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Intro & Outro Speaker: digital kompakt. Heute aus dem Bereich Kunst und Prominente mit Deinen Moderatoren Joël Kaczmarek und Sebastian Krumbiegel. Los geht's
Joël Kaczmarek: wie immer mit dem Wortgewandt charmanten Popprinzen. Sebastian Krumbiegel.
Sebastian Krumbiegel: Und mit dem gut aussehenden Joël Kaczmarek. Wenn Ihr wisst, wie gut der aussieht, ey, der sieht so geil aus. Der sieht sehr gut aus.
Joël Kaczmarek: Das trifft ja auf alle hier am Tisch zu. Vielen Dank, vielen Dank. Ich habe jetzt eher gedacht, ich kriege mal für diesen Zungenbrecher ein Kompliment. Aber hey, das ist ja noch besser, gut auszusehen. Doch,
Sebastian Krumbiegel: der war nicht so einfach. Ich würde den nicht so hinkriegen. Ihr hört schon die Stimme, Leute. Wisst ihr, Wer das ist, ja?
Joël Kaczmarek: Ladies und Gentlemen, Es fing damit an, dass mich meine Mitarbeiterin irgendwann mal ansprach und sagte, da schmeißt irgend so ein Typ immer Papier in unsere Tonne, die wir gebucht haben. Wer ist denn das? Und ich sage... Keine Ahnung, dann lese ich. Barry Hammerschmidt. Dann dachte ich, boah, Das klingt ja so wie ein Flugzeughersteller oder sowas. Ja, so baut der hier Kampfflieger für, weiß ich nicht wen. Und dann lief man sich mal hier und da über den Weg, gemeinsam. Und ja, ich bin dann eingetaucht in deine. Welt, lieber Barry. Zu deinem Namen kommen wir gleich mal. Es gibt ganz tolle, viele Geschichten, Da habe ich mit ihm schon ein bisschen ausgetauscht. Also, Viele Menschen kennen dich auch als Bodyformus auf YouTube. Aber du warst ja auch sehr aktiv im TV schon unterwegs. Also bei Big Brother warst du bei einer Staffel mit dabei. Ich durfte lernen, dass du 48 Folgen bei Berlin – Tag & Nacht gespielt hast. Das wusste ich nicht. Hätte ich das gewusst, hätte ich dich nicht eingeladen. Ja, ja,
Barry Hammerschmidt: ich auch mich selbst. Also, ich wäre dann, glaube ich, da war ich auch.
Joël Kaczmarek: Nein, Spaß beiseite. Und ich war ganz baff, da musst du auch gleich einmal was erzählen, dass du in der zweiten Mannschaft von Hertha BSC gespielt hast. Also du hast ja jetzt schon eher so eine stämmige Athleten-, also eher Basketballer-Figur, hätte ich gesagt.
Barry Hammerschmidt: Ja, schon ist geworden. Also damals, wo ich noch, also damals, So lange her war es jetzt auch nicht, also, wo ich noch sportlich aktiv war, da wog ich auch nicht so viel wie jetzt. Und dann war halt Fußball weg. Und dann kamen die Muckis, ne? Gut,
Joël Kaczmarek: kommen wir gleich zu. Also, Ladies and Gentlemen an den Rundfunk-Empfangsgeräten. Der Liebe Barry, Einerseits kennen ihn viele, glaube ich, wie gesagt aus dem TV, aber er ist vor allem YouTuber. Aber wir haben gerade schon im Vortalk gesagt, eigentlich. Für uns ist er Künstler. Und was da noch alles so an Kunst kommt, wird er uns erzählen. IN DIESEM Sinne, Barry, Du hast ja schon runtergeredet, aber schön, dass Du da bist. Herzlich willkommen.
Sebastian Krumbiegel: Welcome. Dankeschön, freut mich sehr.
Joël Kaczmarek: Sebastian, Verfolgst du sowas auch? YouTube, Ist das so ein bisschen deine Welt, oder bist du eher lineares? Fernsehen?
Sebastian Krumbiegel: Nö, Ich bin schon natürlich irgendwie YouTuber, also YouTube-Konsument natürlich, aber hauptsächlich Musik, muss ich ehrlich sagen. Also, ich bin da immer am Musik entdecken und forschen, und was weiß ich, was, Aber du triffst hier alles Mögliche und ich bin da immer sehr offen.
Joël Kaczmarek: Und ich meine, ich habe so viele Tausend Fragen An dich, sage ich dir jetzt schon, um mal so eine Duftmarke zu setzen, 1,35 Millionen Follower auf YouTube, Also schon echt ein Brett. Wie hat das für Dich angefangen? Wie bist du denn eigentlich zu deiner Kunst gekommen und was verstehst du als deine Kunst?
Barry Hammerschmidt: Wie ich dazu gekommen bin, also schon als kleiner Junge, hatte ich schon immer so das Ziel, Schauspieler zu werden. Will war mein Vorbild, immer noch mein Vorbild. Der Prinz von Bel-Air, Die erste Folge. Und dann wollte ich genauso sein wie er. Dann fing er noch mit Musik an. Also, er hat das gemacht, worauf er Bock hatte. Und genau das wollte ich auch machen. Und fing dann halt mit Facebook an, hab da ein paar Videos hochgeladen. Das waren erstmal ganz male Videos, wo ich einfach irgendwelche Geschichten erzählt, habe. Von Sportmotivation bis einfach lustige Geschichten. Und dann habe ich mich mit einem guten Freund zusammengetan, Tutti.
Joël Kaczmarek: Tran?
Barry Hammerschmidt: Tutti Tran, genau. Ach, ehrlich? Genau.
Joël Kaczmarek: Die möchte ich eigentlich auch mal einsammeln, dann, den Folge ich mir.
Barry Hammerschmidt: Genau. Wir haben damals zusammen dann Bodyformus gegründet, haben da erstmal Sportvideos gemacht, haben uns zu ernst genommen und dann, wo wir gemerkt haben, dass die witzigen Videos besser ankamen, haben wir gesagt, EY, komm, Die Leute finden es doch eh witzig, du warst eh immer ein Pausenclown, Tutti, du auch, lass uns Comedy machen. Und dann fing es an, immer größer zu werden. Tutti ist dann seinen Weg gegangen, also als Solokünstler, Ich bin dann meinen Weg gegangen, als Bodyformus alleine. Und so wurde es dann halt größer und größer, bis ich dann auf YouTube Rübergewachsen bin. Und dann ist alles andere... Dort weiter explodiert. Und jetzt sitze ich hier.
Joël Kaczmarek: Also vielleicht für dich, auch zum Wissen, Sebastian, Minh-Khai Phan-Thi war ja bei uns schon und die hat Tutti Tran, interviewt. Das ist ein vietnamesischer Comedian.
Sebastian Krumbiegel: Ich kenne ihn.
Joël Kaczmarek: Das ist ja lustig, Man denkt immer, Man kennt die Leute, bloß, wenn man die täglich so bei Instagram sieht. Ja, den finde ich immer sehr lustig. Der macht so schön. Rassistische Witze, auch.
Barry Hammerschmidt: Er darf das. Er macht sehr harte Witze.
Sebastian Krumbiegel: Ich glaube, der Schlüssel ist immer, wenn du dich selbst nicht allzu ernst, nimmst. Wenn du zwar das, was du machst, ernst nimmst, aber eben weißt, Hey, komm, natürlich, glaube ich, kriegst Du immer eine Message. Besser rübergebracht, wenn du ein bisschen über dich selbst lachen kannst und wenn du das den Leuten auch zeigst. Also Ich glaube, dass Selbstironie immer eine ganz gute Waffe ist.
Barry Hammerschmidt: Immer, immer. Weil sonst finde ich es auch ein bisschen schade, wenn du Witze über alle anderen machst, Aber dann macht einer Witze über dich. Und auf einmal ist es ein Problem. Das ist für mich so ein Widerspruch.
Joël Kaczmarek: Ja, wer austeilen kann, muss auch einstecken können. Das ist so die hohe Regel in meinem Leben, finde ich.
Barry Hammerschmidt: 100, 100, 100 Prozent, ja.
Joël Kaczmarek: Aber es fällt einem Ja nicht zu, dass man sich da über eine Million Follower aufbaut. Auf YouTube. Wie kam das? Was war so dein Erfolgsrezept? War das Organisch oder war das durch TV? Was war da dein Hebel?
Barry Hammerschmidt: Mein Hebel war einfach, dass ich die besondere Idee hatte, Prototyp. Ich habe den hochgeladen und ich habe mir dabei gar nichts gedacht. Und dann bin ich schlafen gegangen. Am nächsten Tag waren da 30.000 neue Abonnenten auf Facebook. Ich dachte, wer hat das denn gemacht? Ich habe das gar nicht geglaubt. Dann 800.000 Aufrufe auf diesem Video. Da habe ich gemerkt, okay, Die Idee funktioniert. Und dann kam der nächste Prototyp. Erstmal alle Länder genommen, von Prototyp Italiener bis Franzose, bis Deutscher, bis Türke, Alles mögliche, dass halt alle Länder auf meinen Kanal rübergekommen sind, weil ich hab Halt Comedy gemacht. Nicht gegen die, sondern für die. Dass man halt das Land auch Cool beschreiben kann. Nicht immer negativ. Es gibt halt viele Klischees, die natürlich immer negativ gesehen werden, Aber man kann Klischees auch ein bisschen sympathischer machen, dass man halt auch ein Land einfach cool darstellt. Und deswegen hat es auch funktioniert. Und so bin ich groß geworden und dann hab ich gesagt, ey, jetzt hab ich so viele Länder gemacht, mach doch mal. Andere Sachen, wie Typen, zum Beispiel Single-Typen oder der typische Schwarzfahrer oder der Autofahrer, Der Taxifahrer, Beide stirbt nicht aus. Und so ist das Ganze groß geworden bei mir.
Joël Kaczmarek: Aber ich habe mir das auch gemerkt. Ich habe mir der typische Deutsche angeguckt. Mit seiner Bauchtasche war das, glaube ich. Oder wie die dann immer so, Ich weiß gar nicht, wie man das so sagt.
Sebastian Krumbiegel: Weiße Tennissocken.
Barry Hammerschmidt: Weiße Tennissocken, ja, HOSE Ganz hochgezogen.
Joël Kaczmarek: Der lacht dann auch immer sowieso.
Barry Hammerschmidt: Das Autoreifenlachen immer. Boah, Alter, Das Tut weh. Ja, nee, das sind so typische, Stumpfe Klischees, die eigentlich gar nicht witzig sind. Aber wenn man halt einen Witz überspitzt, dann funktioniert er meistens.
Sebastian Krumbiegel: Das hat L'Oréal, glaube ich, mal gesagt, dass es eigentlich nur darum geht, zu beobachten und das wieder zu koinen. Und das sozusagen zu überspitzen. Und wenn du dir L'Oréal-Jokes anguckst, ist es ja immer so, Es ist wirklich wie aus dem Leben gegriffen. Und das ist deswegen so geil. Ja, so sieht es aus.
Joël Kaczmarek: Und man, die ganzen TV-Geschichten, die ich jetzt gerade erzählt habe, so Big Brother, Berlin – Tag & Nacht, Was ich jetzt nicht Böse ein bisschen Trashig eher einordnen würde, ist, war das parallel?
Barry Hammerschmidt: Nein, ich habe bewusst lange Pause gehabt. Nicht, weil ich mich jetzt schäme oder sage, dass es schlecht ist, gehört alles dazu, ist alles Erfahrung. Und jeder soll machen, worauf er Lust hat. Aber ich habe bewusst eine Pause gemacht und erst mal gar nichts gemacht. Weil das Erste, was ich gemacht habe, war halt immer Pörseltrainer. Ich liebe Sport, ich mache immer noch Sport. Und das war mein erster Beruf. Und wollte erst mal gar nichts mit der Kunst weiter zu tun haben, weil das einfach der falsche Weg für mich war. Hatte aber immer halt, die Lust weiter in irgendwas zu machen, wusste bloß nicht wie. Und deswegen habe ich halt mit Facebook angefangen. Ja. Das war auf jeden Fall eine Pause zwischen sieben Jahren. dazwischen. Ja, oder fünf, sechs Jahren, Ich will nicht lügen, Aber auf jeden Fall war der Name Barry damals komplett erloschen. Und ich bin einen anderen Weg gegangen, weil. Man hat halt als Künstler immer halt seine Höhen und tiefen und weiß halt nicht. Wie oder was soll ich machen? Oder keiner glaubt an mich. Man hat halt viele Menschen, die halt sagen, mach doch lieber sowas. Weil auch zu der Zeit, wo ich angefangen habe, war es halt auch noch nicht so sicher, wie man mit Comedy Geld verdienen kann. Also als YouTuber, wenn du jetzt Vlogs machst oder wenn du Musik machst oder andere Sachen machst, wo man halt wirklich weiß, Kann man Geld verdienen, ist es halt als Comedian damals schwierig gewesen. Da braucht man sehr lange, bis dann der erste Euro rüberkommt. Und das vergessen viele. Abonnenten heißen nicht gleich Geld.
Joël Kaczmarek: Wie hast du das denn gemacht? Wie hat man denn damit Geld verdient? Mit seinen 1.,35 Millionen Followern?
Barry Hammerschmidt: Wie man damit Geld verdient, hat? Also erstmal lange nichts, bis ich halt einfach geduldig geblieben bin, weil ich hätte viele Angebote annehmen können, Kleine Apps oder, keine Ahnung, Da gibt es ja auch Online-Casinos, Ich will jetzt hier das jetzt alles auch nicht schlecht reden, aber das passt nicht zu mir, Weil ich mache Sport, dann mache ich Werbung für irgendwas, was nicht zu mir passt. Und das ist ein bisschen falsch, finde ich. Und dann werde ich dann halt Geld verdienen, ganz, ganz viel, Aber dann bin ich nach einem Jahr weg und habe halt gewartet, Bis dann der erstgroße Partner kam, das war dann Nike. Und dann durch Nike, kam dann auf einmal Sky, dann kam JD Sports, dann kam viel, viel mehr. Also, dann kam der erste Große, und dann ist es halt dann immer größer geworden, weil ich halt einfach geduldig war, weil ich halt mich ganz woanders gesehen habe. Ich wollte jetzt nicht irgendwie eine Werbetrommel werden, sondern eine halbwegs Coole Person im Internet.
Joël Kaczmarek: Und was wollten die von dir? Was wollte Nike, dass Du tust gegen Geld?
Sebastian Krumbiegel: Die Nike-Turnschuhe verkaufen.
