
Wir sind Helden Gitarrist Jens Eckhoff: 5 Dinge, die ich gerne mit 20 gewusst hätte
24. Januar 2025, mit Joël Kaczmarek
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Joel Kaczmarek: High Five, Leute, hier ist Joel und auch heute wieder eine tolle Person, die mir ihre fünf Dinge verrät, die sie gerne schon mit 20 gewusst hätte. und heute ist das jemand ganz Besonderes. Ihr habt nämlich seine Arbeit jedes Mal im Ohr, wenn ihr diesen Podcast hier hört, weil der liebe Jens Eckhoff von Wir sind Helden hat zusammen mit mir den Song geschrieben, der hier das Intro von diesem Podcast ist und den könnt ihr auch ganz am Ende mal komplett hören, by the way, also wenn ihr mal neugierig seid, das ganze Stück zu hören. Wartet entweder bis zum Ende oder geht mal auf Spotify und tippt, gebt mir fünf ein. Und High Five ist sozusagen auch bei Jens ja Programm, denn mit Wir sind Helden war er ja wirklich einer der erfolgreichsten Musiker dieses Landes und ist es noch. Ich sag wahr, weil die Band ja nicht mehr so viel macht, aber bis heute, ich würde mal behaupten Top Ten, da können wir gleich nochmal ein bisschen drüber reden, der erfolgreichsten Künstler in diesem Land. Und ich kann schon mal als kleines Sneak Preview Vermutung, ich weiß es ja nicht, aber ich vermute es, sagen, Jens ist ein extrem sensitiver, feinfühliger Mensch und ich glaube, der wird sehr interessante Sachen heute zu sagen haben. Also immer wenn ich mit ihm rede, hat er sehr großartige Takes auf Dinge. Deswegen freue ich mich sehr, lieber Jens, dass du hier bist und in diesem Sinne, moin moin.
Jens Eckhoff: Hey, moin moin. Danke Joel für diese tolle Einladung in deinen Podcast. und ja, ich freue mich auch. Mal gucken, wie sensitiv und schlau ich hier rüberkomme.
Joel Kaczmarek: Du, und ich habe ja gleich mal zu Anfang eine Frage. Als wir beide uns kennengelernt haben, habe ich Wir sind Helden. gegoogelt. und dann guckte ich so bei Wikipedia, lass mir so die Band mit dir durch. Und da dachte ich so, hä? Da steht doch gar kein Jens Eckhoff. Was ist denn da los? Und dann dachte ich so, ah, warte mal, bei dem Foto, das könnte er sein. Und dann stand da drunter Jean-Michel Tourette. Also du hast bisher musikalisch eigentlich teilweise mit Künstlernamen gearbeitet. How come?
Jens Eckhoff: Ja, wie kommt das aus so einer Blödelei heraus? Tatsächlich auch in einer Zeit, wo wir niemals dachten, dass das mal irgendwann eine Relevanz hat oder dass wir über irgendeinen Punkt hinauskommen. Unsere Sängerin Judith hatte ja schon einen Künstlernamen, Judith Holofernes. Und dann haben wir halt da irgendwie so rumgeblödelt. Bei Polar Roy ist eigentlich, das kann man sagen, der heißt Sebastian Roy, ist halt diese Anspielung auf Polaroid. So über Künstlernamen zu reden, macht dann natürlich gleich Den ganzen Glamour, wenn sie überhaupt welchen hatten, irgendwie weg. Bei mir, ich heiße halt Jens Michael mit Vornamen und war immer relativ Berserker-mäßig auf der Bühne unterwegs. Ich hatte so ein Umhänge-Keyboard und bin da so auf der Bühne mit rumgerobbt und hab halt wirklich, also das eigentlich so wie so ein klassischer, irgendwie so eine Mischung aus einem wild gewordenen Punk- oder Hardrock-Gitarristen, der ein Solo spielt. Bin ich damit halt über die Bühne gerannt wie so ein Dervisch. Da ist dann halt das Jean-Michel Tourette draus geworden. Das trage ich immer noch in meiner Artist-Identity quasi. Aber ich bin ja nun auch, nachdem das mit Wir sind Helden jetzt wirklich deutlich ruhiger geworden ist, auch in ganz, ganz vielen anderen Bereichen unterwegs. Und da war mir der Künstlername dann irgendwann nicht mehr so passend, weil ich dachte, ich habe ja auch einen hübschen Namen. Warum nicht Jens Eckhoff auch etablieren? Und deshalb bin ich jetzt Jens Eckhoff. Aber wenn du mich Jong nennen willst, kannst du mich auch Jong nennen. Ich höre auch auf Ecki, obwohl ich den tatsächlich nicht so gerne mag, aber ich bin da halt in einer gewissen Szene, die haben mich irgendwann Ecki getauft und dann höre ich auch auf Ecki.
Joel Kaczmarek: Ja, es ist ein bisschen wie bei mir, wenn man zu mir Katschi sagt. Das finde ich auch mal wirklich, weil so hieß mein Vater. Und ich weiß, wie es einem geht. Ich weiß, im Fußballverein, als ich in der Ostsee studiert habe, im schönen Greifswald, war ich im lokalen Fußballverein. und dann haben sie irgendwann gesagt, Joel, das sind so viele Silben, um sie über den Platz zu brüllen. Hast du nicht einen Spitznamen? Und ich dachte so, okay, es sind zwei. Wie wäre es mit Katsche?
Jens Eckhoff: Und ich so, hm. Katsche sind auch zwei Silben, aber egal.
Joel Kaczmarek: Naja, wie dem auch sei. Eigentlich sucht man sich ja Spitznamen nicht selber aus, von daher. Gut, aber wie bist du denn eigentlich so zur Musik gekommen, sag mal? Also wie wurdest du denn der Dervisch, der mit seinem umgekehrten Keyboard auf der Bühne die deutschen Bühnen rockte?
Jens Eckhoff: Oh, ich glaube ganz klassisch. Irgendwann wurde ein Klavier bei uns als Möbelstück angeschafft und dann musste natürlich auch der Klavierunterricht her. Dann hatte ich so ein, zwei Jahre bei so einem ganz uralten Klavierlehrer, der immer in so einer Dachkammer Unterricht gegeben hat, damals noch dabei stark geraucht hat. Ja. Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstellen. Und da habe ich mich so ein bisschen durchgeschlagen. und irgendwann gab es dann zu Weihnachten so ein kleines Keyboard, so ein Casio Keyboard, so mit kleinen Plastiktasten. Und dann dachten meine Eltern, okay, aber jetzt muss natürlich auch der dementsprechende Lehrer kommen. Und dann hatte ich einen richtig, richtig coolen Klavierlehrer, Lutz König, also Grüße gehen raus, wie man so schön sagt. Und der hat in der Band gespielt, der hatte lange Haare und hat Songs geschrieben und der hat mich wahnsinnig doll geprägt. Von dem habe ich alles, was ich über Popmusik weiß, glaube ich, gelernt. Der hat dann auch irgendwann, als dann mal eine Gitarre zufällig am Klavier lehnte, auch gesagt, ach Mensch, guck mal eine Gitarre, ich spiele so ein paar Akkorde. Oh, kannst du mir das zeigen? Dann war auch noch gleichzeitig mein Gitarrenlehrer. Genau, und so bin ich dann zur Musik gekommen, da war ich vielleicht so Zehn, elf oder so. Dann kamen auch so die allerersten Gehversuche mit so Schülerbands. Da habe ich wirklich so eine Kollektion der absurden Bandnamen. Also meine erste Band hieß Got Down by a Kiss of an Elephant. Und danach haben wir uns umbenannt, weil wir dachten, okay, das ist vielleicht ein bisschen zu lang. In den grammatikalisch schönen Namen The Proud. Dann kam noch eine Band, die hieß Lazy Bones. Shiftless, da war ich dann eher so im Hardrock, dann später auch im Metal. Und dann bin ich irgendwann Richtung Pop abgebogen.
