mit Flair, mit einer Zusammenarbeit mit ihm, Berliner Rapper, die auch irgendwie unglücklich gelaufen ist. Ich habe keinen Bock, da, irgendjemanden zu verklagen und da irgendwie vor Gericht zu ziehen. Und irgendwie, Das ist mir einfach alles auch zu anstrengend und zu, Ich will keine, ich will keine im allerweitesten Sinne. Kollegen verklagen. Ich mache Musik, und das ist irgendwie mein Ding. Und wenn da irgendwas Scheiße, rüberkommt, sehe ich es als Lehrgeld an. Und so ein bisschen verstehe ich dich jetzt auch.
Tom Beck: Ja, ich habe auch gar keine Chance, jemanden zu verklagen, das will ich auch gar nicht, weil ich war. Ja als Gesellschafter Teil dieser Management oder Teil dieser Firma. Und diese Firma hat BibisBeautyPalace gemanagt. Nur hatte ich halt im aktiven Daily Business oder überhaupt im Prozess als Management überhaupt nichts damit zu tun. Ich war ja selber Künstler in der GmbH, nur halt Gesellschafter, eben auch. Und deswegen wurde ich halt als aushängeschild dieser Firma als Manager quasi oben reingestellt, damit man halt überhaupt einen Aufhänger hat. Sonst nimmt der irgendeinen Typen und sagt, das ist der Manager von BibisBeautyPalace, interessiert, der keine Sau.
Sebastian Krumbiegel: Dann hast du aber am Ende trotzdem eigentlich auch selbst Schuld sozusagen, weil dann hast du, wie ich es gar nicht so wie vorhin sagen, aber. Schuld klingt für mich so ein bisschen. Oder ein Scheiß Vertrag oder wie auch immer. Nee, nee,
Tom Beck: wieso, Es ist doch okay. Also, es gibt genügend namhafte Kollegen von mir, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit YouTuber managen, was keiner weiß. Das ist jetzt nicht, das ist jetzt ja nicht verwerflich, einen YouTuber zu managen. Also, das muss ja jeder selber für sich wissen.
Joël Kaczmarek: Ich brächte als Unternehmer auch mal eine Lanze für dich, damit man dem geneigten Hörer auch mal erzählt, worum es in diesem Video geht. Aufreger war. Dass es ein Bibi-Video gibt, wo die so eine Michael Kors Uhr für 250 Euro irgendwie empfiehlt, die sie ganz toll findet.
Sebastian Krumbiegel: Keine Rolex, keine Swatch, keine Rockstar-Baby.
Joël Kaczmarek: Und hat unten in den Begleitungstexten einen Link zu Amazon, wo man diese Uhr kaufen kann. Und weil das so ein Amazon-Affiliate-Link ist, sprich jeder Kunde, der draufklickt bei Amazon. Was kauft, kriegt Bibi eine Provision, hat man sich tierisch drüber aufgeregt. Das ist so, da kannst du als Unternehmer nur Müde drüber lächeln, weil es einfach, gelinde gesagt, bescheuert ist. Also, ich finde PER se... Ich glaube, dass ich einen 13-Jährigen eine 250-Euro-Uhr kauf, Das muss schon eher so Konfirmationsgeld sein. Ich glaube, der freut sich ein Loch im Bauch, wenn er von seinem Favorite-YouTube-Star so einen Tipp gekriegt hat. Und das ist total normal, also, so eine Provision zu haben. Ich verstehe gar nicht, was leute sich mal aufregen, dass jemand anders an ihrem Kauf verdient, weil es kostet, sie nicht. Es ist ja nicht so, dass die 10 Euro, die Sie dann da kriegt. Oder 25, oben on Top kommen. Und dann ist diese Darstellung immer so verkürzt. Dann stand da so, 250 Euro kostet die Uhr, 10 Prozent ist die Amazon-Provision, dann kriegt sie also 25 Euro. Wo du als sozusagen, wenn ich mich auskündige, sagst du, nee, das stimmt. Gar nicht, weil es ist gedeckelt. Also, du kannst jetzt nicht einen 1500-Euro-Fernseher hinstellen und kriegst 150 Euro oder so. Das ist so, Manchmal wummelt das, aber sind wir ein bisschen deutsch, finde ich.
Tom Beck: Ja, total. Das war jetzt auch vor fünf Jahren oder so, 2015, Da kam das gerade so erst so richtig auf. Das ist ja das Gleiche wie Fernsehwerbung, Da kannst du ja auch sagen, ja, gut, wenn jetzt irgendjemand auf, Ich möchte jetzt keinen Namen nennen, aber auf, sagen wir mal, Schauspieler zukommt, die auch gestanden im Business sind und sagen, hast du nicht mal? Bock auf McDonalds-Werbung? Und dann sagt er, nee, kann ich wirklich nicht machen. Ja, das ist übrigens der Scheck. Ah, kann ich auf einmal doch machen. Das ist halt immer so die Frage, Entweder man zieht das durch Konkret oder halt nicht. Und das ist halt ein Teil des Business, finde ich auch. Also, ich sehe das jetzt auch nicht so schlimm. Ich finde das auch nicht verwerflich. Nur mir war es einfach zu blöd. Ich habe mich da nicht angesprochen gefühlt, ehrlich gesagt.
Sebastian Krumbiegel: Ich bin ja erstmal froh, dass wir das angesprochen haben und das, was irgendwie auch einigermaßen. Ich will nicht sagen aus der Welt geschafft, aber, dass ich ein bisschen mehr verstanden habe, darüber. Weil natürlich ist es auch einseitig. Und ich muss dazu sagen, ich bin großer Fan. Von Jan Böhmermann. Ich finde ihn irgendwie als Journalisten und auch als Entertainer und von mir aus Komiker. So leute brauchen wir, finde ich. Die Eben in irgendeiner Weise, ja. Bin ich voll bei dir,
Joël Kaczmarek: Aber mit Sowas disqualifiziert man sich auch, finde ich. Also immer, so dieser Reißer. Ich verstehe das, dass man immer ein bekanntes Gesicht braucht, um was. Aber wenn du da mitkriegst. Die Arme Sau hat einem Gutdeutsch irgendwie ihre 12.500 Euro in der GmbH eingezahlt, ist da, Gesellschaft da, und dann hast du da so einen 5-Minuten-Slot, wo du als der zieht. 13-Jährigen Das Geld aus den Taschen, Da kannst du diskutieren, Moment mal, Als Gesellschafter kann der mitreden und überhaupt. Und der kann sich da ethisch einbringen, alles fair, aber es ist schon ein bisschen Medial verpackt, oder? Geht's denn um mir jetzt so?