Barry Hammerschmidt: Genau, ich habe da gearbeitet bei Nike. Nike sagt man da, ja, stimmt, Ich habe auch damals Nike gesagt, das war ein Riesenfehler, wurde hier angeschrieben. Nee, ich habe ein bisschen Muckis zum Glück noch und das reicht. Ich war halt bei Nike Sportswear und habe halt die Sportkleidung getragen, in meinen Videos und war auf Events eingeladen, wo ich dann halt auch da war. Es gibt ja viele Messen, FIBO gab noch vor Corona, wo man noch große Veranstaltungen hatte, wo ich dann halt als Sportler eingeladen worden bin, so eine Sachen halt. Und dann verdient man da ein bisschen Geld.
Joël Kaczmarek: Also Du warst im Prinzip Markenbotschafter, könnte man sagen?
Barry Hammerschmidt: Nicht richtig, zum Teil schon. Markenbotschafter, Das wäre nochmal was ganz, ganz anderes. Vielleicht irgendwann mal in Zukunft.
Joël Kaczmarek: Was ist denn sonst mit diesen Kisten? Ich sehe das ja immer bei YouTube, hast ja so eine kurzen Spots vorher, dann kommt ja immer. Nach fünf Sekunden kannst du das Video wegklicken, mit einem Fingerchen drauf und so. Also so dynamic ads reingeschnitten, wo man dann gefühlt ja so. 0,001 Cent Pro Play kriegt. Ist das bei dir auch ein relevantes Business gewesen oder kam das bei dir gar nicht so auf?
Barry Hammerschmidt: Boah, Nie so richtig, weil ich sehr spät... YouTube verstanden habe. Meine ersten Videos, Ich wusste nicht mal, wie man ein Titelbild reinmacht oder dass man halt ein schönes Titelbild reinmachen sollte, Was für einen Titel benutzt man, welche Hashtags, Davon hatte ich gar keine Ahnung und hab das dann sehr, sehr spät gecheckt, Aber nee, das ist halt so, nee, das ist nicht so meine Welt. Da muss ich ganz ehrlich sagen, ist halt so eine Ansichtssache, aber ich mach das nicht. Es gibt auch viele Leute, die halt auch mit Amazon-Codes arbeiten. Und so eine ganze Sachen, diese ganzen AdSense-Codes, Aber das mach ich alles nicht.
Joël Kaczmarek: Hast du mal sonst so das kleine YouTube 1x1, Wenn Sebastian jetzt mal seine neuen Songs da, seine Videos richtig hochballern, will? Worauf muss man achten?
Barry Hammerschmidt: Worauf man achten muss. Ich glaube, du machst alles richtig.
Sebastian Krumbiegel: Ich denke ja immer eher, dass es ein Tool ist und dass es am Ende um die Inhalte geht.
Barry Hammerschmidt: So sieht es aus. Deswegen hat es auch bei mir funktioniert. Weil ich hatte ja wirklich gar keine Ahnung von Hashtags, von Titelbildern und sonst was. Die Kunst war gut. Also, die haben gelacht. Und wenn dann einer lacht, dann guckt das wieder. Oder zeigt es einen Kollegen. Und dann läuft es auch bei Musik. Ich finde, wenn ich jetzt einen Song höre, aber das Video sieht super aus. Und alles. Drumherum ist auch nice, Aber der Song ist nicht cool, dann höre ich den Song nicht. Klar.
Joël Kaczmarek: Ich habe das in meiner Business-Bubble immer, da ist ja LinkedIn, so das Instagram der Business-Unkel sozusagen, wo echt Cash auch fließt, wo ich schon staune einige. Und ich habe da neulich ein Video gemacht für irgendwie einen Partner von uns und wundere mich, Warum es nicht durch die Decke ging. Und dann habe ich mit einem anderen geredet, der irgendwie mit LinkedIn auch eng verbandelt, ist. Und er meinte, liegt es an der Uhrzeit? Ist es so, Ich habe es um 16 Uhr gepostet, Es ist so tote Zone. Du meinst, hast du es gemacht? Ich sage, ich habe ein Video gemacht, Drei Minuten. Ja, dann, meinte er, schon fertig. Ich sage, wie schon fertig?
Sebastian Krumbiegel: Zu lang?
Joël Kaczmarek: Ja, die dürfen maximal eine Minute sein, Ansonsten sortiert dich der LinkedIn-Algorithmus aus. Weil du auch zu viel Datenvolumen von den Nutzern forderst. Das heißt, die Leute gucken eh nicht so lange. Videos, haben nicht die Aufmerksamkeitsspanne. Und dann ist, so der Algorithmus, wenn es über eine Minute ist, bist du sofort raus, weil Traffic sozusagen. Und da dachte ich, ah, okay. Und das meine ich so mit kleines
Sebastian Krumbiegel: 1x1. Es hat sich da total viel verändert. Also wir merken das ja selbst auch, also auch im Streaming-Zeitalter. Wenn Du heute alte Musik hörst oder Musik eben aus den 70ern, 80ern, ewig lange Intros, was weiß ich. Heute sagen die Leute, hey, es muss sofort losgehen, du musst sofort erzählen, du musst sofort irgendwie. Oder auch alte Filme. Ja, wie sich durch MTV langsam die Sehgewohnheiten verändert haben, dass du wirklich irgendwie, also Ich genieße das ja manchmal, wenn ich alte Filme mir angucke, wo ich denke, Oh ey, die haben sich echt noch Zeit gelassen, das war so richtig irgendwie, aber es ist eben dann auch ein bisschen Gän, ja.
Barry Hammerschmidt: Ja, das kommt drauf an, aber ich weiß ganz genau, was du meinst. Das ist halt wie auf Netflix, Da hast du so viel Auswahl, und die Leute gucken halt nur Serien, wenn die direkt abgeholt werden. Aber wenn ich mir jetzt sachen Angucke wie Sopranos, da brauche ich halt. Sechs Folgen, bis ich drinnen bin. Da wird halt alles aufgebaut, Aber so muss es halt auch sein, weil dann wird es auch eine gute Serie werden, die halt unsterblich ist, meiner Meinung nach, finde ich.
Joël Kaczmarek: Und machst du das ganze Ding eigentlich alleine? Also hast du das immer alleine vorangetrieben, von Schnitt über Promotion, über die Klamotte, auf dem Laufsteg oder auf dem roten Teppich. Oder hast du dann irgendwann ein Team aufgebaut?
Barry Hammerschmidt: Die ersten Sachen schon, also bis ich meine 700.000 Abonnenten oder 800.000, Ich bin mir nicht ganz sicher, hatte, habe ich alles alleine gemacht, mit dem Handy Meine Videosäuger geschnitten, mit iMovie. Das war es. Die dachten halt, dass ich immer ein Riesen Team hatte. Das Einzige, was ich hatte, waren meine Freunde, die halt mitgespielt haben, die dann auch ihre Kanäle hatten, wie beispielsweise ein Tutti oder ein Ben Muth oder Arman. Das sind halt auch alles. YouTuber. Und ohne die hätte es nicht funktioniert, weil du brauchst halt gute Mitspieler oder gute Schauspieler, die halt dich auch Witziger machen. Also, wenn ich jetzt Leute hätte, die nicht witzig sind, dann wäre ich auch nicht witzig. Dann kam es natürlich mein Management dazu, die jetzt auch meine Freunde sind, mit denen ich dann halt alles gemeinsam aufgebaut habe. Dann kam Kamerateam, dann kam Cutter, dann kam... Auch Setrunner und alles drum und dran, wenn größere Aufträge da waren. Aber die ersten Schritte waren komplett meine eigenen.
Sebastian Krumbiegel: Und verliert das da ein bisschen auch die Unschuld? Oder denke ich das dann nur? Also jetzt weißt du, wenn du am Anfang das alles so easy mit deinem Handy machst, dann hast du es selbst in der Hand. Und wenn du ein Team hast, also, was ist der Unterschied?
Barry Hammerschmidt: Es ist einfach echter. Das kann man irgendwie nicht erklären. Das sieht der Zuschauer halt. Wenn du was mit dem Handy machst oder einfach selber Liebe reinsteckst und auch rüberguckst, ist es immer was anderes. Und spürt auch der Zuschauer. Glaube ich, auch wie mit Musik. Wenn jetzt ein Songwriter kommt und wenn jetzt noch da einer kommt, es kann ein Songwriter kommen, ist ja gar kein Problem, der ein bisschen hilft mit der ganzen Musik, Aber wenn du die Idee bringst, ist es immer geiler, Als wenn jemand dir eine Idee sagt Und du bist, dann derjenige, der das einfach nachplappert, meiner Meinung nach.
Sebastian Krumbiegel: Da rennst du offene Türen bei mir ein. Wir haben jetzt beim letzten Album das erste Mal gemacht, dass wir mit anderen Leuten sehr bewusst zusammen geschrieben haben, was auch für uns geil war. Aber eben nie in irgendwelchen Riesenteams. Also, es gibt ja, wenn du jetzt dir Popmusik anguckst, irgendwie Amerika, Da gibt es Leute, die schreiben irgendwie nur Intros. Und da gibt es Leute, die, also so richtige Fließband-Reißbrettmusik Und ich glaube, dass das am Ende keine wirkliche Seele hat.
Barry Hammerschmidt: Hat keine Tiefe. Ich kann es verstehen, wenn man es nach 15 Jahren macht, wenn dann irgendwann mal dein Kopf leer ist, weil es ist auch bei mir, so, Ich mache ja jahrelang jetzt schon meine Videos und irgendwann mal hast du halt sehr viele. Witz erzählt, da brauchst Du halt Leute, die einfach dir ein bisschen helfen. Du siehst dann da halt drüber und sagst, ey, so würde ich es aber machen. Dann kannst du deine eigene Note immer noch reinbringen. Aber das verändert schon sehr viel, wenn du ein größeres Team hast. Am Anfang war es wirklich geil, es ist immer noch cool, ich bin sehr dankbar, aber es ist für den Zuschauer anders. Kann besser ankommen, Aber man wird dann irgendwann Mainstream. Aber das ist halt doch irgendwann mal der Schritt, da muss man halt auch schauen. Du musst halt wissen, wo du halt hin willst, ne?
Joël Kaczmarek: Aber ich meine, Immerhin schreiben es noch Menschen. Immerhin ist es nicht so eine Software, die so analysiert, Was sind Hits, Was haben die für Beats, Welche Takte, welche Melodien. Also das fragt man sich ja schon manchmal. Ja, crazy. Und wo geht, so die Reise für dich hin? Also was machst du momentan? Was kommt so als nächstes?
Sebastian Krumbiegel: Ingwertee trinken erstmal.
Barry Hammerschmidt: Ingwertee, ganz, Ganz wichtig. Danke nochmal dafür, sehr lecker. Wie gesagt, YouTube ist hoffentlich mein Sprungbrett für Schauspiel. Hatte schon ein paar Mal die Möglichkeit, da, was zu machen in größeren Sachen, wie eine Xbox-Serie, die ich gedreht habe, mit Xbox zusammen. Das haben wir in Kiew gemacht. Auch schon viel mit Studio71 gearbeitet, die Halt auch sehr viel machen für TV. Und das ist halt mein Ziel, irgendwann mal zu sagen, dass ich irgendwann mal einen Film drehen kann oder eine Serie habe. Irgendwie so in der Richtung, was zu machen, was einfach mein großer Traum ist.
Sebastian Krumbiegel: Da gehst du auch offensiv hin? Ja, auf jeden Fall. Du wartest nicht darauf, dass die Fee vorbeikommt und dir ein Geschenk bringt, sondern Du fällst da an?
Barry Hammerschmidt: Ja, klar. Du kannst natürlich Glück haben, dass jemand auf dich zukommt, Aber ich glaube, es ist immer ein bisschen schlauer, auf die zuzugehen oder irgendwas zu versuchen, dass die es sehen. Deswegen hatte ich auch mein Kamerateam, dass die sehen, dass es jetzt filmischer wird, dass ich ein bisschen besser spielen kann, Aber irgendwann mal sind die Levels halt nicht mehr da. Auf YouTube, Weil wenn ich jetzt einen 20-Minuten-Film machen würde, auf YouTube, könnte ich vielleicht, Aber lohnt sich's? Würden die Leute sich das angucken? Nein, dann gehen die lieber auf Netflix, weil da haben die dann halt. Eine ganze Serie, die vielleicht besser produziert, ist. Deswegen, da muss man ja gucken, wo man ist, Auf welchem Kanal.
Sebastian Krumbiegel: Und denkst Du über Schauspielunterricht nach oder sowas? Also, es gibt ja da auch unterschiedliche Herangehensweisen. Also Jürgen Vogel trägt immer vor sich her, Ich habe nie eine Schauspielschule von innen gesehen, mache irgendwie mein Ding, und das funktioniert ja. Und das ist eben die Frage, wie man das sieht. Also, ich wüsste das übrigens auch nicht. Wir haben vorhin im Off-Gespräch drüber geredet, irgendwie wegen Singen und so. Also, ich habe seit meiner Kindheit gesungen. Und kann das. Also, das klingt jetzt zwar nicht doof, aber ich habe das eben als Kind gelernt. Und deswegen verlernst du es auch nie. Und als ich dann Anfing zu studieren, hatte ich eine Gesangslehrerin, die mir dann irgendwann am Anfang, sagte, was soll ich denn dir eigentlich noch beibringen? Und das soll jetzt bitte wirklich nicht despektierlich klingen, also, ich schätze die total, aber natürlich, ich kann singen, so, Punkt aus. Und da kann mir keiner was beibringen. eigentlich.
Barry Hammerschmidt: Das ist doch so, das ist halt auch Talent, das ist entweder da oder nicht. Und das ist auch bei Schauspiel, so, Man kann Schauspiel lernen, 100%, Aber dann gibt es halt Leute wie ein Leonardo DiCaprio, Auch ein Will. Und viele andere, die haben natürlich ihre Skills auch gelernt mit einem Coach. Und das ist auch mein Ziel, dass ich mir einen Coach hole, der dann 1. zu 1. Training macht, der dann sagt, EY, Barry, so und so musst du reagieren, weil als Schauspieler ist es wirklich sehr, sehr wichtig, dass du halt deine Rolle bist und dann auch vorher drinne bist. Das ist wie beim Gesangsunterricht wahrscheinlich, Oder wenn du einen Auftritt hast, dann machst du wahrscheinlich. Auch dein Ritual, wisst Ihr wahrscheinlich.
Sebastian Krumbiegel: Was trinken vorher? Zum Beispiel.
Barry Hammerschmidt: Wenn es dann was bringt, dann ist es dein Ritual. Das ist bei mir auch so. Und ich brauche auf jeden Fall einen Coach, der mich besser macht. Und das mache ich jetzt auch schon. Und habe da einen sehr, sehr guten an der Leine, der auch ein Freund von mir jetzt ist. Ein sehr, sehr guter Kollege.
Joël Kaczmarek: Mach doch mal Werbung. Wie heißt der denn?