Joel Kaczmarek: Okay, ich sehe schon, ich bin die Medien-Hure und du die Musik-Hure hier. Nein, Spaß beiseite.
Jens Eckhoff: Wenn du das so bezeichnen willst.
Joel Kaczmarek: War ein bisschen unangebracht. Ich finde im Gegenteil eher, ich kann da so die Genese rausführen, also so die Entwicklung, die man, glaube ich, nimmt. Also Dass man sich ja so selber findet und ich weiß, mein Vater hat immer zu mir gesagt, Kind, lern jetzt ein Instrument, später wird es nur schwerer. Ich habe es als Erwachsener mal angefangen, ich war auch, glaube ich, ganz okay, aber es war in der Tat so, es ist einfach anstrengend, die Synapsen dann irgendwie anders zu verpolen. und wenn du noch 50 andere Sachen sowieso nebenbei machst, ja. Deswegen kann ich mir das echt lieber vorstellen. Gab es für dich denn jemals einen Plan B? Also hast du jemals was anderes machen wollen als musikberuflich?
Jens Eckhoff: So richtig nicht. Also natürlich habe ich, als dann irgendwann so dieser Berufswunsch irgendwie konkreter wurde und ich wusste, dass ich werde doch nicht irgendwie Anwalt oder Arzt oder sowas. Da war dann der Lehrerberuf irgendwie, ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und das war dann so, Anfang der 90er kam dann so die berufliche Entscheidung. Also mein Weltbild, wenn du das mit heutigen 20-Jährigen oder 19-Jährigen vergleichst, war halt so, ne? Also Musiker da sein konnte ich mir vorstellen, ich gebe Gitarreunterricht und spiele dann am Wochenende in einer Top-40-Band. Und das konnte ich mir aber als Beruf total gut vorstellen. Es gab aber keine klare Ausbildung dafür, deshalb habe ich erstmal, oder zumindest war sie mir noch nicht bewusst, deshalb habe ich erstmal ein Lehramt gedacht. Da hätte man aber viel, viel klaviermäßig schon relativ früh in diese Poprichtung abgebogen und habe Klassik da sehr vernachlässigt. Also war sehr schnell erklärt, das wird nichts. Dann hatte ich nochmal kurz überlegt, ob ich eine Ausbildung als Werbekaufmann mache und hatte mich dann auch mit so einem Jingle beworben. Also ich dachte wirklich, ich gehe in eine Werbeagentur und die haben dann gleich einen Tonstudio, ich kann so Jingles produzieren. Dumm, ne? Und dann bin ich halt letztendlich, habe ich dann Gitarre, Jazzgitarre studiert. Genau.
Joel Kaczmarek: Aber ich kann das verstehen, bevor ich zu meinem Online-Magazin Gründerszene kam, hatte ich mich auch einmal, ich glaube bei Dojo hieß die Werbeagentur, die ist mal richtig groß geworden, beworben. Das Vorstellungsgespräch war dann in so einem Hinterhof in Kreuzberg auf einer Couch und dann saßen die, setzten sich da so hin bei Fritz Kohler und meinten, ja hier, guck mal, Diggi, wir haben hier irgendwie so eine Werbekampagne, die wir machen sollen für so Hundekleidung. Wir sollen für so kleine Hunde, damit die warm sind im Winter, sollen wir Kleidung besser verkaufen. Wie würdest du das jetzt machen? Und dann saß ich so da und hab dann irgendwelche Slogans getextet und hab ihm dann irgendwie, ich glaub am nächsten Tag geschrieben so, ah du, ich zieh die Bewerbung lieber zurück, ich glaub, ich kann das nicht, ich hatte das Gefühl, ich war da nicht gut drin und der fand das so, nee, gar nicht, du warst eigentlich ziemlich solide, ja, also vielleicht ist mir auch eine Karriere entgangen, naja, gut, ich schweif schon wieder ab mit dir hier. Vielleicht noch eine letzte Frage, bevor wir uns deinen fünf Dingen mal so widmen. Eigentlich hättest du jetzt schon mal so viel wie wir Zeit miteinander verbracht, damit wir längst fragen sollen, aber wie bist du denn so in dieses Wir-sind-Helden-Eck reingekommen? Also war das auch so, wie du gerade beschrieben hast, so die nächste, dann die Uniband, von der Schülerband zur Uniband, man hat sich so zusammengerauft. oder gab es da irgendeine coole Geschichte? Wie muss ich mir sowas vorstellen?
Jens Eckhoff: Es war tatsächlich die Uniband und es gibt keine coole Geschichte. Hahaha. Aber es war nicht, also es gibt einen wahnsinnig coolen Kurzstudiengang, also Kontaktstudiengang nennt er sich, Kontaktstudiengang Popular Musik in Hamburg, kurz Popkurs, ein Becken, wo sich jedes Jahr Leute drin tummeln dürfen, die irgendwie in ihrem Umfeld nicht die richtigen Leute finden und sich trotzdem irgendwie weiterentwickeln wollen an ihren Instrumenten in Bezug auf Songwriting und Performance und so. Aber vor allen Dingen ist es eine wahnsinnig gute Kontaktbörse und da wird man einfach zusammen auf einen Haufen geschmissen und soll sich halt finden. Das wird nicht angeleitet oder es wird schon irgendwie, natürlich gibt es geile Kurse und so, aber dort findet man sich einfach. und dort ist mir irgendwann, nachdem der Kurs schon so zwei Wochen lief, ist mir Judith über den Weg gelaufen. die ich vorher gar nicht wirklich wahrgenommen habe. Es gibt ja in diesem, das musst du dir vorstellen, es sind so 60 Leute und die stellen sich am Anfang vor und du merkst gleich am Anfang irgendwie, oh, den oder die findest du interessant. Ich habe so mit so ein paar schillernden Figuren dann Musik gemacht und dann kam auf einmal Judith da vorbei in so einem grauen Mantel und relativ unscheinbar und meinte Kann ich dir mal ein paar Songs vorspielen? Okay, sind wir in so ein Zimmerchen gegangen und dann hat sie mir zwei Songs vorgespielt. Einer davon war Außer dir, ein Song von unserem ersten Album. Und als ich den gehört habe, war gleich klar, alter Schwede, das ist was wirklich, wirklich, wirklich Besonderes und da muss ich auf jeden Fall dabei sein. Das ist so vielleicht die Gründungsgeschichte und unser Schlagzeuger, der war auch in diesem Kurs mit dabei und dann haben wir da so, damals noch mit anderen Bassisten uns gefunden und am Anfang ganz schreckliche, das war so Country, Indie-Country, irgendwas lustige Sachen gemacht und Wir sind dann so anderthalb Jahre auf eine Fernbeziehung durch die Gegend getapert und irgendwann hat uns dann bei einem Konzert im Dunker Club in Berlin unser Produzent, der von einer Freundin von uns dort hingeschliffen wurde, entdeckt und hat tatsächlich in diesem Musikmorast irgendwas Tolles entdeckt. Natürlich die Texte von Judith, die waren da. Und hat uns ins Studio eingeladen und das war eigentlich so der entscheidende Twist, da haben wir viel auch mit Keyboards gearbeitet, die ich dann irgendwann auch mal mit zum Proben gebracht habe und da hat sich dann so ein Sound entwickelt und ab dann waren wir quasi die Band, die wir dann auch geblieben sind.