Tom Beck: Nee, das ist sehr medial, verpackt. Das ist vor allem auch eine Zielgruppe, die ja auch eine gewisse Follower-Zeit mitbringt. Und eine gewisse Relevanz hat. Und die Aufmerksamkeit derer, sich zu holen, ist ja auch nicht so ganz untaktisch, vielleicht so als Move.
Tom Beck: Also, das ist halt, Er ist ja genauso Geschäftsmann wie dann alle anderen, auch. Also, wie gesagt, also für mich, Es ist fünf Jahre her und ich habe darüber auch nie, also. Ich habe damit auch nie zu kämpfen gehabt, wenn ich ehrlich bin. Also toll finde ich ihn auch.
Joël Kaczmarek: Das Mal um, was mich bei dir mal interessieren würde, ist, es wäre doch für dich, Also betrachtest du dich trotzdem auch als Unternehmer, weil es ist, ja für Dich eigentlich eine tolle Plattform, zu sagen, da sind zwei echt bekannte große YouTuber mit über Dich quasi vermarktet worden, Auch wenn du da jetzt gar nicht so einen Anteil dran hattest. Das wäre ja für dich eigentlich eine tolle Trägerplattform, zu sagen, hey, guck mal, Ich bin bekannter Schauspieler, ich kann euch helfen, im Bereich Social Media oder YouTube irgendwie auf Flughöhe zu kommen. Ich habe eine eigene Agentur, neben meinem Schauspielbusiness, Das managt mich nur ich selbst, sondern ich euch. auch, ist das für euch interessant. Also, da könntest du schon Cash, glaube ich, mitmachen.
Tom Beck: Weiß ich nicht. Also, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich auch dieses YouTube-Thema Jetzt nicht so, dass ich nie so wirklich hundertprozentig davon überzeugt war. Auch nur als Gesellschafter dieser Firma muss ich mir den Vorwurf schon gefallen lassen, ob ich das Cool finde, so diese Arbeit von, oder wie das Halt So läuft. Also ich denke mir so, ja, das, so generell, Die arbeiten auch viel und schneiden da ihre Videos und überlegen sich immer viel, viel, viel Content und so. Aber...
Joël Kaczmarek: Ist jetzt nicht Grimme preistauglich, kann man sagen.
Tom Beck: Ist jetzt so richtig für jemanden, der so irgendwie ein Handwerk gelernt hat? Oder so, Irgendwie dann denkt man sich schon so, ja, Das ist dann im Verhältnis. Wobei, sag das mal so einem Rezo.
Joël Kaczmarek: So ein Rezo, der mit seinem CDU-Video, Das war ja bahnbrechend, eigentlich, ne? Muss man auch mal fairerweise sagen.
Tom Beck: Absolut. Und ich find's auch eh immer schwierig, so Dinge gegenüberzustellen, weil ich kann auch... Ein Fußballer verdient wahrscheinlich auch viel zu viel Geld, aber soll er's nicht nehmen? Oder was soll er machen? Also ich mein, das ist, find ich so ein Grundsatzbein. Aber ich versteh nicht,
Sebastian Krumbiegel: was du meinst, dass du darüber nachdenkst, ob's wirklich cool ist oder nicht. Und da sind wir, Joël, Übrigens auch teilweise auf unterschiedlichen Seiten, Weil ich manchmal dann auch denke, klar, es ist dein Job sozusagen, Aber ich würde mir auch überlegen, ob ich sowas mache oder ob ich sowas nicht mache. Also einfach jetzt gar nicht vordergründig, um irgendwie auf mein Image oder irgendwas zu achten, sondern einfach nur, um mit mir selbst irgendwie klar zu sein, Will ich das, finde ich das cool, finde ich das in Ordnung. Ich habe jetzt mal ganz hart gesagt, habe ich es nötig. Natürlich, wie du sagst, wenn McDonalds oder Coca-Cola ankommt und du sagst, Ich mache doch keine Werbung. Und dann reichen Sie dir irgendwie einen Scheck rüber und denkst du, ach, doch, vielleicht doch. Kann ich alles nachvollziehen. Und wenn zu mir, also? Es soll derjenige Mal den ersten Stein werfen, der da irgendwie gefährdet ist, in irgendeiner Weise. Klar würde ich auch Werbung machen, wenn, Natürlich nicht für alles, aber natürlich für irgendwie Dinge, die in irgendeiner Weise vertretbar sein könnten. Und natürlich gibt es dann einen Preis, der irgendwie verschiedene Dinge regelt. Wenn du dann... Günther Jauch sagt zum Beispiel irgendwie, Er spendet alle Kohle, die er mit Werbung einnimmt, an irgendwelche gemeinnützigen Dinge. Kannst du auch sagen, was ist jetzt, wenn irgendein böser, böser, großer, hardcore, Fucking. Kapitalistischer Konzern ankommt und dir 12 Millionen Euro für irgendeinen Werbespot anbietet. Und Du sagst, ja, okay, Ich nehme die und nehme aber für mich nur eine Million, die anderen 11 Millionen, Die Spende ich, um... Kinderhospize und keine Ahnung zu unterstützen. Es ist alles immer sehr schwierig. Und ich denke jetzt auch gerade nur laut. Und hoffe, dass ich mir wieder nicht den Mund verbrannt habe, liebe Leute da draußen.
Joël Kaczmarek: Ich muss ja auch sagen, wir hatten Werbeanfragen oder haben schon Werbediskussionen geführt. Hier für unseren Podcast, Die habe ich abgelehnt. Also, es war so im Bankenbereich, da habe ich gesagt, ne, hatte, so russische Wurzeln, darf man glaube, ich sagen, ich glaube, da weiß man nicht, wer es ist. Da habe ich gesagt, ne, habe ich keinen Bock. Also Banken ist zum Beispiel für mich sowas, Das müssen sehr ausgewählte sein, wo ich das so, Tomorrow Bank zum Beispiel, Die Nachhaltigkeitsbank ist so. Also Ich glaube, jeder hat seine roten Linien. Aber zurück zu dir. Also, ich lerne, okay.
Sebastian Krumbiegel: Menschenhandel, Drogenhandel, Waffenhandel, Da würde ich gerne irgendwie richtig mitmischen, global.
Tom Beck: Also wir waren richtig Zaster am Start.