Barry Hammerschmidt: Conrad von Jascheroff.
Joël Kaczmarek: Okay.
Barry Hammerschmidt: Sagt er Euch was? Ist ein sehr, sehr guter. Conor, Ich grüße dich. Ich gebe dir jetzt Props draus. Du weißt noch nicht davon. Bescheid, aber ich brauche Schauspielunterricht von dir. Er weiß es nicht, aber auf jeden Fall mit ihm bin ich wirklich sehr, sehr gut. Er ist ein Schauspieler, Wir sind befreundet und ja, wir gucken mal.
Sebastian Krumbiegel: Das finde ich interessant, weil du jetzt zum wiederholten Mal sagst, Management und Deine Coaching, Dass es eben Freunde sind. Dass das Leute sind, die dir nah sind, denen du nah bist. Bist Du da schon mal auf die Fresse geflogen? Hast du da schon mal? Enttäuschung erlebt, dass Du Leuten vertraut hast, wo du dann gedacht hast, Oh, scheiße, doch kein Freund?
Barry Hammerschmidt: Schon, 100 Prozent. Aber ich finde, das ist dann auch viel meine eigene Schuld gewesen, weil ich bin sehr, sehr... Fröhlicher Mensch und denke immer so an das Gute und dann, wenn jemand Nett zu mir ist und dann auch Bock hat, dann habe ich auch Bock, und dann denkt man gar nicht über Sachen nach, Wie sieht es dann mit Geld aus oder mit anderen Sachen, Sondern man geht einfach die Sache ein, und ich hätte eigentlich vorher über so eine Sachen reden müssen. Bloß, ich mag das nicht. Aber in dieser Welt muss man über gewisse Sachen reden, weil es halt sehr wichtig ist. Und dann fliegt man halt auf die Schnauze und dann passieren halt gewisse Sachen, weil man dann einfach dachte, ich dachte, du magst mich. Aber eigentlich war es eigentlich nur ein Geschäftsding und das hatte ich schon sehr, sehr oft. Auch mit Freunden, wo ich halt dachte, das sind wirklich gute Freunde. Aber die sind dann nur so lange da, solange du, denen halt etwas bringst. Aber wenn du dann mal wirklich andere Hilfe brauchst, dann merkst du halt, dass sie nicht da sind. Und das ist halt dann eigene Schuld. Hätte ich dann vorher riechen müssen, denke ich halt immer.
Sebastian Krumbiegel: Ist auch interessant reflektiert, finde ich, dass du nicht die Schuld bei anderen suchst. Also am Ende ist das gesund, glaube ich.
Barry Hammerschmidt: Nee, nee, Ich kann immer schuld suchen. Ich war damals so einer. Warum läuft es bei mir nicht? Die anderen sind besser, ich bin besser. Und das war so dieses... Das nichts Gönnerische. Aber das hat mich halt aufgehalten, weil der hat es irgendwie schon hinbekommen. Und wenn er dann Glück hat, hat er wahrscheinlich für sein Glück irgendwie gekämpft, dass er dann gesehen worden ist. Dann ist er zehnmal dorthin gegangen. So sieht es halt aus. Weil Es gibt viele Menschen auf YouTube, auch Musiker, die nicht so talentiert sind, Die geben aber einfach Gas. Und deswegen funktioniert es.
Sebastian Krumbiegel: Und haben Glück noch dazu. Ich glaube, das ist ja immer noch ein großes Ding, was viele unterschätzen.
Barry Hammerschmidt: Die erkämpfen sich es aber.
Sebastian Krumbiegel: Das Glück des Tüchtigen.
Barry Hammerschmidt: So sieht es aus.
Joël Kaczmarek: Plus Timing. Ich erinnere mich, ich habe vor sechs oder sieben Jahren eine Firma gestartet. Mit Online-Video-Meetings. Guess what, Wenn ich die heute gemacht hätte oder hätte, wäre das sozusagen…
Sebastian Krumbiegel: Zoom hieß die, ne? Genau.
Joël Kaczmarek: Zoom hieß die, ja.
Barry Hammerschmidt: Die ist doch ganz gut. Ja,
Joël Kaczmarek: nee, von daher… Ja,
Barry Hammerschmidt: das ist wirklich so. Auch bei mir, Da gibt es so viele Sachen. Hätte ich dann bloß weiter irgendwie Fußball gespielt, dann wäre ich wahrscheinlich da. Oder hätte ich das weitergemacht, dann wäre ich im Mr. Universe. Ich meine, hätte alles sein können.
Joël Kaczmarek: Warst du so gut im Fußball eigentlich? Also ich meine, Die zweite Mannschaft. Hertha ist schon hartes Brot.
Barry Hammerschmidt: Das ist schon hartes Brot, Aber es hört sich immer so an, dass ich wirklich dann bei Hertha Lange war. Aber ich war eigentlich nur so lange da, bis ich gemerkt habe, dass die alle besser sind als ich. Und dann bin ich nie wieder hingegangen. So war das Zeit. Also das kann man keine Karriere dort nennen. Ich habe es dann schon öfters mal dort versucht. Dann war ich bei der Amateure 2, und dann hatte ich Hoffnung, weiter dort zu spielen. Aber ich war halt einer, der sehr ungeduldig war, und ich bin kein Teamsportler gewesen.
Sebastian Krumbiegel: Einzelkämpfer.
Barry Hammerschmidt: Ja, schon eher. Das eher, aber kein Teamsportler. Jetzt eher schon, weil ich jetzt darüber nachdenke, Wie geil wäre, das, da zu stehen. Aber es sollte so sein, wie es ist.
Joël Kaczmarek: Was war deine Position?
Barry Hammerschmidt: Meine Position war Stürmer. Dann hat man gemerkt schnell, dass ich nicht torgefährlich bin, sondern nur im Training. Was nichts bringt, weil Trainingstore zählen nicht, so wie Ligatore. Dann wurde ich Flügelspieler, dann Defensiv. Also, ich war halt immer so ein Training, sehr gut, aber dann, Wenn es darauf ankommt, dann Fehlpässe.
Sebastian Krumbiegel: Ich bin auch Flügelspieler.
Barry Hammerschmidt: Flügelspieler, Ich verstehe, nicht schlecht.
Sebastian Krumbiegel: Einer von euch Fußball gespielt? Ja, wir haben als Kinder Fußball gespielt. Also Vier von uns waren im Thomanerchor. Und einer von uns war im Kreuzchor. Zwei Knabenchöre aus Sachsen, einer aus Leipzig, wir aus Leipzig und Jens Kreuzchor aus Dresden. Und da gab es immer die berühmten Duelle. Also wirklich jährlich haben wir gegeneinander gespielt. Aber ich war nie gut. Ich war nie gut im Sport, im Fußball. Du hast vorhin das schöne Wort Pausenclown gesagt, über dich selbst. Ging mir genauso. Du musst dir immer irgendwas suchen. Womit kannst Du eigentlich... Ich war nie richtig gut in der Schule. Ich war nie gut im Sport. Aber ich war gut im Quatsch machen. Einer, der mich versteht. Na, komm, darum geht es doch. Du musst wissen, was du kannst, und du musst vor allem auch wissen, was du nicht kannst. Ich glaube, das ist irgendwie wichtig. Wenn ich jetzt versuchen würde, eine Karriere als Turmspringer zu machen, wäre, glaube ich nicht so cool. Bei mir aber auch.
Joël Kaczmarek: Ich habe großen Schmerz gehabt. Ich war Straßenfußballer in Berlin, Käfigfußballer quasi. Und ich war gewohnt, immer auf Halbfeld zu spielen, Kunstrasen. Und im Training, Ich war dann irgendwann, habe ich an der Ostsee studiert, in Greifswald. Da bin ich dann in einen Verein gegangen, weil so Studentensport war, irgendwie, so lahm. Aber ich kann dir sagen, auf dem Dorf, im Osten, im Fußballverein, das ist hart. Ja,
Barry Hammerschmidt: das ist sehr hart.
Joël Kaczmarek: Also ein Student aus Berlin in einem Dorfclub. Und da war ich immer angesagt, so mit Sternbock nach dem Training auf dem Parkplatz zu saufen, was war gar nicht meine Welt. Und das Krasse war aber, Ich hatte immer das Problem, vielleicht ging es dir da auch so, Ich war halt gewohnt, Kunstrasen war mir total leicht, ich war echt schnell, aber die Spiele waren halt auf so einem Fucking. Acker, wo du dann halt mit Stollen spielst, ich krieg dir keinen Ball angenommen und so.
Barry Hammerschmidt: Da rutscht durch.
Joël Kaczmarek: Ganz andere Strategie, weil Du hast, Ich dachte so, scheiße, was soll ich mit diesem ganzen Platz hier? Ich bin gewohnt, in einer Telefonzelle, irgendwie die Leute auszufummeln oder nicht auf so einem Scheiß. Feld hier, Was ist denn das? Und dann muss ich merken, das hat mich verunsichert. Und dann wirst du schlecht. Wenn du Anfängst nachzudenken, Irgendeiner kam auch mal zu mir, mein Spielkollege Brezel, hieß der Geiler. Typ, meinte Joel, Du könntest einer der besten Stürmer der Liga sein, wenn du einen Fehler nicht machen würdest, den zweiten Schritt vor dem ersten. Bevor du den angenommen hast, überlegst Du schon wieder ins Eckzirkels. Fangen wir mit dem ersten Schritt an. Der Instinkt,
Sebastian Krumbiegel: das schnelle, das Knipsen. Und das ist Thomas Müller, der denkt nach. Deswegen ist er der Beste.
Joël Kaczmarek: Und da habe ich viel gelernt, wo ich dachte, ja, okay, zu viel denken und Fußballer, also? Ich glaube, beim Sport hilft es manchmal, vielleicht nicht dumm zu sein, aber nicht nachzudenken.
Sebastian Krumbiegel: Aber du hast schnell gelernt, also gemerkt, dass das nicht deine Karriere ist, sozusagen. Nee,
Barry Hammerschmidt: nee, weil ich ein zu nachdenklicher Mensch bin und sehr viel überlege und sehr viel Quatsch mache. Und ich dann eigentlich nie an das Produktive gedacht habe, sondern an das Schöne. So, Und das bringt meistens nichts beim Fußball.
Sebastian Krumbiegel: Ja, es ist voll abrechenbar, klar. Du bist immer nur so viel wert wie dein letztes Tor oder wie dein letztes Spiel.
Barry Hammerschmidt: Ich sah im Trikot super aus, aber das war's.
Joël Kaczmarek: Auf dem Level, wo du warst, musst du ja schon bezahlt worden sein? Pro Spiel, oder?
Barry Hammerschmidt: Nee, das war nur ganz kurz. Also ich war immer in der Jugend irgendwo auch relativ mittelmäßig, Dann weit oben, dann später, wo ich dann halt auch mit mehr Kraftsport anfing. Ich war immer sehr dünn. Dann fing ich halt mit 17 an mit Kraftsport, und dann wurde es halt ein bisschen mehr. Und dann wurde auch Fußball ein bisschen besser bei mir, weil ich dann kräftiger war als die Gegenspieler. Dann auch schnell aufgehört mit Fußball. Also, ich war mit 19 dann raus.
Joël Kaczmarek: Also eine letzte Story, bevor wir hier den Nerdtalk zu sehr vertiefen. Ich erinnere mich, als ich in der Schule war, gab es einen Jungen, Der war, glaube ich drei Klassen unter mir, wahrscheinlich so 10. Klasse oder 9. Drei, kommt ja nicht ganz hin. Der hieß Safari. Das war so ein richtig schwarzer.
Barry Hammerschmidt: Safari, hieß er?
Joël Kaczmarek: Ja.
Barry Hammerschmidt: Das ist so interessant, Alter. Wow.
Joël Kaczmarek: Und ich weiß noch genau, ich habe gegen den Mal auf Halbfeld gespielt. Wir haben irgendwie die gegnerische Mannschaft ausgekontert. Safari stand in der Abwehr. Ein Spieler gegen drei Stürmer. Und der hat die ganze Zeit so glückssinnig gelacht. Haha, Der hat sich gefreut. Der hatte Freude an diesem Spiel. Der hat uns drei völlig gegen jemanden gespielt. Einer im Rückwärtslauf gegen drei. Und da habe ich so gedacht, hmm. Du kennst ihn auch, oder? Nee,
Barry Hammerschmidt: nee, nee. Aber ich habe mich nur gewonnen.
Sebastian Krumbiegel: Hast du über deine nächste Rolle? nachgedacht? Ja, ja. Doch, wirklich.
Barry Hammerschmidt: Das ist krass. Das ist krass, Alter. Dankeschön. Es hat sich gelohnt, herzukommen. Nee, aber da hast du vollkommen recht. Wenn du wirklich Spaß hast und, weil. Ich habe dann keinen Spaß auf dem Platz, weil dann Druck kommt und dann der Trainer schreit. Und dann ein Fehlpass. Und dann, oh, du musst zurückrennen, dann keine Ausdauer mehr, Ich will lieber vorne bleiben. Aber manchen macht das Spaß.
Joël Kaczmarek: Wie ist das bei dir? Bist du ein melancholischer Typ? Weil Leute, die Comedy machen, sind ja oft so eigentlich. Traurige Typen. Ich denke auch so an Robin Williams gerade. Vielleicht nicht immer, will ich gar nicht sagen, aber bist du so ein manchmal melancholischer, reflektierter, ruhiger Typ oder ist das nicht so der naturelle?
Barry Hammerschmidt: Es kommt immer drauf an. Ich bin eigentlich meistens immer sehr glücklich, weil ich... Mich selbst nerve, wirklich. Also auch wenn ich alleine bin, mache ich Quatsch. Und dann denke ich, okay, es reicht jetzt, ist doch keiner hier. Und ich mache das wirklich und ich nerve mich wirklich selber.
Sebastian Krumbiegel: Das finde ich aber genauso. Ich nerve mich wirklich täglich.
Barry Hammerschmidt: Aber natürlich schon auch oft dann, so, weil die Leute wundern sich, wenn Sie mich dann kennenlernen, dass ich dann ruhig rede. Und dann so, hey, du bist ja gar nicht so witzig, wie ich denke. Ist meistens so. Wahrscheinlich ist es dann halt immer nur, wenn ich mit Menschen bin, wo ich mich wohlfühle. Aber eigentlich schon der erste Moment, immer sehr offen bei mir. Das habe ich von meiner Mama gelernt, von meinem Papa gelernt. Aber natürlich viele Sachen aus der Jugend, aus der Kindheit, Die verdrängt man mit lustigen Sachen. Und das ist völlig klar bei mir, weil meine Jugend, Meine Kindheit war zwar immer schön mit meinen Eltern, aber es sind trotzdem immer Sachen passiert, die halt nicht schön waren, auch mir selbst. Aber es gehört alles dazu. Und ich verarbeite es halt mit lustigen Sachen, Denn ich denke, das ist immer die beste Medizin, Leute zum Lachen zu bringen, weil man nicht so viel Zeit hat. Natürlich sollte man auch über die ernsten Sachen reden, meiner Meinung nach. Aber wenn die Sache gegessen ist, dann kannst du die nicht ändern. Dann musst du halt weitermachen. Und da bringt es nicht sich irgendwie so ein... Loch zu graben und reinzuspringen, meiner Meinung nach.