Joel Kaczmarek: Okay, eine Frage. muss ich doch noch anschließen. Wie ist so das soziale Miteinander in so einer Band? Weil es sind ja mehrere kreative Köpfe, die dann alle vielleicht manchmal auch in eine eigene Richtung wollen oder auch Egos haben. Wie schafft man es, dass man sich da nicht jeden zweiten Tag den Kopf einschlägt, sondern als Gefüge miteinander funktioniert?
Jens Eckhoff: Wir haben immer den Humor gehabt. Also wir konnten uns immer, selbst wenn es mal irgendwie knirschig wurde oder wir irgendwas zu klären hatten und so, hatten wir immer so eine gemeinsame Basis des Humors, die uns, glaube ich, da echt geholfen hat. Also Dinge auch dann teilweise nicht zu ernst zu nehmen, auch Dinge zu ironisieren oder irgendwelche Zusammenhänge, in denen man jetzt ist. Also wir sind dann ja relativ schnell, hatten ja so eine Blitzkarriere und waren dann auch auf solchen Absurden Events, wo dann irgendwelche roten Teppiche sind, die aber in der Wahrheit sind, du wirst in die Halle gefahren, so, und dann gehst du an einem Eingang raus, dann gehst du über den roten Teppich und da stehen dann halt so ein paar aufgereihte Fotografen und so ein paar schreiende Fans und gehst dann an einer Ecke wieder rein, also Diese ganze, also hinter dem Glamour, ja, den man so von außen sieht, ist es halt wahnsinnig unglamourös und darüber haben wir uns zum Beispiel auch immer köstlich amüsieren können. Wir haben das alles nicht so wahnsinnig ernst genommen, also außer unsere Kunst und unsere Konzerte, aber dieses ganze, dieser ganze Fame-Ding. Das hat aber auch, glaube ich, am Ende, weil es hat ja einen Grund, dass wir, obwohl wir uns super verstehen, immer noch dass wir keine Konzerte mehr haben, also dass wir aufgehört haben. und ich glaube, dieser Humor hat dann auch am Ende dazu geführt, dass wir vielleicht den Moment verpasst haben, uns vielleicht wirklich mal zu streiten oder wirklich mal ernsthaft auseinanderzusetzen, weil so eine Humorebene kann dich natürlich, das macht dann natürlich auch so eine Art Panzer um dich herum, wenn man immer alles haha lustig nimmt.
Joel Kaczmarek: Ja, da kommt man nicht auf so eine Tiefenebene manchmal auch. Das kann ja manchmal davon auch abhalten, glaube ich.
Jens Eckhoff: Wobei das will ich natürlich jetzt, also wir waren wahnsinnig deep. Wir haben auch viele, viele Sachen, auch viele deepe Sachen auch besprochen. Aber ich glaube, es war auch ganz am Ende von unserer Karriere auch eine nicht wirklich lösbare Herausforderung, die insbesondere Judith und Pola da auch mit den in die Band quasi reingewachsenen Kindern hatten und so. Da war es einfach klar, das wird nicht mehr gut gehen so.
Joel Kaczmarek: So, und jetzt kommen wir mal zu deinen fünf Dingen. Bist du mutig, uns dein Alter zu verraten, dass wir mal so ein Feeling kriegen, von wo du auf die 20 zurück schaust?
Jens Eckhoff: Also ich gucke 29 Jahre zurück.
Joel Kaczmarek: Toll, jetzt wolltest du meine Mathe-Kenntnisse checken, wa? Ich bin 49. Ja, cool du. Dann erzähl doch mal, was ist denn so? das erste Ding, wo du sagst, hätte ich gern schon mit 20 gewusst?
Jens Eckhoff: Ich muss vielleicht kurz ein bisschen einleiten, weil ich finde dieses Format total super und habe mich total gefreut, hier eingeladen zu werden. Und ich dachte sofort, ey, da hast du mit Sicherheit zehn spontanen Sachen, die dir einfallen. Und als ich dann darüber nachgedacht habe, habe ich dann gemerkt, ich glaube, ich habe vieles von dem, was ich dann hinterher, aus dem ich geschöpft habe, habe ich vielleicht mit 20 schon gewusst, aber so mehr als guten Ratschlag vielleicht gewusst, weißt du, wie so die heiße Herdplatte, auf die fasst du dann trotzdem drauf, weil du musst die Fehler machen, du musst auch mal falsch abbiegen, um dann wirklich, ich bin total dankbar für das Leben, was ich bislang leben durfte und würde auch nichts ändern wollen im Nachhinein, also das wäre ja so ein bisschen so die Sache, was hätte man noch mehr optimieren können möglicherweise, wenn man mit 20 schon das und das und das ganz gewusst hätte. Und ich denke mir halt, da bin ich irgendwie ein bisschen wie Michael Jordan, der auch sagt, ich habe nicht irgendwie bei Chicago Bulls und durch den Fame bin ich nicht der geworden, der ich bin, sondern durch die 80.000 Fehlwürfe, die ich vorher gemacht habe. Von daher war das dann wirklich auch eine Herausforderung, da wirklich Punkte zu finden, die ich auch jetzt nicht einfach nur sage, sondern die ich auch richtig fühle. Und mein erster Punkt ist, dass ich mit 20 noch nicht geahnt habe, weiß nicht, ob ich es hätte wissen wollen, aber auf jeden Fall nicht geahnt habe, dass Erwachsensein, zumindest in meinem Fall, nichts mit vernünftig werden zu tun hat. Für mich waren immer so die Erwachsenen, die damals 40, 50-Jährigen, die zugegebenermaßen irgendwie Mitte der 90er Jahre sahen 40- und 50-Jährige komplett anders aus, als sie heute aussehen. In meinen Augen war halt erwachsen, Kinder haben, dann wird man wahnsinnig vernünftig. Und ich glaube, das ist so ein Learning, das musst du nicht sein. Also du musst verantwortungsbewusst sein, es gibt so ein paar Dinge, die darfst du einfach nicht schleifen lassen, aber so vernünftig und so kopfgesteuert und nicht mehr seinem Bauchgefühl folgen und neugierig sein, dass diese Dinge Da hatte ich tatsächlich die Vermutung, dass sich das irgendwann abstellt. Und da bin ich sehr, sehr glücklich, dass sich das zumindest in meinem Fall, ich weiß nicht, ob ich da allgemein sprechen kann, aber dass ich in meinem Fall, ich habe das Gefühl, ich bin noch der gleiche Kindskopf wie mit 17. Und ich will mir das auch bewahren, auch wenn Leute um mich herum schon auch vernünftiger wären. Vielleicht hat das auch ein bisschen was mit meinem künstlerischen, kreativen Beruf zu tun, wo man natürlich auch ein Kindskopf irgendwie bleiben muss. Sonst fällt einem nur noch Mist ein oder generische oder langweilige Sachen. Aber das Erwachsensein, nichts damit zu tun hat, dass man auf einmal vernünftig sein muss. Das ist ein Learning.