Joël Kaczmarek: Nein, aber für dich nochmal. Also, ich habe jetzt gelernt, YouTube hat nicht dein Herzblut geweckt. Du hast es als eine Episode für Dich abgetan, die nicht das sich erfüllt hat. Aber betrachtest du dich trotzdem auch als Unternehmer? Hast du unternehmerische
Tom Beck: Ansprüche? Also, ich muss nochmal dazu sagen, YouTube habe ich noch nicht mal als Kapitel betrachtet, weil es einfach keins war. Ja, es war die, ich habe damit... Operativ Ja nichts zu tun, gehabt. Klar, wird mir dann gesagt, ey, Wir managen übrigens auch noch dieses Mädchen. SAG ich, hey, whatever, mach. Also keine Ahnung. Ich hab mich damit, glaube ich, Den Vorwurf muss ich mir vielleicht gefallen lassen, nicht wirklich auch damit auseinandergesetzt, was die eigentlich so machen, so konkret oder so. Wenn man damit ein Problem hat, dass man sagt, man...
Sebastian Krumbiegel: Das meinte ich vorhin mit Selbstschuld. Ja, also, das ist natürlich auch Böse gesagt, Aber natürlich kann man sich als erwachsener Mensch drum kümmern, wofür du stehst? öffentlich. Entschuldigung, Ich will dich auch gar nicht anpissen.
Tom Beck: Das ist ja richtig, aber deswegen sage ich ja, Dieser ganze GmbH war für mich ein Quatsch, weil ich hätte mich einfach managen lassen sollen. Als Künstler, die eine GmbH machen sollen, wunderbar. Und ich bin ja der Künstler. Ich hatte überhaupt keinen unternehmerischen Anspruch, gar nicht. Ich habe mich einfach reinquatschen lassen. Das war, so der Fehler auf jeden Fall.
Joël Kaczmarek: Hat sich das geändert? Hast du mittlerweile unternehmerischen Anspruch? Machst du unternehmerische Dinge oder bist du Künstler?
Tom Beck: Ich unternehme nur noch Ausflüge und Spaziergänge. Ich habe ein eigenes Label und kümmere mich um meine Musik. Das mache ich jetzt einfach selber.
Joël Kaczmarek: Du produzierst dich selber quasi?
Tom Beck: Ich produziere mich selber, aber ich möchte nichts mehr. Ich habe sonst keine unternehmerischen
Sebastian Krumbiegel: Tätigkeiten. Du bist bei deinen Leisten geblieben sozusagen.
Tom Beck: Sozusagen, ja. Ich habe auch genug mit mir selber zu tun, ehrlich gesagt. Also, ich wüsste gar nicht, wie ich noch Zeit haben sollte, was anderes dann auch wirklich gewissenhaft zu machen, um mich dann auch mal reinlesen zu können, um mich mit Dingen noch beschäftigen zu können, damit man nicht irgendwie fünf Jahre später einer kommt und sagt, Du hast ja selbst Schuld gehabt. Sorry, komm, Du weißt genau, wie ich das meine. Weiß ich, aber es ist ja wichtig. Also deswegen Den Vorwurf muss ich mir natürlich gefallen lassen, klar. Und deswegen mache ich nur noch meine eigenen Sachen. Da weiß ich, was ich kriege. Ähm, da weiß ich, wie viel Werbung ich selber machen möchte oder halt nicht.
Sebastian Krumbiegel: Guckst du Dir eigentlich dein eigenes Zeug an? Also bist du jemand, der dann, Ich hätte fast gesagt, masturbierend vorm Fernseher sitzt und sich anguckt, wie geil er gespielt hat?
Tom Beck: Immer, auf jeden Fall, mehrmals am Tag.
Joël Kaczmarek: Deswegen freut er sich über die ganzen Wiederholungen.
Tom Beck: Ja, das ist toll für mich. Oh, da denke ich mir, mein Gott, sah ich damals aus. Toll, knacke ich noch alles. Nee, ich gucke mir natürlich schon den Rohschnitt an, wenn ich den kriege. Mittlerweile, also Bei Cobra 11 habe ich natürlich immer den Rohschnitt gekriegt. Da war ich natürlich... Als Hauptdarsteller in der Serie immer dann nah dran. Und die haben mir dann netterweise auch immer schon den Rohschnitt geschickt, um dann nicht erst noch ein halbes Jahr warten zu müssen, bis ich es dann im TV sehe. Und man hat ja auch nicht immer Zeit. Am Donnerstagabend läuft ja auch Germany's Next Topmodel. Und das guckt man ja auch gerne. Deswegen habe ich es vorher schon geguckt, um mal abstrahieren zu können, Dass das noch nicht der Finale Schnitt ist, Der Feinschnitt ist. Aber ich gucke jetzt, also, da habe ich dann nicht wirklich jede Folge noch geguckt, glaube ich. Also schon die meisten natürlich. Lege ich mir, was zurecht und versuche, dann, zu gucken, Ob das dann aufgegangen ist, wie ich das gespielt habe oder auch wie das geschnitten wurde, Wie auch immer. Und jetzt, wenn man nicht Serie dreht, sondern mal hier einen Film. Und da, Dann gucke ich mir das natürlich immer an. Klar. Also nicht, weil ich mich so geil finde, sondern weil ich natürlich wissen will, was ist daraus geworden? Habe ich das gut gespielt? Oder meistens ist es eher so, dass man da sitzt und denkt, ah, fuck, ach da, scheiße und da. Also, es ist nicht so, dass ich da masturbierend davor sitze, sondern eher sehr.
Sebastian Krumbiegel: Also eine gewisse Art von Narzissmus ist uns ja allen nicht fremd, glaube ich. Absolut. Ich freue mich auch,
Tom Beck: wenn was geglückt ist, absolut. Aber es ist schon eher so, dass ich dann, glaube, ich, eher kritisch bin und sage, das geht, so. Aber ich kann mich genauso gut auch über Dinge freuen, die gut geklappt haben, auf jeden Fall. Aber die Dinge, die nicht geklappt haben, sind dann doch in der Mehrzahl leider.
Joël Kaczmarek: Wie ist es bei Dir jetzt, wenn du dir so einen monatlichen Kontoauszug vorstellst, Wie setzt sich eigentlich dein Einkommen zusammen? Weil ich bin ja immer so, ich versuche ja immer nachzuvollziehen als Unternehmer, Welche Sicherheiten hast du, Wie ist sozusagen dein Geschäft gebaut, Was ist eigentlich, so dein Geschäftsmodell? Ich will es gar nicht so antiseptisch klingen lassen, wie es gerade rüberkommt, aber
Sebastian Krumbiegel: Okay, Tom, Er ist so geldfixiert, muss man sich dran gewöhnen, Joël ist irgendwie echt so geldfixiert, muss man irgendwie durch jetzt, ja.