Sebastian Krumbiegel: Außerdem kannst du mit Humor viel besser sachen. Auch transportieren. Also, du kannst auch ernste Messages echt viel besser Humor vorüberbringen. Was weiß ich, wenn jemand eine Rede hält, Der kann die schlauesten Sachen, erzählen. Wenn er irgendwie eine Schlafstimme hat, dann pennen ihm die Leute weg. Auch wenn er mal irgendwie ein paar Gags macht, dann hast du die Leute bei der Stange. Es ist wie jeder Lehrer, wie jede Bühne. Es ist alles eine Bühne. Und immer mit Humor kommst du weiter.
Barry Hammerschmidt: So sieht es aus, 100%. Und das ist wirklich so, weil ich kenne. Auch viele andere Comedians. Ich habe ein Paar kennengelernt und die sind alle fröhlich, Aber wenn die alleine sind, sind es trotzdem alles Menschen.
Joël Kaczmarek: Ich erinnere mich, ich habe bei irgendeinem Moderator mal die Geschichte gehört, Der hat in den USA Jerry Lewis getroffen. Das war, glaube ich, damals ein riesig großer Comedian, Den kennen wir heute gar nicht mehr, so, aber riesig. Das war so wie, keine Ahnung, Robin Williams Treffen oder so. Und der wurde dann ins Hotelzimmer zu dem eingeladen. Und dann saß der da zum Frühstück. Please come in, Mr. Lewis is waiting for you. Und dann setzte sich der Moderator dahin und war schon in Vorbereitung. Und der sagte Halt gar nichts. Der guckte nur, aß da irgendwie sein Pancake, Keine Reaktion. Dann legte der sein Besteck ab, nahm eine Torte, klatschte die sich ins Gesicht und sagte, Hi, I'm Jerry Lewis, Nice to Meet you. Und das ist so, Dieses Gen haben halt manche Leute, ne?
Barry Hammerschmidt: Ja, das ist einfach so. Nee, aber meine größte Inspiration, Ich weiß nicht, Wer ist denn euer Lieblingscomedian? Gibt es so eine Top 3, wo Ihr sagt, das sind meine?
Sebastian Krumbiegel: Ich weiß es gar nicht so genau. Also Comedian ist ja auch ein weites Feld. Also bei mir, Ich habe vorhin schon über L'Oréal gesprochen, finde ich immer noch. Großmeister. Ich finde auch übrigens... Olli Dittrich, Ein Barry Hammerschmidt. Die beiden haben sehr viel miteinander zu tun. Wen finde ich noch gut? Kennst du Olaf Schubert? Olaf Schubert, na klar. Das ist so ein Humor, Den verstehen nicht viele. Helge Schneider Übrigens auch.
Barry Hammerschmidt: Helge Schneider ist eine absolute Eins.
Sebastian Krumbiegel: Gerade jetzt wieder getroffen bei diesem Free European Song Contest, bei dem wir mitgemacht haben. Er hat Udo Lindenberg gegeben, ist als Udo Lindenberg rausgekommen. Und der ist einfach gut. Ich will das überhaupt nicht. schmälern. Ich glaube, dass auch Humor zu verkaufen oder Humor zu machen. Eine Arbeit ist, Ein Handwerk ist, das du hinkriegen musst, aber bei Helge Schneider, Ich denke ja alle irgendwie, Der ist so ein Quatschtyp, ja, aber was der auch für ein Genie ist, Wie viele Instrumente der spielt, was der wirklich für ein Joël Kaczmarek ist, ja, und der ist ein freundlicher Mensch, und das gehört immer alles für mich dazu, ja.
Joël Kaczmarek: Also wir hatten Olli Dittrich einmal in der Show, da hab ich Tränen gelacht, weiß ich auch noch, Den find ich auch witzig, Ich ertappe mich dabei, ich mag mehr Amerikaner, also, ich hab mal mir so ein Buch gekauft, steht sogar noch da. Im Regal, glaube ich, Comedy Writing Secrets in Gelb, Und da hieß es so, wer sind deine Top 5 Leute, die du lustig findest, Weil Ich war mal in so einer Masterclass, also, ich habe früher in der D-School studiert. Da lernte man Design Thinking, Das ist so eine Innovationsmethode. Und dann haben die immer mal die Räume auch vermietet. Und dann kam so eine Workshop-Gruppe, 50 Leute. Das waren alles Moderatoren und vielfach so im humoristischen Bereich und ganz viele, so MTV-Guys. Und es war verrückt. Dieser Raum, das knisterte. Dann hat irgendwie einer einen Vortrag gehalten, hat, was gesagt. Dann steht auf einmal ein Typ auf, zückt so seine Hand, hält die ins Ohr und meint So Hey, it's the 70s, they want their hair back. Und der ganze Raum fängt brüllend an, zu lachen. Und es war ein homosexueller. Und dann ging der auch zu irgendeiner Frau bei der Abschlussparty und meinte so, Oh, wait, The radio translation is very bad right now. Und dann tat er so, als wenn er an ihren Nippeln den Radiokanal wieder reintrete. Du hast am Boden gelegen, vor Lachen. Und ich habe den gefragt, ich sage so, kann man lustig sein? lernen? Er meinte, nee, keine Chance. Das kannst du oder kannst du nicht. Daraufhin habe ich mir dieses Buch gekauft und da war die erste Aufgabe, Welche fünf Comedians findest du lustig? Ich habe lange darüber nachgedacht. Also Robin Williams war auf jeden Fall beim Film, Ich war oben. Ich mag Chris Rock und in Deutschland finde ich in der Tat Olli Dietrich Sehr gut. Bastian Pastewka hat auch so eine ganz eigene Ecke.
Sebastian Krumbiegel: Auch, ja. Ja,
Barry Hammerschmidt: Michael Mittermeier,
Sebastian Krumbiegel: auch unglaublich stark.
Joël Kaczmarek: Und Kurt Krömer, muss ich sagen. Kurt Krömer auch, ja. Den finde ich echt lustig.
Sebastian Krumbiegel: Der ist ein bisschen Punk-Rocker gleichzeitig noch. Wie der mit den Leuten umgeht, finde ich immer. Also, ich mag ja seine Show, wo er Leute einlädt, wo er sagt, ich lade entweder Leute. ein, die ich geil finde oder die ich scheiße, finde. Naja, das ist wirklich hart.
Barry Hammerschmidt: Das ist wirklich hart.
Sebastian Krumbiegel: Und bei dir, Was sind deine?
Barry Hammerschmidt: Bei mir ist ganz klar auf 1, 1 plus. Also Will ist jetzt für mich nicht Comedian, sondern eher so eine Inspiration Schauspieler, aber... Mr. Bean und Jim Carrey streiten sich um den ersten Platz. Also, Mr. Bean, seine Situationskomik, der sagt nichts und ist einfach witzig. Und das hinzukriegen, dass du halt nichts sagen musst und dass die Leute drüber dich lachen, das ist schon die Königslage.
Sebastian Krumbiegel: Das Olympia-Ding, ne? Ja, der ist da und seine Sicht reicht schon.
Joël Kaczmarek: Aber ich finde by the way. auch, dass du lustig bist und tutti auch, also mit auch so ganz anderen Ecken. Bei Tutti habe ich immer den Schmerz, der macht für mich immer dasselbe. Also ich sehe oft so das Programm, ich habe mir den bei YouTube durchgeklickert, Der Macht drei, vier, fünf Sachen. Ich kenne die Sketche irgendwann schon. Also, wenn der sein Inventar noch vergrößert, glaube ich, ist das total witzig. Und bei dir, du hast halt so einen Charme. Ich will ja gar keine Arschkriecherei sein.
Barry Hammerschmidt: Ich nehme es an, das freut sich mich gerade.
Joël Kaczmarek: Und vor allem das Lustige ist, Ich finde, du hast ja trotzdem einen emotionalen Tiefgang. Du hast so dieses Teddybär mit irgendwie ein bisschen klamaukig. Man sieht, es ist geskriptet, aber das ist ein bisschen auch Teil der Magie, finde ich. Also, ich habe zum Beispiel auch ein Video gesehen, da hast du von deinem Vater, erzählt, der gestorben ist. Und warum du irgendwie jetzt Dinge tust und was du daraus gelernt hast und so. Und das finde ich, Macht es ja nochmal mächtiger, wenn man eigentlich jemand lustiges ist? Und dann wird man auf einmal ernst. So wie Robin Williams, als der damals hier One-Hour-Foto diesen Film gemacht hat, so ein Psychospiel, da denkst du Dir so, Jesus, boah, Das hat gleich dreimal mehr Tiefgang.
Barry Hammerschmidt: Ne und das meine ich halt, das ist voll wichtig, weil man kann halt immer Witze machen, Aber wenn du irgendwo mal Reichweite hast, dann solltest du auch irgendwas zurückgeben. Und ich denke, also, ich habe auf jeden Fall jemanden gebraucht, der Mal mir was, So Worte reichen aus, Auch wenn es nur zwei, drei schöne Sätze sind. Und es hätte mir viel geholfen, also als 14-Jähriger, 15-Jähriger und genau das würde ich auch machen, wenn du dann halt mit Jugendlichen draußen redest oder einfach nur ein Video machst, wo du irgendwas erzählst über dein Leben, dass Sie sehen, EY. Das ist auch einfach nur ein Mensch, der auch mal traurig war. Und jetzt hat er das auch irgendwie hinbekommen, dann kriege ich es auch hin, das reicht.
Joël Kaczmarek: Was war denn eigentlich los, als Du gesagt hast, Du hattest in deiner Jugend auch viele Sachen, die nicht so geil waren? War das jetzt so ein Thema? Schicksalsschläge, Rassismus, Probleme mit irgendwie dem Gesetz? Was war das bei dir?
Barry Hammerschmidt: Ne, Das fing an, Ich war 15 Jahre alt, dann hat mein Vater einen Schlaganfall bekommen. Und für mich war mein Vater mal der stärkste Mensch. Und vorher war er da, Er war gesund und auf einmal ist dein Vater halt krank und dann besuchst du ihn. Krankenhaus. Ich hab auch lange gebraucht, ihn erstmal in Krankenhaus zu besuchen, weil es nicht einfach für mich war. Und dann ist er halt dort gewesen, hat den eigenen Sohn immer nicht mehr erkannt. Und dann war es einfach die Welt für mich kaputt. Und es gibt halt Menschen, die gehen halt anders damit um. Und ich bin halt leider falsch damit umgegangen und hab dann halt so eine Scheiß-drauf-Mentalität gehabt. Ich war zwar trotzdem immer der gleiche Junge, der Plausenclown, aber ich hab halt einfach viel, vernachlässigt. Ich hatte kein Halt in meinem Kopf, und dadurch bin ich halt nicht gut in der Schule gewesen, Hab halt mein eigenes Ding gemacht, hab mir nichts sagen lassen. Und das hat sich halt über die Jahre durchgezogen, Bis dann halt mein Vater gestorben ist und ich dann... Irgendwann mal gemerkt habe, ey, boah, krass, das ist nicht cool. Du kannst nicht mehr so weitermachen. Und genau an dem Tag, wo mein Vater gestorben ist, musste ich meine Prüfung schreiben. Zur B- und A-Lizenz als Börseltrainer. Und ich war vorher immer so ein Mensch, DER HALT WIRKLICH nie, nie, nie, nie, nie, Nie wirklich gut in der Schule war. Ich war zumal ein schlauer Junge, aber ich hatte keine Lust. Also das, was ich mir gesagt habe, warum soll ich das machen? Ich will doch eh, was anderes machen. Und da gab es halt auch Sachen in der Schule, wo ich halt auch sagen muss, das war halt nicht einfach für mich. Obwohl es eigentlich einfach war, hätte ich einfach nur zugehört. So. Das war das Problem, aber das kannst du halt nicht jedem 14-Jährigen sagen. Das ist halt so, du bist halt einfach anders im Kopf. Und dann ist mein Vater gestorben, und ich habe gesagt, weißt du, was, mein Vater ist tot. Ich werde jetzt als Bester diese Prüfung bestehen. Bin ich nach Hause gegangen und habe dann als Bester bestanden. Und dann habe ich alles andere gemacht, Meine Ernährungsbeitragslizenz. Und auf einmal fing alles an, weil ich einfach meinen Kopf umgestaltet habe. Und das war dann halt der Moment, wo ich gesagt habe, weißt du, was, du musst, anders werden. Das kann so schnell vorbei sein. Wenn du deinen Kopf irgendwie kontrollieren kannst, dann kriegst du irgendwie alles hin. Und ja, dann fing es dann auch an, dass ich dann wieder langsam Comedy gemacht habe. Und dann ist es dann zum Glück Schritt für Schritt. Alles besser gelaufen. Es muss immer leider manchmal was Hartes passieren, dass du halt aufwachst.
Joël Kaczmarek: Wie machst du Trauerverarbeitung?
Barry Hammerschmidt: Trauerverarbeitung, damals Verdrängung, was natürlich falsch ist. Und deswegen war ich halt auch jahrelang halt nicht. Der beste Junge, weil ich halt von 15, bis ich 20 Sachen verdrängt habe. Und immer so getan habe, nee, alles ist cool, Man macht dann die ganzen Witze, bis ich irgendwann mal gemerkt habe, Ich muss mich damit auseinandersetzen und einfach reden. So mit Menschen reden, mit Freunden, Reden oder wie ich es jetzt mache, mit euch Reden oder Videos machen. Und wenn du einfach redest, dann tut es so gut, anstatt, dass man einfach nur zu Hause noch heult. Oder so tut, dass man hart ist, obwohl jeder Typ, der auch irgendwie anders aussieht, Auch weint, weil das nicht schlimm ist. Das gehört alles dazu.
Sebastian Krumbiegel: Und ist dann deine Kunst auch eine Art Therapieform dafür, dass du da sozusagen dadurch Sachen verarbeiten kannst? Also, ich habe das nicht gesehen, wo du über den Tod Deines Vaters gesprochen hast, Aber das ist doch dann auch eine Sache, wo du, also? Ich kenne es von mir, Ich schreibe manchmal, Ich habe Joel vorhin ein Lied vorgespielt, Von einer Freundin ist der Vater gestorben, Ich habe innerhalb von zwei Stunden irgendwie ein Lied geschrieben, um sie zu trösten. Und das ging total schnell. Und es ist echt ein diebes Ding geworden und das floss eben so raus. Und das war dann eben auch für mich sozusagen, eine Art therapeutisches Ding, mit dem Schmerz von ihr umzugehen. Und deswegen meine ich, Du kannst das sozusagen auch benutzen, entweder für dich selbst oder für andere Leute, dass du mit irgendwelchen Scheiß, den du erlebt, hast, dass du den verarbeitest.
