Sozialkapital

Sozialkapital bezeichnet den Wert, der in den Beziehungen einer Person oder einer Organisation steckt: Kontakte, Vertrauen und gegenseitige Hilfsbereitschaft. Anders als Geld oder Maschinen liegt dieses Kapital nicht auf einem Konto, sondern in einem Netzwerk aus Menschen, auf die man zurückgreifen kann. Wer über viel Sozialkapital verfügt, kommt schneller an Informationen, Empfehlungen und Unterstützung. Entscheidend ist dabei nicht nur die Größe des Netzwerks, sondern auch seine Vielfalt: Ein Netzwerk aus lauter ähnlichen Personen liefert immer wieder dieselben Perspektiven, während ein gemischtes Netzwerk neue Zugänge eröffnet. Sozialkapital entsteht über Zeit und muss gepflegt werden – wer nur nimmt und nie etwas zurückgibt, baut es wieder ab.

BeispielEine Person, die ein Unternehmen gründet, findet über eine frühere Studienbekanntschaft die erste Steuerberatung, über eine Vereinskollegin den Kontakt zu einer Investorin und über eine ehemalige Führungskraft die ersten drei Mitarbeitenden – ohne dafür je eine Anzeige geschaltet zu haben. Genau dieser Zugriff auf Menschen, Wissen und Vertrauen ist ihr Sozialkapital.

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