Joël Kaczmarek: Ne, ich habe aber mit Nova Meier-Henrich Zum Beispiel, mit dem wir demnächst auch Podcast wollen, einen sehr langen SMS-Dialog geführt, wo Sie mir sehr ausführlich und eindrücklich geschildert hat, Zum Beispiel auch, wie Corona ganz viel in ihrer Branche gerade Hardcore über den Haufen fährt. Weil sie halt, sagt, Ganz viele TV-Produktionen finden nicht statt, weil, keine Ahnung, aufwendig, Keine Versicherung will die Dinge abdecken, Wenn einer da krank ist, dann fliegt die ganze Serie um den Haufen und so weiter. Das ist ein Riesenproblem. Und deswegen, das ist immer so. Es geht mir jetzt weniger ums Geldverdienen, Sondern ich denke, bei solchen Menschen wie euch eher darüber nach, Seid, ihr sozusagen so abgesichert, Denn wenn was passiert, dass Ihr immer sagt, okay, ich habe irgendwie zwei, drei Standbeine, wenn jetzt mal ein halbes Jahr lang kein TV ist, dann knallt meine Mucke durch die Decke oder meine YouTube-Dividenden oder was weiß ich. Wie ist es bei dir? Womit Verdienst du eigentlich?
Tom Beck: Also da solche Menschen wie ihr, das kann. Man glaube ich auch da schon überhaupt gar nicht über einen Kamm scheren. Es gibt viele, die gehen mit Geld anders um, als ich, wahrscheinlich sogar die meisten. Also ICH bin... Aus einem kleinen Dorf kommend mit 500 Einwohnern fast, Ich bezeichne mich immer so als der Bauspartyp. Also, ich habe halt gelernt, dass man nicht reich wird. Vom Geld ausgeben. Ich habe schon viel weggelegt, einfach. Ich brauche nicht viel Kohle. Ich brauche keine Statussymbole oder irgendwie einen super gehobenen Lebensstandard. Ich packe, ich habe viel, viel weggepackt und ich habe Gott, sei dank jetzt noch dann auch. Die Ausdauer, Solche Durststrecken dann zu überstehen, Gott sei Dank. Aber es gibt, wie gesagt, ich gucke nicht jeden Tag, Wo kann ich investieren oder wo kann ich mehr? Kohle, Wie kann ich das Geld vermehren. Ich versuche, das Solide anzulegen, sodass ich mir keine Sorgen machen muss, Auch im Rentenalter, wenn es das bei uns überhaupt gibt oder zumindest, wenn man nicht mehr arbeiten kann, dass man abgesichert ist, dass die Familie abgesichert ist. Aber ich bin jetzt nicht so geldgeil, dass ich sage, ich muss jetzt hier noch und da und da und muss noch eine Million zusammen. Vielleicht mache ich doch wieder einen YouTube, weil geil, das wirft ja doch viel ab.
Joël Kaczmarek: Aber du lebst vom Schauspiel im Kern, lerne ich, oder? Habe ich vorhin auch bei dir so rausgehört, weil du meintest, Wenn die Musik dir so sicher einkommen, generieren würde wie Schauspiel, dann. Und ich gebe dir recht, Leute, wie ihr, Das klang ein bisschen despektierlich, das war nicht so gemeint.
Tom Beck: Nee, gar nicht despektierlich, Aber ich glaube, man kann es einfach nicht über einen Kamm scheren. Ich kenne Kollegen, Die haben dann nach langer Zeit mal wieder gedreht und haben dann auf einen Schlag, Ich glaube, es waren 70.000 Euro oder so verdient. Und dann hat mich die Person aber nach einem halben Jahr gefragt, ob ich ihm Geld leihen kann.
Sebastian Krumbiegel: Erstmal kurz zum Frühstücken nach L.A. fliegen. Ja,
Tom Beck: aber schon so drei, vier Mal die Woche Sterne Essen auf jeden Fall. Wo ich dann dachte, so, ja, ist auch, Also? Ich bewundere das sehr, weil ich denke so, geil, du hast das einfach wirklich so krachen lassen. Jetzt ein halbes Jahr. Und dann guckt er halt wieder und dann muss er wieder, Dann kriegt er wieder Geld. Und dann rofft er sich wieder auf. Ich bin halt ganz anders erzogen, deswegen, Ich kriege das auch nicht aus mir raus, aber ich würze gerne mal tatsächlich.
Sebastian Krumbiegel: Das ist echt interessant, also, ich habe so einen alten Spruch von unserem alten Verleger. George Glück, der wirklich für uns ein ganz wichtiger Mann war in unserer Karriere, der viele Hits erkannt hat und uns in die richtige Richtung geschubst hat, der hat mir irgendwann mal gesagt, wir haben ihn dann immer gefragt, wenn es um Videodreh ging. Und so, Hey, komm Verlag, Du hast doch jetzt irgendwie echt schon einen Haufen Kohle mit uns verdient und tu mal hier ein bisschen Geld raus, dass wir ein geiles Video drehen können Oder irgendwelche Investitionen in die nächste Produktion. Oder was weiß ich, was. Und da kam der Spruch so ähnlich, wie du gerade gesagt hast, Er sagte, weißt du. Sebastian, ich bin nicht so wohlhabend geworden in meinem Leben. Weil ich so viel Geld verdient habe, sondern deswegen, weil ich so wenig ausgegeben habe. Und das ist natürlich immer so eine Ausrede.
Joël Kaczmarek: Da kann ich dir so viele Arschlaussprüche sagen. Erst dienen, dann verdienen, hat mal einer von Siemens zu mir gesagt. Oder Geld haben, kommt von Geld behalten. Entschuldigung, Habt Ihr da was?
Sebastian Krumbiegel: Nein, nein. Ich gebe gern Geld aus, aber ich bin auch überhaupt keiner, der irgendwie, was du sagst, Statussymbol-Scheiß brauche ich echt überhaupt nicht. Ich brauche ein Auto, Das fährt, das einigermaßen sicher ist. Ich brauche keinen...
Joël Kaczmarek: Ich ziehe diese Aussage in Zweifel.
Sebastian Krumbiegel: Wieso?
Joël Kaczmarek: Weil ich mich an unsere Debatte erinnere. Da hast du mal, erzählt, Du warst im Hotel und hast irgendwelche Geschenke, gekriegt zum Echo oder so. Und fandst diese tollen Koffer auch toll. Also ich glaube, du hast schon Freude an schönen Dingen, oder?
Sebastian Krumbiegel: Natürlich, natürlich. Aber ich habe im gleichen Atemzug, als ich das erzählt hatte, das war Bambi. Nein, das war Bambi. Und das war mir unangenehm. Ich glaube, wir haben mit Dennis Aogo drüber gesprochen. Ich weiß es nicht genau.
Joël Kaczmarek: Du meinst, du hast, sie verschenkt.
