Second Hand First – Zieht es die Fashion-Branche zu mehr Nachhaltigkeit?

Als Zweitmarkt bezeichnet man den Handel mit bereits einmal verkauften Gütern oder Rechten, also den Weiterverkauf nach dem Ersterwerb. Im Konsumbereich umfasst das gebrauchte Kleidung, Möbel, Autos oder Elektronik, im Finanzbereich den Handel mit bereits ausgegebenen Wertpapieren und Beteiligungen. Der Begriff ist relevant, weil ein funktionierender Zweitmarkt den Wert eines Produkts über seinen Erstverkauf hinaus sichert und damit sowohl Kaufentscheidungen als auch Nachhaltigkeitsstrategien beeinflusst.
BeispielWer eine hochwertige Winterjacke kauft, kann sie nach zwei Jahren für einen erheblichen Teil des Neupreises weiterverkaufen, während ein billig produziertes Modell keine Abnehmer:innen findet. Der erzielbare Wiederverkaufspreis senkt damit die tatsächlichen Kosten des Erstkaufs.