Joel Kaczmarek: Ich weiß total, was du meinst. Ich habe das ganz oft, dass ich mir manchmal meinen Freundeskreis angucke und denke mir so, okay, der eine oder die andere, das wirkt so ein bisschen erwachsen. Aber wir anderen, das ist doch alles so wie Kinder im Körper von Erwachsenen, die sozusagen sich reproduziert haben. Aber eigentlich so, also wenn mich jemand mal fragt, wie alt du bist, ich muss immer nachdenken. Warte mal, ich bin 41, aber ich fühle mich eigentlich wie 19 oder vielleicht auch 14. Hast du eine Hypothese, ob vernünftig sein einen auch unglücklicher macht? Weil ich glaube, so dieses innere Kind verlieren, ich habe so das Gefühl, da geht viel Magie verloren.
Jens Eckhoff: Ich will jetzt niemanden diskreditieren, der irgendwie vernünftig ist und ich meine, natürlich treffe ich auch vernünftige Entscheidungen, also zumindest in meinem, also ich versuche sie, ich versuche gewisse Dinge auch mit Vernunft anzugehen und ich will auch nicht sagen, dass Glück da dann jetzt hängt, also das wäre mir ein bisschen zu weit gesprungen, vielleicht ist es auch so eine persönliche Definition zwischen verantwortungsvoll Und vernünftig, weil natürlich werden dir irgendwann im Laufe deines Lebens, gerade wenn du Kinder hast, andere Dinge anvertraut, die dir mit 19, 20 noch nicht anvertraut sind. Da musst du ja erstmal nur für dich sorgen, bist in dieser totalen Ego, naja, ich ziehe jetzt aus, ich richte jetzt mein Leben ein und es gibt nur mich, vielleicht noch eine Partnerin oder einen Partner, aber ansonsten ist da noch nichts. Und das wird natürlich im Laufe des Lebens natürlich mehr und das musst du auch annehmen. Ich glaube, ich bin jetzt so in einer Lebensphase, also ich will mir jetzt auch keine Midlife-Crisis einreden, aber wo man jetzt denkt, boah, sind jetzt die nächsten Dinge, die noch kommen, bleiben die noch so spannend, wie es die letzten 20, 30 Jahre war? Also ich habe mich schon auch aufs Selbstständigsein gefreut, ich habe mich auf den Musikerberuf gefreut und ich wusste ja mit 20 noch überhaupt nicht, auf was ich mich da alles freuen darf.
Joel Kaczmarek: Naja, ich denke auch gerade darüber nach. Wir haben ja so im Vorgespräch über deine Oma gesprochen, die ein sehr stolzes Alter erreicht hat, wo du so meintest, so ja, als ich die mal einmal in die Tagespflege mit, ich glaube 96 meintest du, glaube ich, gegeben habe, sagte die euch
Jens Eckhoff: Ja, ich nicht, also meine Verwandten, ne?
Joel Kaczmarek: So, boah, hier kann ich nicht bleiben, die sind alle so alt. Also ich finde Das hat nichts damit zu tun, was auf deiner Geburtsurkunde steht, wie alt du bist.
Jens Eckhoff: Nee, nee, nee, total.
Joel Kaczmarek: Der Punkt geht ja so ein bisschen mit Hand in Hand. Na geil, aber gefällt mir. Welchen guten Aufruf. Was ist so dein zweiter?
Jens Eckhoff: Mein zweiter ist, dass Besitz belastend sein kann. Und zwar, ich meine jetzt nicht den Besitz im Sinne von, ich habe jetzt hier 28 Immobilien und eine Yacht und so, so ein krasser Besitz, sondern einfach diese ganzen Dinge, die sich so über die Jahre so sammeln. Mit 20, wenn du dich so selber einrichtest und dann so irgendwie alles so zusammenkratzt und dann in so einer kargen Studentenwohnung bist, kannst du dir ja gar nicht vorstellen, dass du irgendwann mal, also wie in meinem Fall, ich lebe in so einem Haus, da ist eine Garage, da steht ganz viel Kram drin rum, dann habe ich einen Dachboden, da ist ganz viel Kram. Und es ist so, ich weiß nicht, ob das auch wieder so eine persönliche Sache von mir ist oder ob man es verallgemeinern kann. Ich bin, glaube ich, zu faul, Dinge zu verkaufen und zu feige, sie wegzuschmeißen. Wenn du verstehst, was ich meine. Also ich denke, irgendwie kann man es A noch gebrauchen. Es wäre dumm, es wegzuschmeißen. Oder es hängen auch Erinnerungen dran. Das ist dann teilweise so, gerade so bei Kinderspielzeug. Gut, Kinderspielzeug kann man im Zweifel natürlich auch verschenken. Also ich verschenke auch Dinge, aber Gerade bei Kinderspielzeug habe ich die Erfahrung gemacht, wir haben auch mit offenen Armen damals Kinderspielzeug empfangen und dachten, ja klar, wow, gebt uns das. Bis mir jetzt so ein bisschen Licht aufgegangen ist, dass die Leute, die Kinderspielzeug verschenken, das nicht nur altruistisch machen, sondern sie wollen es loswerden. und wir haben jetzt den ganzen Kram. Ich bin tatsächlich ein bisschen zu faul, mich darum zu kümmern und Wir haben auch hier tatsächlich genug Platz. und dann überlegt man sich noch ein besseres Verstauungssystem von Krempel, den man einfach nur von links nach rechts verstaut und echt einfach nicht mehr braucht. Ich erinnere mich immer an so einen Raum von meinem damaligen Gitarrenlehrer im Studium. Das war so ein Altbauzimmer, da standen wirklich nur zwei Stühle, Notenständer und ein so ein Schrank und ansonsten hat der Raum einfach nur gewirkt. Also immer wenn ich mich daran erinnere, denke ich, wow, einfach mal leere Räume zu haben, wie geil wäre das. Ich meine, ich freue mich natürlich auch, dass hier, siehst du ja im Hintergrund, stehen viele Gitarren rum, die will ich auch Davon will ich auch keine hergeben. Aber es ist so viel Plodderkram, den man so von links nach rechts schiebt. Und das hätte ich mir mit 20 wirklich nicht träumen lassen, dass man irgendwann mal auch tatsächlich so ein bisschen zu viel besitzt. Unser ganzer Kapitalismus baut ja darauf, dass Menschen materielle Dinge für wichtig erachten. und sich davon auch Dinge versprechen. So ist ja ganz klar. Also ganz, ganz viele Dinge geben ja so ein Vorabversprechen, was sich, ich glaube, in 99 Prozent aller Fälle nicht einlöst. Weil du bist nicht glücklicher mit noch einem besseren Smartphone. Das Leben ist irgendwie anders. Aber ich glaube halt, dass es ein bisschen schwer macht, sich auf die wirklich wesentlichen Dinge dann zu konzentrieren.