Barry Hammerschmidt: Ja, ich kann mich noch daran erinnern. An den Tag, wo mein Vater gestorben ist. Das hat mir meine Mama gesagt. Ich stand dann erstmal vor meiner Haustür, wo ich auch alle meine Videos angefangen habe, zu drehen. Das war auch so ein sehr, sehr krasser Moment für mich, wo ich dann gemerkt habe, ey, das ist echt heftig, was jetzt gerade alles bei mir passiert. Deswegen bin ich auch immer sehr dankbar, aber das, was ich gemacht habe, ich bin rausgegangen, ich bin gerannt, ich musste laufen, ICH musste... Irgendwie etwas machen. Ich wollte nicht sitzen und das ist halt auch bei meiner Comedy. Immer, wenn ich traurig war, immer, wenn irgendwas passiert ist in meinem Leben, musste ich halt verdrängen. Und wahrscheinlich ist dann die Comedy die Verdrängung, die ich habe, aber auch dann sozusagen Es ist meine Heilung, sozusagen. Mit vielen, vielen Sachen. Und das habe ich dann halt unbewusst weiter mitgetragen, Aber es ist ein Riesenteil davon, ganz klar. Ich war zwar vorher der Pausenclown, aber dadurch habe ich einfach einen ganz, Ganz anderen Trieb gehabt. Und das kann man nicht erklären, das passiert einfach bei Menschen. Und es ist bei vielen Menschen unbewusst, Aber das Gute bei mir ist, Ich weiß, von wo das herkommt, warum ich so bin und warum viele Sachen da sind, weil ich immer sehr viel reflektiere. Ich habe vorher immer die Schuld bei anderen Menschen gesucht, Aber seitdem ich immer selbst auf meine eigene Nase fasse, weiß ich auch, woher auch die ganzen Sachen kommen, warum ich so bin und so geworden bin. Und deswegen bin ich glücklich, dass ich das Mal bei Euch mache.
Joël Kaczmarek: Ich habe mit meiner Frau oft die Diskussion, ich habe das auch ganz oft, wenn mir was Blödes bei anderen passiert, Dann versetze ich mich immer erst in den anderen rein, anstatt mich zu ärgern über die. Ich frage mich manchmal, ob das gut ist. Ist es nicht gut, ist es nicht gut.
Barry Hammerschmidt: Wenn man immer noch leider immer, Manchmal sind Menschen einfach Kacke. Und man checkt es nicht. Aber ich habe halt immer, egal wie doof. Einer ist, natürlich. Es gibt Grenzen, aber ich denke Halt immer, ja, dann ist wahrscheinlich das passiert, Dann hat er wahrscheinlich diese Probleme, man weiß doch nicht und sonst wie, da tut mir leid. Es bringt nichts, den jetzt irgendwie anzuschreien. Oder mich mit dem zu streiten, wenn er eh schon am Arsch ist. Also noch rauftreten, wenn er eh am Boden ist. Auch wenn er dir was angetan hat.
Joël Kaczmarek: Ich finde, es hilft einfach mal, empathisch zu sein, sich in andere reinzuversetzen. Weil dann kann man es sich erklären, wenn man es sich erklären kann, kann ich es abhaken. Deswegen,
Barry Hammerschmidt: Ich bin auch nicht nachtragend. Ich bin sauer zwar in dem Moment, aber ich bin dann einer, der dann nichts, sagt, Sondern erstmal drüber nachdenkt. Und wenn ich in einer Stunde immer noch sauer bin, dann kann ich dann immer noch das sagen. Aber wenn es in einer Stunde weg ist, dann war es unnötig.
Joël Kaczmarek: Wie ist denn eigentlich so die Zusammenarbeit gewesen? Mit irgendwie großen Leuten, die du auch bisher schon bei dir hattest? Also Du hast ja irgendwie mit, das war ganz lustig, mit Capital Bra hast du ein Video, wo du dann sagst, EY, Alter, Ich bin auch ein harter Typ, Ich hab schon mal eine Frau in die Mumu getreten und so. Das war ganz lustig.
Barry Hammerschmidt: Ja, das waren harte Zeiten, ne, die ich hatte.
Joël Kaczmarek: Oder Bonbons geklaut oder, so erzählt. Ja, ja. Mit Will Smith hab ich gesehen, das wird ja für Dich wahrscheinlich so ein...
Barry Hammerschmidt: Ja, das war der absolute Höhepunkt meines Lebens, muss ich ganz ehrlich sagen.
Sebastian Krumbiegel: Wie kam das dazu?
Barry Hammerschmidt: MIT Will?
Sebastian Krumbiegel: Ja.
Joël Kaczmarek: War wahrscheinlich. Promo für Bad Boys, oder?
Barry Hammerschmidt: Für Bad Boys, ja. Und mein Management hat das auch durchgeboxt und wussten das schon länger, Aber haben es mir nicht gesagt, weil die wollten halt noch drauf warten, weil die Wissen ganz genau, ey, wenn das nicht klappt, Der Typ wird durchdrehen. Und das hat dann zum Glück geklappt. Wie das geklappt hat, die sind irgendwie auf mich aufmerksam geworden, durch meine Videos. Dann wurde das angefragt, ob die vielleicht Bock hätten, Weil erstmal war der Plan, dass ich eingeladen worden wäre. Zu der Weltpremiere von den Filmen. Aber dann haben die gesagt, ey, warum kann er... Nicht will irgendwie vorher kennenlernen, Weil das haben auch schon mal andere YouTuber gemacht oder Elton? Beispielsweise hat es auch schon gemacht. Warum kann ich es nicht irgendwie hinkriegen? Ja, und dann haben die es hinbekommen, und dann sollte ich erst mal ein Drehbuch schreiben. Ich hatte zwei Wochen Zeit, weil die wollten es vorher haben. Die Amis sind da halt eh wirklich sehr, sehr, sehr, sehr genau.
Sebastian Krumbiegel: Kontrollfreaks.
Barry Hammerschmidt: Ja, und hab das gemacht auf Englisch, alles gar kein Problem. Ich übe meinen Text, Die haben ihren Text bekommen. Dann bin ich dort vor Ort, dann sagt die zu mir, Die Beauftragte von Will, nee, das können wir nicht machen, wir müssen alles freestylen. Am Ende des Tages haben Sie es denen gar nicht gezeigt. Das juckt die gar nicht am Ende. Und hatte anstatt einer halben Stunde nur 15 Minuten Zeit, musste mir spontan was überlegen. Und dann kommt erstmal noch dein Idol mit Martin Lawrence, den ich auch eigentlich mag, der auch nicht so uncool ist, meiner Meinung nach. Big Mamas Haus und alles Drum und dran. Davor kommen noch 20 Bodyguards, die zehnmal so groß sind wie ich.
Joël Kaczmarek: Du bist wahrscheinlich kein... Ja,
Barry Hammerschmidt: aber das sind nochmal andere Zyklopen, muss ich sagen. Und dann bist du da im Raum mit wirklich 20 Typen, die dich angucken und warten, bis du einen Fehler machst, Aber ich will eigentlich nur ihn sehen gerade und hast dann erstmal so einen Druck, Dann war die Kamera, dann muss ich irgendwas loslabern. Hat zum Glück irgendwie funktioniert, aber ich hab's mir anders vorgestellt, aber den Moment zu sehen, wo er dich dann umarmt und mit dir redet und sagt, ey, Geile, Videos. Und danach hat die Produktion mir nochmal geschrieben, Also, wenn irgendwas ist, dass wir dann gerne nochmal, was mit dir machen, dann hab ich nochmal, was mit denen gemacht. Der Prinz von Bel-Air kam ja nochmal raus, Das ist so eine Reunion und durfte auch dafür, was machen, also, das war krass, deswegen.
Joël Kaczmarek: Für 15 Minuten. Also das war so ein Video, Die waren im Hotel, Es sah aus wie Ritz-Carlton oder irgendein Größeres hier in Berlin. Der klopfte so und dann machten die beiden auf. Und sagte, ja, ich bin hier irgendwie, um ins Bad-Boy-Training reinzugehen. Und dann habt ihr da irgendwie drei Learnings gehabt. So als Bad-Boy musst du folgendes können, Bla. Und es war relativ witzig für den Freestyle. Ja,
Barry Hammerschmidt: das war auch gut, weil ich irgendwie einen Plan im Kopf hatte, Aber eigentlich war die Idee, was ganz anderes. Dass da mehr passiert, aber ist ja nicht schlimm. Also, da musst du halt einfach bereit sein, wenn sowas passiert.
Joël Kaczmarek: Ja, aber ich glaube, das ist der harte Gesetz. Du musst abliefern, Deine Drehbücher, alles on Point. Und die sind aber auf der anderen Seite, so, ja, go fuck yourself. Der hatte keine Zeit, sich das durchzulesen oder keine Ahnung.
Barry Hammerschmidt: Das habe ich auch bei einem Schauspiel gelernt, wo ich dann auch ein paar größere Sachen gemacht habe. Ich war auch selbst auf der Bühne, wo ich auch zwei Comedy-Shows hatte, Deutschland-Touren. Da musst du bereit sein. Also das muss ich dir, glaube ich, nicht erzählen. Also Du musst ready sein. Also, ich weiß ja, nicht, wie es bei dir ist. Da druckt wahrscheinlich noch viel mehr, weil du viel öfter auf der Bühne warst, als ich.
Sebastian Krumbiegel: Der Druck ist immer da und das finde ich eigentlich auch ganz schön, weil das ist eine Art Respekt vor dem, was du da machst. Also, wir haben es jetzt gemerkt, Ich habe vorhin schon über den Free European Song Contest gesprochen. Da haben wir mit MoTrip und mit Eko Fresh zusammen einen alten Hit von uns. Millionär performt. Wir waren alle aufgeregt und wir haben live gesungen, Die beiden Jungs haben live gerappt, Live im Fernsehen, Live singen, Live übertragen. Da waren wir schon alle angespannt und es war, wir waren ready, wir hatten eine Körperspannung. Und das war geil. Und ich habe vorher noch zu MO gesagt, EY, komm, Wir sind alle aufgeregt, lass uns einfach rausgehen und lass uns Spaß haben. Und das hat funktioniert am Ende, ja. Also, es darf ja keiner merken, dass du angespannt bist und du performst Ja, dein Ding. Und das geht aber eben dann wirklich besser, wenn du eine Spannung hast, wenn Du Respekt vor dem hast, was Du tust. So sieht es aus, So sieht es aus.
Joël Kaczmarek: Also, ich weiß gar nicht, ob das so ein Merkmal von Professionalität ist, aber mir ist aus, Man legt doch einfach einen Schalter um und dann geht das Licht an, oder? Also ist es bei Euch auch so?
Sebastian Krumbiegel: Es funktioniert auf jeden Fall dann, wenn...
Joël Kaczmarek: Man ist schon gespannt, so das Druck, aber ich finde es bei Vorträgen...
Sebastian Krumbiegel: Das Adrenalin kommt von alleine, ja, das stimmt schon. Aber trotzdem, wenn du irgendwie abgefuckt, da rausgehst, dann wird es nichts. Und das ist mir übrigens auch egal. Das stimmt nicht, Ich wollte gerade sagen, das ist egal, vor 10.000 oder vor 10.000 Leuten. Aber ich bin auch vor 10.000 Leuten angespannt. Und ich bin auch, wenn keine Fernsehkamera an ist, bin ich auch angespannt. Weil die Leute, die da sind, die wollen was. Und denen will ich auch in dem Moment was bieten. Und deswegen immer irgendwie eine Spannung da, das finde ich gut.
Joël Kaczmarek: Aber fairerweise Gesang ist auch nochmal härter, glaube ich, als wenn ich Rede oder er Schauspiel macht oder so, weil ich finde, Stimme ist ganz krass an die Psyche gekoppelt. Ja,
Barry Hammerschmidt: ja, ja. Also, wenn Du Sänger bist, also da, Jeder Fehler wird ja gehört auf der Bühne.
Sebastian Krumbiegel: Ja, aber wie gesagt, singen, das kann ich eigentlich, Das ist meine Sprache sozusagen. Also ich wäre, glaube ich, genauso aufgeregt, wenn ich eine Rede halten müsste oder so. Also ich glaube, dass das bei mir nichts anderes wäre.
Barry Hammerschmidt: Aber was ich noch sagen, muss, zum Beispiel in Helge Schneider oder nehmen wir jetzt irgendeinen anderen? Comedian, Das, was ein helge Schneider macht, das ist für mich die Königsklasse, weil das kommt einem so einfach vor, Aber, dass ein Mensch mit dir so redet, als ob es dein Kollege ist und das vor so vielen Menschen, das kriegt man nicht einfach so hin. Das ist schon ein Riesentalent. Weil das habe ich gemerkt, wo ich meine erste Comedyshow hatte. Ich war zwar zufrieden, das war alles cool, Die Leute haben gelacht, aber ich wusste, ich kann das viel, viel besser. Viel, viel besser. Ich habe in die Gesichter geguckt, das darf man ja nicht machen. Warum lacht der nicht? Oh, die lacht mehr. Warum guckt der Böse? Warum guckt er auf sein Handy? Ich wollte mit denen dann irgendwie reden, Mach dein Handy weg. Das sind so Sachen, Die dürfen dich eigentlich gar nicht interessieren. Und wenn du es hinkriegst, dass es dir alles egal ist und du so sicher bist, dass du witzig bist, das ist wirklich nicht einfach.
Joël Kaczmarek: Das Komische ist aber, finde ich, das Publikum, Publikar, Was ist der Plural von Publikum?
Sebastian Krumbiegel: Publizell.
Joël Kaczmarek: Publizell.
Sebastian Krumbiegel: Nein, keine Ahnung.
Joël Kaczmarek: Also Das Publikum ist je nach Ort teilweise verschieden. Mir hat das Mal ein Comedian, glaube ich, erzählt oder irgendjemand, der meinte, In Berlin Kannst du halt einen Zote reißen und die lachen. Während du dann irgendwie in der Schweiz, bei Schweizer Publikum, So ein verhaltenes Gucken kriegst. Und ich habe teilweise die gleichen, also in Vorträgen mache ich das ja auch, dass du Porn hast und du merkst, Beim einen gehen die voll ab, beim anderen passiert gar nichts.