Sebastian Krumbiegel: Ich habe gedacht, wie ungerecht ist diese Welt eigentlich. Der Teufelscheiß auf den Höchstmöglichen. Ja, ganz genau. Ich brauche ehrlich ohne Scheiß keinen Luxus. Natürlich ist es immer schwierig, Down zu graden, im Leben. Wenn du dich an Dinge gewöhnt hast, ist es irgendwie schwierig, von denen wieder abzurücken. Und wenn du sagst, ja, ich fahre jetzt irgendwie einen VW oder irgendwie einen einigermaßen modernen, Und wenn ich mir das eben nicht mehr leisten kann, dann gucke ich eben wieder, ob ich mir irgendwie einen 15 Jahre alten Opel irgendwo kaufe und das reicht mir auch. Weiß ich nicht, ob das so easy ist, weil du natürlich, du bist dann gewohnt, hey, Der hat diese Geile Abstandshaltung. Und ich brauche ein sicheres Auto, aber ich brauche nicht irgendwie ein Auto, das irgendwie Goldenen 5000 PS Scheiß hat. Oder wie du lebst oder so. Du kannst ganz einfach immer sagen, es würde mich überhaupt nicht stören, aus meinem Palast. Mit 12.000 Zimmern allein im Westflügel und 8 Bädern in eine Zwei-Zimmer-Wohnung zurückzuziehen. Nee, es würde dich natürlich stören. Du würdest natürlich irgendwie denken, hey, Westernhagen hat mal ein Lied gehabt, Geiler ist es schon, wo er genau darüber gesungen hat. Ich brauche das und das, und das, und das, und das nicht, aber es ist schon geiler.
Joël Kaczmarek: Ich habe mal mit einem Stresscoach zu tun gehabt, da ging es eigentlich um Energie, Das kann man hier übertragen. Ihre Aussage war, Es ist geil, oben zu sein. Und es ist schön, unten zu sein. Aber runterkommen ist scheiße. Das ist sozusagen so ein bisschen adaptierbar. Da ging es eigentlich um Kräfte. Aber zurück zu dir, lieber Tom. Wir wollen ja mal ein bisschen Promo machen hier, weil du ja auch ein neues Album rausbringst. So läuft ja das Medienbusiness, habe ich gelernt, dass man hier Promo macht. Ich lerne das von Sebastian immer. Erzähl mal noch ein, zwei Sätze zu deiner Musik. Also was tust du da? Wie muss man sich die vorstellen? Was für Hallen bespielst du? Was ist so dein Anspruch an dich selbst dabei? Er grinst.
Tom Beck: Also, Hallen finde ich interessant, ja. Kannst auch sagen, wenn es die Barfeste sind. Stadien, Stadien. Nee, also, Wo fange ich da an? Also, ich habe ja, Gott sei dank noch eine Tour machen können. Im Januar, bevor der ganze Lockdown kam.
Sebastian Krumbiegel: Du spielst viel live. Entschuldige, dass ich da nochmal reingrätsche. Du spielst viel live, du bist viel auf Bühnen. Oder bist Du lieber im Studio, lieber draußen auf Bühnen?
Tom Beck: Also ja, ich könnte tatsächlich wirklich das ganze Jahr von morgens bis abends im Studio abhängen. Ich finde, es gibt nichts Schöneres, als im Studio kreativ zu sein, Chöre aufzunehmen. Ich liebe ja, deswegen, Also ich... Ich könnte alles mit Chören zuballern. Ich mache auch immer Backings, wo alle immer sagen, Oh nee, Das ist maximal eine zweite Stimme und so. Nee, geil, Wir machen noch eine Dritte rein und dann noch eine vierte.
Sebastian Krumbiegel: Ich habe das eine Lied gehört mit dem Tanzen.
Tom Beck: Ja, okay, da ist jetzt nicht so viel drin. Das stimmt. So fand ich aber schon.
Sebastian Krumbiegel: Genau, genau. Das fand ich echt gut.
Joël Kaczmarek: Du musst doch da affin sein. Ich finde, Ganz viele Prinzensongs leben davon, dass ihr im Hintergrund mit der Stimme Gesang einspielt, der manchmal fast geräuschhaft klingt. Ja,
Sebastian Krumbiegel: klar.
Joël Kaczmarek: Das ist ja das, was uns ausmacht, sozusagen. Ach,
Tom Beck: macht ihr mit mehr Stimmen auch? Ja, genau. Das finde ich gut. Ich glaube,
Joël Kaczmarek: Er wartet ein bisschen auf eine Einladung, dass er für dein neues Album hier mal den Background-Core sieht. Aber nee, Sebastian, muss ich dir erst wieder...
Tom Beck: Ihr seid ja schon genug. Ja, dafür habe ich meinen eigenen YouTube-Kanal wirklich relativ spärlich bepflanzt und bespielt. Also, da geht gar nichts ab. Ah, da fällt mir ein, ich habe morgen... Das ist wahrscheinlich. JETZT NICHT mehr... Wann kommt denn das hier? 2000. Ja, gut, jedenfalls habe ich von jetzt morgen... Am Freitag eine Videopremiere. Es gibt einen Remix. Von Gestörter, war geil, Die haben einen Remix von 360 Grad gemacht. Und dazu gibt es ein Video. Da haben mir auch ein paar Fans ihre Tanzvideos geschickt, und die habe ich dann damit eingebaut. Und egal, das war ja nicht die Frage. Die Frage war, was ich gerne mache. Ja, ich spiele natürlich gerne live. Ich spiele jetzt am Samstag, also dann auch wieder nicht mehr, aber jetzt am 8.8. Dann weiß man auch, Welcher Tag heute ist.
Joël Kaczmarek: Aber nicht welches Jahr.
Tom Beck: Ein Picknick-Konzert Und wir haben auch jetzt schon 380 Tickets verkauft. Was cool ist. Was Total cool,
Sebastian Krumbiegel: muss ich ehrlich sagen. Ich war jetzt vor ein paar Tagen bei Thees Uhlmann in Leipzig. Und das war, Ich habe am Anfang gedacht, was wird denn das jetzt hier, Picknick-Konzert. Und die Leute müssen sitzen bleiben, dürfen nicht aufstehen, mit Abstand sitzen. Sie dürfen eigentlich auch nicht mitsingen wegen Virenflug. Und was weiß ich, was alles. Da gibt es schon Auflagen. Aber am Ende hat es doch irgendwie funktioniert. Aber sorry.
Tom Beck: Gott sei dank. Kommt das jetzt nicht direkt live. Und dann kommen vielleicht einige dann doch nicht, wenn man nicht mitsingen darf. Okay, aber ich verstehe das mit dem Mitsingen. Auf die Art und Weise habe ich mir ja auch Corona eingefangen.
