
Resilienz: 5 Wege, mit gesundheitlichen Schicksalsschlägen umzugehen
Joël’s learnings
- Leidenschaften weiterlebenAndre gibt nichts auf, was ihm vorher Freude gemacht hat – er passt es an. Stehrollstuhl zum Kochen, Liegerad statt Rennrad, Konzerte und Stadion direkt aus der Reha heraus. Oben halten ihn nicht die vernünftigen Dinge, sondern die, die ihm Spaß machen.
- Nähe zulassen statt sich vergrabenEr spricht von Anfang an offen über seine Situation, bloggt darüber und lässt Besuch zu. Weil es keine Tabus gibt, müssen seine Leute keine Angst vor dem Thema haben – und definieren ihn bis heute nicht über den Rollstuhl. Wichtig ist ihm der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid: Anteilnahme tut gut, ungefragte Hilfe und Schulterklopfen nicht.
- Augenhöhe statt Ehrfurcht30 Jahre ohne Hierarchiedenken im Beruf zahlen sich in der Klinik aus. Andre fragt bei der Visite nach, statt zu schweigen, setzt sich im Bett auf, statt liegen zu bleiben, und behandelt Pflegekräfte mit demselben Respekt wie Chefärzt:innen. Das verändert die Behandlung spürbar – er ist bis heute mit den Kliniken im Austausch.
- Netzwerken gilt auch für GesundheitDieselben Reflexe wie im Business – Kontakte knüpfen, weiterempfehlen, Matchmaking betreiben. Über Joel kommt der Kontakt zu einem Charité-Experten mit klinischer Studie zustande, über LinkedIn wird er erster Querschnittspatient einer neuen Neuroreha – und bringt beide dann miteinander zusammen.
- Aus dem eigenen Mangel ein Produkt machenWas im Alltag fehlt, baut er selbst. Eine App für das Blasen- und Darmmanagement, eine Nearby-App für barrierefreie Parkplätze, Toiletten, Aufzüge und Restaurants, dazu eine neu gebaute App für den Lift im eigenen Auto. Feature-Requests kommen von anderen Betroffenen und Ärzt:innen – möglich macht das erst KI.