Sebastian Krumbiegel: Das ist die eine Seite, Die andere Seite ist aber auch deine eigene Tagesform. Wenn du irgendwie selbst scheiße, bist, dann ist es eben, wenn du den Funken nicht rüberkriegst. Also, ich habe ja immer die Regel, Es liegt nie am Publikum. Ich glaube, es liegt immer an dem, der auf der Bühne ist. Und wenn du sagst, Das Publikum war aber heute schlecht, ich glaube, dann warst du selbst schlecht. Weil dann hast du es nicht geschafft, die Leute zu catchen.
Barry Hammerschmidt: Ja.
Joël Kaczmarek: Ist das auch deine Erfahrung?
Barry Hammerschmidt: Ich muss erstmal sagen, Berlin und Hamburg ist das härteste Publikum. Publikum. Besonders für mich, weil es meine Hauptstadt ist und so ich hierher komme. Meine Heimastadt würde ich sagen, nicht. Hauptstadt. Also meine Hauptstadt.
Sebastian Krumbiegel: Du bist zwei Wochen nach Maufel geboren.
Barry Hammerschmidt: Ja.
Sebastian Krumbiegel: Du bist sozusagen ein frisches, wiedervereinigtes Kind. So sieht's aus.
Joël Kaczmarek: Wie kann man eigentlich diesen geilen? Namen, By The way?
Barry Hammerschmidt: Barry Hammerschmidt. Also Barry Hammerschmidt, Mein zweiter Name ist Ernst. Weißt du, wie ich da hochgenommen worden bin? Auf der Grundschule? Sei doch nicht so ernst, Barry.
Sebastian Krumbiegel: Ja,
Barry Hammerschmidt: sei doch nicht, so ernst. Da konnten die viel machen mit Fanta Blueberry, BlackBerry Handy und sonst so sachen, habe ich alles mitgemacht. Alles jut. Nee, meine Mama hat sehr viel Barry White gehört. Sehr, sehr viel Barry White. Ah, yeah. Ja, ja. Und das war, glaube ich, die Inspiration. Sie hat es mir damals erzählt und ich glaube es ihr. Und ich glaube, deswegen heißt es so. Ich glaube, Der Grund war auch Barry White zum Teil.
Joël Kaczmarek: Aber du hast mir, erzählt, dass dein Vater, also dein Vater ist. schwarz, richtig? Nee, nee,
Barry Hammerschmidt: nee, Meine Mama.
Joël Kaczmarek: Okay, aber ordne es richtig ein, wenn ich es falsch wiedergebe, dass dein Vater all seine drei Kinder, Das sind zwei Geschwister noch, ne?
Barry Hammerschmidt: Ja, zwei Geschwister habe ich noch.
Joël Kaczmarek: Deutsche, Zweite Namen gegeben hat, Damit, die nicht diskriminiert werden, Wenn man den Namen liest oder wo?
Barry Hammerschmidt: Ne, das glaube ich nicht, Aber ich denke eher schon, weil ich glaube, meine Mama oder mein Papa würde es mir niemals sagen, weil ich glaube, Eltern wollen dir niemals das Gefühl geben, dass du irgendwie anders bist. Deswegen hat sie es mir auch nicht gesagt, aber ich kann es mir gut vorstellen. Weil ich habe es bei ganz vielen anderen Freunden so, Tutti, zum Beispiel, da, heißt er. Thomas, Thomas Tran. Und das haben die Eltern gemacht, Weil er soll halt noch Bewerbungsgespräche machen und deswegen hat er keine Probleme. Deswegen heißt er Tome.
Sebastian Krumbiegel: Das ist schon nicht schräg.
Joël Kaczmarek: Bei meinen Eltern hieß es ja immer Tomak. Ja,
Barry Hammerschmidt: Tomak. Ich weiß es nicht, aber ich kann es mir gut vorstellen. Meine Schwester heißt Emma mit zweiten Namen, und mein Bruder heißt Harald mit zweiten Namen, weil mein Vater, hieß. Harald.
Joël Kaczmarek: Das Falsche ist lustigste. Also, das muss so skurri...
Barry Hammerschmidt: Ernst Barry Hammerschmidt, da komm, ich hätte. Super.
Joël Kaczmarek: Aber ich meine, Big elephant in the Room, ich weiß, das ist ja auch mal Sebastians sozusagen wichtig. Wahrgenommenes Thema, Aber ich glaube auch ein Herzensthema. Rassismus, War das für dich, Also hast du damit Berührung gehabt?
Barry Hammerschmidt: Wenn Du jung, Jünger bist, dann... Merkst Du viele Sachen nicht, das checkst du dann erst ein bisschen später, so dass Du wusstest, okay, Dann war das wahrscheinlich. Deswegen so, weil du Rassismus als Achtjähriger nicht so richtig mitbekommst. Oder als Dreijähriger, Vierjähriger in Kindergarten. Da bist du noch nicht, so reif. Also, ich hatte natürlich oft Momente, wo ich nach Hause kam, gefragt habe, Mama, warum bin ich eigentlich schwarz? Warum sind alle anderen? weiß? Aber ich fand es nicht so schlimm, ich habe sie einfach nur gefragt. Aber trotzdem hat man das Halt unbewusst ein bisschen mitbekommen. ABER das... Glücklich ist, Ich bin in Berlin groß geworden und in Berlin hatte ich halt immer sehr viel um mich herum.
Sebastian Krumbiegel: Wollte ich gerade sagen, eben. Das ist schon eine multikulturelle, Schmerztiefe. Ja,
Barry Hammerschmidt: auch schon damals war so viel unterwegs, zwar nicht so wie jetzt, aber ich hatte schon viele Berührungen. Aber ich hatte das Glück, dass ich immer ein bisschen größer war und immer ein bisschen mehr auf den Rippen hatte. Deswegen haben die sich halt immer das zweimal bei mir überlegt. Aber es gibt viele Momente, wo du es halt schon, merkst, Aber es ist ein schwieriges Thema. Also in Berlin haben wir noch mehr Glück, muss ich ganz ehrlich sagen. Viel, viel mehr Glück als jetzt, wenn ich woanders leben würde.
Joël Kaczmarek: Also Ich glaube das auch, ich habe das gemerkt in so Freundeskreisen, Man zieht sich schon mit der Herkunft auf, Also Der Deutsche war mal die Kartoffel, Wir hatten einen, der hatte so ein bisschen helleren Ton, Den haben Sie dann mal mit Mocker geärgert, was ich schon sehr rassistisch finde, aber es hat keiner so gemeint. Und wenn irgendeiner von außen kam und hat dich, irgendwie wegen deiner Herkunft oder sowas, Dann war aber gleich geschlossene Front und irgendwie Schluss mit lustig. Also deswegen, Ich glaube auch Vielleicht ist Berlin so ein Sonderfall.
Barry Hammerschmidt: Aber Rassismus ist auch immer so eine Sache von Respekt, Weil viele immer sagen, warum darf er das zu dir sagen? Oder ein anderer, Aber wenn ich dich jetzt schon kenne, dann weiß man halt, wie einer. Das meint, Aber eine fremde Person, das ist immer was anderes. Ja, Und deswegen fängt Rassismus auch ganz woanders an, dass die Leute halt einfach den Respekt immer mehr verlieren. Und durch das ganze Internet, Instagram, YouTube und sonst. Was haben so viele Menschen eine Meinung und können einfach irgendwas sagen? Und viele nehmen sich das als Vorbild, weil die Halt denken, dass das normal ist.
Joël Kaczmarek: Ich habe die Tage in der Einsicht gehabt, da habe ich bei irgendjemandem gelesen, ich weiß gar nicht, wo, das war. Da haben die so einen richtig wuchtig aggressiven Kommentar unter irgendeine Social-Media-Geschichte geschrieben. Also wirklich beleidigend, übel, beleidigend. Und dann ist mir aufgefallen, Ich glaubte, die Person meinte sich selbst. Also manchmal habe ich den Eindruck, wenn Leute aggressiv im Internet kommentieren, dass sie mit sich selbst unglücklich sind und dann sich selber eigentlich aggressiv fühlen. Ja, klar.
Barry Hammerschmidt: Das ist ja auch mein Ding gewesen, warum ich dann halt unzufrieden war. Mit der Situation, weil immer alle anderen Schuld hatten. Ich war einfach nur sauer, dass ich das nicht habe, was der andere hat. Das ist meistens so. Also manche meinen es auch ernst, weil die einfach bösartig sind, Aber viele sind einfach unzufrieden, völlig klar.
Sebastian Krumbiegel: Es ist ja am Ende, glaube ich, auch scheißegal. Ich meine, Wenn jemand so einen Wahnsinn, erzählt, dann gehört der Gefälligste irgendwie zurechtgewiesen. Weißt du, Ich mache immer einen großen Unterschied zwischen etwas erklären, heißt nicht gleich etwas entschuldigen. Du kannst natürlich erklären, wenn du selbst irgendwelchen Wahnsinn erlebt, hast in deiner Kindheit und so, warum du so und so tickst, warum du so und so drauf bist, Aber du kannst es damit nicht entschuldigen. Ja. Weißt du, wie ich meine? So sieht es aus.
Joël Kaczmarek: Ich weiß absolut, ich habe für mich auch die Tage überlegt. Wir haben so über Politik geredet und je mehr ich mich mit Politik auseinandersetze, desto mehr merke ich, dass viele Politiker ziemlich Hohlböden sind. Also wirklich dumm, so fachlich dumm. Und dann meinte ich so, ja, eigentlich müsste man in die Politik gehen, Dann habe ich das für mich mal geistig durchgespielt. Also vielleicht bin ich bei vielen Themen auch dumm, Keine Frage. Aber dann habe ich so gedacht, was du für einen Gegenwind kriegst. Dann habe ich mir so überlegt, wie würde ich mich jetzt Social Media mäßig als Politiker aufstellen. Mit diesen ganzen Beleidigungen und dieses, als Politiker hast du ja sowieso die Arschkarte, Du kannst ja nur verlieren. Weil wenn du es so richtig machst, wird es erwartet, Wenn du es falsch machst, kriegst du dann eine drauf. Und ich habe auch so darüber nachgedacht, ob ich so ein Social Media Team beschäftigen würde. Ich habe mal von einer Comedian gelesen, eine Kanadische, glaube ich, Die wurde auch ganz übel angegangen bei Social Media, und dann hat die dem Typen auch total nett geschrieben, hey, ich habe mir dein Profil angeguckt, ich glaube, dir geht es nicht so gut, Du siehst krank aus und hat irgendwie ihre Follower aufgerufen, für den, was Gutes zu tun. Der hat dann irgendwie, USA ist ja im Einzelnen ganz verrückt, 50.000 Dollar oder Sowas gespendet bekommen, und das hast du wirklich gemerkt, der war krank, unglücklich und hat die danach abgefeiert, so, Oh, mein Gott, du bist so eine tolle Person und so. Und da habe ich so gedacht, also, ich gebe dir total recht, ich weiß, was Du meinst, Wenn man sich daneben benimmt, gehört das auch, adressiert. Aber wenn man manchmal merkt, dass die Leute das gar nicht inhaltlich meinen, sondern dass bei denen, was los ist und du sozusagen, mit denen in so einen Dialog kommst, kann sich so ein Gespräch auf einmal ganz anders verändern.
Sebastian Krumbiegel: Es ist vielleicht, wenn du selbst betroffen bist, noch was anderes. Also wenn du selbst Opfer von rassistischem Scheiß bist, dann... Also, ich weiß nicht, wie ich da reagieren würde, und das ist ja immer die alte Diskussion, ja. Wie wollen wir jetzt als Weißbrote darüber reden, wie sich irgendjemand fühlt? Und das ist wirklich so, und das können wir nicht, und wir können uns nicht da reinversetzen, wie es ist. Weil das, was du eben gesagt hast, das ist als Kind, dass du es zwar nicht merkst, Aber ich glaube, du hast schon durchaus antennen für irgendwelche Vibes, die um dich herum abgehen. Und was weiß ich, wenn du in die S-Bahn einsteigst oder in die Straßenbahn und du siehst? Die Blicke von den Leuten. Und ich lese das ja immer von Leuten, die betroffen sind. Deswegen ist immer das Ding, über Rassismus zu diskutieren.
Joël Kaczmarek: Meinst du jetzt eher Cybermobbing? Du hast recht, Wir kamen gerade von einem anderen Thema. Ich meine es jetzt in Bezug auf Cybermobbing.
Barry Hammerschmidt: Ja, aber das ist halt so, wie du auch schon gesagt. hast. Das ist halt sehr, sehr schwer nachzuvollziehen, weil ich bin ein sehr, sehr golddüdiger Mensch. Du musst dir halt vorstellen, du wirst in die Ecke gedrängt und zehnmal geschubst. Und dann sagst du, hör, bitte auf. Und dann passiert es nochmal. Und dann wehrt man sich irgendwann mal. Und irgendwann wirst du halt so abgestumpft, dass du halt dann immer wieder aufs Gleiche hinaus beleidigt wirst. Und dann irgendwann mal hast du keine Lust mehr, halt zu diskutieren. Und dann gibt es halt einfach Menschen, die Halt dann sagen, weißt du, was, Scheiß drauf. Und dann gibt es halt Menschen, die dann halt sauer werden, weil die einfach sagen, ich hab das jahrelang durchgemacht, und das kann sich keiner halt vorstellen. Das hat jetzt auch nichts mit einem Schwarzen zu tun, sondern es kann auch einen Asiaten treffen, Es kann auch einen Mexikaner treffen, Es kann auch ein... Deutschen treffen, Es kann jeden treffen. Es sind halt einfach Vorurteile und die müssen halt alle mehr aufgeklärt werden, Aber es ist halt sehr schwer, weil das fängt schon, glaube ich, ein Schulsystem an, muss ich ganz ehrlich sagen.
Joël Kaczmarek: Ich wollte gerade sagen, in Berlin ist ja fast eher so, Da war man als Deutscher ja fast in meinen Schulen immer so in der Minderheit. Da war da so, du deutsche Kartoffel, was willst denn du? Natürlich, wenn man keinen Stress kriegt, so.
Barry Hammerschmidt: Deswegen meine ich, und das ist halt, so, Das darf man auch nicht unterschätzen, dass es auch eine andere Seite gibt, wo ich dann halt sehe, da muss man ein bisschen aufpassen.
Joël Kaczmarek: Wie war denn eigentlich die Arbeit mit Capital Bra?