Joël Kaczmarek: Du hattest Corona?
Tom Beck: Ich hatte Corona, ja.
Sebastian Krumbiegel: Und sind das die Spätfolgen, die man noch merkt, gerade bei dir? War ein Scherz gerade, weil man immer drüber hört.
Tom Beck: Spätfolgen sind tatsächlich Geruchs- und Geschmacksverlust. Und der ist wirklich ausgeprägt gewesen. Boah, ey,
Sebastian Krumbiegel: scheiße.
Joël Kaczmarek: Kam aber wieder?
Tom Beck: Bestimmte Sachen rieche ich noch nicht. Meine eigenen Pups zum Beispiel rieche ich nicht. Gut, dann.
Joël Kaczmarek: Dann riechst du unseren Angstschweiß auch nicht.
Tom Beck: Den riech ich doch. Ich sage nur meinen eigenen. Ich würde auch eure Pupse riechen.
Sebastian Krumbiegel: Aber weißt du, das finde ich gerade. intriguing. Wir kommen jetzt wieder vom Hundertsten ins Tausendste. Auch weil du sagst, du warst infiziert, sozusagen. Weil ich kenne so viele Leute, die mich immer wieder fragen, kennst Du überhaupt irgendjemanden, Der jemals Heil war? Das gibt es doch gar nicht. Das ist doch nur eine Erfindung. Das ist wirklich genau. Ganz genau. Und deswegen, also? Ich glaube, wir sind uns hier alle einig, dass wir das sehr ernst nehmen und dass wir irgendwie, dass die Maske auch nicht unbedingt heißt, dass wir uns schützen, sondern dass wir andere schützen. Und bla bla bla. Und diese Demos, die jetzt waren, wenn wir darüber reden wollen. Ey, Ich finde es echt unverantwortlich und ich finde es wirklich ätzend. Ich habe auch noch keinen getroffen,
Joël Kaczmarek: der es nicht zum Kotzen findet. Also ich bin, glaube ich, in einer ganz guten Bubble.
Tom Beck: Aber hast du schlimme Symptomatik? Nee, bei mir war es ein relativ milder Verlauf. Also, ich hatte drei Tage abends hauptsächlich, also tagsüber ging es, aber abends hatte ich dann schon so. 39,6, 39,7 Fieber. Aber das war es. Also, es war auch noch drei Tage wieder vorbei. Wann war das?
Sebastian Krumbiegel: Wann war das?
Tom Beck: DAS WAR am... 1. April ist mir das diagnostiziert worden.
Sebastian Krumbiegel: War kein Scherz.
Tom Beck: War kein Scherz. Und nachdem ich ja in einer Gesangsshow, wie Ihr wisst, Weil Ihr ja so nochmal eindringlich und gut recherchiert, habt, Ihr Seid auf diesem YouTube-Thema ein bisschen Hängen geblieben, habe ich ja gemerkt, da habt Ihr euch ein bisschen festgebissen. Ich habe mich einfach gefreut,
Joël Kaczmarek: dass ihr endlich mal einen unternehmerischen Künstler habt.
Tom Beck: Aber The Masked Singer ist tatsächlich an euch vorbeigegangen, was ich nicht so wahnsinnig schlimm, finde, Aber ihr habt das ja auch öffentlich. Dann auch gesagt, dass ich eben infiziert war. Und meine Frau hatte zum Beispiel nicht so einen milden Verlauf. Das war richtig heftig. Also, die hatte eine Woche lang richtige Atemprobleme, und wir waren immer so kurz davor ins Krankenhaus zu fahren, was wir dann Gott sei, dank nicht machen mussten, und dann ging es irgendwann besser. Also das ist so viel zum Thema dazu. Es ist auf jeden Fall ernst zu nehmen.
Sebastian Krumbiegel: Ich finde es gut, dass wir da gerade so drüber reden, übrigens, weil ich will das immer gern, will auch diese Plattform nutzen, um mir selbst auch immer wieder klar zu machen, dass das alles kein Spaß ist.
Joël Kaczmarek: Aber ich habe zum Beispiel die Tage gelesen, bei Twitterperlen, glaube ich, hat so eine, so ein Twitter-Dialog Über acht Dinger verteilt, wo sie geschrieben hat, dass der Geruch so zurückkam und dass es voll die Hölle für die war, weil ihr Gehirn von diesen schlagartigen Reizen, die jetzt wieder ankamen, überfordert war. Und alles roch auf einmal eklig und komisch, meinte sie. War das bei Dir auch so?
Tom Beck: Es gibt ein paar Sachen, da weiß ich nicht so richtig, ob die einfach schon abgelaufen sind, zum Beispiel. Ich habe neulich eine Cola, mein Vater ist auch süß, daher nochmal so sinnbildlich dafür,
Tom Beck: wo ich herkomme. Ich war zu Besuch. Und nur für eine Nacht, Da hatte ich tatsächlich ein unternehmerisches Vorhaben, was mich da hingetrieben hat.
Joël Kaczmarek: Bist du also doch Unternehmer? Hab ich dich.
Tom Beck: Ich hab zumindest...
Sebastian Krumbiegel: Komm, erzähl. Lass dich von dem Typen da nicht auf ein Konzept bringen.
Tom Beck: Genau. Ich mache nur ganz solide Sachen, ganz konservativ. Und dann hat er mir gesagt, ihr trinkt doch Cola, ne? Das war eine Cola Zero, sag ich. Ja, Cola Zero trinken wir ab und zu. Und dann meinte er so, ja, dann hier, Wir haben eine Flasche, die trinkt hier keiner. Und dann hab ich gesagt, cool, das ist irgendwie süß. Und dann hab ich eine flasche Cola, also ein Liter oder 1,5 Liter. Von Nürnberg nach Berlin gefahren. Und dann hab ich halt mal geguckt, Dann war die seit einem Jahr abgelaufen. Das wusste ich aber auch schon. Das hier ist cool. Cola kann ja nicht schlecht werden. Dann habe ich das probiert und fand es richtig übel. Das kann natürlich daran liegen, dass die abgelaufen war. Ich habe aber jetzt gerade vor zwei Tagen eine Pepsi Light getrunken. Darf ich das sagen? Wenn ich Cola sage, muss ich auch Pepsi sagen. Afri-Cola und River Cola.
Tom Beck: Und Fritz-Cola auch noch hinterher. Die hat aber auch richtig beschissen geschmeckt. Vielleicht liegt es daran, dass die einfach nicht so schmeckt.
Sebastian Krumbiegel: Ist aber echt bitter. Wenn das am Ende doch auf Covid-19 zurückzuführen ist, ist es schon echt bitter.
