Wie Top-Führungskräfte Souveränität in Situationen von Ungerechtigkeit bewahren

Eine Grenzüberschreitung liegt vor, wenn jemand die persönlichen, fachlichen oder rechtlichen Grenzen einer anderen Person missachtet – etwa durch abwertende Bemerkungen, Übergriffe in die Privatsphäre, dauerhafte Erreichbarkeitsforderungen oder das Übergehen fachlicher Zuständigkeiten. Entscheidend ist das Empfinden der betroffenen Person, nicht die Absicht der handelnden. Der Begriff ist für Organisationen wichtig, weil unbeantwortete Grenzüberschreitungen sich wiederholen, das Vertrauen im Team beschädigen und langfristig zu Belastung und Kündigungen führen.
BeispielEin Kunde kommentiert im Meeting wiederholt das Aussehen einer Beraterin. Sie benennt die Grenzüberschreitung ruhig und sachlich im Moment selbst („Ich möchte über das Projekt sprechen, nicht über mein Aussehen“) und informiert anschließend ihre Führungskraft, damit die Reaktion nicht allein an ihr hängt.