Barry Hammerschmidt: Wie die Arbeit war mit ihm. Ich kenne ihn ja schon ein bisschen länger, weil ich mit seinem damaligen Manager, Den kenne ich schon über 10, 11 Jahre, Seinen damaligen Manager, mit dem er nicht mehr arbeitet. Dadurch kannte ich dann auch Kapi und dadurch haben wir es auch öfter mal gesehen. Und dann kam das dann halt zu dem Zeitpunkt, wo ich gesagt habe, ey, Lass mal ein Video drehen. Dann habe ich halt seinen Manager gefragt, dann hat Kapi gesagt, ja, lass uns treffen und dann haben wir was gemacht. Und dann fing es an, immer größer zu werden, Weil. Dadurch kam dann die ganze Musik auf meinen Kanal. Also von Kapi kam dann Xatar, dann kam Kontra K, dann kam Mero, dann kamen die ganzen anderen Rapper. Kollegah. Kollegah kam auch noch. Boah, ich weiß jetzt gar nicht mehr, wer alles nur da war. Da waren ein Paar auf jeden Fall.
Joël Kaczmarek: Bist du, bei denen jetzt Accepted hast, Streetcrat sozusagen?
Barry Hammerschmidt: Ja, jetzt bin ich auch hart.
Joël Kaczmarek: Ist das so ein bisschen, dass das humoristische Dich aus diesen, Wie soll man sagen, diesen Hahnkämpfen in diesem Business rauszieht? Weil normalerweise ist es ja so, da muss ja einer Härter wirken als der andere.
Barry Hammerschmidt: Ja, aber dann nehmen wir mal jetzt mal so einen Kollegah und, naja, okay. Schlechtes Beispiel, wen kann man dann nehmen? Ein Kontra K. Ein Kontra K. zum Beispiel, Der ist ja auch jetzt ein Typ, Der Fitness macht, Der ist ja ein Kampfsportler, und er macht komplett Sport, aber hat mit keinem Stress. War einfach cool, ist zu denen. Das hast du auch bei Sido und Sido, hält sich auch von einem Raus. Und Sido ist auch Mainstream geworden und ist ein Rapper, der auch mit keinem Stress hat. Das ist, glaube ich, immer so eine Ansichtssache. Wenn du Bock hast und wenn du auch in den Videos dann halt Leute, hast, die Halt Böse sind oder böse gucken? Und dann sagt der eine was, Meistens sind es immer die Freunde, die die Probleme bringen. Und wenn deine Freunde halt mehr Superstar sind als du selbst, dann hast du halt ein Problem meistens. Weil meistens hat der Rapper nie Bock auf Stress. Also, es hat keiner. Der will nur Musik machen. Der will einfach nur glücklich sein und das war's. Aber dann sind da halt böse Leute im Hintergrund oder nicht. Böse Leute oder Leute, Die denken, dass Sie böse, sind. Und dann führt das eine zum anderen.
Joël Kaczmarek: Also die sind gar nicht so, wenn du dich, mit denen triffst, dass Du aufpassen musst, was Du sagst, kriegst du eins auf die Schnauze. Sondern es ist eigentlich eher kreativ Schaffende und da ist sozusagen... Ja,
Barry Hammerschmidt: ja, 100 Prozent. 100 Prozent. Also, es war bis jetzt nie der Fall. Dass ich jetzt irgendwie ein Problem mit jemandem haben sollte, weil ich immer auch weiß, mit wem ich ein Problem haben könnte. Da muss ich mit denen nichts machen, weil ich weiß, Dann könnte dann ein Gefallen irgendwie anders aufgenommen werden. Dann gehst du einfach einen Bogen drum, dann ist cool. Aber bis jetzt kam es noch nichts dazu. Also, es gab schon mal Diskussionen miteinander, aber...
Joël Kaczmarek: Ich meine ansonsten mal, was mich mal interessieren würde, im Zuge von dem Podcast, den ich auch mit Sebastian mache. Und wie ich dann angefangen habe, mich mit Hip-Hop und Rap mal zu beschäftigen, habe ich für mich den Eindruck gewonnen, dass man im Hip-Hop eher Menschen trifft, die aus irgendeinem Grunde, Also. Ich versuche jetzt so zu sagen, dass ich nicht hinterher von irgendwann auf die Schnauze kriege. Auf der Straße, Die wirken manchmal unselbst. Wir sind Freunde,
Barry Hammerschmidt: jetzt passiert ja nichts mehr.
Joël Kaczmarek: Also, ich habe manchmal den Eindruck, Ob die in sich unsicher sind, OB Hip-Hopper sozusagen, Ob es da ein Verhältnis gibt, eine Korrelation, Dass die Sozusagen nicht so in sich selbst ruhen, nicht so selbstbewusst sind. Und dann so Diese Aggressivität, Diese Front nach vorne machen.
Barry Hammerschmidt: Das kommt immer ein so vor, aber das ist halt, so, Es kommt oft den Künstler auch drauf an, weil es gibt viele, Viele Rapper, die machen Hip-Hop, weil die Halt Hip-Hop als Sprachrohr nutzen, Genauso, wie ich halt Comedy, auch als mein Sprachrohr nutze.
Sebastian Krumbiegel: Auch als Sport, auch als Akrobatik, als Wortspielerei. So sieht's aus.
Barry Hammerschmidt: Und dann ist halt das, was sie halt sagen, nur das, was Sie halt erlebt haben. Oder das, was Sie gerade fühlen, oder das, was Sie nicht sein wollen. Und meistens ist es halt auch eine Kunstfigur. Und es gibt aber auch viele Leute, die Halt aber Hip-Hop dann halt sehr, sehr ernst nehmen, was aber auch immer noch Hip-Hop ist, Weil wenn man jetzt die ganze Bewegung in Amerika, wie es halt damals anfing, da ist es halt einfach so gewesen. Aber dann gibt es halt den Kontrast, dass es halt immer noch Amerika ist und hier immer noch. Deutschland ist. Deswegen muss man da halt da mal die Verhältnisse irgendwie noch ein bisschen ziehen. Aber es ist halt schwierig. Ich kenne so viele Rapper, die halt wirklich Musik machen, weil die Halt wirklich Musik wirklich fühlen und das einfach nur machen, weil die es lieben. Da gibt es auch viele, die machen es halt einfach nur wegen Geld. Oder weil die Halt einfach cool sein wollen. Und das sind dann wahrscheinlich. Dann die Einzelfälle, die man dann halt sieht. Weil man redet immer sehr selten über die positiven Aspekte da. Das ist halt schwierig.
Joël Kaczmarek: Ich erlebe immer, die haben ja so mit Hiphop.de, so ein Magazin gehabt, was die über Jahre begleitet hat. Und jetzt ist ja so Hiphop das neue Rock, also, was früher Mainstream war, ist jetzt Hiphop, und du hast so den Eindruck, dass die auch gar nicht so kritikfähig sind, weil solche Medien, mit denen ja immer extrem positiv umgegangen sind, und das andere Element, Was ich halt immer sehe, sind diese Statussymbole. Also ich meine, bei dir überwacht dich das manchmal auch so ein bisschen, oder? Du bist auch so ein kleiner Typ mit irgendwie Mal. Louis Vuitton Tasche oder Mercedes.
Barry Hammerschmidt: Ja, das war aber, wo ich das erste Mal Geld gesehen habe. Ich habe halt nie richtig Geld verdient, und dann hat man ein bisschen Quatsch gemacht. Und es sind immer noch die ganzen Sachen, die von damals, Aber jetzt bin ich schon lange raus.
Joël Kaczmarek: Ah, echt? Ja,
Barry Hammerschmidt: ja, ja, nee, das kann ich nicht mehr machen, außer das Auto.
Joël Kaczmarek: Aber da hat man schon so den Eindruck, oder? Dass die so ein bisschen Statussymbol, ist schon wichtig.
Barry Hammerschmidt: Ganz klar, ganz klar. Aber ich muss es wirklich bei mir sagen, Bei mir ist das Statussymbol, Auto oder Uhr beispielsweise nur so, Weil ich halt immer Uhren damals bei 50 Cent gesehen habe. Und 50 war auch ein Grund, warum ich mit Sport angefangen habe. Oder ein Auto, wegen dem ganzen Autokarten, den ich gesammelt habe. Deswegen mag ich halt Autos, das ist halt wirklich so ein Ding. Aber die ganzen Klamotten, ja, das macht man auch durch Langeweile. Und auch der Umkreis. Muss ich ganz ehrlich sagen, weil du siehst es bei den anderen, Dann hängst Du mit denen rum? Und dann willst du dir auch sowas holen. Aber dann habe ich aber schnell gemerkt, dass es halt ein bisschen Quatsch ist, Weil man sollte es dann wirklich erst machen, wenn man dann, glaube ich, wirklich gut. Geld verdient. Und die meisten machen es nicht.
Sebastian Krumbiegel: Mir war das immer völlig egal. Also, ich habe vorhin schon gedacht, weil du sagst irgendwie mangelndes Selbstbewusstsein oder Minderwertigkeitsgefühl von Hip-Hoppern und so. Ich glaube sowieso, dass jeder, der auf eine Bühne geht, hat sowieso, um es mal ein bisschen halbscherzhaft zu sagen, leicht einen an der Klatsche und hat irgendwie schon ein Geltungsbewusstsein und irgendwie, Was weiß ich, was. Und das ist normal, sonst könnten wir das, glaube ich auch gar nicht machen. Also, wenn ich auf eine Bühne gehe, muss ich erstmal das schon geil finden, was ich mache und mich auch irgendwie ganz geil finden. Also, das geht gar nicht anders.
Barry Hammerschmidt: 100 Prozent. Und bei Hip-Hop ist es halt so, wenn man jetzt Amerika anguckt, Das ist auch ein Teil dazu, dass man halt immer der Coolste sein will. Das ist ja sozusagen auch Hip-Hop, wenn es sich jetzt auch ein bisschen komisch anhört. Und cool sein heißt Halt auch immer, die tollsten Sachen zu haben. Oder dann... Tolle Frauenmusik, Wie wir es so haben. Das ist halt, so das Hip-Hop-Ding Und das versuchen, die halt nachzumachen. Und es ist halt schwierig, und Amerika ist halt noch ein bisschen anders, Was Props angeht. Weil wenn man dort halt extrem auffällig aussieht, dann siehst du aber noch einen anderen, der noch auffälliger aussieht. Und die finden sich halt gegenseitig. cool, weil es da völlig normal ist. Auch hier in Berlin. Also wenn wir jetzt an der Warschauer Straße rumlaufen oder irgendwo anders hier, dann siehst du halt auch Menschen, die anders aussehen.
Sebastian Krumbiegel: Aber es interessiert keinen sozusagen, eigentlich.
Barry Hammerschmidt: Da eine barfuß, da eine glatze, da eine rote Haare, da eine so. Das ist halt auch ein Style. Auch die ganzen Tattoos, die kosten auch sehr viel Geld.
Sebastian Krumbiegel: Das ist ein Greifswald anders, Joel. Das ist ein Greifswald. anders, ja.
Joël Kaczmarek: Ich bin ja sogar hier geboren von daher, aber ja, war wirklich so. Ich meine, Der Peergroup ist ein ganz interessanter Faktor, weil ich habe einen Freund, der jetzt gerade seine Firma verkauft. Und der hat jetzt halt mal so nördlich von 100 Millionen Euro auf dem Konto. Und dann habe ich mich mit dem Unterhalten, und dann merkst du so, Naja Joel, guck mal, Du musst mal so sehen, mit 100 Millionen, wenn du die in ETF-Fonds anlegst, also pro Monat, Das geht ungefähr so ein halbes Prozent hoch oder runter. Das heißt also, Ich habe pro Monat ein halbes Prozent von 100 Millionen, Kannst du ja ausrechnen, 500.000 Euro, hat der Cash. Und dann sitzt er da und denkt so, Jesus Christ. Wir haben auch Bekannte, die haben dann 700 Millionen, und nach oben gibt es ja keine Grenzen. Und irgendwann habe ich dann gemerkt, du fängst ja dann irgendwann an, unter Druck zu kommen, auch unternehmerisch, dass du sagst, fuck, Alter, Was ist denn das? Die sind alle so erfolgreich, die überholen dich links und rechts, unfassbar. Und dann musst du es merken, nee, Das ist eine wirklich völlig GAGA Vergleichsgruppe, die so völlig entrückt ist. Und das ist bei Hip-Hop wahrscheinlich auf einer ganz anderen Ebene. Jetzt ähnlich, dass du sagst, okay, Bloß, weil der jetzt Louis Vuitton-Mütze hat. Oder Gucci oder Prada, muss ich das nicht auch haben. Wenn, aber du bist natürlich, wenn du immer das siehst, irgendwie so gepolt. Ja,
Barry Hammerschmidt: das ist halt einfach so. Ja, das ist zuzwang. Und leider, Leider ist es auch bei Hip-Hop so, nicht bei Hip-Hop, also allgemein in der Kunst. so, dass die Kids auch sowas Cool finden. So, was ich halt auch nicht so cool, finde, dass man halt unbedingt Coole Sachen tragen muss, dass die Leute dich annehmen, weil Das fängt jetzt schon auf den Schulhöfen an. Wenn du eine kaputte Hose trägst, dass du nicht cool bist. Und das finde ich ein bisschen schade. Deswegen muss man da ein bisschen mehr Vorbild sein. Deswegen versuche ich da, auch ein bisschen anders mal zu sein.
Joël Kaczmarek: Was machst du denn eigentlich? Weil es ist lustig, das muss man sich gar nicht glauben, bei uns ist ja wirklich so, Vor der Tür standen Kids, die dann bei dir immer fleißig klingeln und irgendwie den Kontakt zu dir suchen. Und du musst dann immer schon durch den Hinterausgang raus. Jaja,
Barry Hammerschmidt: Ich gehe immer einen anderen Eingang, Kids.
Joël Kaczmarek: Also du hast auf jeden Fall wirklich Leute, die du quasi beeinflusst, junge Menschen. Und was machst du damit? Also gibt es da irgendwie Elemente, wo du sagst... Ich versuche, da ein bisschen Haltung reinzubringen oder denen auch was beizubringen.
Barry Hammerschmidt: Meinst du, wenn ich die vor Ort treffe oder allgemein im Internet?
Joël Kaczmarek: Vielleicht sogar beides. Machst du im Netz was, Was denen ein Vorbild sein kann?
Sebastian Krumbiegel: Fragst du jetzt nach Vorbildfunktionen sozusagen oder so? Ja,
Joël Kaczmarek: das ist eigentlich dein Ding, wa? Eigentlich schon, du bist ja das Antivorbild, sagst du immer.
Sebastian Krumbiegel: Naja, nee, Aber ich fand das jetzt total witzig. Die Ärzte haben in einem ihrer letzten Lieder gesungen, irgendwie, bitte gib mir keine Vorbildfunktion. Und das verstehe ich total gut. Aber ich will dir gar nicht die Antwort vorwegnehmen. Nein, nein, erzähl, Ich bin damit. Ich denke, solange du in der Öffentlichkeit stehst und solange Leute dir zuhören, ob du es willst oder nicht, Du hast eine Vorbildfunktion. Und du hast mit einem S. Und ich hasse mit Doppel-S, es eine Vorbildfunktion haben zu müssen. Weil Ich will nicht irgendwie ein Vorbild sein für irgendjemanden, oder ich werde dem gar nicht gerecht. Ich versuche, mein Ding zu machen, versuche, mein Umfeld gut zu behandeln und versuche irgendwie ein fairer, Ein respektabler und ein anderen Menschen respektierender Mensch zu sein. Aber Vorbildfunktionen, Die habe ich, ob ich will oder nicht. So, Punkt aus. schwierig.