Tom Beck: Und ein Duschgel habe ich auch. Das mochte ich immer voll gern. Also das erste Mal, als ich noch drei Tage nach dem Fieberanfall, oder nach der Fieberkrankheit, Wie nennt man das, nach dem Fieber, nach der hohen Temperatur, die ich über drei Tage hatte, habe ich mich dann endlich mal geduscht und habe mich so auf dieses Duschgel gefreut. Und das hat überhaupt nach gar nichts gerochen. Da habe ich gemerkt, dass ich einen Geruchsverlust habe. Dann, Jetzt habe ich ein anderes Duschgel, auf das freue ich mich auch mal, weil das so wahnsinnig gut riecht. Und das riecht jetzt nicht mehr gut. Das ist schon komisch.
Sebastian Krumbiegel: Und als du vorhin reinkamst, habe ich auch gedacht, ey, Wann hat denn der Typ eigentlich das letzte Mal gegessen? Den war ein Spaß.
Tom Beck: Den habe ich aber tatsächlich direkt, unmittelbar vorher, weil ich ja beim Sport war, nebenan. Aber ey,
Sebastian Krumbiegel: komm, das ist echt bitter hier.
Joël Kaczmarek: Ich finde das auch schlimm. Geruchs- und Geschmackssinn darf man echt nicht unterschätzen. Wenn man isst und es schmeckt nach nichts, ist die Hölle.
Sebastian Krumbiegel: Und weißt du, ob du heute, also, das ist ja immer nur die Frage, jetzt beim Christian-Drosten-Gespräch, Bist du jetzt immun oder bist Du nicht immun? Oder glaubst du, oder hast du Antikörper?
Tom Beck: Ich habe Antikörper, aber vielleicht auch jetzt schon nicht mehr. Also die habe ich vor, Ich glaube, anderthalb Monaten mal testen lassen, und da waren die da. Aber jetzt gab es ja auch schon die erste Person, die im Januar Covid-19 hatte, die jetzt keine Antikörper mehr hat. Also von daher.
Joël Kaczmarek: Ich fand auf jeden Fall Krass bei dieser Geruchs- und Geschmacksgeschichte, wo man mal merkt, Wie relativ das eigene Leben ist. Also wenn dein Gehirn Signale kriegt und die Erdbeere riecht auch immer. Nach Zitrone, wird alles auf den Kopf gestellt. Und es ist bloß irgendwie so ein chemischer, Schalter, der im Kopf umgestellt wird. Das fand ich irgendwie krass.
Tom Beck: Ja, aber auch trotzdem schon auch Wahnsinn, was dieses Virus neurologisch anrichtet. Also ich meine, dass das ein multiples Organ zu multiplen Organschäden führen kann, Ist ja das eine. Aber dass das wirklich deinen Geruchs- und Geschmackssinn, also Nervensystem angreift, finde ich schon heftig. auch.
Joël Kaczmarek: Wobei das passiert im Rachen und im Mund wahrscheinlich deswegen. Das hat nicht so mit, weil gut aufs Gehirn wirkt es auch.
Sebastian Krumbiegel: Es gibt aber noch ganz andere Spätfolgen. Es gibt doch ganz, also, ich habe schlimme Dinge gelesen. Also, dass eben wirklich viele Leute. Längerfristige Spätfolgen auch haben werden.
Tom Beck: Also Meine Lunge ist Gott, sei Dank, oder unsere beiden Lungen sind top.
Sebastian Krumbiegel: Ihr seid nicht beatmet worden und sowas alles. Nee, das ist auch,
Tom Beck: Also, wenn du beatmet wirst, dann ist es schon wirklich, nee, nee, Wir sind nicht beatmet worden. Also bei Chrissa war es wirklich so, dass wir, Ich dachte, so, Die kann doch nicht mal aufs Klo gehen und ist danach völlig außer Atem. Aber war dann alles gut. Nach einer Woche hat es lang gedauert, aber alles gut und die Lunge ist voll funktionsfähig. Wart Ihr in der Klinik?
Sebastian Krumbiegel: Ihr wart Ambulant sozusagen, zu Hause.
Joël Kaczmarek: Warst du danach paranoid? Hast du dich nicht mehr an Menschen herangetraut?
Tom Beck: Nee, danach war ich überhaupt das Gegenteil von paranoid. Danach war ich, EY geil, ich kann alles anfassen. Ich bin immun, ich kann mich frei bewegen. Ich brauche keine Maske. Nee, also. Ich war auf jeden Fall erstmal so, ich dachte, cool, ich hab's jetzt hinter mir. Mir kann das Virus gar nichts mehr.
Sebastian Krumbiegel: Aber eben auch ein Irrtum. Jetzt fängst du wieder an.
Tom Beck: Jetzt fang ich wieder an. Aber ich war natürlich trotzdem vorsichtig auch. Man ist jetzt nicht so, aber gefühlt war man erstmal ein bisschen erleichtert. Man hat es überstanden, ohne jetzt großartige Schäden davon zu tragen. Da war ich erstmal froh, dass ich damit durch bin, ja.
Joël Kaczmarek: Ja, aber mir geht es auch, so. Ich meine, ihr habt bestimmt alle diese Bilder gesehen, wo man dann immer leute, sieht, die Maske unter der Nase. Und dann so eine Schlipper. Ich sage immer, wenn ich so Leute sehe, das ist bei mir jetzt auch so ein, Was du mit Pavlov meinst, wenn ich solche Leute sehe, die Maske unter der Nase haben oder unter dem Kinn, Dann denke ich immer, ey, Pack Deine Pimmelnase. ein, weil ich echt an diese Bilder denken muss. Das ist so wie Schlüpper nicht richtig hochziehen. Also, ja, Es ist schade. Ich kann es verstehen. Ein Stück weit, dass die Leute, Frust und Angst haben und dann Ventil suchen. Und es ist immer einfach, ein Feindbild zu haben, Aber weiß ich nicht. Das ist echt so eine, Manchmal verstehe ich uns Deutsche nicht so ganz, weil irgendwann sind wir auch wieder aufgeschnappt. Da gibt es bestimmt Tausend Posts mit, ey, Wir sind hier alle Top versorgt, Wir sind super strukturiert und es ist fast nichts passiert. Alles, was du tun musst, ist eine Maske in den Öffis aufsetzen und in Läden. Und wir können trotzdem noch motzen. Das ist so. Sag das mal irgendeiner Armen Sau, die nichts zu fressen hat oder die rausrennen muss, weil sie, weil sie... Gezwungen ist, also naja. Da animiere ich alle mal lieber positiv draußen. Ich freue mich über jeden, der sich einhält.