Joel Kaczmarek: Das ist ein sehr guter Punkt. Das unterschätzen glaube ich viele Leute, weil man sagt ja auch, das Leichentuch hat keine Taschen. Was du mitnehmen kannst, sind halt Erinnerungen. Von daher, was ist denn Nummer drei?
Jens Eckhoff: Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich ein wichtiger Skill gewesen wäre, den ich mir tatsächlich jetzt erst im höheren Alter angewöhne, geduldig zu lesen. Also ich war nie der Bücherwurm. Ich habe immer eher so Fachzeitschriften gelesen oder Comics oder Musikmagazine gelesen. Notgedrungen musste ich natürlich auch im Studium, musste ich natürlich auch meine Dinge vertiefen und so. Aber mir waren so diese klassischen Bücherwürmer, die habe ich so in meiner jugendlichen Arroganz eher so ein bisschen belächelt. Und mittlerweile beneide ich Leute, die es einfach gelernt haben. Weil ich glaube, das muss man auch lernen. Lernen, vielleicht auch im Kindes- oder Jugendalter, ein Buch von vorne bis hinten durchzulesen und sich da richtig rein zu vertiefen. Ob es nun fiktionale Sachen sind oder auch Sachbücher, die einen interessieren. Also einfach so monothematisch mal wirklich sich zu fokussieren. In meiner nicht vorhandenen Fähigkeit, mich vielleicht geduldig auf ein Thema zu fokussieren. Und meiner Neugier bin ich natürlich ein krasses Opfer gewesen. Also ich versuche das gerade wirklich zu reduzieren. Für diesen ganzen Social-Media-Kack, sage ich mal so. Und dann teilweise auch nur noch so in Überschriften, meinst du, hättest Dinge verstanden oder so. Das ist natürlich absoluter Quatsch und wahrscheinlich die größte oder eine der größten Geißeln unserer Zeit, dass die Leute sich für Vertiefungen nicht mehr Zeit nehmen. Und ich glaube, dass das viel damit zu tun hat, dass man wirklich geduldig lesen eines Buches lernt, um sich wirklich darauf zu trainieren, sich nicht ablenken zu lassen, sich zu fokussieren. Ich fange damit tatsächlich, oder ich habe das vor ein paar Jahren, also muss ich jetzt zu meiner Schande bestehen, erst angefangen, dass ich denke, nee, man muss mal wirklich einfach die Zeit nehmen. Und das finde ich auch im freiberuflichen, selbstständigen Ding, wie das bei mir ist. Ich nehme mir immer die Zeit, um irgendwie bei Insta oder LinkedIn oder wo auch immer, da rumzuscrollen und Zeit zu verbringen, weil ich Ich denke, naja, das hat ja auch ein bisschen was mit Sehen und Gesehen werden, Netzwerk und sowas zu tun. Aber mir einfach tagsüber die Zeit zu nehmen, und ich habe ja noch nicht mal einen Chef, der mir sagt, ey, leg das Buch weg. Einfach ein Buch zu nehmen und mal vier, fünf Stunden zu lesen und sich da mal richtig drauf zu konzentrieren, das verbiete ich mir manchmal, was totaler Quatsch eigentlich ist.
Joel Kaczmarek: Wie hast du das eigentlich bei deinen Kindern gemacht?
Jens Eckhoff: Noch nicht wahnsinnig erfolgreich. Nein, es ist einfach, natürlich müssen die Bücher lesen, auch von der Schule, also die haben ja dann jetzt schon auch so Lektüren und so und haben auch ihre Bücher da immer mal liegen, aber natürlich sind die schon mit ihren Smartphones unterwegs oder sind halt am Zocken. und ich verstehe auch, dass das wahnsinnig schwierig ist und dass man das, also ich bin jetzt schon heilfroh, dass mein großer Sohn, der irgendwie am Anfang haben wir so Musikinstrumente so relativ verpflichtend gemacht und Er war dann irgendwann an so einem Zeitpunkt, wo er sich aussuchen durfte, hat er die Gitarre weggelegt und hat sich jetzt selber das Klavier wieder für sich entdeckt. Und das ist vielleicht was ähnliches. Also ein Instrument spielen würde ich vielleicht mal in die Kategorie auch mit reinnehmen. Sich geduldig mit einer Sache beschäftigen und einfach Geduld zu haben. Das brauchst du beim Lesen. Das ist ein spannendes Buch, liest du natürlich weg. Das ist dann auch kein großer Schmerz oder so. Aber du musst halt einfach dich fokussieren. Der hat jetzt einfach wieder das Klavierspielen für sich entdeckt und der andere ist, obwohl er da eigentlich gefühlt möglicherweise fast schon zu alt für ist, spielt noch wahnsinnig gerne Lego und baut da irgendwelche Sachen und so. und ich habe das Gefühl, wenn beide sich einfach so in Tätigkeiten, die einfach auch ein bisschen Geduld und so ein Reinsinken und die nicht einfach nur was mit Konsumieren und so einer Fremdberieselung zu tun haben, dann bin ich da schon glücklich.
Joel Kaczmarek: Ja, ich hab drüber nachgedacht, als du das erzählt hast, hab ich gedacht, auf Musik trifft es wahrscheinlich genauso zu wie aufs Lesen und ich weiß nicht, wie es dir so geht, finde ich, wenn man alte Filme oder Serien schaut, dann denkt man manchmal, was ist denn hier los, ist das Zeitlupe? Ich hab mit meinen Kids die Tage Mighty Ducks geguckt, das war, als ich Kind war, war das so der heiße Shit, dieser Eishockey-Film, wo dir so eine Kindertruppe dann irgendwie Meister wird und so weiter. Und dann war das immer so, du hast irgendwie so eine Eishockey-Szene gesehen und dann kam 30 Sekunden lang nur die Einblendung der Namen, wer da in dem Film mitwirkt. Und dann kam wieder eine Eishockey-Szene und dann 30 Sekunden. Und ich glaube, nach der zweiten Einblendung haben meine Kinder gesagt, was ist das denn hier? Hallo? Hallo? Und ich konnte es aber auch verstehen, ja? Das erstaunt man und Meinst du, es wird nochmal so einen Trend in die andere Richtung geben, dass das wieder abnimmt, dass man von Kürze wieder mehr zu Länge kommt?