Joël Kaczmarek: Ich muss bei dir daran denken, dass du mich so ein bisschen an. Lewis Hamilton erinnert. Also, ich bin ja Formel 1 Fan, fairerweise nicht Hamilton-Lager, Aber der hatte irgendwie, Habe ich die Tage in Interview gesehen, da meinte er so, ja, wisst ihr, Diese ganze Scheiße hier mit dem, wie hieß er, der erstickt ist, hilft mir, Floyd,
Barry Hammerschmidt: George Floyd, mit dem George Floyd,
Joël Kaczmarek: hat bei mir so, hat irgendwie bubbelt, bubbelt abgesagt, so seine Kindheitserinnerung, dass er immer als Kind halt rassistisch auch, ich meine, England als Schwarzer Formel 1-Fahrer, Er ist bis heute der einzige Schwarze in der Formel 1, Dass ich mir gesagt habe, ich will verdammt sein, wenn ich meinen Erfolg nicht nutze, um auch irgendwie ein Zeichen zu setzen. Und das macht er ja auch echt eindrucksvoll mit Endracism und so. Da muss ich bei dir dran denken, weil ich glaube, du bist auch so ein Typ, dass Du Verantwortung spürst und dass Du auch Messages hast, die Du in die Welt trinkst.
Barry Hammerschmidt: Also, wie ich es mache, ist es halt, Wie du schon gesagt, hast, sehr schwer, ein Vorbild zu sein. Deswegen, ich weiß halt, was ich sagen kann und was ich nicht sagen kann, weil ich will am Ende nicht irgendwie, schwierig, also, man kann, man kann halt kein Vorbild sein, Man ist ein Vorbild auf der Straße eher. Weil wenn wir jetzt auch mal die Rapper nehmen, Die rappen zwar jetzt Texte, die nicht cool sind, aber dann kann ich halt eine Handvoll von Musikern aufzählen, die aber auf der Straße zu den Kids, so cool, sind. Und es bringt denen sehr, sehr viel. Dass die einfach merken, ey, Das ist ein ganz normaler Typ, und der ist nicht so, wie er ist. Und deswegen sind die Halt ganz schnell in der Realität, und das ist bei mir auch so. Ich versuche mir halt einfach Zeit zu nehmen, mit denen ein Foto zu machen, zu quatschen oder wenn die Spaß haben wollen, mache ich mit denen eine Story. Das reicht völlig aus, weil du kannst mit so einem Foto so viel bezwecken. Es ist unglaublich. Also da fängst du, finde ich, erst an.
Sebastian Krumbiegel: Naja, Die Reichweite ist schon irgendwie auch ein Ding. Wenn du 1,3 Millionen Follower, die deinen Kanal abonniert haben, dann weißt du, die hören Dir zu. Und die finden das, was du sagst, cool. Oder ich will jetzt gar nicht sagen heilig, aber auf jeden Fall hören die dir zu.
Joël Kaczmarek: Bist du ja schon raus? Ich habe ja von Kim Gloss gelernt, Auf YouTube ist man nur noch bis bei 14-Jährigen das Durchschnittspublikum. Ist das so? Also haltet man da raus?
Barry Hammerschmidt: Nee, aber da gibt es ja auch viele andere. Die immer noch da sind und immer noch funktionieren. Das liegt, glaube ich, immer an einem selbst und wie kreativ du bist. 100%. Aber bei mir war es halt immer sowieso nur so eine kurze Zeit. YouTube, die ich halt machen wollte, bis ich den nächsten Step habe. Weil ich auch realistisch bin und weiß, wie lange ich was machen kann, wo ich auch denke, dass ich dann wirklich sehr gut sein kann. Und was der nächste Step sein könnte, wo ich denke, dass ich da sehr viel bringen könnte für die Welt.
Joël Kaczmarek: Das wäre so die letzte Frage, die mich bei dir noch beschäftigt. Es gab ja mal diesen 80er-Jahressong, glaube ich, Video Killed the Radio Star.
Sebastian Krumbiegel: Video killed the Radio Star.
Joël Kaczmarek: Und ich habe eigentlich immer so gedacht, dass YouTube sozusagen. Killed the TV Star. Und dann war ich ganz erstaunt, von dir zu hören, dass du sagst, ja, ich gucke mir jetzt TV-Engagements an, weil ich so dachte, ja, warte mal, du hast doch schon die Macht in deiner Hand mit deinen Followern. Warum geht man jetzt zu so einem Gatekeeper hin und guckt sich TV an? Also wie kommt es, dass du sagst, Für mich ist der nächste logische Schritt eigentlich eher wieder auf dem Bildschirm, Also auf den TV-Bildschirmen und nicht mehr auf dem Computerbildschirm zu sein.
Barry Hammerschmidt: Es ist schwierig zu sagen, weil man kann ja die beiden Welten fusionieren. Das heißt Ja, nicht, dass ich jetzt nur TV machen will oder Film machen will und dann nächstes Mal mit YouTube machen will. Man kann es verschmelzen, dass halt meine Zuschauer auch andere Sachen von mir sehen. Und dann können beide Welten voneinander profitieren. Außerdem hat ja,
Sebastian Krumbiegel: wie wir wissen, Video Nicht den Radio-Star gekillt. Also Radio ist ja immer noch irgendwie ein Medium, das sehr wichtig ist.
Joël Kaczmarek: Sag das Mal den Radio-Vermarktern, die Heulen immer.
Barry Hammerschmidt: Aber es ist immer noch präsent. Ich bin immer noch präsent. Film und TV darf man auch nicht unterschätzen. Viele sagen, dass es ausstirbt, aber ich finde, es hat immer noch ein bisschen mehr Charme, wenn Du halt so einen TV-Sender auch hinter dir hast. Und dadurch nochmal so ein neues Level erreichst als Schauspieler, weil das nochmal so ein anderer Ritterschlag ist. Ich wollte gerade sagen,
Sebastian Krumbiegel: es ist eine Wertigkeit. Es ist irgendwie, wenn du jetzt bei, Was weiß ich, Bei irgendeinem großen Sender bist, Ja, klar, glaube ich auch.
Barry Hammerschmidt: Ganz klar. Und wenn du auch dann einen Film machst oder einen Kinofilm oder irgendwas anderes, und du dann ein Poster von Dir siehst, heißt nicht, dass du mehr Geld Verdienst damit, Aber es ist ein ganz anderes Feeling. Wenn du dann im Kino sitzt und dann Popcorn isst und dann läuft da dein Film.
Sebastian Krumbiegel: Ja. Mit einer Nahaufnahme, Wo du deine Augen, wenn du deine Augen einen Durchmesser von einem halben Meter haben. So die Clint Eastwood-Einstellung, weißt du, nur die Augen. Genau, genau, genau.
Joël Kaczmarek: Ist es bei Dir greifbar?
Barry Hammerschmidt: Es ist bei mir greifbar, auf jeden Fall. Ich bin auf einem guten Weg. Ich kann leider noch nicht über sehr viele Sachen reden, was passieren wird. Aber ich hoffe, dass es bald der Fall sein wird, dass ich irgendwas mit TV machen kann. Ich habe ja schon eine Sache, das ist jetzt zwar nicht. TV, das ist jetzt online, Das ist auf Joyn, Angstphase, heißt es. Das habe ich auch mit Studio71 zusammen gemacht, mit denen ich auch in Ukraine war, wo ich fast für Xbox gemacht habe. Ja, da waren so meine ersten TV-Erfahrungen, weil da war ein Riesenteam hinter mir. Ich musste halt meine Ängste bekämpfen, weil ich vor allem Angst habe. Ich hasse Spinnen, ich Hasse Fliegen, Platzangst. Alles, was kontrollverlust ist, da bin ich raus. Alles, was auf dem Boden ist, bin ich super. Also, da kannst du mich anrufen, aber bei den anderen Sachen kannst du mich gar nicht gebrauchen. Ja, und da haben wir halt eine kleine Show gemacht, und vielleicht gibt es irgendwann mal eine zweite Staffel, das weiß ich nicht, das muss Joyn entscheiden, Aber das war so eine kleine Sache, die ich da gemacht habe.
Joël Kaczmarek: Was war das für ein Impact? Also hast du gemerkt, dass was anders war als bei YouTube? Haben dich mehr Leute angesprochen? Hast du auf einmal auf YouTube Peaks gesehen oder gab es was in der Veränderung?
Barry Hammerschmidt: Ne, da gab es keine große Veränderung, Weil das zwei verschiedene Welten sind, muss ich ganz ehrlich sagen, weil die Leute, die ProSieben jetzt beispielsweise gucken, Die gucken auch Joyn. Die Leute, die jetzt zum Beispiel ZDF gucken, Die sind auf der ZDF-Mediathek unterwegs, um da halt verpasste, Folgen zu gucken. SAT.1, Ich weiß nicht, OB SAT.1 jetzt eine Streaming-Plattform hat, Ich glaube, die gehören auch zu ProSieben, weiß ich jetzt nicht. Ich glaube, ja. Also auf jeden Fall, Die haben ja alle ihre eigene Plattform. TVNOW, RTL. Und ja, ist nicht, ist es nicht so groß. Also, man kann aber natürlich die von YouTube rüberziehen zu einer anderen Mediathek, Das geht auf jeden Fall.
Sebastian Krumbiegel: Ich glaube, dass es dann jede Menge Schnittmengen gibt, auch, oder? Ist es nicht so? Ist doch nicht jeder auf seinen Sender gepolt oder nur auf ein Medium.
Joël Kaczmarek: Müsstest du nicht eigentlich so merch machen? Müsstest du nicht sagen, du machst so eine Fashion mit Nike? Machst du irgendwie, weiß ich nicht, Nike X Hammer oder X Berry? Ja,
Barry Hammerschmidt: schon, Ich habe eine eigene Marke, Die ist auch schon in den Startlöchern. Aber ich muss ehrlich sagen, ich bin sehr, sehr gut. Manchmal ist es auch ein Fehler. Von mir, aber ich denke, ich muss noch den richtigen Zeitpunkt abwarten, bis es dann wirklich cool ist und dann auch das richtige Produkt, weil ich weiß nicht, da soll ich jetzt auch irgendwie ein Produkt rausbringen und eine Pizza. Es ist cool, so irgendwann mal, also, wenn jetzt wirklich Dr. Oetker Auf mich zukommen würde oder irgendjemand anders, dann wäre es wahrscheinlich geil, wenn es auch ein geiles Produkt ist, Aber jetzt so auf Teufel komm raus, weiß ich nicht, weil ich muss, meinen Fokus werde. Ich verlieren, weil ich bin ein ganz kleiner Mensch, kann ich viele Sachen auf einmal machen. Ich will mich komplett auf die Sache konzentrieren, die ich am besten kann. Und das mache ich. Und dann, wenn ich da drinne bin und dann auch Fuß gefasst habe, kann ich immer noch alles andere machen, weil ich lebe, glaube ich, noch ein paar Tage.
Joël Kaczmarek: Ich überlege dir jetzt, The Rock hat, glaube ich, so eine Fashion-Marke mit so einem Bullen.
Barry Hammerschmidt: Under Armour. Mit Under Armour zusammen. Ja, das ist seine Kollabo-Marke. Da hat er seinen Bullen drauf, den er auf seinen Armen übertätowieren lassen hat. Was ich traurig? finde.
Joël Kaczmarek: Aber gut, machen wir uns nichts vor. Der hat auch, Ich glaube, 146 Millionen Abonnenten. Da ist so eine eigene Marke. Ja,
Barry Hammerschmidt: dem geht es nicht so schlecht, muss ich sagen.
Joël Kaczmarek: Gut, Barry, Es war ein Fest. Oder haben wir noch was vergessen, Sebastian?
Barry Hammerschmidt: Gibt es noch eine Abschlussfrage?
Sebastian Krumbiegel: Willst Du noch Fitnesstipps oder so? Ich wollte ganz am Anfang eigentlich wissen, aber das hat sich eigentlich schon, weil du eben sagtest, fokussieren auf eine Sache. Weil als ich gelesen hatte, Fußball, Comedy, OB für Dich ein Weg Feststand von Anfang an. Ob du einen Plan hattest, sozusagen. Aber wenn du sagst, du fokussierst dich auf eine Sache und du fokussierst dich jetzt darauf. Also Du wolltest nie wirklich Fußballprofi werden, um mal so zu fragen.
Barry Hammerschmidt: Ich wollte schon. Man Trauer hat Sachen hinterher, aber es gibt immer Träume. Aber es war mir schon klar, dass ich niemals ein Fußballprofi geworden wäre. Ganz klar. Also, Traum war es jetzt auch nicht. Also, ich gehe auch immer davon aus, wenn du wirklich einen Traum hast, also in den Ernst, meinst den Traum, ja und aufrichtig. Bist du dir ehrlich, dann machst du auch viel mehr dafür. Und das habe ich nicht getan. Es gibt viele Menschen, die sagen, ja, das ist mein Traum, Ich will unbedingt auch Rapper werden, sagen viele Kids. Da frage ich mich, okay, wie oft schreibst du Texte? Wie oft Podcast Du deine Performance oder irgendwas anderes? Was machst du alles dafür, jeden Tag? Und da muss man sich die Frage stellen. Und wenn du es nicht tust, dann ist es nicht dein Traum.
Joël Kaczmarek: Barry, Es war wirklich ein großes Vergnügen. Ich mag dich irgendwie. Ich habe dich irgendwie ins Herz geschlossen. Ehrlich gesagt? Ja, ich sage das nicht nur so. Dankeschön. Ich mag dich jetzt.
Barry Hammerschmidt: Ich mag dich auch. Jetzt magst du mich auch. Jetzt mag ich euch auch.
Joël Kaczmarek: Jetzt packst du dein Papier nicht mehr in unsere Tonne.
Barry Hammerschmidt: Das ist das, was du mir gesagt hast. Die Podcast. Ich werde mich bessern, Leute.
Joël Kaczmarek: Danke, dass Du da warst. Danke, Barry.
Barry Hammerschmidt: Ich habe mich auch gefreut. Cool, Mann. Dankeschön.
Intro & Outro Speaker: Danke fürs Zuhören beim digital kompakt Podcast. Du merkst, hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus. Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast. Und hey, je größer. Wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen. Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns. Bis zum nächsten Mal.
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