Darum sollten wir unsere Gefühle mit in den Arbeitsalltag nehmen

Self-Compassion bezeichnet die Fähigkeit, sich selbst bei Fehlern, Rückschlägen oder Überforderung so freundlich und verständnisvoll zu begegnen, wie man es bei einer nahestehenden Person täte. Das Konzept geht auf die Psychologin Kristin Neff zurück und umfasst drei Bestandteile: Selbstfreundlichkeit statt Selbstkritik, das Bewusstsein für die gemeinsame menschliche Erfahrung und eine achtsame, nicht bewertende Wahrnehmung der eigenen Gefühle. Studien verbinden Selbstmitgefühl mit geringerem Stresserleben und höherer Belastbarkeit, weshalb es zunehmend auch im Arbeitskontext und in der Führungskräfteentwicklung auftaucht.
BeispielEine Projektleiterin, deren Präsentation vor der Geschäftsführung schiefgeht, notiert am Abend statt einer inneren Abrechnung, was konkret nicht funktioniert hat und was sie beim nächsten Mal anders vorbereitet – und geht ohne stundenlanges Grübeln in den Feierabend.