Jens Eckhoff: Ich hoffe, hoffe, hoffe sehr. Also ich merke, dass bei meinen Kindern, das ist natürlich jetzt nicht empirisch oder so, aber dass da auch schon wieder zum Beispiel Insta oder TikTok auch schon wieder gelöscht wurde, weil es einfach zeitraubend war. Mark Zuckerberg tut ja gerade alles dafür, dass auch Insta und Facebook bald nicht mehr brauchbar sind, also von daher
Joel Kaczmarek: Das stimmt, das ist erschreckend. Ich wollte aber auch dich gerade fragen, wenn du so eine Rechnung aufmachst, würdest du sagen, dass solche Dienste, wie wir sie gerade genannt haben, so ein TikTok, ein Instagram, ein Facebook, vielleicht auch ein YouTube, tun die mehr Gutes für die Welt oder mehr Schlechtes, wenn wir mal mit der Welt jetzt den Menschen meinen?
Jens Eckhoff: Also wenn man es wirklich, glaube ich, hart auf eine Waagschale lud, dann glaube ich tatsächlich mehr Schlechtes. Ich glaube, es hat uns Unruhe gebracht. Es hat uns dazu gebracht, dass wir weniger direkt miteinander kommunizieren. Es hat uns ungeduldig gemacht. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, wie wir in den Pausen selbstverständlich, irgendwann haben wir gespielt und dann haben wir uns unterhalten, dann haben wir gequatscht. Und mittlerweile siehst du, die Kids hängen halt an ihren Devices und zeigen sich teilweise einfach nur so Dinge, die sie da sehen. Aber dieses einfache Okay, ich habe jetzt hier ein Thema, mich bewegt das und das. Das kommt ja alles abhanden. Also auch die Kreativität, sich Beschäftigung zu suchen, die ja auch aus einer Leere kommt, aus einer Langeweile heraus. Wann ist Leuten nochmal richtig langweilig? Und das wünsche ich mir eigentlich, dass die Leute mal wieder so eine Langeweile haben, dann anfangen, sich Gedanken zu machen, wieder in Austausch gehen, kreativ werden und so. Man hat ja längst nicht mehr den Austauschcharakter, den sozialen Charakter. Es ist ein Marketing-Tool und es ist ein Nachrichtentool oder wo viele Leute es als Nachrichtentool benutzen. Was logischerweise die Tür und Tor für Falschmeldungen aufmacht, aber auch teilweise einfach zu unsauber recherchiert oder erstmal was rausgehauen, um eine Nachricht zu haben. Das ist ja auch, kommt irgendwas über den, sagt man heute noch Ticker, nein, oder irgendwas passiert und in Sekundenschnelle muss das raus und du kannst es gar nicht verifizieren und schickst erstmal was in die Welt. was du im Zweifel gar nicht richtig geprüft hast. Türe und Tore sind für Shitstorms offen und so, die dann nicht mehr zurückzudrehen sind, weil die Leute dann das Interesse verloren haben. Wenn irgendjemand geteert und gefedert wird, dann ist es interessant und wenn sich hinterher herausstellt, ach, da haben wir uns vielleicht dann doch ge Dann sind die Leute halt weitergezogen, weil es langweilig ist, weil es das verloren hat. Von daher, ja, wäre mein Resümee, auch wenn ich natürlich Social Media nutze und ich auch weiß, dass es gerade in der Musikszene undenkbar ist, heutzutage noch ohne Social Media irgendwas an den Start zu kriegen, würde ich tatsächlich die Rechnung eher ins Negative setzen, ja.
Joel Kaczmarek: Das ist interessant. Ich hätte gedacht, es sei noch leicht auf der besseren Seite. Aber so, wenn man dir zuhört, finde ich, hast du da schon viele Punkte. Und ich glaube, vor allem das Thema Langeweile, ich glaube, da hast du was sehr Richtiges angesprochen. Weil ich habe das mit Kids oft, dass sie sagen, das ist so langweilig. Super, freu dich, das ist gesund fürs Gehirn. Es ist erwiesen wissenschaftlich, dass Langeweile gut tut und wichtig ist. Du hast ja vollkommen recht, als erwachsener Mensch, wann langweilst du dich jemals? Und ich finde es schon manchmal ulkig, wenn man jetzt mal KI noch dazu nimmt. Also, weißt du, wenn ich jetzt, ich kriege jetzt keinen Jens-Eckhoff-Song damit hin, aber ich kriege vielleicht Jens-Eckhoff minus 60 Prozent hin oder minus 50 Prozent und es ist immer noch gut dann. Weißt du, wer fängt dann noch an, Musik zu studieren oder sich da Zeit zu nehmen und sich da durchzukrebeln und durchzukämpfen, wenn du dich an so einem Akkord auffängst oder die Textzeile nicht findest und, und, und. Und da gibt es ja so ganz viele Ebenen, Texte, Bilder
Jens Eckhoff: Wobei KI tatsächlich meine Hoffnung ist, dass es halt entlarvend ist und dass, wenn das irgendwie mal verstanden ist, dass die KI alles, was irgendwie Nullen und Einsen sind, in irgendeiner Form auch selber zusammensetzen kann und es dann einfach irgendwann langweilig und wertlos ist, dass dann wiederum so eine Rückbesinnung auf, okay, was ist denn, was macht denn den Menschen aus, was macht auch Kunst aus? Wo ist der Mensch dann noch progressiv und einfach spannend? Irgendwann wird KI generiert und Dinge, die werden dann gewisse Funktionen haben. Ich glaube ja, wenn man so an Musik denkt, kann ich mir gut vorstellen, dass du irgendwann mal sehr in Echtzeit generierte Musik möglicherweise hast, wenn du Sport machst. Leute, die irgendwie im Hintergrund so diese Plätscher-Playlists anmachen, denen ist ja auch egal, wer da gerade läuft und die wissen im Zweifel gar nicht, wer auf dieser Playlist stattfindet. Aber darüber hinaus muss es ja schon noch einen Raum geben, also wo Leute wirklich die Kunst von Menschen, das Besondere, was sie vor allen Dingen zu erzählen haben, die Geschichten, die sie zu erzählen haben, wie sich dann, das ist ja Kommunikation und ich weiß nicht, ob man mit KI kommunizieren will. Konsumieren möglicherweise, kommunizieren, also einen Austausch zu haben, weiß ich nicht.
Joel Kaczmarek: Ich kriege immer bei Instagram, obwohl ich verheiratet bin, so eine Werbung angezeigt für irgendwelche KI-Freunde, die du dir kategorisieren kannst. Also wahrscheinlich, gerade wenn man Social Media mal weiterdenkt, wie einsam wir geworden sind. Aber na gut, wir wollen das mal hier dabei belassen und widmen uns deinem vierten Punkt.