Tom Beck: Damit können wir das Thema Corona auch zumachen. Haken hinter.
Joël Kaczmarek: Schatz, Heute war ich bei den zwei Pennern, die wussten nicht, dass ich mit einer Maske singe. Die dachten, ich mache YouTube-Abzocke.
Tom Beck: Sehr vorbildlich mit einer Maske gesungen.
Sebastian Krumbiegel: Genau, der The Masked Singer. Ich habe noch eine Frage. Deine alten Songs sind auf Englisch, deine neuen Songs sind auf Deutsch. War das eine klare Entscheidung, irgendwie, zu sagen, ich mache jetzt was anderes, oder ich meine es nicht? Irgendwie Trend oder so? Doch,
Tom Beck: doch, total.
Sebastian Krumbiegel: Nee, hast du eigene Texte auf Englisch geschrieben?
Tom Beck: Ja, ja, ja.
Sebastian Krumbiegel: Und dann aber gesagt, jetzt schreibe ich meine Texte auf Deutsch.
Tom Beck: Naja, Ich kann das nicht verleugnen, dass ich auch mit ein bisschen auf den Trend aufgesprungen bin. Dass man gesagt hat, okay, Deutsch ist jetzt voll im Kommen. Ich habe mich immer auf Englisch wohlgefühlt und ich habe mich aber nie richtig herangetraut. Also, ich habe immer Angst gehabt vor Deutsch, weil ich schon gemerkt habe, da muss man dann schon auch... Genauer sein, und es ist wirklich ein höherer Anspruch, glaube ich. Man ist angreifbarer, man gibt natürlich auch mehr von sich. Da hatte ich aber keine Angst vor, nur man, also. Ich wusste, dass es eine Aufgabe ist. Da muss ich mich wirklich auseinandersetzen mit und ich gehe auch immer gern mal schnell. Also, ich würde oft mal auch den leichten Weg gehen. Tatsächlich und bei Englisch, also ich, Musik ist für mich auch, Es ist wunderbar, wenn es da einen schönen Text gibt, der mich berührt, Aber ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich höre auch oft einfach nur im Radio Songs auf. Englisch und höre jetzt nicht auf jedes Wort, sondern erfreue mich halt einfach an der Melodie. Oder dass es irgendwas, dass die Musik irgendwas mit mir macht. Und bei Englisch war das natürlich so, dass das viel mehr verziehen hat. Da musste ich jetzt nicht so, da konnte ich eigentlich. Im Prinzip war das total, Also hatte ich da viel mehr Freiheit, weil ich konnte, Ich habe da Sachen gesungen in meinem Englisch, so, Ich habe da irgendwie Ausdrücke, benutzt, wo auch meine damalige Freundin, Ich war mal mit einer Kanadierin zusammen, Das war natürlich ganz gut, weil die das immer so ein bisschen beobachten konnte. Aber die hat gesagt, ja, würde man jetzt nicht so, Aber kannst du sagen und so. Und dann habe ich das einfach gemacht und hat nie jemand nachgefragt. Also, mich hat nie jemand auf irgendwelche Texte angesprochen, auf die englischen. Auf Deutsch natürlich, wo Du musst du halt natürlich jedes Wort irgendwie seziert und musst du halt dich dazu. Aber es ist ja auch okay. Also, es ist gut, Nur es dauert einfach, bis man da seine eigene Sprache findet. Auf Deutsch in der Musik, witzigerweise.
Sebastian Krumbiegel: Hast du irgendwie, Ich weiß gar nicht, wie ich genau die Frage jetzt formulieren möchte, so eine ArT Kernthema oder Kernbotschaft oder irgendwas? Oder hast du überhaupt den Anspruch, eine Botschaft in ganz großen Anführungsstrichen oder irgendwie eben, Also, was willst du, was möchtest Du denn den Menschen mit deiner Musik erzagen?
Tom Beck: Das ist witzig, weil ich das Thema gerade mit einem Produzenten hatte. Vor drei Tagen haben wir lange drüber diskutiert.
Joël Kaczmarek: Ich denke, du produzierst dich selber.
Tom Beck: Nee, ich vermarkte mich, nee, auch das nicht. Ich produziere mich nicht selber. Eine Produktion ist ja nochmal was anderes, als wenn man das einfach ein Label... Kann ja jeder eigentlich im Prinzip anmelden. Also, du musst halt irgendwie, Ich glaube, mal tausend CDS verkauft haben oder so vorher. Und dann kannst du ein Label anmelden. Das ist relativ einfach.
Sebastian Krumbiegel: Was hat der Produzent gesagt zu dem Thema?
Tom Beck: Nee, das wurde halt einfach diskutiert. Also Die Frage wurde auch gestellt. Weil ich, ehrlich gesagt, sehe ich mich nicht so in der Mission.
Sebastian Krumbiegel: Zu missionieren.
Tom Beck: Was zu hinterlassen? Rein inhaltlich, wovon man auch noch in 100 Jahren spricht, glaube ich. Also das kann ich, glaube ich, einfach so sagen. Auch wenn viele sagen, ach, ist ja schade, hat er nicht den Anspruch. Buch, ja. Nee, ich war dann halt auf so Konzerten wie bei Robbie Williams damals oder so und hab mir gedacht, geil, was für ein Entertainer, Der unterhält mich einfach zweieinhalb Stunden, ist die absolute Rampensau, kann singen, kann tanzen. Und ich fühl mich halt einfach mega unterhalten und hab den geilsten Abend der Welt. Das ist mein Anspruch für live. Ich seh das immer aus einem Live-Gedanken. Ich möchte, dass die Leute zu mir aufs Konzert kommen und mit mir eine Party feiern. Zweieinhalb Stunden irgendwie ihre Sorgen vergessen. Und man darf ja nicht vergessen, dass es den meisten Menschen nicht so gut geht wie uns. Ich glaube, die freuen sich darüber, wenn man mit denen zusammen feiert. Einfach. Und davon lebt auch mein Live-Konzept, dass ich mich eher so als Teil von allen sehe. Und ich hole auch Leute auf die Bühne. Und dann spielt der eine Mal Schlagzeug, oder dann singt mal jemand oder keine Ahnung, Ich gehe halt mal ins... Also, wie auch immer, das ist meine Mission. Ja, ich möchte einfach, dass die Leute gut unterhalten sind. Deswegen, das habe ich auch das Problem mit meiner generellen Festlegung auf irgendeine Funktion, Schauspieler, Musiker, wie auch immer. Ich finde so bei Frank SINAtra oder... Lass es Blacky Fuchsberger gewesen sein oder keine Ahnung, so Peter Alexander, so Leute, das waren für mich so klassische Entertainer, ja, die haben, da hat ma
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