Cover der Folge „Kinder & KI: 5 Risiken, die Eltern kennen sollten“

Kinder & KI: 5 Risiken, die Eltern kennen sollten

23. Oktober 2026, mit Joël Kaczmarek und Daniel Wolff

Joëls Learnings

  1. Die meistgenutzte Kinder-KI steckt in WhatsAppNicht ChatGPT, sondern Meta AI. Seit dem Modellwechsel in den Osterferien erledigt sie per Foto praktisch jede Hausaufgabe – und zwei Drittel bis drei Viertel der Eltern auf Daniels Elternabenden haben sie noch nie geöffnet.
  2. Immer nett ist nicht harmlosErkennt die KI ein Kind, bleibt sie freundlich, egal was man ihr an den Kopf wirft, und schlägt von sich aus den nächsten gemeinsamen Schritt vor. Optimiert wird auf Verweildauer. Kinder trainieren so ein Kommunikationsverhalten, das es in der realen Welt nicht gibt.
  3. Companion-Apps sind ein eigenes App-GenreCharacter AI, PolyBuzz, Chai – Apps, die zurückschreiben, auch nachts. In China wurden sie im vergangenen Monat verboten, hierzulande kennen die meisten Eltern nicht einmal die Namen. Wer wissen will, was Kinder dort finden, gibt im App Store „AI Friend“ ein.
  4. Skipping statt De-SkillingErwachsene verlernen Fähigkeiten, die sie einmal hatten. Kindern droht etwas anderes – sie bauen bestimmte Fähigkeiten in ihrer Entwicklungsphase gar nicht erst auf und holen das später kaum nach. Erforscht ist das nicht, und auf die Forschung werden wir nicht warten können.
  5. Der PC im WohnzimmerDaniel ist ausdrücklich dafür, dass Kinder Erfahrungen mit KI machen – aber begleitet. Ein fester Rechner im gemeinsamen Raum, ohne Kopfhörer, eignet sich dafür besser als das Smartphone unter der Bettdecke.

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