Jens Eckhoff: Ich glaube, das ist vielleicht eine ganz gute Brücke, nämlich nicht einsam zu sein. Ein Learning, was ich tatsächlich mir mit 20 noch gar nicht vorstellen konnte, ist, wie wahnsinnig viel Spaß es macht und wie viel es allen Beteiligten gibt, in einer größeren Gruppe einen Song zu schreiben. Songwriting war für mich ganz lange ein sehr abgeschlossener Raum, so eine Blase, in die man alleine eintauchen muss. Und dann habe ich irgendwann gelernt, ey, es ist aber vollkommen cool, sich mit Leuten zu treffen, sich gegenseitig Ideen an den Kopf zu schmeißen. Und dann habe ich irgendwann gelernt, das macht auch Spaß mit Leuten, die das vielleicht zum ersten Mal machen. Also irgendwann, natürlich braucht man, um irgendwie schnell zu sein oder so, gibt es natürlich so eine Art Handwerk. die man dann erlernt. Ich mache ja unter anderem auch Workshops mit Teams, mit Unternehmen, wo wir dann mit Leuten, die das noch nie gemacht haben, zusammen ins Studio gehen und denen quasi so eine Eintageserfahrung geben. Hey, das könnt ihr irgendwie für euch, für euer Thema, für eure Teamskills, für eure Motivation machen. Und das macht tatsächlich so einen wahnsinnigen Spaß und ist so erquickend und erleuchtend. Und es macht so wahnsinnig viel Spaß, das Leuten gerade durchzuziehen, die da noch so jungfräulich bei sind. Das hätte ich mir tatsächlich, auch wenn es jetzt ein sehr spezieller, absolut nicht verallgemeinbarer Punkt ist, das hätte ich mir tatsächlich nicht vorstellen können, dass das geht.
Joel Kaczmarek: Naja, aber wir können es ja mal auf so eine vielleicht verallgemeinerbare Ebene heben. Ich habe mich mal mit dir unterhalten und da habe ich irgendwie, ich habe mit dir glaube ich über Social Media geredet und dass man, wenn man Musik gemacht hat, ja auch wirklich dazu gezwungen ist, ganz viel zu machen. Auf Instagram, auf TikTok, you name it, alle Plattformen, damit diese Musik noch gefunden wird. Du hast mir erzählt, ja du, kommerziell, jeden Tag werden 300.000 Songs auf Spotify veröffentlicht, good luck dabei gefunden zu werden. So und dann hast du zu mir gesagt, in so einem Nebensatz, glaube ich, da meintest du, ja, weißt du, das Ding ist doch einfach, wenn du einen Podcast machst, da geht es um Wissen, da geht es um Dinge, die du mit dem Denken halt erlebst und die du begreifst, teilst oder auch nicht. und bei Musik geht es halt eher so ums Gefühl, deswegen schlagen solche Sachen nochmal ganz anders auf, das nehmen die Leute an einer anderen Stelle wahr, als das, was du im Podcast machst, das ist mehr Fühlen als Denken und entweder spüren sie das auch oder spüren es nicht, gehen in eine Resonanz oder reiben sich auch dran, da passiert ganz viel. Und ich habe jetzt gerade so gedacht, als du es beschrieben hast, das wird ja wahrscheinlich so sein, wenn du so einen Gruppensong schreibst, da kommt so ein Gruppengefühl, was in den Ausdruck geht. Also du machst sozusagen ein Produkt, was ein Gefühl einer Gruppe wiedergibt, wo du ein Teil von bist. Deswegen stelle ich mir das relativ magisch vor, sowas zu machen. Ist es dieses Element oder würdest du sagen, es ist noch was anderes oder das ist nur ein Baustein?
Jens Eckhoff: Das Element ist hundertprozentig drin. Es kommt diese Magie. Es gibt aber noch andere Punkte. Also dass du zum Beispiel gerade in so unternehmerischen Kontexten ist ja so ein unternehmensrelevantes Thema, Sales oder HR oder Recruiting oder Strategie oder was weiß ich. dem eine emotionale Ebene zu geben, erstmal schwierig. Das passiert ganz viel auf einer rationalen Ebene. Und beim Songwriting wird dir ziemlich schnell klar, dass wenn du zu viel Ratio reinbringst, zu viel erzählst, ein wesentlicher Punkt beim Songwriting ist Show, don't tell. Auch im Schreiben, du musst ein Bild finden, du musst eine Emotion finden, du musst eine Metapher finden. Die meisten Songs, die man so hört, es sei denn, man will am Ballermann einfach nur feiern, geben einem ja schon auch ein ganz bisschen mehrere Möglichkeiten der Interpretation, sagen wir mal so. Da wird jetzt nicht Da wird jetzt nicht gesungen, unsere Quartalsziele für das dritte Quartal sind so und so und so. Dann wird das umschrieben. Auch das kann neben dieser Erfahrung, neben diesem Gruppengefühl, dieses, was möglicherweise auch ein, wir bauen gemeinsam ein Floß, auch machen kann. Aber du nimmst was mit und du hast dann irgendwie auch noch ein gemeinsames Thema, wo du sonst wahrscheinlich nicht drauf gekommen wärst. Du hast dann eine gewisse Form. Es soll am Ende ein Song rauskommen und nicht eine Musical oder eine Symphonie. Das heißt, du bist auch begrenzt. Du musst dann irgendwann auch mal, in der Musik sprechen wir von einer Hookline, du musst es halt auf den Punkt bringen. Also irgendwie fünf Minuten über etwas zu reden, ist leicht. Zwei Sätze zu sagen und es dann abgeschlossen zu haben, ist wahnsinnig schwer.
Joel Kaczmarek: Jetzt bin ich mal neugierig, also auch wenn ich es mit dir schon mal gemacht habe, aber wahrscheinlich ist jeder Prozess ein Stück weit anders. Wie schreibt man denn eigentlich Musik? Also fängst du zum Beispiel mit der Musik an oder mit dem Text? Gibt es da so einen klassischen Ablauf, der immer gleich ist? Was ist so das typische Vorgehen von sowas?
Jens Eckhoff: Wenn ich das für mich selber mache, gibt es eigentlich kein typisches Vorgehen, weil ich versuche mir natürlich auch immer wieder neue Herausforderungen zu stellen und so. Also du kannst mit der Musik anfangen und dir erstmal so ein Grundgerüst, was dich irgendwie in so ein gewisses Gefühl bringt, damit starten und dann anfangen, so die ersten Worte zu singen. Es gibt Leute, ich weiß das zum Beispiel von Herbert Grönemeyer, der bis kurz vor Abgabe des Albums nur mit Dummy-Englisch-Texten irgendwas singt, also die Melodien total, alles ist fertig, das ganze Arrangement, die ganzen Melodien und sich dann hinsetzt und diesen Druck braucht, diese Melodie dann zu betexten. Also quasi so auszumalen mit Worten. Dann gibt es natürlich, dass das irgendwie zeitgleich entsteht. Das ist in Songwriting-Sessions, die heute so gang und gäbe sind, oftmals so, dass du Leute hast, die dann am Rechner sitzen, irgendwie einen Beat erstmal machen und so alle so ein bisschen darauf reinschwingen und dann schmeißt irgendwer ein Thema oder ein Wort in den Raum und dann kommen so die ersten Assoziationen, dann sind so die ersten paar Zeilen, die irgendwie catchy, die irgendwie interessant sind. Gibt natürlich auch die Möglichkeit, wirklich wie ein Gedicht aufzuschreiben. Das kann ich zum Beispiel ganz schlecht so. Also ein Gedicht aufzuschreiben und das dann im Nachhinein zu vertonen, ist aber auch cool. Also ich meine, wenn man sich teilweise so, gibt es ja so eine Band, die älteren von uns vielleicht noch kennen, Pearl Jam. Und wenn du dir so Eddie Vedders Texte anguckst oder die Art, wie der seine Gesangslinien teilweise macht, da bin ich mir ziemlich sicher, dass der zuerst einen Text hat und das dann irgendwie auf die Musik so raufkriegen muss, was teilweise auch was total Magisches hat, dass es dann irgendwie so ein bisschen unverfrorener ist, als in so einer, wenn man jetzt keinen Text hat, dann neigt man manchmal vielleicht ein bisschen zu so Wiederholungen und Motivik und so, ohne jetzt so musikwissenschaftlich zu werden. Also das sind so die Arten, die ich jetzt kenne. Kommt aber auch wirklich drauf an, ob du, es gibt diese klassischen Singer-Songwriter, die das wirklich für sich alleine machen und dann wirklich so mit Gitarre oder Klavier oder heutzutage natürlich auch irgendwie mit einem Laptop oder so und dann zeitgleich sich Themen ausdenken. Das kommt dann alles so, das ist ja auch die Magie, du kannst es halt auch nicht, also in unseren Workshops ist es natürlich, haben wir uns sehr, sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie wir wie wir diese Punkte natürlich für alle erklärbar machen und auch durchführbar machen. Also dann ist es mehr die Magie, dass sowas gemeinsam entsteht, als dass du dir am Anfang alle Freiheiten dieser Welt hast. Natürlich setzt man sich da nicht hin mit 40 Leuten und sagt, na, wie wollen wir jetzt mal einen Song schreiben? Hat einer eine Idee? Das geht natürlich nicht. Also da gibt es natürlich schon einen Rahmen und es gibt ein Framing und es gibt irgendwie Anleitung. Das ist immer noch eine vollkommen coole Spielwiese. Aber wenn man es selber macht, Ja, ein Punkt fehlt noch. Ich hätte mit 20 wirklich gedacht, dass man irgendwann mit dem Lernen fertig ist und dann eigentlich es nur noch anwendet. Ich bin total glücklich, dass das ein Irrtum war. Also ich glaube, das zahlt auf ein ähnliches Ding ein, was ich jetzt auch heute schon gesagt habe, nicht vernünftig werden, neugierig sein, auf Dinge zu fokussieren. Das kreist natürlich alles so ein bisschen auf der einen Seite natürlich sein Leben zu leben und mit jedem Tag eine neue Erfahrung zu machen, aber natürlich auch jeden Tag wieder was Neues zu lernen. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist, sich immer wieder mit neuen Dingen zu beschäftigen, immer wieder neue Herausforderungen zu haben, das habe ich mit 20 nicht geahnt.
Joel Kaczmarek: Wobei ich komisch finde, wie viele Menschen sich in Berufen befinden, wo sie tagein, tagaus dasselbe tun. Mir ist es überraschend spät erst aufgefallen, wie besonders meine Arbeit ist, weil ich ja jeden Tag andere Menschen kennenlerne, jeden Tag andere Modelle. Also im einen Podcast rede ich über Bierproduktion, im anderen über Gummibänder für den Sport und so weiter. Und ganz viele Menschen haben das aber nicht. Die machen same, same, same jeden Tag. Und das ist ulkig, oder? Oder ist das so eine Fehlwahrnehmung von mir?
Jens Eckhoff: Nö, mit Sicherheit. Also ich kann das natürlich auch nur aus dieser selbstständigen Freiberufler-Ecke betrachten, also als Außenstehender betrachten, wie es ist, wenn jemand Tag ein, Tag aus in das gleiche System reinrennt und die gleichen Aufgaben zu tun hat. Ich weiß nicht, dann sollte man sich möglicherweise in der Freizeit irgendwelche Herausforderungen suchen, weil ich glaube, irgendwann kommt dann so eine Art, ja, ich glaube, das zahlt tatsächlich aufs Glück ein. Also das Monotonie ist sicherlich ein Glücksfresser. glaube ich ganz ehrlich. Also es ist, jeder hat natürlich so seine Comfortzone und so und ich glaube auch, dass wenn man zu viel das Gefühl hat, oh, oder Sorge, kann ich dem genügen und kann ich das überhaupt? Oder vielleicht auch, ja, irgendwelche Aufgaben, die einem anvertraut sind, dann auch auf Deutsch gesagt verkackt so und irgendwo rausfliegt, ist mit Sicherheit auch eine scheiß Erfahrung und so und braucht man nicht. Aber wenn man irgendwann merkt, boah, ich das geht mir alles so von der Hand, es ist mit Links und dann, was wir auch hatten, dann flüchtet man sich so in dieses digitale Nirvana und sucht da sein Glück. Ich glaube, da ist dann auch ganz schnell ganz viel Unglück da. Ich kann nur von meinem eigenen Leben sprechen. Ich genieße es, ein Leben zu haben, in dem ich immer wieder neue Dinge lernen muss. Also nimm es allein mit Software, die man sich, also ich habe im letzten Jahr DaVinci Resolve gelernt, ich habe Notion gelernt, ich habe Ableton gelernt, das ist immer ein riesiger Berg und du denkst so, oh Gott, wie soll ich denn das schaffen? Aber du hast ein Projekt, was du machen willst und ich meine, Self-Educating, dafür ist natürlich wirklich all das, was es im Netz gibt, super, weil sobald du irgendeine Frage hast, findest du bei YouTube sofort irgendwie jemanden, der dir die beantwortet. Das finde ich total geil.
Joel Kaczmarek: Also was ist denn so dein Lernpfad? Okay, Software zwangsmäßig, aber was sind sonst Dinge, die du lernst? Wie bringst du Lernen in dein Leben?
Jens Eckhoff: Tatsächlich viel digital. Ich bin ja, wie ich schon sagte, dann doch eher lesefaul. Da nutze ich tatsächlich Tutorials ohne Ende und finde es auch super, wenn Leute sich hinsetzen und sagen, ey, ich kann jetzt was und ich gebe dir das einfach, weil ich das toll finde, dass du mich fragst, gebe ich dir jetzt meine Geheimnisse, meine Wege, zeige ich dir einfach so. und Das finde ich eine wahnsinnig tolle Art zu lernen.
Joel Kaczmarek: Lieber Jens, erstens, Erwachsensein hat nichts mit Vernünftigsein zu tun. Zweitens, Besitz kann belastend sein. Drittens, es ist ein höherer Skill, geduldig Bücher zu lesen. Viertens, es macht unglaublich viel Spaß, in einer großen Gruppe einen Song zu schreiben. Und fünftens, du bist nie fertig zu lernen. Gute Fünf, würde ich sagen. Danke, dass wir auch hier nicht fertig sind mit dem Lernen, dank dir. Also hast ja quasi am Ende eben auch ein bisschen dich selbst beschrieben, könnte man sagen.
Jens Eckhoff: Ein wenig.
Joel Kaczmarek: Ja, cool du. Dann ganz, ganz herzlichen Dank. Und du wirst ja immer wieder hier sein, alleine durch die Musik, aber vielleicht auch so nochmal. Von daher dir alles Gute und auf bald.
Jens Eckhoff: Vielen, vielen Dank. Hat sehr viel Spaß gemacht. Danke für die Einladung.